DE2502012A1 - Senkstoffbekaempfungsmittel - Google Patents
SenkstoffbekaempfungsmittelInfo
- Publication number
- DE2502012A1 DE2502012A1 DE19752502012 DE2502012A DE2502012A1 DE 2502012 A1 DE2502012 A1 DE 2502012A1 DE 19752502012 DE19752502012 DE 19752502012 DE 2502012 A DE2502012 A DE 2502012A DE 2502012 A1 DE2502012 A1 DE 2502012A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mol
- acrylic acid
- acid amide
- water
- acrylamido
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F5/00—Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
- C02F5/08—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents
- C02F5/10—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances
- C02F5/12—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances containing nitrogen
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/52—Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
- C02F1/54—Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using organic material
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um die Ansammlung von
Senkstoffen in Wassersystemen zu entfernen und zu verhüten.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Methode, bei
der Emulsionspolymerisate verwendet werden, um Senkstoffansammlungen
aus Kühlsystemen zu entfernen und ihre Bildung zu verhüten.
Ein grosser Teil des Wassers, das in technischen Kühlsystemen verwendet wird, wie z.B. in den Kühlsystemen von Hochöfen,
Siemens-Martin-Öfen und dergleichen in der Stahlindustrie, und in den Kühltürmen von Ölraffinerien, kommt aus Flüssen,
Teichen, Seen oder anderen natürlichen Quellen von unreinem Wasser. Dieses natürliche Wasser führt unterschiedliche Mengen
an Schluff, Schlamm und/oder organischen Abfällen und
sonstigen Ansammlungen mit sich, die sich auf Wärmeaustauscheroberflächen
ablagern und zur Korrosion," zur Verminderung im Wirkungsgrad des Wärmeüberganges und dergleichen führen
509830/0884
ORIGINAL INSPEGfED
C-1083Y f
sowie die Fläche der Kühlkanäle und dadurch die Menge des umlaufenden
Kühlwassers verkleinern. In Anlagen, wie den Oberflächenkondensatoren von Turbinengeneratoren, beeinträchtigen Bodenanschwemmungen
ernsthaft die Energieumwandlungsrate. An anderen Stellen, z.B. in Rohren, Abwasserkanälen, Heisswasserleitungen
usw., können Bodenanschwemmungen leicht den Durch-, gang für das Wasser verstopfen und dadurch zu ernsthaften
Schwierigkeiten in der Wasserströmung führen.
In vielen technischen Wärmeaustauschanlagen und Rohrleitungssystemen.,
die mit natürlichem Wasser arbeiten, muss der Betrieb von Zeit zu Zeit unterbrochen werden, um das System mechanisch
oder mit Säure oder auf andere Weise zu "reinigen. Dies ist kostspielig und hochgradig unerwünscht.
Man hat bereits zahlreiche Versuche unternommen, die Ansammlung von Senkstoffablagerungen in Wassersystemen unter Verwendung
von wasserlöslichen Polymerisaten zu verhindern oder solche Ablagerungen auf diese Weise daraus zu entfernen. So beschreibt
die US-PS 3 085 916 die Verwendung von Polyacrylsäureamid,
die US-PS 3 288 640 die Verwendung von Polyäthylenimin und die US-PS 3 503 879 die Verwendung von Kaliummetaphosphat
von hohem Molekulargewicht.
Diese wasserlöslichen Polymerisate haben aber den Nachteil, dass sie als Feststoffe oder als Lösungen von verhältnismässig
niedriger Konzentration angewandt worden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum Verhindern der Bildung von Ablagerungen oder Bodenanschwemmungen
und Senkstoffen in wässrigen Systemen mit Hilfe von verbesserten Senkstoffbekämpfungszusätzen zur Verfugung
zu stellen, die einen höheren Wirkstoffgehalt haben als die bisher bekannten Mittel, sich leicht in Lösung bringen lassen
und ein besseres Verhältnis von Kosten zu Leistung aufweisen als die bei bisher bekannten Behandlungsverfahren verwen-
- 2 509830/0884
C-1083Y
deten Polymerisate.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch Zusatz einer Wasserin-Ölemulsion
zu dem Wassersystem gelöst. Die Emulsion enthält ein feinteiliges, wasserlösliches Polymerisat von hohem Molekulargewicht in Mengen von etwa 1 bis 40, vorzugsweise etwa 20
bis 40 Gewichtsprozent in Dispersion. Molekulargewichte im Bereich von etwa 100 000 bis 20 000 000 eignen sich für das erfindungsgemäss
e Verfahren.
Die erfindungsgemäss verwendeten Polymerisate sind aus wasserlöslichen,
äthylenungesättigten Monomeren oder Kombinationen aus solchen Monomeren, die eine Wasserlöslichkeit von mindestens
5 % aufweisen, hergestellte Homo- oder Copolymerisate. Copolymerisate sind Polymerisate aus mehreren verschiedenen Monomereinheiten.
Geeignete Monomere sind Acrylsäureamid, Methacrylsäureamid,
Acrylsäure, Methacrylsäure, Natriumacrylat, Natriumstyrolsulfonat,
(3-Acrylamido-3-methyl)-butyl-trimethylammoniumchlorid,
2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure, quar-,
täre Diallylammoniumverbindungen, wie Dimethyl-diallylammoniumchlorid,
Diäthyl-diallylammoniumchlorid, 2-Acrylamido-^- .-""
methylpropyl-trimethylammoniumchlorid, 2-Methacryloyläthyltrimethylammoniummethosulfat,
3-Methacryloyl-2-hydroxypropyltrimethylammoniumchlorid, Vinylpyrrolidon, Fumarsäure, Crotonsäure,
Maleinsäure, Acrylsäurenitril, Vinylbenzyl-trimethylammoniumchlorid
und andere wasserlösliche Vinylmonomere. Die bevorzugten Monomeren sind jedoch (3-Acrylamido-3-methyl)-butyl-trimethylammoniumchlorid,
2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure,
2-Methacryloyläthyl-trimethylammoniummethosulfat,
Acrylsäureamid, Natriumacrylat und die quartären Diallylammoniumverb indungen. Wenn wässrige Lösungen der Monomeren verwendet
werden, kann die wässrige Phase etwa 20 bis 80 Gewichtsprozent Monomeres enthalten. Einige, normalerweise flüssige
Monomere, wie Acrylsäure, können jedoch in höheren Konzentrationen angewandt werden.
- 3 509830/0884
Bei der Polymerisation ist das Emulgiermittel in Mengen von mindestens 20 Gewichtsprozent, bezogen auf die Ölphase, anwesend
und kann aus herkömmlichen Emulgiermitteln oder Gemischen derselben bestehen. Die bevorzugten Emulgiermittel sind in
Wasser dispergierbar. Man kann jedes Tensid, wie äthoxylierte Nonylphenole, äthoxylierte Nonylphenol-Formaldehydharze, Dioctylester
von Natriumsulfosuccinat und Octylphenolpolyäthoxyäthanol, verwenden.
Andere verwendbare Tenside sind Seifen, wie Natrium- und Kaliummyristat,
-laurat, -palmitat, -oleat, -stearat, -resinat und -hydroabietat, die Alkalialkyl- oder -alkylensulfate, wie
Natriumlaurylsulfat, Kaliumstearylsulfat, die Alkalialkyl-
oder -alkylensulfonate, wie Natriumlaurylsulfonat, Kaliumstearylsulfonat
und Natriumcetylsulfonat, sulfonierte Mineralöle einschliesslich der Ammoniumsalze derselben und Salze von
höheren Aminen, wie Laurylamin-hydrochlorid und Stearylaminhydrobromid.
Als Tensid kann man jede anionische, kationische oder nichtionogene
Verbindung verwenden. Beispiele für geeignete anionische Tenside sind Alkali-, Ammonium- und Aminseifen, deren
Fettsäureteil vorzugsweise mindestens 16 Kohlenstoffatome enthält,
weil Laurinsäure- und Myristinsäureseifen sehr stark zu
übermässiger Schaumentwicklung neigen.
Andere Beispiele für geeignete anionische Tenside sind Alkalisalze
von Alkylarylsulfοnsäuren, Natriumdialkylsulfosuccinat,
sulfatierte oder sulfonierte Öle, z.B. sulfatiertes Ricinusöl,
sulfoniert'er Talg, und Alkalisalze von kurzkettigen Erdölsulf onsäuren.
Beispiele für geeignete kationische Tenside sind Salze von langkettigen primären, sekundären oder tertiären Aminen, wie
Oleylaminacetat, Cetylaminacetat, Didodecylaminlactat, das Acetat von Aminoäthylstearinsäureamid, Dilauroyltriäthylen-
- 4 509830/0884
tetramindiacetat, i-Aminoäthyl-Z-heptade.cenylimidazolinacetat
und quartäre Salze, wie Cetylpyridiniumbromid, Hexadecyl-äthylmorpholiniumchlorid
und Diäthyl-didodecylammoniumchlorid.
Beispiele für geeignete nicht-ionogene Tenside sind die Kondensationsprodukte
von höheren Fettalkoholen mit Äthylenoxid, wie das Anlagerungsprodukt von 10 Äthylenoxideinheiten an Oleylalkohol,
Kondensationsprodukte von Alkylphenolen mit Äthylenoxid, wie das Kondensationsprodukt von Isooctylphenol mit
12 Äthylenoxideinheiten, Kondensationsprodukte von höheren Fettsäureamiden mit 5 oder mehr Äthylenoxideinheiten, PoIyäthylenglykolester
von langkettigen Fettsäuren, wie Tetraäthylenglykolmonopalmitat,
Hexaäthylenglykolmonoläurat, Nonaäthylenglykolmonostearat,
Nonaäthylenglykoldioleat, Tridecaäthylenglykolmonoarachidat,
Tricosaäthylenglykolmonobehenat, Tricosaäthylenglykoldibehenat, Teilester von mehrwertigen Alkoholen
und höheren Fettsäuren, wie Sorbitantristearat, Äthylenoxid-Kondensationsprodukte von Teilestern mehrwertiger
Alkohole mit höheren Fettsäuren sowie deren innere Anhydride (Mannitanhydrid, das auch als Mannitan bezeichnet wird, und
Sorbitanhydrid, das auch als Sorbitan. bezeichnet wird), wie mit 10 Molekülen Äthylenoxid umgesetztes Glycerinmonopalmitat,
mit 12 Molekülen Äthylenoxid umgesetztes Pentaerythritmonooleat, mit 10 bis 15 Molekülen Äthylenoxid umgesetztes Sorbitanmonostearat,
langkettige Polyglykole, bei denen eine Hydroxylgruppe mit einer höheren Fettsäure verestert und die andere
Hydroxylgruppe mit einem niederen Alkohol veräthert ist, wie Methoxypolyäthylenglykol-(550)-monostearat (wobei 550 das mittlere
Molekulargewicht des Polyglykoläthers bedeutet). Man kann auch Kombinationen von mehreren dieser Tenside verwenden; z.B.
kann man ein kationisches oder ein anionisches Tensid mit einem nicht-ionogenen Tensid mischen.
Nachstehend sind Tenside angegeben, die sich für die Herstellung
der oben beschriebenen Polymerisate eignen. Man kann beliebige wasserlösliche Tenside verwenden; jedoch sind einige
- 5 -509830/0884
Tenside wirksamer als andere. Geeignete Tenside sind z.B»
Polyoxyäthylenalkylphenol, Polyoxyäthylen-(10 Mol)-cetyläther,
Polyoxyäthylenalkylaryläther, Polyoxyäthylenmonolaurat, PoIyoxyäthylen-pflanzliche
Öle, Polyoxyäthylensorbitanmonolaurat, Polyoxyäthylenester von gemischten Fett- und Harzsäuren, PoIyoxyäthylensorbit-Wollfettderivate,
Polyoxyäthylen-(12 MoI)-tridecyläther, Polyoxyäthylensorbitanester von gemischten Fett·
und Harzsäuren, Polyoxyäthylensorbitanmonostearat, Polyoxyäthylensorbitanmonooleat,
Polyoxyäthylenmonostearat, Polyoxyäthylen- (20 Mol)-stearylather, Polyoxyäthylen-(20 Mol)-oleyläther,
Polyoxyäthylen-(15 Mol)-tridecyläther, Polyoxyäthylenfettalkohol,
Polyoxyäthylenalkylamin, Polyoxyäthylenglykolmonopalmitat,
Polyoxyäthylensorbitanmonopalmitat, Polyoxyäthylen- (20 Mol)-cetyläther, Polyoxyäthylenoxypropylenstearat,
Polyoxyäthylenlauryläther, Polyoxyäthylen-Wollfettderivate,
Natriumoleat, quartäre Ammoniumderivate,. Kaliumoleat, N-Cetyl-N-äthylmorpholiniumäthosulfat'und
reines Natriumlaurylsulfat. Bei bekannten Verfahren, z.B. demjenigen der US-PS 3 284 393,
werden erheblich geringere Mengen an Emulgiermitteln verwendet, um weniger stabile Produkte herzustellen.
Als Ölphase kann jede beliebige inerte hydrophobe Flüssigkeit verwendet werden. Eine bevorzugte Gruppe von organischen Flüssigkeiten
sind die flüssigen Kohlenwasserstoffe, und zwar aromatische sowie aliphatische Verbindungen. So kann man flüssige
organische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Xylol, Toluol, Mineralöle, Spezialbenzine, Leuchtöle, Schwerbenzine und unter
Umständen Petrolatum verwenden. Ein bevorzugtes Öl ist "Mentor 28", ein hochsiedendes paraffinisches Mineralöl der
Firma Exxon.
Das Verhältnis von Öl zu Wasser bei der Herstellung der Emulsion kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Als allgemeine
Regel kann gelten, dass das Verhältnis von Wasser zu Öl im Bereich
von 5:1 bis 1:10 variieren kann; bevorzugte Emulsionen werden mit Verhältnissen von Wasser zu Öl von 1:1- bis 1:10 her-
§09830/0884
gestellt. Diese Verhältnisse sind typisch für herstellbare
Emulsionen; die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt.
Man kann die Polymerisation mit beliebigen Radikalketteninitiatoren,
wie tert.Butylperoxypivalat, Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, Kalium- oder Ammoniumpersulfat, in Mengen von
etwa 0,001 bis 1 Molprozent durchführen. Auch andere Initiatoren können verwendet werden und liegen im Rahmen der Erfindung..
Die Reaktion kann bei Temperaturen von etwa 0 bis 100° C durchgeführt
werden. Der bevorzugte Temperaturbereich beträgt aber
etwa 25 bis 75° C. Die Reaktio:
Überdruck durchgeführt werden.
Überdruck durchgeführt werden.
etwa 25 bis 75° C Die Reaktion kann auch bei Unter- oder
Ein typisches Verfahren gemäss der Erfindung ist das folgende:
Das Wasser-in-Öl-Emulgiermittel wird in der Ölphase dispergiert,
während der Radikalketteninitiator, falls ein solcher verwendet wird, je nachdem, ob er öl- oder wasserlöslich ist,
in der Ölphase oder in der Monomerphase gelöst wird. Dann setzt man zu der Ölphase unter Rühren eine wässrige Lösung des oder
der Monomeren oder das Monomere als solches zu, bis die Monomerphase in der Ölphase emulgiert ist, und führt die Umsetzung,
wie oben beschrieben, durch. Die Reihenfolge des Zusatzes der verschiedenen Bestandteile des Reaktionsmediums ist nicht wesentlich.
Die Umsetzung wird unter Rühren fortgeführt, bis die Umwandlung praktisch vollständig ist. Dabei erhält man einen Polymerisatlatex.
Dieses Verfahren kann in vielen Hinsichten abgeändert werden. So kann man z.B. eine Monomeremulsion herstellen
und anteilweise oder kontinuierlich zu dem Grundansatz der" Emulsion in dem Reaktor zusetzen. Es ist auch praktisch möglich,
das Verfahren ansatzweise durchzuführen, indem man sämtliche Bestandteile bereits zu Anfang zusammengibt.
Es wird angenommen, dass die Verbindungen gemäss der Erfindung
die Bodenanschwemmungen von den Oberflächen entfernen, indem sie die Ablagerungen in dem Wasserstrom dispergieren und sie zu
509830/0884
beweglichen Flocken agglomerieren, die durch den Wasserstrom von den Oberflächen fortgespült werden. Diese Dispergier- und
Ausflockungswirkung wird durch mehrere Laboratoriumsversuche erläutert.
Es wurde gefunden, dass die Fähigkeit eines Polymerisats oder Copolymerisats, Senkstoffe aus Wassersystemen zu entfernen
oder die Ansammlung von Senkstoffen in Wassersystemen zu verhindern, sich nach der Fähigkeit des Polymerisats bzw. Copolymerisats
voraussagen lässt, suspendierte Senkstoffe, die solchen Systemen entnommen worden sind, auszuflocken.
Einige Senkstoffablagerungen lassen sich am besten mit stark anionischen Polymerisaten, andere am besten mit den stärksten
kationischen Polymerisaten entfernen oder verhindern. Gewisse Arten von Senkstoffablagerungen lassen sich am besten mit
nicht-ionogenen Polymerisaten oder Copolymerisaten bekämpfen. Obwohl durch chemische Analyse dieser Senkstoffablagerungen
oft nur geringe Unterschiede festzustellen sind, ist es gelungen, zwei synthetische Senkstoffe zu entwickeln, von denen der
eine typisch für diejenigen Ablagerungen ist, die sich durch anionische Polymerisate oder Copolymerisate unter Kontrolle
halten lassen, während der andere typisch für diejenigen Ablagerungen ist, die sich durch kationische Polymerisate unter
Kontrolle halten lassen.
Um die Bildung von Ablagerungen zu verhindern, wird das betreffende
Polymerisat dem Wassersystem vorzugsweise in einer Konzentration von mindestens etwa 0,05 ppm zugesetzt und/oder in
dem Wassersystem in dieser Konzentration aufrechterhalten. Anfänglich und für eine gewisse nachfolgende Zeitspanne können
höhere Konzentrationen erforderlich sein, um das System zu reinigen, wenn sich darin bereits Ablagerungen abgesetzt haben.
Man kann auch hohe Konzentrationen zusetzen oder in dem Wassersystem aufrechterhalten, ohne dass dies schädlich ist;
jedoch ist die Aufrechterhaltung von Konzentrationen von mehr
- 8 509830/0884
als etwa 30 ppm unwirtschaftlich. Vorzugsweise wird das System von Zeit zu Zeit ausgespült.
Eine zufriedenstellende und oft wirtschaftlichere andere Methode
zur Durchführung der Erfindung ist der periodische Zusatz höherer Konzentrationen an den Verbindungen gemäss der-.Erfindung
zu dem Wassersystem für eine kurze Zeitdauer. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung hält man vorzugsweise Konzentrationen
von mindestens 1 ppm, bezogen auf die Massenströmung des Wassers in dem System, mindestens etwa eine Woche lang für
Zeiträume von gewöhnlich etwa 30 Minuten bis 2 Stunden inne; jedoch können die Zeitabstände zwischen diesen Perioden des
Zusatzes im Bereich von etwa 4 Stunden bis 7 Tagen oder mehr
variieren. Die Zeitabstände sollen für jedes System so gewählt werden, dass der Wirkungsgrad des Wärmeaustausche in dem System ständig auf einem hohen Wert bleibt.
Um die Wirkung der Erfindung aufzuzeigen, werden 2,5 g Senkstoffe in einem 250 ml-Messzylinder mit 250 ml destilliertem
Wasser gemischt. Die Aufschlämmung wird dann vermischt, indem man den Messzylinder fünfmal umkehrt, und es wird die Zeit in
Sekunden verzeichnet, zu der die Senkstoffe sich bis zu der 8 ml-Marke des Messzylinders angesammelt haben. Die nachstehend
angegebenen Senkstoffe "A" sind Eisenoxidsenkstoffe, und die nachstehend angegebenen Senkstoffe 11B" bestehen zu 50 %
aus Eisenoxid und- zu 50 % aus Siliciumdioxid.
509830/0884
C-1083Y
Senkstoffe
| Tab | 40 eile |
2502012 I |
| Absetzzeit | ||
| Wirkstoff, Copolymer!sat aus |
Konzen tration, ppm |
%, bezogen auf Kon- Kontroll- troll versuch versuch |
Kontrollversuch
49 Mol-% Acrylsäureamid/51 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
0,4
85 Mol-% Acrylsäureamid/15 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansul-
fonsäure 0,4
see
18
28
Man arbeitet gemäss Tabelle I, wobei man jedoch im Falle der
Senkstoffe "B" die Zeit für eine Absetzhöhe von 6 ml verzeichnet.
II
Senk- Wirkstoff, stoffe Copolymerisat aus Konzentration,
ppm
ppm
90 Mol-% Acrylsäureamid/10 Mol-%
(3-Acrylamido-3-methyl)-butyl-trimethylammoniumchlorid
0,4
95 Mol-% Acrylsäure-
amid/5 Mol-% 2-Meth-
acryloyläthyl-tri-
methylammonium-
methosulfat 0,4
49 Mol-% Acrylsäureamid/51 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
0,4
%, bezogen auf Kontroliversuch
34
37
- 10 -
509830/0864
| C-1083Y | Tabelle II (Fortsetzung) | 1,0 | 2502012 |
| Absetzzeit | |||
| Senk stoffe |
%, bezogen auf Kontrollversuch |
||
| A | Wirkstoff, Konzentration, Copolymerisat aus ppm |
18 | |
| 90 Mol-% Acrylsäure- amid/10 Mol-% (3-Acrylamido-3- methyl)-butyl-tri- methylammoniumchlorid |
95 Mol-% Acrylsäure-
amid/5 Mol-% 2-Methacryloyläthyl-tri-
methylammonium-
methosulfat 1,0
49 Mo1-% Acrylsäureamid/51
Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
1,0
90 Mol-% Acrylsäureamid/10
Mol-% (3-Acrylamido-3-methyl)-butyltr
ime thylammoniumchlorid
95 Mol-% Acrylsäureamid/5 Mol-% 2-Methacryloyläthyl-trime
thy1ammoniumme thosulfat
49 Mol-% Acrylsäureamid/51 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
0,4
0,4
0,4
90 Mol-% Acrylsäureamid/10 Mol-% (3-Acrylamido-3-methyl;-butyl-trimethylammoniumchlorid
1,0
95 Mol-% Acrylsäure-
amid/5 Mol-% 2-Methacryloyläthyl-tri-
methylammoniummetho-
sulfat 1,0
32
18 36 56
22 41
- 11 -
509830/0884
C-1083Y
it
Tabelle II (Fortsetzung)
Senk- Wirkstoff, Konzentration, %, bezogen auf stoffe Copolymerisat .aus ppm Kontrollversuch
49 Mol-% Acrylsäureamid/51 Mol-% 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
43 Mol-% Acrylsäureamid/57 Mol-% Dime thyl-diallylammoniumchlorid
43 Mol-% Acrylsäureamid/57 Mol-% Dimethyldiallylammoniumchlorid
69,5 Mol-% Acrylsäureamid/30,5 Mol-% Dime thyl-diallylammoniumchlorid
69,5 Mol-% Acrylsäureamid/30,5 Mol-% Dimethyl-diallylammonium- chlorid
1,0 0,4
1,0 0,4 1,0
26
21
22
III
Molprozentuale Zusammensetzung
des Copolymerisats aus Acrylsäureamid und Natriumacrylat
95/5
. 85/15
75/25
65/35
Kontrollversuch
. 85/15
75/25
65/35
Kontrollversuch
| Wirkstoff konzentration , mg/1 |
Absetzzeit, see |
| 1,Q | 17,6 |
| 1,0 | 17,8 |
| 1,0 | 17,85 |
| 1,0 | 18,2 |
| 1,0 | 92,5 |
-12 -
509030/0884
Claims (5)
- PatentansprücheVerfahren zum Entfernen oder Verhindern der Bildung von Ablagerungen von Bodenanschwemmungen und Senkstoffen in Wassersystemen, dadurch gekennzeichnet, dass man zu dem System eine wirksame Menge eines durch Emulsionspolymerisation aus wasserlöslichen Monomeren hergestellten stabilen Polymerisats zusetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Copolymerisat aus Acrylsäureamid und Natriumacrylat zusetzt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Copolymerisat aus Acrylsäureamid und (3-Acrylamido-3-methyl)-butyl-trimethylammoniumchlorid zusetzt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man . ein Copolymerisat aus Acrylsäureamid und 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure zusetzt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Copolymerisat aus Acrylsäureamid und Dimethyl-diallylammoniumchlorid zusetzt.509830/0884
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US43535574A | 1974-01-21 | 1974-01-21 | |
| US51915474A | 1974-10-31 | 1974-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2502012A1 true DE2502012A1 (de) | 1975-07-24 |
Family
ID=27030530
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752502012 Pending DE2502012A1 (de) | 1974-01-21 | 1975-01-20 | Senkstoffbekaempfungsmittel |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2502012A1 (de) |
| FR (1) | FR2258347A1 (de) |
| SE (1) | SE7500160L (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0012346A1 (de) * | 1978-12-16 | 1980-06-25 | Bayer Ag | Stabile wässrige Zeolith-Suspensionen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
| US4521578A (en) * | 1983-09-26 | 1985-06-04 | Dresser Industries, Inc. | Composition and method of preparation of novel aqueous drilling fluid additives |
| US4525562A (en) * | 1983-06-07 | 1985-06-25 | Dresser Industries, Inc. | Thermally stable drilling fluid additive |
| US4579927A (en) * | 1983-09-26 | 1986-04-01 | Dresser Industries, Inc. | Copolymers of flavanoid tannins and acrylic monomers |
| US4595736A (en) * | 1983-06-07 | 1986-06-17 | Dresser Industries, Inc. | Thermally stable drilling fluid additive comprised of a copolymer of catechol-based monomer |
-
1975
- 1975-01-08 SE SE7500160A patent/SE7500160L/ not_active Application Discontinuation
- 1975-01-17 FR FR7501464A patent/FR2258347A1/fr active Granted
- 1975-01-20 DE DE19752502012 patent/DE2502012A1/de active Pending
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0012346A1 (de) * | 1978-12-16 | 1980-06-25 | Bayer Ag | Stabile wässrige Zeolith-Suspensionen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
| US4525562A (en) * | 1983-06-07 | 1985-06-25 | Dresser Industries, Inc. | Thermally stable drilling fluid additive |
| US4595736A (en) * | 1983-06-07 | 1986-06-17 | Dresser Industries, Inc. | Thermally stable drilling fluid additive comprised of a copolymer of catechol-based monomer |
| US4521578A (en) * | 1983-09-26 | 1985-06-04 | Dresser Industries, Inc. | Composition and method of preparation of novel aqueous drilling fluid additives |
| US4579927A (en) * | 1983-09-26 | 1986-04-01 | Dresser Industries, Inc. | Copolymers of flavanoid tannins and acrylic monomers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2258347A1 (en) | 1975-08-18 |
| FR2258347B1 (de) | 1976-12-31 |
| SE7500160L (de) | 1975-07-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69026744T2 (de) | Amphoterer Elektrolyt, Verfahren zur Herstellung und Entwässerungsmittel für organische Schlämme | |
| DE3039356C2 (de) | ||
| DE69111698T2 (de) | Verhütung von Kieselsäureablagerungen. | |
| DE2740671C2 (de) | ||
| DE68929174T2 (de) | Mikroemulgierte funktionalisierte Polymere | |
| DE69720455T2 (de) | Verfahren zur herstellung von wässrigen dispersionspolymeren | |
| DE69736677T2 (de) | Polymerdispersionsmittel und Verfahren zur Verwendung in einem nuklearen Dampferzeuger | |
| EP0797601B1 (de) | Stabile wasser-in-öl-emulsionen von hydrolysierten polymerisaten von n-vinylamiden, ihre herstellung und ihre verwendung | |
| US4918123A (en) | Inverse emulsion process for preparing hydrophobe-containing polymers | |
| DE2232191A1 (de) | Behandlung von kesselwasser | |
| EP0412388B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von feinteiligen Polymerisatpulvern | |
| DE2756697B2 (de) | Wasser - in-öl-Polymeremulsion mit ausgezeichneter Fließfähigkeit sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung | |
| DE3241811A1 (de) | Mittel zur wasserbehandlung | |
| DE2823640B2 (de) | Flüssige Polymerzusammensetzung | |
| DE69617140T2 (de) | Terpolymer als Inhibierungsmittel von Krustenbildung und Wasserbehandlungsverfahren | |
| DE3022924A1 (de) | Verfahren zur entfernung von kesselstein | |
| EP0276464A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Copolymerisaten der Maleinsäure und deren Verwendung als Wasserbehandlungsmittel | |
| DE69106880T2 (de) | Gefrier-/auftaustabile polyacrylamidemulsionen. | |
| DE3318218A1 (de) | Verfahren zur herstellung von wasser-in-wasser-sekundaerdispersionen von wasserloeslichen polymerisaten und deren verwendung als flockungsmittel | |
| EP0715635B1 (de) | Wasserlösliche, carboxylgruppen enthaltende copolymerisate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als scaleinhibitor | |
| EP0618995B1 (de) | Verwendung ausgewählter inhibitoren gegen die ausbildung fester inkrustationen auf organischer basis aus fliessfähigen kohlenwasserstoffgemischen | |
| DE1717008B1 (de) | Verfahren zum Entfernen abgesetzter Schlammanhaeufungen aus Behaeltern | |
| EP1622838A1 (de) | Polymere für die wasserbehandlung | |
| DE19932938A1 (de) | Magnetbehandlungsvorrichtung für Fluide und Verfahren für deren Verwendung | |
| DE2502012A1 (de) | Senkstoffbekaempfungsmittel |