DE2428603C2 - Optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl des Auges - Google Patents
Optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl des AugesInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl
des Auges gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, wie es beispielsweise in der US-PS 35 24 702
beschrieben und dargestellt ist.
Es hat bisher nicht an Versuchen gefehlt, ein Refraktometer zu schaffen, das es ermöglicht, die
Brechzahl eines Auges auf objektivem Wege sicher zu messen, statt eine auf subjektiven Eindrücken des
Untersuchenden und der untersuchten Personen beruhende Messung durchzuführen. Eine der hierbei
auftretenden Schwierigkeiten besteht darin, daß die Netzhaut des Auges nur eine sehr geringe Lichtmenge
zurückwerfen kann, aus der sich ein Ausgangssignal gewinnen läßt, und daß sich Licht, das von anderen
Elementen reflektiert wird oder von anderen Quellen ausgesandt wird, auf unvermeidbare Weise mit dem
durch die Netzhaut zurückgeworfenen Licht mischt, so daß es schwierig ist, hieraus ein ausreichendes
Nutzsignal zu erhalten.
Beim eingangs genannten Refraktometer ist der Polarisator mit einem λ/4-Plättchen kombiniert, so daß
polarisiertes Licht zweifach das λ/4-Plättchen passieren muß und daher gegenüber der ursprünglichen Polarisationsebene
um 90° gedreht ist. Ein Durchtritt dieses Lichtes durch den Polarisator in rückkehrender
Richtung ist also nicht mehr möglich. Der Polarisator ist daher für das von der Retina des untersuchten Auges
spiegelnd reflexierte Licht undurchlässig, und direkte, spiegelbildliche Reflexionen der Hornhaut oder der
Netzhaut werden eliminiert Für die Erzeugung eines Nutzsignals steht daher nur ein Bruchteil de? in das
Auge eintretenden Lichtes, nämlich lediglich diffus reflektiertes Licht, zur Verfügung. Ein zufriedenstellendes
Signal/Rauschverhältnis ist damit also nicht erreichtbar, so daß die mit dem bekannten System
durchgeführten Messungen Wünsche offen lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das optische System des bekannten Refraktometers derart
weiterzubilden, daß durch geeignete optische Maßnahmen das für die Auswertung der Messung notwendige
Nutzsignal größer und damit die objektive Bestimmung des BrechungsfehWs eines Auges besser und zuverlässiger
als bisher möglich wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird bereits das auf d;.e Netzhaut des zu messenden Auges fallende
Licht polarisiert. Nach zweimaligem Passieren der Viertelwellenlängenplatte wird seine Polarisationsebene
um 90° gedreht, so daß auch das von der Netzhaut reflektierte Licht den Strahlenteiler passieren kann und
so als spiegelnd zurückgeworfenes Licht einen maßgeblichen Anteil am Ausgangssignal hat. Anstatt das
spiegelnd reflektierte Licht auszublenden, wird dieses dem auszuwertenden Signal zugeordnet und erhöht
daher wesentlich den Anteil des reflektierten Lichtes, welches als Signal nutzbar ist, so daß gegenüber dem
Stande der Technik ein wesentlich verbessertes Ergebnis erzielt wird.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist darin zu sehen, daß spiegelnde Reflexionen von
optischen Elementen im Strahlengang der Lichtstrahlen, ehe diese das λ/4-Plättchen erreicht haben, in der
gleichen Polarisationsrichtung orientiert reflektiert werden, wie das einfallende Licht und daher durch den
polarisierenden Strahlenteiler aus dem Strahlengang ausgeblendet werden. Auf diese Weise wird ein großer
Teil des Rauschens vom Nutzsignal eliminiert. Die Anordnung des λ/4-Plättchens als letztes Element im
optischen Strahlengang, ehe also das Licht in das Auge eintritt, eliminiert alle spiegelnden Reflexionen der
optischen Elemente, erfaßt jedoch alle spiegelnden Reflexionen vorn Auge, die, wie bereits erwähnt, einen
wesentlichen Anteil des Nutzsignals darstellen.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist das einzig verbleibende, Rauschen erzeugende Element die spiegelnde
Reflexion von der äußeren Oberfläche der Hornhaut. Da aber durch die konvexe Krümmung der
Hornhaut diese spiegelnde Reflexion divergierend ist, bleibt der Anteil der Rauschen erzeugenden Reflexionen
von der Hornhaut im Nutzsignal äußerst gering.
Durch die Erfindung ist also ein für die Zwecke der Praxis besonders geeignetes optisches System für ein
Refraktometer geschaffen worden, das ein objektives Messen der Elrechzahl des Auges auf einfache,
zweckmäßige und wirtschaftliche Weise und zuverlässiger als bisher ermöglicht. Das Refraktometer kann
entweder von Hand betätigt werden oder automatisch arbeiten.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der
Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines optischen Systems für ein Refraktometer zur
Veranschaulichung der Wirkungsweise de.· Erfindung, und
F i g. 2 eine schematisch gezeichnete Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform des optischen Systems
nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist schematisch die Wirkungsweise eines automatischen Refraktometers veranschaulicht Das
durch eine Lichtquelle 11 erzeugte Licht durchläuft einen rotierenden Zerhacker 12 (Fig. 1), der aus dem
Licht ein Muster eus sich bewegenden Lichtbalken 13 erzeugt, die auf die Netzhaut 14 eines Auges 15 geleitet
werden. Das zurückgeworfene, aus den sich bewegender Balken 16 zusammengesetzte Lichtmuster durchläuft
eine ortsfeste Maske 17 mit einem unbeweglichen Balken- oder Strichmuster, das dem Balken- oder
Strichmuster 16 entspricht. Auf diese Weise wird ein pulsierendes wellenförmiges Signal 18 erzeugt, das
abwechselnd zu- und abnimmt, während sich das Balkenmuster 16 über die Maske 17 hinweg bewegt. Das
Signal 18 ist ferner eine Funktion der Brennpunktlage des Balkenmusters 16, denn wenn die Balken des
Musters 16 scharf fokussiert sind, nimmt das Signal 18 seine maximale Helligkeit an, während bei einer
schlechten Fokussierung der Balken des Musters 16 ein schwächeres Signal 18 erzeugt wird.
Nunmehr sei nachfolgend anhand von Fig. 2 das
optische System des Refraktometers beschrieben.
Die genannte Lichtquelle 11 erzeugt entweder allein
oder in Kombination mit einem Filter 19 vorzugsweise infrarotes oder nahezu infrarotes Licht. Ein solches
Licht ist für das Auge unsichtbar, so daß sich die Pupille j,
des zu untersuchenden Auges nicht verkleinert. Diese Maßnahme trägt ferner dazu bei, das zu untersuchende
Auge während der Untersuchung im entspannten Zustand zu halten. Das Licht der Lichtquelle 11 wird auf
einen Polarisator in Form eines polarisierenden Strahlenteilers 20 geleitet, der etwa eine Hälfte des
einfallenden Lichtes polarisiert und das polarisierende Licht durch eine Kondensorlinse 21, eine Blende 22 und
eine Strichplatte 23 fallen läßt, die als Zerhackertrommel ausgebildet, gleichachsig mit dem Strahlenweg 25
angeordnet und durch einen Motor 24 in Drehung versetzbar ist. Die trommeiförmige Strichplatte 23 weist
in gleichmäßiger Umfangsabständen verteilte Schlitze
26 von gleicher Größe auf, deren Umfangsabstände vorzugsweise der Breite der Schlitze entsprechen, so -,u
daß das Licht so zerhackt wird und ein Muster aus sich bewegenden Balken entsteht, deren Abstände der
Balkenbreite entsprechen. Die Strichplatte 23 könnte auch als drehbare Scheibe oder als ortsfeste Strichp'atte
in Verbindung mit einem bewegbaren Element zum Gebrauch als Zerhacker ausgebildet sein, doch bildet die
Benutzung der trommeiförmigen Strichplatte 23 im Vergleich zu anderen Anordnungen eine einfache und
zv/eckmäßige Lösung.
Das durch die trommeiförmige Strichplatte 23 bo
fallende polarisierte Licht trifft auf einen weiteren polarisierenden Strahlenteiler 30, der in dem optischen
Strahlenweg 25 so angeordnet ist, daü nahezu alles auf
ihn fallende Licht längs des Strahlcnwcgs 25 auf das Auge 15 gerichtet wird. Um einen kompakten Aufbau b5
des Refraktors zu ermöglichen, wird die Lichtquelle 11
in der aus F i g. 2 ersichtlichen Weise angeordnet. Wenn Her polarisierende Strahlenteiler 20 nicht vorhanden
wäre, müßte an der gleichen Stelle ein Spiegel angeordnet sein, der das Ucht zu dem polarisierenden
Strahlenteiler 30 leitet. Die Anordnung eines polarisierenden Strahlenteilers 20 anstelle eines Spiegels und die
hierdurch erzielte Vorpolarisiemng des Lichtes führt zu
einer weiteren Polarisierung, wenn das polarisierte Licht durch den zweiten polarisierenden Strahlenteiler
30 geleitet wird. Da der zweite Strahlenteiler 30 praktisch nur unvollständig wirksam sei» kann, durchläuft
ein Teil des einfallenden Lichtes den zweiten Strahlenteiler in der Einfa'ilsrichtung, um dann an der
Rückseite 31 des Strahlenteilers 30 reflektiert zu werden. Jedoch führt die Verwendung des polarisierenden
Strahlenteilers 20 zu einer Polarisierung von störendem Licht, so daß sich das zurückgeworfene Licht
durch den Strahlenteiler 30 hindurch in Richtung auf den ersten Strahlenteiler 20 und nicht etwa längs des
Strahlungswegs 35 fortpflanzt.
Durch diese Maßnahme wird das Auftreten von Störlicht längs des Strahlungswegs 35 eingeschränkt.
Das sich längs des Strahlungswegs 25 fortpflanzende polarisierte, infrarote Licht wird durch eine Kollimatorlinse
27 parallelgerichtet und fällt dann durch eine axial verstellbare Fokussierlinse 28. Im Strahlungsweg 25 sind
ferner eine Blende 29 und ein Okular 32 angeordnet, und das zu untersuchende Auge 15 wird in einem
vorbestimmten Abstand von dem Okular angeordnet. Die optischen Flächen der optischen Elemente 27, 28
und 32 reflektieren Licht wie Spiegel, so daß sie Licht nach hinten längs des Strahlungswegs 35 zurückwerfen
könnten. Um eine solche Wirkung dieser optischen Flächen möglichst weitgehend auszuschalten, sind
sämtliche Flächen der optischen Elemente 27,28 und 32 so ausgebildet, daß im wesentlichen keine größeren
Flächen vorhanden sind, die im rechten Winkel zum einfallenden Licht verlaufen, und dadurch zu einer
stärkeren Reflexion Anlaß geben könnten.
Zwischen dem Auge 15 und den Linsen des Okulars 32 ist ein Viertelwellenlängenplättchen 33 angeordnet, das
vorzugsweise in das Okular eingebaut ist und das letzte optische Element bildet, durch welches das Licht fällt,
bevor es zu dem Auge gelangt. Das λ/4-Plättchen 33 ist außerdem vorzugsweise unter einem kleinen spitzen
Winkel gegen eine im rechten Winkel zu dem Strahlungsweg 25 verlaufende l:bene geneigt, so daß
sämtliches von dem Plättchen durch Spiegelreflexion zurückgeworfenes Licht von dem Strahlungsweg 25
weg abgelenkt wird.
Das das Viertelwellenlängenplättchen 33 passierende Licht fällt auf die Hornhaut 34 des Auges 15, die eine
gewisse Lichtmenge reflektiert. Die Hornhaut 34 ist jedoch gekrümmt, so daß das reflektierte Licht stark
gestreut wird, und daß sich daher nur ein kleiner Teil des von der Hornhaut zurückgeworfenen Lichtes in der
Gegenrichtung längs des optischen Strahlungswegs 25 fortpflanzt. Das durch die Pupille des Auges 15 fallende
Licht gelangt auf die Netzhaut 14, und zwar mit einer veränderlichen Abbildungsschärfe, die sich nach den
Brechungseigenschaften des Auges 15 und der jeweiligen Stellung der Fokussierlinse 28 richtet.
Das Vierwellenlängenplättchen 33 bewirkt Phasenänderungen
bei polarisiertem Licht, das in beiden Richtungen durch das Plättchen fällt, und in der Praxis
verändert das Plättchen die resultierende Orientierung des durch die Netzhaut 14 zurückgeworfenen polarisierten
Lichtes gegenüber der Orientierung des aus dem Strahlenteiler 30 austretenden polarisierten Lichtes. Ist
z. B. das aus dem Strahlenteiler 30 austretende
polarisierte Licht waagerecht orientiert, bewirken Phasenänderungen, die herbeigeführt werden, wenn das
Licht das Viertelwellenlängenplältehen 33 zweimal durchläuft, eine Änderung der Polarisalionsrichtung des
reflektierten Lichtes in Richtung auf die Senkrechte, wenn das Licht erneut zu dem Strahlenteiler 30 gelangt.
Das gesamte waagerecht polarisierte Licht, das zu dem Strahlenteiler 30 von irgendeiner spiegelnd reflektierenden
Fläche längs des Strahlungswegs 25 zurückgeworfen wird, wird auf den ersten Strahlenteiler 20 und )0
die Lichtquelle 11 und nicht etwa auf den Strahlungsweg
35 gerichtet, doch senkrecht orientiertes polarisiertes Licht, das von der Netzhaut 14 kommt, durchläuft den
Strahlenteiler 30 in gerader Richtung längs des Strahlungswegs 35. Auch das zu dem Strahlenteiler 30 !5
gelangende unpolarisierte, diffus reflektierte Licht wird so aufgeteilt, daß ein Teil dieses Lichtes zu der
Lichtquelle M zurückkehrt, während sich ein weiterer Teil längs des Strahlungsweges 35 fortpflanzt. Auf diese
Weise kann im wesentlichen das gesamte durch die Netzhaut 14 reflektierte polarisierte Licht zu dem
Strahlungsweg 35 gelangen, und zwar zusammen mit einem erheblichen Teil des durch die Netzhaut
zurückgeworfenen unpolarisierten, diffus reflektierten Lichtes. Die längs des Strahlungswegs 35 verfügbare
Gesamtlichtmenge dient dann zur Erzeugung eines nutzbaren Ausgangssignals.
Die Maske 17 mit dem Balken- oder Sirichmuster ist auf dem Strahlungsweg 35 zusammen mit einer
Fokussierlinse 36 angeordnet, die das durchfallende Licht einer Photomultiplikatorröhre 37 oder einem
anderen lichtempfindlichen Detektor zuführt. Das reflektierte Muster aus Balken oder Strichen, die sich
über die Maske 17 hinweg bewegen, erzeugt ein Signal, das eine Funktion der Lage des Brennpunktes des
reflektierten Musters ist. Beim automatischen Betrieb des Refraktors wird das durch den Detektor 37
nachgewiesene Signal einem Rechner 38 zugeführt, der die Ergebnisse analysiert und die Bewegung der
Fokussierlinse 28 über einen Schrittmotor 39 steuert.
Um ein Drehen der Orientierungsebene des durch die trommeiförmige Strichplatte 23 erzeugten Lichtbalkenmusters
gegenüber dem Auge 15 zu ermöglichen, sind die Lichtquelle 11, die beiden Strahlenteiler 20 und 30,
das Okular 34 und die Maske 17 sämtlich miteinander verbunden und um den Strahlungsweg 25 drehbar.
Gemäß F i g. 2 ist ein Mo'.or 40 vorhanden, der durch den Rechner 38 gesteuert wird, um die genannten Teile
in die erforderliche Winkelstellung zu bringen.
Beim Gebrauch des Refraktometers wird das optische System auf das zu untersuchende Auge 15
ausgerichtet, das entspannt und daher auf einen unendlich weit entfernten Gegenstand gerichtet ist, und
der Rechner 38 wählt verschiedene Orientierungswinkel mit Hilfe des Motors 40 und verstellt anschließend die
Fokussierlinse 28 längs des Strahlungswegs 25, während er gleichzeitig das Ausgangssignal des Detektors 37
überwacht, um die Brechungseigenschaften des Auges 15 objektiv zu untersuchen. Es wird nacheinander mit
verschiedenen Winkelstellungen des Lichtbalkenmusters und verschiedenen Stellungen der Fokussierlinse
28 gearbeitet, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.
Für den Handbetrieb des Refraktometers wird die trommeiförmige Zerhackerstrichplatte 23 durch eine
Strichplatte ersetzt, die mit einer Blende 22 kombiniert und als flache Scheibe mit einer gemusterten öffnung
ausgebildet sein kann. Eine solche Scheibe kann ein Muster aufweisen, das dem zu untersuchenden Auge
unterschiedliche Winkel darbietet, oder sie kann um die Achse des aus dem Polarisator 20 austretenden
Lichtbündels drehbar sein, um eine Änderung der Winkelstellung des Balkenmusters gegenüber dem
Auge 15 zu ermöglichen. Die Fokussierlinse 28 wird von Hand verstellt, und die maßgebende Stellung wird unter
Benutzung einer Skala 41 notiert. Auch die Maske 17 ist zu entfernen.
Wenn bei manuellem Betrieb mit infrarotem Licht gearbeitet wird, ersetzt man den Detektor 37 durch
einen Bildverstärker, der vom Benutzer 43 über ein Okular 42 betrachtet wird. Der Bildverstärker macht
das Infrarotlicht für den Benutzer sichtbar, der die Abbildungsschärfe des reflektierten Musters beobachtet
und die Fokussierlinse 28 verstellt, bis an verschiedenen Meridianen eine optimale Stellung des Brennpunktes
erreicht ist. Hierauf analysiert der Benutzer die gewonnenen Ergebnisse, um die Brechungseigenschaften
des Auges 15 objektiv zu ermitteln. Die durchgeführten Messungen beruhen nicht auf subjektiven
Eindrücken des Beobachters und des Patienten sondern auf objektiven Messungen.
Das beschriebene optische System läßt sich auch benutzen, um Form oder Zustand der Netzhaut oder
andere Merkmale eines Auges zu untersuchen. Der Handbetrieb ist erheblich weniger kostspielig als der
automatische Betrieb, und im Vergleich zu den bekannten subjektiven Verfahren werden genauere und
zuverlässigere Ergebnisse erzielt, doch läßt sich die Untersuchung bei automatischem Betrieb sehr schnell
und mit hoher Genauigkeit durchführen. Bei dem Rechner 38 handelt es sich vorzugsweise um einen
Digitalrechner, doch könnte man auch ein analog arbeitendes Rechen-Gerät benutzen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl des Auges, mit
einer Lichtquelle, deren Licht sich als ein Lichtmuster längs eines auf das zu untersuchende Auge
gerichteten Weges durch optische Elemente hindurch fortpflanzt, mit einer Fokussierlinse zum
Ändern des Konvergenzwinkels des auf die Netzhaut fallenden Lichts, mit einem Polarisator und
einer Einrichtung zur Drehung der Polarisationsebene des Lichtes, mit einem Detektor, der das von der
Netzheut reflektierte Licht empfängt und ein Ausgangssignal in Abhängigkeit von der Lage des
Brennpunkts des reflektierten Lichts erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß der Polarisator
ein polarisierender Strahlenteiler (30) ist, der das
Licht von der Lichtquelle (11) zur optischen Achse (25) des zu untersuchenden Auges (15) umlenkt, und
daß die Einrichtung (33) zur Drehung der Polarisationsebene
derart im Strahlengang angeordnet ist, daß das von der Netzhaut reflektierte Licht in
gerader Richtung durch den polarisierenden Strahlenteiler fällt und zum Detektor (37) gelangt.
2. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Drehung
der Polarisationsebene ein Viertelwellenlängenplättchen (33) ist, das so orientiert ist, daß es die
Polarisationsebene des durch das Auge (15) reflektierten Lichts um etwa 90° gegenüber der Polarisationsebene
des von dem polarisierenden Strahlenteiler (30) auf das Auge gerichteten Lichts dreht.
3. Optisches System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter polarisierender
Strahlenteiler (20) so angeordnet ist, daß er eine erste Polarisation eines Teils des Lichts bewirkt und
polarisiertes Licht zu dem erstgenannten polarisierenden Strahlenteiler (30) gelangen läßt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19742428603 DE2428603C2 (de) | 1974-06-14 | 1974-06-14 | Optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl des Auges |
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| DE19742428603 DE2428603C2 (de) | 1974-06-14 | 1974-06-14 | Optisches System für ein Refraktometer zum objektiven Messen der Brechzahl des Auges |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2428603A1 DE2428603A1 (de) | 1976-01-02 |
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ID=5918058
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1974
- 1974-06-14 DE DE19742428603 patent/DE2428603C2/de not_active Expired
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