DE2236433A1 - Vorrichtung zur blutdialyse - Google Patents

Vorrichtung zur blutdialyse

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Description

QIPL.-ING. KLAUS BEHN . O 9 O P / O O
DIPL.-PHYS. ROBERT MÜNZHUBER
PATENTANWÄLTE
8 MÜNCHEN 22 Wl DENMAYERSTRASSE S
TEU. (0811) 222530-295192 > 0 ·. OktOQer I y / C.
Aktenzeichen:' P 22 36 433.6
Anmelder : Firma Vital Assists Inc.
Uns,Zeichen : A 185 72 B/kb
>/ eingegoogen am
Firma VITAL ASSISTS, INC., 30 Kensington Avenue, Salt Lake City,
Utah, U,S,A.
Vorrichtung zur Blutdialyse
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Dialyse des Blutes außerhalb des Körpers eines Patienten,
Nierenerkrankungen sind früher für das menschliche Leben sehr gefährlich gewesen. Viele Arten von Nierenerkrankungen» beeinflussen die Nierenfunktion derart, daß die Niere aufhört, überschüssiges und verbrauchtes Wasser aus dem Blut zu entfernen. Wenn die Niere derart, geschädigt ist, daß ein großer Teil der unbrauchbaren Produkte und des Wassers nicht mehr aus dem Blut entfernt werden, kann das Leben des Patienten
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nur dann erhalten werden, wenn die Funktion der geschädigten Niere künstlich aufrechterhalten wird. Es wurden viele neue Entwicklungen bekannt, welche QIe Funktion der geschädigten Niere außerhalb des Körpers bewerkstelligen. Siehe z.B. die US-Patentanmeldung Nr. 106.184 vom 13.1.1971. Dennoch wird trotz dieser Verbesserungen der künstlichen Nierenvorrichtungen für die Blutdialyse von Patienten das gleiche Verfahren angewendet, das auch schon seit sehr langer Zeit für die Behandlung von Nierenerkrankungen angewendet wurde.
Zum Beispiel erfordert das am häufigsten für die Blutdialyse außerhalb des Körpers eines Patienten angewendete Verfahren die Erzeugung einer subcutanen artereo-venösen Fistel auf chirurgischem Wege. Danach erweitert sich das subcutane venöse System sekundär durch das Anwachsen des Blutflusses, der durch die Fistel von der Arterle zu der Vene abgeleitet wird. Man erhält dann durch einen Einstich in die Ader mit einer eine große Aufbohrung enthaltenden Nadel einen ausreichenden Blutfluß fUr die Dialyse. Gewöhnlich werden zwei hohle Nadeln oder Kanülen mit einem inneren Stylett oder einem Trokar benutzt, um zwei Adereinstiche am Patienten auszuführen, so daß zwei Stellen mit Bi.utverbindung gleichzeitig im Patienten bestehen. Gewöhnlich wird das Blut
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von dem Blutgefäß des einen Einstichs abgeleitet, durch
einen Blutdialysator hindurchgeleitet und anschließend
dem anderen zugeführt.
Es hat sich herausgestellt, daß das zuvor erwähnte Verfahren sowohl für den Pgtienten als auch für die behandelnden Ärzte und Techniker eine Reihe von Nachteilen besitzt. Diese Probleme werden insbesondere dadurch erschwert, daß sich die meisten Patienten, für die eine Blutdialyse außerhalb des
Körpers erforderlich ist, einer regelmäßigen Behandlung von
drei bis sieben Mal pro Woche unterziehen müssen. Das bedeutet, daß, wenn jeder Adereinstich ein vollständiger Erfolg wäre, bei einem Patienten jede Woche sieben bis vier- · zehn Adereinstiche oder Kanüllierungen vorgenommen werden
müßten.
Es ist allgemein bekannt, daß die Dauer und die zufriedenstellende Funktion einer Fistel, die durch einen Adereinstich erzeugt wurde, umgekehrt in Beziehung steht zur Anzahl der Einstiche. Ein Gewebe, das wiederholt der Verletzung bei einem
Adereinstich ausgesetzt wird, ist für Trombosen, paravasculäre Haemorrhagie, Gerinnung und Infektion viel empfänglicher. In der Tat hat man allgemein bei Patienten, die eine Anzahl von Adereinstichen durchgemacht hatten, festgestellt, daß das die zugänglichsten Adern umgebende Gewebe große Tumore hervor-
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bringt, welche die Adern verdecken und ein erfolgreiches Einstechen der Adern äußerst schwierig machen, da in den verletzten Blutgefäßen ein ungenügender Blutfluß vorhanden ist.
Zu diesem Problem trägt auch die Tatsache bei, daß nach einem erfolgreichen Adereinstich das Blut vom Körper des Patienten zum Blutdialysator fließt, so daß das Blutvolument im Körper des Patienten verringert wird, was einen zweiten Adereinstich sehr erschwert. Es ist festgestellt worden, daß die meisten erfahrenen Ärzte oder Techniker in der Lage waren, den ersten Adereinstich ohne große Schwierigkelten auszuführen, daß aber häufig eine Anzahl von Versuchen notwenig waren, um einen zweiten Adereinstich am gleichen Patienten auszuführen.
Außerdem sind verständlicherweise die Schmerzen und das Unbehagen, welche der Patient erleidet, erheblich^und es führen die vielen Versuche beim Adereinstich, die oft für das Einbringen der zweiten Nadel notwendig sind, zu einer anwachsenden Furcht, und die Angst, sowohl beim Patienten als auch bei dem den Patienten behandelnden Arzt oder Techniker vermindern weiter die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Adereinstiches.
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Die vorliegende Erfindung, die eine neue Vorrichtung zum Gegenstand hat, vermindert die Verletzung des Patienten und die Beschädigung des Gewebes, indem die Blutdialyse außerhalb des Körpers mit einem einzelnen Adereinstich ausgeführt wird. Wenn der Adereinstich einmal ausgeführt ist, wird im allgemeinen das Blut durch einen Zweig einer gabelförmigen Blutbahn von der Stelle des Adereinstiches weggeleitet. Die Gabelung befindet sich in der Nähe der Nadelklemme, um die entstehende tote Zone so klein wie möglich zu halten. Das Blut wird gezwungen, durch den außerhalb des Körpers befindlichen Blutdialysator und anschließend durch den anderen Zweig der gabel— förmigen Leitung wieder zur Stelle des Adereinstiches zu fließen. Die einen einzigen Adereinstich erfordernde Vorrichtung ist so ausgebildet, daß an der Stelle des -Adereinstiches das Blut in den Patienten hinein- und aus dem Patienten herausfließt. Durch abwechselndes Schließen der Zweige der gabelförmigen Blutbahn wird ein in einer Richtung pulsierender Blutfluß durch den Dialysator erreicht. Wenn der eine Zweig geschlossen ist, wird z.B. das Blut vom Patienten durch den anderen Zweig in den Blutdialysator abgeführt. Der andere Zweig ist dann geschlossen, und das Blut wird dann gezwungen, durch den einen Zweig wieder in den Patienten zurückzufließen.
Es ist eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung der Blutdialyse außerhalb des Körpers zu schaffen, die nur einen einzigen Adereinstich für jede Behandlung erfordert.
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Eine andere nützliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Vorrichtung für die Blutdialyse mit einer einzigen Nadel, mit der ein in einer Richtung pulsierender Fluß vom Patienten zu einem außerhalb des Körpers befindlichen Blutdialysator und zurück zum Patienten hergestellt werden kann. Noch eine weitere und ebenso wichtige Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer neuen Vorrichtung, mit der das Blut gezwungen wird, mit beschleunigter Geschwindigkeit durch ein außerhalb des Körpers befindliches System mit abwechselndem periodischem Austausch des Blutvolumens zwischen dem Patienten und dem System zu fließen.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben, Es zeigen:
Fig.1 ein perspektivisches Schema einer bevorzugten Vorrichtung für die Dialyse des Blutes eines Patienten, welche einen einzigen Adereinstich verwendet.
Fig.2 ein schematisches Schaltdiagramm, welches die Schaltung eines bevorzugten Steuergerätes für den Druck darstellt,
Fig.3 und 3a schematisch die inneren Teile eines bevorzugten Steuergerätes für den Druck,
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'223643,
Fig. 4 und 5 Schaltdiagramme, die wahlweise Ausführüngsbeispiele darstellen, die mit dem in Fig. 1 gezeigten System zur Steuerung des Betriebes der Blutpumpe benützt werden können,
Fig. 6 ein perspektivisches Schema für eine andere bevorzugte Vorrichtung für die Dialyse des Blutes eines Patienten, welches einen einzelnen Adereinstich verwendet, . .
Fig. 7 einen teilweisen Querschnitt eines eine Durchströmungskammer bildenden Teiles der Vorrichtung nach Fig. 6, und
Fig. 8 und 9 schematische Diagramme weiterer bevorzugter
Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung,
in Fig. 1 ist ein Blutgefäß 22 gezeigt, in das eine hohle Kanüle 24 eingeführt ist. Vorzugsweise wird das Einführen gemäß irgendeiner geeigneten Technik ausgeführt, wie etwa durch eine Venenpunktur. Die Kanüle 24 kann von irgendeiner geeigneten Art sein. Sie kann aus strahlenundurchlässigem Teflon bestehen. Als eine geeignete Kanüle hat sich die "Angiocath"-Einheit für intravenöse Anordnung herausgestellt, die. von der Deseret Pharmaceutical Company, Inc., Sandy, Utah, hergestellt wird. Ein "i4-gauge"rKatheter mit einer Länge zwischen 2,5 und 5 cm hat sich am wirksamsten erwiesen. Vorzugsweise wird auch eine hohle Nadel oder ein anderes geeignetes hohles Instrument benützt, das in die Ader wirksam eingebracht werden kann. In dieser Beschreibung ist mit "Kanüle" irgendein hohles Rohr gemeint, das in das Blutgefäß eines Patienten eingebracht werden kann.
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In dem gezeigten AusfUhrungsbeispiel besitzt die Kanüle 24 ein außen spitz zulaufendes, eine Bohrung enthaltendes Rohrverbindungsstück 26, das an einem gabelförmigen KupplungsstUck fest angeschlossen ist. Das Kupplungsstück 28 besitzt einen Arterienzweig 30 und einen Venenzweig 32, wobei der Arterienzweig 30 durch Hineindrücken in einer Gummi- oder Plastikröhre 3^ eingepaßt ist. Die Rohre 3^ werden anschließend als Arterienleitung Jk bezeichnet.
Die Arterienleitung 3^ liegt über der Frontfläche 36 einer im allgemeinen mit 38 bezeichneten Blutpumpe. Die Blutpumpe 38 ist in herkömmlicher Weise gebaut und enthält gewöhnlich eine drehbare Welle 40, auf der ein Querbügel 42 angebracht ist. Der Bügel 42 besitzt an seinen entsprechenden Enden 44 und 46 drehbare Zylinder 48 bzw. 50.
Annähernd die Hälfte der Kreisstrecke, die von den Zylindern 48 und 50 durchfahren wird, wird von einer halbkreisförmigen Führungsbahn 52 umsäumt. Die Arterienleitung 3^ folgt der inneren Oberfläche 5^ der Führungsbahn 52. Auf diese Weise wird, wenn die Zylinder 48 und 50 ihre Kreiswege um die Achse der Welle 40 durchfahren, die Arterienleitung J>k zwischen den entsprechenden Zylindern und der Führungsbahn 52 zusammengedrückt. Gewöhnlich dreht sich der Bügel 42 im Uhrzeigersinn um die Welle 40, so daß der zusammengedrückte Teil der Arterienleitung 34 am vorderen Ende 56 der Führungsbahn
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zwischen dem Zylinder und der Führungsbahn 52 entsteht und über die gesamte innere Oberfläche 5^ der Führungsbahn 52 bis zu deren Hinterende 58 fortschreitet. Da der zusammengedrückte Teil der Arterienleitung J54.über die innere Oberfläche der Führungsbahn 52 hinwegwandert; wird das Blut in der Arterienleitung 34 gezwungen, zu dem im^allgemeinen mit 60 bezeichneten Dialysator zu fließen. Wenn der Zylinder 48 das Hinterende 58 der Führungsbahn 52 erreicht, greift der Zylinder 50 in die Arterienleitung J>h am Vorderende 56 ein, so· daß ein ununterbrochener Vorwärtsdruck auf das Blut ausgeübt wird, so daß sich dieses vom Blutgefäß 22 zum DiaLysator 60 so lange bewegt, wie die Pumpe in Betrieb ist.
Jeder geeignete herkömmliche Dialysator kann im Zusammenhang mit dem vorliegenden System verwendet werden. Ein Beispiel für einen geeigneten verwendbaren Dialysator ist der "Coil EX-Ol"-Dialysator, der von Extracorporeal, Inc.. hergestellt wird. Ein anderer geeigneter Dialysator ist in der / US-Patentanmeldung Nr. 106,184 vom 13. Januar 1971 beschrieben. Vom Dialysator 60 tritt das Blut in die Venenleitung 62 über, die durch Druck in den Zweig 32 des Verbindungstückes 28 eingepaßt ist.
Vorzugsweise wird eine Blasenfalle 64 in der Venenleitung eingeschaltet, um zu verhindern, daß Blasen durch die Kanüle
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in das Blutgefäß 22 gelangen. Die Blasenfalle 64 kann irgendeine herkömmliche geeignete Blasenfalle sein, wie etwa jene, v/eiche in Blutinfusionsgeräten verwendet wird.
Ein Druckleiter 66 ist in die Blasenfalle 64 Über dem Oberflächenspiegel 68 des Blutes eingesetzt.
Auf diese Weise wird der in der Blasenfalle 64 und in der Venenleitung 52 herrschende Druck durch den Leiter 66 zu einem im allgemeinen mit 70 bezeichneten Druckkontrollgerät übertragen. In ähnlicher Weise ist ein Druckleiter mit der Arterienleitung 'Jh verbunden, um den Druck von der Arterienleitung Jk in das Druckkontrollgerät 70 zu Übertragen. Vorzugsweise wird ein Speicher 74 in den Leiter 52 eingefügt, um ein Luftkissen zwischen dem Blut in der Arterienleitung und dem Druckkontrollgerät 70 zu schaffen. Das Druckkontrollgerät 70 ist über die elektrischen Leitungen 76 und 78 mit der Blutpumpe 38 bzw. mit einer elektrisch betriebenen Klammer verbunden.
Um eine Blutdialyse mit einem einzigen Adereinstich zu ermöglichen, besitzt das Druckkontrollgerät 70 mehrfache Anschlußpunkte. Darüber hinaus kann es, obwohl in Pig. I ein einziges Drucksteuergerät gezeigt ist, wünschenswert sein, mehrere Drucksteuergeräte zu verwenden, um die Sicherheit des Systems zu erhöhen. Verschiedene geeignete herkömmliche Druck-
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kontrollgeräte sind im Handel verfügbar, ein. geeignetes Kontrollgerät wird z.B. von der Cambridge Instrument Corporation of Great Britain hergestellt. Die am meisten verwendeten Druckkontrollgeräte arbeiten mit Druckmembranen oder dergl. Das dargestellte Druckkontrollgerät 70 verwendet jedoch ein QuecksilberSteuer-System. Um die Darstellung zu erleichtern, wird nur das Druckkontrollgerät beschrieben. , -
Das Druckkontrollgerät 70 besitzt ein geeichtes Sicht-"fenster 82 mit Marken, welche z.B. die Quecksilbersäule in Millimetern darstellen. Eine Anzeigenvorrichtung 84 wird von dem Druck in der Venenleitung im Leiter 66 gesteuert, so daß, wenn der Druck in der Venenleitung im Leiter 66 zunimmt, die Anzeigenvorrichtung Sk steigt und den Druck in Millimeter Quecksilbersäule fmm Hg) anzeigt. Wenn der Druck im Leiter 66 fällt, fällt auf ähnliche Weise die Anzeigenvorrichtung und gibt den abnehmenden Druck in Millimetern Quecksilbersäule an. Eine andere Anzeigevorrichtung 86 wird von dem DrucK- in der Leitung 72 gesteuert und zeigt den Druck, in der Arterienleitung in Millimetern Quecksilbersäule an.
Manuell verstellbare Anschlußpunkte sind durch die Stellung der Markierungen 88, 90 und 92 festgelegt. Die Markierungen 88 und 90 setzen z.B. die obere und untere
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Grenze des Blutdruckes in der Venenleitung 62 fest, wie unten noch genauer beschrieben wird. Ähnlich setzt die Markierung die untere Grenze des Druckes in der Arterienleitung JK fest. Vorzugsweise liegt der Druckbereich, der von dem Kontrollgerät 70 zur Messung des Druckes in der Venenleitung 62 aufgenommen werden kann, in der Größenordnung zwischen Q und J500 mmHg. Der Druckbereich, der von dem Kontrollgerät 70 für die Anzeige des Druckes in der Arterienleitung aufgenommen werden kann, liegt vorzugsweise in dem Bereich zwischen ungefähr -I50 und + 200 mmHg. Es hat sich als sehr wünschenswert herausgestellt, daß die Genauigkeit der Anschlußpunkte der Markierungen ob innerhalb + 5 mmHg liegt.
Obwohl verschiedene Druckmessungssysteme verwendet werden können, hat sich herausgestellt, daß ein Quecksilbersäulen-Manometer genau und zuverlässig ist, wenn es in dem Druckkontrollgerät 70 verwendet wird. Das Quecksilbersäulen-Manometer hat die Vorteile, daß es eine kontinuierliche visuelle Druckanzeige ermöglicht und auch ein dem medizinischen Personal vertrautes Instrument darstellt. Ein bevorzugtes Ausführungsbeisplel des Druck-Kontrollgerätes 70 ilst in Fig. 3 dargestellt. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist der Druckleiter druckdicht mit einem hohlen Rohrverbindungsstück 190 des Quecksilberbehälters 192 verbunden. Der Behälter 192 ist mit einer
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offenen Säule oder Röhre/verbunden, welche ein im wesentlichen U-förmiges Mittelteil 196 besitzt, das unter dem Behälter 192 liegt. Wie man aus der Fig. 3 erkennen kann, strebt das obere Niveau 197 des Quecksilbers I98 nach dem Niveau des Behälters. Auf diese Weise läßt sich die Linie 197, wenn sie gerade mit dem Niveau im Reservoir übereinstimmt, als Nullpunkt des Druckes im AusfUhrungsbeispiel der Fig. 3 ansehen. Vorzugsweise ist die Röhre 194 geeicht, so daß ein Druck von J500 mmHg erforderlich ist, um die Linie 197 zum Punkt 300 zu bewegen.
Neben der Säule 194 befindet sich ein zylindrischer Stab 202, der aus lichtdurchlässigem Kunststoff besteht. Eine Glühlampe oder eine andere geeignete Lichtquelle 204 ist an einem Ende des Stabes 202 angebracht, und der gesamte Stab 202 leuchtet auf, wenn die Lichtquelle 204 aufleuchtet.
Mehrere fotoelektrische Zellen 94, 206 und 208 sind auf der anderen Seite der Säule 194, diametral entgegengesetzt zum Stab 202, angebracht. Die Fotozellen 94, 206 und 20b sind vorzugsweise durch einen Aufbau abgeschirmt (nicht gezeigt), der verhindert, daß Licht von dem Stab 202 die Fotozellen nur durch die Säule 194 erreicht. Die Fotozellen können auf einem vertikalen Stativ 209 angebracht werden und sind ent-
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lang dem Stativ 209 durch irgendeine geeignete herkömmliche Verstellvorrichtung ''nicht gezeigt), vorzugsweise vertikal verstellbar.
Beim Betrieb der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung versperrt das Quecksilber, wenn es sich in der Säule 194 fortbewegt, den Lichtweg zwischen dem Stab 202 und den Fotozellen 94, 206 und 20Ö. Wenn z.B. das Quecksilber bis zur Marke 300 steigt, wird die Fotozelle 94 entregt, da das vom Stab 202 ausgehende Licht durch das Quecksilber unterbrochen wird. In ähnlicher Weise wird die Fotozelle erregt, wenn das Quecksilber sich bis unterhalb der Position der Fotozelle 94 absinkt.
Während der Bereich der in Fig. 3 gezeigten Säule 194 z.B. zwischen 0 und 300 mmHg liegt, ist jede geeignete Druckablesung möglich, wie aus dem Schema der Fig. 3a ersichtlich ist.
In Fig. 3a ist der U-förmige Teil 210 über den U-förmigen Teil (Fig. 3) hinaus wesentlich verlängert, so daß der Nullpunkt 212, wo das Quecksilber beim Quecksilberniveau des Behälters 192 zur Ruhe kommt, in der Mitte der Länge der Säule 2l4 liegt. Auf diese Weise kann z.B. der Quecksilberspiegel 212 zwischen den Anzeigemarken bei angenähert -15O mmHg, wie etwa der Punkt 216, und bei angenähert 200 mmHg, bei Punkt 218, schwanken.
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Mit dem QuecksiLbersäulen-Manometer erreicht man, wenn es , in Verbindung mit der in Fig. 2 gezeigten Potozellenschaltung benutzt wird, eine sehr genaue Bestimmung des Sollwertes. Wie man aus Fig. 2 genauer erkennt, ist die Fotozelle 94 mit einem variablen Widerstand verbunden^ der einen Schwellenwertregler für die Festlegung der Empfindlichkeit der Fotoz.elle 94 ist.
Wenn die Fotozelle 94 von der Lichtquelle 202 (Fig. 5)' erregt wird, wird das entstehende Signal von den Stufentransistoren 98 und 100 verstärkt, so daß die Relaisspule 102 erregt wird. Die Relaisspule 102 steuert den Betriebszustand des Relais 104, das die Funktion der Magnetspulen-Klammer 80 (Fig. 1!steuert. Wenn der Druck in der Venenleitung 62 unterhalb des Sollwertes 88 liegt, wird die Fotozelle 94 der Lichtquelle ausgesetzt, wodurch die Relaisspule 102 erregt wird, das Relais 104 in die Stellung "ein" geschaltet und die Magnetspulen-Klammer 80 (Fig.l) betätigt wird. Die Klammer 80 verschließt dann die Venenleitung 62. Ist die Venenleitung 62 geschlossen, so nimmt der Druck in der Leitung 62 zu, bis die Anzeigevorrichtung 84 den von der Marke 88 festgelegten Sollwert erreicht. In diesem Moment ist das Quecksilber 198 in der Säule 194 (Fig. 3) ausreichend weit aufgestiegen, um das Licht zwischen Lichtquelle 102 und Fotozelle 94 zu unterbrechen-ünd dadurch die Fotozelle
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auszuschalten. Die Relaisspule 102 wird dann nicht weiter erregt, und das Relais 104 wird in die Stellung "aus" geschaltet, wodurch die Magnetspulen-Klammer 80 geöffnet wird. Eine herkömmliche Zeitverzögerungsschaltung kann verwendet werden, um in einem vorbestimmten Zeitabschnitt ein Wiedereinschalten des Relais 104 zu verhindern, wenn das Quecksilber absinkt und dadurch die Fotozelle 9^· der Lichtquelle 202 ausgesetzt wird.
Eine gesonderte Magnetspulen-Schaltung, die im wesentlichen mit der in Fig. 2 gezeigten Schaltung identisch ist, kann für jeden der durch die Markierungen 90 und 92 festgelegten Sollwerte vorgesöien werden. Zusätzlich kann, wenn es gewünscht wird, ein dritter Sollwert (nicht gezeigt in Fig. 1) vorgesehen werden, der mit der Fotozelle 20b1 (Fig. 5) korrespondiert und als "Sicherheits"-Sollwert arbeitet, der gewöhnlich etwas unter dem von der Markierung 90 angezeigten Sollwert liegt. Im Falle eines Bruches einer Membrane oder Spule im Dialysator 60 betätigt auf diese Weise ein augenblicklicher Abfall im Druck auf den "Sicherheits"-Sollwert die Magnetspule 80 derart, daß diese Spule 80 eine offene Stellung einnimmt und die Pumpe 38 anhält, damit der Patient geschützt wird.
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In dem in Fig. 1 dargestellten System, steuert das Druekkontrollgerät 70 auch den Betrieb der Blutpumpe- J>Q, Wie in Fig. 4 genauer gezeigt,, ist, wird das Relais 104, das von der in Fig. 2 gezeigten Fotozellenschaltung gesteuert wird., erregt, so daß die Relaisspule 1Ö2 die Magnetspulenleitung TS vom Schaltkreis trennt. Die Magnetspule 80 klemmt die Venenleitung 62. Gleichzeitig wird der Motor 38 erregt, um Blut aus dem Adereinstich im Blutgefäß 22 herauszuziehen und es in Richtung des Dialysators 60 zu treiben. Wenn der Druck zunimmt, öffnet, wie oben beschrieben, das Relais 104 die Klammer 80, und es wird die Pumpe 38 angehalten. Die Pumpe arbeitet so wie eine zweite Klammer.
Man hat gefunden, daß die Blutpumpe 58 nicht sofort anhält, wenn sie durch das Druckkontrollgerät 70 von der Schaltung getrennt wird,, da der Motor der Blutpumpe ein Trägheitsmoment besitzt. Demgemäß ist in dem in Fig. 4 dargestellten .Ausführungsbeispiel der Anker 110 des Motors« 38 durch einen Widerstand 112 mit dem Relais 104 verbunden. Die Größe des Widerstandes ist derart gewählt, daß im wesentlichen die ganze kinetische Energie des. Motors in Wärme umgewandelt wird, die von dem Widerstand 112 abgeleitet wird, wenn das Relais 104 den Motor abschaltet.
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eingegangen nm
Während sich bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel herausgestellt hat, daß es zufriedenstellend arbeitet^ hat man gefunden, daß die Start-Stop-Frequenz des Motors zwischen 50 und 60 Perioden pro Minute liegt. Da der durch das Relais fließende Ankerstrom sehr hoch ist, besitzt das Relais 104, wie man gefunden hat, einen starken Verschleiß. Um die Betriebsdauer des Relais zu verlängern, wurde das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 entwickelt. Das Ausführungsbeispiel der in Fig. 5 gezeigten Schaltung unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 prinzipiell dadurch, daß Transistoren 114 und Ho dazu benützt werden, um den Motor 38 an und ab zu schalten. Die Transistoren vermindern den tatsächlichen Betrag des durch das Relais 104 durchlaufenden Stromes und verlängern die Lebensdauer des Relais.
Nachdem die Vorrichtung der Fig. 1 beschrieben worden i wird nun deren Anwendung beschrieben, die es ermöglicht, das Blut eines Patienten mit einem einzigen Adereinstich zu dialysieren.
Am Anfang werden durch Bewegung der Markierungen 88, SO und 92 die Sollwerte am Druckkontrollgerät 70 eingestellt, um die gewünschten hohen und niedrigen Venendrücke bzw. den gewünschten, niedrigen Arteriendruck festzulegen. Die Arterien-Venenleitungen werden vorbereitet, indem sie mit isoto-
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nischer Salzlösung gefüllt werden. Wenn ein einzelner Ädereinstich oder eine Kanüllierung ausgeführt worden sind, werden die Arterien- und die Venenleitung ~$h bzw. 62 mit Blut gefüllt. ·
Die Blutpumpe 38 wird betätigt, um Blut durch die.Arterienleitung zum Dialysator 60 zu leiten. Wenn die Blutpumpe 38 in Betrieb ist, ist, wie schon zuvor beschrieben wurde, die Magnetspulen-Klammer 80 geschlossen, wodurch der Blutfluß durch die Venenleitung 62 verschlossen ist. Eine kontinuierliche Rotation der Pumpe 38 erzeugt so einen anwachsenden Druck in der Venenleitung 62 über der Klammer Der angewachsene Druck wird durch die Leitung 66 dem Druckkontrollgerät 70 zugeführt. Wenn die Anzeigevorrichtung 84 auf der Druckskala des Beobachtungsfensters 82 vorwärts wandert, trifft sie auf die Markierung 88. Ein Vorwärtsbewegen der Anzeigevorrichtung 84 ist gleichbedeutend mit einem Ansteigen des Quecksilbers 198 in der Quecksilbersäule 194 .(Fig. 3). Wenn das Quecksilber 198 das von der Quelle 202 zur Fotozelle 94 verlaufende Licht unterbricht, wird die Relaisspule 102 (Fig. 2) stromlos, wobei gleichzeitig der Magnetschalter 80 geöffnet wird und der Motor 38 durch den in den Figuren 4 oder 5 gezeigten Schaltkreis abgeschaltet wird.
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Wenn die Pumpe 38 abgeschaltet ist, dient einer der beiden Zylinder 48 oder 50 als Klammer zum Verschließen der Arterienleitung 34, und es wird ein Einfließen des Blutes durch die Kanüle 24 und das Verbindungstück 28 verhindert. Während die Pumpe 38 angehalten ist, wird der angewachsene Druck in der Venenleitung Ö2 dadurch vermindert, daß das in der Venenleitung 62 befindliche Blut durch das Verbindungsstück 28 und den Katheter 24 wieder in das Blutgefäß 22 des Patienten gedrückt wird. Wenn der Druck in der Venenleitung 62 vermindert ist, wird die Anzeigevorrichtung 84 allmählich fallen. Die Zeitverzögerung in der Schaltung der Fig. 2 hindert das Relais 104 zu schalten bis das gewählte Zeitintervall vorüber ist.
Anschließend wird die Magnetspulen-Klammer 80 durch die Tätigkeit des Zeitverzögerungsrelais in die dargestellte geschlossene Stellung gebracht, und die Pumpe 38 wird wieder erregt und pumpt Blut durch die Kanüle 24 aus dem Blutgefäß 22 heraus, Im Falle, daß die Arterienleitung 3^ durch ein Blutgerirfsel oder dergleichen verstopft wird, veranlaßt der Arterienleitungsdruck im Leiter 72 die Anzeigevorrichtung 86 bis zu dem unteren Sollwert bei der Markierung 92 abzusinken. Wenn die Anzeigevorrichtung 86 diesen unteren Punkt erreicht, wird die Pumpe 38 ausgeschaltet, um den Patienten zu schützen. In dem Fall,
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in dem eine Spule oder Membrane im Dialysator zu Bruch geht, wird der für den Notfall vorgesehene Sollwert (der durch die in Pig. '3 gezeigte Fotozelle 208 festgelegt ist) ausgelöst und dadurch sowohl die Blutpumpe als auch die Magnetspule 80 geschlossen.
Die Aktivierung oder Inaktivierung der Magnetspule,' Doppelmagnetspule oder Blutpumpe kann entweder dadurch erreicht werden, daß man den Druck zwischen zwei Sollwerten hin- und herwandern oder um einen Sollwert herumschwingen läßt. Das letztere Verfahren (das bevorzugt wird) benötigt eine Zeitverzögerungsvorrichtung, die eine Phase des Zyklus verlängert. Als eine solche Phase kann entweder eine verlängerte Verschlußphase oder -eine verlängerte Öffnungsphase der Magnetspule gewählt werden. Hinsichtlich der verschiedenen beschriebenen Möglichkeiten wird dies eine Verlängerung der Phasen mit steigendem oder fallendem Druck zur Folge haben.
Im Falle eines Spulenbruches sollte im allgemeinen die Blutpumpe anhalten und die Magnetspule der Venenleitung sich öffnen ( damit soviel Blut wie möglich zum Patienten zurückfließen kann).
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Pig. 6 zeigt ein anderes bevorzugtes Dialysatorsystem, das einen einzelnen Adereinstich benutzt. Das AusfUhrungsbeispiel der Fig. 6 unterscheidet sich von dem AusfUhrungsbeispiel der Fig. 1 in erster Linie darin, daß die Pumpe J>ö ununterbrochen arbeitet und die einzelnen Magnetspulen 80 durch eine doppelte Magnetspulenklammer 150 ersetzt ist. Die Magnetspulenklammer 150 besitzt zwei parallele Kanäle 152 und 154, durch welche die "Venen- und Arterienleitungen hindurchlaufen. Die Magnetspule besitzt einen Sperrzahn 15b in jedem der Kanäle 152 und 154, wobei der Sperrzahn 156 abwechselnd wahlweise im Kanal 152 oder im Kanal betätigt werden kann. Der Sperrzahn wird durch dielektrischen Leitungen 160 und 162 gesteuert, welche die Magnetspulenklammer 150 mit dem Druckkontrollgerät 70 verbindet.
Das in Fig. 6 dargestellte System besitzt zusätzlich eine im allgemeinen mit l64 bezeichnete Arterien-Durchströmungskammer, die in Fig. 7 genauer dargestellt ist. Die Durchströmungskammer l64 besteht vorzugsweise aus einem steifen zylindrischen Teil 166, der aus Kunststoff hergestellt sein kann und auf Wunsch durchsichtig sein kann. Der Teil 166 ist mit einem luftdichten Deckel 168 versehen, in den ein Ende der Arterienleitung ~}k eingepaßt ist. Der Teil 166 besitzt einen
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nach unten spitz zulaufendenAbschnitt und endet in* einem Verbindungsstück 17O. Ein anderer Teil der Arterienleitung 34 ist durch Druck auf das Verbindungsstück 17O gepreßt. Der Deckel 168 dient auch als Befestigung für die Druck leitende Röhre 174 und für einen im allgemeinen mit 172 bezeichneten Regulator für das Blutniveau. Der Regulator für " das Blutniveau kann eine herkömmliche hypodermatische Spritze enthalten, die durch eine Kunststoffröhre 174 mit dem Deckel 168 verbunden ist. Die Röhre 174 kann, wo es gewünscht wird, durch eine Klammer befestigt werden, damit man eine Druckverbindung durch den Leiter 72 aufrechterhält.
Die Arterien- und Venenleitungen J>K und 62 werden mit einer isotonischen Salzlösung gefüllt, wie in Verbindung mit Pig. I oben beschrieben wurde. Die Pumpe 38 arbeitet ununterbrochen.' Nimmt man an, daß die Venenleitung 62 durch die Magnetspule 150 geschlossen ist, so wird das Blut aus dem Blutgefäß 22 des Patienten durch die Kanüle 24 und durch die Arterienleitung 34 in die Arterien-Durchströmungskammer l64 hineingezogen. Das Blut wird dann aus der Arterien-Durchstromungskammer in den Dialysator 60 gepumpt. Das ununterbrochene Pumpen der Pumpe 38 verursacht* daß der Druck in der Venenleitung 62 anwächst, da der Kanal 152 verschlossen ist. Da der Druck steigt,
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steigt auch die Anzeigevorrichtung 84 bis zu dem durch die Markierung 88 festgesetzten Sollwert. Wenn der Sollwert erreicht ist, wird die Magnetspule 150 derart betätigt, daß sie die Venenleitung 62 öffnet und gleichzeitig die ftterlenleitung ~$h schließt. Der hohe Druck in der Venenleitung b2 veranlaßt dann das darin befindliche Blut, durch die Halterung 28 und die Kanüle 24 in das Blutgefäß 22 zu fließen.
Wie man aus Fig. 7 erkennt, veranlaßt die ununterbrochene Arbeit der Blutpumpe 38 einen Blutfluß aus der Arterien-Durchströmungskammer heraus, wodurch der Druck in dem Teil 166 abnimmt. Der abgenommene Druck wird durch die Leitung 72 dem Druckkontröllgerät mitgeteilt. Wenn die durch das Zeitverzögerungsrelais festgelegte Zeit verstrichen ist, veranlaßt das Druckkontrollgerät 70 wieder die Magnetspulenklammer 15O, die Venenleitung 62 zu schließen und die Arterienleitung 34 zu öffnen. Das Blut wird wieder vom Patienten durch die Arterienleitung 34 abgenommen, füllt den Behälter in der Arterien-Durchströmungskammer 164 wieder an und wird auch wieder durch den Dialysator geleitet, wobei der Zyklus wieder beginnt.
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Aus der obigen Beschreibung ergibt sich, daß eine wirksame Dialyse des Blutes eines Patienten mit einem einzigen Adereinstich erhalten werden kann. Man hat außerdem festgestellt, daß die kleinen Blutmengen, die durch das Halterungssystem 28 zurückgeführt werden, die Wirksamkeit in keiner Weise ungünstig beeinflussen. Bei jedem Zyklus des Systems wird eine erstaunliehe Blutmenge aus dem Patienten.herausgezogen und ihm wieder eingespritzt. Man hat überdies gefunden, daß die Dialysezeit eines Patienten, bei dem die Vorrichtung mit einem einzelnen Adereinstich angewendet wird, wenn überhaupt, in den meisten Fällen nur leicht über der Zeit liegt, die bei den herkömmlichen Vorrichtungen mit dem doppelten Adereinstich erforderlich war.
Die Ausführungsbeispiele der Fig. 8 und 9 vergrößern die Tendenz des Blutes zu einem Kurzschluß an dem gabelförmigen Verbindungsstück 28. In diesem Ausführungsbeispiel wird ein wesentlicher Teil des Blutes einige Male durch die Arterienleitung y\, den Dialysator 60 und die Venenleitung 62 vorsätzlich in Umlauf gesetzt. Eine geeignete Blutpumpe 220 arbeitet koninuierlich bei einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit, so daß das Blut gezwungen wird, bei einer Geschwindigkeit von angenähert 300 bis 400 Milliliter pro Minute durch den Dialysator, die Venen- und die'Arterienleitung zu fließen. Wie man einsehen
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kann, 1st diese Durchflußmenge angenähert zweimal so groß wie die Durchflußmenge vom Patienten durch den Dialysator in den Anlagen der Figuren 1 und 6.
Um das Blut eines Patienten zu dialysieren, ist nur eine einzelne Klammer 222 notwendig. In Fig. 8 ist die Klammer in der Venenleitung 62 unterhalb der Blasenfalle 64 angebracht. Wahlweise kann, wie in Fig. 9 gezeigt ist, die Klammer 222 in der Arterienleitung ^4 unter der Arteriendurchströ'mungskammer 164 angebracht werden.
Bei dem in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel wird das System mit Salzlösung gefüllt, wie oben beschreiben wurde, und es wird das Blut allmählich in die Arterienleitung 34 gezogen, wie anschließend genauer beschrieben wird. Wenn sich die Klammer 222 in der geschlossenen Stellung befindet, fährt die Pumpe 220 fort, Blut vom Patienten zu entnehmen und das Blut durch die Arterienleitung 3>4 und durch den Dialysator 60 zu pumpen. Auf diese Weise entwickelt sich in der Venenleitung 62 ein Druck, der durch die Leitung 66 geleitet und vom Druckkontrollgerät 70 überwacht wird. Wenn der Druck einen vorher bestimmten oberen Sollwert erreicht, wird die Klammer 222 derart betätigt, daß sie die offene Stellung einnimmt. In diesem Augenblick wird der Druck in der Venenleitung
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größer als der Druck in der Arterienleitung Und im- Blutstrom des Patienten. Der Druck wird dadurch ausgeglichen, daß ein bestimmtes Volumen dialysierten Blutes in den Patienten und ein anderes Volumen dialysierten Blutes wieder in die Arterienleitung 34 gebracht wird.
Nachdem ein besonders vorbestimmtes Zeitintervall verstrichen ist, oder sobald der Druck in der Leitung 66 auf einen vorbestimmten Wert gesunken ist, verschließt die Klammer 222 wieder die Venenleitung 62, so daß der Druck über der Klammer 222 zunimmt. Man hat beobachtet, daß, sobald die Klammer 222 geschlossen wird, ein Vakuum in der Arterienleitung 34 unterhalb der Pumpe 220 entsteht. Dieses Vakuum wird dadurch gefüllt, daß Blut vom Patienten in die Arterienleitung ~$k gezogen wird. Wenn der Druck in der Leitung 66 den vorbestimmten Sollwert im Kontrollgerät 70 erreicht, Wird die Klammer 222 wieder geöffnet, und das in der Venenleitung 62 unter Druck stehende Blut wird gezwungen, zu der gabelförmigen Halterung 2Ö zu fließen. Da die Leitung 34 mit Blut gefüllt war, während die Klammer 222 geschlossen war, wird ein wesentlicher Teil des in der Venenleitung 62 unter Druck stehenden Blutes gezwungen, durch das Verbindungsstück in den Patienten zurückzufließen.
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Eine Alternative zu dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist in Fig. S' gezeigt. In Fig.9 ist die Klammer 222 in dem Arterienzweig Jh und neben der Durchs tr ömungskarnrrier 164 angebracht. Die Pumpe 222 arbeitet kontinuierlich mit einer vergleichsweise hohen Durchflußgeschwindigkeit, ähnlich der oben beschriebenen, so daß eine Durchflußgeschwindigkeit von angenähert ^00 bis 400 mm/sec im System herrecht* Wenn die Klammer geschlossen ist, wird das Blut durch die Pumpe 220 gezwungen, durch den Dialysator 60 und die Venenleitung 62 fließen, so daß das Blut durch das gabelförmige Verbindungsstück in den Patienten zurückfließt. Ein fortgesetztes Pumpen bei geschlossener Klammer 222 verursacht eine Druckabnahme in der Kammer 164, wobei die Druckabnahme durch den Leiter 74 weitergegeben und im Druckkontrollgerät 70 überwacht wird. Wenn der Druck im Kontrollgerät 70 einen vorbestimmten unteren Sollwert erreicht, öffnet sich die Klammer 222 und erlaubt dadurch der Pumpe 220, durch das gabelförmige Verbindungsstück 28 und die Venenleitung 62 dem Patienten Blut zu entziehen. Die für den Druckausgleich erforderliche Blutmenge ist zu groß, als daß sie von der Venenleitung 62 allein beschafft werden kann, so daß eine wesentliche Blutmenge dem Patienten entzogen wird.
Es hat sich herausgestellt, daß die Ausführungsbeispiele der Figuren 8 und 9 ungewöhnlich wertvolle Vorteile gegenüber
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anderen Typen von Dialyse sy steinen besitzen. Die sehr hohe Durchflußgeschwindigkeit verursacht z.B. viele Turbulenzen im Dialysator,. welche jene gewöhnlich im Dialysator bestehenden Grenzschichten abbauen und dadurch die Diffusion in der gesamten Membrane steigern. Da die Strömung durch den Dialysator gewöhnlich laminar ist, veranlassen die durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit entstandenen Turbulenzen, daß die roten Blutkörperchen gegeneinander und gegen die Membrane gestoßen werden, was eine weitere Zunahme der Dialyse bedeutet.
Da ein wesentlicher Teil des Blutes in dem System mehrere Male durch den Dialysator kreist, bevor es in den Patienten zurückgeführt wird, besitzt das Blut normalerweise in dem außerhalb des Körpers befindlichen System eine ungewöhnlich niedere Konzentration an Abfallsubstanzen. Wenn das Blut vom Patienten in das System gezogen wird, tritt auf diese Weise eine Blut-Blut-Diffusion ein, da das eintretende Blut mit dem fückkreisenden Blut in dem System gemischt wird. Es hat sichherkausgeste^lt, daß das in den Figuren 8 und 9 erklärte Verfahren einen überraschend hohen Wirkungsgrad bei der Dialyse erreicht.
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Claims (10)

  1. DIPL.-ING. KLAUS BEHN
    DIPL-PHYS. ROBERT MÜNZHUBER *J *J O C / O *3
    PATENTANWÄLTE
    8 MÜNCHEN 22 WI DENMAYERSTRASSE 6
    TEL. (0811) 222530-295192 10. ORtObei0 1Q72
    Aktenzeichen: P 22 36 433.6
    Anmelder : Vital Assists Inc.
    Uns.Zeichen : A 185 72 B/kb
    (NEUE) PATENTANSPRÜCHE
    eingegangen am.... #·
    1· ' Vorrichtung zum Dialysieren des Blutes eines Patienten^ dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige in ein Blutgefäß einstechbare Hohlnadel (24) vorgesehen ist, daß eine Vorrichtung (28) vorgesehen ist, mit welcher eine Trennung eines von der Hohlnadel ausgehenden Blutweges in zwei Zweige bewirkt wird, daß eine Vorrichtung (38) vorgesehen ist, mit welcher der Reihe nach Blut in einer Richtung von der Hohlnadel durch die beiden Leitungc#(34,62) und zurück zur Hohlnadel gedrängt wird, daß zwischen die beiden Leitungen eine Vorrichtung (60) zur Blutdialyse eingesetzt ist, daß eine erste Verschlußvorrichtung (80) vorgesehen ist, welche den Blutstrom in der zweiten Leitung (62) unterbricht, wenn der Flüssigkeitsdruck einen vorbestimmten niedrigen Wert erreicht, und daß eine vom Flüssigkeitsdrude in der zweiten Leitung (62) beeinflußbare zweite Verschlußvorrichtung (38) vorgesehen ist, welche den Blutstrom in der ersten Leitung (340 unterbricht, wenn der Flüssigkeitsdruck einen vorbestimmten hohen Wert erreicht, wobei beide Verschlußvorrichtungen die zugehörigen Leitungen abwechselnd verschließen.
    309886/0613
    Bankhaus Merck, Finck & Co, München. Nr 25 464 I Bankhaus H Aufhauser. München, Nr 261300 Postscheck: München 209 04
    Telegrammadresse Patentsenior
    tr
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Blutleitung in zwei Leitungen aufteilende-Vorrichtung ein Y-förmiges Kupplungsstück (28) enthält, das in nächster Nähe der Hohlnadel (24) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Erzeugung eines Blutflusses eine Blutpumpe (38) enthält, welche so angeordnet ist, daß sie auf das Blut in der ersten Leitung (J2O einwirkt.
  4. 4* Vorrichtung nach Anspruch- 3> dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verschlußvorrichtung (38) eine Einrichtung enthält, welche die Pumpwirkung derart steuert, daß die Pumpe periodisch den Blutstrom in der ersten Leitung (34) unterbricht, wobei die erste Verschlußvorrichtung eine elektronisch betätigte Klammer (80) .ist«
  5. 5» Vorrichtung nach,Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Verschlußvorrichtungen wenigstens eine eltk tronisch betätigte Klammer (150 bis I56) enthält, die bei ihrer Betätigung abwechselnd die entsprechenden Leitungen (j4, 62) zusammendrücken.
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  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, daß eine Blutleitung außerhalb des Körpers des Patienten vorgesehen ist, daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche die Blutleitung außerhalb des Körpers mit dem Blutkreislauf des Patienten verbindet, daß die Blutleitung eine geschlossene Schleife bildet, die an der "Verbindungsvorrichtung mit einer einzigen Einfluß- und Ausflußstel-Ie versehen ist, daß in die Blutleitung ein Dialysator (60) eingesetzt ist, welcher die Blutleitung in eine Arterienleitung (J4) und in eine Venenleitung (62) unterteilt, daß eine Vorrichtung (58, 220) vorgesehen wird, welche Blut in einer Richtung durch die Arterienleitung, den Dialysator und die Venenleitung pumpt, und daß eine Vorrichtung (80, 222) vorgesehen ist, die abwechselnd die Blutleitung absperrt und öffnet, um periodische Blutdruckunterschiede zwischen der Blutleitung außerhalb des Körpers und dem Patienten hervorzurufen, so daß eine Blutentnahme vom Patienten und eine Zuführung vom Blut zum Patienten erreicht wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Absperren und öffnen der Biutleitung eine von den Druckänderungen beeinflußte Einrichtung (222, Fig. 8) in der Venenleitung enthält, welche die Venenleitung periodisch absperrt.
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    -Jp-
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Absperren und Öffnen der Blutleitung eine vom Druck in der Arterienleitung beeinflußte Einrichtung (220, Fig. 9) enthält, die die Art er i einleitung periodisch absperrt.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine im wesentlichen vertikal orientierte Säzle (194, 214) vorgesehen ist, die eine Licht reflektierende Flüssigkeit (198* 216) enthalt, daß ferner ein Reservoir (I92) für die Flüssigkeit vorgesehen ist, das mit der Säule in Verbindung steht, daß eine Vorrichtung (66) vorgesehen ist, welche,Druck von der Blutleitung außerhalb des Körpers auf das Flüssigkeitsreservoir überträgt, so daß der Flßssigkeitsspiegel in der Säule durch den Druck in der Druckübertragungsvorrichtung bestimmt ist, daß eine Licht auf die Säule richtende Vorrichtung (2O4. 202) vorgesehen ist, daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, welche wenigstens einen Photoempfänger (94, 206, 208) neben der Säule diametral gegenüber der Licht auf die Säule richtenden Vorrichtung trägt, und daß eine, durch den Photoempfänger gesteuerte Schaltvorrichtung (1θ4) vorgesehen ist, die betätigt wird^ wenn die Flüssigkeit in der Säule den Lichtstrom von der Lichtquelle zum Photoermsfanger, nicht unterbricht.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragvorrichtung eine im wesentlichen vertikale Schie-
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    ne (209) umfaßt, auf welcher alle Photoempfänger (94, 206, 208) in vertikaler Richtung verschiebbar angeordnet sind;
    3 G 9 8 8 6 / 0 ß Ι
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