DE2435698C2 - Strombegrenzender leitungsschutzschalter mit zwei lichtbogenkammern - Google Patents
Strombegrenzender leitungsschutzschalter mit zwei lichtbogenkammernInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/1081—Modifications for selective or back-up protection; Correlation between feeder and branch circuit breaker
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- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/02—Details
- H01H73/18—Means for extinguishing or suppressing arc
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- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
die andere ausgebildete Lichtbogenkammer enthält lediglich von Isolierplatten — insbesondere Keramikplatten
— flankierte, von der Kontaktstelle ausgehende Lichtbogenleitschicnen, deren Abstand am
30 Ende der Lichtbogenkammer verkleipprt ist.
Die Erfindung bezieht sich auf einen strombe- An Hand der Zeichnung sei die Erfindung näher
grenzenden mit zwei L ichtbogenkammern ausgerüste- erläutert.
ten Leitungsschutzsclialter. bei dem durch Reihen- Fig. 1 zeigt Abschaltoszillogramme verschiedener
schaltung der in jeder Lichtbogenkammer angeord- Leitungsschutzschalter; in
neten Kontaktstück Betrag und Anstiegssteilheit der 35 F i g. 2 ist ein durch die für volle Lichtbogen-Lichtbogenspannung
vergrößert ist. arbeit ausgebildete Lichtbogenkammer eines Lei-Ein
derartiger LeitunVsschutzschaltcr ist aus der tungsschutzscbalter verlaufender Längsschnitt wieder-US-Patentschnft
34 21 12« bekannt. Bei diesem Schal- gegeben; in
ter sind zwei Schahcreinheiten mit Isolierstoffge- F i g. 3 ist eine Draufsicht auf den Schalter bei ab-
häusen und gleicher Lichtbogealöscheinrichtung 40 genommener Kappe mit Teilschnitten dargestellt, die
Seite an Seite angeordnet und durch Einschalt- und die für kleinere Lichtbogenarbeit ausgebildete zweite
Auslösekupplungen miteinander verbunden. Die Lichtbogenkammer zeigt;
symmetrischen 1 ichtbogenkammern sind mit je Fig. 4 zeigt einen <
erschnitt durch den Sockel
einem beweglichen und einem festen Kontaktstück des Leitungsschutzschalters mit beiden Lichtbogenzu
beiden Seiten einer isolierenden Trennwand in 45 kammern.
Reiht geschaltet, so daß sich eine Verdoppelung der In dem Oszillogramm nach Fig. 1 sind über der
si rombegrenzenden Lichtbogenspannung ergibt. Zeit / Stromkurven /\-, z'ß,. //>.,, /O3 auftragen.
Nachteilig Ui bei diesem Schalter, daß wegen der Die unter der 2'.eitachse liegenden Kurven [/„,, Un„,
Verdoppelung der Lichtbogenlöscheinrichtungen der ϋΠΛ stellen die bei einer Kurzschlußabschaltung aufRaumbedarf
entsprechend groß ist. Durch das infolge 50 tretenden Lichtbogenspannungen dar, die in die wieder
Verdoppelung der Lichtbogenspannung ver- derkchrende Spannung U übergehen. Aus dem Oszilgrößerte
Schaltvermögen wird auch die Selektivität logramm ist die Wirkung der erfindungsgemäßen Andes
Schalters verbessert, was erwünscht ist, da den Ordnung im Vergleich zu bekannten Leitungsschutz-I
S-Schaltern in zunehmendem Umfaag kurzschluß- schaltern mit Einfachunterbrechung sowie mit Reiflinke
Schmelzsicherungen vorgeschaltet werden. Die 55 henschaltung von zwei Schaltern oder Doppelunter-Verkleineruiig
dos für die Selektivität maßgebenden brechung zu ersehen. Der Kurzschlußstrom würde
i2t-Wertes des vom Lcinmgsschiitzschalter durchge- den Verlauf der Stromkurve iK nehmen, wenn der
lassenen Stromes läßt sich allerdings auch durch Ver- Leitungsschutzschalter nicht nach Ablauf einer
kürzung der Öffnungszeit, d. h durch Verkürzung Öffnungszeit tv mit seiner Lichtbogenspannung UB
der Zeit, die vom Kurzschlußbegiiiii bis zum Ab- 60 in den Stromkreis eingriffe. Bei einem Schalter mit
heben der Kontaktstücke verstreicht, erreichen. Eine Einfachunterbrechung entsteht eine zur Begrenzung
wietere Möglichkeit ist darin zu sehen, daß der Auf- des Stromes geeignete Lichtbogenspannung l/ßl. Der
bau der Lichtbogenspannung schneller herbeigeführt vom Leitungsschutzschaiter durchgelassene Strom iD
wird, d. h. die Ausbildungszeit bis zu einem strom- steigt nur bis zum Zeitpunkt tv in dem die Lichtbegrenzenden
Mindestwert verkürzt wird. Bei der 65 bogenspannung einen gewissen begrenzenden Wert
Verbesserung des Schaltvermögens durch Ver- erreicht oder überschreitet. Der Strom verläuft nach
größerung der Lichtbogenspannung ist zu beden- der Stromkurve: it){. Bei zwei Leitungsschutzschaltern
ken. daß eine solche Vergrößerung oberhalb einer in Reihe sind Anstiegssteilheit und Endwert der Licht-
bogenspannung doppelt so groß, so daß sich die Lichtbogenspannungskurve £/ßo ergibt. Dementsprechend
wird der strombegrenzende Wert der Lichtbogenspannung schon früher im Zeitpunkt is, 3
erreicht. Der Strom verläuft nach der Stromkurve J0.,
mit niedrigerem Spitzenwert und steuerer fallender Ranke, wodurch sich die Ausscha'tzeit verkürzt. Aus
dem Vergleich der Stromkurve iDl und I1,., ist leicht
abzuschätzen, daß der i-'t-Wert bei zwei Leitungsschutzschaltern
in Reihe wesentlich kleiner ist ils bei ;o
einem Schalter mit Einfachunterbrechung. Bei einer Lichtbogenspannung U03, aie bei dem erfindungsgemäßen
Schalter auftritt und dieselbe Anstiegssteilheit wie die Lichtbogen?pannung Ub., hat sowie auch dieselbe
Höhe erre;cht, aber kurz danach auf einen Wert zurückfällt, der nur wenig oberhalb der strombegrenzenden
Lichtbogenspannung UBi liegt, verläuft
der Strom nach der Stromkurve iDr Aus dem Vergleich
der Stromkurven /Oä und iUi ist zu ersehen, daß
der i-f-Wert bei dem erfindungsgemaßen Schalter
offensichtlich nur wenig größer als der entsprechende
Wert für zwei Leitungsschutzschalter in Reihenschaltung ist, ueil beide Stromkurven den gleichen Spitzenwert
haben und nur auf niedrigem Niveau gegen Ende der Abschaltung voneinander differieren. Die
auf die erfindungsgemäß für schwächere Schaltarbeit ausgelegte zweite Lichtbogenkammer entfallende
Schaltarbeit ist mit J'(i7ß3—U0x) iDsdt wesentlich
kleiner als die der ersten Kammer j [/„, . i„xdt.
Der in F i g. 2 bis 4 dargestellte Schalter ist in einem Gehäuse 1 untergebracht, das auf der einen
Seite seines Sockels 2 eine Anschlußklemme 3 aufweist. Auf der anderen Sockelseite befindet sich eine
weitere Klemme 4 zum Anschluß eines nicht dargestellten Abgangsleiters. In seinem Oberteil enthält der
Schalter einen Mechanismus 11, der durch ein Handbedienungsorgan 12 betätigbar ist und durch ein magnetisches
Auslösesystem 13 sowie einen thermischen Auslöser 14 entklinkt werden kann. Das magnetische
Auslöseorgan beteht aus einer Auslösespule 13 σ,
in der ein Tauchanker 13 b geführt ist. Der Tauchanker wirkt mit einem Mitnehmer 13 b auf einen
Kontakthebel 9, der seinerseits um eine ortsfeste Achse 10 schwenkbar ist und über eine Feder 15
mit einem Schwenkhebel; 16 des Mechanismus in Verbindung
steht. Der Kontakthebel 9 ist an seinem kontaktseitigea Ende gabelförmig ausgebildet und
ragt mit dem einen Kontakthebelteil 9 a in eine in F i g. 2 sichtbare Lichtbogenkammer S. Die Lichtbogenkammer
5 enthält einen Löschblechstapel 6 und Keramikplatten 7 a, Tb. Der Kontakthebel 9
wirkt mit seinem einen KontakthebeUeil 9 a mit einem
ortsfesten Kontaktstück 8 zusammen. Der andere Kontakthebelteil96 (Fig. 3) ragt in eine in Fig. 3
dargestellte Lichtbogenkammer 5', die wesentlich schmaler als die Lichtbogenkammer 5 gehalten ist
und keinen Löschblechstapel enthält. In dieser Lichtbogenkammer befindet sich lediglich eine Keramikplatte
Tb, die zusammen mit einer als Trennwand zwischen den beiden Lichtbogenkammern dienenden
zweiten Keramikplatte Ta Lichtbogenleitschienen 18, 19 flankiert. Die Lichtbogenleitschiene 18 stellt dabei
eine Verlängerung eines mit dem Kontakthebelteil 9 b zusammenwirkenden ortsfesten Kontaktstückes 8' dar.
Die Lichtbogenleitschienen haben über den größten Teil der Länge der Lichtbogenkammer einen verhältnismäßig
großen Abstand, der sich am Ende zu einer Funkenstrecke 20 verjüngt. In beiden Lichtbogenkammern
S und 5' wird der von den Kontaktstellen 8, 9 a bzw. 8', 9 b bei Auftreten einer Kurzschlußabschaitung
rasch ablaufende Lichtbogen von den Keramikplatten Ta, Ib bzw. Ta und Tb flankiert. Dabei
steiat die Lichtbogenspannung in beiden Kammern etwa gleich schnell an. In der Lichtbogenkammer
5 wird der Lichtbogen schließlich im Löschblechstapel 6 in Teillichtbögen unterteilt und somit
eine staoile hohe Lichtbogenspannung bis zum Stromende
aufrechterhalten. In der Lichtbogenkammer 5' gelangt der Lichtbogen bis zu der relativ kurzen
Funkenstrecke 20, wo er auf niedrigem Spannungsniveau bis zum Stromende weiterbrennt. Die Funkenstrecke
20 ist von der Kontaktstelle 8', 9 b so weit entfernt, daß dort Rückzündungen des Lichtbogens,
die die Kontaktstücke zerstören könnten, vermieden werden.
Der erfindungsgemäße Schalter ist besonders vorteilhaft, weil die Baubreite wegen der schmaleren
Ausführung der einen Lichtbogenkammer wesentlich geringer als die von zwei in Reihe geschalteten Leilungsschutzschaltern
mit Einfachunterbrechung ist und trotzdem etwa eine gleich gute Begrenzung des Kurzschlußstromes erreicht wird. Mit dem erfindungsgemaßen
Schalter wird eine große Anstiegssteilheit der Lichtbogenspannung erreicht, wobei bewußt
darauf verzichtet wird, den hohen Betrag der Lichtbogenspannung bis zur Unterbrechung des Kurzschlußstromes
aufrechtzuerhalten. Vorteilhaft ist es auch, daß wegen der verbesserten Begrenzung des
Durchlaßstromes auch die Hauptlichtbogenkammer schwächer ausgelegt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Strombegrenzender mit zwei Lichtbogen- des durchgelassenen Stromes steiler macht. Es ist
kammern ausgerüsteter Leitungsschutzschalter, bei 5 daher am wirksamsten, vorzugsweise die ÖHnungsdem
durch Reihenschaltung der in jeder Licht- zeit und/oder die Ausbildungszeit der L.chtbogenbogenkammer
angeordneten Kontaktstücke Be- spannung bis zum strombegrenzenden Mindestwert
trag und Anstiegssteilheit der Lichtbogenspan- zu verkürzen, um den i-'t-Wert des durchgelassenen
nung vergrößert ist, dadurchgekennzeich- Stromes wesentlich zu senken.
net, daß die Lichtbogenspannung in voller Höhe io Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, bei
nur im Anfang des Abschaltvorganges erzeugt und d£m eingangs erwähnten Schalter den zur Verim
weiteren Verlauf bis zur Unterbrechung des größerung von Betrag und Anstiegssteilheit der
Kurzschlußstromes auf ein niedrigeres Niveau ab- Lichtbogenspannung normalerweise benotigten zugesenkt
ist, indem eine (5') derljchtbogenkam- sätzlichen Raumbedarf wesentlich zu vermindern. Ermem(5,
5') mit geringerem Raamaufwand für 15 findungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die
kleinere Lichtbogenarbeit ausgelegt ist. Lichtbogenspannung in voller Höhe nur im Anfang
2. Strombegrenzender Leitungsschutzschalter des Abschaltvorganges erzeugt und im weiteren Vernach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lauf bis zur Unterbrechung des Kurzschlußstromes
die eine schmaler als die andere ausgebildete auf ein niedrigeres Niveau abgesenkt ist, indem eine
Lichtbogenkammer (5') lediglich von Isolicrplat- 20 der Lichlbogenkammern mit geringerem Raumauften,
insbesondere Keramikplatten (Ta. Tb) flan- wand für kleinere Lichtbogenarbeit ausgelegt ist. Auf
kierte, von der Kontaktstelle (8', 9b) ausgehende diese Weise wird die vom Schalter zu bewältigende
Lichtbogenleitschienen (18, 19) enthälC deren Lichtbogenarbeit wesentlich herabgesetzt, ohne daß
Abstand am Ende der Lichtbogenkammer (5') dadurch die angestrebte Begrenzung des Durchlaßverkleinert
ist. 25 stromes beeinträchtigt wird. Die eine schmaler als
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19742435698 DE2435698C2 (de) | 1974-07-25 | 1974-07-25 | Strombegrenzender leitungsschutzschalter mit zwei lichtbogenkammern |
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| FR7523380A FR2280185A1 (fr) | 1974-07-25 | 1975-07-25 | Disjoncteur de protection de ligne a limitation de courant, avec tension d'arc a front raide |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742435698 DE2435698C2 (de) | 1974-07-25 | 1974-07-25 | Strombegrenzender leitungsschutzschalter mit zwei lichtbogenkammern |
Publications (2)
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| DE2435698B1 DE2435698B1 (de) | 1976-01-29 |
| DE2435698C2 true DE2435698C2 (de) | 1976-09-29 |
Family
ID=5921431
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742435698 Expired DE2435698C2 (de) | 1974-07-25 | 1974-07-25 | Strombegrenzender leitungsschutzschalter mit zwei lichtbogenkammern |
Country Status (3)
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-
1974
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-
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- 1975-07-21 GB GB3047275A patent/GB1512828A/en not_active Expired
- 1975-07-25 FR FR7523380A patent/FR2280185A1/fr active Granted
Also Published As
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| FR2280185B3 (de) | 1979-04-27 |
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| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
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