DE2201445C3 - Elektrische Steuerungsvorrichtung für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an Honmaschinen - Google Patents
Elektrische Steuerungsvorrichtung für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an HonmaschinenInfo
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- DE2201445C3 DE2201445C3 DE19722201445 DE2201445A DE2201445C3 DE 2201445 C3 DE2201445 C3 DE 2201445C3 DE 19722201445 DE19722201445 DE 19722201445 DE 2201445 A DE2201445 A DE 2201445A DE 2201445 C3 DE2201445 C3 DE 2201445C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Steuerungsvorrichtung
für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an Honmaschinen, mit einem mit dem
zu verstellenden Werkzeug- oder Werkstückträger gekoppelten, elektrischen Impulsgeber, von dem eine der
zurückgelegten Weglänge entsprechende Anzahl von Impulsen abgebbar ist, und mit einer voreinstellbaren,
elektrischen Zähleinrichtung zur Summation der vom Impulsgeber ausgehenden Impulse, wobei von der Zähleinrichtung
bei Erreichen vorbestimmter Zählwerte Steuersignale an Sf iuerglieder des Antriebs für die
Hubbewegung abgebbar sind.
An Honmaschinen weisen Werkzeug- bzw. Werkstückträger häufig ganz erhebliche Abmessungen
und Massen auf, so daß sich bei der exakten Steuerung der Relativbewegung von Werkstück und Werkzeug
mit Rücksicht auf die von Werkstück zu Werkstück häufig recht unterschiedlichen Bewegungsabläufe
Probleme ergeben.
Es ist bekannt, die Umsteuerung der Bewegung beispielsweise des Schlittens einer Honmaschine durch
einstellbare mechanische Anschlag- und Schaltteile vorzunehmen. Hierzu ist aus der DvPS 6 12 670 eine
Steuerungsvorrichtung bekannt, bei der an einer Schaltleiste des Maschinengestell:» einstellbare Anschlagteile
vorgesehen sind, die bei der Spindelbewegung einen an der Spindel vorgesehenen Schalthebel
zum Umsteuern der Maschine bewegen.
Ähnlich sind im Falle einer aus der DE-AS 12 64 988
bekannten Honmaschine verstellbare Anschlagschalter am Maschinengestell vorgesehen, die mit einem Anschlag
am Spindelkopf zusammenwirken, der für die Hubumkehr den jeweiligen Schalter schließt und damit
die elektrische Umsteuerung eines Steuerschiebers zur Umkehrung der Hubrichtung herbeiführt.
Derartige mechanische Steuervorrichtungen weisen den Nachteil auf, daß sie die Hubbewegung nicht genau
begrenzen und insbesondere bei variablen Hubgeschwindigkeiten große Abweichungen gegenüber den
an den mechanischen Anschlägen eingestellten Umsteuerpunkten aufweisen. Naturgemäß gilt dies ganz
besonders, wenn es sich um schwere Schlittenmaschinen handelt, wo große, schnell bewegte Massen schlagartig
abzubremsen und in umgekehrter Richtung wie der zu beschleunigen sind. Nach Einleitung des Abbremsvorganges
läuft der Maschinenschlitten bis zur völligen Vernichtung seiner kinetischen Energie in Ab-
6S härtgigkeit von der Hubgeschwindigkeit mehr oder weniger
weit über den beispielsweise durch den EndschaL· ter begrenzten Arbeitshubbereich hinaus, was insbe·
sondere bei Honmaschinen zu Bearbeitunesfehlefn. vnr
allem zu unerwünschten Zyljndrizitätsfehlern der Werkstücke führt, sofern das Bedienungspersonal der
Maschine nicht durch mühsames und langwieriges Probieren diejenige Stellung der Endschalter ermittelt, bei
welcher der Maschinenschlitten den vorgesehenen Arbeitshubbereich nicht verläßt. Eine genaue Voreinstellung
zur Begrenzung der Hubbewegung ist daher nicht möglich. Die Endschalter oder Anschläge müssen bei
mit der entsprechenden Arbeitsgeschwindigkeit bewegtem Maschinenschlitten eingestellt und nach jeder
vorgenommenen Änderung der Hubgeschwindigkeit wieder nachgestellt werden.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Hubsteuerungen ist darin zu sehen, daß die Anschläge unmittelbar
am Maschinenschlitien bzw. an der Spindel oder am Maschinenständer angeordnet sind, so daß die Einstellung
der Anschläge odür Endschalter an der Maschine
selbst erfolgen muß. Eine Fernbedienung beispielsweise von einem zentralen Steuerpult aus, wie sie
insbesondere bei großen Werkzeugmaschinen und vor allem bei Honmaschinen wünschenswert ist, ist daher
nicht möglich.
Zur Vermeidung des erstgenannten Nachteiles einer
geschwindigkeitsabhängigen Oberlaufstrecke des Maschinenschlittens über die Anschläge oder Endschalter
hinweg ist es im Zusammenhang mit einer Positionierung des Werkzeuges gegenüber dem Werkstück bekannt,
den Vorschubweg mittels einer voreinstellbaren Zähleinrichtung zu messen, die beim Erreichen eines
bestimmten Zählwertes vor der gewünschten Position die Geschwindigkeit des Vorschubes beispielsweise
von einem Eilgang auf einen Kriechgang herabsetzt und den lCriechgangantrieb sodann beim Erreichen des
der gewünschten Position entsprechenden voreingestellten Zählwertes stillsetzt. So wird im Falle der
Steuereinrichtung für Vorschubantriebe nach der DE-AS 10 61 877 in einem gewissen Abstand von der
gewünschten Positionierstellung ein Vorimpuls erzeugt, der zur Umschaltung des Vorschubmotors auf langsamere
Drehzahl ausgenutzt wird und der eine weitere fesi eingestellte Zähleinrichtung in Gang setzt, welche
die Restimpulse bis zur gewünschten Stellung des Maschinenteils zählt und dann einen Auslöseimpuls gibt,
der zur Stillsetzung des Vorschubmotors verwendet wird.
Ähnlich wird im Falle der Steuervorrichtung nsch der DE-PS 9 46 939 ein Überlaufen der gewünschten
Position dadurch verhindert, daß an Zählwerken mit einer gröberen Teilung, denen eine verhältnismäßig
hohe Verstellgeschwindigkeit zugeordnet ist. ein besonderer Vorkontakt vorgesehen ist, der — bevor das
Zählwerk seine Nullstellung erreicht hat — über ein Hilfsschütz die Verstellgeschwindigkeit herabsetzt, die
dem Zählwerk mit der nächst feineren Teilung zugeordnet ist; auf diese Weise wird die Geschwindigkeit
des Maschinenteils bei Annäherung an die gewünschte Position schrittweise auf eine Kriechbewegung herab
gesetzt, die exakt an der vorgesehenen Stelle zum Stillstand kommt.
Eine solche Steuerung ist zur Umsteuerung der Hubbewegung an Honmaschinen od. dgl. nicht
anwendbar, Hierbei ist die Hubgeschwindigkeit der bewegten Masse in der Regel mit zehn bis
vierzig Metern pro Minute wesentlich größer als die Eilganggeschwindigkeit der bekannten Maschinen im
Vorschub, Und es maß die Abbremsung und Wiederbeschleuniguing
der schnellbewegten Masse schlagartig erfolgen, ohne daß zuvcto die Arbeitsgeschwindigkeit
schrittweise über feste Geschwindigkeitswerte auf einen Kriechgang herabgesetzt wird.
Zur Vermeidung des weiteren, bei Uen genannten,
bekannten Honmaschinen auftretenden Nachteils einer Verstellmöglichkeit der Hubumkehr nur an der Maschine
selbst ist es bei einer aus der Zeitschrift »Industrie-Anzeiger«, 1955, Nr. 1. S. 5, rechte Spalte, bekannten
elektrischen Steuerungsvorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung für die Hubbewegung an Werkzeugmaschinen
vorgesehen, die zu überwachende und zu steuernde Bewegung in Impulse umzuformen, die
einer bestimmten Wegstrecke zugeordnet sind und die Impulse mit einem elektronischen Zählgerät zu zählen,
an dem bestimmte Zählwerte eingestellt werden und das einen Ausschalt- oder Umsteuerimpuls liefert, sobald
die eingestellte Impulszahl erreicht ist. Neueinstellungen von Zählwerten lassen sich dabei ohne weiteres
von einem zentralen Steuerpult aus schnell vornehmen. Es tritt hier jedoch wiederum der Nachteil auf, daß
insbesondere an Werkzeugmaschinen mit wechselnden Hubgeschwindigkeiten wie Honnr .diinen das über
einen bestimmten Zählwert voreinge:tc!'tc Hubcndc in
Abhängigkeit von der gewählten Hubgeschwindigkeit mehr oder weniger weit überfahren wird und bei einem
Wechsel der Hubgeschwindigkeit jeweils erst ausprobiert wurden muß. auf welchen Wert das Zählwerk eingestellt
werden muß, um eine tatsächliche Hubumkehr an der gewünschten Stelle zu erreichen; durch die bei
der Vorschubbewegung bekannte Zwischenschaltung eines Kriechganges bei Annäherung an den Endpunkt
der Bewegung können diese Nachteile im Falle der Hubumkehr etwa bei Honmaschinen aus den schon erläuterten
Gründen nicht beseitigt werden.
Ausgehend von einer elektrischen Steuerungsvorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine solche Steuerungsvorrichtung zu schaffen, die bei möglichst einfachem Aufbau unabhängig von der gewählten Hubgeschwindigkeit eine Bewegungsumkehr e::akt a η vorbestimmten Umkehrpunkt gewährleistet.
Ausgehend von einer elektrischen Steuerungsvorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine solche Steuerungsvorrichtung zu schaffen, die bei möglichst einfachem Aufbau unabhängig von der gewählten Hubgeschwindigkeit eine Bewegungsumkehr e::akt a η vorbestimmten Umkehrpunkt gewährleistet.
Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zähleinrichtung einen Absolutwertzähler und
mehrere, von je einem vorbestimmten Zählimpuls aktivierbare Positionierzähler zur Betätigung der eine Bewegungsumkehr
auslösenden Steuerglieder des Antriebs aufweist und daß zwischen die Steuerglieder und
die zugeordneten Positionierzähler je ein in Abhängigkeit von der Hubgeschwindigkeit einstellbares Verzögerungsglied
geschaltet ist.
Dadurch wird eine von mechanischen Verschleißteilen v/eitestgehend unabhängige Hubsteuerung geschaffen,
mit welcher die Umsteuerung exakt durchgeführt und ohne Schwierigkeiten der jeweiligen Hubgeschwindigkeit
angepaßt werden kann. Hierzu ist es Iediglich erforderlich, die vorgesehenen Hubumkehrpunkte
an den zugeordneten Positionierzälilern einzustellen,
deren voreingestellte Werte bei einem Wechsel der Hubgeschwindigkeit nicht geändert werden müssen,
da eine geschwindigkeitsabhängige Änderung der bei der Abbremsu.ig zu vernichtenden Energie durch
das in Abhängigkeit von der Hubgeschwindigkeit einstellbare Verzögerungsglied berücksichtigt wircj. Weiterhin
sind die Steuerorgane nicht unmittelbar an.die
bewegten Teile der Honmaschine gekoppelt,' so daß eine Fernbedienung möglich ist und eine schnelle
und bequeme Bedienung gewährleistet ist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist jedes Verzöge* rungsgiied mittels eines ÄC-Glieder zu- bzw. a.bschal·
22 Ol 445
tendcn Schalters einstellbar, der seinerseits mit dem
Vcrstellorgan für die Hubgeschwindigkeit gekoppelt ist. DadurcJi wird eine automatische Anpassung der für
jede Hubgeschwindigkeit erforderlichen Verzögerung des Beginns der effektiven Umsleuerschaltung erreicht.
Eine noch feinere und gegebenenfalls stufenlose automalische Anpassung und Einstellung des Beginns
der Verzögerung ergibt sich in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung dadurch, daß bei
Erreichen der vorgewählten Stellung des Positionier-•Zählers ein dem Zählwert analoges Signal einem Kurvengenerator
als Verzögerungsglied zuführbar ist. der eine der Verzögerungscharakteristik des bewegten
Maschinenteils entsprechende Kennlinie aufweist und der eine entsprechend dem eingegangenen analogen
Signal verzögerlc Auslösung der nachgeordneten Steuerglieder zur Bewegungsumkehr herbeiführt.
Eine einfache Auslösung verschiedener, im Rahmen des Bewegungsablaufs bei der Bearbeitung gewünschter
Vorgänge in Abhängigkeit vom jeweils zurückgelegten Hubweg kann dadurch erreicht werden, daß die
vorbeslimmbarcn Zählwerte zur Betätigung der Steuerglieder an der Zähleinrichtung zugeordneten
Kodierschaltern einstellbar sind. Dabei kann ein Kodierschalter zur Definition einer Werkstückwechsel·
stellung vorgesehen sein. Weiterhin sind zweckmäßigerweise zusätzliche Kodierschalter mit festen
Schaltwerten für verschieden lange Werkstücke vorgesehen.
Zur Erzielung einer von der Werkstücklänge unabhängigen An- und Abstellbewegungscharakteristik sind
in weiterer Ausgestaltung die Kodierschalter für die Umkehrpunkte mit den Kodierschaltern für die Werkzeugzu-
und -Zurückstellung gekoppelt.
Nach einem weiteren Merkmal im Rahmen der Erfindung ist ein an sich bekanntes Eingabegerät für auf
Lochstreifen odeir Magnetbändern gespeicherte Programmschaltungen vorgesehen, wobei die einzelnen
Programmschritte in Abhängigkeit der Zählwerte der Zähleinrichtung auslösbar sind. Bei einer Anwendung
derartiger Programmschaltungen kommen die Vorzüge der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung besonders
stark zur Geltung, da beliebige Programmschaltungen durchgeführt werden können, ohne daß die dadurch
wechselnden Arbeitsbedingungen die Genauigkeit der Hubumkehrbewegungen beeinflussen können.
Für Honmaschinen mit hydraulischem Antrieb für die Hubbewegung kann zum Ausgleich von sich aus
Temperaturschwankungen ergebenden Änderungen der Kennwerte des Druckmediums für den Antrieb
eine an sich bekannte Temperaturkompensationsschaltung vorgesehen sein, durch die entsprechend den gemessenen
Temperaturänderungen die Verzögerungsglieder beeinflußbar sind, so daß auch Temperaturänderungen
keinen Einfluß auf die genaue Einhaltung der eingestellten Bewegungsumkehrpunkte haben.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 in einem Diagramm schematisch den Bewegungsablauf bei der Bearbeitung und
Fig.2 ein Diagramm mit Zahlenwerten für die
Steuerpunkte der Funktionsabläufe nach einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung.
Die Zeichnung gibt in F i g. 1 schematisch den Bewegungsablauf der zur Bearbeitung innerhalb des Arbeitshubes h hin- und hergehenden Maschinenteile einer
Honmaschine wieder. Mit A1 ist die »obere« Endlage, also die Ausgangsposition des Honmaschinenschliltens
bzw. der Honspindel, bezeichnet. Durch ein Startsignal wird ein Absolutwertzähler, der
in F i g. 2 mit ZX bezeichnet ist, auf »Ö« und ein erster Positionierzähler ZA (vgl. F i g. 2) für die Hubbewegung
»abwärts« auf den am zugehörigen Kodierschalter vorcingestellten
Betrag des später noch eingehender erläuterten Verzögerungsweges Si gesetzt. Danach wird
über einen Leistungsverstärker das Magnetventil für die Hubbewegung abwärts angesteuert, und der Honmaschinenschlitten
bzw* die Hönspindel mil dem Höh' werkzeug setzt sich nach unten in Bewegung.
Beispielsweise durch einen vom Maschinensclililten
über einen Antrieb analog in Drehung versetzten RoIationsimpulsgeber
erhalten die Zähler entsprechend dem zurückgelegten Weg des Honmaschinenschlittens
Zählimpulse, wobei der Absolutwertzähler ZI von »0« Und der erste Positionicrzähler ZA von dem vorgegelv
nen Wert für .91 hochzählt. Die vom Impulsgeber nhgegebenen
Impulse entsprechen dabei einem bestimmten Hubweg, beispielsweise entspricht ein Impuls einem
Hubweg >-un einem Zchnlelmillimeter.
Hat der Honschlitlen mit dem Honwerkzeug eine dem Verzögerungsweg 52 entsprechende Strecke zunk'".gelegt,
so wird ein zweiter Positionierzähler Zl (vgl. F i g. 2) in Betrieb gesetzt, der von »0« hochzählt.
Erreicht im weiteren Verlauf der Bewegung der HonschJ;<.len den Punkt VKX, so wird durch entsprechende
Kodierung eines weiteren, in F i g. 2 mit Z3 bezeichneten Positionierzählers ein Relaisverstärker angesteuert,
der die Honwerkzeugdrehune und die Honwerkzeugzustellung
in Gang setrt. Der Punkt VKX ist
so gewählt, daß er etwas unterhalb des Umkehrpunktes UPl liegt, d. h- das Honwerkzeug ist bereits vollständig
in die Werkstückbohrung eingefahren.
Erreicht der erste Positionierzähler ZA den Wert UPl. befindet sich also der Honschlitten am Punkt
VK2. so wird ein elektronisches Verzögerungsglied /1 gestartet, nach dessen Ablauf die Umsteuerung eingeleitet
wird. Hierzu geben die Positionierzähler ZA und Z2 Signale ab. die über Leistungsverstärker direkt bekannte
Umsteuerglieder, beispielsweise hydraulische oder pneumatische Magnetventile oder Umsteuerungseinrichtungen von Leonard-Antrieben, ansteuern. Der
Verzögerungswert 51. der der Hubdifferenz zwischen den Punkten UPi und VKZ entspricht, ist ein Maschinenkennwert,
zu dessen Festlegung der Punkt VKZ so vor dem unteren Umkehrpunkt UPl eingestellt wird,
daß bei maximaler Hübgeschwindigkeit ohne Einwirkung des Verzögerungsgliedes il die Umsteuerung des
Honmaschinenschlittens infolge der Schaltzeitei. der
Ventile und durch die kinetische Energie des Schlittens genau am Umkehrpunkt UPl erfolgt.
Das Verzögerungsglied fl wird nun in Abhängigkeit
von der Hubgeschwindigkeit eingestellt, derart, daß mit
kleiner werdender Hubgeschwindigkeit eine stärkere Verzögerung erfolgt, weiche die mit der Geschwindigkeit
verringerte kinetische Energie durch später einsetzende Abbremsung kompensiert. Die Änderung des
Verzögerungsgliedes il in Abhängigkeit von der Hubgeschwindigkeit
kann im einfachsten Fall dadurch erfolgen, daß ein mit dem Einstellorgan für die Hubgeschwindigkeit
gekoppelter Schalter entweder ÄC-GIieder
zu- bzw. abschaltet und damit das Verzögerungs-
glied il verstellt oder mit entsprechender Kodierung
einen Zähler auf Koinzidenz abfragt Das jeweilige Ausgangssignal wird zur Einleitung der Umsteuerung
verwendet, wobei die Berücksichtieunsr des ieweilieen
Wertes der Hubgeschwindigkeit durch die Kopplung des Einsteilschaiters für das Verzögerungsglied /I mit
dem Einslellorgan für die Hubgeschwindigkeit auloma' tisch erfolgt.
An Stelle einer derartigen Kopplung der Einstellung des Verzögerurigsgliedes /1 mit der Einstellung der
Hubgeschwindigkeit kann zur Erhöhung der Genauigkeit der Umsteuerung die Hubgeschwindigkeit auch dl·
re'ra durch Zählen der impulse pro Zeileinheil, z. B. pro
Millisekunde, gemessen werden Und einem Kurvengenerator
mit einer der Verzögerung des Honmaschirienschlittens entsprechenden Kennlinie in geeigneter
Form zugeführt werden. Das als Kurvengenerator ausgebildete Verzögerungsglied t\ wird bei Erreichen des
Punktes VK2 angesteuert und gibt in Abhängigkeit von der gemessenen Hubgeschwindigkeit ein Signal zur
Einleitung der Umsteuerung.
Wird der Punkt UPi erreicht, so wird beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel zur Verhütung von Schaden, insbesondere von Werkzeugschäden, die durch
Störungen in der Hubsteuerung auftreten könnten, ein ZeitglicH f3 gestartet, bei dessen Ablauf eine Notabschaltung
über einen weiteren Leistungsverstärker er folgt, wenn bis dahin die Bewegungsumkehr nicht stattgefunden
haben sollte.
Nach der Bewegungsumkehr des Honmaschinenschlittens wird der »Aufwärtshub« von dem zweiten
Positionierzähler Zl gesteuert, der jetzt gegen »0« zählt und bei Erreichen des oberen Umkehrpunktes
UPl. wenn der Honschlitten sich am Punkt VX3 befindet,
über ein Verzögerungsglied (I die Bewegungsumkuir
einleitet. Für die Bewegungsumkehr am oberen Umkehrpunkt UPl gelten die für den unteren Umkehrpunkt
UPi erläuterten Gesichtspunkte; auch in diesem Falle wird die Bewegungsumkehr durch ein Zeitglied r3
überwacht.
Der Honmaschinenschlitten mit dem Honwerkzeug fährt in der geschilderten Weise so lange zwischen den
Umkehrpunkten UPi und UPl auf und ab bzw. hin und her, bis die Bearbeitung beendet ist und durch eine bekannte
Meßsteuerung, ein Zeitrelais oder von Hand ein Ausfahrsignal erzeugt wird, wonach der Honmaschinenschlitten
in seine obere Endlage (Punkt Ai) zurückfährt. Dabei wird bei Erreichen des Punktes VKA ein
Verstärker angesteuert, der die Honahlenzustellung zurückgestellt und beim Punkt VKl die Drehbewegung
stillsetzt.
' Die Punkte VKi und VK4 liegen unterhalb bzw. vor
dem oberen Umkehrpunkt UP2, wobei der Punkt VKA
überdies vor dem Punkt VKi liegt. Dadurch werden sogenannte »Ausfahrspuren« am Werkstück vermieden,
da das Werkzeug drucklos und mit auslaufender Drehung das Werkstück verläßt.
Die in der Regel nur einmal vorzunehmende Einstellung der Punkte VKX und VKA erfolgt an weiteren Kodierschaltern,
die zweckmäßigerweise mit den Kodierschaltern für die Umkehrpunkte UPl und UPl gekoppelt
sind, so daß bei einer Veränderung der Umkehrpunkte UPi und UP2, etwa beim Obergang auf ein längeres
Werkstück, automatisch auch die Kodierung der Punkte VKl und VKA entsprechend geändert wird.
Es ist bei hydraulisch angetriebenen Honmaschinenschlitten auch vorgesehen, durch eine Temperaturkompensationsschaltung
die Genauigkeit der Umsteuerung noch weiter zu erhöhen. Dies kann z. B. dadurch erfolgen,
daß die Temperatur des Druckmediums mit bekannten
Temperaturmeßelementen gemessen wird und analog diesen Meßwerten die Verzögerungsglieder fl
und (Z durch Zu^ oder Abschalten von weiteren RG-Gliedern
verändert werden, Damit wird bei allen Betriebszusländen eine exakte Einhaltung der vorgesehenen
Bewegungsumkehrpunkte UPi und UPl gewähr^ leistet.
Durch einen weiteren Kodierschaltef kann eine sogenannte
Werkslückwechselstellung vorgegeben werden, bei der der Honmaschinenschlitten mit dem Honwerkzeug
nicht nach jedem bearbeiteten Werkstück in die obere Endlage (Punkt Ai) ausfährt, sondern bereits
bei Punkt /42 in einer Wefkstückwechselstellurig anhält,
die so eingestellt ist, daß das Werkstück zwar ungehindert gewechselt werden kann, jedoch unnötige Leerwege
von Schlitten und Werkzeug vermieden sind.
Auf einfache Weise kann der Hubweg durch Verwendung mehrerer, parallel geschalteter Kodierschalter
für die Bewegungsumkehrpunkle UPi und UPl für
verschieden lange, immer wiederkehrende Werkstücke vorprogrammiert .werden, wobei den verschiedenen
Werkstücklängen bestimmte Kodierschalter zugeord net sind, die über einen Wählschalter wechselweise in
Wirkung setzbar sind. Auf diese Weise können auch bestimmte Hubprogramme, wie beispielsweise das periodische
Kurzhubhonen bei der Bearbeitung von Sacklochbohrungen, ohne weiteres den gestellten Anforderungen
angepaßt und automatisiert werden.
Es ist selbstverständlich, daß die Hubsteuerung nicht nur auf vertikale, mit hydraulischem Hubantrieb ausgerüstete
Schlittenhonmaschinen beschränkt ist, sondern genauso vorteilhaft bei allen anderen Ausführungsformen
von Honmaschinen oder ähnlich arbeitenden Werkzeugmaschinen, z. B. Pinolenmaschinen, mit beispielsweise
elektrischem, pneumatischem oder mechanischem Hubantrieb angewendet werden kann. In Abweichung
vom erläuterten Ausführungsbeispiel können etwa auch an die Stelle der Kodierschalter eine Programmschaltung,
Loch- oder Magnetbänder treten.
Im folgenden wird an Hand von F i g. 2 zur weiteren Verdeutlichung ein Zahlenbeispiel für eine erfindungsgemäße
Steuervorrichtung beschrieben.
In der obersten Endlage erhält die Honmaschineirspindel
das Startkommando und wird der Absolutwertzähler Zi auf »0« gesetzt. Gleichzeitig wird der erste
Positionierzähler ZA über die Vorwahldekaden für den Punkt VK2 auf den irn Beispiel angegebenen Wert 300
gesetzt. Dadurch zählt der erste Positionierzähler ZA gegenüber dem Absolutwertzähler Zl immer um 300
voraus. Fährt die Spindel nun nach unten, so gibt der Impulsgeber entsprechend der zurückgelegten Entfernung
Impulse ab, die von den Zählern gezählt werden. Der Hubweg wird über in der Bedienungstafel angeordnete
Anzeigeröhrchen angezeigt, wobei die angezeigte Zahl der Entfernung von der oberen Endlage aus
abwärts entspricht
Wird am Absolutwertzähler Zl entsprechend dem gezeichneten Beispiel die Zahl 200 erreicht, so wird
über die Vorwahldekade für den Punkt VKi bzw. VK3
der zweite Positionierzähler Z2 auf »0« gestellt Dadurch ist der zweite Positionierzähler Z2 gegenüber
dem Absolutwertzähler Zl immer um 200 zurück.
Wird am Positionierzähler Z2 die entsprechend dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eingezeichnete Zahl
100 erreicht, so wird über die Vorwahldekade für den Punkt VKA der dritte Positionierzähler Z3 auf »0« gestellt,
wodurch der Positionierzähler Z3 gegenüber dem Absolutwertzähler Z! um 300 zurück ist. Erreicht beim
Abwärtsfahren der Positionierzähler Z2 entsprechend dem dargestellten Beispiel die Zahl 1200. wobei der
Gesamtweg der Spindel gemäß der Angabe des Absolutwertzählers Zl 1400 beträgt, so wird über die Vorwahldekade
für den Punkt UPl die Spindeldrehung eingeschaltet.
Erreicht beim weiteren Abwärtsfahren der Spindel der Positionierzahler 23 die Zahl 1200, beträgt also der
am Absolutwertzähler Zl gezählte Gesamtweg der Spindel 1500, so wird über die zweite Schaltebene der
Vorwahldekade für den Punkt UPl der Hondruck eingeschaltet. Wird beim weiteren Abwärtsfahren der
Spindel am ersten Positionierzähler Z4 die Zahl 2100 erreicht, wobei der Gesamtweg der Spindel gemäß
Zählung des Absolutwertzählers Zi 1800 beträgt, so wird über die Vorwahldekade für den Punkt UPi das
Verzögerungsglied /I für die entsprechend der Hubgeschwindigkeit notwendige Umsteuerverzögerungszeit
gestartet. Ist das Verzögerungsglied /1 abgelaufen, so steuert die Spindel nach oben um. Der Gesamtweg, gezählt
mit dem Absolutwertzähler Zl, entspricht dabei der an der Vorwahidekade für den Punkt UFi eingestellten
Zahl von 2100.
Wird beim Hochfahren der Spindel am zweiten Positionierzähler Zl die Zahl 1200 erreicht, am Absolutwertzähler
Zl also 1400 erreicht, so wird über die Vorwahldekade für den Punkt UPl das Verzögerungsglied
(1 gestartet. Ist das Verzögerungsglied ti abgelaufen,
also der Gesamtweg, wie an der Vorwahldekade für den Punkt UPl eingestellt, gemäß Zählung des Abso-Iutwertzählers
Zl bei 1200, so steuert die Spindel um und fährt wieder nach unten.
Sind die Verzögerungsglieder /1 oder ti abgelaufen,
so startet das Zeitglied ß für die Sicherheitszeit, die bei dem Umsteuerbefehl für die Spindel wieder gelöscht
wird. Erfolgt jedoch kein Umsteuerbefehl und läuft die Spindel nach oben oder unten so lange, bis die am Zeitglied
ö eingestellte Zeit abgelaufen ist, dann wird die Hubbremse eingeschaltet und die Spindel bleibt stehen.
Soll beim Erreichen des Fertigmaßes die Spindel ausfahren, so wird dies der Zählsteuerung über ein entsprechendes
Signal eingegeben. Wird jetzt bei der Aufwärts- oder Abwärtsbewegung der Spindel am Positionierzähler
23 die Zahl 1200 erreicht, also am Absolutwertzähler
Zl der Wert 1500 entsprechend dem Punkt VK4, so wird über die zweite Schaltebene der Vorwahldekade
für den Punkt UPl der Hondruck ausgeschaltet und, wenn sich die Spindel in Abwärtsbewegung befindet,
auf »Heben« umgesteuert. Die Spindel fährt jetzt nach oben. Wird beim Hochfahren am zweiten Positionierzähler
Z2 die Zahl 1200 erreicht, beträgt also der Gesanitweg am Absolutwertzähler Zl 1400 Zähleinheiten,
was den Punkten VKi bzw. VK3 entspricht, so wird über die Vorwahldekade für den oberen Umkehrpunkt
UPl die Spindeldrehung ausgeschaltet. Das Verzögerungsglied O. sowie anschließend das Zeitglied /3
werden dann nicht mehr eingeschaltet. Die Spindel steuert also nicht mehr um, sondern fährt nach oben.
Wurde die Werkstückwechselstellung im Punkt Al vorgewählt,
so fährt die Spindel lediglich so weit nach oben, bis am Absolutwertzähler Zl gemäß dem dargestellten
Beispiel die Zahl 600 erreicht wird.
Über den zugehörigen Vorwahlschalter wird jetzt »Stop« signalisiert, die Spindel bleibt in dieser Ruhestellung
stehen und kann auch von dort wieder gestartet werden.
Die Vorwahldekaden für die Punkte VK4, VKl und VKi sowie VKi befinden sich innerhalb des Schaltschrankes
und werden betriebsmäßig nicht verstellt.
Werden die Vorwahldekaden für die Umkehrpunkte UPi und UPl verstellt, so laufen die mit den Vorwahldekaden
für die Punkte VKi, VKl, VK3 und VK4 eingestellten
Abstände zu den Umkehrpunkten UPi bzw. UPl immer mit.
Bei der beschriebenen Anordnung können die Umschaltpunkte UPi und UPl auch während des Honbetriebes
verstellt werden, und zwar kann der obere Umkehrpunkt UPl verstellt werden, wenn die Spindel auf
der Fahrt nach unten ist und der untere Umkehrpunkt UPi dann, wenn die Spindel auf der Fahrt nach oben
ist. Hierbei wird zweckmäßigerweise der Hub angehalten.
Durch die erläuterte Steuerungsvorrichtung erfolgt somit die Bewegungsumkehr immer exakt an gleichen,
vorgewählten Umkehrpunkten. Die elektronischen Bauteile können an jeder beliebig gewünschten Stelle,
beispielsweise am zentralen Bedienungspult, angebracht werden, da sie an keinerlei mechanische Übertragungsglieder
gebunden sind und damit eine Fernbedienung ohne weiteres ermöglichen.
Ein wesentlicher Vorteil ist auch darin zu sehen, daß die Umsteuerpunkte an den Kodierschaltern, also beispielsweise
unmittelbar am Bedienungspult, an Hand der bekannten zu bearbeitenden Werkstücklänge und
den ebenfalls bekannten Vorrichtungs- und Honwerkzeugkennwerten bei stillstehendem Honmaschinenschlitten
bzw. bei stillstehender Honspindel eingestellt werden können und daß diese Einstellung sehr genau
und unabhängig von der dann gewählten Arbeitshubgeschwindigkeit beibehalten wird. Dieser Vorteil kommt
bei einer Programmsteuerung besonders stark zur Geltung. Auch bei eventuell vorzunehmenden Änderungen
der Hubgeschwindigkeit während des Bearbeitungs-Vorganges bleibt die Lage der Umsteuerpunkte unverändert,
so daß keine Korrektur der Einstellung erforderlich ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- Patentansprüche:I. Elektrische Steuerungsvorrichtung für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an Honmaschinen, mit einem mit dem zu verstellenden Werkzeug- oder Werkstückträger gekoppelten, elektrischen Impulsgeber, von dem eine der zurückge legten Weglänge entsprechende Anzahl von Impulsen abgebbar ist, und mit einer voreinstellbaren, elektrischen Zähleinrichtung zur Summation der vom Impulsgeber ausgehenden Impulse, wobei von der Zähleinrichtung bei Erreichen vorbestimmter Z.,ihlwerte Steuersignale an Steuerglieder des Antriebs für die Hubbewegung abgebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähleinrichtung einen Absolutwertzähler (Zl) und mehrere, von je einem vorbestimmten Zählimpuls aktivierbare Positionierzähler (Z2. ZA) zur Betätigung der eine Bewegungsumkehr (Punkte UPX. UPl) auslösenden Steuerglieder des Antriebs aufweist und daß zwischen die Steuerglieder und die zugeordneten Positionierzähler (22, Z4) je ein in Abhängigkeit von der Hubgeschwindigkeit einstellbares Verzögerungsglied (rl. Ω) geschaltet ist.
- 2. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß jedes Verzögerungsglied (/1, O) mittels eines /?C-Glieder ,?u- bzw. abschaltenden Schalters einstellbar ist. der seinerseits mit dem Verstellorgan für die Hubgeschwindigkeit gekoppelt ist.
- 3. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gek ;nnzek \net, daß bei Erreichen der vorgewählten Stellung eines Positionierzählers (Zl bzw. Z4) ein dem Zä' !wert analoges Signal einem Kurvengenerator als Verzögerungsglied (M bzw. /2) zuführbar ist, der eine der Verzö{.;erungscharakteristik des bewegten Maschinenteils entsprechende Kennlinie aufweist und der eine einsprechend dem eingegangen analogen Signal verzögerte Auslösung der nachgeordneten Steuerglieder zur Bewegungsumkehr herbeiführt.
- 4. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmbaren Zählwerte zur Betätigung der Steuerglieder an der Zähleinrichtung zugeordneten Kodierschaltern einstellbar sind.
- 5. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß ein Kodierschalter zur Definition einer Werkstückwechselstellung (Punkt 42) vorgesehen ist.
- 6. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 4. dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche Kodierschalter mit festen Schaltwerten für verschieden lange Werkstücke vorgesehen sind.
- 7. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer von der Werkstücklänge unabhängigen An- und Abstellbewegungscharakteristik die Kodierschalter für die Umkehrpunkte [UPi. UP2) mit den Ködierschältern für die Werkzeugzu- und 'Zurückstellung (Punkt VKA) gekoppelt sind.
- 8. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekanntes Eingabegerät für auf Lochstreifen oder Magnetbändern gespeicherte Pro grammschaltungen vorgesehen ist, wobei die einzel· nen Programmschritte in Abhängigkeit der Zählwerte der Zähleinrichtung auslösbar sind.
- 9. Elektrische Steuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, für Maschinen mit hydraulischem Antrieb für die Hubbewegung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich von sich aus Temperaturschwankungen ergebenden Änderungen der Kennwerte des Druckmediums für den Antrieb eine an sich bekannte Temperaturkompensationsschaltung vorgesehen ist, durch die entsprechend den gemessenen Temperaturänderungen die Verzögerungsglieder (il, G) beeinflußbar sind.
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| DE19722201445 DE2201445C3 (de) | 1972-01-13 | 1972-01-13 | Elektrische Steuerungsvorrichtung für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an Honmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722201445 DE2201445C3 (de) | 1972-01-13 | 1972-01-13 | Elektrische Steuerungsvorrichtung für die Hubbewegung von Werkzeug- oder Werkstückträgern an Honmaschinen |
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| DE2201445A1 DE2201445A1 (de) | 1973-07-26 |
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Family Applications (1)
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-
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- 1972-01-13 DE DE19722201445 patent/DE2201445C3/de not_active Expired
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