DE2137151C3 - Verfahren zur Herstellung von Synthesegas - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SynthesegasInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Synthesegas durch Partialoxydation
flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas in Gegenwart von Wasserdampf
in der Reaktionszone eines nichtkatalytischen Gasgenerators.
Die Erzeugung von CO und H2 oder Synthesegas
durch nicht-katalytische Reaktion flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff oder sauerstoffangereicherter
Luft in Gegenwart von Dampf oder CO2 ist bekannt. Die Partialoxydation flüssiger Kohlenwasserstoffe,
hauptsächlich schwerer Heizöle, ist ein wirtschaftlich wichtiges Verfahren für die Produktion von
Synthesegas in großen Mengen. Hierbei reagiert bekanntlich der Kohlenwasserstoff mit sauerstoffhaltigem
Gas in einer geschlossenen, packungsfreien, dichten Reaktionszone in Abwesenheit eines Katalysators
bei einer Temperatur von 1253 bis 1923 K, vorzugweise von 1473 bis 1813 K. Bei Verwendung
von Kohlenwasserstoffölen als Ausgängsmäteriäl füf das Verfahren wird ein Moderator, beispielsweise
Wasserdampf oder CO2, zur Steuerung der Temperatur in der Reaktionszone innerhalb eines gegebenen
Temperaturbereiches eingesetzt. Das Kohlenwasserstofföl wird gewöhnlich vorgewärmt und kann teilweise
oder vollständig verdampft und mit dem Wasserdampf vermischt oder in diesem verteilt werden.
Solche Öl/Dampf-Mischungen oder -Dispersionen
werden gewöhnlich auf eine Temperatur von 473 bis 563 K, im allgemeinen auf eine Temperatur von mindestens 588 K, vorgewärmt, während der Sauerstoff
bzw, das sauerstoffhalöge Gas gewöhnlich nicht vorgewärmt
wird. Die Reaktionszone weist gewöhnlich einen Druck auf, der oberhalb von etwa 7,0 bar, z, B.
im Bereich von 41 bis 69 bar, bei jüngeren Verfahren auch im Bereich bis zu etwa 173 bis 206 .bar liegt,
Der Produktgassirom besteht in erster Linie aus CO und H2 und enthält relativ kleine Anteile CO2, Methan
und mitgerissenen Kohlenstoff,
Um eine maximale Ausnutzung des eingesetzten Sauerstoffs zu erreichen, ist es allgemein erwünscht,
die Partialoxydation in der Weise zu steuern, daß das den Gasgenerator verlassende Produktgas etwa 0,5
bis 2% freien Kohlenstoff enthält. Dieser im Synthesegasstrom mitgeführte Kohlenstoff kann durch Auswaschen
des Gasstroms mit Wasser in einer geeigneten Gas-Flüssigkeit-Kontaktanlage, beispielsweise in
einem Sprühturm, einer Anlage mit Austauschboden oder einer gepackten Kolonne, wirksam entfernt werden.
Das Auswaschen des Gasstromes mit Wasser ist z. B. aus US-PS 2914418 oder US-PS 3097081 bekannt.
Dabei bildet sich eine Aufschlämmung von Kohlenstoff in Wasser, welche flüssig und bis zu einer
Konzentration vo&3 Gew.-% Kohlenstoff in der Aufschlämmung
pumpbar ist. Die nutzbringende Verwendung der Aufschlämmung ist ein schwieriges Problem,
zu dessen Lösung bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden sind. Häufig erfolgt die
Entfernung des Kohlenstoffs aus der wäßrigen Aufschlämmung durch Behandlung mit öl, wobei sich
eine Aufschlämmung von Kohlenstoff in öl bildet, welche als Brennstoff für den Synthesegasgenerator
oder für andere Zwecke verwendet werden kann. Geeignete Verfahren zur Kohlenstoffrückgewinnung aus
der wäßrigen Aufschlämmung sind bekannt. Sie sind beispielsweise in US-PS 2999741 und US-PS
■to 2992906 ausführlich beschrieben worden.
Eine effektive Übertragung des Kohlenstoffs aus der wäßrigen Aufschlämmung in ein Kohlenwasserstofföl
stößt wegen der erforderlichen aufwendigen technischen Einrichtungen auf große Schwierigkeiten.
4$ Ein solches Verfahren ist daher kaum geeignet, den
wirtschaftlichen Anforderungen an eine moderne großtechnische Anlage gerecht zu werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es dahei, ein verbessertes Verfahren zur Entfernung des im un-
vi gereinigten Synthesegas enthaltenen freien Kohlenstoffs
zu schaffen.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung von Synthesegas durch
Partialoxydation flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas in Gegenwart
von Wasserdampf in der Reaktionszone eines nichtkatalytischeri Gasgenerators bei Temperatur im
Bereich von 1253 bis 1923 K gelöst werden kann. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das
bo aus der Reaktionszone ausströmende Produktgas auf
eine Temperatur von 473-563 K und oberhalb des Taupunktes des im Produktgas enthaltenen Wasserdampfes
abgekühlt und das abgekühlte Produktgas in innigen Kontakt mit flüssigem Kohlenwasserstoff bei
μ einer Temperatur oberhalb des Taupunktes des im
Produktgas enthaltenen Wasserdampfes gebracht und ggf. anschließend mit Wasser gewaschen wird. Dadurch
ist es möglich, die im Produktgasstrom mitge-
führten KohJertstoffpartilfel ohne Kondensation des
im Produktgas enthaltenen Wasserdampfes aus dem Produktgas zu entfernen.
Die Erfindung betrifft demnach ein verbessertes Verfahren zur Kohlenstoffentfernung aus Synthesegas,
wobei der Kohlenstoff direkt aus dem Gas in öl übertragen wird, Gegenfiber den bekannten Verfahren,
die über eine aufzubereitende wäßrige Kohlenstoffaufschlämmung
verlaufen, besitzt das erfindungsgemäße Verfahren den großen Vorteil, daß es die bisher übliche Anwendung von zwischengeschalteten
Verfahrensstufen mit leichten Destillatfraktionen, wie Benzin oder Schwerbenzin, als Kohlenstoffüberträger
überflüssig macht
Obgleich verschiedene flüssige Kohlenwasserstoffe als Ausgangsmaterialien zur Synthesegaserzeugung
geeignet sind, werden auf Grund wirtschaftlicher Überlegungen Kohlenwasserstofföle mit einer API-Dichte
kleiner als 10° bevorzugt. Schwere Heizöle, die zur Verwendung im erfindungsgemäßen Verfahren
geeignet sind, umfassen z. B. schwere Destillate, Rückstandsheizöl, Bunkerheizöl und flürsige Rückstände
aus verschiedenen Erdöldestillations- und Crackverfahren sowie ähnlicher Verfahren. Vorzugsweise
weist das flüssige Kohlenwasserstoff-Ausgangsmaterial für den Synthesegasgenerator einen anfänglichen
Siedepunkt von etwas oberhalb 473 K auf.
Der der Reaktionszone zuzuführende Sauerstoffanteil wird derart eingestellt, daß nahezu maximale
Ausbeuten an CO und H2 erhalten werden. So enthalten
beispielsweise die sauerstoffreichen Gasströme einen 95%igen Sauerstoff Überschuß pro Volumen.
Derartige Sauerstoffkonzentrationen sind ohne weiteres in kommerziellen Sauerstoffanlagen herstellbar.
Die die Gaserzeugungszone verlassenden Produktgase enthalten große Wärmemengen. Diese Wärme
kann vorteilhafterweise zur Umwandlung von Wasser in Dampf verwendet werden, indem der Heißgasstrom
durch einen geeigneten Wärmetauscher, z. B. einen Abhitzekessel, strömt.
Das Verfahren wird an Hand einer schematischen Abbildung, in der eine bevorzugte Ausfuhrungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt ist, weiter erläutert.
Der Kohlenwasserstoff-BrenEntoff wird durch die
Leitung (7) in den Brenner (8) des Synthesegasgenerators (9) eingeführt. In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält das durch die Leitung (7) strömende Kohle η wasserstoff -Ausgangsöl freien Koh- so
lenstoff. Gegebenenfalls wird Wasserdampf zusammen mit dem öl durch die Leitung (7) eingeführt.
Sauerstoff oder sauerstoffhaltiges Gas tritt in den Brenner (8) durch die Leitung (11) ein und kann
wahlweise mit Dampf vermischt sein. Das über Leitüng
(7) eintretende öl tritt flüssig durch das zentrale Rohr des Brenners (8) und strömt, mit Sauerstoff aus
Leitung (11) vermischt, axial in den oberen Teil der Reaktionszone (10) des Gasgenerators (9). Details
der Konstruktion eines Brenners, der als Brenner (8) für das Verfahren geeignet ist, sind in den US-PSen
2928459 und 2928460 beschrieben.
Der Synthesegasgenerator (9) besteht aus einem zylindrischen Druckreaktor (12) mit einer feuerfesten
und hitzebeständigen Ummantelung (13), die eine zy- es
lindrische, widerstandsfähige, leere Reaktionskammer (10) umschließt. Die Reaktionsmischung aus öl,
Kohlenstoff, Dampf und Sauerstoff tritt durch Eingang (14) axial in den oberen Bereich der Reaktionskammer (10) ein. Hier reagiert die Mischung bei einer
bei den gegebenen Reaktionsbedmgungen sich einstellenden
Temperatur im Bereich von 980 bis 1650° C, wobei sich Synthesegas bildet, das aus CO,
H2 und geringen Anteilen CO2, inerten Atmosphärengasen
und festem Kohlenstoff besteht. Die Reakti
onsprodukte verlassen den unteren Teil der Reaktionszone (10) durch einen Ausgang (15) und strömen
durch das Verbindungsstück (16) und die Transportleitung (17), die mit einer geeigneten feuerfesten und
hitzebeständigen Ummantelung (18) ausgekleidet sind, zum Abhitzekessel (32).
Die relativen Anteile von öl, Wasserdampf und
Sauerstoff werden sorgfältig eingestellt, um eine im wesentlichen vollständige Umwandlung des im Kohlenwasserstofföl
vorhandenen Kohlenstoffs im CO zu erzielen und eine den Reaktionsbedingungen entsprechende
(autogene) Reaktionstemperatur im Bereich von 1253 bis 1923 K, vorzugsweise im Temperaturbereich
von 1473 bis 1813 K, 'aufrechtzuerhalten. Etwa 1-5 % des im Ausgangsmateriai enthaltenen und
durch die Leitung (7) herangeführten Kohlenstoffs findet sich als freier Kohlenstoff im Produktgas wieder.
Weiter sind kleine Anteile CO2, z. B. 5-7 Mol-%,
bezogen auf das trockene Produktgas, im Synthesegasprodukt enthalten. Gewöhnlich werden 90—92%
des im Kohlenwasserstoff-Ausgangsmaterial enthaltenen Kohlenstoffs direkt in CO umgewandelt.
Die in den Abhitzekessel (32) gelangenden heißen Produktgase werden hier erfindungsgemäß durch indirekten
Wärmetausch mit Wasser auf eine Temperatur oberhalb des Taupunktes, z. B. auf eine Temperatur
im Bereich von 473 bis 563 K, abgekühlt. Hierbei bildet sich Hochdruckdampf, der in den Dampfsammler
(33) strömt und von dort einer weiteren Verwendung im Verfahren selbst oder außerhalb zugeführt
werden kann. Die den Abhitzekessel (32) durchströmenden Gase führen Kohlenstoffteilchen mil sich, die
bei der Synthesegaserzeugung gebildet wurden.
Das abgekühlte Produktgas verläßt den Abhitzekessel (32) und gelangt durch die Transportleitung
(38) in eine Gas-Flüssigkeit-Kontaktanlage (39), in welcher öl durch die Leitung (41) und die Einspritzdüsen
(42) eingeblasen wird. Ein enger Kontakt zwischen dem aus der Transportleitung (38) kommenden
Produktgas und dem durch die Leitung (41) herangeführten öl wird in der Kontaktanlage (39), die vorzugsweise
die Form eines Venturi-Rohres aufweist, hergestellt. Die Kontaktanlage (39) kann aber auch
als Düse oder Lochplatte ausgebildet sein. Hier erfolgt eine Beschleunigung des Gasstroms, und das öl wird
in den beschleunigten Gasstrom durch die Venturi-Roiiröffnung
oder die öffnung der Lochplatte aus einer Vielzahl von Düsen (42), von denen zwei in der
Abbildung angegeben sind, eingeblasen. Venturi-Rohr und Lochplatte sind bekannte Vorrichtungen.
Das Waschen des Gasstroms mit einem flüssigen Kohlenwasserstoff erfolgt erfindungsgemäß bei einer
Temperatur oberhalb des Taupunktes des im Produktgas enthaltenen Wasserdampfes, z. B. bei einer
Temperatur im Bereich von 448 bis 773 K. Der Taupunkt des Wasserdampfes liegt unter den angewandten
Bedingungen im Bereich von 418 bis 473 K. Der verwendete flüscige Kohlenwasserstoff weist einen
anfänglichen Siedepunkt oberhalb 418 K, vorzugsweise oberhalb 473 K, bei Normaldruck auf. Im allgemeinen
eignet sich das Prozeßheizöl sehr gut zur Ent-
fernung des Kohlenstoffs aus dem Produktgasstrom.
Die Kohlenstoff/Öl-Mischung aus der Wäsche eignet sich zum Einsatz als Prozeßbrennstoff. Erfindungsgemäß
werden öleinspritzgeschwindigkeiten von 3,8 bis 38 I 01/28,3 m3 Gas, vorzugsweise von
7,5 bis 191 öl pro 28,3 m3 Gas angewendet.
Die sich in der Kontaktanlage (39) bildende Gas/ Öl-Mischung wird in den Separator (43) geleitet, in
welchem eine Trennung von gekühltem gereinigtem Produktgas und den Kohlenstoff enthaltendem (51 erfolgt.
Der Separator (43) befindet sich im oberen Teil eines geeigneten Reaktors vom Zyklontyp, wobei das
gereinigte Gas zentrisch und axial aus- und in die Leitung (44) eingebracht wird. Kohlenwasserstofföl, welches
als Ausgangsmaterial für den Synthesegasgenerator geeignet ist, wird in den Separator (43) durch
die Leitung (45) und die Pumpe (46) eingegeben. Das öl passiert den Erhitzer (47), weicher in geeigneter
Weise mit dem Ventil (48), welches durch die Flüssigkeitsstandkontrolle (49) gesteuert wird, verbunden
ist, und tritt in den unteren Teil des Separators (43) ein, wo eine Vermischung mit dem kohlenstoffhaltigen,
vom Produktgasstrom abgetrennten öl erfolgt.
Die Kohlenstoff/Öl-Aufschlämmung wird aus dem
Separator (43) abgezogen, wobei ein Teil desselben mit Hilfe der Pumpe (51) und durch die Leitung (41)
zu den Einspritzdüsen (42) geführt wird. Der verbleibende Teil der Kohlenstoff/Öl-Aufschlämmung wird
aus dem Separator (43) über die Pumpe (52), welche in geeigneter Weise durch das Ventil (53) gesteuert
wird, das der Überwachung durch die Strömungsgeschwindigkeitskontrolle (54) unterliegt, entfernt und
als neues Ausgangsmaterial für den Synthesegasgenerator durch die Leitung (55) in die Leitung (7) gepumpt.
Das kohlenstoffhaltige öl aus dem Separator (43) kann das gesamte oder ein Teil des Ausgangsmaterials
sein. Falls benötigt, kann ölausgangsmaterial durch den Erhitzer (47) und die Leitung (56) auf die
Pumpe (52) geführt werden, was vom Ventil (57) gesteuert wird. Kohlenstoff-Öl-Aufschlämmung kann
über I.p.itnnp (58Ϊ mit dpm Twisrhpnopcrhaltpten
Kontrollventil (59) zur Verwendung als Brennstoff abgezogen werden.
Gemäß einer Ausführungsform passiert das abgekühlte und gereinigte, aus dem Separator (43) durch
die Leitung (44) abgeführte Produktgas eine Gas-Flüssigkeits-Kontaktanlage (60), in welcher Wasser
durch die Leitung (61) und die Einspritzdüsen (62) eingespritzt wird. In der Kontaktanlage (60) erfolgt
eine innige Berührung des aus der Leitung (44) kommenden Produktgases, welches wenig öldampf und
Kohlenstoffteilchen aus dem Separator (43) mit sich führt, mit dem durch die Leitung (61) eingeführten
Wassers. Die Kontaktanlage (60) stellt in geeigneter Weise ein Venturi-Rohr oder eine Lochplatte dar,
ähnlich wie die Kontaktanlage (39). In (60) erfolgt eine Beschleunigung des Gasstroms und das Wassereinspritzen
in den beschleunigten Gasstrom an der Öffnung des Venturi-Rohres oder der Lochplatte
durch eine Vielzahl von Düsen (62), von denen zwei in der Zeichnung wiedergegeben sind.
Die in der Kontaktanlage (60) gebildete Gas-Wasser-Mischung
fließt in den Separator (63), in welchem eine Abtrennung des abgekühlten, gereinigten Produktgases vom Wasser, welches Restöl und aus dem
Produktgasstrom entfernten Kohlenstoff enthält, erfolgt. Der Separator (63) kann in geeigneter Weise
ein Turm mit einem Packungsteil (64), oberhalb des aus der Kontaktanlage (60) kommenden Gaseintritts
angeordnet, sein. Wasser wird vom unteren Teil des Separators (63) in die Kontaktanlage (60) mit der
Pumpe (65) gepumpt. Frischwasser, ζ. Β. Kondensat aus der Anlage, wird dem Turm (63) durch die Leitung
(66) und der Pumpe (67) zugeführt, wobei die Zuführung in geeigneter Weise durch die Strömungsgeschwindigkeitskontrolle
(68) geregelt wird. Das Wasser mit öl und aus dem Produktgasstrom herrühren-
dem Kohlenstoff sammelt sich im unteren Bereich des Separators (63) und wird aus diesem durch die Leitung
(69) und über das Ventil (70), welches über die Flüssigkeitsstandkontrolle (71) gesteuert wird, entfernt.
Das Wasser aus dem Separator (63) kann der Anlage
durch die Leitung (72) und das Kontroll ventil (73) entnommen oder kann nach Passieren der Pumpe (74)
durch die Leitung (75) in den Erhitzer (76) zur Erzeugung von Dampf für den Synihesegasgeneraiur geführt
werden.
Vorzugsweise ist die Temperatur im Wasserwaschschritt im Einklang mit einer wirksamen Entfernung
des öldampfes aus dem Gasstrom so hoch wie möglich gewählt. Der Wasserwaschtemperaturbereich kann
310-533 K, vorzugsweise 418-503 K. sein. Im allgemeinen
ist es erwünscht, den Wasserwaschschritt bei einer Temperatur von etwa 583 K unterhalb der ÖI-waschtc.iiperatur
zu führen. Das Wasserverhältnis liegt bei der Wäsche im Bereich von 0,134-1,34 Liter
Wasser/m3 Produktgas.
Der Erhitzer (76), verwendbar ist ein Einrohrdampfkessel, wandelt das Wasser in Prozeßdampf um.
Der aus dem Erhitzer (76) durch die Leitung (77) strömende Dampf wird, wie benötigt, entweder in die
Sauerstoff zuführleitung (11) oder die ölzufuhrleitung
(7) über die Regelventile (78) und (79) geführt. Ein Teil oder aller benötigter Dampf für die Synthesegaserzeugung
kann aus dem Separator (63) entnommenem Wasser stammen oder es kann ein Teil oder
der gesamte Dampf aus dem durch die Leitung (81) mit der Pumpe (82) zugeführten Frischwasser entstammen.
Falls es gewünscht wird, dem Synthesepasgenerator den Dampf vermischt mit dem Öl durch die
Leitung (7) zuzuführen, wird der Dampf vorteilhafterweise aus dem ölhaltigen Wasser entstammend dem
Separator (63) erzeugt. Falls der Dampf über die Sauerstoffzufuhrleitung eingebracht wird, sollten
keine öldämpfe vorhanden sein. Dann ist eine Dampferzeugung aus dem durch die Leitung (81) zugeführten
Frischwasser vorzuziehen.
Prozeßheizöl mit einer API-Dichte von 8,8 ° wurde auf 386 K vorgewärmt und in eine 0,052 m3 große
Reaktionszone in einem Strömungssynthesegasgenerator mit einer Geschwindigkeit von 207,5 kg (205,6
Liter)/Stunde eingegeben. 99,7 VoI-% reiner Sauerstoffwurde
auf 477 K vorgewärmt und mit einer Geschwindigkeit von 139,8 Nm3/Stunde in Mischung mit
97,9 kg/Stunde Prozeßdampf der Temperatur von
bo 762 K in die Reaktionszone geführt. Die sich einstellende
Mischung von Öl, Dampf und Sauerstoff reagiert im Generator bei gegebenen Bedingungen sich
einstellenden Temperaturen im Bereich von 1472-1643 K und einem Druck bei 86,6 bar.
b5 Das aus der Reaktionszone mit 1473 K und einer
Geschwindigkeit von 571,5 NmVStunde austretende Gas hatte folgende Zusammensetzung (VoI-% oder
Mol-%, auf Trockengas bezogen):
CO 45,27
H2 45,05
CO2 6,36
Methan 0,79
N2 0,33
H2S 0,14
Ar 0,06
C (%C in Heizöl) 1,63
Das Rohproduktgas aus dem Generator enthielt 6,88 Mol-% Wasserdampf (36,5 kg/Stunde). Das
Produktgas hatte eine Taupunkttemperatur von 437,8 K und enthielt 2,95 kg/Stunde freien Kohlenstoff
als Nebenprodukt.
Das Produktgas aus dem Synthesegasgenerator wurde auf 533 K durch indirekten Wärmetausch in
einem Abhitzkessel gekühlt und sodann in einem Vcnturi-Koniaktrohr und -Separator mit einem 8,8°
API-Dichte-Heizöl, welches auch als Prozeßbrennstoff verwendet wurde, in Kontakt gebracht. Durch
den direkten Kontakt mit dem öl kühlte das Produktgas auf etwa 516 K ab, und das öl entfernte aus dem
Gasstrom Ruß. Das öl wurde mit einer Geschwindigkeit
von 7,95 Liter 01/28,3 m3 Trockengas oder
23,45 kg/Stunde in das Venturi-Kontaktrohr und -Separator gegeben. Das mit Kohlenstoff beladene 01,
enthaltend 1,42 Gew.-% C, wurde mit der gleichen
Geschwindigkeit aus der Quenchanlage abgezogen. Der nicht umgesetzte Kohlenstoff im Produktgas betrug
1,63 Gew.-% des im Ausgangsmaterial enthaltenen Kohlenstoffs.
Ein wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens beim Betreiben eines Synthesegasgenerators
besteht darin, daß, da der Kohlenstoff aus dem Produktgasstrom durch Waschen mit einem Kohlenwasserstofföl
entfernt wird, die Notwendigkeit aus dem
i> Quenchwasser nach herkömmlichen Synthesegaserzeugungsverfahren
auszuführenden Kohlenstoffwiedergewinnung ausgeschlossen wird. Das vorliegende Verfahren bsnötint keine °rößcre ^sh! vr>r\ Wärmetauschern
und Trennreaktoren mehr und macht Ge-
-"' brauch von einem Abhitzkessel, der die im heißen
Synthesegas enthaltene Wärme direkt zu Hochdruckdampfherstellung benutzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Synthesegas
durch Partialoxydation flüssiger Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen
Gas in Gegenwart von Wasserdampf in der Reaktionszone eines nicht katalytischer! Gasgenerators
bei einer Temperatur im Bereich von 1253 bis 1923 K unter gleichzeitiger Herstellung freien
Kohlenstoffs, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der Reaktionszone ausströmende Produktgas
auf eine Temperatur von 473—563 K und oberhalb des Taupunktes des im Produktgas enthaltenen
Wasserdampfes abgekühlt und das abgekühlte Produktgas in innigen Kontakt mit flüssigem
Kohlenwasserstoff bei einer Temperatur oberhalb des Taupunktes des im Produktgas enthaltenen
Wasserdampfes gebracht und ggf. anschließend mit Wasser gewaschen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem abgekühlten Produktgas
in innigen Kontakt gebrachte flüssige Kohlenwasserstoff einen anfänglichen Siedepunkt
oberhalb 418 K bei Normaldruck aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Produktgas nach der Behandlung
mit flüssigen Kohlenwasserstoffen mit Wasser in einer Menge von etwa 0,134—1,34 1 pro
m3 ausströmenden Produktgases bei einer Temperatur zwischen 310 und 533 K gewaschen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712137151 DE2137151C3 (de) | 1971-07-24 | 1971-07-24 | Verfahren zur Herstellung von Synthesegas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712137151 DE2137151C3 (de) | 1971-07-24 | 1971-07-24 | Verfahren zur Herstellung von Synthesegas |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2137151A1 DE2137151A1 (de) | 1973-02-01 |
| DE2137151B2 DE2137151B2 (de) | 1979-11-08 |
| DE2137151C3 true DE2137151C3 (de) | 1980-07-31 |
Family
ID=5814749
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712137151 Expired DE2137151C3 (de) | 1971-07-24 | 1971-07-24 | Verfahren zur Herstellung von Synthesegas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2137151C3 (de) |
-
1971
- 1971-07-24 DE DE19712137151 patent/DE2137151C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2137151A1 (de) | 1973-02-01 |
| DE2137151B2 (de) | 1979-11-08 |
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