DE2505035B2 - Optisches kabel - Google Patents
Optisches kabelInfo
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Classifications
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- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B6/00—Light guides; Structural details of arrangements comprising light guides and other optical elements, e.g. couplings
- G02B6/44—Mechanical structures for providing tensile strength and external protection for fibres, e.g. optical transmission cables
- G02B6/4401—Optical cables
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Description
Nachdem es gelungen ist, für die dämpfungsarme Übertragung von Lichtwellen geeignete Materialien zu
erzeugen und diese zu Lichtwelienleitern zu verarbeiten, kommt der Übertragung von Nachrichten mittels
Lichtwellen immer mehr Bedeutung zu. Eine bekannte Art von Lichtwellenleitern besteht 2:. B. aus einer
Glasfaser, die einen Kern und einen diesen Kern umhüllenden Mantel aufweist. Der Brechungsindex des
Kernmaterials liegt dabei geringfügig über demjenigen des Mantelmaterials. Ein anderer Lichtwellenleiteiraufbau
wird durch die Gradientenfaser verwirklicht, bei der sich der Brechungsindex vom Kern ausgehend radial
nach außen kontinuierlich ändert.
Als Quarz- oder Glasfaser hergestellte Lichtwelenleiter weisen im allgemeinen einen sehr geringen
Durchmesser auf. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften sind sie mechanisch sehr empfindlich. Ein Faserbruch
aber bedeutet praktisch die Unterbrechung der Lichtwellenübertragung. Um dem Problem des Fnserbruches
zu begegnen, wird in der deutschen Offenlegungsschrift 23 47 408 vorgeschlagen, im Kabel genügend
Reservefasern vorzusehen und zwei oder mehrere (\s optische Fasern eines Faserbündels so zu betreiben, daß
sie im wesentlichen dieselben Nachrichtensignale übertragen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, die Betriebssicherheit eines optischen
Kabels durch einen entsprechenden Aufbau des Kabels zu erhöhen. Zur Lösung dieser Aufgabe geht d,e
Erfhdung von einem optischen Kabel zur Übertragung
von Nachrichten mittels Lichtwellen aus, in webhem
eine Nachricht gleichzeitig über mehrere optische Fasern vom Multimode-Typ übertragen wird.
Gemäß der Erfindung werden im optischen Kabel in
vorgegebenen Abständen lichtverteilende Zonen derart eingearbeitet, daß das von den Fasern oder einem Teil
der Fasern noch geführte Licht im wesentlichen gleichmäßig wieder auf alle Fasern des Faserbündels
aufgeteilt wird. Dabei geht die Erfindung von der Überlegung aus, daß sich auch Lichtwellenleiterstrekken
die wesentlich länger sind als der mittlere Abstand A zwischen zwei Faserbrüchen, übertragungssicher
aufbauen lassen, wenn die ankommende Lichtintensität in Abständen B, die kürzer sind als der mittlere Abstand
A jeweils wieder auf alle Fasern einer Ader verteilt wird Ein Totalausfall der Verbindung wird dann
unwahrscheinlich, weil angenommen werden darf, daß innerhalb der kürzeren Teilstrecke B nicht sämtliche
Fasern einen Bruch aufweisen. Der Fall einer Totalunterbrechung einer aus den Lichtleitfasern 1 zusammengesetzten
Ader 2 ist in Fig. 1 gezeigt Die Sendestelle ist mit 3, die Empfangsstelle mit 4 und die Faserbruchstelle
mit 5 bezeichnet. Das der Nachrichtenübertragung diende Licht kann somit nur dann zur Empfangsstelle 4 gelangen, wenn das von einzelnen Fasern noch
geführte Licht innerhalb einer die gleiche Anzahl und Lage von Faserbrüchen 5 aufweisenden Übertragungsstrecke, wie aus F i g. 2 erkennbar, wieder auf vorzugsweise
alle Fasern der Ader mittels einer lichtverteilenden Zone 6, z. B. aus homogenem transparentem Stoff,
aufgeteilt wird. Der Brechungsindex dieses Stoffes kann gleich oder größer als der des Kernmaterials der Fasern
1 sein. Die lichtverteilende Zone 6 ist bei dem gewählten Ausführungsbeispiel zwischen zwei stumpf abgeschnittenen
Aderenden angeordnet. Von der Sendestelle 3 gelangt die Lichtenergie jeweils bis zur Bruchstelle 5
einer Faser; dagegen erreicht die Lichtenergie in gesunden Fasern die lichtverteilende Zone 6, in welcher
es dann erneut auf den gesamten Querschnitt der Ader, d. h. auf alle Fasern verteilt, weitergegeben wird. Dabei
wird zwar die von einer Ader übertragene Lichtintensität im Falle gebrochener Fasern geringer, die
Wahrscheinlichkeit für einen Totalausfall der Ader kann aber durch Verkürzung der Teilstrecken innerhalb einer
Strecke, ζ. Β Fertigungslänge, nahezu beliebig klein gemacht werden. Der hierfür notwendige Aufwand ist
sehr gering. Die lichtverteilende Zone kann an ihrer Außenfläche verspiegelt oder mit einem optisch
dünneren Medium ummantelt sein.
Die lichtverteilende Zone kann auch durch thermische Verschmelzung aller Fasern eines Faserbündels
geschaffen werden. Bei einer anderen Ausführungsform kann man die Mantelschichten der Fasern entfernen,
z.B. durch Abtragen der Manlelschicht der Fasern mittels mantelablösender Mittel, beispielsweise durch
Abätzen, oder bei der Fertigung weglassen, und die Zwischenräume zwischen den Fasern mit einer Immersionsflüssigkeit
ausfüllen. Den Brechungsindex dieser
Immersionsflüssigkeit wählt man gleich oder größer als denjenigen des Faserkernmaterials. Um das Abfließen
bzw. das Abwandern dieser Flüssigkeit zu verhindern, können Stopfstellen zu beiden Seiten der Unstetigkeitsstelle
eingebracht werden. Auch aushärtende Kunsthar-
ze, die in flüssigem Zustand in das Faserbündel eingebracht werden und nach dem Eindringen zwischen
die Fasern aushärten, können zur Herstellung von lichtverteilenden Stellen benutzt werden. Die lichtverteilende
Zone kann mit einer reflektierenden Ummantelung versehen werden, dessen optische Dichte geringer
als diejenige des Kernmaterials ist. Die üchtverteilende Zone kann durch Flüssigkeit oder durch festen Stoff
gebildet werden. An der Kopplungsstelle können auch Mittel angebracht werden, die die Aderenden mechanisch
überbrücken.
Bei dem Kabel nach der Erfindung werden die optischen Fasern, die für die Übertragung ein und
derselben Nachricht bestimmt sind, zu einem Faserbün del bzw. zu einer Ader zusammengefaßt. Aus der OS
23 47 408 ist es zwar bekannt, aus einer Vielzahl von Fasern eines Stranges mehrere Fasern auszuwählen und
diese für die Parallelübertragung einer Nachricht zusammenzuschahen, um der Bruchgefahr der in einer
Übertragungsstrecke verlaufenden Fasern zu begegnen. Nun aber fällt eine optische Faser für die Übertragung
der Nachricht vollkommen aus, sobald sie einmal unterbrochen ist. Bei einer sehr langen Strecke ist aber
der Zufall, daß jede Faser einer Ader wenigstens einmal unterbrochen ist, nicht auszuschließen.
Das in F i g. 3 dargestellte optische Kabei besteht aus sieben Lichtleiterbündeln, von denen vier Bündel 7,8,9
und 10 je eine Lichtleiterader bilden. Jede Ader besteht wiederum aus z. B. 20 Lichtleiterfasern, die die gleiche
Nachricht übertragen sollen. Die übrigen Bündel 11,12,
13 können ebenfalls Adern im Sinne der Adern 7, 8, 9
und 10 sein. Es kann aber auch vorteilhaft sein, die Bündel 11, 12 und 13 aus einzelnen zu betreibenden
Lichtleiterfasern zusammenzusetzen oder an dersn Stelle elektrisch leitende Elemente einzufügen, z. B. für
Stromversorgungs- oder Überwachungszwecke.
Der in Fig.3 gezeigte Kabelaufbau ermöglicht eine
sehr vorteilhafte Verbindungstechnik für aufeinanderfolgende Kabel-Fertigungslängen. Da eine Spleißstelle
für die Adern 7, 8, 9 und 10 nur eine summarische Kopplung aller in einer Ader zusammengefaßten
Lichtwellenleiter erfordert, kann ein hierfür geeignetes Kopplungselement sehr klein ausgebildet werden.
Zur Verteilung der Lichtintensität innerhalb einer mehrfaserigen, den Mantel 14 aufweisenden Ader 2 ist
auch eine bei der Herstellung der Ader eingebrachte, in F i g. 4 gezeigte Anordnung denkbar, welche die
Funktion einer lichtverteilenden Zone ausübt. Eine solche Anordnung ergibt sich z. B. durch Abnehmen
oder Weglassen des Fasermantels 15 auf einem Teilstück und Füllung des faserfreien Volumens der
Ader mit einem Medium 16, das einen gleichen oder größeren Brechungsindex als das Material der Kernfaser
17 aufweist. Auch bei dieser Anordnung ist eine reflektierende Ummantelung 18 vorteilhaft. Die Darstellung
in der Fi g. 4 wurde wegen besserer Übersichtlichkeit vereinfacht wiedergegeben und entspricht nicht
den üblichen Maßverhältnissen.
Die Unstetigkeitsstellen, lichtverteilenden Zonen od. dgl. können während des Fertigungsverfahrens
sowohl unmittelbar in der Ader hergestellt oder erzeugt als auch als Einzelbauelemente in die Fertigungslängen
eingesetzt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Optisches Kabel zur Übertragung von Nachrichten mittels Lichtwellen, in welchem eine
Nachricht gleichzeitig über mehrere optische Fasern vom Multimode-Typ übertragen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß im Kabel in vorgebbaren Abständen lichtverteilende Zonen (6, F i g. 2; 16,
17, F i g. 4) derart eingearbeitet sind, daß das von den Fasern (1, 17) oder einem Teil der Fasern noch
geführte Licht im wesentlichen gleichmäßig wieder auf alle Fasern des Faserbündels (2) aufgeteilt wird.
2. Optisches Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtverteilende Zone (6)
aus homogenem transparentem Stoff besteht, dessen Brechungsindex gleich oder größer als der des
Kernmaterials der Fasern (1) ist (F i g. 2).
3. Optisches Kabel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zone (6) an der Außenfläehe
verspiegelt ist
4. Optisches Kabel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zone (6) mit einem optisch
dünneren Medium ummantelt ist.
5. Optisches Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (15) der Lichtwellenleiterfasern
(17) zur Bildung der lichtverteilenden Zonen abgenommen oder weggelassen ist und der so
frei gewordene Raum in der Ader (2) mit einem Medium (16) gefüllt ist. das einen gleichen oder
größeren Brechungsindex als das Kernmaterial der Faser (17) aufweist (F i g. 4).
6. Optisches Kabel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die licht verteilende Zone (16,
17) mit einer reflektierenden Ummantelung (18) versehen ist (F i g. 4).
7. Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern
des Kabels zur Bildung der lichtverteilenden Zonen zusammengeschmolzen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505035 DE2505035C3 (de) | 1975-02-06 | Optisches Kabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505035 DE2505035C3 (de) | 1975-02-06 | Optisches Kabel |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2505035A1 DE2505035A1 (de) | 1977-01-27 |
| DE2505035B2 true DE2505035B2 (de) | 1977-05-12 |
| DE2505035C3 DE2505035C3 (de) | 1977-12-29 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2505035A1 (de) | 1977-01-27 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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