DE26149C - Neuerungen an Kathetern zur Deckung und Einführung von Instrumenten in menschliche und thierische Hohlorgane - Google Patents

Neuerungen an Kathetern zur Deckung und Einführung von Instrumenten in menschliche und thierische Hohlorgane

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DE26149C
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H. HAERTEL in Breslau, Weidenstr. 33
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/10Balloon catheters
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/01Introducing, guiding, advancing, emplacing or holding catheters

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
HERMANN HAERTEL in BRESLAU.'
tierische Hohlorgane.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a. August 1883 ab.
Meine Erfindung besteht in der Combination eines Katheters, welcher einen Ausschnitt hat, mit einem inneren Schieber, welcher, in den Katheter eingeführt, den Ausschnitt deckt. Diese Deckung des Ausschnittes ermöglicht es, durch den Katheter die verschiedenartigsten Instrumente, wie Pinsel, Tampons, elastische Katheter u. s. w., in menschliche oder thierische Hohlorgane zu diagnostischen, therapeutischen oder sonstigen (physiologischen) Zwecken leicht und gefahrlos einzuführen.
Das in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 5 dargestellte Instrument besteht:
1. aus einem Metallkatheter A, Fig. 1, von kurzer Krümmung und beliebiger Stärke mit Griff B, Fig. 1, der unmittelbar vor seinem Schnabel einen linksseitigen bezw. rechtsseitigen Ausschnitt α α, Fig. 1, hat. Je nachdem man in die linke oder rechte Blasenhälfte ein Instrument einführen will, mufs man den Katheter mit dem linksseitigen oder den mit dem rechtsseitigen Ausschnitt benutzen. Der Katheterschnabel, sowie die dem Ausschnitte a a, Fig. 1, gegenüberliegende Katheterwand ist für den leichten Urinabflufs mit kleinen Löchern bbb b versehen;
2. aus einem metallenen Ansatzrohre c, Fig. 1, am Katheter A, Fig. 1; zur Injection und Aspiration von Flüssigkeiten;
3. aus einem halbcylindrischen Metallschieber C, Fig. 3, der, in Katheter A eingeschoben, den Ausschnitt α α deckt;
4. aus einem elastischen, dünnen, französischen Katheter D, Fig. 2, der an seinem ' oberen Ende d einen Gummiballon E von birnförmiger Gestalt trägt. Der Hals des Gummiballons wird, nachdem die Spitze des elastischen Katheters abgeschnitten ist, über d, Fig. 2, gezogen und an dieser Stelle mit Fäden befestigt;
5. aus einem kleinen- konischen Gummipfropfen e, Fig. 2, mit centraler Durchbohrung, der, auf D geschoben, sich leicht hin- und herbewegen läfst;
6. aus einem kleinen Hartkautschukhahn F mit Gummischlauch /, Fig. 4;
7. aus einem kurzen Gummirohr mit Quetschhahn G, Fig. 5.
Soll nun das Instrument in ein Hohlorgan, zunächst in die menschliche Harnblase, für die es in erster Reihe zum zeitweisen Verschlufs eines Harnleiters construirt ist, eingeführt werden, so wird, nachdem der Schieber, der elastische Katheter nebst Gummiballon, der Metallkatheter und sein Schnabel von innen und aufsen gut eingefettet ist, JD vom Ausschnitt a a durch A hindurchgeführt, der Gummipfropfen e auf D geschoben und der Hahn F' durch den Gummischlauch f mit D verbunden. Ist dies geschehen, so wird E fest zusammengerollt und in den hohlen, vorher eingefetteten Katheterschnabel so hoch eingeschoben, dafs nur der Hals von E im Ausschnitt α α sichtbar ist. Sodann wird der Schieber C in A zur Deckung von α α eingeführt und hierauf, nachdem noch G mit dem Ansatzrohre c verbunden, das Instrument in die Harnblase eingeführt. Während der Urin aus derselben abfliefst, wird aus dem Metallkatheter A der Schieber C entfei"nt und der Ballon E mit
leichtem Zuge an dem elastischen Katheter D durch den Ausschnitt α α in die Harnblase gezogen. Je nachdem nun der Metallkatheter mit dem linksseitigen oder der mit dem rechtsseitigen Ausschnitt benutzt wurde, gleitet der Ballon in die linke bezw. rechte Blasenhälfte, die er nicht überschreiten kann, da der inzwischen in der Mittellinie der Blase bis an ihre hintere Wand vorgeschobene Metallkatheter A dieses absolut verhindert. Sodann wird D mit E ebenfalls bis hart an die hintere Blasenwand geschoben und der Gummiballon E durch eine mit dem Hahn F verbundene graduirte Hartkautschukspritze mit 20 cm metallischen Quecksilbers gefüllt. Der Gummiballon senkt sich nun mit seinem ganzen Gewicht auf den Blasenboden und mufs nun den linken bezw. den rechten Ureter treffen und comprimiren, je nachdem man das Katheterrohr mit dem linksseitigen oder das mit dem rechtsseitigen Ausschnitt benutzt hat. Es wird nun durch den Gummischlauch G des Ansatzrohres c eine schwache Carbollösung in die Blase gespritzt und dieselbe kurz darauf durch Aspiration, welche durch luftdichte Verschliefsung des Katheters A vermittelst des Gummipfropfens e ermöglicht wird, entfernt.
Die Harnblase ist infolge dessen gereinigt und völlig entleert, und es kann in dieselbe nur Harn aus einem (dem nicht comprimirten) Ureter abfliefsen. Will man nach etwa 15 bis 20 Minuten, sobald eine genügende Urinmenge durch den Katheter A abgeträufelt oder durch c angesogen ist, das Instrument aus der Blase entfernen, so aspirirt man Quecksilber sowie die geringe, im Gummiballon befindliche Luftmenge durch die graduirte Kautschukspritze. Der Ballon, alles Inhaltes entleert, fällt nun zusammen und kann zugleich mit D durch den Ausschnitt α α aus der Blase und dem Metallkatheter herausgezogen werden. Endlich entfernt man A, indem man ihn in einem Winkel von 900 dreht, so dafs sein Ausschnitt α α nicht mehr seitlich, sondern nach oben liegt. Diese Manipulation erübrigt ein nochmaliges Einschieben von C in A zur Deckung des Ausschnittes a a.
Dieses Instrument, das zunächst für den temporären Harnleiterverschlufs in der Harnblase construirt ist, nennt der Erfinder Harnleitercompressorium.
Nach demselben Princip können auch Katheter bezw. katheterähnliche Röhren zur Einführung der verschiedenartigsten Instrumente in andere menschliche oder thierische Hohlorgane construirt werden. Es kann aber bei Benutzung desselben Princips keinen Unterschied machen, ob der mit einem oder mehreren Ausschnitten versehene Katheter sowie sein Schieber aus Metall oder einem sonst geeigneten Material bestehen, ob sein Ausschnitt, der auch durch einen äufseren Schieber oder eine Röhre zweckmäfsig zu decken ist, sich seitlich oder anderswo befindet Es ist ferner ohne Belang, ob der Gummiballon je nach seinem Zwecke mit Quecksilber, Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt ist, und ob die Aspiration durch den Gummipfropfen e, der den metallenen und elastischen Katheter luftdicht abschliefst, und durch das Ansatzrohr c oder in bereits bekannter Weise ermöglicht wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Combination von Kathetern bezw. katheterähnlichen Röhren, die einen links- bezw. rechtsseitigen oder mehrfachen Ausschnitt a a haben, mit einem Schieber C, der den Ausschnitt deckt und dadurch das Einführen von Instrumenten in die Harnblase bezw. in andere menschliche oder thierische Hohlorgane ermöglicht.
  2. 2. Die Schiebervorrichtung C an mit Ausschnitt α α versehenen Kathetern zum Zweck der gründlichen Reinigung und Desinfection derselben, besonders des Katheterschnabels.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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