DE2160271A1 - Treibmittel fuer moertel und beton - Google Patents

Treibmittel fuer moertel und beton

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description

  • Treibmittel für Mörtel und Beton Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Treibmittel fr wässrige Massen, die durch hydraulische Bindemittel gebunden sind. Die Zugabe des Treibmittels führt zu einer Gasentwicklung und dient der gezielten Erzeugung von Poren in der noch nicht erstarrten Masse.
  • Das erfindungsgemässe Treibmittel eignet sich insbesondere als Zusatzmittel fiJr Zementmörtel, der zum Einpressen in Spannkanäle oder als Vergußrnörtel verwendet wird.
  • Die Tatsache, daß eine Suspension aus Zement und Wasser durch Gasentwicklung aufgebläht werden kann, ist schon lange bekannt. In der Regel wird zu diesem Zweck o,1-,5 % Aluminlumpulver oder 2-3 % Zinkstaub dem Zement leim zugemischt. Durch die AlkalitSt des Zementleims wird eine xfasserstoffentwicklung ausgelöst, die den Zementleim auftreibt.
  • Bei der Gasbetonerzeugung wird dieses Verfahren mit Erfolg anzewandt. Dem feinverteilten innigen Gemisch von Bindemittel und feinem Zuschlag gibt man ein Metallpulver zu, das unter Wasserstoffentwicklung ein Treiben der Masse verursacht. Nach Abschluß des Treibens bindet das Bindemittel ab. Die poröse Masse wird anschließend im Autoklaven dampfgehärtet.
  • Treibmittel, die zu einer Wasserstoffentwicklung führen, sind für das Auspressen von Spannkanälen weniger gut geeignet, weil der frei werdende Wasserstoff sich nachhaltig auf den Korrosionsschutz des eingebetteten Stahls auswirken kann. Beim Einpreßmörtel für Spannbeton hat das Treibmittel die Aufgabe, den Einpreßmörtel soweit aufzutreiben, daß das sonst eintretende Absetzen verhindert und eine vollständige Ausfflllung der Spannkanäle ermöglicht wird.
  • Beschrieben wurde bereits die Verwendung von Hydrazinderivaten oder Diazoverbindungen, aus denen mit Hilfe eines Katalysators, nämlich eines Oxidationsmittels, Stickstoff als Treibgas freigemacht wird. Damit wird zwar die bedenkliche Wasserstoffentwicklung umgangen, jedoch stellen Gemische aus Hydrazin oder ähnlichen Verbindungen und den genannten Oxidationsmitteln, zu denen auch Peroxiverbindungen gehören, leicht explodierende Substanzen dar, deren Handhabung gefährlich ist.
  • Die mit dieser Erfindung geschaffenen Zusätze entwickeln dagegen fortschrittlicherweise Methan tCH4) als Treibgas, welches ohne Einfluß auf den Stahl bleibt. Die erfindungsgemäßen Zusätze sind völlig ungefährlich.
  • Die Frfindung besteht darin, daß als Treibmittel Aluminiumcarbid, Al4C3, vorgeschlagen wird, das mit Wasser zu ethan, CH, und Aluminiumhydroxid, A1(OH)3, reagiert.
  • Vorzugsweise beträgt der Treibmittelgehalt 1 - 50 Gew.%. Um mit möglichst kleinem '»asserfZement-Wert arbeiten zu können, werden ferner vorzugsweise die bekannten Verflüssiger, wie z.B.
  • pulverförmige Ligninsulfonate hinzugegeben.
  • Außerdem wird vorzugsweise dem Zusatzmittel dem Stand der Technik entsprechend noch Natriumbenzoat zur Stabilisierung der Gasporen beigefügt.
  • Da das erfindungsgemäße Treibmittel schon in sehr geringen Mengen wirkt, könnte in gewissen Fällen die Dosierung in der Praxis etwas schwieriger sein. Es ist deshalb vorteilhaft, ein inertes Trägermaterial zu verwenden, wie z. B. Quarzmehl oder Kalksteinmehl, so daß Dosierungen von ca. 1 % ermöglicht werden.
  • Das Wesen vorliegender Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels weiterhin erläutert.
  • Ausführungsbeispiel: Es wurde eine Mischung folgender Zusammensetzung hergestellt: 84 % Kalksteinmehl, lo % pulverförmiges Natriumligninsulfonat, 5 % Aluminiumcarbid und 1 % Natriumbenzoat.
  • ETandelsilblicher Portlandzement der Güteklasse 450 F wurde mit 1 % dieser Mischung(entsprechend o,o5 % Aluminiumcarbid) vermengt und mit soviel Wasser verrührt, wie es dem Wasser/Zement-Faktor von o,3 entspricht. An diesem Zementleim wurde das Treibgas bei 200 C nach 24 Stunden ermittelt, und zwar gemäß den "Vorläufigen Richtlinien fÜr Einpreßmörtel". Es wurde eine Volumenvergrößerung von 1,5 % gefunden.

Claims (4)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e
    Treibmittel fflr wässrige Massen, die durch hydraulische Bindemittel gebunden sind, insbesondere für Einpreßmörtel, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Aluminiumcarbid (A14C3) als wirksamer Komponente besteht bzw. Aluminiumcarbid (A14C3) in Treibmittelmischungen als wirksame Komponente, enthält.
  2. 2.) Treibmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Dosierbarkeitsgründen ein inertes Tr1izermaterial wie z.B. Sand oder Kalksteinmehl, das dem Aluminiumcarbid in Mengen von 1 - 50 Cew.%, bezogen auf das Trägermaterial zugemischt ist, enthält.
  3. 3.) Treibmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung zusätzlich einen Verflüssiger z. B.
    Ligninsufonat in Mengen von 5 - 30 Gew. %, bezogen auf Treibmittel und Trägermaterial, enthält.
  4. 4.) Treibmittel nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß. die Mischung zusätzlich ein Porenstabilisierungsmittel wie z. B. Natriumbenzoat in Mengen von o,1 -5 Gew.%, bezogen auf Treibmittel, Trägermaterial und Verfljissiger enthalt.
DE19712160271 1971-12-04 Treibmittel für wässrige, hydraulische Bindemittel enthaltende Mischungen, insbesondere für Einpreßmörtel Expired DE2160271C3 (de)

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Publications (3)

Publication Number Publication Date
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DE2160271B2 DE2160271B2 (de) 1975-02-20
DE2160271C3 DE2160271C3 (de) 1977-08-11

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DE2160271B2 (de) 1975-02-20

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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
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Ipc: C04B 38/02

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