DE2509652B2 - Anlage zum Kühlen durch Verdunsten von Flüssigkeit - Google Patents
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Kühlen durch Verdunsten von Flüssigkeit gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs.
Bei derartigen Anlagen, wie sie aus der DE-OS 21 32 356 bekannt sind,, wird eine Flüssigkeit insbesondere
Wasser, über eine Anzahl von Düsen in eine Leitung eingesprüht die f. η beide .1 Enden gegenüber
der Umgebungsatmosphäre offen ist Der Sprühstrahl zieht Umgebungsluft zur Mischung , it dem Wasser in 3S
die Leitung hinein. Die Luft kühlt das Wasser durch Wärmeübergang und Verdunstung. Luft und Wasser
werden am stromabwärts gelegenen Ende der Leitung mittels gewölbter, streifenartiger Tropfenabscheider
getrennt wobei das Wasser längs der Abscheider in eine unterhalb derselben angeordneten Sammelvorrichtung
fließt Aus der eingangs genannten DE-OS 21 32 356 sind bereits Regelvorrichtungen für die einströmende
Luft bekannt die aus Schaufeln bestehen, die stromaufwärts einer Sprühdüse liegen. Diese Schaufeln sind 4S
jedoch nicht genügend mit den Sprühstrahlen ausgerichtet und nahe genug an denselben angeordnet um
eine Strömungskontrolle der eintretenden Luft zu erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer so
Anlage zum Kühlen der eingangs genannten Art eine möglichst gleichförmige Luftströmung in der Kühlanlage
unabhängig von Änderungen der gerade herrschenden Windrichtung zu erzielen, welche die eintretende
Luftströmung beeinflussen können. 5S
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Als Folge der erfindungsgemäßen Ausbildung erfolgt eine Gleichrichtung der in die Anlage eintretenden Luft,
durch welche die Luftströmung in der Anlage von der «>
Windrichtung unabhängig wird.
In weiterer Ausgestaltung der Anlage ist unmittelbar
stromabwärts der Streifen ein Lufteintrittsschlitz in der Luftleitung an deren oberen Seite angeordnet Dadurch
kann zusätzliche Luft in die Leitung gelangen und es wird damit ein wirbelfreier Strömungsverlauf im
stromaufwärtigen Abschnitt aufrechterhalten, in welchem die Flüssigkeitsstrahlen zuerst auf die Wände der
Leitung auftreffen. Diese zusätzliche Luftströmung dient auch dazu, das Kühlvermögen der Vorrichtung zu
erhöhen.
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht mit teilweise weggelassenen Teilen einer mit
Einsprühung arbeitenden Kühlanlage gemäß vorliegender Erfindung,
F i g. 2 eine Draufsicht der Kühlanlage gemäß F i g. 1, wobei einzelne Teile weggebrochen sind,
Fig.3 eine perspektivische Teileinsicht einer Düse
und eines aus Streifen aufgebauten Gleichrichters für die eintretende Luft welcher einen Teil der Anlage
gemäß den F i g. 1 und 2 bildet
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte, mit Einsprühung
arbeitende Kühlanlage besteht aus einer aus Blech hergestellten Luftleitung 10, die in ihrer ganzen
Längserstreckung einen gleichbleibenden Rechteckquerschnitt aufweist Die Luftleitung 10 weist ein
Lufteinlaßende 12 und ein Luftauslaßende 14 auf, die beide gegenüber der Umgebungsiuft geöffnet sind.
Zwischen diesen beiden Enden beim die Luftleitung 10 eine obere Wand 16, eine untere Abschlußplatte 18 mit
einer horizontalen Verlängerung und Seitenwände 20.
Eine Anzahl Wasserverteiler 22 ist parallel zueinander in horizontaler Richtung am Leitungsinnern in der
Nähe des Einlaßendes 12 angeordnet Das zu kühlende Wasser wird durch nicht dargestellte Anordnungen
diesen Wasserverteilern zugeführt Eine Anzahl Sprühdüsen 24 ist mit vorgegebenen Abständen an jedem der
Wasserverteiler 22 angeordnet und die Sprühdüsen richten Wasserstrahlen 23 in die Luftleitung 10 gegen
das Luftaustrittsende 14 derselben.
Aus F i g. 3 ist ersichtlich, daß die Wasserstrahlen 25,
welche aus den Sprühdüsen 24 austreten, im wesentlichen flach und fächerförmig ausgebildet sind. Das heißt
die Sprühdüsen divergieren erheblich stärker in vertikaler Richtung als in horizontaler Richtung. Dies
dient dazu, die Kühlung und die v.uitmitführung so
wirkungsvoll wie möglich zu machen. Die einer Leitung zugeordneten Sprühdüsen sind mit den entsprechenden
Sprühdüsen in den anderen Leitungen ausgerichtet
Am Lufteinlaßende 12 der Luftleitung 10 sind gemäß den F i g. 1 und 2 eine Anzahl von im engen Abstand
voneinander angeordneter, vertikaler Streifen 26 zur Gleichrichtung des Luftstroms quer zum Leitungsquerschnitt
gerade stromaufwärts der Wasserverteiler 22 angeordnet. Diese Streifen bestehen aus dünnem Blech
und liegen in Ebenen, die im wesentlichen parallel zu den aus den Sprühdüsen 24 austretenden Sprühstrahlen
verlaufen. Die Streifen 26 weisen mindestens eine Wt'lung 26a auf, wobei diese Wellungen miteinander
ausgerichtet sind, so daß die Streifen im Abstand voneinander unter geringster Überlappung der Wellungen
26a angeordnet sind.
Wie in den F i g. 1 und 2 dargestellt ist, sind ferner in der Nähe des Luftauslaßendes der Luftleitung 10 eine
Anzahl von im Abstand voneinander liegenden Tropfenabscheiderstreifen 28 angeordnet Diese Tropfenabscheiderstreifen
bestehen ebenfalls aus Blech und erstrecken sich in vertikalen Ebenen quer zur Leitung.
Stromabwärts der Tropfenabscheiderstreifen 28 ist eine Anzahl gekrümmter Schaufeln 44 horizontal quer
zur Luftleitung 10 angeordnet Diese Schaufeln verlaufen nach oben gekrümmt und dienen dazu, die mit
Feuchtigkeit beladenen, aus der Luftleitung 10 austretende Luft nach oben und von der Leitung wegführen, so
daß sie nicht in das Einlaßende 12 rezirkuliert wird
Eine gewölbte untere Lufteinlaßlippe 60 erstreckt sich quer zum Einlaßende 12 der Leitung längs der
unteren Enden der Streifen 26, Die gewölbte Lippe dient zur Aufrechterhaltung einer glatten wirbelfreien s
Luftströmung in die unteren Bereiche der Leitung.
Ein oberer kanalförmiger Halter 62 hält die oberen Enden der Streifen 26 ic ihrer Lage. Unmittelbar
stromabwärts des Halters 62 ist ein oberer Lufteintrittsschlitz 64 vorgesehen, welcher sich an der Oberseite der ι ο
Luftleitung 10 bis zu einer Stelle geringfügig hinter den Wasserverteilern 22 erstreckt Die obere Wand 16 der
Luftleitung 10 ist nach oben zurückgekrümmt, um eine obere Lufteintrittslippe 66 zu bilden, die sich an der
stromabwärtigen Kante des Lufteintrittsschlitzes 64 is
befindet Diese Anordnung dient zur Verbesserung und Erhöhung der eintretenden Luftströmung und zur
Verhinderung einer Eisbildung, was anschließend näher erläutert wird.
Bei Betrieb der Anordnung wird das zu kühlende Wasser in die Wasserverteiler 22 gepumpt und durch
die Sprühdüsen 24 in die Luftleitung 10 eingesprüht Die Sprühstrahlen sind, wie vorausgehend ausgeführt
wurde, im allgemeinen flach und fächerförmig ausgebildet und liegen in parallelen vertikalen Ebenen. Die
Strahlen aus den verschiedenen Sprühdüsen schneiden sich stromabwärts der Düsen, wobei die äußersten
Sprühstrahlen im gleichen Bereich auf die Leitungswände auftreffen. Durch den Impuls der Sprühstrahlen wird
Luft zwischen die Streifen 26 und durch den oberen Lufteintrittsschlitz 66 angesaugt Diese Luft wird
gründlich mit den Sprühstrahlen vermischt und wird von diesen mitgeführt, während sie durch die Leitung treten.
Am stromabwärtigen Ende der Leitung werden Luft und Wasser getrennt, wenn das Wasser auf die
Tropfenabscheiderstreifen 28 auftrifft und an diesen nach unten fließt, während die Luft zwischen ihnen
hindurchtritt
Das gekühlte Wasser gelangt in die Wassersammeivorrichtung 36 und über die Kante dieser Wassersamnietvorrichtung
in den Wassersumpf 42. Dieses Wasser fließt dann längs des Wassersumpfs nach hinten und
durch das Sieb 54, wo es von Feststoffteilchen gereinigt wird, die während der Berührung des Wassers mit der in
die Anordnung eingesaugten Umgebungsluft aufgenommen wurden. Nach dem Durchtritt durch das Sieb
gelangt das gekühlte Wasser über die Wasserauslaßöffnung 58 nach außen.
Die stromaufwärts der Sprühdüsen 24 angeordneten Streifen 26 dienen zur Aufrechterhaltung eines gleich- so
gerichteten wirbelfreien Luftstromes, welcher in Sprührichtung der Sprühdosen ausgerichtet ist, so daß beim
Auftreffen der Luft auf die Sprühstrahlen diese keine Geschwindigkeitskomponenten aufweist, welche die
Ejektorwirkung der Strahlen beeinträchtigen. Darüber hinaus wird diese Steuerung der Strömungsrichtung
unabhängig von der Windrichtung der Umgebungsluft aufgehalten. Sind beispielsweise irgendwelche Querwindkomponenten
vorhanden, so werden sie durch die Streifen 26 eliminiert, bevor die Umgebungsluft in
Berührung mit den Sprühstrahlen gelangt Wie ersichtlich, sind die Streifen 26 in Ebenen parallel zu den
Ebenen der flachen Sprühstrahlen angeordnet Es ist offensichtlich, daß die Sprühstrahlen durch gegen die
Ebenen der Sprühstrahlen gerichtete Querwindkompo- es nenten ernsthaft beeinträchtigt werden. Mit der
vorliegenden Anordnung, bei welcher die Streifen 26 in Ebenen parallel zu den Euenen der flachen Sprühstrahlen
liegen, ist ein maximaler Widerstand gegenüber Querwindeinwirkungen in der Ebene maximaler Empfindlichkeit
der Sprühstrahlen vorhanden.
Gelegentlich kommt es vor, daß ein starker Wind entweder unmittelbar oder nahezu unmittelbar in die
Richtung bläst, die vom Luftaustrittsende zum Lufteintrittsende der Vorrichtung verläuft Wäre in einem
solchen Fall die Anordnung nicht mit den gewellten Streifen für die Eintrittsluft ausgestattet so würde die
Luftrückströmung einen Teil des versprühten Wassers durch die Lufteintrittsöffnung der Anordnung nach
außen führen. Durch die Wellungen arbeiten die Streifen als Nebelabscheider, wobei zurückgeblasene
Wassertröpfchen an ihnen aufgefangen werden und zwischen den Streifenhalterungen 46 und 47 abwärts zur
Siebabdeckung 48 fließen. Dieses Wasser gelangt dann über die stromabwärtige Kante der Siebabdeckung 48
und in den Wassersumpf 42. Von dort fließt das Wasser durch das Sieb 54 und tritt durch die Wasserauslaßöffnung
58 aus.
Wie ersichtlich, treffen die Spritf -irahlen aus der
obersten und innersten Düsenreihe zm.ukh hart gegen
die obere Wand 16 und die untere Abschlußplatte 18. Es hat sich gezeigt daß bei turbulenter Luftströmung in
diesen Abschnitten Wassertropfen mitgeführt werden, welche gefrieren können und im benachbarten Bereich
bei unter dem Gefrierpunkt liegenden Umgebungstemperaturen eine Eisschicht aufbauen. Die vorliegende
Ausführungsform der Erfindung beseitigt diese Schwierigkeit durch die gewölbten Einlaßlippe;. 60 und 66 und
den oberen Lufteintrittsschlitz 64. Durch die gewölbte Einlaßlippe 60 an der unteren Kante des Einlaßendes
wird eine Ausbildung von Wirbeln verhindert obwohl die Luft eine Richtungsänderung bis zu 90° erfährt wie
dies durch den Pfeil A angedeutet ist An der oberen Kante kann jedoch die eintretende Luft eine maximale
Richtungsänderung von 180° erfahren, wie dies durch den Pfeil B angedeutet wird. Dadurch wird eine
erhebliche Neigung zur Wirbelbildung erzeug', die schwieriger zu beseitigen ist als bei der unteren Kante.
Es hat sich jedoch gezeigt daß selbst diese Schwierigkeit durch die Anordnung eines stromabwärts der
Streifen 26 angeordneten Lufteintrittsschlitzes 64 in Verbindung mit der gewölbten Einlaßlippe an der
stromabwärtigen Kante des Schlitzes überwunden werden kann. Dabei wird nicht nur die Neigung zur
Wirbelbildung beseitigt sondern der Lufteintrittsschlitz 64 gestattet das Ansaugen einer wesentlich größeren
Luftmenge durch die Wassersprühstrahlen, als dies andernfalls möglich wäre. Damit trägt der Schlitz dazu
bei, die Kühlleistung der Anlage zu erhöhen.
Aus den F i g. 1 und 3 ist ersichtlich, daß die oberen Enden der Streifen 26 «on Querstreben 70 gehalten
werde'11, wobei jede Querstrebe 70 eine Gruppe von Streifen hält Die Querstreben 70 liegen lose in einem
U-förmigen Halter f 2. Gemäß F i g. 1 erstreckt sich ein
längliches Flanschelement 72 horizontal längs der einlaßseitigen Kanten der Streifen 26 und ist mit jedem
Streifen verbunden.
Wie ersichtlich, ist das Flanschelement 72 nach unten gerichtet, um einen Handgriff zum Anheben und
Herausziehen einer jeden Streifengruppe zu bilden. Diese Anordnung erleichtert den Ein- und Ausbau der
Streifen am einlaßseitigen Ende der Vorrichtung. Die Querstreben 70 erstrecken sich nicht bis zum oberen
Teil des Halters 62, sondern lassen einen Abstand C zwischen den Querstreben 70 und dem Halter 62
bestehen. Jede Gruppe der Streifen 26 kann als Einheit
ausgebaut werden, indem sie an ihrem Handgriff, etwa
dem Flanschelnment 72 angehoben wird, so daß die Streifen mit ihren Bodenkanten aus den Halterungen 46
und 47 gehoben werden. Diese nach oben gerichtete Bewegung wird durch den Abstand C ermöglicht. Das
Flanschelemeitnl 72 wird anschließend nach außen bewegt, um die unteren Enden der Streifengruppe zu
entnehmen, worauf die Streifen abgesenkt werden, damit ihre oberen Enden aus dem Halter 62 gezogen
werden können. Auf diese Weise ist ein leichter Zugang zu den Wasserverteilern 22 und den Sprühdosen 24
möglich.
Claims (2)
1. Anlage zum Kühlen durch Verdunstung von Flüssigkeit, mit einer an beiden Enden gegenüber
der Umgebungsaüiiosphäre offenen Luftleitung —
insbesondere mit rechteckförmigem Querschnitt —,
einer Anzahl von Flüssigkeit führenden Sprühdüsen, die über den Leitungsquerschnitt verteilt nahe dem
einen Ende der Luftleitung liegen und Flüssigkeitsstrahlen gegen das andere, mit einem Tropfenab-
scheider versehene Ende der Luftleitung richten,
gekennzeichnet durch einen stromaufwärts der Sprühdüsen Kegenden Gleichrichter, bestehend
aus einer Anzahl! paralleler, im wesentlichen senkrecht liegender Streifen (26), die mit Wellungen '5
(23aJ versehen sind, welche sich längs der Streifen erstrecken.
2. Flüssigkeits-Kühlvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet daß unmittelbar stromabwärts der Streifen (26) ein Lufteintrittsschlitz (64) in
der Luftleitung (10) an deren oberen Seite angeordnet ist
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1979
- 1979-05-03 HK HK290/79A patent/HK29079A/xx unknown
- 1979-05-03 HK HK289/79A patent/HK28979A/xx unknown
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