DE220184C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01J—MEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
- G01J3/00—Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
- G01J3/46—Measurement of colour; Colour measuring devices, e.g. colorimeters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42 h. GRUPPE
Zusatz zum Patente 193814 vom 8. Juni 1905.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1909 ab.
Längste Dauer: 7. Juni 1920.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das im Patent 193814 beschriebene Verfahren
zur Bestimmung des Wertes einer gegebenen oder zu erzeugenden Farbe.
Die neue Einrichtung bezweckt, sowohl die Zusammensetzung einer gegebenen oder zu erzeugenden Farbe zu bestimmen, wie auch gleichzeitig die Vorführung harmonischer Farbenzusammenstellungen mittels der geradlinigen Anordnung des Farbensystems in der Weise durchzuführen, daß man die Abstufungen der einzelnen Farbenskalen / voneinander trennt. Sie besteht darin, daß die mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau in stufen-
Die neue Einrichtung bezweckt, sowohl die Zusammensetzung einer gegebenen oder zu erzeugenden Farbe zu bestimmen, wie auch gleichzeitig die Vorführung harmonischer Farbenzusammenstellungen mittels der geradlinigen Anordnung des Farbensystems in der Weise durchzuführen, daß man die Abstufungen der einzelnen Farbenskalen / voneinander trennt. Sie besteht darin, daß die mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau in stufen-
1S weiser Abtönung versehenen durchsichtigen,
geradlinigen Platten den einzelnen Tonabstufungen entsprechend in Teilplatten von gleicher
Gestalt und Größe zerlegt werden.
Man stellt vorerst die Farbenskalen in Rot, Gelb und Blau so her, d. h., daß dieselben infolge
Farbloslassens einzelner Teile beim Übereinanderlegen die Skalen der sechs Hauptfarben
und in der am Rande befindlichen Mischungszone ein in Grau verlaufendes Schwarz erscheinen lassen. Hierbei wird aber der Mischungszone
eine wesentlich größere Raumfläche zugewiesen als dies bei der kreisförmigen Anordnung der Farbenskalen der Fall ist.
Hierauf werden die einzelnen Tonabstufungen der drei Farbenskalen auf geeignete Weise
(Zerschneiden) voneinander getrennt.
Beim Gebrauche werden die einzelnen Platten auf einer weißen Unterlage skalenförmig
reihweise angeordnet. Die Zusammenstellung sekundärer und tertiärer Farben ergibt sich
von selbst. Hierbei tritt ebenso wie bei der kreisrunden Anordnung die Zusammensetzung
der in der Mischungszone sichtbaren Farbe in Erscheinung. Die Lichtwertigkeit der sechs
Hauptfarben wird indessen noch besser veranschaulicht. Der Bequemlichkeit halber können
Tabellen sämtlicher herstellbarer Mischfarben hergestellt werden, wodurch die Zusammensetzung
einer gegebenen oder zu erzeugenden Farbe rascher beurteilt werden kann.
Was nun die Bestimmung harmonischer Farbenzusammenstellungen anbelangt, so gilt
hier folgende Regel:
»Für jede in der Mischungszone erscheinende tertiäre Farbe bildet jene primäre oder sekundäre
Farbe die komplementäre und daher vollkommen harmonierende Farbe, welche mit ihr
ein Schwarz oder Grau bildet. Man berechnet einfach den dazu fehlenden Rest.«
Es genügt daher, vorerst die gegebene Farbe, für welche eine harmonische Farbe bestimmt
werden soll, durch Übereinanderlegen der entsprechenden Farbenplatten zusammenzustellen
und hierauf den Rest, welcher zur Ergänzung zu Schwarz bzw. Grau notwendig
ist, dem übrigen Teile der drei Farben skalen zu entnehmen.
*) Frühere Zusatzpatente: 198449 und 205271.
Als Kontrolle dient hierbei, daß beim Übereinanderlegen sämtlicher zur vorgenannten Feststellung
benutzter Farbenplatten ein Schwarz bzw. Grau sichtbar werden muß.
Herrscht in der gegebenen tertiären Farbe eine primäre Farbe vor, so ist das Komplement sekundär. Bordeaux hat daher zum Komplement ein Grün, Oliv ein Violett, Dunkelindigoblau ein Orange. Das Vorwalten einer
Herrscht in der gegebenen tertiären Farbe eine primäre Farbe vor, so ist das Komplement sekundär. Bordeaux hat daher zum Komplement ein Grün, Oliv ein Violett, Dunkelindigoblau ein Orange. Das Vorwalten einer
ίο sekundären Farbe bedingt dagegen eine primäre
Farbe als Komplement. Moosgrün erfordert ein helles Rot, Braun ein Blau, Marineblau
ein Gelb. Die Komplemente sind im letzteren Falle des öfteren nuanciert. Ein Gelbbraun z. B. hat ein Rotblau zum Komplement.
Bei fünfteiligen Skalen repräsentiert die hellste Abstufung 1Z5, die dunkelste 5/5 = 1,
somit den Normalton. Ein Braun, bestehend aus 5/δ R°t>
5's Gelb und 1Z5BIaU, hat daher
ein Blau von 4/5 Stärke, das mit dem Braun
ein Schwarz bildet, als harmonierendes Komplement. Je gelber das Braun, um so roter ist
das Komplement.
Für eine hellere tertiäre Farbe, z. B. Nilgrün aus 1Z5 Rot, 2/5 Gelb und 2/5 Blau, ist
das harmonierende Komplement ein Rosa (1Z5 Rot), weil dieses mit ersterem ein Grau
von 2/5 Stärke bildet.
Ist das Komplement eine sekundäre Farbe, so kann diese weiter zerlegt werden, wodurch
harmonische Triaden entstehen. Ein Bordeaux, bestehend aus
5Z5 Rot,
V5 Gelb und X/B Blau,
hat ein 4/5 Grün zum Komplement. Dieses
kann in .verschiedener Weise zerlegt werden, z. B. in Grünlichblau (4/s Blau, 1J5 Gelb und
3Z5 Gelb). Bordeaux, Grünlichblau und Gelb
ähneln der bekannten Triade von Paul Veronese: Purpurrot, Grünlichblau und Gelb.
Welche Mengen von harmonischen Farbenpaaren nach dem geschilderten Verfahren gebildet
werden können, beweisen folgende Zahlen: Bei fünfteiligen Skalen ergeben sich etwa 70 harmonische Farbenpaare nebst ebensoviel
brauchbaren Triaden, während bei zehnteiligen Farbenskalen die Zahl aller harmonischen
Farbenzusammenstellungen weit über 1000 ergibt.
Die Leistungsfähigkeit wird aber auch hier durch die Mitanwendung einer in lose Platten
geteilten Grauskala erhöht, was besonders bei nur fünfteiligen Farbenskalen von Wert ist,
da die Zahl der in der Mischungszone in Erscheinung tretenden Farbentöne vervielfacht
werden kann. In manchen Fällen, wo man das Komplement nicht als reine Farbe erscheinen
lassen will, kann auch dieses ganz schwach gebrochen werden. Auch hier ist die
Summe der Komponenten ein Grau oder ein Schwarz, welch letzteres zuweilen als »übersättigt«
angesprochen werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Einrichtung zur Bestimmung des Wertes einer gegebenen oder zu erzeugenden Farbe nach Patent 193814, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau in stufenweiser Abtönung versehenen durchsichtigen, geradlinigen Platten den einzelnen Tonabstufungen entsprechend in Teilplatten von gleicher Gestalt und Größe zerlegt werden, so daß die Erzeugung der Farben durch Übereinanderlegen der losen Platten erfolgt.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE193814T | 1905-06-08 | ||
| DE198449T | 1907-06-21 | ||
| DE205271T | 1908-03-13 | ||
| DE220184T | 1909-07-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220184C true DE220184C (de) |
Family
ID=34637220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1909220184D Expired - Lifetime DE220184C (de) | 1905-06-08 | 1909-07-16 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220184C (de) |
-
1909
- 1909-07-16 DE DE1909220184D patent/DE220184C/de not_active Expired - Lifetime
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