DE2440593C2 - Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder Propylen bzw. zur Copolymerisation von Äthylen mit einem α-Olefin mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und/oder einem Diolefin und titan-oder vanadinhaltige Katalysatorkomponente - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder Propylen bzw. zur Copolymerisation von Äthylen mit einem α-Olefin mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und/oder einem Diolefin und titan-oder vanadinhaltige KatalysatorkomponenteInfo
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- DE2440593C2 DE2440593C2 DE19742440593 DE2440593A DE2440593C2 DE 2440593 C2 DE2440593 C2 DE 2440593C2 DE 19742440593 DE19742440593 DE 19742440593 DE 2440593 A DE2440593 A DE 2440593A DE 2440593 C2 DE2440593 C2 DE 2440593C2
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Description
Aus der DE-OS 19 64 186 ist es bekannt, «-Olefine mittels eines Katalysatorsystems aus einem auf beispielsweise
Mg(OH)CI als Träger aufgebrachtem TiCU und einer aluminiumorganischen komponente zu
polymerisieren und die Aktivität des dabei eingesetzten Ka.alysatorsysiems dadurch zu steigern, daß das TiCU
vor dem Aufbringen auf den Träger mit AI(OR)3 umgesetzt wurde. Selbst das auf diese Weise aktivierte
Katalysatorsystem zeigte jedoch noch keine befriedigende Aktivität.
In der GB-PS 9 27 969 wird ein Verfahren zur Dampfphasenpolymerisation von «-Olefinen in einer
Wirbelschicht mittels eines Ziegler-Katalysatorsystems beschrieben, dessen Übergangsmetallkatalysatorkomponente
durch Behandlung eines festen Trägers, beispielsweise CaCOi CaCb oder NaCl, mit einer
organometallischen Verbindung und anschließende Umsetzung mit einer Übergangsmetallverbindung erhalten
wurde. Wenn man mit diesem Polymerisationsverfahren Polymere mit erhöhter Stereospezifität
erhalten will, muß man die Übergangsmetallkatalysatorkomponente
zusätzlich einer Wärmebehandlung unter-
ziehen. Die Aktivität des bei diesem Verfahren eingesetzten Katal} -atorsystems ist jedoch bei der
Polymerisation gering und es verbleiben daher in Polymeren große Chlormengen und dementsprechend
findet während der anschließenden Verformung des Polymeren in den hierzu eingesetzten Vorrichtungen
eine Korrosion statt und die Eigenschaften des Produktes verschlechtern sich. Auf eine Abtrennung des
Katalysatorsystems nach beendeter Polymerisation kann daher bei diesem Verfahren nicht verzichtet
werden, weshalb wasserlösliche Träger verwendet und das gebildete Polyäthylen mit Wasser gewaschen wird.
In der GB-PS 12 56 851 wird ein Verfahren zur Polymerisation von «-Olefinen mittels Ziegler-Katalysatorsystemen
beschrieben, bei dem als Übergangsmetallkomponente ein festes Reaktionsprodukt eingesetzt
wird, das durch Umsetzung eines festen Trägers, der aus einer zweiwertigen Metallverbindung einschließlich
Magnesium, insbesondere einem Hydroxyhalogenid, einem teilweise hydroxylierten Halogenid, einem Oxid,
einem komplexen Oxid, einem komplexen Hydroxid, einem Alkoholat, einem anorganischen Oxysäuresalz
oder einem Mono- oder Polycarbonsäuresalz eines
zweiwertigen Metalls besteht, mit einer Organoaluminiumverbindung oder einer Organomagnesiumverbindung
und anschließendes Abtrennen des festen Reaktionsproduktes von dem Reaktionsproduktsystem, Umsetzung
des abgetrennten festen Reaktionsproduktes mit einer Übergangsmetallverbindung in Abwesenheit
eines flüssigen Verdünnungsmittels und anschließende Abtrennung des festen Endproduktes aus diesem
Reaktionssystem erhalten wurde. Nach der Lehre dieser Patentschrift ist es wichtig, daj feste i.eaktionsprodukt
von dem Produkt, das man bu der Umsetzung des Trägers mit der organischen Metallve:bindung erhält, ^
abzutrennen. Es ist weiterhin erforderlich, daß das abgetrennte feste Reaktionsprodukt mit einem inerten
Lösungsmittel gewaschen und dann getrocknet wird und daß die Umsetzung dieses Produkts mit einer
Übergangsmetallverbindung in Anwesenheit selbst einer Spur eines Verdünnungsmittels durchgeführt wird.
Als Folge davon besitzt das Verfahren zur Herstellung der Katalysatorkomponente den Nachteil, daß der fein
verteilte Feststoff abgetrennt und gewaschen wird, ohne daß er in Kontakt mit Luft oder Feuchtigkeit kommt, ■*>
worauf er vollständig getrocknet werden muß. Um die oben beschriebenen Nachteile der bekannten Verfahren
zu überwinden, ist bereits ein verbessertes Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem als Übergangsmetallkatalysatorkomponente
ein Reaktionsprodukt verwendet '■" wird, das man erhält, indem man ein Reaktionsprodukt
herstellt aus einem Aikoholaddukt, beispielsweise MgCU · 6 C2H5OH, welches durch Umsetzung von
metallischem Magnesium mit Äthanol, das trockene Chlorwasserstoffsäure enthält, oder durch Umsetzung "»
von wasserfreiem Magnesiumdichlorid mit Äthanol in Hexan und einer metallorganischen Verbindung eines
Metalls der Gruppen 1 bis III mit einer Titan- oder Vanadiumverbindung erhalten wird (vgl. die ältere
Anmeldung DE-OS23 46 471). >>o
Bei dem in dieser DE-OS 23 46 471 vorgeschlagenen
Verfahren besieht jedoch die Beschränkung, daß das Aikoholaddukt des Trägers MgCb zuvor hergestellt
werden muß. Weitere Untersuchungen, die zu den Gegenständen der Erfindung führten, haben nun zu der h5
Erkenntnis geführt, daß man auf eine solche Verfahrensbeschninkung
verzichten kann, wenn man Katalysatoren mit vergleichbarer Wirkung herstellen möchte.
Es wurde gefunden, daß die beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Katalysatorsysteme eine bemerkenswerte
Erhöhung im Molekulargewicht des Polymeren selbst bei einem niedrigen Partialdruck von
Wasserstoff, der als Kettenübertragungsmittel verwendet wird, ergeben und daß es nicht nur möglich ist,
Polyäthylen mit hohem Molekulargewicht herzustellen, sondern daß man auch Polyäthylenwachs mit relativ
niedrigem Molekulargewidht oder Mikrowachse mit niedrigeren Molekulargewichten herstellen kann.
Zusätzlich zu dem Vorteil, daß die Verfahrensbeschränkung
des obenerwähnten früher vorgeschlagenen Verfahrens wegfällt, besitzt das beim erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzte Katalysatorsystem die folgenden Vorteile:
Die Ausbeute an Polymeren! pro Einheitsmenge Titanatom oder der festen Katalysatorkomponente ist
sehr hoch, und daher enthält das entstehende Polymere eine stark verminderte Menge an Halogen, welches eine
schlechte Verfärbung des Polymeren oder eine Korrosion der Verarbeitungs- oder Herstellungsvorrichtungen
bedingt. Man kann somit auf die Stufe, bei der der Katalysator entfernt wird, verzichten.
Ein dritter Vorteil ist der, daß man mit dem beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Katalysatorsystem
leicht Polyäthylen mit niedrigem Molekulargewicht herstellen kann. Bei der erfindungsgemäßen
Polymerisation bringt die Verwendung von Wasserstoff eine bemerkenswerte Wirkung mit sich, das Molekulargewicht
des Polymeren wird nämlich vermindert, und man kann so nicht nur Polymere mit niedrigem
Molekulargewicht, wie Polyäthylenwachs mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 8000, herstellen, welches
als Pigmentdispersionsmittel für Druckfarben oder als Schmiermittel oder als Formschmiermittel für Kunststoffe
verwendet wird, sondern man kann ebenfalls Mikrowachse mit einem noch niedrigeren Molekulargewicht
von 500 — 900 herstellen, während die hohen Ausbeuten pro Einheitsmenge Katalysator beibehalten
werden und ebenfalls die hohen Umwandlungen des Monomeren in das Produkt.
Mit den bekannten Katalysatorsystemen ist es extrem schwierig, solche Polymeren mit niedrigem Molekulargewicht
in hohen Ausbeuten herzustellen. Wenn Polyäthylenwachse unter Verwendung der bekannten
Katalysatorsysteme und Wasserstoff hergestellt werden sollen, muß die Polymerisation durchgeführt werden,
indem man ein Verfahren verwendet, bei dem eine große Menge an Wasse/stoff in dem Polymerisationssyst'2m
vorhanden ist (hoher Partialwasserstoffdruck), und Äthylen wird in geringer Menge eingeführt, während
eine große Menge an Katalysator zugeführt wird. Bei diesen Bedingungen ist die Möglichkeit der Vorrichtung,
das Polymere zu bilden, stark vermindert, und eine große Menge an Äthylen wird wegen der hohen
Wasserstoffkonzentration in Äthan überführt, und außerdem werden große Mengen an Oligomeren
gebildet. Dies bedingt eine drastische Erniedrigung in der Ausbeutemenge an Produkt, bezogen auf das
eingeführte Monomere, und dementsprechend sind die Produktionskosten staFk erhöht. Außerdem ist es bei
diesem Verfahren schwierig, das Molekulargewicht des Polymeren zu vermindern, und die oben erwähnten
Mikrowachse können praktisch nicht hergestellt werden. Durch das Verfahren der Erfindung können somit
die obigen Nachteile oder Fehler der bekannten Katalysatorsysteme mit Vorteil vermieden werden.
Ein vierter Vorteil der beim erfindiingsgemäßen
Verfahren eingesetzten Katalysatorsysteme ist ihre Überlegenheit bei einem kontinuierlichen Aufschlämmungspolymerisationsverfahren,
bei dem Polyolefine gebildet werden, die für übliche Anwendungen geeignet
sind. Wird erfindungsgemäß verfahren, so erhält man ein Polymeres mit hoher scheinbarer Dichte, d. h. mit
hohem Schüttgewicht, und einer einheitlichen Teilchengrößenverteilung,
und daher können die Schwierigkeiten der bekannten Verfahren fast vollständig gelöst
werden.
Bei den Polymerisationen, bei denen die bekannten hochaktiven Katalysatoren verwendet werden, sind die
größten Schwierigkeiten die Adhäsion des Polymeren an der Wand des Polymerisationsgefäßes, das Verstopfen
der Vorrichtung als Folge der Sedimentation von groben Teilchen des Polymeren oder daß man die
entstehende Aufschlämmung nicht mehr entnehmen kann, bedingt durch die Sedimentation in dem
Polymerisationsreaktionsgefäß. Nachdem einmal derartige Situationen aufgetreten sind, kann man in dem
Polymerisationsgefäß nicht mehr einheitlich rühren, und unerwünschte Ereignisse, wie ein Schmelzen des
Polymeren durch die Akkumulation von Wärme bei der Polymerisation, treten auf, was schließlich mit sich
bringt, daß die Polymerisation nicht mehr weitergeführt werden kann. Man hat angenommen, daß bei den
bekannten Verfahren derartige Ereignisse praktisch nicht vermieden werden können.
Ein fünfter Vorteil ist der, daß es durch die Verwendung des beim erfindungsgemäßen Verfahren
eingesetzten Katalysatorsystems möglich ist, ein Copolymeres aus Äthylen und einem Diolefin, wie 1,3- Butadien,
mit guter Ausbeute und Leistungsfähigkeit herzustellen. Verschiedene Verfahren wurden für die
Copolymerisation von Äthylen und Diolefin bisher angewandt, aber alle Katalysatorsysteme, die bei diesen
bekannten Verfahren verwendet werden, besitzen eine niedrige Aktivität, und die Diolefine können nach den
bekannten Verfahren in die Copolymeren nur in geringen Mengen einpoiymerisiert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht jedoch die Produktion von Copolymeren aus Äthylen und
Diolefin mit sehr hoher Polymerisationsaktivität. Beispielsweise kann man durch Beschickung von
8 Mol-% 1,3-Butadien, bezogen auf das Äthylen, ein Copolymeres herstellen, welches 20 bis 30 Doppelbindungen
pro 1000 Kohlenstoffatome enthält. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch die Copolymerisation
von Äthylen mit Propylen oder 1-Buten in hohen Ausbeuten durchgeführt werden. Die Copolymeren,
die durch das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren hergestellt werden können, können leicht
durch verschiedene Polymerreaktionen modifiziert werden, beispielsweise durch Vernetzungsreaktion.
Pfropfreaktion oder Additionsreaktion, und sie sind sehr wertvoll, wenn sie als modifizierte Materialien eingesetzt
werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren für die Polymerisation
oder Copolymerisation von bestimmten «-Olefinen unter Verwendung des Kätälysätörsysterfis zu
schaffen, das die oben beschriebenen Vorteile besitzt.
Aufgabe der Erfindung war es darüber hinaus, eine zur Durchführung eines solchen vorteilhaften Verfahrens
geeignete tii<in- oder vanadinhaltige Katalysator- '
komponente bereitzustellen.
Gegenstände chv Frfindung sind somit *-Olefin-Polvmerisationsverf;ib'en
sowie die titan- oder vanadinhaltigen Katalysatorkomponenten wie in den Paternansprüchen
beschrieben, Der zur Herstellung der errindungsgemäßen
Katalysatorkomponente (A) eingesetzte feste Magnesiumdihalogenidträger(i) umfaßt Magnesi-ϊ
umdichlorid, Magnesiumdibromid oder Magnesiumdijodid. Die Verwendung von Magnesiumdichlorid ist
besonders bevorzugt Üblicherweise wird das Magnesiumdihalogenid in wasserfreier Form verwendet Der
Ausdruck »wasserfrei« schließt die Verwendung von in p.a.-Verbindungen, die im Handel im allgemeinen unter
der Bezeichnung »wasserfrei« erhältlich sind, iiicht aus,
die einen sehr geringen Gehalt an Feuchtigkeit enthalten können. Wünschenswerterweise besitzt das
Magnesiumdihalogenid eine durchschnittliche Teilchengröße von 0,1 bis 100 Mikron und einen spezifischen
Oberflächenbereich von 0,1 bis 15Om2/g. Die durchschnittliche
Teilchengröße bedeutet daß mindestens 80 Gew.-% der Teilchen die angegebene Größe besitzen.
Der angegebene Oberflächenbereich ist ein Wert, der aus dei Menge an absorbiertem Stickstoff entsprechend
dem BET-Verfahren bestimmt w -,d.
Als Organoaluminiumverbindung (3), die mit dem festen Magnesiumdihalogenidträger (1) in der aus den
Patentansprüchen ersichtlichen Weise umgesetzt wird, sind
Triäthylaluminium,
Tripropylaluminium,
Tributylaluminium,
Trihexylaluminium,
Triphenylaluminium,
Tripropylaluminium,
Tributylaluminium,
Trihexylaluminium,
Triphenylaluminium,
Diäthylaluminiumchlorid,
Diäthylaluminiumbromid,
Dibutylaluminiumchlorid,
Diphenylaluminiumchlorid,
pihexylaluminiumr.hlorid,
Diäthylaluminiumbromid,
Dibutylaluminiumchlorid,
Diphenylaluminiumchlorid,
pihexylaluminiumr.hlorid,
Äthylaluminiumsesquichlorid,
Äthylaluminiumsesquibromid,
Butylaluminiumsesquichlorid,
Äthylaluminiumdichlorid,
Butyialuminiumdichlorid,
Diäthylaluminiumhydrid,
Diphenylaluminiumhydrid,
Dibutylaluminiumhydrid,
Diäthylaluminiumäthoxid.
Diäthylaluminiumbutoxid,
Diäthylaluminiumphenoxid,
Äthylaluminiumäthoxychlorid und
Äthylphenylaluminiumchlorid
Äthylaluminiumsesquibromid,
Butylaluminiumsesquichlorid,
Äthylaluminiumdichlorid,
Butyialuminiumdichlorid,
Diäthylaluminiumhydrid,
Diphenylaluminiumhydrid,
Dibutylaluminiumhydrid,
Diäthylaluminiumäthoxid.
Diäthylaluminiumbutoxid,
Diäthylaluminiumphenoxid,
Äthylaluminiumäthoxychlorid und
Äthylphenylaluminiumchlorid
geeignet. Von diesen sind die Trialkylaluminiumverbindüngen
wie Triäthylaluminium und Tributylaluminium, die Dialkylaluminiumhalogenide, wie Diäthylaluminiumchlorid
und die Dialkylaluminiumhydride, wir Diälhylaluminiumhydrid, bevorzugt. Die Verbindungen
der Formel
R'3-mAIX,.jnd R'3-mAI(OR")m
können entweder allein oder in Form von Mischungen von zwei oder mehreren Verbindungen verwendet
werden.
'" Der Alkohol (2), der mit dem festen Magnesiumdihalogenidträger
auf die in (i) und (ii) in den Patentansprüchen angegebene Weise unigesetzt wird, ist ein
aliphatischer oder aromatischer Alkohol mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen. Spezifische Beispiele von Alkoho-
■■' len sind gesäuig'e aliphatische Alkohole, wie Methylalkohol.
Äthylalkohol, Propylalkohol. Isopropylalkohol, Butylalkohol oder Octylalkohol. ungesättigte aliphatische
Alkohole, wie Allylalkohol oder Undecylalkohol,
aliphatische mehrwertige Alkohole, wie Äthylenglykol.
Glycerin oder Propylenglykol, ( arbitole, wie Butylcarbitol, und aromatische Alkohole, wie Benzylalkohol.
Diese Alkohole können entweder allein oder in Form von Mischungen aus zwei oder mehreren eingesetzt ·.
werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Katalysatorkomponenten (A) kann das Reaktionsprodukt (II) durch
Umsetzung der Organoaluminiumverbindung (3) und des Alkohols (2) mit dem festen Magnesiumdihalogenid- in
•rager (1) nacheinander in der angegebenen Reihrnfnlge
erhallen werden Mit anderen Worten wird zuerst die
organische Ahiminiumverbindung mit dem Magnesium
dihalogenid umgesetzt, und dann wird die ' 'msvi/ung
weiter in Anwesenheit des Alkohols durchgeführt. Oder ί beide Verbindungen,d. h.die organische Aluminmmverbindung
und der Alkohol, können gleichzeitig mit dem Magnesiumdihalogenid umgesetzt werden. Man kann
ebenfalls zuerst die "ganr.chc Alurriiniümverbindiing
mit dem Alkohol umsetzen und das entstehende -1
Reaktionsprodukt mit dem Magnesiumdihalogenid umsetzen.
Bevorzugt wird die obige Umsetzung im wcsentln hen in Sauerstoffabwesenheit und unter Feuchtigkeitsaus
Schluß durchgeführt. Die Umsetzung kann einfach y,
ablaufen, indem man die obigen Reaktionskomponenten gut miteinander mischt und ein besonderes Erwärmen
ist nicht erforderlich. Häufig ergibt ein F.rwarmcn jedoch günstige Ergebnisse. Wenn die I Jmset/unc durch
Erwärmen durchgeführt wird, ist es bevorzugt, dal* die
>" Reaktionskomponenten bei einer Temperatur von 40 bis 200° C während 10 Minuten bis 3 Stunden in
Anwesenheit eines inerten Verdünnungsmittels, '.vie
Hexan oder Chlorbcn/ol. geruh' ά erden. Das Missverhältnis
zwischen dem ' ' gnes^iiuiihalogcnid und ;~
der organischen Ali'mmiumverbindung wird so gewählt,
daß die Aluminiu^nerbindung in einem Anteil von
piindcstcns 0.3 Moi, bevorzugt mindestens 1 Mol. und
besonders bevorzugt mindestens 2 Mol. für ledes Magnesiumgrammatom verwendet wird. Wenn die :"
Menge an Organoaluminiumverbindung zu klein ist. ist die Dolymerisationsaktivität des Katalysators Mems
niedrig, und Polymerteilchen mit extrem uneinheitlich m Teilchendurchmesser werden während der Aufschlämmungspolymerisation
gebildet. Solche Katalyse- ;"
torsysteme sind für kontinuierliche Polymerisationsverfahren ungeeignet.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßer: KataK satorkomponente
(A) geeignete Titan- oder Vanadiumverbindungen (I) sind Verbindungen der Formel
Ti(OR)4- „X„
worin X Chlor oder Brom, R eine Alkylgruppe mn 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, η Null oder eine positive ganze
Zahl von 0 bis 4 bedeuten. VOCh und VCU. Taanverbindungen sind bevorzugt, wobei von allen
Titantetrachlorid am meisten bevorzugt ist.
Die Umsetzung des Reaktionsproduktes (II) mit der Titan- oder VanadiuTiverbindung wird bevorzugt in
.Anwesenheit eines Verdünnungsmittels, wie Pentan. &°
Hexan. Heptan oder Kerosin, bei Zimmertemperatur durchgeführt. I.'blicherweise werden diese Reaktionskomponenten während 10 Minuten bis 10 Stunden
behandelt. Gewünschienfalls kann die Umsetzung durch
Erwärmen, beispielsweise von Zimmertemperatur bis ^
ungefähr 200''C. durchgeführt werden. Die Umsetzung <ann ebenfalls in Anwesenheil oder «Xhwesenneit eines
Verdünnungsmittels durch mechanisches Vermischen.
durch Pulverisieren, beispielsweise unter Verwendung einer Kugelmühle oder Vibrationsmühle, durchgeführt
werden.
Die erfindungsgemäße titan- oder vanadinhaltige Kalalysatorkomponente (A) hat einen bemerkenswert
erhöhten spezifischen Oberflächenbereich, verglichen mit den festen MagnesiumdihalogenidteilchenO), die als
Ausgangsmaterialien zu ihrer Herstellung verwendet werden. Die Erhöhung beträgt üblicherweise mindestens
ungefähr das Zehnfache und ist oft so hoch wie das WOf !V-H"
\is Komponen (B) des beim Verfahren der hrfindung eingesetzten Katalysatorsystems sind Trialkvlaluminiuni.
Alkylaluminiumchloricl·.· bzw. -bromide. Λ Iky la Iu πι in ium hydride, Dialkyl/ink. Di alky I magnesium
und Alkylmagnesiiiincliloride bzw. -bromide geeignet.
Spezifische Beispiele umfassen
Triäthylaluminium,
DiäthvlniumiriiiüTih'drid
Tr ipropy !aluminium.
Tributylaluminium,
Diäthylaluminimchlorid,
Diathyh'luminiumbromid.
Di ,Uh)IaIiIm in iumäthox iil,
Dia thy Iah: r:,iniumphenoxid,
Äthyla'uminiuniäthoxychlorid und
Äihylaluminiumsesquichlorid.
Von dici. :i sindTrialkylaluminium, wie Triäthylaluminium,
oder Tributylaluminium, die Dialkylaluminiumhydride. wie Diisobutylaluminiumhydrid, und die Dialkylaluminiumhalogenide,
wie Diäthyla'.uminiumchlorid, be-'•orzugt.
Die erfindungsgemäße Polymerisationsreaktion wird in einem geeigneten inerten organischen flüssigen
medium, beispielsweise einem aliphatischen Kohlenwasserstoff, wie Hexan, Heptan oder Kerosin im
wesentlichen in Abwesenheit von Sauerstoff und Wasser durchgeführt.
Wird Äthylen in Anwesenheit von Wasserstoff nach dem erfindungsgemäßen Verfahren polymerisiert, so
trägt die Anwesenheit von Wasserstoff in niedriger Konzentration zu einer Verminderung des Molekulargewichts
des Polymeren bei, und die Mol'ulargewichtsverteilung kann wirksam verbreitert bzw. vergrößert
werden. Der Partialdruck von Wasserstoff in dem Polymerisationssystem kann von 1 bis 99%, bezogen auf
den Gesamtdruck, je nach Bedarf variiert werden. Wasserstoff kann zu der ersten Stufe der Polymerisation
von Äthylen zugegeben werden, oder Äthylen und Wasserstoff können gleichzeitig zugefügt werden.
Gewünschtenfalls kann Wasserstoff in das ReaktLnssv stern periodisch eingegeben werden. Die Polyrnerisaiionstemperatur
beträgt 20 bis 2000C und bevorzugt 60 bis 180° C. Die Umsetzung wird bei einem Druck von 1
bis 50 kg/cm2 und bevorzugt bei einem Druck von 2 bis 20 kg/cm2 durchgeführt. Bevorzugt wird die Reaktion
bei einem erhöhten Druck durchgeführt. Die Kontrolle der Molekulargewichtsverteilung durch Wasserstoff ist
beim Verfahren der Erfindung nicht nur bei dem ansatzweise arbeitenden Verfahren wirksam, sondern
ebenfalls bei der kontinuierlichen Polymerisation von Äthylen möglich. Wenn die Polymerisation oder
Copolymerisation von Äthylen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt wird, kann das Molekulargewicht
des Polymeren in gewissem Ausmaß kontrolliert werden, indem man die Polymerisationsbedingungen,
wie die Polymerisationstemperatur oder das Molverhältnis des Katalysators variiert. Aber die
Zugabe von Wasserstoff zu dem Polymerisationssystem ist wirksamer. Selbst bei einem niedrigen Partialwasserstoffdruck
ist die Molekulargewichtsverminderung ausreichend. Das Molekulargewicht kann innerhalb
eines großen Bereichs kontrolliert werden, und Polymere, die ein Molekulargewicht besitzen, das so
niedrig ist wie ein'ge Hundert bis einige Tausend,
könnvr/ leicht mit hoher Katalysatorleistungsfähigkeit
hergestellt werden. Dies ist ein sehr überraschendes Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens im Hinblick
auf die Tatsache, daß die üblicherweise verwendeten Katalysatorsysteme Schwierigkeiten bei der Herstellung
solcher Polymeren mit niedrigem Molekulargewicht bereiten.
Λ-Olefine oder Diolefine, die mit Äthylen copolymer!-
siert werden können, sind Propylen, Buten-(l), Hexenil), 4-Methylpenten-(l), Octen-(l), Butadien-(l,3). Isopren.
Äthylidennorbornen, Dicyclopentadien und ι α f-icxndicn
l· den Beispielen wurde das Reaktionssystem während der gesamten Polymerisationszeit von Sauerstoff
und Feuchtigkeit freigehalten.
Das in den Beispielen angewandte BET-Verfahren
sowie die Methoden zur Bestimmung der Redwood-Viskosität und des Erweichungspunktes wurden wie folgt
durchgeführt.
BET-Methode
Man bestimmte die spezifische Oberfläche von Pulvern durch Stickstoffabsorption gemäß der in
BS 4^59, Teil I (1969) der Britisch Standards Institution
beschriebenen Methode.
Red wood-Viskosität
!.Meßinstrument
!.Meßinstrument
Man verwendete ein Meßinstrument, bestehend aus einer Messingschale mit einem Innendurchmesser von
46,5 mm, einer Tiefe von 86,0 mm und einer Dicke von 2,5 mm. die in der Mitte des Bodens eine 10 mm lange
Öffnung mit einem Durchmesser von 1 mm (oder 2 mm) besaß; sowie aus einem zu einer automatischen
Te.nperatureinstellung befähigten Heizabschnitt; einer Schwimmkugel, die mit dem Fließen des Harzes absteigt
und einem Zähler zur Registrierung der Zeitdauer, die die Schwimmkugel benötigt, um eine 20 mm lange
Strecke abzusteigen.
2. Meßmethode
Die Temperatur in dem Heizabschnitt wird auf 180 ±3° C eingestellt, eine vorerhitzte geschmolzene
Probe wird in die Schale gegossen und dann wird die Absteigegeschwindigkeit der Schwimmkugel bestimmt
Die Viskosität wird unter Zugrundelegung der Anzahl Sekunden, innerhalb derer die Probe abwärts fließt,
bestimmt
Erweichungspunkt
Der Erweichungspunkt wurde gemäß JIS (Japan Industrial Standard) K-2531-1960 ermittelt.
Beispiel 1
Herstellung der Katalysatorkomponente (A)
Herstellung der Katalysatorkomponente (A)
Wasserfreies Magnesiumchlorid (1 Mol) und 23 Mo! Diäthylaluminiumchlorid werden in 1 Liter Kerosin
gegeben, und dann werden 5,4 Mol Äthanol bei 800C zugefügt. Die Mischung wird 1 Stunde gerührt. Es
werden dann 2 Mol Titantetrachlorid zugefügt, und die Umsetzung wird während I Stunde bei 1000C
durchgeführt. Nichtumgesetzte Titanverbindung wird durch Waschen mit Kerosin entfernt, wobei man die
• Übergangsmetallkatalysatorkomponentc erhält. Die
Analyse der festen Komponente zeigt, daß 56 mg Titanatom und 520 mg Chlor in 1 g Feststoff enthalten
Slnd" Polymerisation
i" Ein Autoklav mit einem wirksamen Volumen von
2 Litern wird mit 1 I/Std. Hexan. 1 mMol Triäthylaluminium
und 0.0025 mMol. berechnet als Titanatom, der festen Katalysatorkomponente beschick! und bei 800C
wird Äthylen in den Autoklaven mit einer Geschwindig·
; - keit von 300 g/Std. eingeleitet. Die Einleitung von
Wasserstoff wird so reguliert, daß der Schmelzindex des Polymeren bei 1.270 g gehalten wird. 290 g Polyäthylen
mit einem Schüttgewicht von 0,34 g/cmJ werden
stündlich bei eine!!1. Oesamtdruck von R kg/cm2 erhalten.
-" Selbst nach der Polymerisation während 180 Stunden
treten bei dem kontinuierlichen Polymerisationsverfahren keine Schwierigkeiten auf.
Die Teilchengrößenverteilung des Polyäthylens wird so gewählt, daß es 3,1 Gew.-% Teilchen mit einer
-'" Teilchengröße größer als 0,37 mm und 3,5 Gew.-%
Teilchen mit einer Teilchengröße kleiner als 0,074 mm enthält. Die Polsathylenteilchen werden granuliert,
ohne daß man den Katalysator entfernt. Man erhält Pellets, die die gleiche Farbe und den gleichen Glanz wie
ι·· die im Handel erhältlichen Polyäthylenpellets besitzen.
Bei einem Formversuch trat in der Form der Verformungsvorrichtung kein Rost auf.
Beispiel 2
Herstellung der Katalysatorkomponente (A)
Herstellung der Katalysatorkomponente (A)
6 Mol Äthylalkohol und 3 Mol Diäthylaluminiumchlorid werden in 3 1 Kerosin gegeben und die Mischung
wird 2 Stunden bei 50°C gerührt. Anschließend wird
■»ι 1 Mol im Handel erhältliches wasserfreies Magnesiumchlorid
zugefügt, und man rührt eine weitere Stunde. Dann wird zusammen mit 4,5 Mol Titantetrachlorid die
gesamte Mischung bei 80°C 3 Stunden gerührt. Nach der Umsetzung wird das Reaktionsprodukt gut mit
J"' Kerosin durch Abdekantierung gewaschen, um die
Konzentration der Titanverbindung in dem überstehenden flüssigen Teil auf nicht mehr als 0,005 mg/cc
einzustellen. Ein Teil der entstehenden festen Obergangsmetallkatalysatorkomponente
wird getrocknet
ίο und nach dem kolorimetrischen Verfahren analysiert.
Man stellt pro Gramm Feststoff 51 mg Titanatom und 5t) 1 mg Chlor fest
Polymerisation
^5 In einen 2-Liter-Autoklaven füllt man 1 1 Kerosin,
1 mMol TriisobutyI aluminium und 0,005 mMol, berechnet
als Titanatom, der obigen festen Katalysatorkomponente. Das System wird auf 800C erwärmt und
Wasserstoff wird mit einem Druck von 4 kg/cm2
bo eingeleitet Dann wird in diesem System Äthylen
-während 13 Stunden bei einem Gesamtdruck von
8 kg/cm2 polymerisiert wobei man 240 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 83 erhält Die Ausbeute an
Polyäthylen pro mMol Titanatom beträgt 48 000 g.
Ein Autoklav mit einem wirksamen Volumen von 2 Litern wird kontinuierlich stündlich mit 1 1 Hexan,
0,3 mMol Triäthyialuminium, 0,05 mMol, berechnet als
Titanatom, Titan-Katalysatorkomponente (A), hergestellt wie in Beispiel 1, und 240 g Äthylen, welches
5 Vol.-% Butadien-(1,3) enthält, beschickt. Wasserstoff wird in den Autoklaven so eingeleitet, daß der
Schmelzindex des Polymeren bei 5 bis 6 gehalten wird. Die Polymerisation wird kontinuierlich bei einem Druck
von 6,4 kg/cm2 durchgeführt, wobei man 200 bis 210 g/Std. Ätliylencopolymeres mit einem Schmelzindex
von 5,12, einem Schüttgewicht von 0,301 g/cm3 und 15,6 ungesättigten Bindungen pro 1000 Kohlenstoffatomen
erhält.
Beispiele 4 bis 7
und
Vergleichsversuche A bis Ci
Vergleichsversuche A bis Ci
Die Katalysatorkomponenten (A) werden auf die
gleiche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt mit der Ausnahme, daß die Arten des Alkohols und des
Alkylaluminiums variiert werden und daß die Polymerisation des Äthylens auf folgende Weise durchgeführt
wird. Die Ergebnisse sind in Tabelle I aufgeführt. In der
Tabelle sind ebenfalls die Ergebnisse von Vergleichsversuchen A bis G angegeben, die unter Bedingungen
durchgeführt wurden, die nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind.
Polymerisation
Ein Autoklav mit einem wirksamen Volumen von 30 Litern wurde kontinuierlich stündlich mit 301 Isohexan
mit einem Siedepunkt von 58°C. 30 mMol Triäthyialuminium und 1 niMol. berechnet als litanatom. der
Übei'gangsmctallkatal\satorkomponentc (A) bei 170 C
beschickt. Äthylen wurde in Liner Menge von 15 kg/Std.
eingeführt, und der Piirtialdruck von Wasserstoff wurde
so eingestellt, dal.! die Kcdwood-Viskosität des einsehenden
Polyäthylenwachses ungefähr 30 Sekunden
betrug.
| Tabelle I | Reaktionsprodukt (I) | Menge | Alkohol | Menge | organische Me tall verbindung | Menge |
| Beispiel Nr. | (Mol) | (Mol) | (Mol) | |||
| bzw. | Träger | 1 | Typ | 9 | Typ | 3 |
| Vergleichs- | 1 | 6 | 6 | |||
| vcrsuch | Art | 1 | C2II=OH | 6 | (C2Ili).,Al | 2 |
| 1 | CH,OH | 5 | C2HiAICI, | 2 | ||
| MgCl, | 1 | i-C,H,OH | 6 | (C2Hi)1AI | 6 | |
| 4 | MgCI; | 1 | n-C4H,OH | 6 | (C2Hi)2AlCI | 3 |
| 5 | MgCl, | 1 | C,H;OH | - | C4H9Li | I |
| 6 | MgCI2 | 1 | C,H,OH | - | (C2Hi)2Zn | 1.5 |
| 7 | MgCI2 | I | keiner | - | (C2Hi)2AlCI | 1 |
| A | MgCl2 | 1 | keiner | (C2Hi)2AICI | ||
| B | MgCI, | 1 | keiner | 6 | (C2Hi)2AlCI | - |
| C | CaCO3 | keiner | (C2Hi)AICI | |||
| D | Mg(OH)Cl | C2H5OH | keine | |||
| E | Mg(OC2H5), | |||||
| F | MgCl2 | |||||
| G | ||||||
Tabelle I (Fortsetzung)
| Beispiel Nr. | Titanverbindung | Menge*) | Polymerisationsergebnisse | Redwood- | Erweichungs |
| bzw. | Viskosität | punkt***) | |||
| Vergleichs | Typ | Ausbeute Aktivität**) | (Sek.) | (0C) | |
| versuch | 60 | an Wachs | 32 | 110 | |
| 66 | (kg/Std.) | 27 | 108 | ||
| 4 | TiCI4 | 57 | 11.9 11900 | 25 | 106 |
| 5 | TiCl4 | 49 | 10,2 10 200 | 27 | 108 |
| 6 | TiCl4 | 2 | 9.1 9 100 | ||
| 7 | TiCl4 | 1 | 8,7 8 700 | ||
| A | TiCI4 | 215 | keine Polymerisation trat auf | ||
| B | TiCl4 | 183 | keine Polymerisation trat auf | ||
| C | TiCl4 | 180 | keine Polymerisation trat auf | ||
| D | TiCi4 | keine Polymerisation trat auf | |||
| E | TiCl4 | keine Polymerisation trat auf | |||
Beispiel Nr.
bzw.
bzw.
Vergleichsversuch
| Tilanverhindung | Menge*) | Polymerisat ionsergebnisse | Redwood- Viskusitiii |
Erweichungs punkt***) |
| Typ | Ausbeute Miivitat*'1) an Wachs |
(Sek.) | (0C) | |
| (kg/Std.) | ||||
TiCl4
TiCI4
TiCI4
194 keine Polymerisation trat auf
68 3,1 3
111
*) Menge fixiert ;in die (Ihergangsmctallkatalysatorkomponenlc (Ti-mg/g der Komponente ι.
**) g Wachs/mMdl - Ti.
***) Lrweichungspunkt bestimmt mit dem Ring-Kugel-Verfahren.
Rp i s ni el 8
Die Titar.katalysatorkomponente (A), hergestellt wie der Polyrr.erisationsvorrichtung bei / kg/cm2 gehalten
in Beispiel 1 beschrieben (0,0035 mMol berechnet als wurde. Die Polymerisation des Äthylengases wurde
Titanatom) und 0,3 mMol Triisobutylaluminium werden während I Stunde bei 800C durchgeführt, um 132 g
in 1 1 Kerosin gegeben. Wasserstoff wird bis zu einem 25 Polyäthylen mit einem Schmelzindcx von 5,9, einem
Partialdruck von 3 kg/cm2 zugegeben und Äthylengas. Schüttgewicht von 0,33 g/cm3 und zwei Äthylgruppen
welches 0.5 Vol.-% 1-Buten enthielt, wurde in das pro 1000 Kohlenstoffatomen enthaltend im Polymeren
System so eingeleitet, daß der Gesamtdruck im Inneren zu ergeben.
Beispiel 9 bis
Die Katalysatorkomponenten (A), die in Tabelle 11 aufgeführt sind, wurden auf gleiche Weise wie in j-,
Beispiel 1 beschrieben hergestellt mit der Ausnahme, daß die Menge an MgCb-Träger, die Art und Menge des
Alkohols, die Art und Menge der organischen Aluminiumverbindung und die Art und Menge der
Titan- oder Vanadiumverbindung wie in Tabelle II -to angegeben geändert wurden. Die Katalysatorsysteme
wurden hergestellt, indem man die Katalysalorkomponenten. die so hergestellt wurden, mit den in Tabelle Il
angegebenen Organo-Metallverbindungen vermischte. Unter Verwendung dieser Katalysatorsysteme wurde
Äthylen auf gleiche Weise wie in Beispiel 4 beschrieben polymerisiert. Die Ergebnisse sind in der folgenden
Tabelle Il angegeben.
| Beisp. Nr. |
Reaktionsprodukt (II) Träger Alkohol MgCl2 |
Typ | Menge (Mol) |
Organometallverbindung | Menge (Mol) |
Übergangsmetalltitan- verbindung |
Menge *1 |
| Menge (Mol; |
C8HnOH | 4 | Typ | 3,5 | Typ | 32 | |
| 9 | 1 | C2H5OH | 6 | C2H5AlCl2 | s) 2,9 | Ti(OC2H5)Cl3 | 44 |
| 10 | 1 | r^jpCHjOH | 3 | (C2Hs)2AI(OC2H | 1 | TiBr4 | 48 |
| 11 | 1 | HOCH2CH2OH | 2 | OsO-C4H9)JA]H | 1,3 | VCl4 | 34 |
| 12 | 1 | CH2=CH-CH2OH | 6 | (C6Hu)3Al | 2,9 | Ti(O C4H9J2Cl2 | 47 |
| 13 | 1 | n-C4H,-(OCH,CH,)2OH | 4 | (C2Hj)2AlCl | 2 | TiCl4 | 28 |
| 14 | 1 | (C2Hs)2AlBr | VOCl3 | ||||
Tabelle II (Foriseizung)
| Beispiel Nr. |
Organomeiallverbindung - Katalysatorkomponenie (R ι |
Menge imMol pro Liier Medium) |
Polymerisationsergebnisse | Aktivität·*) | Redwood- Viskosität (Sek.) |
Erweichungs punkt ("C) |
U |
| Name | 0.4 | Ausbeute Menge an Wachs (kg/Std.) |
69Ü0 | 33 | 110 | ||
| 9 | (!SO-C4H9)JA! | 0.35 | 6.9 | 7400 | 32 | 110 | Ϊ |
| 10 | (C,H5feAI | 0.62 | 7.4 | 2900 | 34 | 111 | Γ, |
| 11 | (C0Hu)3Al | 0.50 | 2.9 | 5100 | 33 | 110 | |
| 12 | (C2Hj)3Al | 0.29 | 5.1 | 9700 | 29 | 109 | |
| 13 | (QHj)2Al | 0.48 | 9,7 | 2000 | 34 | 111 | |
| 14 | (CNH.KAICI | 2.0 | |||||
*l. **) und "*) vgl. uie bei Fußnote in Tabelle 1 definiert.
308 129/40
Claims (2)
1. Verfahren zur Polymerisation von Äthylen oder
Propylen bzw, zur Copolymerisation von Äthylen mit einem a-Olefin mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen
und/oder einem Diolefin in einem inerten organischen flüssigen Medium, gegebenenfalls in Anwesenheit
von Wasserstoff, bei einer Temperatur von bis 2000C und einem Druck von 1 bis 50 kg/cm2, in
Gegenwart eines Katalysatorsystems aus
(A) einer Titan oder Vanadin enthaltenden Komponente, die durch Umsetzung einer Titanverbindung
der Formel
worin X Chlor oder Brom, R eine Alkylgruppe
mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und π eine ganze Zahl von 0 bis 4 bedeuten, von VOCb *>
oder von VCl4 (I) mit dem Reaktionsprodukt (H) zwischen Magnesiumdichlorid, -dibromid oder
-dijodid als festem Träger (1), einem, zwei oder mehreren aliphatischen und/oder aromatischen
Alkoholen mit bis 12 Kohlenstoffatomen (2) und einer, zwei oder mehreren Organoaluminiumverbindungen
(3) aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln
30
in denen R' und R" eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Phenyl- oder
Benzylgruppe bedeuten und R' auch ein Wasserstoffatom sein kann, X Chlor oder Brom
und m Null, 1 oder 2 ist, hergestellt worden ist,
und
(B) einer Organometallverbindung aus der Gruppe von Verbindungen der Formeln
m
R'AI(0R)X oder R'2-MgX/
in denen R', R", X und m die vorstehend angeführte Bedeutung besitzen und / Null oder
1 ist, oder Dialkylzink,
45
wobei die Katalysatorkomponente (A) in einer Menge von 0,001 bis 0,5 mMpl, berechnet als Titanoder
Vanadiumatom, pro Liter des organischen flüssigen Mediums, und die Katalysatorkomponente
(B) in einer Menge von 0,1 bis 50 mMol, berechnet "'°
als Metallatom, pro Liter des organischen flüssigen Mediums verwendet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polymerisation in Gegenwart eines Katalysatorsystems durchgeführt wird, dessen
Komponente (A) unter Einsatz eines Reaktionspro- " duktes(II)erhalten worden ist, welches
(i) durch Umsetzung der Organoaluminiumverbindung (3) mit einem der Alkohole (2) entweder
gleichzeitig oder nacheinander in der angegebe- w)
nen Reihenfolge mit dem Magnesiumdihalogenidiräger(l)oder
(ii) durch Umsetzung eines aus der Organoaluminiumverbindung (3) mit einem der Alkohole (2)
gebildeten Produktes mit dem Magnesiumdiha- M
logenidlräger(l),
unter Einsatz der Organoaluminiumverbindung (3) in einem Anteil von mindestens 0,3 Molen für jedes
Magnesium-Grammatom in (1), hergestellt worden war.
2. Titan- oder vanadinhaltige Katalysatorkomponente
zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, hergestellt durch Umsetzung einer
Titanverbindung der Formel
Ti(OR)4-^tn
worin X Chlor oder Brom, R eine Alkylgruppe mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und η eine ganze Zahl von
0 bis 4 bedeuten, von VOCI3 oder von VCl4 (I) mit
dem Reaktionsprodukt (II) zwischen MgCb, MgBr2
oder Mgj2 als festem Träger (X), einem, zwei oder
mehreren aliphatischen und/oder aromatischen Alkoholen mit bis 12 Kohlenstoffatomen (2) und
einer, zwei oder mehreren Organoaluminiumverbindungen
(3) aus der Gruppe der VerbÜKvingen der
Formeln
R'3-^lXmoder R^nAI(OR")*,
in denen R' und R" eine Alkylgruppe mit I bis 12 Kohlenstoffatomen, eine Phenyl- oder Benzylgruppe
bedeutet und R' auch ein Wasserstoffatom sein kann, X Chlor oder Brom und m Null, 1 oder 2 ist, wobei
dieses Reaktionsprodukt (II) erhalten worden ist durch
(i) Umsetzung der Organoaluminiumverbindung (3) mit einem der Alkohole (2) entweder
gleichzeitig oder nacheinander in der angegebenen Reihenfolge mit dem Magnesiumdihalogenidträger
(1) oder durch
(ii) Umsetzung eines aus der Organoaluminiumverbindung (3) mit einem der Alkohole (2)
gebildeten Produktes mit dem Magnesiumdihalogenidträger(l),
unter Einsatz der Organoaluminiumverbindung (3) in einem Anteil von mindestens 03 Molen für jedes
Magnesium-Grammatom in dem Magnesiumdihalogenidträger(l).
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C08F 10/00 |
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| 8126 | Change of the secondary classification |
Ipc: C08F236/04 |
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| 8180 | Miscellaneous part 1 |
Free format text: DIE BEZEICHNUNG LAUTET RICHTIG: VERFAHREN ZUR POLYMERISATION VON AETHYLEN ODER PROPYLEN BZW. ZUR COPOLYMERISATION VON AETHYLEN MIT EINEM (ALPHA)-OLEFIN MIT 3 BIS 8 KOHLENSTOFFATOMEN UND/ODER EINEM DIOLEFIN UND TITAN-ODER VANADINHALTIGE KATALYSATORKOMPONENTE |
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