DE215140C - - Google Patents

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DE215140C
DE215140C DENDAT215140D DE215140DA DE215140C DE 215140 C DE215140 C DE 215140C DE NDAT215140 D DENDAT215140 D DE NDAT215140D DE 215140D A DE215140D A DE 215140DA DE 215140 C DE215140 C DE 215140C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/0012Galenical forms characterised by the site of application
    • A61K9/0014Skin, i.e. galenical aspects of topical compositions

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ks ist Iwkannt, Mineralöle durch Zusatz von Seifen in ennilgierbaren Zustand überzuführen und Emulsionen durch Eintragung von Mineralölen in Seife oder von Seife in Mineralöle herzustellen, Ferner ist es bekannt, die Efnulgierung durch Zusatz von Fetten oder Fettsäuren zu Mineralölen und nachträgliche Verseifung mittels Alkalien zu bewirken. Schließlich ist auf Grund zahlreicher in dieser Richtung
ίο unternommener Versuche der Vorgang so weit aufgeklärt worden, daß die Anwendung von ölsäure im Überschuß und die Gegenwart von Alkohol die wesentliche Bedingung für die Erzeugung haltbarer Gemische sind.
J5 Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun die Emulgierung in der Weise durchgeführt, daß man etwa 40 Teile ölsäure mit ungefähr 20 Teilen Alkohol und 8 Teilen Kalilauge (1: 1) bei gewöhnlicher Temperatur innig vermengt,
ao worauf 100 bis 200 Teile Mineralöl im weitesten Sinne des Wortes, also auch Petroleum, zugefügt werden. Bei Einhaltung dieser Arbeitsbedingungen entsteht eine Emulsion, die — und das ist der wesentlichste Teil der Erfindung —
»5 durch sehr einfache Mittel in konsistente salbenartige Körf>er der verschiedensten Art übergeführt werden kann:
I. Durch Verdünnung mit Wasser entsteht aus der flüssigen und durchsichtigen Mineralölemulsion eine konsistente, gut resorbierbare Salbengrundlagc.
2a. Durch Vermischung mit Ceresin. Paraffin, Wachs o. dgl. entsteht ein konsistenter vaselinartiger Kodier, der alle physikalischen Eigenschaften des Vasclins zeigt, dabei aber mit' Wasser glatt vermischt werden kann und außer-
ordentlich gut resorbierbar ist. Diese vaselinartige Masse eignet sich vorzüglich zum Einfetten der Hände, beispielsweise für ärztliche Zwecke, da sie mit kaltem Wasser vollständig wieder abgewaschen werden kann.
2b. Versetzt man diesen vaselinartigen Körper reichlich mit Wasser, so entsteht eine weiße, dem Lanolin in ihrem Aussehen durchaus ähnliche und für alle Anwendungszwecke des Lanolins brauchbare Substanz.
Eine weitere wichtige Verwendungsfähigkeit der neuen Emulsion besteht darin, daß sie Natrium-, Kalium- oder Ammoniumseifen durch einfaches Eintragen in die geschmolzene Seifenmasse in großen Mengen einverleibt werden kann.
Die nach den bisher bekannten Verfahren hergestellten Mischungen ergeben durch Zusatz von Wrasser nichts anderes als eine ziemlieh dickflüssige, jedoch wenig haltbare Emulsion. Wenn auch die Dickflüssigkeit mit steigender Wassermenge zunimmt, so bleiben selbst die mit 200 Prozent versetzten Emulsionen immerhin noch Flüssigkeiten, die als Salben keineswegs verwendet werden können und sich überdies in sehr kurzer Zeit wieder in einen flüssigen Teil und einen weißen Niederschlag sondern.
Die nach dem neuen Verfahren erhältlichen Produkte hingegen haben den flüssigen emulsionsartigen Charakter -vollständig verloren. Die vorher transparente Flüssigkeit geht nach dem Zusätze von nur 50 Prozent Wasser fast augenblicklich in ganz homogene salbenartige Stoffe über. Die entstandenen Produkte scheiden sich auch nach mehrjähriger Lagerung

Claims (2)

O I IU niemals in einen flüssigen und festen Hosland-WiI. Ks lassen sirli also nach diesem Vorfahren angesprochene Salben herstellen, die sich fetIig anfiililen und allen Anforderungen entsprechen, die an eine gute SalhOngrundlnge gestellt wcr-' ilen können. Diese neutralen indifferenten Stoffe, die hei außerordentlicher Billigkeit im Gegensatz zu den meisten in den Handel kommenden indifferenten Grundlagen alle medikainenlösen Inkor|iorationen leicht aufnehmen und sich in Berührung damit nicht verändern, werden von1 der Maut gnt resorbiert und sind überdies in Wasser leicht löslich und mit Wasser leicht mischbar. Rs muß bemerkt werden, daß der Zusatz λοη Wasser und Paraffin o. dgl. zur Erhöhung der Konsistenz von Salbengrundlagen allgemein üblich ist. Im vorliegenden lralle aber wird durch dieses Mittel, wie aus der angeführten ao "Eigenschaft der Wasserlöslichkeil hervorgeht, eine ganz spezifische, und zwar außerordentlich wertvolle Wirkung; hervorgebracht; die bei der Verdickung der allgemein bekannten Salbengrundlagen nie zum Vorschein kommen kann. »5 Liegt doch in dein vaselinartigcn Stoffe ein hauptsächlich ans Mineralöl und Cerosin und Paraffin bestehendes, also wie das Vaselin als »Mineralfettn zu bezeichnendes Material vor; das sich von dem Vaselin sehr 'Vorteilhaft da- 3< durch unterscheidet, dati es mit Wasser ohne weiteres von der Haut entfernt werden kann. Außerdem ist nicht zu vergessen, daß hier das Verdickungsmittel, nicht einer Salbe, sondern einer ganz dünnflüssigen Emulsion zugefügt, den übergang zu fester salbenartiger Kon- ■ sisfenz bewirkt. Was die Herstellung von Deckpasten oder Seifen betrifft, so müßte schon die bloße Verwertung der Erkenntnis, daß die rationelle Herstellung von wasserlöslichen Mineralölen auf der Anwendung überschüssiger Ölsäure und dem gleichzeitigen Zusatz von Alkohol bis zur Transparenz beruht, für die Einverleibung von Mineralölen in Seife als ein wesentlicher Fort-" schritt angesehen werden, da hierdurch die glatte Lösung eines Problems bewirkt wird, das zur Stunde noch den Gegenstand zahlreicher Versuche bildet. Darüber hinaus aber hat die besondere Arbeitsweise, die in dem neuen Ver- So fahren niedergelegt ist, den besonderen Vorteil, daß die mit Hilfe einer derart bereiteten Emulsion hergestellten Seifen außerordentlich große Mengen von Mineralölen aufnehmen, ohne ihr tadelloses Aussehen auch bei längster Lagerung zu verandern. · Als Ausführurigsbeispiele seien die folgenden erwähnt: Es werden zunächst etwa 40 Teile Ölsäure oder Klatn (technische Ölsäure) .mit ungefähr ^o TeiItMi Alkohol und 8 Teilen Kalilauge (i ; i) innig vermengt; hierbei ist es nicht notwendig, eine besondere Temperatur einzuhalten, das Gc-■ menge kann vielmehr auf kaltem Wege hi'igc- '·", stellt werden. Sodann fügt man allmählich Mineralöl, etwa Petroleum, welcher Provenienz immer, hinzu, und zwar 150 bis joo Teile auf 100 Teile der Ölsäure-Alkohol-Alkalimischung. Dieses so hergestellte Zwischenprodukt wird nun, je nachdem es als Ausgangsmaterial für die Salbcngrundlage, den vaselin- oder lanolinähnlichen Körper oder schließlich für Deckpasten oder Seifen dienen soll, in verschiedener Weise weiter behandelt: Durch einfachen Wasserzusatz von 50 Prozent entsteht eine gut rcsorbierbarc salben- 75 ' artige Masse. Vermengt man 83 Teile der. unverdünnten Emulsion mit 17 Teilen Ceresin, Paraffin oder Wachs, so resultiert der vasclinartige Körper. Wird dieser mit 50 Prozent Wasser versetzt, so entsteht das lanolinartige Produkt. ' : Um schließlich Deckpasten oder Seifen herzustellen, werden Seifen beliebiger Art geschmolzen, worauf man die Emulsion ohne weiteres zusetzen kann, und zwar selbst bis zu gleichen Teilen Emulsion und Seife. Nach dem Erstarren ergeben, sich vollkommen feste und ohne weiteres gebrauchsfähige Seifen, die man auch als leicht zu entfernende Deckpasten verwenden kann. Vl.
1. Verfahren zur Herstellung von als Salbengrurtdlagen . verwendbaren Körpern durch Emulgierung von Mineralölen mit 95 ' Hilfe von Seifen unter Zusatz von über- ' t schüssiger Ölsäure und von Alkohol, da- < durch gekennzeichnet, daß man etwa 40 Teile \ ölsäure mit ungefähr 20 Teilen Alkohol und ,' Ν Teilen Kalilauge (1 ; 1) innig vermengt, so- 100 ί dann loo bis 200 Teile Mineralöl zufügt und ';., hierauf die durchsichtige Mischung durch it Zusatz von Ceresin, Paraffin oder Wachs / oder durch Verdünnung mit Wasser in Gegenwart dieser Znsätze oder ohne diese 105 r in feste salbcnartige Produkte überführt. \
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß .'{: man etwa 40 Teile. ölsäure mit ungefähr i 20 Teilen Alkohol und 8 Teilen Kalilauge uo ;■ (ϊ : ι) innig vermischt, sodann-.too bis \ 200 Teile Mineralöl hinzufügt und schließ-, : lieh Seifen beliebiger Art in geschmolzenem ( Zustande mit der Mischung versetzt, wodurch nach dem Erstarren als Deckpasten »15 oder Seifen verwendbare Produkte entstehen.
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