DE2139559A1 - Thyristor - Google Patents
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Description
Die vorliegende. Erfindung "bezieht sieh auf einen Thyristor
mit einem Halbleiterkörper mit mindestens vier Zonen abwechselnden
Leitfähigkeitstyps, vin denen die erste s der
Emitter, mit einer Elektrode und die zweite, die Basis, mit einer Zündelektrode versehen ist, und einem Hiiroemitter,
der zwischen Emitter und Zündelektrode liegt und der elektrisch mit der Basis verbunden ist.
Ein solcher Thyristor ist bereits beschrieben worden» .'Der
zwischen der Zündelektrode und dem Emitter liegende Hilfsemitter
hat den Zweck, den Thyristor auch mit einem niedrigen Steuerstrom schnell und sicher au zünden» Im allgemeinen ist
nämlich das schnelle und 'sichere Zünden eines Thyristors nur dann kein Problem, wenn der Zündstron hoch ist, Nur dann
setzt der Zündvorgang linienförmig oder flächenhaft ein.
Unter dieser Bedingung wird eine zu hohe spezifische Belastung und eine Zerstörung des Thyristors vermieden.
Es ist jedoch im allgemeinen erwünscht, einen Thyristor >wegen des geringeren Aufwandes für die Steuerschaltung mit
niedrigen Strömen zu zünden. Wird ein solcher niedriger Zündstrom in die Steuerstrecke des Thyristors eingespeist,
so zündet dieser zunächst in einem kleinen, meist xronktförrnigen
Bereich. Dieser punktförmige Bereich muß den ganzen laststrom übernehmen, was eine hohe spezifische Belastung
zur Folge hat. ßa kommt daher in dem gearmten punktforaigen
Bereich zu Überhitzungen und zur Zerstörung des Halbleiterkörper».
Der Thyristor ist damit nicht mehr brauchbar.
Llan 1st daher dazu übergegangen, im Halbleiterkörper des
VPA g/110/1051 a lUxb/llob
309807/0630 BAD
? 1 3 9 ^ ^ 9
Thyristors einen Hilfsemitter vorzusehen, der mit den beiden Basisschichten und der zweiten Emittershhicht
des Thyristors einen Hilfsthyristor"bildet. Dieser Hilfsthyristor
liegt zwischen der Zündelektrode und fein Hauptthyristor
und kann daher zuerst gezündet v/erden. Der Laststrom des Hilfsthyristors fließt über die Basis zum Emitter
des Hauptthyristors und zündet diesen. Der Hilfsemitter ist dabei so dimensioniert, daß der Laststrom der Hilfsthyristors
eine von.Anfang an linienförmige oder flächenhafte Zündung des Hauptthyristors bewirkt. Ist der Hauptthyristors
gezündet, so fließt der Laststrom nur durch diesen und der Hilfsthyristor erlischt.
Bei dem beschriebenen Thyristor ist jedoch die Zündung des Hilfsthyristors vor der Zündung des Hauptthyristors und
damit ein Schutz des Hauptthyristors nur dnnn gewährleistet, wenn der Zündstrom für den Thyristor über die Zündelektrode
fließt. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Ein Thyristor kann bekanntlich auch durch eine an die Laststrecke -angesagte
Spannung "über Kopf" gezündet werden« Diese Art der Zünder;?:
wird bei Anlegen einer die. ITullkippspannung überschreitenden Spannung an. die Laststrecke durch einen Lawinendurchbruch
des sperrenden pn-Übergangs erzielt. Bei Zünden über
Kopf ist aber nicht sichergestellt, daß der Hilfsthyristor zuerst zündet. Zündet der Hauptthyristor zuerst, so wird
dieser, da der als Zündstrom v/irkende im Steilanstieg durch Ladungsträgermultiplikation fließende Strom relativ niedrig
ist, lediglich punktförmig gezündet und damit zerstört.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, einen Thyristor der eingangs erwähnten Gattung so weiterzubilden, daß
in jedem Fall, also auch beim Zünden über Kopf der Hilfsthyristor
vor dem Hauptthyristor gezündet wird.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, da*2 der Hilfs-VPA
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BAD ORIGINAL
emitter breiter als 1mm ist und daß die Elektrode des Emitters
an einer oder mehreren Stellen elektrisch mit der Basis verbunden ist;
Der Hilfsemitter kann vorzugsweise zwischen 2 und 10mm breit
sein. Als allgemeiner Gesichtspunkt für die Dimensionierung ' gilt, daß die Breiten des Hilfs- und des Ilauptthyristors
so aufeinander abgestimmt sind, daß .der Hilfstbyristor zuerst
zündet. Die Elektrode des Emitters ist zweckmäßigerweise auf einer vom Hilfsemitter abgekehrten Seite mit der
Basis verbunden. Der Emitter kann auch Durchbrüche aufweisen, durch die die Basis bis zur Emitterelektrode hindurchgreift.
Die Erfindung wird anhand zweier Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Figuren 1 bis 7 näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 den teilweisen Querschnitt durch ein Halbleiterelement gemäß der Erfindung,
Figur 2 den Potentialverlauf in der oberen Randschicht der p-Basiszone als Funktion des Radius,
Figur 3 den Verlauf der Spannung am pn-übergang zwischen Emitter bzw." Hilfsemitter und angrenzender Basiszone,
Figur 4, den teilweisen Querschnitt durch ein Halbleiter-
• element, das eine außerhalb der Erfindung liegende ^
Dimeneionierung aufweist, ^
Figur 5 und 6 die &en Figuren 2 und 3 entsprechenden Potential-
und Spannungsverläufe für die Anordnung nach Figur 4 und
Figur 7 ein weiters Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung.
In Figur 1 ist.ein Halbleiterkörper eines Thyristors mit 1
bezeichnet. Der Halbleiterkörper 1, der z.B. aus Silicium besteht, v/eist einen Emitter 2 und einen Hilfsemitter 3 auf.
Der Emitter 2 ist mit einer Elektrode 4 versehen. Der Hilfsemitter ist über eine Elektrode 5 an der von einer Zündelek-
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trode 6 abgewandten Seite mit der Basis des Thyristors verbunden. Die Basis ist mit 7 bezeichnet. Weitere Schichten
des Thyristors tragen die Bezugsziffern 8 und 9· An der Unterseite des Thyristors ist eine Elektrode 10 vorgesehen,
die z.B. auö" Molybdän besteht. Der pn-übergang zwischen
der Basis 7 und dem Emitter 2 bzw. dem~Hilfsemitter 3 trägt
die Bezugsziffer 11.
Die mit b1 bezeichnete Breite des Hilfseraitters beträgt
mehr als 1mm, Um ganz sicher zu gehen, daß beim Anlegen einer die Kulikippspannung überschreitenden Spannung an
die Hauptstrecke des Thyristors der Hilfsthyristor zuerst
zündet, empfiehlt es sich, die Breite b1 zwischen 2 und lOinm
zu wählen. Damit ist bei Randkonzentrationen des Hilfseraitters 3 zwischen 10 und 10 om~? und bei einer Dotierung der
1 fi 1R —^5
oberen Randschicht der Basis 7 von 10 bis 10 cm , also bei einer allgemein üblichen Dotierung sichergestellt, daß
der Hilfsthyristor zuerst zündet.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei angenommen, daß an die Elektroden 10 und 4 eine Spannung angelegt wird, die
die angegebene Polarität hat.Für die folgenden Erläuterungen wird angenommen, daß der durch diese Spannung verursachte
Strom von der Elektrode 10 zur Elektrode 4 homogen über die Fläche verteilt den pn-übergang zwischen, den Schichten 8
und 7 passiert. Der Strom nimmt dabei wegen der Dotierungsverteilung im Halbleiterkörper einen Weg, der dicht unter
dem pn-übergang 11 zur Elektrode 4 führt. Dicht unter dem
pn-Übergang 11 ist die Dotierung der Basiszone 7 am höchsten und ciaher der Y/iderstand am geringsten.
Die Potentialverteilung U (r) unter dem pn-übergang 11 ist
in dem Diagramm nach Figur 2 in Abhängigkeit vom Radius aufgetragen. Das Potential ist hier auf das Potential U (o)
der Basis 7 beim Radius Null normiert.
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Im Diagramm nach Figur 3 ist der Spannungsverlauf am
pn-übergang 11 unter dem Emitter 2 (rechts) und der Spannimgsverlauf am pn-übergang 11 "unter dem Hilfseraitter
3 (links) aufgetragen. Die Spannung am linken Rand des Emitters 2 (Radius r.) ergibt sich aus der Differenz
der Potentiale beim Radius r und r.. . Diese Spannung ist
a χ
im Diagramm nach Figur 3 mit TJ1 bezeichnet. Die am pnübergang
abfallende Spannung am linken Rand des Hilfsemitters
3 (Radius EVr-) ergibt sich aus der Potentialdifferenz
zwisclfen dem äußeren Rand (Radius rrrr ) und dem
inneren Rand (Radius r,j. ). Diese Spannung ist in Figur
mit U2 bezeichnet.
Die Spannung U2 möge z.B. 0,45 V und die Spannung U1 z.B.
0,35 V betragen. Dann wird der Hilfsthyristor vor dem Hauptthyristor
zünden, da mit der höheren Basis-Emitter-Spannung auch eine stärkere Injektion von Elektronen aus dem n-Emitter
in die Basis verbunden ist.
Hach dem Zünden des Hilfsthyristors fließt ein Laststrom
über die Elektrode 5 in die Basiszone 7 und weiter in die
Emitterzone 2. Der Laststrom des Hilfsthyristors bildet
einen starken Steuerstrom für den Haptthyristor, so daß dieser linienförmig oder flächenhaft zündet. Dadurch wird
eine Überlastung des Hauptthyristors vermieden. Eine Überlastung des Hilfßthyristors kann nicht auftreten, da die
Stromünernahme auf den Hilfsthyristor sehr schnell erfolgt.
Der Hilfsthyristor erlischt nach Zünden des Hauptthyristors.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 sind gleiche Teile wie in Figur 1 mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die
Breite des Hilfsemitters 3 ist hier mit b2 bezeichnet. Sie
liegt unterhalb des durch die Erfindung angegebenen Bereichs.
Im Diagramm nach Figur 5 ist wieder das auf das Poten-VPA
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tial der Elektrode 4 normierte Potential unter dem pn-Übergang
11 in Abhängigkeit vorn Radius aufgetragen.
Im Diagramm nach Figur 6 ist der Spannungsverlauf am
pn-übergang 11 unter dem Emitter (rechts) und unter dem
Hilfsernitter 3 (links) dargestellt. Die Spannung am pn- .
Übergang am linken Rand des Emitters 2 (Radius r.) ist mit U3 und die Spannung am linken Rand des Hilfsemitters
3 (Radius r„.) ist mit U4 bezeichnet. Die Spannung U 3 möge
hierbei einen Wert von z.B. 0,6 V und die Spannung U4 dementsprechend
einen V/ert von 0,15 V haben. Es ist einzusehen,
daß bei einer solchen Dinenoionierung der Haupt thyristor
zuerst zündet. Da der durch Ladunge.tx'ägerraultiplikation
erzeugte, als Zündstrom v/irkende Strom beim Zünden über Kopf relativ gering ist, zündet der Hauptthyristor nur ein
einen punktförraigen Bereich und wird dadurch zerstört.
In Pigur 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt. Auch'hierbei sind gleiche Teile wie in den Figuren 1 und
mit gleichen Bezugsseichen versehen. Ein Unterschied sum Ausführungsbeispiel nach Figur 1 besteht darin, daß der Hilfsemitter
3 mit der Basis 7 nicht direkt durch eine Elektrode
elektrisch verbunden ist. Hier ist vielmehr eine weitere Elektrode 13 vorgehen, die mit der zum Hilfsemitter 3 gehörenden
Elektrode 12 über eine Leitung 14 verbunden ist. Weiterhin ist der Emitter 2 nicht am Rand durch die Elektrode
4 mit der Basis 7 verbunden, sondern durch "Löcher" 155 durch die die Basiszone bis zur Elektrode 4 hindurchgreift.
Hilfs- und Hauptthyristor sind so dimensioniert, daß der Hilfsthyristor bei Zünden über Kopf immer zuerst
zündet.
Die erwähnten "Löcher" können auch im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 zusätzlich oder ausschließlich zum Verbinden
der Elektrode 4 mit der Basis vorgesehen sein. Bei größerem
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3 0 9 8 0 7 / 0 R 3 0
Durchmesser der Halbleiterkörper v/eisen diese zur Ver~
besseanmg des dU/dt-Verhaltens durchweg Löcher im Emitter
auf. Die angegebene Dimensionierung des Hilfsemitters gemäß
der Erfindung ist daher für sämtliche Durchmesser brauchbar.
Die Zündbereitschaft des Ililfsthyristors wächst mit der Breite des Hilfseraitters* Bei Thyristoren, bei denen der
den Zündvorgang auslösende Strom homogen über die Fläche verteilt ist, genügt eine Mindestbreite des Hilfseraitters.
Bei inhomogener Verteilung des zur Zündung erforderlichen Stromes muß diese Breite gegebenenfalls vergrößert werden.
Die Zündung des Ililfsthyristors vor der Zündung des Hauptthyristors
ist auch beim Zünden mit einer Spannung mit hoher Steilheit gewährleistet. Der Verlauf der Emitter-Basisspannung
ist qualitativ der gleiche wie beim Zünden über Kopf, lediglich der den Zündvorgang auslösende Strom hat
andere Ursachen. Er wird durch den Verschiebungsstrom der Kapazität des sperrenden pn-überganges gebildet.
Die Erfindung ist unabhängig davon, in welcher Technik die Thyristoren hergestellt werden, also z.B. Planar-, Mesa-
oder einer sonstigen Technik, anwendbar.
5 Patentansprüche
7 Figuren
7 Figuren
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VPA 9/110/1051a . :
VPA 9/110/1051a . :
Claims (5)
1. Thyristor mit einem Halbleiterkörper mit mindestens
vier Zonen abwechselnden Leitfähigkeitstyps, von
denen die erste, der Emitter, mit einer Elektrode und die zweite, die Basis, mit einer Zündelektrode versehen ist und einem Hilfsemitter, der zwischen Emitter und Zündelektrode liegt und der elektrisch mit der Basis verbunden ist, dadurch gekennzeichnet , daß der Hilfsemitter (3) breiter als 1mm ist, und daß die Elektrode (4) des Emitters (2) an einer oder mehreren, vom Hilfsemitter (3) entfernt liegenden Stell'en elektrisch mit der Basis (7) verbunden ist.
denen die erste, der Emitter, mit einer Elektrode und die zweite, die Basis, mit einer Zündelektrode versehen ist und einem Hilfsemitter, der zwischen Emitter und Zündelektrode liegt und der elektrisch mit der Basis verbunden ist, dadurch gekennzeichnet , daß der Hilfsemitter (3) breiter als 1mm ist, und daß die Elektrode (4) des Emitters (2) an einer oder mehreren, vom Hilfsemitter (3) entfernt liegenden Stell'en elektrisch mit der Basis (7) verbunden ist.
2. Thyristor nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet
, daß der Hilfsemitter (3) 2 bis 10mm breit ist.
3. Thyristor nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
z e ich net, daß Hilfs- und Hauptthyristor so d-imensioniert
sind, daß beim Überschreiten der ITullkippspannung in Vorwärtsrichtung (über Kopf zünden) der Hilfsthyristor
zuerst z-ündet.
4. Thyristor nach einem der Ansprüche 1 bis 35 dadurch
gekenn ze i c h η e t , daß die Elektrode (4) des Emitters (2) auf einer vom Hilfsemitter abgekehrten
Seite elektrisch mit der Basis verbunden ist.
5. Thyristor nach einem der Ansprüche 1 bis 3>dadurch
gekennzeichnet , daß der Emitter (2) mit
Durchbrüchen (15) versehen ist, durch die die Basis (7) bis zur Elektrode (4) des Emitters hindurchgreift.
YPA 9/110/1051 a
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Leerseite
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) |