DE220164C - - Google Patents

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DE220164C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B3/00Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water
    • E03B3/06Methods or installations for obtaining or collecting drinking water or tap water from underground

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 220164 ■ KLASSE 85 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. März 1909 ab.
Die Erfindung betrifft einen porösen Filterstein mit Innenkanälen für Wassergewinnungsanlagen und andere Zwecke und besteht, darin, daß der Filterstein eine oder mehrere Reihen dicht beieinander in Richtung des Wasserdurchtrittes den Stein durchziehende Kanäle besitzt, von denen abwechselnd die einen an der Eintrittseite für die Flüssigkeit offen, am anderen Ende aber geschlossen und ίο die anderen an der Austrittseite für die Flüssigkeit offen, dagegen an der Zutrittseite geschlossen sind. Durch diese Anordnung wird eine beträchtliche Filterfläche unter geringer Raumbeanspruchung erzielt, so daß das FiI-tern bei einer bestimmten Wasserabgabe sehr langsam vor sich gehen kann.
In den Zeichnungen ist dieser Filterstein in einem Ausführungsbeispiel in
Fig. ι in Seitenansicht, in
Fig. 2 in Stirnansicht, teilweise im Querschnitt nach a-a der Fig. 1, und in
Fig. 3 im wagerechten Schnitt nach b-b der Fig. ι oder 2 dargestellt.
Fig. 4 zeigt einen Teil des Längsschnittes und
Fig. 5 die Stirnansicht eines Filtersteines, dessen Ausflußkanäle zum Abstellen des FiI-terns geschlossen werden können,
Fig. 6 die Stirnansicht eines Filtersteines, dessen Filterkanäle mit abnehmbaren Reinigungsstopfen versehen sind, und
Fig. 7 die Stirnansicht eines Filtersteines mit abnehmbaren Verschlußstopfen an allen Kanälen, während
Fig. 8 die Anordnung der Filtersteine im unteren Teil eines gewöhnlichen Filterbrunnens,
. Fig. 9 die Anwendung der Steine bei senkrechten Schächten und wagerechten Stollen in schwimmendem Gebirge und
Fig. 10 eine Filterflasche darstellen.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, haben die neuen Filtersteine einen viereckigen Querschnitt und eine rechtwinklige Form und besitzen drei übereinanderliegende Reihen gleichlaufender Kanäle 1, 2, die auf der einen Stirnfläche des Steines abwechselnd offen und geschlossen und auf der entgegengesetzten abwechselnd geschlossen und offen sind, so daß diese Kanäle nur durch die Poren der Scheidewände 3 miteinander in Verbindung stehen. Das zu filternde Wasser, das beispielsweise in Richtung der Pfeile 4 zufließt, dringt in die Kanäle 2 und ist demnach gezwungen, durch die Scheidewände 3 zu fließen, bevor es durch die Kanäle 1 in Richtung der Pfeile 5 abfließen kann (Fig. 3).
Hierdurch wird das Wasser vom mitgeführten Sand oder anderen Beimengungen befreit und fließt in gefiltertem Zustande aus dem Stein ab. Die die Kanäle 1, 2 trennenden Scheidewände 3 können dünn gemacht werden, ohne daß sie unter dem wirkenden Wasserdruck nachgeben. Demzufolge kann man in einem kleinen Filterraum eine große Anzahl Kanäle oder Hohlräume 1, 2 anordnen, demnach eine große. Filterfläche erzielen.
In gewissen Fällen, insbesondere beim Abteufen von Filterbrunnen, ist es vorteilhaft, das Filtern des Wassers zeitweilig abstellen zu können. Zu diesem Zwecke kann die Abflußöffnung der Kanäle 1 mittels eines Stopfens 6 (Fig. 4 und 5) geschlossen werden, wobei die Abflußöffnung etwas, kleinere Ab-
messungen als der zugehörige Kanal hat. Anderseits können die das ungefilterte Wasser aufnehmenden Kanäle 2 an ihrem geschlossenen Ende mit einer durch einen Stopfen 7 gewohnlich geschlossenen Öffnung (Fig. 6) versehen sein, um das Reinigen dieser Kanäle zu erleichtern. Selbstverständlich können auch alle Kanäle 1, 2 eines Filtersteines mit Abstell- und Reinigungsstopfen 6 und 7 versehen wer-
den (Fig. 7). :
Fig. 8 zeigt die Anordnung der beschriebenen Filter steine im unteren Teil eines gewöhnlichen Filterbrunnens, während der obere Teil der Fig. 9 einen Brunnen zur Entnahme von Wasser aus schwimmendem Gebirge veranschaulicht. Dieser besteht aus einem in festem Gebirge ausgemauerten Schacht 8, in welchem ein zweiter, mit Vortriebzylinder versehener Filterschacht 9 aus Filtersteinen der beschriebenen Art aufgebaut und nach dem Trocknen durch das schwimmende Gebirge ^ bis zu der darunter befindlichen festen Schicht getrieben wird. Während des Vortreibens werden die Äusflußkanäle 1 (Fig. 4 und 5) geschlossen, um das Eintreten des Wassers ins Innere des Schachtes 9 zu verhindern. Nach dem Abteufen des Schachtes wird der Sand aus ihm heraufbefördert, worauf die Kanäle 1 zum Ausfließen des gefilterten Wassers geöffnet werden. Fig. 9 zeigt außerdem unten einen Filterstollen, bestehend aus einem in festem Gebirge ausgemauerten Stollen 10 mit innerer Bekleidung 11 aus Filtersteinen der beschriebenen Art. Die über dem festen Gebirge liegende wasserführende Schicht 5 wird hierbei durch die von unten nach oben verlaufenden Bohrlöcher 12 mit dem Stollen in Verbindung gesetzt.
Bei entsprechender Abänderung der Gestalt und der Abmessungen der Filtersteine sowie der Stärke und der Durchlässigkeit der Scheidewände können mit den Steinen Filter irgendwelcher Art für beliebige Flüssigkeiten und Gase gebaut werden.
So kann man z. B. Filterflaschen herstellen (Fig. 10), in deren Wandungen die Kanäle i, 2 abwechselnd über- und nebeneinander angeordnet sind, so daß man zum Filtern des Wassers die Flasche, nur in dieses einzutauchen hat.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Poröser.Filterstein mit Innenkanälen für Wassergewinnungsanlagen und andere Zwecke, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Reihen dicht beieinander in Richtung des Wasserdurchtrittes den Stein durchziehender Kanäle, die abwechselnd an der Eintrittseite für die Flüssigkeit offen, am anderen Ende aber geschlossen (Kanäle 2) und an der Austrittseite für die Flüssigkeit offen, dagegen an der Zutrittseite geschlossen sind (Kanäle 1).
2. Filterstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die offenen Kanalenden herausnehmbare Reinigungs- oder Absperrstopfen (6, 7) besitzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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