DE2508553C3 - Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung - Google Patents
Integrierte HalbleiterschaltungsanordnungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine integrierte Halbleiterschaltungsanordnung mit aktiven und passiven
Funktionselementen in einem Halbleiterkörper mit einer Versorgungs-Wechselspannung für wenigstens
einen Teil der Funktionselemente.
Eine derartige Halbleiterschaltungsanordnung ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 20 36 686 bekannt
Bei der bekannten Anordnung wird eine niederfrequente Wechselspannung über ohmsche Kontakte eingespeist,
d. h. über Elektroden, die unmittelbar auf dem Halbleiterkörper aufliegen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Versorgung einer integrierten Halbleiterschaltungsanordnung mit Wechselspannungen
hoher Frequenzen zu gewährleisten.
Diese Aufgabe wird bei einer integrierten Halbleiter· schaltungsanordnung der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Zuführung der hochfrequenten Wechselspannung, auf einer auf der
Oberfläche des Halbleiterkörpers befindlichen Isolationsschicht
eine Metallelektrode vorgesehen ist, welche mit der Isolationsschicht und dem Halbleiterkörper
wenigstens eine Kapazität zur Einkopplung der hochfrequenten Wechselspannung in aktive Funktionselemente bildet, und daß parallel zum Eingangskreis
wenigstens eines der aktiven Funktionselemente eine Diode liegt, die so gepolt ist, daß sie in der Halbwelle, in
der der Eingangskreis der aktiven Funktionselemente sperrt, leitet.
sorgung ist es vorteilhaft, die in den Unteransprüchen
gekennzeichneten Transistorstrukturen zu verwenden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Schaltbild einer logischen Schaltung mit Transistoren zur Erläuterung des Prinzips der Spannungsversorgung
mit einer hochfrequenten Wechselspannung;
Fig.2 einen Teil einer integrierten Hälbleiterschal-
Fig.2 einen Teil einer integrierten Hälbleiterschal-
so tungsanordnung mit einer ersten Ausführungsform von
Transistorstrukturen;
F i g. 3 einen Teil einer integrierten Halbleiterschaltungsanordnung
mit einer zweiten Ausfuhrungsform von Transistorstrukturen; und
Fig.4 eine Ausbildung von streifenförmigen Basis-
und Kollektorzonen bei Transistorstrukturen nach Fig. 3.
In der Schaltung nach Fig. 1 sind in Emitterschaltung
betriebene Transistoren Γι bis T$ in Kaskade geschaltet
beliebig erweitert werden kann, ist im ausgezogen gezeichneten Teil der Schaltung ein Transistor Ta in
gestrichelter Darstellung hinzugefügt.
f>5 und dem Kollektor des Transistors Tj (und falls
zugeschaltet auch dem Kollektor des Transistors T4)
sowie der Basis des Transistors T·, werden über die
Kapazitäten Q bzw. Ci von einer Klemme S eine
hochfrequente Wechselspannung als Versorgungsspannung zugeführt Weiterhin wird dem Kollektor des
Transistors Ts Ober einen Arbeitswiderstand R eine gesonderte Versorgungsgleichspannung von einer
Klemme U zugeführt Die Transistoren 71 und Ti (und
falls zugeschaltet auch der Transistor 7}) sind an
Klemmen I\ bis /3 über ihre Basen ansteuerbar. Eine
Klemme O bildet den Ausgang der Schaltung.
An der Klemme S liegt in Bezug auf Erde als Versorgungsspannung eine hochfrequente Wechselspannung,
die beispielsweise einen sinusförmigen oder rechteckförmigen Verlauf hat und bei einem Spannungswert
von 5 Volt eine Frequenz von 15 Mhz besitzt Ober die Kapazität Q und die Basis-Emitter-Strecke
des Transistors T3 sowie Ober die Kapazität Ci und die
Basis-Emitter-Strecke des Transistors T5 fließt während
der positiven Halbwelle der hochfrequenten Wechselspannung an der Klemme S ein Strom, wobei jedoch die
an den Kollektoren der Transistoren entstehende Spannung aufgrund der Niederohmigkeit der Basis-Emitter-Strecken
kleiner als die Versorgungsspannung ist Die Kapazitäten bilden für die Transistoren also
hochfrequente Stromgeneratoren.
Wird einer der Transistoren 71 oder T2 an der
Klemme I\ bzw. h durch ein positives Steuersignal in den
leitenden Zustand geschaltet so wird der Ober die Kapazität Q fließende hochfrequente Strom durch die
Kollektor-Emitter-Strecke des leitenden Transistors kurzgeschlossen, so daß in die Basis des Transistors 7*3
kein Strom mehr fließen kann, d. L, der Transistor T3
wird gesperrt Liegen die Klemmen /1 und /2 auf
Erdpotential, wobei die Transistoren T1 und T2 gesperrt
sind, so fließt die positive Halbwelle des hochfrequenten Stroms aber die Basis des Transistors T3. In diesem Fall
ist der Transistor T3 leitend, so daß er den Ober die J5
Kapazität Ci fließenden hochfrequenten Strom kurzschließt
Da der die letzte Stufe bildende Transistor T5 mit einer gesonderten Versorgungsgleichspannung von
z. B. 5 Volt betrieben wird, liegt am Ausgang O bei
durchgesteuertem Transistor T3 dauernd die Versorgungsspannung
Lf. Ist der Transistor T3 jedoch gesperrt
so schwankt die Spannung am Ausgang O im Takt der hochfrequenten Versorgungsspannung zwischen Erdpotential
und der Versorgungsspannung U. Dieses hochfrequente Ausgangssignal sowie auch ein daraus 4S
durch Siebung gewonnenes Gleichstromsignal eignen sich zur Ansteuerung weiterer Schaltungen.
Die Realisierung der vorstehend beschriebenen Schaltungsmöglichkeiten in integrierter Technik wird
anhand der Ausführungsformen nach den Fi g. 2 und 3 so
erläutert
Bei der Atisführungsform nach F i g. 2 ist auf einen hochdotierten Substratkörper 1 eines Leitungstyps
(beispielsweise ρ+-Typ) eine schwach dotierte oder eigenleitende Schicht 2 aufgebracht In dieser Schicht 2
sind — beispielsweise durch Diffusion hergestellte — Zonen 3 des anderen Leitungstyps (beispielsweise
η-Typ) vorgesehen. Auf die Oberfläche dieser Halb* leiterstruktur sind Metallbelegungen 4 aufgebracht.
Diese Metallbelegungen 4 bilden einerseits im groRflä*
ehigen Teil Sehottky-Kontakte S und andererseits
ohm'sche Kontakte 6 mit n+-leitenden Zonen in den η-leitenden Zonen 3. Die η+ -leitenden Zonen sind in
F i g. 2 durch Doppelschraffur angedeutet.
Auf die Struktur aus halbleitenden Bereichen und Metallbelegungen ist eine Isolationsschicht 8 aufgebracht,
auf der sich wiederum eine Metallelektrode 9 befindet. Auf der Unterseite des Substratkörpers 1 ist
eine weitere Metallelektrode 7 vorgesehen.
Werden nun der pn-übergang zwischen dem Substratkörper 1 und den Zonen 3 in Durchlaßnchtung
und die Schottky-Kontakte zwischen den Zonen 3 und den Metallbelegungen 5 in Sperrichtung betrieben, so
arbeiten die Zonenfolgen als Transistoren mit Emitter 1, Basis 3 und Kollektor 4.
Im Sinne der Ausführungen zur Schaltung nach Fig. 1 wurde nun an die Metallelektrode 9 eine
hochfrequente Wechselspannung als Versorgungsspannung angelegt Die integrierte Struktur nach F i g. 2
bietet dabei den Vorteil, daß Kapazitäten, wie die Kapazitäten Q und C2 nach Fig. 1, nicht zusätzlich
integriert werden müssen. Diese Kapazitäten werden vielmehr durch die Isolationsschicht 8 gebildet
Durch die ohm'schen Kontakte 6 ist gleichzeitig eine
Verschaltung zwischen dem Kollektor eines Transistors und der Basis eines anderen Transistors möglich. Die
schwach dotierte oder eigenleitende Schicht 2 gewährleistet eine Isolation zwischen den Transistoren. Eine
zusätzliche Isolationsdiffusion oder eua Isolation durch
Oxid ist nicht erforderlich, weil die zti isolierende
Spannung maximal 0,6VoIt (Schwellspannung der Basis-Emitter-Diode) beträgt und weil ein ins Gewicht
fallender Teil dieser Spannung durch die Potentialbarriere der Schicht 2 aufgefangen wird. Noch fließende
Isolationsströme sind vernachlässigbar.
F i g. 3, in der gleiche Teile wie in F i g. 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, zeigt eine weitere
Ausführungsform der Transistorstrukturen. Dabei entsprechen die Emitter- und Basisbereiche denjenigen
nach Fig.2. Die Kollektoren werden jedoch hierbei nicht durch Metaltbelegungen sondern durch Halbleiterzonen
13 (beispielsweise durch Diffusion hergestellt) gebildet welche in Bezug auf die Basiszonen 3 von
entgegengesetztem Leitungstyp sind. Ohm'sche Kontakte
14, welche zur elektrischen Verbindung der Einzeltransistoren dienen, ergeben sich durch starke
Dotierung, was wiederum durch eine Doppelschraffierung angedeutet ist
Bei entsprechender Wahl der Leitfähigkeitstypen sind beispielsweise mit einer Anordnung nach Fig.2
pnp-Transistoren und mit einer Anordnung nach F i g. 3 npn-Transistoren realisierbar.
Gemäß Fig.4 läßt sich eine Transis'oranordnung
noch dadurch vereinfachen, daß die Basen und die Kollektoren streifenförmig ausgebildet sind, wobei ein
Kollektor dort entsteht wo sich ein Streifen 13 großflächig mit einem Streifen 3 kreuzt Die Bereiche 14
stellen wiederum elektrische Verbindungspunkte und Basisanschlüsse dar. Bei Bedarf können über einen
Basisstreifen auch mehrere Kollektorstreifen geführt werden. Dabei sind große geometrische Toleranzen
zulässig, weil die verschiedenen Zonen nicht wie bei konventionellen Transistoren ineinander verschachtelt
angeordnet sind. Daraus ergeben sich kleinerer Transistorstrukturen, wodurch die Packungsdichte weiter
erhöht wird.
Da über die Baais der Transistoren nur die positive
Halbwelle der hochfrequenten Versorgungsspannung fließen kann, muß dafür Sorge getragen werden, daß die
gleiche Ladungsmenge auch in der negativen Kalbwelle abfließen kann, damit sich die Anordnung durch den
Gleichrichtereffekt nicht selbst sperrt. Bei den Anordnungen nach F i g. 4 'st dies durch den Parallelwiderstand
zur Basis-Emitter-Sfacke gewährleistet, der sich
durch fehlende Isolation, beispielsweise Isolationsdiffusion ergibt. Bei wenigen in Kaskade geschalteten
Transistorstufen kann die Ladung in der negativen Halbwelle über die in FluOrichtung vorgespannten
Kollektor-Basis-Strecken abfließen. Grundsatzlich kann aber auch parallel zur Basis-Emitter-Strecke eine gegen
diese invers geschaltete Diode vorgesehen werden, welche dem gleichen Zweck dient. Eine solche Diode ist
dabei nicht für alle Transistorstufen erforderlich.
Claims (1)
- Patentansprüche:t. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung mit aktiven und passiven Funktionselementen in einem Halbleiterkörper mit einer Versorgungs-Wechselspannung für wenigstens einen Teil der Funktionselemente, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zuführung der hochfrequenten Wechselspannung, auf einer auf der Oberfläche des Halbleiterkörpers (1, 2) befindlichen Isolationsschicht (8) eine ι ο Metallelektrode (9) vorgesehen ist, welche mit der Isolationsschicht (8) und dem Halbleiterkörper (1,2) wenigstens eine Kapazität (Q oder C2) zur Einkopplung der hochfrequenten Wechselspannung in aktive Funktionselemente bildet, und daß parallel zum Eingangskreis wenigstens eines der aktiven Funktionselemente (T\, T2, T3) eine Diode liegt, die so gepolt ist, daß sie in der Halbwelle, in der der Eingangskreis der aktiven Funktionselemente (T,, T2, T3) sperrt isitet2, Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungswechselspannung sinusförmig ist3. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch folgende Ausbildung von Transistoren: Einen als Emitter wirkenden, hochdotierten Substratkörper (1) des einen Leitungstyps, eine auf dem Substratkörper (1) vorgesehene schwachdotierte oder eigenleitende Schicht (2), in der schwachdotierten oder Jo eigenleitender. Schicht (2) befindliche, räumlich voneinander getrennte Basiszonen (3) des anderen Leitungstyps, und auf dea Basiszonen (3) vorgesehene, diese mindestens teilweise, bedeckende Metallbelegungen (4), welche jeweils mit einer Basiszone (3) einen Schottky-Kontakt (5) bilden und als Kollektor wirken (F ig, 2),4. Integrierte Hajbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kollektoren wirkenden Metallbelegungen (5) mindestens zum Teil über die schwachdotierte oder eigenleitende Schicht (2) bis zu einer benachbarten Basiszone (3) geführt sind und mit dieser einen ohm'schen Kontakt (6) bilden (F i g. 2).5. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch folgende Ausbildung von Transistoren: Einen als Emitter wirkenden, hochdotierten Substratkörper (1) des einen Leitungstyps, eine auf dem Substratkörper (1) vorgesehene schwachdotierte oder eigenleitende Schicht (2), in der schwachdotierten oder eigenleitenden Schicht (2) befindliche, räumlich voneinander getrennte Basiszonen (3) des anderen Leitungstyps und in den Basiszonen (3) befindliche Zonen (13) des einen Leitungstyps, die als Kollektor wirken (F ig. 3).6. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kollektoren wirkenden Zonen (13) wenigstens zum Teil durch die schwachdotierte oder eigenleitende Schicht (3) bis zu einer benachbarten Basiszone (3) geführt sind und mit dieser einen, beispielsweise durch starke Dotierung erzeugten, ohmschen Kontakt (14) bilden (F i g. 3).7. Integrierte Halbleiterschaltungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiszonen (3) und die Kollektorzonen (13) streifenförmig ausgebildet sind und sich rasterförmig überlappen (F ig. 4).
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