DE261503C - - Google Patents
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B6/00—Drives for drilling with combined rotary and percussive action
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 261503-KLASSE 5 a. GRUPPE
Tiefbohrmaschine mit rotierendem Stoßbohrer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. September 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Tiefbohrmaschine
mit rotierendem Stoßbohrer für den Zweck, von unterirdischen Schachträumen von Bergwerken aus tiefe Löcher nach allen Richtungen
zu bohren, was gegenwärtig im allgemeinen durch drehbare Diamant- und Kelchbohrer
erfolgt. Die Kosten dieses Verfahrens verbieten deren Anwendung bei gewöhnlicher
Bergarbeit. Mit der neuen Maschine ist jeder Bergarbeiter in der Lage, in bekannter
Art in ein bis zwei Tagen die Gesteinsschichten bis zu 30 m Tiefe von dem Schacht aus zu
untersuchen. Die Möglichkeit, tiefe Löcher unter Benutzung einer leichten Hammerbohrmaschine
in das Gestein zu bohren, ist von weitesttragender Bedeutung sowohl wegen der großen Ersparnis von Querstollen in der
Hauptader als auch wegen der Anzeige von Erzadern in der Nachbarschaft unterirdischer
Schächte. Die Maschine ist auch zum Bohren tiefer Löcher in Steinbrüchen anwendbar, wo
die Bodenbeschaffenheit die Anwendung schwerer vertikaler Bohrmaschinen nicht zuläßt.
Das Wesen der neuen Bohrmaschine besteht darin, daß die Stöße oder Hammerschläge
dem Bohrer durch unverbundene, aber ein Gesamtgestänge bildende, achsial sich berührende Stangen in einem Rohr ο. dgl. über-
rhittelt werden, das am Bohrer befestigt ist und sich mit ihm dreht, so daß der Bohrer
eine achsiale Beweglichkeit hat, wenn die Schläge auf das Gestänge erfolgen, wodurch
eine gewisse Bewegungsfreiheit gegeben und Reibung· zwischen den sich bewegenden Teilen
vermieden, überdies auch die ganze Energie der Schläge oder Stöße ohne in Betracht
fallende Verluste auf den Bohrer übertragen wird und zu nutzbringender Wirkung gelangt.
.
In den beiliegenden Zeichnungen ist die neue Maschine in einer beispielsweisen Ausführungsart
dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Bohrmaschine nebst Schnitt durch die Pumpe,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie x-x der Fig. i,
Fig. 3 einen teilweisen Längsschnitt durch die Ma'schine.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Stoßbohrmaschine
mit Steuerung.
Fig. 5 ist. eine Einzelheit eines Bohrrohr tciles mit Bohrstangen.
Fig. 6 ist eine Einzelheit des Bohrwerkzeuges und des Rohrendes im Schnitt.
Fig. 7 ist eine Ansicht des Bohrwerkzeuges und des durch Bajonettverschluß daran befestigten
Rohrendes.
Fig. 8 sind Schnitte nach Linien r-r, s-s, t-t der Fig. 4.
Fig. 9 sind Schnitte nach Linien u-u, v-v,
w-zv, y-y der Fig. 5 und 6 in größerem Maßstabe.
Fig. 10 zeigt ein Rohr mit Kupplungsteil in größerem Maßstabe.
Fig. 11 zeigt einen Schnitt durch das hintere Ende des Bohrwerkzeuges und das vordere
Ende des sich daran anschließenden Rohres und der Stange in größerem Maßstabe.
Fig. 12 ist eine Einzelheit des Bohrwerkzeugvorderteiles
mit der Bohrspitze,
Fig. 13 ein Längsschnitt durch dasselbe,
Fig. 14 ein Schnitt durch den Ansatz.
Fig. 15 gibt Schnitte durch den Bohrer nach Linie p-p und z-z der Fig. 12 wieder.
Fig. 16 ist eine Vorderansicht auf das Schneidwerkzeug" und
Fig. 14 ein Schnitt durch den Ansatz.
Fig. 15 gibt Schnitte durch den Bohrer nach Linie p-p und z-z der Fig. 12 wieder.
Fig. 16 ist eine Vorderansicht auf das Schneidwerkzeug" und
Fig. 17 ein Querschnitt durch die Rohrdrehvorrichtung.
Wie die Fig. 1, 2 und 3 erkennen lassen, ist 2 ein auf einem Dreifuß oder einer Bohrsäule
zu befestigender Halter, auf welchem der Druckzylinder 5 durch die flachen U-förmigen
Schellen 3 und 4 festgeklemmt ist. In diesem Zylinder bewegt sich der Kolben 6 am hinteren
Ende der hohlen Kolbenstange 7, die mit dem Kopf 8 verbunden ist, in welchem die
Muffe 9 drehbar gelagert ist.
Auf der Oberseite des Druckzylinders 5 ist eine aus zwei aneinandergeschraubten Teilen-10
und 11 bestehende Führung befestigt, in welcher die Leisten 12 und 13 des Gehäuses 14
der Bohrmaschine sich bewegen. Aus dem Vorderende der Bohrmaschine ragt das in dem Gehäuse 14 der Maschine frei drehbare
Rohr 15 heraus und ist durch den sich drehenden Stellring 16 hindurchgesteckt, an welchem
es durch Stellschrauben 17 festgeklemmt wird. Das Rohr 15 greift auch durch die sich drehende
Muffe 9 hindurch, an welcher es durch die Stellschrauben 18 befestigt ist.
An dem Kopf 8 ist die in der Gleitführung 10 verschiebbare Stange 19 befestigt, die an
ihrer Oberfläche mit Vorsprüngen oder Zähnen versehen ist, die in den Zwischenraum
der Leisten 12 und 13 des Gehäuses 14 eingreifen.
Der drehbare Ring 20 besitzt einen Vorsprung 21, welcher in die Lücken der
Zähne eingreift und dadurch das Bohrergehäuse mit der Zahnstange 19 kuppelt.
22 und 23 sind Handhaben, welche sich in entgegengesetzter Richtung von dem Kopfende
der Muffe 9 erstrecken und dazu dienen, dieses Rohr gegebenenfalls mit der Hand zu
drehen. Die hohle Kolbenstange 7 ist mit einem inneren Rohr 28 versehen, welches
durch den Kolben 6 eine Verbindung mit dem Zylinderraum 5 hinter dem Kolben herstellt.
Der Ringraum um dieses Rohr 28 steht durch einen in der Nähe des Kolbens befindlichen
Kanal 27 mit dem Zylinder 5 und mit dem Vorderende des Kolbens in Verbindung. Der
Vierwegehahn 25 ermöglicht den Zutritt von Druckluft aus dem Schlauch 26 und führt
diese entweder nach dem Rohr 28 oder nach dem Ringraum darum, während gleichzeitig
der andere Kanal durch die unverschlossene Öffnung 25 mit der Außenluft in Verbindung
steht. Durch diesen Hahn wird der Kolben 7 vor- oder zurückgetrieben und der Kopf 8, die
Muffe 9, das Rohr 15 und unter Vermittlung der Zahnstange 19 die Bohrmaschine gesteuert,
wenn letztere sich auf der Gleitführung befindet.
30 ist ein biegsamer Schlauch, durch welchen Druckluft dem im Schieberkasten 32 beweglichen
Steuerungsschieber 31 der Maschine zugeführt wird. Der Schlauch 30 steht
auch mit dem oben .erwähnten Schlauch 26 in \'xerbindung und führt Druckluft dem Dreiwegehahn
33 zu. Dieser Hahn führt die Luft entweder nach dem .Schlauch 36 und dadurch
durch den Nippel 37 nach dem Vorderencle der Bohrmaschine oder liefert Luft durch den
Schlauch 34 nach der Pumpe 35. Diese durch Flüssigkeitsdruck betätigte Pumpe beliebiger
Bauart führt Wasser durch eine Schlauchverbindung, beispielsweise 36, der Bohrmaschine
und dadurch dem Rohr 15 in folgender Weise zu:
Im Hinblick auf Fig. 17 stellt 40 ein Sperrlad dar, welches durch eine Reihe von an der
Muffe sitzender Zähne gebildet wird, welche an dieser Stelle innerhalb des hohlen Kopfes 8
vorgesehen sind. 41 ist ein Hebelarm, der durch eine Klinke 42 das Rad 40 und die
Muffe 9 bewegt. 44 ist eine Sperrklinke, die gleichfalls auf dem Sperrad 40 arbeitet. 43
und 45 sind Federn, welche die Sperrklinken an das Sperrad 40 andrücken. 46 ist ein hin
und her gehender Kolben, der durch Druckluft bewegt wird und welcher, indem er das Ende
des Hebels 41 bewegt, das Sperrad 40 der Muffe 9' in Umdrehung versetzt. Die Druckluft
für die Bewegung des Kolbens 46 gelangt durch den Schlauch 26 an das Vorderende der hohlen Kolbenstange 7 und von da
durch geeignete Kanäle hinter das Hahnküken 47 nach der Kammer des hin und her gehenden
Kolbens 46.
In Fig. 4 stellt 51 den hin und her gehenden Schlaghammer der Stoßbohrmaschine dar, und
52 ist der vom Hammer 51 getroffene Zapfen. 58 ist die sich drehende Muffe. 53 ist eine
Überwurfmutter, die auf das Ende des Gehäuses 14 geschraubt ist und sowohl die sich
drehende Muffe 58 als auch den Kupplungsring 20 am Platze hält. Diese Mutter wird
ihrerseits durch den Nippel 37 gesichert, welcher sowohl durch die Mutter als auch durch
das Gehäuse 14 hindurchgeschraubt ist und in die Kammer am Vorderende der Maschine
mündet. Etwa am Vorderende des Schlagzapfens 52 ist der Dichtlingsring 54 und ungefähr
am hinteren Ende der Muffe der Dichtungsring 55 vorgesehen. Zwischen diesen Dichtungsringen ist die Spiralfeder 56 eingelegt,
welche die Ringe auseinanderhält und die hinter ihnen befindliche Packung zusammenpreßt.
In die hohle Muffe 58 paßt das Ende des Rohres 15, welches sich gegen einen ringförmigen
Anschlag dieser Muffe bei 57 legt. Die
Stellschraube 17 hält den Bund 16 und das
Rohr 15 an der Muffe 58 fest. An das Rohr 15 schließt sich eine Anzahl Rohre 63, 65 und
67 an (Fig. 4, 5 und 6), die durch die Kupplungsteile 61, 64 und 66 zusammengehalten
werden. Alle Rohre, mit Ausnahme des ■ Rohres 67, sind mit drei inneren Längsrippen
77' 78, 79 (Fig· 9 und 10) versehen. In diesen
Rohren liegen lose und von der Wandung des Rohres durch diese Rippen getrennt eine
Anzahl massiver Stangen 60, 71 und 72, an welche sich im Rohr 67 ein Gesteinsbohrer 74
anschließt, der mit einem aus dem Rohrstück 6y hervorragenden prismatischen Kopf 80 versehen
ist. Auf dem Schaft 74 des Werkzeuges befindet sich die Rippe 75-76, welche mit dem Schlitz 68, 69, 70 in Eingriff kommt, der
in das vordere Ende des Rohres 6j eingeschnitten
ist. Die Anlagefläche dieses Schlitzes zwischen den Teilen 60 und 70 ist in einem
Winkel zu der Bohrachse geneigt, so daß eine Vorwärtsbewegung dieser Rippe sie von dieser
Anlagefläche entfernen würde. Durch eine Drehbewegung im Sinne des in Fig. 7 dargestellten
Pfeiles drückt das Rohrstück 67, welches durch die Kraft des Kolbens 46 gedreht wird, die Anlagefläche.69-70 gegen die Rippe
76-75 und versetzt den Bohrerkopf in Drehung.
Der Bohrerschaft 74 ist mit einem zentralen Kanal 83 versehen, der sich von dem Ende des
Schaftes nach der Spitze zu erstreckt. Die Stange 72 ist fast in ihrer ganzen Länge
massiv und nur am-Vorderende, welches gegen den Bohrerschaft 74 stößt, ebenfalls hohl, wie
Fig. 11 zeigt. Diese Höhlung steht durch den Kanal 81 mit dem Umfang der Stange in Verbindung.
Dies ermöglicht den Zutritt von AVasser von der Pumpe durch die Rohre und
den hohlen Bohrschaft hindurch nach dem Schneidkopf hin.
In Fig. 4 ist in ein Ring, der in der Mündung
des Bohrloches 110 befestigt und mit einer Stellschraube 112 versehen ist, welche
das Rohr 15 festzuklemmen gestattet. 114 ist ein Behälter zur Aufnahme der aus dem Bohrloch
110 kommenden Gesteintrümmer.
Fig. 12, 13, 14, 15 und 16 zeigen den
Schneidkopf des Bohrwerkzeuges in ungefähr natürlichem Maßstabe. Die Rippe 75-76 ist
in ihrem unteren Teile abgeschrägt, um eine Kristallisation und . den Bruch des Stahlschaftes
zu verhindern und paßt in eine Aus-. sparung, die mittels eines Fräsers etwa im Winkel von 6o° in den hohlen Stahlschaft des
Bohrers eingefräst ist. Die Rippe ist an ihren Längsseiten mit Aussparungen geringer Tiefe
versehen und mit dem Bohrschaft fest verschweißt.
'
Der Schneidkopf des Bohrwerkzeuges ist massiv und besitzt die übliche Form eines
exzentrischen, zugespitzten, sechseckigen Prismas, welches auf das Ende des hohlen
Schaftes 86 aufgeschweißt ist. An der einen Längsseite ist eine Nut 87 vorgesehen, deren
Hinterende durch eine Bohrung 88 mit der Höhlung 83 des Schaftes in Verbindung steht.
Am Hinterende der Nut 87 erhebt sich jedoch eine Rippe 89 über die prismatische Fläche
bis zu dem das Prisma umschreibenden Kreis, welche sich zwischen den Hinterenden 90 und
91 der prismatischen Kanten 90-92 und 91-93 erstreckt. Die Nut 87 erweitert, sich nach
außen hin und ermöglicht so das Einführen und Festhalten einer Stahlleiste 94, welche die
Nut 87 längs der Leiste 94 abdeckt.
Die äußere Spitze des Bohrwerkzeuges ist bei 95 in bezug auf die Mittelachse exzentrisch;
sie ist also von der Kante 92-93 des Sechsecks (Fig. 16") weiter entfernt als von
der Kante 97-98 desselben. Von dem Punkt 95 aus erstrecken sich vier Rippen im allgemeinen
konischer Oberfläche, die an den Ecken 96,97,98 und 99 enden (Fig. 16), sowie drei
weitere dazwischenliegende Rippen, die bei 100, 101 und 102 enden. Nur die mittlere
Rippe 101-95 reicht bis zur Spitze, die anderen dagegen sind verkürzt und gestatten
Wasserzutritt in der Nähe der äußeren Spitze zwischen dem Bohrerstahl und dem Gestein.
Auf der anderen Seite der exzentrischen Spitze des Schneidkopfes fehlen die Schneidkanten,
weil ja dieser Teil des Schneidkopfes das Gestein nicht berührt. Es sind jedoch vier Schneidkanten an den Enden der prismatischen
Seitenflächen des Bohrwerkzeuges in der Nähe der Nut ungefähr im rechten Winkel zu der Bohrachse vorgesehen. Diese.
Schneidkanten sind nicht ganz um 900 geneigt, wie die gebrochene Linie 90, 105, 106
der Fig. 13 zeigt. Die Grenzlinien dieser schaufeiförmigen Kanten sind 103-93, 93-104,
105-92, 92-106 (Fig. 16 und 12). Die prismatischen
Kanten 90-92 und 91-93 wirken ebenfalls als Schneidkanten, wie aus folgendem
hervorgeht:
Beim Gebrauch der Bohrvorrichtung, und zwar beim Bohren tiefer zylindrischer Löcher
in das Gestein, Hegt der Bohrer 74-80 (Fig. 6) am Boden des Bohrloches an, und die Stangen
liegen hintereinander in den Rohren zwischen dem Bohrwerkzeug und dem Schlagzapfen;
die Druckluft hinter dem Kolben 6 treibt das Ganze vorwärts gegen das Gestein, wobei die
Schlagkraft des Hammers unter Vermittlung der losen Stangen auf das Bohrwerkzeug übertragen
wird, wodurch letzteres unter dem Einfluß der Stöße vonvärts in das Gestein eindringt.
Bei bröckligem Gestein wird das zusammengefügte Rohr mit der Hand, sonst, wo angängig, durch eine Kraftmaschine gedreht,
wodurch auch der Bohrer in dem Loch in Dre-
hung versetzt wird. Die Spitze des Bohrers bohrt ein konisches Loch in das Ende des
Bohrloches ein, wegen ihrer exzentrischen Lage schleift sie auf der Grundfläche des Gesteins,
und die Seitenkanten 90-92 und 91-93 stoßen ebenfalls an das Gestein am Umfang
des Bohrloches. Die geneigten Kanten der exzentrischen Spitze bohren nicht die gesamte
Grundfläche des Bohrloches aus, sondern 'lassen eine kleine konzentrische Fläche frei,
107-107 (Fig. 13), die durch die Schaufelkanten weggenommen wird.
Dadurch, daß die Seiten des Bohrloches durch die Längskanten des prismatischen
Kopfes und die Ringfläche durch die Schaufelkanten weggeschnitten werden, ist das
Bohrloch stets etwas größer als der Bohrer, und es ist deshalb eine Verringerung der
Größe des Werkzeuges nicht notwendig. Da ferner die Bohrspitze nicht ausweicht und die
Seitenkanten 90-92 und 91-93' praktisch in einer Linie mit dem Umfang des Rohrteiles
67 um den Bohrschaft liegen, ist. es unmöglich, diesen Bohrkopf abzulenken, und es werden
demgemäß gerade Löcher durch unhomogene bröcklige Gesteinsmassen bis zu 30 m Tiefe gebohrt. Die Enden der Stangen sind
sorgfältig abgedreht und genügend gehärtet, um der Stoß wirkung des Hammers zu widerstehen.
Sie wirken auf diese Weise wie nahezu vollkommen elastische Körper.
Nach der Theorie der analytischen Mechanik überträgt ein vollkommen elastischer Körper,
der gegen einen zweiten von gleichem Gewicht stößt, seine kinetische Energie auf
letzteren ohne Verlust. Die Versuche haben ergeben, daß dies bei gehärteten Stahlstangen
nur dann zutrifft, wenn diese Stangen die gleiche oder ungefähr die gleiche Länge besitzen.
Große Gewichtsdifferenzen verursachen geringe Verluste, wenn nur auf Gleichheit der Länge geachtet wird. Die Bohrer
nutzen sich naturgemäß durch den Gebrauch ab. Diesem und einigen anderen besonderen
Umständen ist es zuzuschreiben, daß sich die Länge der Stangen verändert und einige
Kraftverluste eintreten, die aber keineswegs die auf die Bohrspitze übertragene Stoßkraft
wesentlich verringern.
Die bisherigen Versuche zeigen, daß 25 Prozent der Stoßkraft bis zu 30 m Tiefe durch
die Übertragung der Schwingungen und Stöße einer solchen Stangenreihe fortgeführt
werden können. Auf der Zeichnung sind nur drei Stangen mit dem Bohrkopf arbeitend dargestellt.'
Aufeinanderfolgende kurze Rohre
und Stangen gleicher Länge werden in dem Maße angefügt, wie die Tiefe des Bohrloches
zunimmt. Es ist bereits mit über 52 hintereinanderliegenden Stangen von 0,6 m Länge
in der Reihe gebohrt worden. Um die Kristallisation des Stahles der Stangen zu
verhindern, ist es vorteilhaft, Reservestangen zu benutzen und sie bei häufigem Gebrauch
auszuwechseln.
Die geneigte Anlagefläche des Bajonettverschlusses ist sehr wesentlich, da sich der Bohrkopf
bei zur Achse des Bohrers paralleler ■ Lage der Anlagefläche unter einem Reibungsdruck von mehreren Hundert Atmosphären
bewegen müßte. Bei der gewählten Ausführungsform treibt der Schlag die Rippe von
dem Verschluß hinweg, und die kurze Vorwärtsbewegung des Bohrwerkzeuges wird nicht gehindert. Der Neigungswinkel soll
mehr als 2° betragen und 350 nicht übersteigen.
Die Drehvorrichtungen für die Rohre mittels Druckluft können an der Bohrmaschine
befestigt oder auch, wie dargestellt, davon getrennt sein; desgleichen kann die Handdrehvorrichtung
für sich allein benutzt werden oder gänzlich fehlen. Nach Ansicht des Erfinders ist es vorteilhaft, beide Einrichtungen
vorzusehen, da bei schwierigen Boden-Verhältnissen die Drehung von Hand die Beschaffenheit
des Bohrloches besser erkennen läßt.
Die Notwendigkeit, die Enden der Bohrspitzen beim Schärfen abzuschrägen, macht es
praktisch unmöglich, eine zentrale Bohrung durch das Bohrwerkzeug nach der Spitze hin
offen zu halten. Aus diesem Grunde ist der Kopf des Bohrwerkzeuges massiv gehalten
und der Kanal 83 durch die Bohrung 88 mit der Nut 87 in Verbindung gebracht. Da die
exzentrische Bohrspitze diese Seite des Bohrwerkzeuges fest gegen die Wandung des
Bohrloches drückt, und da die Rippe 89 ebenfalls das Gestein berührt, so gelangt das durch ion
den- Kanal 83-88 zuströmende Wasser frei nach dem Vorderende der Bohrspitze. Die
Leiste 94 wird in die Nut 87 von dem Bohrarbeiter nur bei sehr lehmigem Boden eingeführt,
welcher die Nut verstopfen könnte.
Die dargestellte Pumpe preßt Wasser in das Bohrloch durch den Schlauch 36, Nippel
37, die Rohre, den hohlen Bohrer und die Nut 87 und von da um das Bohrspitzenende aus
dem Bohrloch und von da nach außen um das Rohr herum. Bei senkrechten Löchern kann
das Wasser aus dem Bohrloch durch Druckluft herausgepreßt werden, indem man abwechselnd
Wasser und Druckluft durch Drehen des Dreiwegehahnes 33 einführt. Zur Reinigung" flacher Löcher kann ein mit Wasser
vermischter ununterbrochener Luftstrom verwendet werden unter Benutzung besonderer
Schlauchverbindungen. Die sämtlichen Stangen des Satzes können hohl sein, um Wasser
durch sie hindurchzuleiten.
Das aus dem Bohrloch bei 110 austretende
Wasser (Fig. 4) wird durch einen Behälter beliebiger Art, beispielsweise durch ein Gefäß
114, aufgefangen, und die Gesteinstrümmer können untersucht und als fortlaufendes Ergebnis
der durchbohrten Gesteinsschichten aufbewahrt werden. Dasselbe Wasser kann in das Bohrloch durch die Pumpe 35 wieder
zurückgedrückt werden.
Um die langen Rohrstücke und die Stangen der Bohrmaschine bequem einführen und entfernen
zu können, wird die Verbindung der Bohrmaschine mit dem Rohr 15 durch Lösen
der Stellschraube 17 und des Stellringes 20 unterbrochen. Die Bohrmaschine wird dann
nach hinten aus der Führung herausgezogen, oder es werden die Bolzen der Führung gelöst.
Der Kopf 8 und die Muffe 9 werden dann mittels durch das Ventil 24 gesteuerte Druckluft
hin und her bewegt und, indem die Stellschrauben 18 bei der Hin- und Herbewegung
des Kolbens abwechselnd gelöst oder angezogen werden, werden die Stangen und Rohre
aus dem Loch heraus oder in dieses eingeführt. Ein kurzes Rohr in (Fig. 4), welches
in dem Ende des Bohrloches befestigt ist und mit einer Stellschraube 112 versehen ist,
dient dazu, die Rohre in Löchern großer Neigung festzuhalten.
Die Stangen des Satzes brauchen nicht durchweg gleiche Länge zu besitzen. Dies ist
zwar die beste Anordnung, jedoch können gute Wirkungen auch durch Änderung der
Länge der Stangen und des Bohrkopfes erzielt werden.
Die geneigte Lagerfläche der Kupplung, die sich gegen den Anschlag legt, trägt
wesentlich zur Verringerung der Reibungsverluste bei.
Die langen, geraden Kanten des Schneidwerkzeuges auf der der exzentrischen Spitze
gegenüberliegenden Seite und die dazwischenliegende Nut sind ebenfalls wesentliche Merkmale
des Bohrwerkzeuges.
Claims (2)
1. Tief bohrmaschine mit rotierendem Stoßbohrer, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stöße dem Bohrer durch unverbundene, aber ein Gesamtgestänge bildende, achsial
sich berührende Stangen in einem Rohre o. dgl. übermittelt werden, das am Bohrer
befestigt ist und sich mit ihm dreht, so daß der Bohrer eine achsiale Beweglichkeit
hat, wenn die Schläge auf das Gestänge erfolgen, wodurch eine gewisse Bewegungsfreiheit
gegeben und Reibung zwischen den sich bewegenden Teilen vermieden wird.
2. Tiefbohrmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung des rohrartigen Gebildes mit dem
Bohrer durch Schlitz und Zahn (Rippe) erfolgt, und zwar mit Berührungsflächen, die schräg zur Achse der Teile liegen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE261503C true DE261503C (de) |
Family
ID=519058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT261503D Active DE261503C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE261503C (de) |
-
0
- DE DENDAT261503D patent/DE261503C/de active Active
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