DE229972C - - Google Patents

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DE229972C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/08Details specially adapted for crucible or pot furnaces
    • F27B14/14Arrangements of heating devices
    • F27B14/143Heating of the crucible by convection of combustion gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
- M 229972 KLASSE 31 a. GRUPPE
LOUIS ROUSSEAU in ARGENTEUIL, Frankr.
Patentiert im Deutschen Reiche, vom 28. November 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf gaserzeugende Schmelzöfen, bei denen der geneigte Füllschacht seitlich im Ofen liegt und die zur Verbrennung erforderliche Luft durch eine diametrale Leitung einerseits von unten in den Brennstoff und andererseits von der Seite über . ihn geführt wird.
Nach der Erfindung mündet nun der Füll-' schacht unten in eine den Brennstoff enthaltende Kammer, die unter einer anderen, den Tiegel enthaltenden Kammer liegt, wobei die beiden Kammern in bekannter Weise durch einen ringförmigen Einsatz voneinander getrennt sind, der an seinem oberen Teil den Tiegel trägt und unten den Brennstoff bei der Neigung des Ofens zwecks Entfernung des Gusses zurückhält.
Auf diese Weise kann der in den Schacht gebrachte Brennstoff sich auf der ganzen Oberfläche des Rostes ausbreiten, ohne durch den über diesem liegenden Tiegel gehindert zu werden, wobei der Brennstoff, falls erforderlich, noch mit einem Schüreisen gleichmäßig verteilt werden kann.
Ferner muß nach der Erfindung die diametrale Luftzuführung über dem Brennstoff und unter dem ringförmigen Einsatz liegen, der die beiden inneren Räume des Ofens trennt, und der untere Teil des Zuführungsrohres muß Luftverteilungsöffnungen aufweisen, damit die Luftzuführung in einer Richtung erfolgt, die völlig entgegengesetzt dem von den Verbrennungsgasen und dem unter den Brennstoff eintretenden Luftstrom zurückgelegten Wege ist.
Auf diese Weise, erfolgt unter dem Tiegel eine vollkommene Durchmischung der Gase und der Luft in einem Raum, der sich am besten für eine solche Mischung eignet. So lassen sich die Gase völlig verbrennen und auf eine hohe Temperatur bringen, bevor sie mit dem Tiegel in Berührung kommen.
Auf den Zeichnungen sind Fig. 1 und 2 Schnitte nach den Linien A-B und C-D der
Fig- 3-Fig. 3 ist ein Grundriß nach Fig. 1.
Der Tiegel 1, der zur Aufnahme des zu schmelzenden Metalles bestimmt ist, wird in bekannter Weise von radial stehenden Säulen 2 getragen, die an dem Umfang des Tiegels entsprechend verteilt und an das Ofenfutter 3 angelehnt sind. Die Säulen sind unten durch einen Ring 4 gestützt, der seinerseits auf einem gewölbten Einsatz 5 aufruht, der aus einem Wärme schlecht leitenden Stoff besteht. Der untere zylindrische Teil des Einsatzes 6 ruht auf einem Ring 7, dessen mittlere Öffnung mit einem Rost 8 überdeckt ist. Diese Öffnung ist unten durch eine Platte 9 geschlossen, die aus einem schlechten Wärmeleiter besteht und durch einen mit einer Schraube 11 versehenen Querträger 10 gehalten wird.
Die Beschickung des Ofens mit Brennstoff erfolgt durch den Schacht 12 (Fig. 2), der seitlich am Ofen liegt und unmittelbar unter der Wölbung des Einsatzes 5 mündet.
Der Schacht 12 ist durch eine Klappe 13 geschlossen, die mittels Scharniers 14 drehbar ist und durch einen angelenkten gabelförmigen Hebel 15 mit Handgriff 16 gehalten wird. Der Teil des Deckels 13, der mit dem oberen Ende des Schachtes 12 in Berührung kommt, ist mit einem Asbestring 17 versehen, durch den die
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zuverlässige Abdichtung des Deckels 13 auf der Schachtmündung gesichert wird. Dieser Deckel ist in Fig. 2 offen dargestellt, um den Asbestring zu zeigen.
Die für die Verbrennung notwendige Luftzufuhr erfolgt durch einen senkrechten Kanal 18, der sich in bekannter Weise in zwei Arme 19 und 20 teilt. Der Arm 19 setzt sich in einen Kanal 21 fort, der durch die Wand 3 gelegt ist und in die Ringöffnung 7 unter dem Rost 8 mündet.
Der Kanal 20 setzt sich in eine Öffnung 22 der Wand 3 fort und mündet in ein rundes, den Einsatzteil 6 durchquerendes Rohr 23, das unmittelbar unter der Wölbung 5 liegt.
Das Rohr 23 besteht aus einem schlechten Wärmeleiter, zweckmäßig aus Graphit. Das Rohr ist an dem dem Kanal 20 zugekehrten Ende offen und am anderen Ende durch einen Kanal 25« der Wände 3 und 6 mit einem Rohr 24 verbunden. Das Rohr 24, das mit einem Ende gegen den Kanal 25* stößt, ist am anderen Ende mit einem Arm der Leitung 20 bei 24a verbunden, wie in Fig. 1 punktiert ange-' deutet ist.
Das Rohr 23 hat innen verschiedene Bohrungen 25, die von geeigneter Weite sind und passenden Abstand haben.
Auf einer mit einem Handgriff 27 versehenen Stange 26 sitzen zwei Scheiben 28 und 29, mittels deren die Durchgangsweite der Kanäle 19 und 20 sich regeln läßt. Die Scheiben sind auf der Stange 26 um 900 zueinander versetzt befestigt, damit, wenn die eine der Leitungen 19 oder 20 völlig offen ist, die andere geschlossen ist, und bei Vergrößerung der Durchgangsweite des einen Kanals 19 oder 20 der andere mehr oder weniger gedrosselt wird.
Der Kanal 18, der an seinem unteren Ende Luft aufnimmt, ist unterhalb der Leitung 19 mit einer Drosselklappe 29" versehen, die an einer gekröpften Stange 30 befestigt ist. An das eine Ende der letzteren ist eine senkrechte Stange 31 angelenkt, die sich mit Spielraum in dem Träger 32 mittels des Handgriffes 33 verschieben läßt.
Durch Veränderung der Höhenlage des1 Griffes 33 ändert sich auch die Winkelstellung der Klappe 29® und infolgedessen die Durchgangsweite des Kanals 18.
Wenn der Ofen mit Brennstoff beschickt ist, wie dies Fig. 1 und 2 zeigen, strömt die Luft in bekannter Weise an zwei verschiedenen Stellen ein, erstens unter dem Rost 8, d. h. tief unter dem Brennstoff, und zweitens am unteren Teil des mit Öffnungen 25 versehenen Rohres 23.
Es findet eine Entgasung des Brennstoffes unter der Einwirkung der Wärme und der durch die Öffnung2i einströmenden Luft statt; die entstehenden Gase werden dann völlig durch die Luft verbrannt, die durch die Öffnungen 25 des Rohres 23 austritt und das sehr stark erhitzte Rohr 23 durchströmt hat. Außerdem hat die zusätzliche, durch die Löcher 25 des Rohres 23 erfolgende Luftzufuhr eine entgegengesetzte Richtung wie die durch den Rost 8 strömende Luft, so daß eine innige Durchmischung und eine vollständige Verbrennung der Gase erfolgt.
Die Gase treten zwischen den oberen Rand des Tiegels 1 und den Ring 34 hindurch, um durch die Öffnung 35 des Deckels 36 zu ent-Aveichen.
Die (nicht dargestellten) Drehzapfen des Ofens liegen senkrecht zur Richtung der Leitungen 19 und 20, so daß, wenn der Ofen seine senkrechte Lage einnimmt, der unten auf das Rohr 18 aufgesetzte Hals 37 sich auf den Rand des oberen Endes des Luftzuführungsrohres legt, der zweckmäßig mit einer plastischen Schicht, z. B. aus Asbest o. dgl., versehen ist. Dadurch wird der dichte Abschluß zwischen dem Luftzuführungsrohr und dem Rohr 18 in bekannter Weise durch das Eigengewicht des Ofens hergestellt, weil die Hälfte des Ofens, die das Rohr 18 und den Schacht 12 trägt, schwerer ist als die auf der unteren Seite der Zapfen liegende Hälfte, auf der der Ausguß des Metalles erfolgt.
Wenn der Ofen zwecks Entleerung geneigt wird, so ist die Luftzufuhr abgeschnitten; ihre Unterbrechung zwischen dem Luftrohr und dem Rohr 18 verursacht keine weiteren Umstände.
■ Der Ausguß des Metalles erfolgt durch Neigung des Ofens, nachdem der Stopfen 38 entfernt ist.
Der Gang des Ofens wird durch Handhabung der Drosselklappen 28 und 29 mittels des Griffes 27 geregelt. Wenn z. B. der Ofen zu viel Gas erzeugt, so werden mittels des Griffes 27 die Klappen 28 und 29 so eingestellt, daß wenig Luft durch das Rohr 21, dagegen viel Luft durch das Rohr 22, durch die Löcher 25 über den Brennstoff eintreten kann. Die so erhöhte Luftzufuhr sichert nun eine vollkommene Verbrennung der Gase.
Zwecks Entfernung der Asche des Brennstoffes löst man die Schraube 11 und entfernt den Querträger 10, worauf die so freigegebene no Platte 9 das Herausfallen der Asche gestattet.
Soll ein Zusatz von flüssigem Brennstoff zu dem festen gegeben werden, so kann ersterer in das Rohr 21 eingeblasen werden.
Sollte infolge Bruches des Tiegels oder aus n5 einer anderen Ursache das Metall sich in den unteren Teil des Ofens ergießen, so kann man das Metall aus dem Ofen dadurch entfernen, daß man ihn nach Herausnahme des Stopfens 39 neigt. Das Metall fließt dann durch die iao schräge Bohrung 40 des Ringes 4 und der Wölbung 5 in das Loch des entfernten Stopfens 39.
Der Rost 8 könnte auch fortfallen. In diesem Falle würde die Luft ohne weiteres durch
das Rohr 21 in den unteren Teil der Brennstoffschicht dringen und diese durchziehen, während die Asche sich im unteren Teil des Ofens anhäuft, da dessen Beschickung mit Brennstoff von oben erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Metallschmelzofen mit seitlich angebrachtem Einfüllschacht für den Brennstoff und einem den Ofen durchsetzenden Luftzuführungsrohr, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfüllschacht in die den Brennstoff enthaltende Verbrennungskammer unter dem Tiegel (1) mündet und das Luftzuführungsrohr (23) unter dem Einsatz (5) liegt, der die Verbrennungskammer von der den Tiegel (1) enthaltenden Kammer trennt und unten Luftaustrittsöffnungen (25) aufweist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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