DE2129290B2 - Vorrichtung zum Messen des Full Standes von Hochofen - Google Patents
Vorrichtung zum Messen des Full Standes von HochofenInfo
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Description
b) die Antennen sind als Hohlrohr-Trichterantennen
aus Edelstahl ausgebildet;
Die Qualität und die Quantität des pro Zeiteinheit 4° c) die einige GHz betragende Sendefrequenz ist
in Hochöfen hergestellten Eisens ist von der Höhe frequenzmoduliert und wird mit der Frequenz
des Füllstandes abhängig. Aus diesem Grunde ist man des von der Oberfläche der Hochofenfüllung
bestrebt, die Füllstandshöhe während des Betriebes reflektierten Echos zur Bildung der Differenzgenau überwachen zu können. Bisher hat man die frequenz überlagert;
Füllstandshöhe mittels mechanischer Vorrichtungen 45 dje . Kippstufe konstanter Tastdauer angemessen.
Bei diesen Messungen wurden in kurzen steuernde Wiederholungsfrequenz ist über eine
Ze.tabstanden in der Regel an drei verschiedenen Regelschleife derart veränderbar, daß die Diffe-Stellen
Ketten oder Sonden in den Hochofen herab- ^frequenz zu 0 wird und das von der Füllgelassen,
bis daß d,e Kette bzw Sonde Kontakt mit standshöhe abhängige Tastverhältnis als Anzeige
der Oberflache des Füllgutes bekam. Die herabge- 50 dj t
lassene Länge der Kette bzw. der Sonde war das
Maß für die Füllstandshöhe. Die Vorrichtung benötigt im Prinzip nur je eine
lassene Länge der Kette bzw. der Sonde war das
Maß für die Füllstandshöhe. Die Vorrichtung benötigt im Prinzip nur je eine
Die Messungen mit mechanischen Geräten war aber Sende- und Empfangsantenne. Da mit einem Antennenumständlich und störanfällig. Man war deshalb paar aber immer nur ein kleiner Ausschnitt der Füllbestrebt,
berührungslos die Füllstandshöhe zu be- 55 gutoberfläche zur Abstandsmessung angepeilt wird,
stimmen. Versuche mit optischen, akustischen und der Füllstand aber ungleichmäßig sein kann, ist es
elektronischen Reflektionsverfahren erwiesen sich zweckmäßig, mit mehreren Antennenpaaren den
wegen der besonderen Abmessungen des Hochofens Füllstand an mehreren verschiedenen Stellen der
und der besonderen Atmosphäre im Hochofen als Oberfläche zu messen und so das Profil der Beschickung
unbrauchbar. 60 zu bestimmen.
Bei einem bekannten Verfahren zur Messung des Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet in der
Füllstandes von Bunkern und Silos erfolgte die besonderen Atmosphäre im Hochofen kontaktfrei,
Messung nach dem Radarprinzip, bei dem die Lauf- verschlcißfrei und damit wartungsfrei. Sie liefert
zeit des Sendeimpulses von der Sendeantenne zur Meßergebnisse mit einer Meßgenauigkeit von min-
Füllgutoberfläche und zurück zur Empfangsantenne 65 destens ±0,25 m.
gemessen wurde. Diese Meßmethode mag befriede- Für die Messung der Differenzfrequenz ist ein
gende Ergebnisse in Bunkern und Silos mit einer Frequenzzähler vorgesehen. Vorzugsweise sind die
großen Tiefe von über 75 m bringen, da ein Meß- Hohlrohr-Trichterantennen wassergekühlt, und ihre
3 4
Oberflächen werden durch Spülen mit Inertgas von schaltung GD würde dann einen Richtstrom liefern,
Staubablagerungen gereinigt. der unmittelbar auf ein Drehspulinstrument D ge-
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungs- geben werden kann, auf dessen Skala der Höhenabbeispiel
näher erläutert. Es zeigt stand direkt z. B. in Dezimetern aufgetragen werden
F i g. 1 ein Prinzipblockschaltbild, 5 kann.
F i g. 2 ein Frequenzdiagramm, Die aus der Frequenzmessung abgeleitete Hohen-
F i g, 3 einen Teilquerschnitt der Hochofenwandung anzeige ist mit einem systematischen Fehler behaftet,
mit der Senderantenne, den man Step-Effekt nennt und dessen Entstehung
F i g. 4 den konstruktiven Aufbau einer Antenne. daher rührt, daß die Differenzfrequenz /d nicht als
Bei dem verwendeten Radar-Höhenmesser erfolgt io reine Spektrallinie vorhanden ist, sondern sich aus
die Messung des Hochofen-Pegelabstandes durch einzelnen nicht kohärenten Kurvenstücken der Lange
Frequenzmodulation des Senders T, dessen Frequenz Tp zusammensetzt. Da die von einem Frequenzzahler
direkt mit der des vom Pegel der Hochofenfüllung während der Periode Tp aufaddierten Nulldurchgange
reflektierten Echos im Empfänger R in der Misch- der Frequenz fD nur ganzzahlig sein können, wird ein
stufe M überlagert wird. Der Funk-Höhenmesser ist 15 linearer Höhenanstieg oder -abfall nur quantisiert
vollständig in Festkörpertechnik ausgeführt. Die angezeigt.
Sendeantenne TA und die Empfangsantenne RA wer- Löst man Gleichung (5) nach der Höhe auf, dann
den unmittelbar in der Wandung des Hochofens in ergibt sich
gleicher Höhe montiert. Der Abstand zwischen den . _ fo' c· Tp^ „■.
Antennen soll einen bestimmten Mindestwert betra- 20 ' ~~ ~? · Af
gen, um die notwendige Entkopplung zu gewährleisten. Die auf den mit Sch angedeuteten Schüttgut- Zählt man während Tp nur einen Nulldurchgang
pegel abgestrahlte Leistung wird durch Verachi- als kleinste Einheit, dann erhält man als Höhenfehler:
fachung einer Oszillator-Frequenz von etwa 500 MHz
mittels einer Step-Recovery-Diode im Vervielfacher V 25 Ah = · ü)
gewonnen. Die Höchstfrequenz beträgt also etwa 2Af 4 GHz und der Hub etwa 120 MHz.
Um die besondere Art dieses Radar-Höhenmessers Aus (7) ist ersichtlich, daß ein möglichst großer
aufzuzeigen, soll kurz das technische Prinzip an Hand Frequenzhub Af angestrebt werden muß, um den
von F i g. 2 umrissen werden. Die Ausgangs- 30 Step-Effekt klein zu halten. Im vorliegenden Fall
frequenz/0, die mit der dargestellten Sägezahnspan- erhält man
nung moduliert wird und einen Frequenzhub von Af _ 3 · 108 [ml ^, ^ oq m
verursacht. 2 -^23 · 10 ~ '"
Die Sendefrequenz ft verläuft also nach der Gleichung 35 Stark vermindert wird dieser Fehler durch Aus-
ft = /0 + st (1) mittelung, indem man über viele Perioden beobachtet,
wobei Der Radar-Höhenmesser nach F i g. 1 zählt nun
Af nicht die Differenzfrequenz, sondern ändert die Wieder-
s - ~ψ~ (2) holungsfrequenz über eine Regelschleife C derart,
v 40 daß /d praktisch zu Null gemacht wird. Eine von der
die Frequenzzunahme pro Zeiteinheit bedeutet, oder, jetzt variablen Wiederholungsfrequenz angestoßene
da die modulierende Spannung linear ansteigt, Fre- Kippstufe K konstanter Tastdauer liefert ein von der
quenzhub durch Periodendauer. Höhe abhängiges Tastverhältnis, das zur Anzeige
Die Empfangsfrequenz/ hat die Entfernung zum bei A gebracht wird. Durch den Integralregler wird
Boden zweimal durchlaufen und somit eine Zeit- 45 praktisch die Ausmittelung des Step-Effektes bewirkt,
verzögerung vom Augenblick der Abstrahlung bis wodurch sich der Höhenfehler erheblich vermindert,
zum Wiederempfang von Bei der einen Teilquerschnitt eines Hochofens
2h zeigenden F i g. 3 bedeutet W die Wandung des
At = — (3) Hochofens, in die die Sendeantenne TA montiert ist.
c 50 Die Empfängerantenne RA wird auf gleicher Höhe um
(c = Lichtgeschwindigkeit) erlitten. 30° versetzt angebracht. Da immer nur ein kleiner
Die Differenzfrequenz, resultierend aus der Über- Ausschnitt der Pegeloberfläche Sch zur Abstandslagerung
von Sender- und Empfänger-Frequenz, be- messung angestrahlt wild, die Oberfläche des Schüttträgt
demnach gutes relativ ungleichmäßig ist, empfiehlt es sich, mit fn _ λ __ f _ f ■ ., f „ο ΛΛ _ .. At,as 55 drei in gleicher Höhe in der Wandung des Hochofens
JD-Jt jt- Λ + st /ο nt - at) - 5 AtW angebraohten Antennenpaaren an drei verschiedenen
oder Stellen der Oberfläche zu messen und den Mittelwert
_ Af 2 Λ über die Oberfläche zu bilden. Die Antenne besteht
*D ~ ~ψ~ ' ~7" ' ' nach F i g. 4 aus einem Trichterstrahler St und der
'" c 60 durch die Wandung des Hochofens hindurchgeführten
Läßt man den Frequenzhub Af (123 MHz) und die Hohlrohrleitung H, die mit einem Flansch FLl zur
Periotiendauer Tv konstant, dann ist also die Höhe/; Befestigung an der Wandung des Hochofens verdirekt
proportional der Differenzfrequenz fo. sehen ist. Zur Weiterleitung der Höchstfrequenz an
Zur Messung der Frequenz fn werden im allge- Sender und Empfänger dient die mit einem Flansch
meinen die sinusförmigen Signale geclippt, wodurch 65 FLl angeschlossene Hohlrohrleitung HL. Die Angleichzeitig
starke Amplitudenschwankungen ausge- Schlüsse Al, Al dienen zur Zuführung der Kühlglichen
und Rechtecksignale gleicher Größe erzeugt flüssigkeit für die Antenne und den Stickstoff zur
werden. Ein Gleichrichter hinter einer Differenz- Reinigung der Antennenoberfläche.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Füllstandsmessung von von 12 m und einer durchschnittlichen Füllhöhe von
Hochöfen, bestehend aus einem Radarhöhenmesser 5 15 m ist diese Meßmethode aber nicht geeignet, weil
und im Hochofen montierten Sende- und Emp- die Toleranz von ±1 m im Verhältnis zur wesentlich
fangsantennen, gekennzeichnet durch geringeren Höhe des Hochofens zu groß ist.
die Kombination folgender Merkmale: Im Normalbetrieb ist der Hochofen bis auf etwa
λτ, ΛΛ, . j Tiur -j t 5 m unter der Schüttglocke gefüllt, und der Füllstand
a) ?■ π' SaundUng TT de r S Hoch°fens smd f* ic sou in einem Bereich ±0,5 m konstant gehalten wergleicher
Hohe am Umfang und gegeneinander Voraussetzungen erfüllt sein sollen, versetzt ein oder mehrere jeweils aus einer Abstandsmessung mit einer Toleranz von
Sendeantenne (TA) und einer Empfangsan- ™» vorgenOmmen werden können.
tenne (*Λ) bestehende Antennenpaare ange- ±^.£ beson 8 deren Schwierigkeiten bei der Füll-
°* ' i5 Standsmessung in Hochöfen ergeben sich jedoch aus
b) die Antennen sind als Hohlrohr-Trichter- den Betriebsbedingungen des Hochofens. Im Raum
antennen aus Edelstahl ausgebildet; oberhalb der Beschickung, in welchem die Messung
c) die einige GHz betragende Sendefrequenz ist durchgeführt werden muß, ist die Atmosphäre mit
frequenzmoduliert und wird mit der Fre- etwa 50% Eisenerzstaub und 30% Kohlenstaub
quenz des von der Oberfläche der Hochofen- »° angereichert, und die Oberflachentemperatur der
füllung reflektierten Echos zur Bildung der Beschickung betragt etwa 600 <-·
Differenzfrequenz überlagert· Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt,
Differenzfrequenz überlagert· Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt,
J Λ. . , eine Vorrichtung zur Füllstandsmessung ;n Hochöfen,
d) die eine Kippstufe konstanter Tastdauer an- bestehend aus einem Radarhöhenmesser und im Hochsteuernde
Wiederholungsfrequenz ist über a5 ofen montierten Sende- und Empfangsantennen, zu
eine Regelschleife derart veränderbar, daß schaffen die es gestattet, den Füllstand unter den
die Differenzfrequenz zu 0 wird und das von speziellen Hochofenbedingungen störungsfrei und
der Füllstandshöhe abhängige Tastverhältnis mit dner Meßgenauigkeit von ±0,25 m langzeitstabil
als Anzeige dient. zu messen
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- 30 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnet, daß für die Messung der Differenz- Kombination folgender Merkmale gelöst:
frequenz ein Frequenzzähler vorgesehen ist. a) In der WandUng des Hochofens sind auf gleicher
frequenz ein Frequenzzähler vorgesehen ist. a) In der WandUng des Hochofens sind auf gleicher
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch Höhe am Umfang und gegeneinander versetzt
gekennzeichnet, daß die Hohlrohr-Trichterantennen dn oder menrere jeweils aus einer Sendeanwassergekühlt
sind und ihre Oberflächen mit 35 tenne {TA) und einer Empfangsantenne (RA) be-Stickstoff
gespult werden. stehende Antennenpaare angeordnet;
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