DE246166C - - Google Patents
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- DE246166C DE246166C DENDAT246166D DE246166DA DE246166C DE 246166 C DE246166 C DE 246166C DE NDAT246166 D DENDAT246166 D DE NDAT246166D DE 246166D A DE246166D A DE 246166DA DE 246166 C DE246166 C DE 246166C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D17/00—Regulating or controlling by varying flow
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATE NTAMi:
PATENTSCHRIFT
-Λ* 246166-KLASSE
14 c. GRUPPE
Die Erfindung bezieht sich auf partial beaufschlagte Dampfturbinen mit mehreren Einlaßventilen
und hat zum Gegenstand eine Fernsteuerung, bei welcher ein von einem Schwungregler,
einem Dampfdruckregler, von Hand oder sonstwie gesteuerter Servomotor (mechanisches
Relais) durch Vermittelung eines hydraulischen Gestänges auf die Einlaßventile der Turbine
derart einwirkt, daß diese sich eines nach dem andern öffnen oder schließen. Die Besonderheif~der
erfundenen Fernsteuerung liegt darin, daß die Belastung eines Zentralkolbens, dessen
jeweilige Lage von der des Servomotor kolbens bestimmt wird, den Druck der hinter dem Zen-
!5 tralkolben befindlichen Steuerflüssigkeit (vorzugsweise
Öl) dem Hub des Servomotorkolbens proportional erhält.
Behufs Durchführung der Erfindung werden die Spindeln sämtlicher Einlaßventile mit je
einem Kolben versehen, der auf der einen Seite unter dem Druck der Steuerflüssigkeit, auf der
anderen Seite unter Federbelastung steht. Dabei wird dafür Sorge getragen, daß die Spannung
der Belastungsfedern von Ventil zu Ventil stufenweise abnimmt, Wobei die größte vorkommende
Federspannung dem in der Zuleitung der Steuerflüssigkeit (vor dem Zentralkolben)
herrschenden Druck entspricht. Hinter dem Zentralkolben, d. h. zwischen dem Zentral-■
kolben und dem Einlaßventilkolben, herrscht dann ein niedrigerer Druck, dessen Höhe von
der jeweiligen Stellung des Zentralkolbens abhängt. Durchläuft nun der Zentralkolben eine
Reihe von Lagen, was man von Hand bewirken oder unter dem Einfluß des Reglers selbsttätig
vor sich gehen lassen kann, so.schließen oder öffnen sich die Einlaßventile eines nach dem
andern, indem jeweils nur dasjenige Ventil seine bisherige Lage verändert, bei welchem der
in der hydraulischen Zuleitung herrschende Druck den von der entgegenwirkenden Federspannung
bestimmten Ausgleichungsdruck durchschreitet.'
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 die schematische Zusam- ■ menstellung einer Turbine nebst dem unmittelbar
von der Turbinenwelle angetriebenen, im Gehäuse K eingeschlossenen Regler. Fig. 2 ist
zum Teil Vorderansicht der Turbine, zum Teil ein Querschnitt durch den Dampfeinströmungskanal
A, der sich oben, bei C, fächerartig erweitert und zu den Einlaßventilen V, V usw.
führt. Die in größerem Maßstabe gezeichnete Fig. 3 läßt den Regler, den Querschnitt des
Reglergehäuses, einen Verteilungsschieber und den Zentralkölben erkennen, während die ebenfalls
in größerem Maßstabe aufgezeichnete Fig..4 ein Bruchstück des Turbinenrades T'
nebst den Schaufeln -p, die davor befindliche Düse U, das Einlaßventil V und den damit verbundenen
Steuerkolben S veranschaulicht.
Der als Kölbchen ausgebildete Verteilungsschieber E (Fig. 3) ist mit der Hülse M des
Reglers R durch ein Zwischengestänge verbunden und folgt somit ihrer Auf- und Abbewegung;
er wird in der hohlen Nabenverlängerung des Zentralkolbens P geführt, welche ihrerseits in
einer mit der Wand Y zusammengegossenen Mittelführüng läuft. Zur Belastung des Zentralkolbens
P dient die (zweckmäßig einstellbare) Feder 5. Durch den in der Wand Y vorgesehenen
Kanal c tritt, das Druckmittel emv Jedesmal, wenn die Hülse M wegen Vergrößerung
der Turbinenbelastung steigt, öffnet der
ίο Kolbenschieber E die untere Spalte des in der
Zentralkolbennabe vorgesehenen Kanals d, so daß das Druckmittel vom Zuleitungskanal c
und dem in der Mittelführung ausgesparten Ringraum durch einen zweiten Kanal der Zentralkolbennabe,
den rings um eine Einziehung des Kolbenschiebers E verbleibenden Ringraum,
den Kanal d und den Raum unterhalb des Zentralkolbens P nach der bei der Gehäuse-Öffnung
f beginnenden Zwischenleitung gelangen kann. Die Zwischenleitung führt nach der
öffnung b des Ventilgehäuses D (Fig. 4), so daß der Flüssigkeitsdruck auf der Rückseite des
Kolbens 5 zur Wirkung kommt und das Einlaßventil V öffnet, sobald er die Spannung der
Ventilfeder m zu überwinden vermag.
Beim Eintritt des Druckmittels durch die Zuleitung c unter den Zentralkolben P wird
aber auch die Zentralkolbenfeder s um einen gewissen Betrag zusammengedrückt. Der KoI-ben
P folgt also nach kurzer Zeit dem steigenden Kolbenschieber E. Dadurch wird bei
gleichbleibender Lage der Reglerhülse der Übertritt des Druckmittels wieder unterbrochen.
Erst wenn die Reglerhülse M weiter steigt, treten neue Mengen des Druckmittels von der Zuleitung
c nach der Zwischenleitung f über. Da das Druckmittel bei der Ubertrittsstelle vom
Steuerkolben E nach dem Kanal d gedrosselt wird, hängt der in den Zwischenleitungen
herrschende Druck ausschließlich von der jeweiligen Spannung der auf dem Zentralkolben P
lastenden Feder s ab. Im besprochenen Beispiel wird also beim späteren Druckmittelübertritt
in den Zwischenleitungen ein höherer Druck erzielt als beim vorhergegangenen Druckmittelübertritt,
so daß nunmehr die Federspannung des nächst stärker belasteten Einlaßventils V überwunden werden kann. Daher
wird jetzt ein weiteres Einlaßventil V geöffnet, und die entsprechenden Vorgänge wiederholen
sich, solange der Druck der bei c eingetretenen Flüssigkeit, ausreicht, d. h. bis wegen des Wegfalls
der Drosselung der Druck in sämtlichen nach je einem Ventilgehäuse D führenden
Zwischenleitungen dem in der Zuleitung c herrschenden Anfangsdruck gleich geworden ist.
Sinkt hingegen die Hülse M wegen Verminderung
der Turbinenbelastung, so öffnet der Steuerkolben E die obere Spalte des Kanals d,
so daß Flüssigkeit aus den Zwischenleitungen b-f durch die hohle Zentralkolbennabe über
den Zentralkolben P gelangen kann. Dadurch wird der der Feder s entgegenwirkende Flüssigkeitsdruck
vermindert, ebenso auch der auf die Ventilkolben 5 wirkende Flüssigkeitsdruck. Infolgedessen
schließt sich einerseits eines der Einlaßventile V, andererseits der Flüssigkeitsauslaß d. Bei weiterem Sinken der Hülse M
treten neue Mengen des Druckmittels aus, der Flüssigkeitsdruck in den Zwischenleitungen
sinkt noch eine Stufe tiefer, es schließt sich ein zweites Ventil usw. Damit der Raum oberhalb
des Zentralkolbens P sich nicht gänzlich mit dem Druckmittel füllen kann, wodurch das Austreten
weiterer Flüssigkeitsmengen verhindert werden würde, ist oberhalb des Zentralkolbens
im Gehäuse eine Ableitung e vorgesehen.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 liegen der Regler J?, der Kolbenschieber E und der Zentralkolben
P in der nämlichen Achse übereinander. Unter Umständen, z. B. mit Rücksicht auf die Raum Verhältnisse, ist es jedoch vorzuziehen,
die genannten Organe nach drei getrennten parallelen Achsen anzuordnen. Dann ergibt sich die Ausführungsform gemäß Fig. 5,
in welcher nach Möglichkeit die nämlichen Bezugszeichen verwendet sind wie in Fig. 3. Die
Steuerung der Ventile V erfolgt auch in diesem Fall ganz ähnlich wie bei der beschriebenen
Ausführungsform, nämlich so:
Wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Reglers wegen Vergrößerung des Widerstandes abnimmt
und dementsprechend die Hülse M sinkt, so hebt sie mittels des Gestänges F-h-H
den Steuerkolben E, wodurch die untere Spalte des Kanals d sich öffnet. Nunmehr kann das
Druckmittel von der Zuleitung c aus über den Zentralkolben P gelangen, und da die Zwischenkammer
G schon vorher mit dem Druckmittel (Öl) vollständig gefüllt war, so sinkt der Zentralkolben
P, wodurch die Feder s ein wenig zusammengedrückt wird. Beim Niedergang des Zentralkolbens P wird auch der Kolbenschieber
E nach unten mitgenommen, so daß der Kanal d sich wieder schließt. Da aber das Gehäuse
K von einer oder mehreren Öffnungen f aus durch Zwischenleitungen mit der Öffnung b
(Fig. 4) des Ventilgehäuses D in Verbindung steht und der Flüssigkeitsdruck mit der Spannung
der Feder s gestiegen ist, so öffnet sich eines der Ventile V, und die Dampfzufuhr in
der Turbine vermehrt sich.
Nimmt hingegen die Belastung der Turbine ab, so steigt die Hülse M, und der Kolbenschieber
E sinkt, bis der Kanal d an seiner oberen Spalte geöffnet wird. Alsdann kann ein Teil
der Flüssigkeit aus den Zwischenleitungen b-f austreten und auf der Unterseite des Zentralkolbens
durch den Ablaß β entweichen. Dementsprechend nimmt der Druck in den Zwischenleitungen
ab, und eines der Einlaßventile schließt sich.
Selbstverständlich könnte der Hebel H auch von Hand oder mittels Elektrizität bedient
werden.
Aus Fig. 6 in Verbindung mit Fig. 4 ist eine dritte Ausführungsform ersichtlich, die sich auf
den Fall bezieht, daß der Kolbenschieber E von einem Dampfdruckregler beeinflußt werden
soll. Dabei sind wiederum die früheren Bezeichnungen für entsprechende Teile beibehalten.
Der bei q eintretende Dampf hebt bei steigendem
Druck, der Belastungsfeder η entgegenwirkend, den im Zylinder N spielenden Reglerkolben
Z, so daß durch Vermittelung der Schwinge L der Kolbenschieber E gesenkt und
die obere Spalte des Kanals d geöffnet wird. Infolgedessen tritt öl aus den Zwischenleitungen
b-f zurück über den Zentralkolben P. Dabei nimmt die einseitige l^draulische Belastung
des Zentralkolbens P und der Ventilkolben S ab, und eines der Einlaßventile schließt sich.
Sinkt hingegen der Dampfdruck, so streckt sich die Reglerfeder n, und der Reglerkolben Z
geht eine Stufe abwärts. Infolgedessen wird der Kolbenschieber E gehoben und die untere
Spalte des Kanals d geöffnet. Alsdann tritt von c aus neue Druckflüssigkeit ein, die durch
Vermittelung der Zwischenleitungen f-b auf die Ventilkolben S wirkt. Wegen der dadurch bedingten
Druckvermehrung in den Zwischenleitungen öffnet sich eines der bisher geschlossenen
Einlaßventile der Turbine.
Die zuletzt beschriebene Anordnung wird
vorzugsweise dann angewendet, wenn — was bekanntlich zur bestmöglichen Ausnutzung der
im Dampf aufgespeicherten Energie führt — der Abdampf der Turbine zu Heizzwecken
weiter verwendet werden soll und somit gleichbleibender Abdampfdruck erwünscht ist.
Der Reglerkolben Z steht dann also auf seiner Unterseite unter dem Druck der Heizleitung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Fernsteuerung mittels hydraulischen Gestänges für partial beaufschlagte Dampfturbinen mit mehreren Einlaßventilen und mit gesteuertem Servomotor, dadurch gekennzeichnet, daß die Federbelastung (s) eines Zentralkolbens (P), dessen jeweilige Läge von der des Servomptorkolbens (E) bestimmt wird, den Druck der das hydraulische Gestänge bildenden Steuerflüssigkeit dem Hub des Servoniotorkolbens (E) proportional erhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE246166C true DE246166C (de) |
Family
ID=505069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT246166D Active DE246166C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE246166C (de) |
-
0
- DE DENDAT246166D patent/DE246166C/de active Active
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