DE220164C - - Google Patents
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- DE220164C DE220164C DENDAT220164D DE220164DA DE220164C DE 220164 C DE220164 C DE 220164C DE NDAT220164 D DENDAT220164 D DE NDAT220164D DE 220164D A DE220164D A DE 220164DA DE 220164 C DE220164 C DE 220164C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B3/00—Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water
- E03B3/06—Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water from underground
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Filtering Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 220164 ■ KLASSE 85 d. GRUPPE
Die Erfindung betrifft einen porösen Filterstein mit Innenkanälen für Wassergewinnungsanlagen
und andere Zwecke und besteht, darin, daß der Filterstein eine oder mehrere
Reihen dicht beieinander in Richtung des Wasserdurchtrittes den Stein durchziehende
Kanäle besitzt, von denen abwechselnd die einen an der Eintrittseite für die Flüssigkeit
offen, am anderen Ende aber geschlossen und ίο die anderen an der Austrittseite für die Flüssigkeit
offen, dagegen an der Zutrittseite geschlossen sind. Durch diese Anordnung wird eine beträchtliche Filterfläche unter geringer
Raumbeanspruchung erzielt, so daß das FiI-tern bei einer bestimmten Wasserabgabe sehr
langsam vor sich gehen kann.
In den Zeichnungen ist dieser Filterstein in einem Ausführungsbeispiel in
Fig. ι in Seitenansicht, in
Fig. 2 in Stirnansicht, teilweise im Querschnitt nach a-a der Fig. 1, und in
Fig. 3 im wagerechten Schnitt nach b-b der Fig. ι oder 2 dargestellt.
Fig. 4 zeigt einen Teil des Längsschnittes und
Fig. 5 die Stirnansicht eines Filtersteines, dessen Ausflußkanäle zum Abstellen des FiI-terns
geschlossen werden können,
Fig. 6 die Stirnansicht eines Filtersteines, dessen Filterkanäle mit abnehmbaren Reinigungsstopfen
versehen sind, und
Fig. 7 die Stirnansicht eines Filtersteines mit abnehmbaren Verschlußstopfen an allen
Kanälen, während
Fig. 8 die Anordnung der Filtersteine im unteren Teil eines gewöhnlichen Filterbrunnens,
. Fig. 9 die Anwendung der Steine bei senkrechten Schächten und wagerechten Stollen in
schwimmendem Gebirge und
Fig. 10 eine Filterflasche darstellen.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, haben die neuen Filtersteine einen viereckigen
Querschnitt und eine rechtwinklige Form und besitzen drei übereinanderliegende Reihen
gleichlaufender Kanäle 1, 2, die auf der einen Stirnfläche des Steines abwechselnd offen und
geschlossen und auf der entgegengesetzten abwechselnd geschlossen und offen sind, so daß
diese Kanäle nur durch die Poren der Scheidewände 3 miteinander in Verbindung stehen.
Das zu filternde Wasser, das beispielsweise in Richtung der Pfeile 4 zufließt, dringt in die
Kanäle 2 und ist demnach gezwungen, durch die Scheidewände 3 zu fließen, bevor es durch
die Kanäle 1 in Richtung der Pfeile 5 abfließen kann (Fig. 3).
Hierdurch wird das Wasser vom mitgeführten Sand oder anderen Beimengungen befreit
und fließt in gefiltertem Zustande aus dem Stein ab. Die die Kanäle 1, 2 trennenden
Scheidewände 3 können dünn gemacht werden, ohne daß sie unter dem wirkenden
Wasserdruck nachgeben. Demzufolge kann man in einem kleinen Filterraum eine große
Anzahl Kanäle oder Hohlräume 1, 2 anordnen, demnach eine große. Filterfläche erzielen.
In gewissen Fällen, insbesondere beim Abteufen von Filterbrunnen, ist es vorteilhaft,
das Filtern des Wassers zeitweilig abstellen zu können. Zu diesem Zwecke kann die Abflußöffnung
der Kanäle 1 mittels eines Stopfens 6 (Fig. 4 und 5) geschlossen werden,
wobei die Abflußöffnung etwas, kleinere Ab-
messungen als der zugehörige Kanal hat. Anderseits können die das ungefilterte Wasser
aufnehmenden Kanäle 2 an ihrem geschlossenen Ende mit einer durch einen Stopfen 7 gewohnlich
geschlossenen Öffnung (Fig. 6) versehen sein, um das Reinigen dieser Kanäle zu
erleichtern. Selbstverständlich können auch alle Kanäle 1, 2 eines Filtersteines mit Abstell-
und Reinigungsstopfen 6 und 7 versehen wer-
den (Fig. 7). :
Fig. 8 zeigt die Anordnung der beschriebenen Filter steine im unteren Teil eines gewöhnlichen
Filterbrunnens, während der obere Teil der Fig. 9 einen Brunnen zur Entnahme von
Wasser aus schwimmendem Gebirge veranschaulicht. Dieser besteht aus einem in festem
Gebirge ausgemauerten Schacht 8, in welchem ein zweiter, mit Vortriebzylinder versehener
Filterschacht 9 aus Filtersteinen der beschriebenen Art aufgebaut und nach dem Trocknen
durch das schwimmende Gebirge ^ bis zu der darunter befindlichen festen Schicht getrieben
wird. Während des Vortreibens werden die Äusflußkanäle 1 (Fig. 4 und 5) geschlossen,
um das Eintreten des Wassers ins Innere des Schachtes 9 zu verhindern. Nach dem Abteufen
des Schachtes wird der Sand aus ihm heraufbefördert, worauf die Kanäle 1 zum
Ausfließen des gefilterten Wassers geöffnet werden. Fig. 9 zeigt außerdem unten einen
Filterstollen, bestehend aus einem in festem Gebirge ausgemauerten Stollen 10 mit innerer
Bekleidung 11 aus Filtersteinen der beschriebenen Art. Die über dem festen Gebirge liegende wasserführende Schicht 5 wird hierbei
durch die von unten nach oben verlaufenden Bohrlöcher 12 mit dem Stollen in Verbindung
gesetzt.
Bei entsprechender Abänderung der Gestalt und der Abmessungen der Filtersteine sowie
der Stärke und der Durchlässigkeit der Scheidewände können mit den Steinen Filter
irgendwelcher Art für beliebige Flüssigkeiten und Gase gebaut werden.
So kann man z. B. Filterflaschen herstellen (Fig. 10), in deren Wandungen die Kanäle
i, 2 abwechselnd über- und nebeneinander angeordnet sind, so daß man zum Filtern des
Wassers die Flasche, nur in dieses einzutauchen hat.
Claims (2)
1. Poröser.Filterstein mit Innenkanälen
für Wassergewinnungsanlagen und andere Zwecke, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Reihen dicht beieinander in Richtung
des Wasserdurchtrittes den Stein durchziehender Kanäle, die abwechselnd an der Eintrittseite für die Flüssigkeit
offen, am anderen Ende aber geschlossen (Kanäle 2) und an der Austrittseite für die Flüssigkeit offen, dagegen an der Zutrittseite
geschlossen sind (Kanäle 1).
2. Filterstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Kanalenden
herausnehmbare Reinigungs- oder Absperrstopfen (6, 7) besitzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220164C true DE220164C (de) |
Family
ID=481237
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220164D Active DE220164C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220164C (de) |
-
0
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