DE267608C - - Google Patents

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DE267608C
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press roll
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/04Arrangements thereof

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Gelöscht am 2. 5. 19t G
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 267608 KLASSE 55 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1912 ab.
Es sind bereits Versuche gemacht worden, Holzstoffbahnen mit Hilfe von Preßwalzenpaaren bis auf 50 Prozent Wassergehalt zu entwässern. Es hat sich aber bisher nicht als möglich erwiesen, dieses Resultat zu erzielen, ohne gleichzeitig den Filz einem so großen Drucke auszusetzen, daß er nach sehr kurzer Zeit zerstört wird.
Der Grund hierzu liegt hauptsächlich darin, daß die vom Sieb kommende, außerordentlich dünne, nässe Stoffschicht, auch nachdem sie dem Filzdruck des ersten Preßwalzenpaares ausgesetzt worden, immer noch so naß und locker ist, daß es mit großen Schwierigkeiten verbunden war, die Schicht im freien Zustande von dem ersten" Walzenpaar zum nächsten hinüberzuführen. Wenn die Schicht außerdem hierbei bricht, ist es schwierig, sie wieder zwischen das letztgenannte Walzenpaar hineinzubringen, ohne daß sie schlaff oder zu stark gespannt wird.
Um diese Übelstände zu vermeiden, hat man zu dem Mittel gegriffen, möglichst viel Wasser schon im ersten Preßwerk auszupressen. Obgleich aber hierbei die vorerwähnten Schwierigkeiten in größerem oder kleinerem Maße beseitigt werden, so ist dieses Verfahren infolge der kurzen Lebensdauer des Filzes doch nicht wirtschaftlich.
pie Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, welcher die genannten Mängel nicht anhaften.
Die neue Vorrichtung ist auf der Zeichnung
veranschaulicht, die schematisch eine Rundsiebmaschine, sowie Abnahme-, Preß-, Abschneide- und Ablegevorrichtung darstellt.
31 ist die Siebtrommel, 32 deren Abnahmewalze und 33 deren endloser Filz, welcher unter anderem über die untere Filzpreßwalze 4 läuft. Oberhalb der Walze 4 befindet sich die obere Preß walze 5.
Die Oberwalze 5 ist in Hebeln 6 gelagert, die um feste Zapfen 7 schwingen und zugleich die verschiebbaren Lager 8 einer Abnahmewalze 9 tragen, welche durch Federn 10 gegen die Walze 5 angedrückt wird. Eine ganz entsprechende Anordnung ist bei den folgenden Preßwerken zur Anwendung gebracht, wo die den Teilen 5, 6, 7, 8, 9 und 10 entsprechenden Teile des zweiten Preßwerkes mit 15 beziehungsweise 16, 17, 18, 19 und 20 und die des dritten Preßwerkes mit 25, 26, 27, 28, 29 und 30 bezeichnet sind, während die Unterpreßwalzen mit 14 und 24 bezeichnet sind.
Ein wenig oberhalb des Berührungspunktes der Abnahmewalze 9 (19, 29) mit der Oberpreßwalze 5 (15, 25) ist ein Schaber 1 (11, 21) angebracht.
Über die Walze 9 und über zwei kleine Walzen 3 sind ein oder mehrere endlose Fördergurte oder dünne Seile 2 derart gelegt, daß der zwischen beiden Walzen 3 befindliche Teil sich dicht an die Oberwalze 15 des nächsten Preßwerkes anschmiegt. Für diese Gurte oder Seile sind in der Walze 9 Rillen gedreht, so daß sie in einer Flucht mit der übrigen Oberfläche derselben liegen. Auf ähnliche Weise sind über die Ab-
nahmewalze 19 und die beiden kleinen Walzen 13 eine oder mehrere endlose Gurte beziehungsweise Seile 12 gelegt, die sich an die Oberwalze 25 anschmiegen, während über deren. Abnahmewalze 29 und über eine kleine Walze 23 eine oder mehrere endlose Gurte beziehungsweise Seile 29 laufen, die die Stoffschicht, welche nun genügend trocken ist, um frei zu liegen, nach den Förderwalzen 34, 35 und von dort nach der selbsttätigen Abschneide- und Ablegevorrichtung fördern.
Wenn die nasse Stoffschicht zwischen den Filzpreßwalzen 4, 5 hindurchpassiert, wird etwas Wasser aus derselben herausgepreßt. Die Schicht setzt sich auf die Oberwalze 5 ab, um gleich danach von der Walze 9 abgenommen . zu werden und auf den Gurten 2 weiter zu wandern. Da die Stoffschicht nach dem Durchgang zwischen den Walzen 5 und 9 etwas gedehnt worden ist, legt sie sich in schwachen Wellen auf die Gurte 2. Um nun diese Wellen wieder auszurichten, erhält das zweite Preßwerk 14, 15 eine entsprechende Umfangsgeschwindigkeit; die etwas größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen 4, 5. Es ist sogar vorteilhaft, den Walzen 14, 15 eine solche Geschwindigkeit zu geben, daß die Stoffschicht einer schwachen Dehnung unterworfen wird.
Mit Hilfe des zwischen den Walzen 3 laufenden Teiles der Gurte 2 wird die Stoffschicht dicht an die Walze 15 herangebracht. Es ist dies von besonderer Bedeutung, wenn die Stoffschicht durch das zweite Preßwerk 14, 15 hindurchlaufen soll. Um nämlich aus einer Stoffschicht Wasser herauspressen zu können, ist es notwendig, das herausgepreßte Wasser auf derjenigen Seite der Schicht herauszuzwingen, wo es freien Ablauf erhalten kann. Wenn nun die Stoffschicht gegen die glatte Oberwalze 15 nicht gut anliegen würde, würde sich links von dem Preßpunkt auf der Oberseite der Schicht ein Wassersack bilden. Das Wasser würde somit keinen freien Ablauf erhalten. Wenn sich dagegen die Stoffschicht dicht an die Walze 15 anschließt, wird das Wasser auf der Unterseite der Stoffschicht herausgepreßt und durch den aufwärts gehenden Teil des porösen Mantels 36 der Unterwalze 14 aufgesaugt oder fließt über denselben ab.
50. Die Stoffschicht wird nach dem Durchgang durch dieses zweite Preßwerk der unbekleideten Oberwalze 15 aufwärts folgen, wird von der Walze 19 abgenommen und auf den Gurten 12 zur dichten Anlage gegen die Oberwalze 25 des dritten Preßwerkes gebracht. Dieses Preßwerk läuft wieder mit ein wenig größerer Geschwindigkeit als das vorhergehende, damit jede Schlaffheit der Stoff schicht auf dieselbe Weise, wie vorstehend erläutert, beseitigt wird. Nach dem Durchgang durch das letzte Preßwerk wird die an der Oberwalze 25 haftende, jetzt auf den gewünschten Wassergehalt gebrachte Stoffschicht von der Walze 29 abgenommen und durch die Gurte 22 über die Walze 23 freiliegend nach den Förderwalzen 34, 35 vorgeführt, um durch diese zu der Schneidevorrichtung und der Abgabevorrichtung gefördert zu werden.
Um die allmählich wachsende Umfangsgeschwindigkeit der verschiedenen Preßwerke regeln zu können, werden sie durch regelbare Übertragungsvorrichtungen, z. B. durch über konische Scheiben gelegte Riemen angetrieben. Damit die Poren der Mantel der Unterpreßwalzen 14 bzw. 24 sich nicht verstopfen, ist es notwendig, die Mantel ständig mit Wasser zu spülen. Dies geschieht durch Spritzrohre 38, 39 bzw. 42, 43 und Schaber 40 bzw. 44. Danach soll der Mantel tiockengepreßt werden, ehe er wieder zum Preßpunkt hinaufgeht. Dieses Trockenpressen erfolgt durch eine untere Walze 41 bzw. 45. Um indessen in bequemer Weise wenigstens ebenso hohen Druck zwischen den Walzen 14 und 41 bzw. 24 und 45 wie zwischen den Walzen 14 und 15 bzw. 24 und 25 zu erreichen, ist die Anordnung . derart getroffen, daß die beiden Preßwalzen 14, 15 bzw. 24, 25 von den unteren Walzen 41 bzw. 45 durch Reibung angetrieben werden. Zu dem. Zwecke ist das Lager der Walze 14 bzw. 24 etwas beweglich.' Man erhält hierdurch auf der Unterseite des Mantels einen Druck, der sogar größer ist als auf der. Oberseite, und zwar um das Gewicht der Walze 14 bzw. 24, weshalb der Mantel nach dem Gange über die Walze 41 bzw. 45 trockengepreßt worden ist und wieder Wasser im Preßpurikt aufnehmen kann.
Um zu verhindern, daß die Mantel bei der Antfiebsübertragung durch Reibung von den untersten Antriebswalzen 41, 45 auf ihren Walzen schiefgezogen werden, sind die Walzen 41, 45 am Umfange in bekannter Weise in achsialer Richtung geriffelt, wodurch eine gleichmäßige Reibung auf die ganze Walzenlänge gesichert ist.
Sollte die Stoffschicht auf einer der Abnahmewalzen 9, 19, 29 oder im Berührungspunkt zwischen der oberen Preßwalze und deren Abnahmewalze brechen, so wird die Schicht dieser Preßwalze nach oben folgen können, wird aber durch die Schaber 1, 11, 21 abgenommen. Die Schicht wird sich dann aufrollen, bis sie wieder von den Gurten 2, 12 oder 22 ergriffen und selbsttätig in der Maschine weitergeführt wird. Falls es erforderlich oder wünschenswert erscheint, können zwei und mehr Preßwerke ver- wendet werden, wodurch es ermöglicht wird, den Wassergehalt der Schicht mit Sicherheit auf das gewünschte Maß herabzubringen. Die Anordnung wird die gleiche sein bei jedem hinzugefügten Preßwerk, und ebenfalls erhält dasselbe eine etwas größere Geschwindigkeit als das vorhergehende. . .. : '

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zum Auspressen des Wassers aus Holzstoff-, Zellstoff- und ähnlichen Stoffschichten mit Hilfe von Preßwalzenpaaren, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterpreßwalze (14 bzw. 24) in beweglichen Lagern auf einer darunterliegenden Reibungstreibwalze (41 bzw. 45) aufliegt, die die Preßkraft und das Gewicht der Oberpreßwalze (15 bzw. 25) aufnimmt, so daß zwischen der Reibungstreibwalze (41 bzw. 45) und der Unterpreßwalze (14 bzw. 24) ein höherer Berührungsdruck und somit eine größere Kraft zum Auspressen des Wassers aus der Unterpreßwalze (14 bzw. 24) entsteht als zwischen der Ober- und Unterpreßwalze;
  2. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibungstreibwalze (41 bzw. 45) einen kleineren Durchmesser als die Oberpreßwalze (15 bzw. 25) hat.
  3. .3. Vorrichtung nach Patenanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterpreßwalze (14 bzw. 24) mit einem Filzmantel (36 bzw. 37) versehen ist, während die Reibungstreibwalze (41 bzw. 45) eine harte, zweckmäßig längsgeriffelte Oberfläche hat.
  4. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Preßwalzenpaar (4, 5 bzw. 14, 15 bzw. 24, 25) mit einer größeren, Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wird als das vorhergehende.
  5. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1,' dadurch gekennzeichnet, daß die zum Fördern der Stoffschicht von einem Preßwalzenpaar zum anderen dienenden endlosen Gurte oder Seile (12) sich auf eine bestimmte Länge krumm gegen die Oberfläche der Oberpreßwalze (15 bzw. 25) anlegen.
  6. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ob erpreßwalze (5 bzw. 15 bzw. 25) und deren Abnahmewalze (9 bzw. 19 bzw. 29) an einem gemeinsamen Doppelhebel (6 bzw. 16 bzw. 26) gelagert sind, dessen Drehpunkt (7 bzw. 17 bzw. ^27) zweckmäßig zwischen den Achsen der Oberpreßwalze und der Abnahmewalze liegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT267608D Active DE267608C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4675079A (en) * 1982-12-14 1987-06-23 Webster David R Multi-nip suction press with a four roller closed train

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4675079A (en) * 1982-12-14 1987-06-23 Webster David R Multi-nip suction press with a four roller closed train

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