DE2230833A1 - Verfahren zum umhuellen eines fuehrungselementes fuer ein bauelement - Google Patents
Verfahren zum umhuellen eines fuehrungselementes fuer ein bauelementInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Patentanwälte
Dr. Dieter F. Morf ;
Dr. Hans-Α. Brauns
iviuiichen LJ, i i-ri^..aiiüii;,r. 2i 23. Juni 1972 -
29 654
RAYCHEM CORPORATION
Constitution Drive, Menlo Park, California 9^025,
V.St.A.
Verfahren zum Umhüllen eines Führungselementes für ein Bauelement
Die Erfindung betrifft sehneHäufende Maschinen, insbesondere
Strick- und Wirkmaschinen, und ist auf ein Verfahren zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit solcher
Maschinen gerichtet.
Bei bestimmten modernen Strick- und Wirkmaschinen wird
eine Vielzahl von Nadeln verwendet, die um ein waagrecht gelagertes Führungselement in Form eines geschlossenen
Kreises herumwandern, das im wesentlichen einen kreisförmigen Querschnitt hat und eine Bahn mit einer Anzahl
vertikaler Kurven von veränderlicher Schärfe bildet. Jede Nadel besitzt einen Fuß, der sich in der Führung befindet
und dessen Abme saun gen genau festgelegt v/erden müssen,
um ein genaues Anordnen der Nadel im Betrieb zu gewährleisten und um sicherzustellen, daß die Nadel nicht im
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Führungselement an irgendeiner Stelle, besonders an
scharfen Ecken, klemmt. Die Nadeln sind aus Metall, beispielsweise
aus hartem Werkzeugstahl. Die Führung ist ebenfalls metallisch, beispielsweise aus einem ähnlichen
Werkzeugstahl,
Es wurde festgestellt, daß die Höchstgeschwindigkext
der Nadelbewegung längs der Führung, die bisher erreichbar war, etwa 1,2 m je Sekunde beträgt, und daß dies
gegenwärtig einen Begrenzungsfaktor für die Leistung der Maschinen darstellt. Es hat sich ergeben, daß Reibungsverluste
und häufige Nadelbrüche (die möglicherweise durch Schwingungen verursacht werden, die an scharfen Ecken
auftreten) den Betrieb der Maschinen oberhalb dieser Geschwindigkeit
verhindern.
Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß eine Kunststoffhülle
am Fuß der Nadel die maximale Arbeitsgeschwindigkeit
der Nadeln erhöht. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, eine solche Hülle herzustellen, welche die
erforderlichen notwendigen engen Maßtoleranzen hat, da die
normalen Verfahren zur Herstellung von Kunststoffschläuchen
oder Preßteilen nicht ausreichend genau sind. Ferner führt die grosse Zahl verschiedener Nadelgrössen zwangsläufig
dazu, daß eine Anzahl verschiedener Hüllengrössen geschaffen werden muß, so daß ein Verfahren ,nach dem ein Bereich
von verschiedenen Grossen hergestellt werden kann, notwendig ist.
Durch die Erfindung wird ein Verfahren zum Umhüllen eines Führungselemente für ein Bauelement angegeben, besonders
von der Art, wie sie zur Verwendung in schnellaufenden
Prüzisionsmaschinen, beispielsweise für den Fuß einer
Strick- und Wirkmaschinennadel, geeignet ist, bei welchem
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Verfahren ein länglicher Deckschxchtenbildner bzw. Former
von einem Querschnitt verwendet wird, der dem Querschnitt des Führungselemente mit dem gewünschten Umhüllungsmaterial
ähnlich und vorzugsweise etwas kleiner ist, die Aussenflaehe
der Hülle, wenn gewünscht oder erforderlich, auf geeignete
Abmessungen bearbeitet wird, eine Länge des Umhüllungsmaterials von dem Former entfernt, zu dem Führungselement
gebracht und auf diesem angeordnet wird und eine freiliegende Länge, vorzugsweise die entsprechende Länge, des
Formers von dem Former entfernt wird.
Vorzugsweise wird die erforderliche Länge Umhüllungsmaterial vom Former entfernt, so daß die entsprechende freiliegende
Formerlänge bleibt, die nachfolgend abgeschnitten werden soll, jedoch bevor die nächste erforderliche Länge
Umhüllungsmaterial entfernt wird.
Die für das Umhüllungsmaterial gewünschten Eigenschaften sind zusätzlich natürlich zu einem niedrigen Reibungskoeffizienten
ein geringer Kaltfluß, eine hohe Abriebfestigkeit, ein hoher Schmelzpunkt, ein hohes Dämpfungsvermögen und eine hohe Festigkeit gegen Spannungsrisse.
Solche Bezeichnungen sind zwar relativ, jedoch ist der Fachmann in der Lage, ein besonderes Polymeres auszuwählen
und zu bestimmen, ob es für einen besonderen Anwendungsfall geeignet ist« Die Materialien können zur Verbesserung
ihrer Hochtemperaturexgenschiten vernetzt werden.
Als Materialien, die zur Verwendung zum Umhüllen der Führungselemente
oder Füße von Strick- und Wirkmaschinennadeln geeignet sind, können beispielsweise genannt werden:
Thermoplastische Polyimide, z.B. Poly(1,12-dodecamethylenpyromelIitimid),
Polyamide, und Polyvinylidenfluorid und insbesondere Acetalhomopolymere und Copolymere. Ein PoIy-
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acetal (Delryn) hat sich als sehr geeignet erwiesen. Als Material, das als nicht geeignet betrachtet wird,
kann PoIytetrafluoräthylen erwähnt werden, das schlechte
Kaltflußeigenschaften hat.
Gewöhnlich ist der Querschnitt des Fußes einer Nadel annähernd rechteckig und haben die langen Seiten eine
Länge von etwa 3,0 mm, während die kurzen Seiten etwa 0,5 mm lang sind» Zum Umhüllen solcher Materialien bildet
eine Ader für ein Flachkabel mit linearen Abmessungen, die etwas (etwa 10 %) kleiner als die angegebenen sind,
einen idealen Former und das Extrudieren eines geeigneten Materials über eine solche Ader durch in der
Kabelindustrie bekannte Verfahren ergibt eine endlose Länge eines umhüllten Formers, der zum raschen und
selbsttätigen Aufbringen erforderlich ist.
Das freie Ende des Fußes wird mit seinem Ende gegenüberliegend dem Ende des freien Endes des umhüllten Formers
angeordnet. Das Umhüllungsmaterial wird dann vom Former
im richtigen Abstand vom Ende abgestreift und unmittelbar über den Fuß gebracht, um auf diesem eine Hülle mit
Festsitz zu erhalten. Die Abstreiforgane und das entsprechende
Verfahren können von der Art sein, wie sie in der Elektroindustrie für diesen Zweck verwendet werden,
wobei, soweit erforderlich, Anpassungen vorgenommen werden können, um sicherzustellen, daß die Länge des Umhüllungsmaterials an einer Änderung seiner inneren Abmessung gehindert
wird, oder daß das Umhüllungsmaterial, falls erforderlich, aufgeweitet wird, um das Aufschlüpfen auf
den Fuß zu ermöglichen.
Der Fuß kann mit einer Querbohrung versehen sein, damit das Umhüllungsmaterial gehämmert oder geschweißt werden
kann (beispielsweise durch Ultraschallschweissung) um
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es fester auf dem Fuß anzuordnen.
Bei Versuchen unter Verwendung eines mit "Delryn" umhüllten
Nadelfußes war die nutzbare Lebensdauer bei ' einer Laufgeschwindigkeit von 3,5 m/Sekunde -annähernd
gleich der Lebensdauer einer Nadel bei der gewöhnlich angewendeten Laufgeschwindigkeit von 1,5 m/Sekunde. Als
zusätzliche Vorteile wurde ein ruhigeres. Laufen und . eine verringerte Notwendigkeit zur Schmierung erzielt.
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Claims (1)
- 65H 23- Juni 1972Patentansprüche ;1.)Verfahren zum Umhüllen eines Führungselements für ein Bauelement, dadurch gekennzeichnet, daß ein langgestreckter Former von einem Querschnitt, der dem Querschnitt des Führungselemente ähnlich ist, mit einem Umhüllungsmaterial überzogen wird, eine Länge des Umhüllungsmaterxals vom Former entfernt und zum Führungselement gebracht und auf diesem angeordnet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement einen Querschnitt hat, der geringfügig grosser als der des Formers ist.3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Formers dem Ende des Führungselements gegenübergestellt wird und die Länge des Umhüllungsmaterxals unmittelbar vom Former auf das Führungselement übertragen wird.Verfahren nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechende freiliegende Länge des Formers abgeschnitten wird, bevor die nächste erforderliche Länge Umhüllungsmaterxal entfernt wird,209882/106265»*5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - U, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungselement der Fuß einer Streck- bzw. Wirkmaschinennadel ist.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussenflache der Umhüllung auf geeignete Abmessungen bearbeitet wird.7.· Verfahren nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekenn· zeichnet, daß als Umhüllungsmaterial ein thermoplastisches Material verwendet wird.8· Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Material ein Polyacetal ist.9, Führungselement, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem in den Ansprüchen 1-8 gekennzeichneten Verfahren hergestellt worden ist.209882/1062
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