DE232186C - - Google Patents

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DE232186C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N—WALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00—Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(P'A/ A
KLASSE
In der Motorluftschiffahrt ist der Stoff der Gasblase von größter Bedeutung, und zwar in der Hinsicht, daß dieselbe keine Diffusion des Gases zuläßt und dabei eine möglichst große Festigkeit und Widerstandsfähigkeit besitzt, um bei Havarien Katastrophen zu vermeiden. Um diesen Zweck zu erreichen, wird gemäß vorliegender Erfindung die Gasblase aus einem nahtlosen schlauchförmigen Gewebe von Draht
ίο oder stark gezwirnter Seide hergestellt, das auf der Innen- und Außenseite mit einem Überzug von mehreren dünnen Celluloidschichten versehen ist und auf der äußersten Schicht dünne Metallplatten oder -folien trägt. Es ist schon vorgeschlagen worden, Drahtgewebe mit einer dünnen Celluloidschicht zu überziehen und ebenso Gewebe mit einem Überzug von Bronze oder Metallguß zu versehen; beide Anordnungen sind jedoch für Gasblasen unbrauchbar. Eine Gasblase könnte nur aus einer Reihe derartiger Celluloidplatten zusammengesetzt werden, die durch Überlappungen miteinander verbunden werden müßten. Diese Überlappungen bieten Veranlassung zu großen Undichtigkeiten, so daß eine derartige Hülle für Luftschiffahrtszwecke unbrauchbar sein würde. Ebenso ist ein Überzug auf Gewebe nur in der Weise gemacht worden, daß das Metall entweder aufgegossen oder die Bronze aufgepinselt worden ist; im ersteren Falle wird die Hülle zu schwer und im letzteren durch den Bronzeüberzug nur gefärbt.
Gemäß vorliegender Erfindung wird durch das Auftragen mehrerer dünner Celluloidschichten auf ein nahtloses Gewebe und durch Überziehen der äußersten Schicht mit Metallfolien
eine äußerst große Widerstandsfähigkeit bei äußerst geringem Gewicht erreicht.
Das Verfahren wird in der Weise ausgeübt, daß auf einem entsprechenden Webstuhl zunächst ein schlauchförmiges nahtloses Gewebe hergestellt wird, auf welches nacheinander in sehr dünnen Schichten Celluloid von beiden Seiten aufgetragen wird. Jede Schicht muß ungefähr 20 Stunden trocknen. Sind auf diese Weise eine gewisse Anzahl, z. B. zehn Schichten von jeder Seite aufgetragen worden, so werden auf die äußerste, noch nicht trockene, im weichen Zustande befindliche Schicht dünne Metallfolien gelegt, mittels heißer Tuchballen aufgepreßt und darauf durch mit Dampf beheizte Bügeleisen festgebügelt.
Das auf diese Weise hergestellte enorm zähe und feste Material kann auch als Flächenbezugsmaterial für Aeroplane Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    60
    Verfahren zur Herstellung von Ballonhüllen aus Celluloid mit Gewebeeinlage, dadurch gekennzeichnet, daß ein nahtloses schlauchförmiges, die Form der Ballonhülle besitzendes Gewebe aus Draht oder gezwirnter Seide auf der Innen- und Außenseite mit einem Überzug von mehreren dünnen Celluloidschichten versehen wird, worauf auf die äußerste noch im weichen Zustande befindliche Celluloidschicht dünne Metallfolien gelegt werden, die mittels heißer Bügeleisen festgebügelt werden.
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