DE2413740C2 - Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsnetze, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetze, mit Datenübertragungseinrichtungen für den Austausch von Steuerinformationen - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsnetze, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetze, mit Datenübertragungseinrichtungen für den Austausch von Steuerinformationen

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DE2413740C2
DE2413740C2 DE19742413740 DE2413740A DE2413740C2 DE 2413740 C2 DE2413740 C2 DE 2413740C2 DE 19742413740 DE19742413740 DE 19742413740 DE 2413740 A DE2413740 A DE 2413740A DE 2413740 C2 DE2413740 C2 DE 2413740C2
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Dieter 8190 Wolfratshausen; Meyer Walter Dipl.-Ing. 8031 Ailing; Liegsalz Josef 8000 München Finkhäuser
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsnetze, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetze, in denen eine Mehrzahl von gleichberechtigten Vermittlungsstellen über Elündel von Nachrichtenkanälen miteinander verbunden sind, wobei innerhalb eines jeden Bündels wahlweise einer der Nachrichtenkanäle beidseitig mit Datenübertragungseinrichtungen (Modems) zusammenschaltbar und als 740
Datenkanal für den Austausch von Steuerinformationen nutzbar ist, indem nach Anschalten eines Modems an einen freien Nachrichtenkanal in einer der beiden über ein bündel miteinander verbundenen Vermiiiiüng^ieilen ein Belegungssignal zur Gegenstelle gesendet wird, das infolge Nichtbestehens eines Datenkanals als Anschalteaufforderung für ein Modem gewertet wird. Derartige Vermittlungsnetre sind beispielsweise aus den deutschen Patentschriften 21 60 660 und 22 28 182 bekannt
Aufgabe der Erfindung ist es, bei derartigen Anordnungen die Zuordnung der Modems zu den einzelnen Nachrichtenkanälen in einfacher, aber dennoch sicherer Weise zu steuern.
Erreicht wird dieses dadurch, daß jeweils den beiden über ein Bündel von Nachrichtenkanälen miteinander verbundenen Vermittlungsstellen unterschiedliche Prioritäten zugeteilt sind, daß die Anschaltung der Modems an einen als Datenkanal zu nutzenden Nachrichtenkanal abhängig von der der zugehörigen Vermittlungsstelle zugeteilten Priorität erfolgt, daß jeweils in der Vermittlungsstelle mit höherer Priorität ein Modem immer dann an einen Nachrichtenkanal angeschaltet wird, sobald ein solcher frei ist und im Bündel noch kein Nachrichtenkanal als Datenkanal betrieben wird. während in der als Gegenstelle an das Bündel angeschlossenen Vermittlungsstelle mit geringerer Priorität ein Modem immer erst nach Erhalt einer Anschalteaufforderung an den ausgewählten Nachrichtenkanal dieses Bündels angeschaltet wird.
Durch die neue Lösung wird vermieden, daß eine gleichzeitige Anschaltung der Modems an beiden Seiten eines Bündels erfolgt, weil auf beiden Seiten ein Übertragungswunsch vorliegt, und dabei gegebenenfalls unterschiedliche Nachrichtenkanäle belegt werden, was zusätzliche Steuer- und Schaltmaßnahmen bedeuten würde. Durch die selbsttätige Herstellung eines Datenkanals, sobald im Bünde! nur ein Nachrichtenkanal frei ist, wird sichergestellt, daß auch die Vermittlungsstellen ohne Anschalteberechtigung für das Modem Daien übertragen können, wenn solche vorliegen.
Die Prioritäten der Vermittlungsstellen können in einfacher und vorteilhafter Weise aus den ihnen zugeordneten Kennziffern abgeleitet werden, wobei jeweils die Vermittlungsstelle mit der höheren bzw. mit der niedrigeren Kennziffer gegenüber der Vermittlungsstelle mit der niedrigeren bzw. höheren Kennziffer bevorrechtigt ist.
Weiterhin gestattet die neue Lösung in einfacher Weise einen Halbduplex-Betrieb, wenn mit Inbetriebnahme eines Datenkanals und beginnend mit der bevorrechtigten Vermittlungsstelle fortlaufend Meldungen, die die Sendeberechtigung der jeweiligen Gegenstelle übertragen, zwischen den beiden angeschlossenen Vermittlungsstellen ausgetauscht werden. Die festgelegte Priorität für die Modemanschaltung kann also gleichfalls für die Erstzuteilung der Sendeberechtigung herangezogen werden, so daß ein gleichzeitiges Gegeneinanderlaufen von Daten vermieden wird.
Nachfolgend sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigt
F i g. 1 das Schema eines Fernsprechvermittlungsnetzes und
Fig.2 die Verbindung zweier Vermittlungsstellen eines solchen Fernsprechvermittlungsnetzes über ein Bündel von Nachrichtenkanälen.
Das in F i g. 1 gezeigte nicht hierarchisch gegliederte
Fernmeldenetz umfaßt neun Vermittlungsstellen A bis / Diese Vermittlungsstellen sind über einzelne Verbindungswege miteinander verbunden. Diese Verbindungswege können normale Verbindungsleitungen oder -kabel sein sowie durch Funkstrecken gebildet werden. Über die betreffenden Verbindungswege werden Signale nach dem Raummultiplex-, Frequenzmultiplex oder Zeitmultiplexprinzip übertragen wobei die einzelnen Verbindungswege in der Regel eine Mehrzahl von Nachrichtenkanälen aufweisen. An den einzelnen Vermittlungsstellen des Fernmeldenetzes sind Teilnehmerstellen angeschlossen, von denen in der Zeichnung jedoch nur zwei Teilnehmerstellen dargestellt sind, nämlich die Teilnehmerstelle 567 in der Vermittlungsstelle A und die Teilnehmerstelle 890 in der Vermitt- (5 lungsstelle /
In Anlehnung an die Erfindung sind den beiden Seiten eines jeden Verbindungsweges unterschiedliche Prioritäten zugeordnet, wobei die bevorrechtigte Seile durch ein ρ gekennzeichnet ist. Im vorliegenden Fall ist die Prioritätsverteilung von der Rangfolge des Alphabets abgeleitet worden. Statt dessen können auch den einzelnen Vermittlungsstellen zugeordnete Kennziffern verwendet werden, wobei jeweils die Vermittlungsstelle mit der höheren bzw. mit der niedrigeren Kennziffer gegenüber der Vermittlungsstelle mit der niedrigeren bzw. höheren Kennziffer bevorrechtigt ist. Die Ableitung der Priorität kann selbsttätig durch einfachen Vergleich der eigenen Kennziffer mit der der jeweils über ein Bündel erreichbaren Vermittlungsstelle erfolgen. Da die Prioritätsverleilung sich jeweils immer auf die über einen Verbindungsweg miteinander verbundenen beiden Vermittlungsstellen beziehen, sind in der Regel die an eine Vermittlungsstelle angeschlossenen Verbindungswege nicht in gleichem Maßi. bcvorrechtigt. Bezogen auf das gewählte Ausführungsheispiel weichen nur zwei Vermittlungsstellen von dieser Regel ab, nämlich die Vermittlungsstelle A, die für beide angeschlossenen Verbindungswege bevorrechtigt ist, und die Vermittlungsstelle /, die für keinen der angeschlossenen beiden Verbindungswege bevorrechtigt ist.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten eines Verbindungsweges zwischen zwei Vermittlungsstellen, z. B. A und B gemäß dem Fernmeldenetz nach Fig. 1. Danach besteht der Verbindungsweg aus einem Leitungsbündel, wobei je Nachrichtenkanal N eine Leitung vorgesehen ist. Der Einfachheit halber sind nur vier Nachrichtenkanälc /Vl bis Λ/4 dargestellt. Alle Nachrichtenkanäle sind beidseitig über Anschluß-Schaltungen AS mit dem Eingang eines in Umkehrgruppierung ausgeführten Koppelnetzwerkes K\ bzw. Kl verbunden. In gleicher Weise sind Teilnehmerstellen un<i auch die Datenübertragungseinrichtungen MIl bis M23 mit dem Koppelnetzwerk verbunden. Die Zusammenschaltung der einzelnen Koppelnetzwerkseingänge im Koppelnetzwerk wird in an sich bekannter Weise durch Einstelleinrichtungen £Ί bzw. El in Verbindung mit einer übergeordneten Zentralsteuerung ZSTX bzw. ZSTl gesteuert. Die Zentralsteuerungen ZST... sind darüber hinaus für alle Steuerungsvorgänge innerhalb einer Vermittlungsstelle und in Verbindung mit angeschlossenen Vermittlungsstellen zuständig.
Von den gezeigten Nachrichtenkanälen kann jewei's einer innerhalb eines Bündels als Datenkanal für den Austausch von Steuerinformationen dienen, indem beidseitig eines der Modems M... angeschaltet wird. Die in F i g. 2 gezeigten Modems für die Datenübertragung sind den Leitungsbündeln nichtbleibend zugeordnet, so daß bei Ausfall eines Modems ein gerade nicht benötigtes Modem aushelfen kann.
Im normalen Betrieb ist einer der vorhandenen Nachnchtenkänäle ständit als Dutenkanaf geschalte! so daß beispielsweise eine Datenübertragung vom Modem Ml i über den Nachrichtenkanal Λ/1 zum Modem A/21 und umgekehrt möglich ist. Alle übrigen Kanäle stehen für individuelle Verbindungen zwischen Teilnehmern des Fernmeldenetzes zur Verfugung. Sollte jedoch weiterer Bedarf nach einer Verbindung zwischen Teilnehmern bestehen, so wird der Datenkanal aufgetrennt Uiid für diese Zwecke ebenfalls freigegeben. Ein Aufbau weiterer teilnehmerindividueller Verbindungen über das vorhandene Bündel ist damit nicht mehr möglich.
Wird nach einem derartigen Betriebszustand einer der Nachrichtenkanäle N... wieder frei, was durch ständige Überwachung der Anschluß-Schaltungen AS von der Zentralsteuerung ZST... unter anderem auch in der Vermittlungsstelle A erkannt wird, so wird auf Grund der Bevorrechtigung zunächst ein freies Modem M... von der Zentralsteuerung aus belegt und dieses über das Koppelnetzwerk Ki zur Anschluß-Schaltung ASdes freien Nachrichtenkanals, z. B. M.durchgeschaltei. Anschließend wird über den so belegten Nachrichtenkanal ein Belegungssignal zur Gegenstelle B gesendet. Da auch hier alle Anschluß-Schaltungen AS fortlaufend überprüft werden, erkennt die Zentralsteuerung ZST2 die Belegung des Nachrichtenkanals .Vl durch die Vermittlungsstelle A. Die Zentralsteuerung überprüft daraufhin, ob bereits eine Datenverbindung zur Vernittlungsstelle A besteht. Fällt wie im > orliegenden Falle diese Prüfung negativ aus. so stelit die Zentralsteuerung ZSTl über das Koppelnetzwerk K2 eine Verbindung zwischen der belegten Anschluß-Schaltung /tSund einem freien Modem, z. B. Ml\, her. Der Dalcnkanal ist damit durchgeschaltet, was durch eine Rückmeldung der Vermittlungsstelle A quittiert wird. Der Austausch von Daten bzw. Steuerinformationen kann nur in bekannter Weise vorgenommen werden.
Auf Grund der vorgegebenen Prioritäten und der damit vfrbundenen Bevorrechtigung einer der beiden jeweils über ein Bündel von Nachrichtenkanälen miteinander verbundenen Vermittlungsstellen kann der Aufbau eines Datenkanals jeweils nur von der bevorrechtigten Vermittlungsstelle aus erfolgen. Dabei erfolgt die Herstellung eines solchen Datenkanals unmittelbar immer dann, wenn einer der Nachrichlenkanäle frei wird und noch keine Datenverbindung besteht. Diese Bedingungen lassen sich durch die jeweilige Zentralsteuerung ZST in einfacher Weise überwachen. Die Einhaltung dieser Bedingungen stellt sicher, daß jeweils nur ein Datenkanal aufgebaut wird und daß für die Gegenstelle unmittelbar erkennbar ist, welcher Nachrichtenkanal als Datenkanal verwendet werden soll. Gleichzeitige Modemanschaltungen auf beiden !Seiten eines Nachrichtenkanals und damit verbundene Steuerprobleme werden vermieden. Eine Beeinträchtigung der jeweiligen Gegenvermittlungsstelle ist damit nicht verbunden, da — wenn ein freier Nachrichtenkanal vorhanden ist — sofort der Datenkanal aufgebaut wird und die Gegenvermittlungsstelle ebenfalls ihre Daten absetzen kann.
Der Austausch der einzelnen Daten und Steuerinformationen zwischen den beiden an einen Nachrichtenkanal angeschalteten Modems, z. B. MIl und M21, kann in
an sich bekannter Weise erfolgen. Vorteilhaft ist ein Halbduplex-Betrieb bei dem die Sendeberechtigung abwechselnd immer nur einer Vermittlungsstelle zugeteilt wird, um so einen gleichzeitigen Übertragungsbeginn von beiden Seiten aus zu verhindern. Für die Erteilung der Erstberechtigung kann dann gleichfalls die vorhandene Prioritätenverteilung zwischen den über einen Verbindungsweg miteinander verbundenen Vermittlungsstellen herangezogen werden, indem mit Inbetriebnahme eines Datenkanals und beginnend mit der bevorrechtigten Vermittlungsstelle fortlaufend Meldungen, die die Sendeberechtigung der jeweiligen Gegenstelle übertragen, zwischen den beiden angeschlossenen Vermittlungsstellen ausgetauscht werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche: 24
1. Schaltungsanordnung für Fernmeldevenrittlungsnetze, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetze, in denen eine Mehrzahl von gleichberechtigten Vermittlungsstellen über Bündel von Nachrichtenkanälen miteinander verbunden sind, wobei innerhalb eines jeden Bündels wahlweise einer der Nachrichtenkanäle beidseitig mit Datcnübertragungseinrichtungen (Modems) zusammenschaltbar und als Datenkanal für den Austausch von Steuerinformationen nutzbar ist, indem nach Anschalten eines Modems an einen freien Nachrichtenkanai in einer der beiden über ein Bündel miteinander verbundenen Vermittlungsstellen ein Belegungssignal zur Gegenstelle gesendet wird, das infolge Nichtbestehens eines Datenkanals als Anlchalteaufforderung für ein Modem gewertet wird, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils den beiden über ein Bündel von Nachrichtenkanälen
(z. B. Ni bis /V4) miteinander verbundenen Vermittlungsstellen (A und B) unterschiedliche Prioritäten zugeteilt sind, daß die Anschaltung der Modems (z.B. MIl und M2i) an einen als Datenkanal zu nutzenden Nachrichtenkanal (z. B. Nl) abhängig von der der zugehörigen Vermittlungsstelle zugeteilten Priorität erfolgt, daß jeweils in der Vermittlungsstelle (z. B. A) mit höherer Priorität ein Modem (Mi 1) immer dann an einen Nachrichtenkanal (z. B. Ni) «ngeschaltet wird, sobald ein Nachrichtenkanal frei ist und im Bündel noch kein Nachrichtenkanal als Datenkanal betrieben wird, während in der als Gegenstelle an das Bündel angeschlossenen Vermittlungsstelle (B) mh geringer Priorität ein Modem immer erst nach Erhalt einer Anschalteaufforderung *n den ausgewählten Nachrichtenkanal dieses Bündels angeschaltet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prioritäten der einzelnen Vermittlungsstellen (z. B. A bis J) aus, den ihnen lugeordneten Kennziffern abgeleitet werden und daß jeweils die Vermittlungsstelle (z. B. A) mit der höheren bzw. mit der niedrigeren Kennziffer gegenüber der Vermittlungsstelle (z. B. B) mit der niedrigeren bzw. höheren Kennziffer bevorrechtigt ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Austausch von Nachrichten über die Datenkanäle im Halbduplexbetrieb erfolgt und daß mit Inbetriebnahme eines Datenkanals (z. B. Ni) und beginnend mit der bevorrechtigten Vermittlungsstelle (z. B. A) fortlaufend Meldungen, die di; Sendeberechtigung der jeweiligen Gegenstelle übertragen, zwischen den beiden angeschlossenen Vermittlungsstellen (A und
B) ausgetauscht werden.
DE19742413740 1974-03-21 1974-03-21 Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsnetze, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetze, mit Datenübertragungseinrichtungen für den Austausch von Steuerinformationen Expired DE2413740C2 (de)

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DE2413740A1 DE2413740A1 (de) 1975-07-03
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