DE239885C - - Google Patents
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- DE239885C DE239885C DENDAT239885D DE239885DA DE239885C DE 239885 C DE239885 C DE 239885C DE NDAT239885 D DENDAT239885 D DE NDAT239885D DE 239885D A DE239885D A DE 239885DA DE 239885 C DE239885 C DE 239885C
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L1/00—Measuring force or stress, in general
- G01L1/02—Measuring force or stress, in general by hydraulic or pneumatic means
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)
- Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind bereits Kraftmesser bekannt, bei denen die Formänderung eines Hohlkörpers
hydraulisch vergrößert zur Anzeige gebracht wird, doch haften diesen Nachteile an, die die
Erreichung des durch sie angestrebten Zweckes in Frage stellen.
Der wesentlichste Nachteil besteht in der Vereinigung einer elastischen, die Volumenveränderung
verursachenden federnden Platte
ίο mit einem starren Gehäuse.
Die Spannungsentwicklung ist in diesem Falle an der Übergangsstelle der beiden Teile
unstetig, d. h. es treten Relativverschiebungen an der Berührungsfläche auf, die Reibungskräfte
wachrufen. Diese letzteren aber, abhängig vom Flächendruck, Belastungsgeschwindigkeit,
Anzahl der Belastungswechsel, beeinflussen den Spannungszustand der Meßplatte mit wechselnder Größe und besonders die Konstanz
des Nullvolumens, da in diesem Zustand die richtenden Kräfte Null sind. Damit ist
aber ausgeschlossen, daß die Versuchsergebnisse gleichbleiben.
Durch diese Verschiebung wird aber auch die Dichtheit des Meßraumes gefährdet, besonders
wenn die Platten auf Zug beansprucht werden.
Weitere Mängel der bisher vorhandenen Bauarten bestehen in der Schwierigkeit der
Herstellung insofern, als zum Zusammenhang zwischen Gehäuse und federnder Platte genaues
Einpassen notwendig wird und verwickelte Bauformen nicht zu umgehen sind.
Ferner führt die Verwendung eines starren Gehäuses zu einem im Hinblick auf den Erhalt
möglichst großer Nutzvolumina ungünstigen Belastungsfall, nämlich zu dem der am Rande
fest eingespannten, am Rande versteiften Platte, die also an der Querzusammenziehung
fast ganz gehindert ist, woraus ein Minimum des Nutzvolumens folgt.
Schließlich ist die aus versuchstechnischen Gründen sehr wünschenswerte Verwendung
einer Meßbüchse für Zug- und Druckversuche bei starrem Gehäuse umständlich und teuer
auszuführen.
Für einen Verwendungszweck sind aber
die bisher bekannten Kraftmesser gänzlich ungeeignet, nämlich für Kontrollzwecke ortsfester
Maschinen, bei denen sie also jeweils ein- und ausgebaut und vielfach von den kontrollierenden
Beamten rchnell von Ort zu Ort transportiert werden müssen; denn auf die
Krafteinheit entfällt ein sehr hoher Gewichtsbetrag, da nur ein sehr kleiner Teil des Ge-
samtgewichtes (federnde Platte) zur Erzielung des Nutzvolumens benutzt wird.
Der nachstehend beschriebene Kraftmesser vermeidet diese Nachteile durch folgende Bauart:
Zwei gleiche oder annähernd gleiche federnde Platten 1 und 2, die in ihrer Mitte zu Anschlüßstutzen
auslaufen, ;sind am Rande durch Schrauben, Niete 0. dgl. zusammengepreßt und
lassen zwischen sich eine Aussparung 3 frei, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Mit der Belastung
dieser Platten durch achsiale Kräfte wird der Hohlraum in seiner Größe verändert,
und diese Veränderung wird in bekannter Weise ■ durch Steigrohr oder Meßkolben festgestellt.
Die Vorzüge des Erfindungsgegenstandes sind folgende:
Es ist kein Einpassen irgendwelcher Teile
nötig, sondern nur das Herstellen einer ebenen Fläche.
Da alles einfache Drehteile sind, die zwischen Spitzen laufen können, ist eine genaue zentrische
Herstellung der Platten und besonders die Mittellage des Anschlußbolzens gewährleistet.
Die Herstellung zweier gleicher Platten derselben Meßbüchse vereinfacht und verbilligt
die Fabrikation und steigert die Güte der
ίο Arbeit. Ferner ist die Gestalt der Platte an
sich die denkbar einfachste.
Da ferner beide Platten denselben Deformationszustand haben, verhalten sie sich an der
Berührungsfläche in radialer und tangentialer Richtung wie ein homogener Körper. Verschiebungen
treten also nicht auf; dadurch bleiben die physikalischen Grundbedingungen des Kraftmessers gewahrt. Die in achsialer
Richtung auftretenden Lagenänderungen elastischer Art kann man durch das Verbindungsmittel
sehr stark reduzieren und in ihrer Größe rechnerisch leicht verfolgen. Hieraus folgt
nicht nur ein sicheres Aufrechterhalten der einfachen metallischen Dichtung der beiden
Platten, sondern der Wegfall unerwünschter Mitwirkung von Reibungswiderständen.
Die Form zweier gleicher Platten führt weiter zur Anwendbarkeit ^derselben Meßbüchse
für Zug- und Druckversuche und zur einfachen zentrischen Fassung mittels Kugelschalen auf Zug und Druck. Besonders vorteilhaft
ist aber der Erhalt größter Nutzvolumina, da sich die Federungen der beiden Platten jeweils summieren und der vorliegende
Belastungsfall dem der reibungsfrei aufliegenden Platte entspricht, deren' Querzusammenziehung
ungehindert vor sich gehen kann.
Benutzt man noch beim Bau der Platten das bekannte Mittel einer Verjüngung der
Dicke nach den Rändern zu, so erhält man im Verhältnis zu dem Nullvolumen sehr große
Nutzvolumina, die eine Auswertung ihrer Größe in verhältnismäßig groben Meßapparaten
gestatten und in bezug auf den Temperatureinfluß deshalb besonders günstig wirken, weil
sich aus dem Verhältnis von Nutzvolumen zu Nullvolumen der Temperaturfehler ergibt. Der
Einfluß der Temperatur, auf diese Weise schon verringert, wird durch geeignete Ummantelung
des Instrumentes derartig vermindert, daß er, bezogen auf die kurze Zeit eines Festigkeitsversuches, vollkommen vernachlässigt werden
kann.
Ganz besonders gilt dies letztere von der für die Maschinenkontrolle benutzten Meßbüchse,
bei der man die Belastungen und Entlastungen in schneller Folge vornehmen kann.
Die Ummantelung durch Isolatoren ist infolge der einfachen Form des Instrumentes
und der gedrängten Bauart eine einfache.
Bei der vorliegenden Bauart besteht auch die Möglichkeit, das Gewicht der Meßbüchse
so weit herunterzudrücken, daß für ambulante Zwecke ein bequemer Transport von Hand erfolgen
kann. .·
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Meßbüchse zur Ermittlung von Kräften, bei der die Federung elastischer Körper hydraulisch vergrößert zur Anzeige gebracht wird, gekennzeichnet durch zwei in ihren Hauptzügen gleiche Platten (1,2), die am Rande in bekannter Weise fest verbunden sind und zwischen denen sich der zur hydraulischen Messung benötigte Hohlraum befindet, der von der Meßflüssigkeit vollständig ausgefüllt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE239885C true DE239885C (de) |
Family
ID=499290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT239885D Active DE239885C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE239885C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1698530B1 (de) * | 1961-06-05 | 1970-06-25 | Glanzstoff Ag | Hydraulischer Drehmomentmesser fuer Arbeitsmaschinen mit senkrecht stehender Welle |
-
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1698530B1 (de) * | 1961-06-05 | 1970-06-25 | Glanzstoff Ag | Hydraulischer Drehmomentmesser fuer Arbeitsmaschinen mit senkrecht stehender Welle |
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