DE2249347C3 - Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle - Google Patents
Beleuchtungseinrichtung für OperationssäleInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf eine Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle mit mehreren unabhängig
voneinander aufgehängten und in zwei zueinander senkrechten Richtungen motorisch schwenkbaren Einzelscheinwerfern.
Es ist bereits eine Operationsleuchte bekannt (DT-AS 97 382), bei der mehrere Einzelscheinwerfer in einem
gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind, das um zwei Achsen drehbar aufgehängt ist Die Lichtkegel der
Einzelscheinwerfer treffen sich ungefähr in der Symmetrieachse der Leuchte. Die Operationsleuchte ist mit
einer lichtelektrischen Nachlaufsteuerung versehen, die die Symmetrieachse der Leuchte auf das Licht einer
Handlampe ausrichtet, mit der ein zu beleuchtendes Operationsfeld ausgewählt ist. Eine je Drehachse
vorhandene Nachlaufsteuerung besteht aus zwei Photozellen, denen Verstärker und Relais nachgeschaltet sind,
mit denen Drehrichtung und Drehzahl eines jeder Achse zugeordneten Motors eingestellt wird, die die
Drehung des Operationsleuchtengehäuses bewirkt.
Eine weitere bekannte, ortsfest an der Decke angebrachte Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle
(DTPS 1137 703) besteht aus mehreren verteilt
angeordneten Einzelscheinwerfern, die gemeinsam auf ein Operationsfeld eingestellt werden könnea Die
Einzelscheinwerfer sind über Steuergestänge miteinander verbunden. Bei der Einstellung der Scheinwerfer auf
ein Operationsfeld drehen sich die einzelnen Scheinwerfer in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen
um unterschiedliche Winkel, so daß sich ihre Lichtkegel auf dem Operationsfeld treffen.
Bei der bekannten Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Gattung (DT-AS 1201 786) ist für
jede Koordinate ein Hebel zum Schwenken des zugehörigen Scheinwerfers um eine kardanische Aufhängung
vorgesehen. Dies bedeutet, daß jeder einzelne Scheinwerfer für sich gesteuert und auf das zu
beleuchtende Operationsfeld gerichtet werden muß.
Gegenüber diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Beleuchtungseinrichtung
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, mit der zur Erzielung einer möglichst schattenfreien
Beleuchtung von Operationsfeldern eine möglichst schnelle und einfache, durch den Operateur vorzunehmende
Einsiellung aller Scheinwerfer auf das zu befeuchtende Operationsfeld möglich ist
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein auf ein gewünschtes Beleuchtungsfeld manuell
einstellbarer Suchscheinwerfer vorgesehen ist und daß die übrigen Scheinwerfer von lichtelektrischen Nachführeinrichtungen
einstellbar sind, denen die vom Suchscheinwerfer beleuchtete Fläche als Einstellwert
vorgebbar ist
Ein wesentlicher Vorteil der Anordnung besteht in der Schaffung einer optimalen Beleuchtung für Operationssäle,
in denen von der Decke ein keimfreier, laminarer Luftstrom zum Operationstisch geleitet wird,
um eine weitgehend keimfreie Operation zu gewährleisten. Die bisher bekannten Operationsleuchten eignen
sich nicht für die Verwendung in diesen sogenannten »weißen Räumen«, da sie entweder den für die
Lufteinlaßöffnung benötigten Raum an der Decke beanspruchen oder die eingeleitete Luft umlenken und
somit die beabsichtigte Wirkung beeinträchtigen. Die erfindungsgemäße Anordnung erlaubt ferner eine gute
Tiefenbeleuchtung schräg in den Körper verlaufender öffnungen.
Zugleich besteht der wesentliche Vorteil, daß der Operateur auf einfachste Weise durch Betätigung des
Schaltknüppels für den Suchscheinwerfer die optimal angeordneten Scheinwerfer auf die Stelle richten kann,
die auf dem Operationstisch beleuchtet werden soll. Ein wesentlicher Vorteil liegt auch darin, daß die Einstellung
der Scheinwerfer vom Operateur selbst genauestens vorgenommen werden kann.
Durch die Ausschaltung der übrigen Scheinwerfer während der Einstellung auf das vom Suchscheinwerfer
beleuchtete Feld wird bei dieser Anordnung in vorteilhafter Weise vermieden, daß von den übrigen
Scheinwerfern verursachte reflektierte Strahlen die genaue Einstellung beeinträchtigen.
Bei einer günstigen Ausführungsform ist das vom Suchscheinwerfer ausgestrahlte Licht moduliert, während
die Nachführeinrichtungen auf die Modulation des ausgesandten Lichtes abgestimmte Schaltungen enthalten.
Ein Vorteil dieser Anordnung ist in der Unempfindlichkeit gegenüber Tageslicht oder anderen mit
unterschiedlichen Frequenzen modulierten Lichtquellen zu sehen. Durch die Modulation des Lichtes des
Suchscheinwerfers mit einer höheren Frequenz als
100 Hz werden Beeinflussungen der Nachführungsschaltungen durch Glühlampen oder Leuchtröhren
vermieden.
Eine zweckmäßige Ausführungsform besteht darin, daß der Suchscheinwerfer in etwa senkrecht über einem
Operationstisch und die übrigen Scheinwerfer in unterschiedlichen Abständen vom Operationstisch angeordnet
sind.
Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle
schematisch in Seitenansicht,
F i g. 2 die in Fig. 1 gezeigte Anordnung von oben,
Fig.3 einen Einzelscheinwerfer mit zugehörigen
Aufhängeteilen. '
Fig.4 ein Blockschaltbild einer lichtelektrischen
Nachführung.
In der Decke 10 eines Operationssaals 12 befinden sich kastenförmige Ausnehmungen 14, in denen ein
Suchscheinwerfer 16 und Einzelscheinwerfer 18, 20, 22 und 24 angeordnet sind. Der Suchscheinwerfer 16 ist um
zwei aufeinander senkrecht stehende Achsen 26, 28 drehbar aufgehängt. Eine Drehbewegung wird dem
Suchscheinwerfer 16 mittels zweier nicht näher dargestellter Elektromotor erteilt, die von einem
Steuerknüppel 30 ein- und ausgeschaltet werden können, der auf einem Pult 32 im Operationssaal 12
angeordnet ist.
Die Einzelscheinwerfer 18, 20, 22, 24 sind um zueinander senkrechte Achsen 34, 36 drehbar aufgehängt.
Für jede Achse der Einzelscheinwerfer 18,20,22, 24 ist eine lichtelektrische Nachführung vorgesehen, der
als Einstellwert eine vom Suchscheinwerfer 16 auf einem Operationsfeld erzeugte beleuchtete Fläche 38
vorgegeben wird.
Während der Suchscheinwerfer 16 in etwa senkrecht über einem Operationstisch 40 angeordnet ist. weisen
die Einzelscheinwerfer 18 bis 24 unterschiedliche Abstände zum Operationstisch 40 auf. Auf Grund dieser
Abstände ergeben sich unterschiedliche Einfallswinkel der von den Einzelscheinwerfern 18, 20, 22 und 24 auf
das beleuchtete Feld 38 gerichteten Lichtbündel. Die unterschiedlichen Einfallswinkel verhindern eine Schattenbildung
auf einem Operationsfeld und ermöglichen ferner eine Tiefenbeleuchtung von schräg in einen
Patienten verlaufenden Einschnitten h7w. öffnungen.
Die Abmessungen der Scheinwerfer 16 bis 24 sind klein. Daher können auch die Ausnehmungen 14 klein
ausgebildet sein. Da die Scheinwerfer 16 bis 24 nicht durch Hebel und Gestänge miteinander verbunden und
ferner unabhängig voneinander an der Decke 10 aufgehängt sind, ergeben sich keine störenden Auswirkungen
auf andere für den Operationssaal 12 benötigte Einrichtungen, wie Luftschächte 42, in denen entkeimte
Luft in laminarer Strömung dem Operationssaal 12 zugeführt wird, um ein nahezu keimfreies Arbeiten zu
ermöglichen.
Die Einbauorte der Scheinwerfer 18 bis 24 richten sich daher vorwiegend nach den gewünschten Einfallswinkeln
der Lichtbündel, die das Beleuchtungsfeld 38 schattenfrei beleuchten sollen, das durch entsprechende
Steuerung des Suchscheinwerfers 16 beliebig im Bereich des Operationstisches 40 verschoben werden kann. Die
einfache und raumsparende Anordnung und Montage s der Scheinwerfer 18 bis 24 ermöglicht die Verwendung
einer großen Zahl von Scheinwerfern, mit denen das Beleuchtungsproblem optimal gelöst weiden kann.
Der Steuerknüppel 30 kann mit einem kugeligen Abschnitt 44 versehen sein, der in ein entsprechend
geformtes Lager eingefügt ist um eine Schwenkung nach verschiedenen Richtungen zu ermöglichen. Bei
Schwenkung des Steuerknüppels 30 sind Kontakte betätigbar, von denen die nicht dargestellten Motore für
die Achsen 26, 28 des Suchscheinwerfers 16 gespeist werden. Über die Polarität der den Motoren an den
Achsen 26, 28 zugeführten Spannung läßt sich deren Drehrichtung festlegen.
Vom Steuerknüppel 30 werden weiterhin nicht dargestellte Schalter betätigt Ein Schalter, der in der
Ruhelage des Steuerknüppels 30 geschlossen und bei Schwenkung geöffnet ist, dient zur Spannungsversorgung
der Lampen in den Scheinwerfern 18 bis 24. Ein weiterer Schalter, der in der Ruhelage des Steuerknüppels
30 geöffnet und bei Schwenkung geschlossen ist, liegt in der Spannungszuleitung zu den Nachführungssteuerungen
der Lampen 18 bis 24. Die Spannungsversorgung der Lampe im Scheinwerfer 16 wird vom
Steuerknüppel 30 nicht beeinflußt.
Die Lampe des Suchscheinwerfers 16 wird von einem nicht dargestellten Oszillator gespeist, der eine Spannung
abgibt, deren Frequenz über 100 Hz liegt. Die Spannung kann eine Frequenz von etwa 400 Hz haben.
Es sind jedoch auch Frequenzen von einigen Kilohertz möglich.
Die Scheinwerfer 18 bis 24 enthalten ein Gehäuse 46.
an dem eine horizontale Achse 34 befestigt ist, die in einer Gabel 48 drehbar gelagert ist. Mit der Gabel 48 ist
die vertikale Achse 36 starr verbunden. Die Achse 34 ist mit einem Zahnrad 50 versehen, in das ein Zahnrad 52
eingreift, das auf der Welle eines Stellmotors 54 sitzt, der im Innern des Gehäuses 46 angeordnet ist.
Die Achse 36 enthält ein Zahnrad 56, in das ein Zahnrad 58 eingreift, das mit dem Läufer eines
Stellmotors 50 in Verbindung steht, der an der Decke 10 angeordnet ist. Die Achse 36 ist in einem nicht näher
dargestellten Lager drehbar gelagert, das an der Decke 10 angeordnet ist.
Im Innern des Gehäuses 46 befindet sich eine nicht näher dargestellte Lampe, deren Lichtstrahlen über
einen Reflektor und ein Scheinwerferglas 62 in den Operationssaal 12 geworfen werden. An einem Rand 64
neben dem Scheinwerferglas 62 sind lichtempfindliche Elemente, z. B. Photozellen 66,68,70,72 angeordnet.
Die Photozellen 66, 68 speisen eine Nachlaufschaltung, die den Motor 60 steuert. Die Photozellen 70, 72
sind mit einer Nachlaufschaltung verbunden, die den Motor 54 antreibt.
In Fig.4 ist ein Blockschaltbild einer lichtelektrischen
Nachführungseinrichtung dargestellt, die jeweils für die Achsen 34,36 vorgesehen ist.
Um eine übersichtliche Darstellung zu erhalten, wurden in Fig.4 nur Bezeichnungen eingetragen, die
sich auf die Achse 34 beziehen.
Die Photozellen 70, 72 sind mit selektiven Schaltungen 74, 76 verbunden, die auf die modulierte Strahlung
des vom Scheinwerfer 16 ausgestrahlten Lichtes abgestimmt sind. Die Schaltungen 74, 76 können als
Filter, z. B. Resonanzfilier, ausgebildet sein. Durch die Schaltungen 74, 76 werden Einflüsse des Tageslichts
oder anderer Lichtquellen, auf die die Schaltungen 74, 76 ni':ht abgestimmt sind, auf die Nachführungseinrichtungen
ausgeschaltet.
Die Ausgänge der Schaltungen 74, 76 sind an eine Brückenschaltung oder an einen Differenzverstärker 78
mit nachgeschaltetem Leistungsverstärker 80 ange-
Claims (5)
- Patentansprüche:t. Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle mit mehreren unabhängig voneinander aufgehängten und in zwei zueinander senkrechten Richtungen motorisch schwenkbaren Einzelscheinwerfern, d a durch gekennzeichnet, daß ein auf ein gewünschtes Beleuchtungsfeld manuell einstellbarer Suchscheinwerfer (16) vorgesehen ist und daß die übrigen Scheinwerfer (18,20,22,24) von lichtelektrischen Nachführeinrichtungen einstellbar sind, denen die vom Suchscheinwerfer (16) beleuchtete Fläche (38) als Einstellwert vorgebbar ist
- 2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in zwei zueinander senkrecht stehenden Richtungen schwenkbare Suchscheinwerfer (16) über einen Steuerknüppel (30) einstellbar ist, durch den bei Verschwenkung aus seiner Ruhelage die Beleuchtung der übrigen Scheinwerfer (18, 20, 22, 24) abschaltbar und die NachfüiireinrichHingen einschaltbar sind.
- 3. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vom Suchscheinwer fer (16) ausgestrahltes Licht moduliert ist, während die Nachführeinrichtungen auf die Modulation des ausgesandten Lichtes abgestimmte Schaltungen (74, 76) enthalten.
- 4. Beleuchtungseinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet daß der Suchscheinwerfer^) in etwa senkrecht über einem Operationstisch (40) und die übrigen Scheinwerfer (18, 20, 22, 24) in unterschiedlichen Abständen vom Operationstisch (40) aufgehängt sind.
- 5. Beleuchtungseinrichtung nach mindestens einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß je Drehachse (34, 36) eines Scheinwerfers (18,20,22,24) zwei photoelektrische Empfänger (66, 68, 70, 72) am Scheinwerfer angeordnet sind, die an einen mit einem Motor (54) verbundenen Differenzverstärker (78) angeschlossen sind.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249347 DE2249347C3 (de) | 1972-10-07 | Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle | |
| JP48101009A JPS5225032B2 (de) | 1972-10-07 | 1973-09-06 | |
| HUOI161A HU168672B (de) | 1972-10-07 | 1973-09-07 | |
| FR7336101A FR2202258B1 (de) | 1972-10-07 | 1973-10-04 | |
| US05/403,895 US3967107A (en) | 1972-10-07 | 1973-10-05 | Operating theater light |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249347 DE2249347C3 (de) | 1972-10-07 | Beleuchtungseinrichtung für Operationssäle |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2249347A1 DE2249347A1 (de) | 1974-04-11 |
| DE2249347B2 DE2249347B2 (de) | 1976-01-08 |
| DE2249347C3 true DE2249347C3 (de) | 1976-08-19 |
Family
ID=
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