DE2215870B2 - Verfahren zur gewinnung von messing aus den schlacken eines messingschmelzofens - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von messing aus den schlacken eines messingschmelzofens

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DE2215870B2
DE2215870B2 DE19722215870 DE2215870A DE2215870B2 DE 2215870 B2 DE2215870 B2 DE 2215870B2 DE 19722215870 DE19722215870 DE 19722215870 DE 2215870 A DE2215870 A DE 2215870A DE 2215870 B2 DE2215870 B2 DE 2215870B2
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Alfred R Mars Pa Barbour (V St A)
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Roessing Bronze Co , Mars, Pa (V St A)
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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    • C22C3/00Removing material from alloys to produce alloys of different constitution separation of the constituents of alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Messing aus den Schlacken eines Messing-Schmelzofens. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren, bei welchem die Menge des Messings, das zu Tröpfchen zusammenwächst, die sich von der Schlackendecke oberhalb der Schlacke absetzen, signifikant erhöht wird.
Es ist bekannt, daß die Schlacken eines Messing-Schmelzofens eine erhebliche Menge von Messing tathalten, dessen Gewinnung stark anzustreben ist. Versuche, solches Messing zurückzugewinnen, sind bislang noch nicht sehr erfolgreich gewesen. Die Fachwelt hat bislang ohne nennenswerte Ergebnisse danach gesucht, die Gewinnung des Messings zu verbessern. Die Gewinnung der Metallwerte aus den Messingschlacken erfolgte bisher auf zwei verschiedene Weisen. Bei einem Verfahren wird ein Kupfergebläseofen angewandt, in dem lediglich das Kupfer gewonnen wird. Die anderen Metalle, wie z. B. Zink, gehen jedoch in der Schlacke zusammen mit etwa 2 % Kupfer verloren.
Bei einem anderen bekannten Verfahren wird die Schlacke in einer Kugelmühle aufgemahlen und sodann durch Schwerkraft-Konzentrationsverfahren, beispielsweise durch Sink-Schwemmen, Rütteln, oder durch Anwendung von Schütteltischen, getrennt. Das hierbei gewonnene Material enthält etwa 70 bis 80°/o Metalle, wobei der Rest aus Nichtmetallen besteht. Duich Anwendung eines Schmelzvorganges werden die Metalle sodann von der Schlacke abgetrennt. Dieses Vorgehen ist jedoch dadurch nachteilig, daß die Metalle während des Vermahiens normalerweise etwa 0,5 °/o Eisen aufnehmen, was zu einer Verschlechterung der Eigenschaften der Produkte führt. Weitere Nachteile bestehen darin, daß in den Bodensätzen ein Kupferverlust von etwa 4 °/o und in der Schlacke während des Schmelzens ein Kupferverlust von etwa 2 °/o erfolgt.
Es sind zwar bereits Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Schlacken, insbesondere Thomasschlacken, in der deutschen Patentschrift 891 610 beschrieben worden. Hierbei erfolgt jedoch eine Reaktion von in der Schlacke vorliegenden Metalloxiden mit zugesetzten reaktiven Metallen wie Magnesium, Aluminium oder Calcium, so daß die gewünschten Metalle Vanadin und Mangan durch Reduktion ihrer Metalloxide aus der Schlacke gewonnen werden. Ein ähnliches Verfahren der Reduktion von hochwertigen und schwer reduzierbaren Oxiden nach dem Einschmelzen der Schlacken in einem elektrischen Ofen mittels Aluminium oder mittels Legierungen, die mindestens 25 °/o Aluminium enthalten, ist in der österreichischen Patentschrift 169 316 beschrieben.
In diesen Druckschriften finden sich jedoch keinerlei Hinweise auf die Gewinnung von Messing aus
ίο den Schlacken eines Messing-Schmelzofens, da das Messing in den Schlacken bereits als solches — und nicht als Oxid — enthalt*»= ict.
Durch die Erfindung wurde nun eine deutliche Verbesserung der Rückgewinnung von Messing aufgefunden.
Gegenstand der Erfindung ist dahor ein Verfahren zur Gewinnung von Messing aus den Schlacken eines Messing-Schmelzofens, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Schlacken auf eine Temperatur et-
was oberhalb des Schmelzpunktes des Metallgehalts der Schlacken in Gegenwart eines Flußmittels, das Boroxid und Natriumcarbonat enthält, und das die Bildung einer Schlackendecke bewirkt, erhitzt und daß man mindestens ein Metall aus der Gruppe CaI-cium, Aluminium, Silicium, Mangan oder Titan zusetzt, das in der Schlackendecke zurückbleib!, die Metalloxide in der Schlackendecke reduziert, wodurch folglich die Viskosität der Schlackendeckc erniedrigt wird und wodurch die Menge an Messing si-
gnifikant erhöht wird, das zu Tröpfchen zusammenwächst, welche sich von der Schlackendecke absetzen.
Die Schlacken eines Messing-Schmelzofens können aus ungefähr gleichen Teilen von Metall und Metalloxiden bestehen. Die Schlacken werden auf eine Temperatur etwas oberhalb des Schmelzpunkts des Metalls in einem geeigneten Ofen erhitzt. Die Verwendung eines gasbefeuerten Ofens wird bevorzugt. Die Temperatur, auf welche die Schlacken er-
hitzt werden, hängt vom Metallgehalt ab. Eine typische Temperatur liegt in der Gegend von 11500C. Zu den Schlacken in dem Ofen wird ein Flußmittel aus Boroxid und Natriumcarbonat gegeben, das die Bildung einer Schlackendecke bewirkt. Das Messing
wächst zu Tröpfchen zusammen, die sich von der Schlackendecke absetzen. Das Boroxid kann bei-
» spielsweise in Form von wasserfreiem Rasorit-Konzentrat, wasserhaltigem Rasorit, Colemanit oder einer anderen Verbindung zugesetzt werden, die eine erhebliche Menge an Boroxid enthält.
Es ist zweckmäßig, die Viskosität der Schlackendecke auf einen Minimalwert zurückzuführen, da eine Schlackendecke mit hoher Viskosität die Zusammenwachsung des Messings zu Tröpfchen, die sich von der Schlackendecke absetzen, einschränkt oder behindert. Die Viskosität der Schlackendecke wird reduziert oder auf einen Minimalwert verringert, indem der Schmelze ein Metall zugegeben wird, das in der Schlackendecke zurückbleibt und das sicn mit Sauerstoff verbindet. Das Metall kann mindestens eines der Metalle aus der Gruppe Calcium, Aluminium, Silicium, Mangan und Titan sein. Das Ergebnis einer solchen Zugabe ist eine signifikante Zunahme der Menge des Messings, das zu Tröpfchen zusammenwächst, die sich von der Schlackendecke absetzen.
Optimale Ergebnisse werden erhalten, wenn die Koponenten in der Erhitzungsstufe in ungefähr den
fol°enden Mengen vorhanden sind: 11 300 kg Schlacken, 325 bis 1050 kg Boroxid (das beispielsweise von 500 bis 1000 kg wasserfreiem Rasorit-Konzentrat herrühren kann), 45 kg Natriumcarbonat und 22,7 kg Metall, das in der Schlackendecke verbleibt und sich mit Sauerstoff umsetzt. Die Menge des verwendeten Boroxids hängt von den Menoen der Kupfer-, Blei- und Zinkoxide im Material ab, aus dem das Metall gewonnen werden soll. So würde z.B. ein Material mit 25·/. Oxiden weniger Boroxid benötigen als ein Material mit 5 0°/o Oxiden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Messing aus den Schlacken eines Messing-Schmelzofens, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlakken auf eine Temperatur etwas oberhalb des Schmelzpunktes des Metallgehalts der Schlacken in Gegenwart eines Flußmittels, das Boroxid in Abhängigkeit vom Metalloxid-Gehalt der Schlakken und Natriumcarbonat enthält, erhitzt werden und daß mindestens ein Metall aus der Gruppe Calcium, Aluminium, Silicium, Mangan oder Titan zugesetzt wird.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch I auf Schlacken aas ungefähr gleichen Teilen Metall und Metalloxiden.
DE2215870A 1972-03-30 1972-03-30 Verfahren zur Gewinnung von Messing aus den Schlacken eines Messing-Schmelzofens Expired DE2215870C3 (de)

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