DE2634005C2 - Schweiß- oder Hartlötstab für das Auftragsschweißen - Google Patents

Schweiß- oder Hartlötstab für das Auftragsschweißen

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DE2634005C2 DE19762634005 DE2634005A DE2634005C2 DE 2634005 C2 DE2634005 C2 DE 2634005C2 DE 19762634005 DE19762634005 DE 19762634005 DE 2634005 A DE2634005 A DE 2634005A DE 2634005 C2 DE2634005 C2 DE 2634005C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen Schweiß- oder Hartlötstab für das Auftragsschweißen gemäß Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Solche Schweißstäbe sind beispielsweise nach der DE-PS 12 5!"/l 1 bekannt Ferner sind nach den US-PS 33 04 604, 35 23 569 Methoden zur Herstellung von karbidhaltigen Stäben für die Herstellung von Hartbeschichtungen auf Metallflacher beschrieben, bestehend aus groben, feuerfesten Karbidteilchen beispielsweise aus Wolfram-Karbidteilchen, die mit Kobalt als Hilfsmittel zusammengesintert sind. Bei der Herstellung von Stäben dieser Art ist es wichtig, daß die groben Teilchen des Karbids gegen Oxydation geschützt werden.
Wie in den vorgenannten US-PS beschrieben, können die gebildeten Stäbe grobe Teilchen mit Korngrößen bis ca. 9,6 mm enthalten, wobei die Karbidmenge höchstens 10 Gew.-% beträgt, während der Anteil der Karbidteilchen ca. 60 bis 75 Gew.-% beträgt und der Anteil an Hilfsmetall 25 bis 40 Gew.-%.
Große Anteile von Karbiden werden gewöhnlich dann verwendet, wenn Metallflächen beschichtet werden sollen, um diese schnitt- oder verschleißfest zu machen beispielsweise für Bergbaugeräte, Fischereiwerkzeuge, Bohrwerkzeuge, Baggerzähne od. dgl.
Bei der Hartbeschichtung von Metallflächen unter Verwendung von Stäben aus Verbundwerkstoffen der oben beschriebenen Art, die beispielsweise große Mengen von gesinterten Wolfram-Karbid-Teilchen enthalten, kann der Fall eintreten, daß die Beschichtung zu stark mit Karbid angereichert wird, und zwar infolge der Tendenz des geschmolzenen Hilsmetalls von den Auflageflächen während des Auftragens wegzufließen. Eine solche Karbidanreicherung kann zu einer ungenügenden Verankerung der Teilchen auf der Metallfläche Wlhre, Es ist daher wünschenswert, einen Schweißstab zu Verwenden, in dem die Mittel vorhanden sind, durch die das Vorgenannte Problem gelöst werden kann.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrun^ de, einen Schweiße oder Hartlötstab der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß eine gute Verankerung der Beschichtung erreicht werden kann, und zwar mit Hilfe eines Stabteiles, während mit dem anderen Stabteü dann die harte und verschleißfeste Endbeschichtung aufgebracht wird.
Diese Aufgabe ist mit einem Schweißstab der eingangs genannten Art nach der Erfindung durch das im Kennzeichen des Hauptanspruchs Erfaßte gelöst
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen 2 und 3.
ig Ein solcher Stab weist also zwei unterschiedliche Stabteile auf, die koaxial mit je einem ihrer Enden stumpft zusammengefügt sind, von denen einer aus einem Hilfsmetall mit darin verteilten groben Teilchen aus feuerfestem Karbid besteht, während der andere Teilstab aus einem verträglichen oder angepaßten Hilfsmetall gebildet ist (»verträglich« in bezug auf das Hilfsmttel des anderen Stabteiles), wobei aber dieser andere Teilstab feuerfeste Karbidteilchen allerdings in feiner Verteilung enthalten kann.
Der erfindungsgemäße Schweiß- oder Hartlotstab hat also zwei Arbeitsenden, wobei das eine Ende das andere Ende während des Auftrags einer harten und abtriebfesten Beschichtung auf eine Metallfläche gewissermaßen ergänzt.
Es ist wichtig, daß der Stabteil mit einer Metaligefügestruktur verträglich sein muß mit dem Metallgefüge im Stab mit den groben Karbid-Verbundteilchen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Gefügemetalle an beiden Enden des Stabes die
so gleichen. In einer weiteren Ausführungsform braucht das Ende, das im wesentlichen das Bindemittelgefüge enthält (d. h. entweder mit oder ohne feine Verteilung des Karbids) nicht das gleiche zu sein, wie das Gefüge-Metall in dem groben Karbidgefüge-Ende.
π sofern es kompatibel mit dem Metallgefüge am Ende des Verbundmaterials ist
Wenn z. B. die verhältnismäßig groben Karbidteilchen aus Wolfram-Karbid bestehen, das nit einem Bindematerial gesintert ist. z. B. 5 Gew.-% bis zu 20 Gew.-% Kobalt, kann Has M. tallgefüge. in dem das gesinterte Karbid verteilt ist, vorzugsweise Nickelsilber Kein. Eine bevorzugte Nickelsilber-Verbindung enthält 9 bis 11 Gew.-% Nickel (dieser Bereich kann auch zwischen 2 und 20 Gew.-% liegen), 40 bis 52 Gew.-% Kupfer (kann auch im Bereich zwischen 40 und 65 Gew.-% liegen) und der Rest besteht im wesentlichen aus Zink (z. B. zwischen 28 und 58 Gew.-%). Es können bis zu 0.25% P vorhanden sein.
Ein Gefügemittel, das mit einem Nickelsilbergefüge kompatibel ist enthält ungefähr 15% Cr. ungefähr 4% Si. ungefähr 3.5% B und ungefähr 4% Fe und der Rest ist im wesentlichen Nickel und der Schmelzpunkt liegt zwischen 1038 bis 1065°C. Dieses kompatible Gefügemetall würde nach Aufbringung der Wolfram-Karbid-Nickelsilber-Auflage verwendet werden.
Nachdem diese Hartauflage auf die Oberfläche aufgebracht wurde, kann das andere Ende des Schweißoder Hartlotstabes, der im wesentlichen aus dem obengenannten, auf Nickelbasis kompatiblem Metallgefüge besteht, als Arbeitsende verwendet werden, um die Nickellegierung als darüberliegende Beschichtung aufzubringen, um so eine oberste Schicht mit einer Härte Von ca. 58 - 60 Rockwell G zu erreichen.
Allgemein ausgedrückt, kann das Gefügemetall ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Legierungen auf Kupfer-, Nickel· und Kobaltbasis mit einem verhältnismäßig niedrigem Schmelzpunkt im Bereich zwischen 870 bis 1150° C.
Der erfindungsgemäße Schweiß- oder Hartlotstab wird nachfolgnd anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung des Schweißoder Hartlotstabes,
F i g. 2 - 5 Querschnitte des Stabes gemäß F i g. 1 mit (Fig.4, 5) und ohne (Fig.2, 3) Flußmittelbeschichtung und
Fig.6 —8 Darstellungen einer Technik zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Stabes.
In Fig. 1 ist ein Stab 10 dargestellt, bestehend aus zwei unterschiedlichen Teilstäben 11,12, die koaxial bei 13 durch Hartlöten oder eine andere geeignete Methode stumpf miteinander verbunden sind. Der Teilstab 11 besteht dabei gemäß Schnitt in Fig.3 aus gesinterten Wolfram-Karbid-Teilchen 15, die in dem Hilfsmetall verteilt sind, beispielsweise Nickelsilber. Der Teilstab 12 besteht in diesem Fall aus dem gleichen HilfsRietall 14 gemäß Schnitt in F i g. 2.
Der gesamte Stab 10 kann mit Flußmitteln beschichtet werden oder unbeschichtet bleiben. Solche Beschichtungen 16 sind auf beiden Teilstäbtn in den Schnittdarstellungen gemäß F i g. 4,5 erkennbar.
Fig.6, 6a zeigen ein Winkelstück 17, das als Form benutzt wird, in die grobe Teilchen feuerfesten Karbids 15 eingegeben werden. Mit einer Flammspritzpistole 18. die mit einem Pulverbehälter 19 ausgerüstet ist, wird das Hilfsmetall mit einer Sauerstoff-Acetylen-Flamme auf die Karbidteilchen 15 aufgesprüht, wobei das Hilfsmetall 20 geschmolzen wird. Die Flammspritzpistole wird längs der Form 17 hin- und herbewegt, um das Ganze im geschmolzenen Zustand zu halten. Nachdem auf diese Weise die Karbidteilchen mit geschmolzenem Hilfsm> tall beschichtet worden sind, ist das Karbid gegen Oxydation geschützt Mit der nachfolgenden Flammbehandlung wird die Temperatur der Karbidteilchen auf der niedrigsten Temperatur gehalten, bei der noch erreicht werden kann, daß das geschmolzene Hilfsmetall in die Zwischenräume zwischen den Teilchen eindringen kann. Damit wird erreicht, daß sich das Hilfsmeta'l langsam auf und um die Teilchen 15 in der Form aufbaut, so daß ein Stab gemäß F i g. 7 entsteht, in dem die Karbidteilchen 15 gleichmäßig im Sinne der F i g. 8 über das Gesamtgefüge verteilt sina.
Selbstverständlich können auch andere Formen geeigneter Größe und Ausbildung verwendet werden, soweit sie hitzebeständig sind beispielsweise aus Graphit und Keramik. Die Enden der Formen werden zweckmäßig geschlossen ausgebildet. Die Form kann weiterhin vor Ingebrauchnahme im obigen Sinne vorgewärmt werden.
Feuerfeste Karbide, die verwendet werden können, sind Karbide von Titan. Zirkonium, Vanadium, Chrom, Molybdän, Wolfram. Tantal und Niob.
Diese feuerfesten Karbide können entweder alleine oder in Verbindung mit den anderen Karbidarten verwendet werden. Es hat sich gezeigt daß Wolfvam-Karbid besonders als feuerfestes Karbid geeignet ist Weiterhin hat sich !gezeigt, daß geschlossenes Wolfram-Karbid eine höhere Abriebs- und Abnutzungsgefestigkeit hat als Stäbe, die aus gesintertem Karbid gebildet werden.
Gesinterte Wolfram-Karbid-Teilchen können 2,5 bis 30 Gew.-% Bindemetall enthalten, beispielsweise ICobaltbinder und allgemein zwischen 5 und 20 Gew.*°/o Bindemetall Gesintertes Wolfram-Karbid kann bis zu 30 Gewr% andere der weiter oben genahnten Karbide enthalten.
Die Teilchengröße der hier verwendbaren feuerfesten Karbide ist unterschiedlich je nach der letztlich beabsichtigten Verwendung. Teilchengrößen von ca. 0,25 bis 9,6 mm und kantig mit Bezug auf ihre Form werden vorzugsweise für Hochleistungsschnitt- und Bohrwerkzeuge verwendet Karbidteilchen im Bereich von 0,84 bis 0,42 mm werden für abrieb- und abnutzungsfeste Verarbeitungsfälle verwendet
Die prozentualen Verhältnisse zwischen feuerfesten
ίο Karbid-Teilchen und Hilfsmetall richtet sich ebenfalls nach den jeweiligen Anforderungen der Benutzung. Selbstverständlich ist die Abnutzungsfestigkeit um so höher, je höher der Anteil der Karbid-Teilchen ist und um so besser sind auch die Leistungen der Schneidwerkj zeuge. Allgemein wird schon bei einem Prozentsatz von 10 Gew.-% Karbidteilchen eine Verbesserung erzielt Die obere Grenze der Gewichtsprozentanteile von Karbidteilchen richtet sich hauptsächlich nur danach, daß ausreichend Hilfsmetall vorhanden ist um die Teilchen fest einzubinden. Schon 5 Gew.-°/o Hilfsmetall haben sich für manche Anwendungen als brauchbar erwiesen. Zum Beispiel kann cV Zusammensetzung zwischen 50 und 80 Gew.-% Karbidt iichen und 20 bis 50 Gew.-% Hilfsmetall enthalten.
Ein bevorzugtes Verhältnis besteht aus einem Gefüge von 60 bis 75 Gew.-% feuerfesten Karbidteilchen und 25 bis4,Gew.-% Hilfsmetall.
Geeignete Hilfsmetalle sind auf diesem Fachgebiet bekannt, und es haben sich Hilfsmittel mit einem vorherrschenden Anteil an Nickel, Eisen, Kupfer oder Kobalt hier bezeichnet als Legierungen auf Nickel-, Eisen-, Kobalt- oder Kupferbasis, als besonders vorteilhaft erwiesen.
Die Zusammensetzungen solcher Legierungen werden in Rücksicht auf einen Schmelzpunkt ausgewählt der innerhalb des Bereiches von 870 bis 1150° C liegt
Kupfer-Nickel· Legierungen werden verwendet für Beschichtungen verschiedener Grundmetalle. »Nickel-Silber«-Legierungen und andere Legierungen auf Messing-Basis werden ebenfalls verwendet hilfsmetalle. die einen verhältnismäßig hohen Zinkgehalt aufweisen, unterliegen der Dampfbildung und Verdunstung, wenn sie erwärmt werden und diese Werkstoffe stellen somit eine Gesundheitsgefährdung dar.
Ein Hilfsmetall. das hauptsächlich ein Metall aus der Eisen-Kobalt-Nickel-Gruppe enthält, hat sich im vorliegenden Fall als vorteilhaft erwiesen. Ein geeignetes Beispiel dieser Art von Grundlegierung ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Hilfsmetall auf Nickel-Basis
Bestandteile Ciewichtsprnzent- Bespiel
hereiche
Sili/ium 1.5-5,0 30
Boron 1,5-5.0 2,0
Chrom 0-20 1,0
Molybdän 0-7 0,2
Nickel (1) 90,8
(1) Im wesentlichen der Rest
In der obengenannten Legierung kann das Nickel auch durch Koba'toder Eisen ersetzt werden, Weiterhin kann eine Legierung dieser Art das Hilfsmetall bilden plus bis 80 Gew.-% Wolfram-Karbidteilchen in feiner
Teilchengröße im Bereich von 60 bis 1200 μπι, um eine extrem hohe Abriebfestigkeit des Gefüges zu erhalten und somit die größeren gesinterten Karbidteilchen im Gefüge zu halten. Das folgende Hilfsmetallgefüge ist ebenfalls bezeichnend für Zusammensetzungen, die sich als brauchbar erwiesen haben.
Hilfsmelallgefuge auf Kobalt-Basis
Bestandteile Gewichtsprozent Beispiel
bereich
Nickel 1.0 - 5,0 3.0
Chrom 26.10-32,0 28,0
Silizium 0,5 - 3,0 1.0
Boron 1,0 - 3,0 2,0
Kohlenstoff 0,8 - 2,0 UO
Wolfram 3,5 - 7,5 4,5
Molybdän 0,0 - ö,5 3,5
Kobalt (D 57,5
(1) Im wesentlichen der Rest.
Auch in diesem Fall kann das Nickel oder das Eisen in der obigen Zusammensetzung durch eine gleiche Menge Kobalt ersetzt werden. Die Eisenlegierung ist härter und widerstandsfähiger als die anderen Legierungen, aber sie unterliegt in stärkerem Maße der Korrosion und Oxydation während des Aufbringungsvorganges.
Ein Hilfsmetallgefüge auf Kupfer-Basis, das kein Zink enthält und das bevorzugt verwendet wird, hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn es Bestandteile in den nachstehend genannten Gewichtsprozenten enthält:
Hilfsmetallgefuge auf Kupferbasis
Bestandteile
Breiter
Bereich
Zwischenbereich
Beispiel
Nickel 15,0 -40,0 20,0 -25,0 23,00
Silizium 1,0 - 5,0 3,0 - 4,0 3,45
Boron 0,15- 2,50 0,25- 0,5 0,47
Mangan 0,20- 2,0 0,5 - 1,0 0,75
Kupfer (D (D (D
(1) Im wesentlichen Rest
Beschichlungs- und Schutzwirkung nachfolgender Durchgänge mit der Flammspritzpistole sowie die mühelose Wärmeverteilung geben eine besonders wirksame Methode zur Verhütung von Oxydation, Rißbildung und Auflösungen. Darüber hinaus binden diese Zusammensetzungen die Karbidteilchen fest in den Grundwerkstoff ein und es ergibt sich eine harte und stoßfeste Oberfläche,
Der Vorteil eines solchen zweiteiligen Stabes mit
ίο zwei Arbeitsenden, eines zur Aufbringung von Hilfsmetall mit Karbiden, liegt darin, daß das eine Gefüge das andere bei der Herstellung der gewünschten endgültigen Beschichtung ergänzt
Wenn z. B. der Karbidanteil in der ursprünglichen Auflage zu hoch ist, genügt es, den Stab einfach umzudrehen und das Material dieses Stabteiles aufzutragen, wodurch die Auflage mit dem überschüssigen Karbidanteil weiter verdünnt wird. In diesem Fall hat das Hilfsmetall-Ende des Stabes im wesentlichen die
2ό gleiche Zusammensetzung wie das Kiiismciäligeiüge im anderen Teil des Stabes.
Falls jedoch ein Hilfsmetall in einem Teilstab verwendet werden soll, das unterschiedlich zum Hilfsmetall des anderen Teilstabes, aber mit diesem verträglich (verarbeitbar) ist, um die aufgebrachte Hartbeschichtung mit einer harten, darüberliegenden Metallschicht abzudecken, so kann dies dadurch erreicht werden, daß der Stab einfach umgedreht, und als Schwas- oder Hartlotstab verwendet wird, um die erhärtete Hartschichtauflage, wie weiter oben beschrieben, abzudecken.
In einem anderen Beispiel wird der Stab 10 für eine Metallbeschichtung verwendet bei der das Grundmetall leicht verschmutzt ist In diesem Fall wird ein mit Flußmittel beschichteter Stab verwendet wobei zuerst das Hilfsmittelgefügeende benutzt wird, um eine saubere Beschichtung auf dem Grundmetall aufzubringen, und danach wird die harte Überschicht mit dem anderen Ende des Stabes aufgebracht Die verwendete Flußmittelbeschichtung kann aus allen verfügbaren Flußmitteln bestehen, die bekannterweise zum Schweißen und/oder Hartlöten verwendet werden. Bevorzugte Flußmittel sind Flußmittel auf Borat-Basis, aus der Gruppe, die aus den Boraten auf Basis Alkalimetalle, Natrium, Kalium und Lithium sowie auf den alkalischen Erdmetallen, Kalzium, Strontium, Barium u. dgl. aufgebaut sind
Wie bereits oben ausgeführt ist »Nickel-Silber« besonders vorteilhaft als Hilfsmetallgefüge und kann in weiten Bereichen gewichtsmäßig zusammengesetzt sein aus ca. 2 bis 20% Nickel, 28 bis 58% Zink, 0,01 bis 1,0% Silizium, 0,0 bis 1,0% Silber und der Rest im wesentlichen Kupfer (beispielsweise 40 bis b5%). Die Bezeichnung »Nickel-Silber« wird bekanntlich auch dann für Nl-Cu-Zn-Legierraigen benutzt, da diese, auch wenn sie kein Silber enthalten, in ihrer Erscheinung dem von Silber gleichen.
Die oben geschilderten Legierungen auf Eisen-, Kobalt-, Kupfer- und Nickelbasis sind besonders vorteilhaft da sie bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen schmelzen. Bei Verwendung dieser niedrig schmelzenden Hilfsmetallgefüge ist daher die zum erstmaligen Schmelzen der Legierungen verwendeis Wärme gering, und die einzelnen Teilchen werden keiner extrem hohen Wärme ausgesetzt Die verwendeten niedrigen Anfangstemperaturen zusammen mit der
Beispiel 1
Eine Hülse als Teil eines Bohrgestängerohrcn soll an der Außenfläche dadurch abriebfest gemacht werden, daß mehrere, axial in Umfangsabständen von beispielsweise 120° verlaufende Beschichtungsstreifen längs der Hülse aufgebracht werden, die eine hohe Festigkeit gegen Abrieb und eine hohe Druckfestigkeit aufweisen. Die Hülse besteht aus hochfestem, niedriglegiertem StahL
Der eine Teil des dafür verwendeten Schweißstabes ist aus einem Verbundmaterial gebildet das ca. 50 Gew.-% gesintertes Wolfram-Karbid in der Größe von 1,6 bis 3,2 mm enthält und in einem Hilfsmetall aus einer Legierung auf Nickelbasis verteilt ist (0,7% C 15% Cr, 4% Si, 32% B, 4% Fe, Rest aus Nickel).
Der zweite Teilstab besteht allein aus dem obenge- - nannten Hilfsmetall (0,7% C, 15% Cr, 4% Si, 3,2% B, 4% Fe, Rest aus Nickel).
Diese beiden Teilsläbe sind koaxial stumpf durch Hartlötung miteinander verbünden, und der zweite Teilstab ist mit einem Flußmittel beschichtet.
Zuerst wird das Material des zweiten, mit Flußmittel beschichteten Teilstabes auf das gezackte Stimende als Vorbenetzungs- und Reinigungsschicht bei 955 bis 982"C aufgebracht, um einen passenden Untergrund für 4ss Material des anderen Teilslabes zu schaffen. Danach wird das andere Ende des Schweißstabes bei 955 bis 982°G aufgetragen, das die grobkörnigen, gesinterten Wolffam-Karbid-Teilchen enthält, wooei die gebildete Karbid-Überschichl eine gute Abriebfestigkeit bei Bohrarbeiten gewährleistet.
Beispiel 3
Die Stahlhülse eines Bohrlochöffnungsgerätes für
/SUn#*j>r» t«,;>*sl rr»I» wi*»r Ct riif«»nHpcr» hirhti in σρη
versehen, die axial längs der Außenfläche der Hülse im Umfari,gsabsland von ca. 90° zueinander angeordnet werden sollen.
Der verwendete Schweißstab besteht aus einem Teilstab mit 65 Gew.-% grober Fragmente eines gesinterten Wolfram-Karbides von 6,4 bis 9,5 mm verteilt in einem Hilfsmetall aus 48% Cu, 10,5% Ni, 0,1% Si, 0,05% P, 0,3% Ag und Rest aus Zink.
Der zweite Teilstab besteht aus 60 Gew.-% feinen Wolfram-Karbidteilchen (WCAV2C)1 die durch Beigabe
von Wolfram zum geschmolzenen Fe hergestellt werden, das 4,2% C enthält, so daß sich das genannte WC/W2C nach dem Gießen bildet Das gegossene Karbid-Material wird auf eine Korngröße von 60 bis 1200 μίτι gemahlen und mit 60% Gew.-Anteil in einem
ίο geeigneten bzw. angepaßten Hilfsmetall verteilt, das 6% Cr, 2,50/o B, 0,1% C, 3% Si, 3,5% Fe und den Rest als Nickel enthält.
Bei der Herstellung der abriebfesten Streifen auf der Oberfläche der Stahlhülse wird zunächst der erste Teilstab mit den groben Karbidteilchen verwendet, um die Hülse mit vier Streifen bei 955 bis 9820C zu belegen.
Nach Aufbringung dieser Grundstreifen wird das
andere Ende des Schweißstabes benutzt, um die Legierung auf Niekel-Basis mi·, dem feinkörnigen darin
verteilten Karbid als dünne Schicht bei einer Temperatur von 1066° C auf die zuerst aufgebrachte Schicht mit den groben Karbidteilchen aufzubringen. Die dünne Schicht bindet sich dann fest in die Grundschicht ein und ergibt eine doppelschichtige Lage mit verbesserter Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schweiß- oder Hartlotstab für das Auftragsschweißen aus mindestens 10% in einer Matrixlegierung eingebetteten feuerfesten Karbiden mit Korngrößen von 0,25 bis 9,5mm, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende dieses Stabes (11) mit dem Ende eines zweiten Stabes (12) koaxial stumpf zu einem Duplex-Schweiß- oder Hartlötstab (10) verbunden ist, wobei der zweite Stab (12) aus einer mit der Matrixlegierung des Stabes (11) verträglichen Matrixlegierung besteht, in der gegebenenfalls feuerfeste Karbide mit Korngrößen von 60 bis 1200 μπι eingebettet sind.
Z Schweißstab nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die verträgliche Matrixlegierung aus einer Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Legierungen aus Eisen-, Nickel-, Kobalt- und Kupfer-Basis mit einem Schmelzpunkt, der zwischen 870 bk M 50° C liegt.
3. Schweißstab nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrixlegierungen der Stäbe (11 und 12) verschieden sind.
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