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Einstecktürschloß
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Die Erfindung betrifft ein Einstecktürschloß mit mindestens einer
im Schloßgehäuse geführten federbelasteten Falle und/oder einem durch Schlüssel
betätigbaren Fallenriegel bzw. Riegel mit Wechselfunktion des Schlosses.
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Um Einstecktürschlösser einbruchsicherer zu machen, ist es bereits
bekannt, in den Köpfen von Fallenriegeln Zylinderstifte aus gehärtetem Stahl drehbar
anzuordnen. Dadurch ist ein Durchsägen des Fallenriegel-kopfes ausgeschlossen.
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Bei normalen Einstecktürschlössern ergibt sich oftmals eine sehr große
Querschnittsveränderung im übergangsbereich zwischen Kopf und Schaft des Fallenriegels.
Letzterer ist oftmals insbesondere in seiner Dicke erheblich geringer bemessen als
der Kopf des betreffenden Fallenriegels. Dies führt wegen der ungünstigen Spannungsanhäufungen
im tibergangsbereich zu einer gegen Schlag und Stoß besonders gefährdeten Konstruktion.
ba dieser gefährdete Ubergangsbereich im Bereich des Stulpbleches
das verriegelte Schloß durch Eintreten/zu "öffnen".
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Schließlich ist es bekannt, daß Einbrecher sich oftmals dadurch Einlaß
verschaffen, daß sie an geeigneten Stellen das Türblatt und Löcher in/den Schloßkasten
bohren, woraufhin sie durch Einführen von Drähten oder anderen Einbruchswerkzeugen
das Schloß ohne Schwierigkeiten öffnen können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einstecktürschloß -
ggf. rechts und links verwendbar - zu schaffen, das einbruchsicher ist. Das erfindungsgemäß
angestrebte Einstecktürschloß soll zunächst sicher gegen Aufbohren sein.
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Weiterhin soll es - ein genügend starkes Türblatt vorausgesetzt -
auch sicher gegen stoßartige Belastungen, beistiels-oder Hebelwirkung weise gegen
Eintretenthon außen sein. Schließlich soll min-
oder der Fallenriegel - neben der üblichen Arretierung durch die Zuhaltung - eine
zusätzliche Sicherung erhalten.
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Ausgehend von einem Einstecktürschloß der eingangs beschriebenen engeren
Gattung wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Merkmale
gelöst: a) Der Schloßkasten ist wenigstens einseitig, vorzugsweise an seiner zur
Türaußenseite weisenden Seitenfläche, mit einer gegen unbeabsichtigtes Aufbohren,
Fräsen, Meißeln od. dgl. widerstandsfähigen Panzerung versehen; b) die Falle und/oder
der Riegel bzw. der Fallenriegel - letztere zusätzlich zur üblichen Zuhaltung -
sind durch eine - ggf. automatisch mit dem Zuschlagen der mit dem Schloß verbundenen
Tür wirksam werdenden-Sperre gegen Längsverschiebung verriegelbar; c) die Falle
oder der Riegel bzw. der Fallenriegel weisen rotierbare jeweils im Bereich ihres
Kopfes darin befindliche),E1blagen, z. B. Zylinderstifte, aus besonders hartem Material,
z. B. gehärtetem Stahl, auf, wobei sich die Einlagen etwa vom freien Ende des betreffenden
Kopfes bis über den Stulp
ins Schloßgehäuse hinein erstrecken; d)
die Falle oder der Riegel bzw. der Fallenriegel weisen vom freien Ende ihres Kopfes
bis über etwa die Hälfte, zweidrittel oder mehr ihrer Länge bis weit in den Schloßkasten
hinein die gleichen Querschnittsabmessungen wie der betreffende Kopf auf oder sind
im Schloßgehäuse teilweise stärker bemessen.
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Durch die Erfindung wird ein Einstecktürschloß vorgeschlagen, das
zunächst mindestens einseitig gepanzert ist, so daß es von außen nicht anbohrbar
oder aufbohrbar ist. Die betreffende Panzerung kann aus gehärtetem Stahl, gehärtetem
Stahlguß oder einem geeigneten Karbid, beispielsweise aus Zirkonoxyd, bestehen.
Das Zirkonoxyd kann mit stabilisierter kubischer Kristallphase versehen sein. Dabei
ist es möglich, die Panzerung aus dichtgesintertem Zirkonoxyd aus schmelzmetallurgisch
hergestelltem reinem Zirkonoxyd und vorstabilisiertem Zirkonoxyd mit Zusätzen von
Magnesiumoxyd und/oder Zeroxyd und/oder Calciumoxyd herzustellen. Solche Panzerungen
können beispielsweise durch Kleben oder Klebepunkte mit dem üblichem aus Blech bestehenden
Schloßkasten verbunden werden. Auch ist es möglich, die Panzerung so auszugestalten,
daß sie auf beiden Seiten paßt, was beispielsweise für rechts und links verwendbare
Einstecktürschlösser von Bedeutung ist.
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Normalerweise wird man ein solches Einstecktürschloß an der nach außen
führenden Tür anbringen. Bei größeren Gebäuden, beispielsweise Verwaltungsgebäuden,
kommt es jedoch auch vor, daß wichtige Verbindungstüren im Innern eines solchen
Gebäudes liegen und daß Einbrecher über andere Zugänge, beispielsweise vom Dach
sich Eingang zu einem Hauptflur verschaffen. In diesen Fällen könnte es zweifelhaft
sein, was unter dem Begriff WTuraußenseite" zu verstehen idt. Darunter wird in dieser
Anmeldung diejenige Türseite verstanden, die am gefährdetsten ist. Bei innenliegenden
Türen, wie bei den erwähnten
Hauptverbindungstüren in Gängen oder
Korridoren von großen Verwaltungsgebäuden können dies durchaus Türseiten sein, die
bereits innerhalb des Gebäudes liegen oder zum Innern des Gebäudes weisen. Es steht
dem jedoch auch nichts im Wege, das Schloß erfindungsgemäß auf beiden Türseiten
mit Panzerungen gemäß der Erfindung auszugestalten.
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Dadurch, daß das erfindungsgemäße Einstecktürschloß mit einer zusätzlichen
Sperre versehen ist, die unabhängig von der üblicherweise vorgesehenen Zuhaltung
funktioniert, ist es bei dem betreffenden Einstecktürschloß nicht mehr möglich,
durch geeignete Werkzeuge und beisDielsweise durch das Anbohren des oder Türblattes
lurranmens/ale jeweils gesicherte ralle UZW. uerr ziegel UUXI' den Fallenriegel
in den Schloßkasten zurückzudrücken. Ein besonders hohes Maß an Sicherheit ergibt
sich in den Fällen, in denen diese zusätzliche Sperre beim Zuschlagen der betreffenden
Tür wirksam wird. Ist die Tür zugeschlagen worden, so ist die betreffende Sperre
automatisch in Funktion getreten, d. h.
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hat beispielsweise einen Fallenriegel gegen Längsverschiebungen blockiert,
und zwar ohne, daß das Schloß mit einem Schlüssel im üblichen Sinne "abgeschlossen"
wurde. Dies kann natürlich zusätzlich geschehen, so daß der Riegel oder der Fallenriegel
zusätzlich durch die übliche Zuhaltung und den Zuhaltungsstift blockiert ist. Im
Rahmen des Erfindungsgedankens liegen allerdings auch solche Einstecktürschlösser,
bei denen die zusätzliche Sperre erst mit oder nach dem Abschließen des betreffenden
Schlosses mittels eines Schlüssels wirksam wird.
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Durch das Teilmerkmal c) wird sichergestellt, daß der betreffende
Riegel oder Fallenriegel nlchtson außen durchsägbar ierare ist. Als Einlagen kommen
beispielsweise/ Zylinderstifte aus gehärtetem Stahl, Hartmetall oder einem keramischen
Werkstoff in Frage.
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Um auch den letzten gefährdeten Bereich sicher zu gestalten, wird
bei dem erfindungsgemäßen Einstecktürschloß bewußt darauf verzichtet, abrupte Querschnittsverminderungen
z. B. zwischen
Fallenriegelkopf und dessen im Schloßgehäuse geführtem
Teil vorzunehmen. Vielmehr wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, in Abkehr von den
üblichen Konstruktionen diese Schloßeingerichteteile über einen erheblichen Teil
ihrer Länge mit gleichen Querschnittsabmessungen zu gestalten oder sogar die Querschnittsabmessungen
im Schloßgehäuse zu vergrößern, damit durch stoßweise Krafteinwirkung von außen
der betreffende Kopf nicht abbrechbar ist.
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Wird ein nach der Erfindung ausgebildetes Einstecktürschloß in ein
entsprechend stark bzw. sicher gestaltetes Türblatt eingebaut, so dürfte sich dadurch
die Einbruchsicherheit erheblich erhöhen lassen, da hierbei die üblichen Einbruchsmethoden
versagen.
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Einstecktürschlösser mit automatischer Verriegelung der Falle, des
Riegels bzw. des Fallenriegels dürften besondere Bedeutung für nach außen führende
Wohnungstüren und Haustüren besitzen, da nach dem Zuschlagen der betreffenden Tür
bereits ein Höchstmaß an Sicherheit erreicht ist, ohne daß dazu ein Schlüssel verwendet
zu werden braucht.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Panzerung als abnehmbare
Platte ausgebildet, die auf der Türinnenseite des Schlosses mit dem Schloßkasten
durch Schrauben verbunden ist.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Panzerung aus gehärtetem Stahl besteht, mit der aus gehärtetem Stahl bestehende
Buchsen verbunden sind, die durch Ausnehmungen des Schloßkastens bzw. dessen Schloßblechen
hindurchgreifen, wobei diese Buchsen Gewinde zum Einschrauben der Befestigungsschrauben
für die Panzerplatte aufweisen. Diese Panzerung kann auf dem üblichen Schloßkasten
angeordnet sein.
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Der Schloßkasten selbst braucht somit nicht aus höherwertigem Material
als üblich westehen.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Fallenriegel
gegenüber der Falle einen Vorlauf auf, derart, daß der Fallenriegel bereits im nicht
durch einen Schlüssel vorgeschlossenen Zustand um ein gewisses Maß mit dem freien
Ende seines Kopfes über das freie Kopfende der Falle hervorragt und daß parallel
zum Stulp - unmittelbar hinter diesen - ein Fallensperrschieber angeordnet ist,
der vom Fallenriegel zwangsgesteuert beim Zuschlagen der Tür aus dem Bewegungsbereich
der Falle in Richtung auf den Fallenriegel weggeschoben und mit dem Austreten des
Kopfes von Falle und Fallenriegel mit einem Verriegelungsansatz hinter den Fallenkopf
gesteuert wird und diesen gegen in das Schloßgehäuse gerichtete Verschiebungen sperrt.
Bei diesem Einstecktürschloß ist die Falle gegen eine in das Schloßgehäuse gerichtete
Längsverschiebung immer dann gesperrt, wenn sich der Fallenkopf und damit auch der
Fallenriegelkopf aus dem Stulpblech heraus bewegt haben, also wenn beispielsweise
die betreffende Tür zugeschlagen worden ist. Durch den Vorlauf des Fallenriegels
wird sichergestellt, daß der Fallensperrschieber rechtzeitig zwangsläufig weggesteuert
wird, bevor der Fallenkopf dagegenstoßen kann.
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Erfindungsgemäß weist der Fallenriegel einen Ansatz auf, mit dem ein
Steuerzapfen gekuppelt ist, der in eine Kulissenführung des Fallensperrschiebers
eingreift. Diese Kulissenführung des Fallensperrschiebers kann aus einem Führungsschlitz
bestehen, der zwei Teile aufweist, und zwar einen ersten, parallel zur Fallenriegellängsachse
verlaufenden Teil und einen in diesen ersten Teil unter einem stumpfen Winkel einmündenden
zweiten Teil.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Verriegelungsansatz
in Verriegelungsstellung etwa 2 mm von der zugekehrten Fallenkopfinnenseite entfernt.
Der gesamte Vorlauf des Fallenriegels kann bei einer Ausführungsform der Erfindung
etwa 4 mm betragen. Dadurch läßt sich konstruktiv einfach die
Möglichkeit
schaffen, den Fallensperrschieber rechtzeitig wegzusteuern, wenn die Tür beispielsweise
zugeschlagen wird.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Steuerzapfen
bei in den Schloßkasten eingeschobener Falle und eingeschobenem Fallenriegel in
dem schräg nach oben verlaufenden zweiten Teil des Führungsschlitzes der Kulisse
angeordnet, während mit zunehmend in Richtung auf die Falle verschobenem Fallensperrschieber,
d. h. mit zunehmend aus dem Stulp heraustretendem Fallenkopf sich der Steuerzapfen
aus dem zweiten Schlitzteil in Richtung auf das erste Schlitzteil bewegt und in
Verriegelungsstellung in das erste Schlitzteil eintritt und dort verbleibt.
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Der Fallensperrschieber kann bei einer Ausführungsform auf der einen
Seite durch die Stulpinnenseite und auf der anderen Seite durch eine Distanzbuchse
geführt sein.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist diese dadurch gekennzeichnet,
daß die zwischen Falle und Fallenriegel angeordneten Nuß zwei Hebel aufweist, von
denen der eine mit der Falle unmittelbar und der andere über einen weiteren im Schloßgehäuse
schwenkbar gelagerten Hebel mit dem Fallenriegel zusammenwirkt, derart, daß Falle
und Fallenriegel bei Betätigung eines Drückers synchron bewegbar sind.
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Um dem betreffenden Einstecktürschloß Wechselfunktion zu geben, ist
auf der der Falle abgekehrten Seite des Fallenriegels der als einarmiger Hebel ausgebildete
Wechselhebel schwenkbeweglich gelagert, der das übrige Schloßeingerichte übergreifend
mit seinem freien Ende auf die Falle einwirkt.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der erste Teil
des FUhrungsschlitzes der Kulisse schräg nach unten in Richtung auf den Stulp verlaufend
ausgebildet und schließt mit der Längsachse des Riegels einen spitzen Winkel
ein,
während der zweite Teil des Schlitzes parallel zur Riegellängsachse verläuft, wobei
der Fallensperrschieber durch einen mit dem Riegel verbundenen Steuerzapfen erst
beim Bewegen des Riegels in dessen Sperrstellung mittels eines Schlüssels in seine
den Fallenkopf hintergreifende Sperrstellung bewegbar ist.
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Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß der das
Schloßeingerichte im wesentlichen übergreifende Wechselhebel auf einem mit dem Riegelschwanz
verbundenen Zapfen schwenkbeweglich gelagert ist und mit seinem freien Ende auf
die Falle einwirkt.
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Gemäß einem weitern Merkmal der Erfindung ist diese dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zum Fallenriegel eine Sperrfalle angeordnet ist, die an ihrem im Schloßkasten
befindlichen Abschnitt einen Sperrstift aufweist, der durch eine Öffnung eines dem
Fallenriegel zugeordneten Sperrschiebers greift, derart, daß bei geöffneter Tür
der Sperrschieber durch den Sperrstift der Sperrfalle in Offenstellung gehalten
ist, während bei eingedrückter Sperrfalle (geschlossener Tür) der Sperrschieber
freigegeben ist und durch Federkraft in Richtung auf den Fallenriegel vorgeschoben
ist und mit einer Sperrklaue hinter einen Ansatz des Fallenriegels greift und diesen
gegen Verschieben in den Schloßkasten blockiert.
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Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der Zeichnung, in der die Erfindung - teils schematisch - an mehreren Ausführungsbeispielen
veranschaulicht ist. Es zeigen: Fig. 1 ein Schloß in der Draufsicht, und zwar mit
Ansicht auf das Schloßeingerichte; Fig. 2 das Schloß gemäß Fig. 1, ebenfalls in
der Draufsicht, und zwar in anderer Stellung der Teile;
Fig. 3
eine weitere Ausführungsform der Erfindung; Fig. 4 abermals eine weitere Ausführungsform
der Erfindung ebenfalls in der Draufsicht, und zwar ebenfalls in Ansicht auf das
Schloßeingerichte; Fig. 5 eine Panzerplatte in der Draufsicht; Fig. 6 eine Stirnansicht
zu Fig. 5 und Fig. 7 eine Stirnansicht auf eines der Einstecktürschlösser nach den
Fig. 1 bis 4.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf ein einseitig
brauchbares Einstecktürschloß veranschaulicht. Es steht dem jedoch auch nichts im
Wege, den Erfindungsgedanken ebenfalls für ein links und rechts brauchbares Einstecktürschloß
anzuwenden. Solche links und rechts brauchbarnEinstecktürschlösser sind beispielsweise
aus der DT-FS 2 136 636 und der deutschen Patentanmeldung P 25 25 771.0-15 ersichtlich.
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Mit dem Bezugszeichen 1 ist eine Stulpe bezeichnet, der mehrere aus
der Zeichnung nicht ersichtliche Öffnungen für die Aufnahme von Befestigungsschrauben
zugeordnet sind.
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Das Bezugszeichen 2 bezeichnet insges-t enen Schloßkasten, der in
üblicher Weise aus Schloßblechen/besteht . Diese Schloßbleche weisen hinsichtlich
ihrer Materialzusammensetzungen keine Besonderheiten auf, bestehen also aus den
üblicher Weise bei Einstecktürschlössern verwendeten Blechqualitäten.
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Das Bezugszeichen 5 bezeichnet eine Gewindebuchse für die Aufnahme
von aus den Figuren nicht ersichtlichen Schrauben.
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Die Gewindebuchse 5 dient bei den Ausführungsformen nach den
Figuren
1, 2 und 4 gleichzeitig als Längsführung für einen Fallenschaft 6 einer insgesamt
mit dem Bezugszeichen 7 bezeichneten Falle, deren Fallenkopf 7abei den Ausführungsformen
nach den Figuren 1 bis 4 und 7 einseitig schräg verlaufend ausgebildet ist.
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bezeichnen Distanzbuchsen Die Bezugszeichen 8, 9, 10, 11 und 1i,
die zwischen den Schloßblechen 3 und 4 eingespannt sind. Diese bestehen aus gehärtetem
Stahl die bei Aufbohrversuchen rotieren.
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Wie die Fig. 7 erkennen läßt, ist bei jeder Ausführungsform auf der
der Schrägen 13 zugekehrten Seite des Schloßkastens 2 auf dem Schloßblech 4 eine
Panzerplatte 14 aus gehärtetem Stahl angeordnet. Mit der Panzerplatte 14 sind aus
dem gleichen Material bestehende Buchsen 15, 16 und 17 einstückig verbunden, die
mit Gewinden versehen sind. Diese Buchsen durchgreifen jeweils in den Schloßblechen
3 bzw. 4 vorgesehene Bohrungen, wobei auf der gegenüberliegenden Seite des Schloßkastens
aus der Zeichnung nicht ersichtliche, mit Senkköpfen ausgerUstete Schlitzschrauben
in diese Buchsen 15, 16 und 17 eingeschraubt sind, so daß die Panzerplatte 14 von
der gegenüberliegenden Schloßseite lösbar gehalten ist. Die übrigen aus Fig. 5 ersichtlichen
Löcher kennzeichnen einerseits die Lage des Schlüsselkanals und andererseits die
Lage der gehärteten Buchsen 8 bis 12. Die Panzerplatte 14 kann derart ausgebildet
sein, daß sie auch auf der gegenüberliegenden Seite des Schloßkastens paßt und dort
ebenfalls angeordnet werden kann, was beispielsweise für rechts und links verwendbare
Einstecktürschlösser von Vorteil ist. Außerdem können auf jeder Seite des Schloßkastens
derartige Panzerplatten vorgesehen sein, falls dies notwendig oder zweckmäßig sein
sollte.
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In der Zeichnung bezeichnen die Figuren 18 eine Feder, die jeweils
über einen Federsteg 19 auf einen Nußhebel 20 einwirkt, während das Bezugszeichen
21 eine quadratische Ausnehmung für die Lagerung eines nicht dargestellten DrUckerdornes
darstellt. Mit 22 ist jeweils eine Zuhaltung bezeichnet, mit der ein Zuhaltungsstift
23 fest verbunden ist.
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Schließlich ist 24 eine Öffnung in den Schloßblechen 3 bzw. 4 (von
den in der Zeichnung allerdings lediglich eine dargestellt ist), in der beispielsweise
ein Zylinderschloß angeordnet sein kann. Die Wirkung eines Schlüsselbartes 25 ist
in Fig. 2 lediglich schematisch angedeutet.
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Die Ausführungsformen nach den Figuren 1 bis 3 weisen außerdem jeweils
einen Fallenriegel 26 auf, dessen Kopf 27 ebenfalls mit einer Schräge versehen ist,
die ebenso verläuft wie die Schräge 13 der Falle 7.
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Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 weist der Fallenriegel
26 gegenüber der Falle 7 einen Vorlauf auf, derart, daß der Fallenriegel 26 bereits
im nicht durch einen Schlüssel vorgeschlossenen Zustand um ein gewisses Maß mit
dem freien Ende seines Kopfes 27 über das freie Kopfende 7a der Falle 7 hervorragt,
wobei parallel zur Stulpe 1, und zwar unmittelbar hinter dieser, ein Fallensperrschieber
28 in Richtung X bzw. Y, d. h. senkrecht zu den Längsachsen der Falle 7 bzw. des
Fallenriegels 26 verschieblich angeordnet ist, der bei der Ausführungsform nach
den Figuren 1 und 2 vom Fallenriegel 26 zwangsgesteuert ist, derart, daß beim Zuschlagen
der betreffenden Tür der Fallensperrschieber 28 aus dem Bewegungsbereich der Falle
7 in Richtung auf den Fallenriegel 26 weggeschoben wird und mit dem Austreten der
Köpfe von Falle 7 und Fallenriegel 26 mit einem Verriegelungsansatz 29 hinter den
Fallenkopf 7a gesteuert wird und diesen gegen eine Längsbewegung in den Schloßkasten
2 hinein sperrt.
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Wie die Figuren 1 und 2 erkennen lassen, weist der Fallenriegel 26
einen Ansatz 30 auf, mit dem ein Steuerzapfen 31 festverbunden ist, der in eine
Kulissenführung 32 eingreift, die aus einem Führungsschlitz besteht, der zwei Teile
aufweist, und zwar bei dieser Ausführungsform einen ersten parallel zur Fallenriegellängsachse
verlaufenden Teil~5Ea und einen in diesen mündenden zweiten Teil 32b, der in der
ersten Teil 32a unter einen stumpfen Winkel ffi zu dessen Längsachse
mündet.
Die Fig. 1 zeigt die Stellung, in der der Fallenriegel nicht durch einen Schlüssel
vorgeschlossen, sondern lediglich durch eine Feder 33 nach vorn verschoben ist.
In dieser Stellung befindet sich der Steuerzapfen 31 im Scheitelpunkt der beiden
Teile 32a und 32b.
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Weiter lassen die Figuren 1 und 2 erkennen, daß der Verriegelungsansatz
29 in Verriegelungsstellung um ein gewisses Maß - bei der dargestellten Ausführungsform
um etwa 2 mm -hinter dem Kopf 7a der Falle 7 angeordnet ist. Außerdem tritt der
Kopf 27 des Fallenriegels 26 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung um ein gewisses
Maß weiter aus der Stulpe 1 hervor, so daß das freie Ende des Kopfes 27 über das
freie Ende des Fallenkopfes 7a hervorragt, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform
ebenfalls um etwa 2mm, so daß der gesamte Vorlauf des Fallenriegels 26 gegenüber
der Falle 7 etwa 4 mm beträgt. Selbstverständlich können auch andere Maße und ein
anderer gesamter Vorlauf des Fallenriegels 26 gewählt werden, falls dies notwendig
oder zweckmäßig sein sollte.
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Wird die mit dem aus den Figuren 1 und 2 ersichtlichen Schloß versehene
Tür zugeschlagen, so trifft der Kopf 27 des Fallenriegels 26 zuerst auf und wird
entsprechend früher in den Schloßkasten 2 hineinverschoben, und zwar gegen die Rückstellkraft
der Feder 33. Alsdann folgt der Kopf 27 und damit die Falle 7 gegen die Rückstellkraft
einer Fallenfeder 34h Der Steuerzapfen 31 wird bei der Bewegung des Fallenriegels
26 mitgenommen und gleitet von dem Schlitzteil 32a in den Schlitzteil 32b der Kulisse
32. Solange sich der Steuerzapfen 31 im waagerechten Teil befindet, wirkt sich dies
auf die Bewegung des Fallensperrschiebers 28 nicht aus. Sobald jedoch der Steuerzapfen
31 in den schräg ansteigenden Schlitzteil 32b hineingelangt, hat dies zur Folge,
daß der Fallensperrschieber 28 in Richtung Y, d. h. in Richtung auf den Fallenriegel
26 verschoben wird, so daß der Verriegelungsansatz 29
aus dem Bewegungsbereich
des Fallenkopfes 7a weggeschoben wird. Dadurch kann die Falle ungehindert in den
Schloßkasten 2 hineinbewegt werden. Nach dem Zuschlagen der Tür schnellen die Falle
7 und der Fallenriegel 26 wieder in ihre Ausgangslage unter Federkraft zurück. Dies
hat zur Folge, daß sich auch der Steuerzapfen 31 in der Kulisse 32 bewegt, und zwar
in Richtung auf den waagerechten Teil 32a zu, was weiterhin zur Folge hat, daß der
Fallensperrschieber 28 in Richtung X, d. h. auf die Falle zubewegt wird, bis der
Verriegelungsansatz 29 hinter dem Fallenkopf 7a zu liegen kommt. Dieses Schloß hat
somit eine automatische Verriegelung der Falle 7, und zwar unabhängig davon, ob
der Fallenriegel 26 durch Schlüsselbetätigung über die Zuhaltung verriegelt wird
oder nicht.
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Mit dem Bezugszeichen 34 ist ein Wechselhebel bezeichnet, der bei
der aus den Figuren 1 und 2 ersichtlichen Ausführungsform als einarmiger Hebel ausgebildet
und auf einem Zapfen 35 um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich gelagert ist. Mit
dem freien Ende wirkt der Wechselhebel mit Anschlägen 36 bzw. 37 des Fallenschaftes
6 zusammen, das Bezugszeichen 38 bezeichnet einen kleinen Nußhebel, der mit einem
weiteren Hebel 39 zusammenwirkt, der um die Buchse 12 um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich
gelagert ist und auf einen Zapfen 40 einzuwirken vermag, der mit dem Schaft des
Fallenriegels 26 fest verbunden ist. Dadurch läßt sich durch Betätigen des Drückers
synchron zur Falle 7 auch der Fallenriegel 26 in den Schloßkasten 2 hineinbewegen.
Diese Stellung ist in Fig. 2 veranschaulicht.
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Das Bezugszeichen 41 bezeichnet eine Zuhaltungsfeder. Bei der Ausführungsform
nach den Figuren 1 und 2 kann der Fallenriegel 26 gegenüber der aus Fig. 1 ersichtlichen
Stellung nochmals um das gleiche Maß aus der Stulp 1 herausgeschlossen werden, wobei
der Zuhaltungsstift 23 in seine Sperrstellung wandert und auch den Fallenriegel
gegen Längsverschiebung blockiert.
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Weiterhin ergibt sich aus den Figuren 1 und 2, daß sowohl der Fallenkopf
7a als auch der Kopf 27 des Fallenriegels 26 sind mit Einlagen 42 bzw. 43 in Form
von drehbaren Stiften versehen/, die aus gehärtetem Stahl hergestellt sind. Dadurch
lassen sich die beiden Köpfe 7a und 26 nicht absägen.
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Außerdem geht deutlich aus den Figuren 1 und 2 hervor, daß hinter
dem aus dertStulp 1 hervortretenden Kopf 27 sich der Querschnitt des Fallenriegels
26 nicht verringert. Auch in seiner am weitesten ausgeschlossenen Stellung erstreckt
sich der Fallenriegel 26 mit einem erheblichen Teil seiner Länge mit dem gleichen
Querschnitt noch in den Schloßkasten 2 hinein, so daß der Querschnitt des Fallenriegels
26 im Bereich der Stulpe 1 nicht geschwächt wird.
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Bei der Ausführungsform in.Fig. 3 sind für Teile gleiche Funktionen
gleiche Bezugszeichen wie bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 verwendet
worden. Im übrigen unterscheidet sich die Ausführungsform nach Fig. 3 zunächst von
der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 dadurch, daß neben einem Sperriegel
27 parallel und mit Abstand dazu eine Sperrfalle 44 angeordnet ist, die an ihrem
im Schloßkasten 2 befindlichen Abschnitt einen Sperrstift 45 aufweist, der durch
eine etwa rechtwinklige Öffnung 46 hindurchgreift, die an einem Sperrschieber 47
angeordnet ist, der ebenfalls in Richtung X bzw. Y aber,das heißt parallel zur Stulpe
1 und unmittelbar hinter dieser geführt und gelagert ist. Der Sperrstift 45 greift
bei geöffneter Tür derart durch die Öffnung 46, daß er links unten in eine Ecke
der Öffnung 46 zu liegen kommt, wodurch eine Verschiebung des Sperrschiebers 47
in Richtung X oder Y ausgeschlossen ist. Wird die Sperrfalle 44 eingedrückt, d.
h. also die Tür zugeschlagen, so wird dadurch auch der mit der Falle 44 verbundene
Sperrstift 45 entsprechend in der Öffnung 46 verschoben und gelangt dadurch in dem
weiten Bereich der Öffnung, derart, daß nunmehr der Sperrschieber 47 in Richtung
Y unter der Einwirkung
einer sich gegen die Oberseite des Sperrschiebers
47 abstützenden Feder verschoben wird, und zwar soweit, bis der Sperrschieber 47
mit einer Sperrklaue 49 hinter den Ansatz 50 des Fallenriegels 26 greift und diesen
gegen Verschieben in den Schloßkasten 2 hinein blockiert. Auch bei dieser Ausführungsform
kann der Fallenriegel 26 gegenüber der Sperrfalle 44 einen gewissen Vorlauf aufweisen,
so daß die Sperrklaue 49 das Eindrücken des Fallenriegels 26 nicht behindert.
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Bei eingedrücktem Fallenriegel 26 und eingedrückter Sperrfalle 44
gleitet die Sperrklaue 49 auf der Oberseite des Fallenriegels 26, bis dieser unter
dem Einfluß der Federkraft wieder zurückschnellt, woraufhin bei eingedrückt gehaltener
Sperrfalle 44 die Sperrklaue 49 hinter den Ansatz 50 zu greifen vermag. Auch dieses
Einstecktürschloß besitzt somit eine automatische Verriegelung, und zwar des Fallenriegels
26, ohne daß eine Schlüsselbetätigung erforderlich wäre. Die Nuß besitzt neben dem
Nußhebel 20 unddem kleinen Nußhebel 38 einen zum Nußhebel 20 rechtwinklig angeordneten
weiteren Nußhebel 51, der über eine nicht dargestellte Kulisse mit dem Sperrschieber
47 zusammenwirkt, so daß der Sperrschieber 47 bei Betätigung des Drückers in Richtung
X verschiebbar ist, woraufhin der Fallenriegel 26 über den Hebel 39 und den Zapfen
40 in den Schloßkasten 2 hineinbewegbar ist. Auch dieses Einstecktürschloß hat Wechselfunktion.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind wiederum für Teile gleicher
Funktion die gleichen Bezugszeichen wie bei den Ausführungsformen nach den Figuren
1 bis 3 verwendet worden.
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Die Ausführungsform unterscheidet sich von den vorbeschriebenen, insbesondere
von den Ausführungsformen nach den Figuren 1 und 2 dadurch, daß der Wechselhebel
über einen mit einem Riegel 52 festverbundenen Zapfen 53 um ein begrenztes Maß schwenkbeweglich
verbunden ist. Das betreffende Einstecktürschloß besitzt also ebenfalls WechselSunktion.
Der Riegel ist in üblicher Weise durch einen Schlüssel aus der Stulp 1 ausschließbar
und durch die Zuhaltung gegen Längsverschiebung
arretierbar. Außerdem
ist wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen unmittelbar hinter dem Stulpblech
1 und parallel dazu ein Sperrschieber angeordnet, der durch eine Kulissenverbindung
55, 56 mit dem Riegel 52 zwangsgekuppelt ist. Die Kulissenführung besteht wiederum
aus einem aus mehreren Abschnitten bestehenden Führungsschlitz 55 und einem Steuerzapfen
56. Letzterer ist mit dem Riegel 52 festverbunden. Der erste Teil des Führungsschlitzes
verläuft im spitzen Winkel ocv zur Längsachse des Riegels 52 und an diesen ersten
Teil schließt sich ein zweites Teil unter stumpfen Winkel an. Befindet sich der
Riegel 52 in nichtausgeschlossenem Zustand, d. h. in einer Lage, die aus Fig. 4
ersichtlich ist, so liegt der Steuerzapfen 56 in dem waagerechten Teil. Wird der
Riegel durch ein Schlüssel aus der Stulp 1 herausgeschlossen, so tritt der Steuerzapfen
56 in den schräg nach toten verlaufenden Schlitzteil ein. Dies hat zur Folge, daß
der Sperrschieber 54 in Richtung X in Richtung auf die Falle 7 verschoben wird,
bis sein Sperransatz mit Abstand hinter dem Fallenkopf 7a zu liegen kommt, so daß
die Falle gegen Eindrücken blockiert ist. Dieses Einstecktürschloß besitzt somit
keine automatische Verriegelung einer Falle oder eines Fallenriegels. Vielmehr wird
erst bei dem anbich üblichen Abschließen des Schlosses, d. h. beim Verriegeln des
Riegels durch die Zuhaltung auch die Falle blockiert. Im übrigen ist auch der Riegel
derart ausgebildet, daß er im ausgeschlossenen, d. h. aus der Stulp 1 herausgetretenen
Zustand sich mit einem erheblichen Teil seiner Länge mit gleichen Querschnittsabmessungen
in den Schloßkasten 2 hineinerstreckt, also im Bereich der Stulpe keinen geschwächten
Querschnitt aufweist. Bei dieser Ausführungsform weist zumindest die Falle aus hartem
Material, beispielsweise aus gehärtetem Stahl bestehende Einlagen, beispielsweise
drehbare Stifte auf, so daß sie nicht absägbar ist. Gleiche Einlagen kann aber auch
der Riegel im Bereich der Stulpe 1 besitzen.
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Die in der Zeichnung, in der Beschreibung und in den nachfolgenden
Patentansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl
einzeln als
auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich
sein.
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Patentansprüche