DE2265065A1 - Verfahren zum lichtbogenschweissen mit abschmelzender elektrode, insbesondere zum schutzgasschweissen unter co tief 2 - Google Patents
Verfahren zum lichtbogenschweissen mit abschmelzender elektrode, insbesondere zum schutzgasschweissen unter co tief 2Info
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Description
MESSER GRIESHEIM GMBH MG 688a
... .....—---—f Be/Tr
Ii:^ I.;i2 ni'^lxiS 17.10.1975
Kennwort: Pulspneuraarc II
Erfinder: Dr. Teske, Hannappel
Erfinder: Dr. Teske, Hannappel
Verfahren zum Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Elektrode, insbesondere zum Schutzgasschweißen unter CO2
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lichtbogenschweißen
mit abschmelzender Elektrode, insbesondere zum Schutzgasschweißen unter CO2· Beim Schweißen mit abschmelzender
Elektrode ist der Übergang des Schweißmetalls von der Elektrode zum Werkstück abhängig von dem jeweils
verwendeten Schweißverfahren, wie beispielsweise MIG- und MAG-Lichtbogenschweißen, zu denen auch das Tauchlichtbogenschweißen
zählt.
Beim Tauchlichtbogenschweißen (DIP-Transfer) mit abschmelzender
Elektrode unter Schutzgas (insbesondere Kohlendioxid) wird, wie bekannt (USA-Patentschrift 2 886 696) das Elektrodenende
periodisch in das Schmelzbad eingetaucht. Dadurch entstehen periodische Kurzschlüsse, so daß sich zwangsläufig
ein Pulsieren des Schweißstromes ausbildet. Bei diesem bekannten Verfahren wird der Lichtbogen periodisch ausgelöscht
und der Metallübergang findet ausschließlich während der Berührung von Elektrode und Werkstück statt. Dabei entsteht
ein kleines, einfach zu führendes Schweißbad mit guter Spaltüberbrückbarkeit.
Wird bei diesem Verfahren jedoch, beispielsweise bei Blechdicken über 2 bis 3 mm, die Leistung durch
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Erhöhen der Stromstärke und damit der zugeführten Drahtmenge vergrößert, wodurch gleichzeitig die Kurzschlußfrequenz,
d.h. die Anzahl der Kurzschlüsse pro Sekunde vergrößert wird, so verschlechtert sich das Nahtaussehen. Außerdem
wird durch die Erhöhung der Stromstärke und bei Verwendung von Kohlendioxid als Schutzgas der Lichtbogen unstabil
und das Schweißmaterial wird zum Teil verspritzt.
Wird dagegen als Schutzgas ein Inertgas oder ein Mischgas, welches zum überwiegenden Teil aus einem inerten Gas wie
Argon oder Helium besteht, verwendet, so erreicht man bei erhöhten Strom- und Spannungswerten den sog. Sprühlichbogen,
der dadurch gekennzeichnet ist, daß viele Materialtröpfchen (bis zu etwa 500/sec) sprühregenartig kurzschlußfrei
von der Drahtelektrode auf das Werkstück übergehen. Der Lichtbogen mit Sprühübergang ist stabil und in Verbindung
mit der geringen Größe der Tropfen wird der Vorteil · erreicht, daß die Tropfen leicht auf eine horizontale Kehlnaht
oder auf eine Uberkopfnaht gerichtet v/erden können. Die
Konzentration der Energie in dem mittleren Bereich des Bogens und die kinetische Energie der in das Schmelzbad einschlagenden
Metalltropfen bewirken einen tiefen Einbrand, was jedoch für eine Zwangslagenschweißung häufig unerwünscht
ist, da das durch axiales Sprühen bei hohen Stromdichten in großer Menge gebildete überhitzte Schweißmetall zu flüssig
ist; folglich ist die Führung des Schweißbades schwierig,
Wegen des relativ tiefen Einbrandes ist die Anwendung von Lichtbogen mit Sprühübergang auf die Schweißung dicker
Querschnitte beschränkt. Bei dünnen Teilen führt der tiefe Einbrand unter Umständen zu Löchern, so daß die Schweißung
derartiger Teile unter Ausnutzung des axialen Sprühüberganges schwierig, wenn nicht unmöglich ist. Durch das Impuls-Lichtbogenschweißen
ist es möglich geworden, die Vorteile
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j NAM.:- i^U , , !
des Sprühliehtbogens auch bei dünnen Blechen auszunutzen.
Beim Impuls-Lichtbogenschweißen (Deutsche Patentschrift 1 149 472) wird die für einen kurzschlußfreien Tropfenübergang
erforderliche hohe Stromstärke der Elektrode nicht kontinuierlich sondern nur in kurzen Intervallen (Stromimpuls)
zugeführt.
Auf die Probleme des Werkstoffüberganges beim Kurzlichtbogenschweißen,
MIG-VMAG-Schweißen, sowie beim Impulslichtbogenschweißen
wird auch in den Artikeln
-"Der Werkstoff übergang beim MIG- und MAG-Schweißen"
von Dr.-Ing. W Ruckdeschel, Lohhof Sonderdruck aus DVS-Berichte, Band 18 'Schutzgasschweißen1
Deutscher Verlag für Schweißtechnik GmbH, Düsseldorf
-"Impuls-Lichtbogenschweißen" von Karl Schöbel, Frankfurt
Sonderdruck 13/68 aus Elektrotechnische Zeitschrift ETZ-B Band 2OC1968) Heft 5, VDE-Verlag GmbH, Berlin
-"Beitrag zur Kenntnis der Vorgänge beim Kurζlichtbogenschweißen
von S^hI" Dr.-Ing. Folkhard und Dipl.Ing.
H. Keller
Sonderdruck aus Fachbuchreihe 'Schweißtechnik1, Band 40
Deutscher Verlag für Schweißtechnik (DVS)GmbH, Düsseldorf
eingegangen.
Bei den bekannten Schweißverfahren ist jedoch eine Veränderung
des Schweißgutüberganges, ob kontrolliert wie beim Impulslichtbogenschweißen oder unkontrolliert wie beim Sprühlichtbogenschweißen
im wesentlichen nur durch Maßnahmen .bezüglich der elektrischen Energiezufuhr erreichbar, wodurch
jedoch der Aufbau der Strömquellen durch die dazu erforder-
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lichen elektrischen Bauteile wie Drosseln, Impulsstromquelle und dergleichen u.U. erheblich kompliziert und teuer wird.
Darüberhinaus ist es bisher noch nicht möglich, den Schweißgutübergang
unter Verwendung von CO2 als Schutzgas derart kontrolliert zu steuern, wie es beispielsweise bei der Verwendung
von einem Inertgas (Argon) oder einem überwiegenden Teil aus Inertgas bestehenden Mischgas durch das Impulslichtbogenschweißen
erreichbar ist. Eine mögliche Erklärung hierfür wird darin gesehen, daß die Ansatzflächen des
CO2"Lichtbogens kleiner sind als die des Argon-Lichtbogens.
Hierdurch wird die Energiekonzentration an diesen Stellen größer. Unter Argon wird der Tropfen vom Lichtbogen gewissermaßen
eingehüllt und dadurch gleichmäßiger erhitzt? das Schweißbad wird gleichzeitig im Gegegnsatz zum Kohlendioxid in einer
großen Fläche erwärmt. Durch die hohe Energiekonzentration beim CO2 kommt es zu einem Verdampfen des Metalls an der
Tropfenunterseite. Der dabei entstehende Dampfdruck wirkt der Tropfenablösung entgegen und kann den Tropfen seitlich
nach oben drücken.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schweißverfahren zu schaffen, bei dem, insbesondere bei der Verwendung
von C0~ als Schutzgas, ein kontrollierter, vorbestimmter Tropfenübergang erreichbar ist, welcher von Schwerkrafteinflüssen
weitgehend unabhängig ist.
Die Erfindung besteht darin, daß das ahschmelzende Ende
der Elektrode von einem mit einer vorbestimmten Frequenz pulsierenden Gasstrom beaufschlagt wird.
Durch den pulsierenden Gasstrom wird es vorteilhaft möglich, den Schweißgutübergang zu steuern und zwar ohne
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ι : t
Veränderung der eingestellten Strom- und Spannungswerte. So
wird beim Schweißen mit CO2 als Schutzgas und bei Strom-
und Spannungswerten/ bei rtonen üblicherweise ein Kurzschluß
stattfindet (Werte liegen also unterhalb des kritischen Bereiches) durch die Gasimpulne bewirkt, daß der sich am Elektrodenende
ausbildende Tropfen ablöst und kurzschlußfrei von der Elektrode zum Werkstück geschleudert wird. Ein Hochwandern
des Tropfens an d^r Elektrode tritt nicht mehr auf,
wie Filmaufnahmen gezeigt haben. Durch den pulsierenden Gasstrom wird also erreicht, 'laß auch bei CO3 als Schutzgas
ein gesteuerter, durch dio Frequenz des pulsierenden Gasstromes kontrollierter und vorbestimmter Tropfenübergang möglich
wird.
Ferner wird es durch den pulsierenden Gasstrom vorteilhaft
möglich, einen Schweißgutilbnrgang, bei dem aufgrund der eingestellten
Strom- und Spannungswerte bereits pro Zeiteinheit eine gewisse Anzahl Tropfen von der Elektrode abgelöst
werden, zu verändern. Kn hat sich beispielsweise gezeigt,
daß bei den Parametern: Drahtdurchmesser 1 mm, Spannung 38 V, Strom 220 Λ, sich pro Sekunde 13 Tropfen ablösten.
Durch einen pulsierenden C.ίοstrom mit einer Impulsfrequenz
von 21 Hz, bei einem Verhältnis von Impulsdauer zu Impulspause von 1:1 und einem überdruck des Gases von etwa 1,5 bar
wurde der Tropfenübergang von 13/sec auf 21/see erhöht. Die
Tropfenübergangsfrequenz entspricht etwa der Gasimpulsfrequenz.
Durch die Erhöhung der Tropfenfrequenz und der damit verbundenen
Verkleinerung der Tropfengröße ist es nunmehr vorteilhaft möglich, eine Schweiflung auszuführen, bei der der Einbrand
größer ist als bei der Schweißung ohne Gasstrom. Wir verweisen auch auf das in Fig. 4 veranschaulichte Diagramm.
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Darüberhinaus wird, insbesondere beim Überkopf schv/ei ßen,
durch den erfindungsgemäß vorgesehenen pulsierenden Gasstrom eine Stützwirkung auf das Schweißbad ausgeübt.
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung haben die Gasimpulse eine Frequenz von 1 bis 200 Hz., vorzugsweise eine
Frequenz zwischen 1 und 50 Hz.
In vorteilhafter Weiterbildung wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß der pulsierende Gasstrom ringförmig das abschmelzende Elektrodenende beaufschlagt. Unter ringförmig wird
dabei verstanden, daß der pulsierende Gasstrom über eine, die Elektrode umgebende Düse zugeführt wird, die als Austrittsöffnung einen Ringspalt oder eine Vielzahl von Γ ffnungen
aufv/eist, welche um die Elektrode herum vorgesehen sind.
Dadurch wird vorteilhaft erreicht, daß auf das aufschmelzende Elektrodenende gleichmäßig von allen Seiten der Gasimpuls
einwirkt. Ferner wird dadurch vorteilhaft erreicht, daß durch die Gasimpulse der Lichtbogen an seinem Außenmantel
abgekühlt wird, so daß eine Kontraktion des Lichtbogens eintritt. Hierdurch wird vorteilhaft eine höhere
Energieumsetzung im Lichtbogen möglich, was wiederum eine Vergrößerung der Abschmelzleistung zur Folge hat.
Ferner ist gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung der pulsierende Gasstrom von einem kontinuierlich strömenden
Gasmantel umgeben. Auf diese Weise wird vorteilhaft eine Beeinflussung des Lichtbogens, der Elektrode, des Schweißbades
sowie des pulsierenden Gasstromes durch die ümgebungsluft
verhindert.
Der pulsierende Gasstrom besteht gemäß der Erfindung bevorzugt aus Kohlendioxid. Es ist jedoch auch möglich, anstelle
von Kohlendioxid ein anderes Schutzgas wie
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beispielsweise He, Ar, N2/Ne oder Gemische hiervon zu
verwenden. Auch der den pulsierenden Gasstrom umgebende Gasmantel kann aus einem oder mehreren der oben genannten
Gasarten bestehen.
Gemäß der Erfindung wird weiterhin vorgeschlagen, daß der pulsierende Gasstrom und/oder der Gasmantel einen gewissen
Prozentsatz (etwa zwischen 1 und 15%) an Sauerstoff aufweist. Durch den Sauerstoff im Gas wird die Oberflächenspannung
des sich bildenden Tropfens herabgesetzt und dadurch das Ablösen des Tropfens erleichtert. Es ist selbstverständlich
auch möglich, in der Elektrode in an sich bekannter Weise Legierungselemente, z.B. seltene Erden
vorzusehen, durch welche der Abschmelzcharakter (Ablösen des Tropfens und dergleichen) verbessert wird.
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In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert:
In den Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. 1 eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgeraäßen
Verfahrens;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des in Fig. 1 schematisch dargestellten Brenners;
Fig. 3 das Gasimpulsgerät gemäß Fig. 1 in vergrößerte:: Darstellung;
Fig. 4 ein Diagramm über die Tropfenfrequenz in Abhängigkeit
von Gasimpulsfrequenz und Gasvolumen.
In Fig. 1 ist die Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens mit 10 bezeichnet. Die Einrichtung 10 weist eine schematisch dargestellte Brennervorrichtung 11,
eine Stromquelle 12 sowie eine Gasversorgungseinrichtung 13 auf.
Die Brennervorrichtung 11 besteht im wesentlichen aus einem
Brennerkörper 14, einer abschmelzenden Elektrode 15 sowie
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ι . — Q —
einer mit der Elektrode 15 in Verbindung stehenden Drahtvorschubeinheit
16, die Antriebsrollen 17 und einen Motor 18
aufweist.
Die Stromquelle 12 besteht aus einem Transformator 19,
einem dem Transformator 19 nachgeschalteten Transduktor 20, der mit einem Gleichrichter 21 in Verbindung steht, sowie
einer Steuervorrichtung 22 mit einem Thyristor 23 und einem Impulsgerät 24. Die Ausgangsleitungen 25 und 26 des Gleichrichters
21 sind mit der Elektrode 15 bzw. einem Werkstück 27 verbunden. Ferner ist in der Stromquelle 12 ein Steuerkreis
28 vorgesehen, der einen Gleichrichter 29, einen Thyristor 3 0 sowie einen Impulsgenerator 31 aufweist und
der zur Versorgung des Motors 18 mit demselben über Leitungen 32 verbunden ist.
Die Einrichtung 10 weist eine Gasdüse 33 auf, die mit einem,
einen pulsierenden Gasstrom erzeugenden Gasimpulsgerät 34 in Verbindung steht (Leitung 65). Die Gasdüse 33 weist ferner
einen Austrittskanal auf, welcher gegen das abschmelzende Ende 36 der Elektrode 15 gerichtet ist. Das Gasimpulsgerät
34 ist über eine Leitung 37 mit einer Gasversorgungseinrichtung 38 - beim Ausführungsbeispiel ein Gasflaschenbündel verbunden.
Durch den aus der Gasdüse 33 pulsierend ausströmenden Gasstrom wird der sich am Ende 36 der Elektrode 15 ausbildende Tropfen
39 abgelöst und auf das Werkstück 27 geschleudert.
In Fig. 2 ist in vergrößerter Darstellung der Brenner 40 veranschaulicht, bei dem die Gasdüse eine die Elektrode 15 umgebende
Ringdüse 41 ist.
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Der Brenner 40 besteht im wesentlichen aus einem Elektrodenführungsrohr
42, welches mit der in Fig. 1 mit 25 bezeichneten Stromleitung verbindbar ist, einem das Rohr 42 umgebenden
und auf demselben aufgespannten Innenteil 43, einem den Innenteil umfassenden Außenteil 44, der von einem aus
zwei ineinander geschobenen Hülsen 45 und 46 gebildeten Mantel umschlossen ist. Innenteil 4 3 und Außenteil 44 sind
an ihrem dem abschmelzenden Elektrodenende 36 zugewandten Teil konisch verjüngend ausgebildet. Ferner weist der Innenteil
43 an dem konischen Teil gegenüberliegenden zylindrischen Bereich ein Außengewinde 47 auf, welches mit einem
Innengewinde 4 8 im Außenteil 44 in Verbindung steht. Durch Verdrehen von Innenteil 43 und Außenteil 44 entsteht ein
mehr oder weniger großer Ringspalt 49, welcher über den zwischen Innen- und Außenteil 43, 4 4 vorgesehenen Ringkanal
50 und die Bohrungen 51, 52 mit der Leitung 65 (Fig. 1) für den pulsierenden Gasstrom verbunden ist.
Durch diese Ausbildung wird vorteilhaft erreicht, daß der pulsierende Gasstrom gleichmäßig auf das Elektrodenende 36
einwirkt. Vorteilhaft beträgt der Winkel 53 etwa 5° bis 75°, vorzugsweise etwa 10 bis 30 . Beim Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 2 hat sich ein Winkel 53 von 15° als vorteilhaft
herausgestellt.
Der pulsierende Gasstrom ist von einem zweiten Gasstrom umgeben
Hierzu ist beim Brenner gemäß Fig. 2 ein Ringkanal 54 vorgesehen, welcher durch entsprechende Aussparungen in der Hülse
45 und 46 gebildet wird. Der Ringkanal 54, der über Bohrungen 55 mit dem Innenraum 56 des Brenners in Verbindung steht,
ist über eine Leitung 57 an die Gasversorgungseinrichtung (Fig. 1) angeschlossen.
Die Bauteile 42, 43 und 44 sowie 45 und 46 sind gegeneinander
in einem gemeinsamen Brennerhalter 59 fixiert.
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In Fig. 3 ist das in Fig. 1 schematisch veranschaulichte
Gasimpulsgerät 34 dargestellt, welches beim Ausführungsbeispiel einen im Zylinder 60 hin- und herbewegten Kolben 61
aufweist, der über die Stange 62 und das Exzenterrad 63 mit einem Elektromotor 64 in Verbindung steht.
Der Zylinder 60 steht einerseits mit der Gasversorgungseinrichutng
38 über die Leitung 37 (Fig. 1) und andererseits über die Ausgangs leitung 65, in welcher ein Rückschlagventil
66 angeordnet ist, mit der Gasdüse 33 bzw. 41 in Verbindung. Durch Änderung der Drehzahl des Motors 64 ist die
Gasimpulsfrequenz einstellbar. Durch Änderung des Vordruckes in Leitung 37 ist die Impulsintensität einstellbar.
In Fig. 4 ist ein Diagramm veranschaulicht.
Auf der linken Ordinate 70 ist die Tropfenfrequenz in Hz,
auf der rechten Ordinate 71 die Gasmenge des pulsierenden Gasstromes in l/min und auf der Abszisse 72 die Gasimpulsfrequenz
in Hz aufgetragen.
Die Kurve 73 im Diagramm veranschaulicht die Tropfenfrequenz in Abhängigkeit von der Gasimpulsfrequenz; die Kurve
74 die Gasmenge abhängig von der Gasimpulsfrequenz.
Aus dem Diagramm geht hervor, daß ohne Gasimpulse (Frequenz '- O) ein kurzschlußfreier Tropfenübergang von 13 Hz vorhanden
-ist. Dieser ergibt sich aufgrund folgender Parameter:
| Strom | 220 A |
| Spannung | 38 V |
| Gas aus Leitung 57 | CO2; 15 |
| Drahtdurchmesser | 1 mm |
| Drahtart | GRIDUCT |
GRIDUCT S-V 10 Charge 5885 (Typenbezeichnung der Anmeld.)
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Drahtvorschub 10,65 m/min
Brennervorschub 100 mm/min
Wie das Diagramm zeigt, wird beim Beaufschlagen des Elektrodendrahtendes
mit einem pulsierenden Gasstrom unter Einhaltung obiger Parameter und der nachfolgenden Kennwerte
für den pulsierenden Gasstrom, die Tropfenfrequenz größer
und zwar proportional mit der Impulsfrequenz und der Gasmenge
des pulsierenden Gasstromes. Bei einer Erhöhung der Gasimpulsfrequenz von 10 Hz auf 20 Hz wurde die Tropfenfrequenz von etwa
17 Hz auf 21 Hz, also die ohne pulsierenden Gasstrom vorhandene Frequenz von 13 Hz um 4 Hz (bei Impulsfrequenz von 10 Hz)bzw.
um 8 Hz (bei Impulsfrequenz von 20 Hz) vergrößert.
Die Kennwerte für den pulsierenden Gasstrom sind:
Gasart CO-
überdruck des Gases
in Leitung 37 1,5 bar
Impulsdauer td =2y (see) f = Gasimpuls
frequenz in Hz
Impulspause tp =2y (see)
Gasmenge 9 = V-f·6Ο·1Ο~3 (l/min)
wobei V = Hubvolumen 6,5 cm
Wie Untersuchungen weiterhin gezeigt haben, ist auch die Tropfenfrequenz durch Veränderung des Überdruckes in Leitung
37 variierbar. So wurde bei einem überdruck von 2 bar und einer Gasimpulsfrequenz von 22 Hz eine Tropfenfrequenz von 22
Hz erreicht, also vorteilhaft auch bei diesen Einstellwerten pro Gasimpuls ein Tropfen abgelöst.
Aus dem Diagramm geht auch hervor, daß der Tropfenübergang
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durch die Frequenz des pulsierenden Gasstromes kontrollierbar und steuerbar ist.
Die Erfindung ist neben dem Schutzgasschweißen unter CO2 auch
beim Lichtbogenschweißen unter einem anderen Schutzgas, beim Plasmaschweißen sowie beim Auftragsschweißen vorteilhaft anwendbar
.
Ferner ist die Erfindung auch vorteilhaft anwendbar in Kombination
mit dem eingangs beschriebenen Impulslichtbogenschweißen,
wobei durch die Erfindung erreichbar ist, daß der Impulsstrom gegenüber den bisherigen Impulsströmen kleiner
ist und dadurch der Aufbau derartiger Stromguellen vereinfacht wird. Weiterhin ist die Erfindung bei Schweißverfahren
mit diskontinuierlicher Drahtzuführung anwendbar.
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Claims (1)
- - 14 -/■-■ .AnsprücheVerfahren zum Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Elektrode, insbesondere zum Schutzgasschweißen unter CO2 ,dadurch gekennzeichnet, daß das abschmelzende Ende der Elektrode von einem, mit einer vorbestimmten Frequenz pulsierenden Gasstrom beaufschlagt wird.Verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß der pulsierende Gasstrom eine Frequenz zwischen etwa 1 und 200 Hz, vorzugsweise etwa zwischen 1 und 50 Hz, aufweist.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der pulsierende Gasstrom ringförmig das Elektrodenende beaufschlagt.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der pulsierende Gasstrom von einem kontinuierlich strömenden Gasmantel umgeben ist.STPH/Be/Tr
17.10.1975
MG 688a609821 /0370Leerseite
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| DE2231037A DE2231037C3 (de) | 1972-06-24 | 1972-06-24 | Einrichtung zum Lichtbogenschweißen mit abschmelzender Elektrode unter Schutzgas |
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Legal Events
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| OHJ | Non-payment of the annual fee |