DE2126325C3 - Vorrichtung zur Axialführung von zwei Prägewerkzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur Axialführung von zwei PrägewerkzeugenInfo
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Description
gezahnt sind und mit einer ebenfalls gezahnten, als 50 genannten Beispiele gefordert wird, erreicht wird,
Widerlager (12, 22) dienenden Rolle in Eingriff stehen und damit synchronisiert angetrieben sind.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Axialführung von zwei in Achsrichtung relativ zueinander in
einem Rahmen beweglich gelagerten, mit profilgebenden, austauschbaren Oberflächen ausgestatteten Prägewerkzeugen
an Prägewerken, Prägekalandern, Stechwalzwerken oder Kaliberwalzwerken, wobei die Prägewerkzeuge
je mit einer als Referenzebene dienenden Seitenfläche ausgestattet sind, die als Führungsfläche
wirkt und an einer Widerlagerfiäche bündig entlanggleitet.
Bei Prägekalandern oder Stechwalzwerken ist es wünschenswert, daß die Walzen, die an dem eigentlichen
Präeeprozeß formgebend beteiligt sind, völlig würde aus der notgedrungen vorhandenen Gleitpassung
für den Lagerschlitten allein bereits eine Deckungstoleranz resultieren, die um Zehnerpotenzen höher liegt als
die für die genannten Beispiele maximal zulässige. Es kommt hinzu, daß jede Einstellmöglichkeit naturgemäß
die Gefahr einer Fehleinstellung oder einer unbeabsichtigten Verstellung während des Betriebes beinhaltet.
Beide Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung prinzipiell.
Aus der GB-PS 12 29 817 ist bekannt, Kalanderwalzen
axial zu führen bzw. zu positionieren, indem man schrägverzahnte, paarig angeordnete Zahnräder zum
Antrieb der Walzen verwendet und die im Eingriff stehenden Walzen wechselweise mit Nuten bzw. Federn
ausrüste».
Abgesehen davon, daß die als Führungsmittel verwendeten Federn und Nuten eine Gleitpassung
erfordern, die mindestens in der Größe der Gleitpas-
sung für die Lagerschlitten nach der DT-OS 20 18 488
liegt, gehen bei der Vorrichtung nach der GB-PS
12 29 817 weitere Toleranzen, nämlich die Fertigungsund Montagetoleranzen für die Walzen sowie für die
Walzenführung selbst, ein.
Allein die Tatsache, daß das zwischen Nut und Feder der Walzenführung vorhandene, ursprünglich schon
unzulässig große Führungsspiel infolge Abriebs sich fortlaufend weiter vergrößert, zeigt die Unzulänglichkeit
der Vorrichtung für die Zwecke der vorliegenden Erfindung.
Weiter ist aus der GB-PS 6 65 186 eine Führung von
Kalanderwalzen bekannt, bei der die Kalanderwalzen axial-schwimmend gelagert sind, wobei diese axialschwimmenden Radial-Lager beidseitig von zwei
Drucklagern gegeneinander verspannt und somit positioniert werden.
Aus dieser Druckschrift ist zwar zu erke.inen, daß bei
Walzwerken mit walzenförmigen Werkzeugen diese je mit einer als Referenzebene dienenden Seitenfläche
ausgestattet sind, welche als Führungsfläche wirkt, wobei die Widerlagerfläche zugleich auf beide Walzwerkzeuge einwirkt und sich ihrerseits an feststehenden
Teilen abstützt und wobei die Walzwerkzeuge auf die Widerlagerfläche offensichtlich vorgespannt sind, je- 2S
doch befinden sich bei dieser bekannten Vorrichtung die ' Referenzebenen an den Achsstummeln der Walzwerkzeuge,
und es sind zwischen die Referenzebenen und die zugehörigen Widerlagerflächen Distanzglieder oder
Drucklager eingeschaltet, so daß sich eine Reihe von ,0
Toleranzen überlagern.
Abgesehen davon, daß eine derartige Anordnung relativ aufwendig ist, kann sie für die Zwecke der
vorliegenden Erfindung aus folgenden Gründen nicht verwendet werden:
- Die Anordnung ist für fliegend gelagerte Kalander- " walzen - wie sie z. B. in F i g. 4 dargestellt sind - nicht
brauchbar, weil die Drucklager naturgemäß keine axialen Zugkräfte übertragen können.
. Die Anordnung kann bei nichtrotierenden Prägewerkzeugen, wie sie nach der Erfindung vorgesehen
sind, aus ähnlichen Gründen nicht verwendet werden.
- Es ist praktisch unmöglich, die Kalanderwalzen im ausgebauten Zustand mit neuen Profilen zu versehen
und anschließend im eingebauten Zustand die vorher vorhandene, paarweise Deckungsgleichheit wieder zu
gewährleisten, da die Referenz- bzw. Widerlagerflächen nicht an den Walzenkörpern selbst, sondern an den
Achsstummeln angreifen.
Schließlich ist aus der DT-OS 19 22 786 eine Vorrichtung bekannt, bei der nichtrotierende Druckwerkzeuge
in der Form von feststehenden Walzen bzw. Kufen oder gewölbten Stempeln zum Verpressen von
Schichtwerkstoffen benutzt werden. Das zugehörige Verfahren kommt aber offenbar ohne nennenswerte
Präzision aus. Daher wird das Problem der genauen Führung der Druckwerkzeuge nicht angesprochen.
Der vorstehend diskutierte Stand der Technik muß als repräsentativ für die konventionellen, einschlägigen
Maschinen und Apparate angesehen werden. Bei der Entwicklung der erfindungsgemäßen Vorrichtung war
es erforderlich, in bezug auf die geforderte Präzision in neue Größenordnungen der Maßhaltigkeit vorzustoßen,
denn es erwies sich als unmöglich, mit konventionellen Maßnahmen die Forderungen nach erhöhter fi5
Präzision zu erfüllen.
Produkte, wie eingangs beschrieben, erfordern Walzwerke, Rollen, Räder oder auch Kufen, deren
Mantel die eigentlichen Prägewerkzeuge sind, welche leicht auszuwechseln sein müssen. Es wäre unerschwinglich
teuer und von der erforderlichen Rüstzeit her nicht vertretbar, wollte man bei jedem neuen Kabeltyp z. B.
einen kompletten Walzensatz, einschließlich Lager, austauschen.
Es kommt hinzu, daß zahlreiche Walzenmantel im Laufe der Zeit angefertigt werden müssen, um für jeden
speziellen Kabeltyp aufgrund von vorausberechneten Daten die passenden Prägewerkzeuge zu haben. Solche
Walzenmantel werden in der Regel auf Präzisionsdrehbänken dem Kabelprofil entsprechend profiliert und auf
Walzenkerne montiert
Ganze Kalanderwalzen, wie sie gemäß GB-PS 6 65 186 mit ihren Drucklagern vorgeschlagen sind,
können allein wegen ihrer Ausmaße nicht mehr mit der erforderlichen Präzision profiliert werden.
Die Vorrichtungen nach dem Stand der Technik lassen es nicht zu, die axiale Ungenauigkeit eines
Kalanders restlos zu eliminieren, weil einerseits die Toleranzen bei der Herstellung und Montage der als
Prägewerkzeuge ausgebildeten Walzenmantel weit größer sind als die theoretisch zulässigen Werte und
weil andererseits eine häufig erforderliche Walzenbeheizung ein bestimmtes axiales Lagerspiel sogar
zwingend erfordert.
Aus dieser Zwangslage ist z.T. zu erklären, daß Produkte, wie vorstehend genannt, bislang nur mit
erheblichen Schwierigkeiten und entsprechend hohen Ausschußquoten erzeugt werden konnten.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß sie mil einfachen mechanischen Mitteln den ungewöhnlich liohen Anforderungen an die
Maßhaltigkeit der Prägewerkzeuge gegeneinander in axialer Richtung genügen, wobei die Maßhaltigkeit auch
noch nach einem Auswechseln der profilgebenden Mäntel der Prägewerkzeuge gewährleistet bleiben soll.
Außerdem sollen alle Toleranzen, die sich aus der Montage, den Wärmeausdehnungen, der Abnutzung
von Laufflächen, den Fertigungstoleranzen der Walzenkerne, der Lagerzapfen und der Lager ergeben,
eliminiert werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Referenzebenen auf den Prägewerkzeug-Körpern
selbst und im unmittelbaren Spaltbereich derselben angeordnet sind, daß die Widerlagerfläche zugleich auf
beide Prägewerkzeuge einwirkt und sich ihrerseits an feststehenden Teilen abstützt und daß die Prägewerkzeuge
je für sich in Richtung auf die Widerlagerfläche federnd vorgespannt sind und ihre Lager in Richtung
dieser Vorspannung ein Spiel aufweisen.
Es ist leicht einzusehen, daß bei dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung die Prägewerkzeuge als profiltragende
Walzenmantel ausgebildet sein können und in herkömmlicher Weise (z. B. mittels Federkonus) auf die
zugehörigen Walzenkerne, welche fliegend gelagert sein mögen, nachgiebig aufgespannt werden können. Da
die profiltragenden Walzenmäntel erfindungsgemäß auch die Referenzebene aufweisen, wobei alle Profile
auf diese maßlich bezogen sind, und da weiter die Referenzebenen von gepaarten Prägewerkzeugen an
einem gemeinsamen Widerlager abrollen oder anliegen, können sich weder Schlagfehler, noch Monlagetoleranzen,
noch Fertigungstoleranzen der übrigen Kalanderteile, nicht einmal hohe Wärmedehnungen, auf die
Relativlage der Walzenprofile auswirken.
Ferner ist von Vorteil, daß die l.ape der Werk7eiii?e
bzw. ihrer Profile zueinander eine Relativlage, bezogen auf ihre Referenzebene und die gemeinsame Widerlagerfläche,
ist, so daß beliebige Einflüsse, wie Temperaturerhöhungen oder Wälzlagerspiele, ohne
Einfluß auf die Paßgenauigkeit paariger Profile bleiben.
Sodann ergeben sich Vorteile dadurch, daß 'die axial-schwimmend gelagerten Gleitlager der Werkzeugträger,
die in der Regel nur schleichende Bewegungen ausführen, zweckmäßig mit Gleitwerkstoffen
ausgelegt sind, deren molekulare Bindungsenergien überwiegend oder ausschließlich auf Van-der-Waal'sche
Kräfte zurückzuführen sind (z. B. Polytetrafluoräthylen), so daß auch bei geringen Bewegungstendenzen der
Lagerstellen keine Haftreibung und damit kein Werkzeugversatzauftreten
kann.
Eine bevorzugte Variante der erfindungsgemäßen Lösung der gestellten Aufgabe sieht vor, daß die
Werkzeuge, z. B. Kalanderwalzen, beliebig beheizt, gekühlt oder — z. B. im Sinne einer Vibration — bewegt
sein können.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, düß die Vorspannkraft sowohl auf die Werkzeugkörper
(z. B. Walzenkerne) als auch auf die Werkzeuge (z. B. Walzenmäntel) wirken kann, indem entweder die
Werkzeugkörper in herkömmlicher Weise vorgespannt werden oder z. B. mit Federn oder hydraulisch bzw.
pneumatisch vorgespannte Rollen die Mäntel der Prägewalzen gegen die Widerlagerfläche drücken.
Ferner sieht eine weitere Ausführungsform vor, daß namentlich bei Stechwalzen-Werkzeugen eine Synchronisation
von paarigen Walzen vorteilhaft über die beiden Referenzebenen der Walzen einerseits und die
abrollende Widerlagerfläche andererseits erfolgen kann, indem die Referenzebenen, z. B. Seitenflächen der
Walzenmäntel, gezahnt sind und gemeinsam mit einem als gezahnte Rolle ausgebildeten Widerlager im Eingriff
stehen. Die notwendige Präzision der Gleitlager wird dadurch erreicht, daß die axialen Gleitlager vorteilhaft
schwalbenschwanz- oder keilförmige Gleitflächen haben, die vorgespannt sind, und deren Flächenpressung
z. B. bei Verwendung von Polytetrafluoräthylen-Verbundfolien
etwa 5 kp/cm2 im Ruhezustand und etwa 3000 kp/cm"1 unter Maximallast bei Raumtemperatur
beträgt, so daß sowohl Lagerspiele als auch sogenannte stick-slip-Effekte vermieden werden.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß die Vorteile der Erfindung vielfältig sind. Grundsätzlich ergibt sich
aus der Tatsache, daß die Seitenkante z. B. von Kalanderwalzen jeweils als Referenzfläche benutzt wird
und gegen eine gemeinsame Widerlagerrolle abrollt d. h, daß zwei Kaianderwalzen gegen ein gemeinsames
Widerlager anlaufen, der entscheidende Vorteil, daß alle
Toleranzen des gesamten Kalanders für die axiale Maßhaltigkeit nunmehr ohne schädliche Bedeutung und
Einfluß sind. Beim Herstellen des Walzenprofils, das
meist entweder gedreht geschliffen oder gerollt wird,
kann entweder die erste Profilrille bzw. der erste Profilreifen der Prägewalzen nach Maßgabe der vorab
bearbeiteten Referenzfläche hergestellt werden, oder — umgekehrt — die Referenzfläche wird abschließend
nach Maßgabe der zuletzt erzeugten Profilrille bearbeitet In beiden Fallen ist es ohne sonderlichen Aufwand
möglich. Toleranzen einzuhalten, die besser sind als die (vom Produkt her) zu fordernde Präzision.
Abnutzungserscheinungen bleiben ebenfalls ohne Einfluß, da zu erwarten ist daß sich zwei Referenzflächea die absolut gleich laufen, auch gleichmäßig
abnutzen. Sollte sich trotzdem, z. B. durch Gewalteinwirkung auf eine Referenzfläche allein, eine Verschiebung
der Profile gegeneinander ergeben, so genügt ein Nacharbeiten, z. B. Überschleifen der Referenzflächen
beider Prägewerkzeuge.
Der Umstand, daß die Referenzfläche — meist eine Seitenfläche der Walzenmäntel — um 90° gegen die
Arbeitsrichtung angestellt ist, ergibt beiläufig den Vorteil, daß z. B. der Rahmen eines Kalanders direkt zur
Aufnahme der Widerlagerrolle benutzt werden kann.
ίο Auch dort, wo keine rotierenden Rollen oder Walzen,
sondern vibrierende Kufen als Prägewerkzeuge verwendet werden, kann eine Seite dieser Kufen als
Referenzfläche, die an einem Widerlager entlanggleitct, benutzt werden.
Sodann können die Reaktionskräfte, die die Werkzeuge an das gemeinsame Widerlager drücken,
weitgehend beliebig erzeugt werden. Komplizierte Verspannungen von Radiallagern sind nicht erforderlich.
Überhaupt ist eine Parallelführung, wie vorgeschlagen, einfach, robust, narrensicher und sehr preisgünstig.
Ferner kann man Profilwerkzeuge benutzen, die z. B.
die Form von Hohlzylindern haben und z. B. mittels Federscheiben, Spannkonen, Federkonen usw. auf dem
(meist beheizten) Kern der Kalanderwalzen befestigt werden. Montagetoleranzen bleiben dabei ohne Einfluß,
weil die Referenzebenen selbst nicht montiert werden, sondern ein integriertes Teil der Prägewerkzeuge sind.
Weiter können die Referenzflächen zweier paariger Walzen leicht zur Synchronisation, z. B. bei Walzen mit
Prägedornen und Prägelöchern, herangezogen werden.
indem z. B. die Widerlagerrolle mit Zähnen versehen wird, welche mit gleichartigen der Referenzflächen in
Eingriff stehen.
Insgesamt ergibt sich noch ein erheblicher wirtschaftlicher Vorteil, weil die vorgeschlagene Führung von
Prägewerkzeugen andere aufwendige Maßnahmen eliminiert und zudem noch die Ausschußquote der
Produkte bei der Fertigung wegen der stark eingeengten Werkzeugtoleranzen deutlich gesenkt werden kann.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Ausschnitt eines Prägekalanders zum Profilieren von z. B. Drähten. Man erkennt, daß die
Prägerillen 1 der Oberrolle 2 mit den Rillen 3 der Unterrolle 4 in Deckung liegen.
F i g. 2 deutet einen Rillenversatz wegen ungenauer Positionierung der Rollen 5 und 6 an.
F i g. 3 deutet das Prinzip der über Referenzebenen
positionierten Kalanderrollen an. Man erkennt die beiden Prägewalzen 7 und 8 mit ihren Rillen 9 und 10. Es
ist angedeutet daß von den Rillen zur Referenzfläche 11 der einen Seitenfläche ein definierter Abstand besteht
und daß beide Referenzflächen 11 gegen das Widerlager 12 anlaufen, welches sich gegen den Rahmen 13 des z. B.
Die Lagerzapfen 14 sind im Beispiel mit axial verschiebbaren Gleitlagern angedeutet
Die Prägewalzen werden exakt positioniert durch das gemeinsame Widerlager 12 und durch zwei unabhängi
ge Druckrollen 15 und 16. die über z. B. Federn 17 und 18
vorgespannt sind. Es ist z. B. unwichtig, ob die beiden
Walzen, wie angedeutet 19. unterschiedlich lang sind,
solange der Referenzabstand (Profil-Referenzfläche) genau ist
F i g. 4 erläutert einen Prägekalander mit fliegenden Prägewerkzeugen. Die Prägerollen 20 laufen mit ihren
Referenzflächen ebenfalls gegen die Widerlagerfläche 22 — eine Rolle — an, die an dem Kalanderrahmen 23
befestigt ist. Die Kalanderwellen 24 sind über Federn 25 vorgespannt und mit Wälzlagern 26 radial gelagert,
welche ihrerseits in Gleitlagerbüchsen 27 liegen, die eine axiale Ausgleichsbewegung zulassen. Die Prägewerkzeuge
20 sind als Hohlzylinder ausgebildet. Damit ist gewährleistet, daß die eigentlichen Werkzeuge mit
wenigen Handgriffen gewechselt werden können.
Es sei noch vermerkt, daß auf die Darstellung konventioneller Teile, wie Antrieb, Befestigung der
Walzenmantel od. dgl., aus Gründen der besseren
Übersicht und zur Verdeutlichung des Prinzips dei relativen Walzenpositionierung mittels Referenzflächt
verzichtet wurde und daß die Erfindung den Einsat; herkömmlicher Maschinenelemente grundsätzlich ii
zweckdienlichem Umfang ermöglicht. Bei Verwendunj von nichtrotierenden Prägewerkzeugen, z. B. festste
henden Walzen, Walzenteilen oder Kufen, ist dii Anordnung von Profilen, Referenzflächen und Widerla
gern sinngemäß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609<684
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Axialführung von zwei in Achsrichtung relativ zueinander in einem Rahmen
beweglich gelagerten, mit profilgebenden, austauschbaren Oberflächen ausgestatteten Prägewerkzeugen
an Prägewerken, z. B. Prägekalandern, Stechwalzwerken oder Kaliberwalzwerken,
wobei die Prägewerkzeuge je mit einer als Referenzebene dienenden Seitenfläche ausgestattet
sind, die als Führungsfläche wirkt und an einer Widerlagerfläche bündig entlanggleitet, dadurch
gekennzeichnet, daß die Referenzebenen (19, 21) auf den Prägewerkzeug-Körpern (7,8,20) selbst
und im unmittelbaren Spaltbereich derselben angeordnet sind, daß die Widerlagerfläche (12, 22)
zugleich auf beide Prägewerkzeuge (7, 8, 20) einwirkt und sich ihrerseits an feststehenden Teilen
(13, 23) abstützt und daß die Prägewerkzeuge (7, 8, 20) je für sich in Richtung auf die Widerlagerfiäche
(12,22) federnd vorgespannt sind (17,18,25) und ihre
Lager (14, 26, 27) in Richtung dieser Vorspannung ein Spiel aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzebenen (11, 21) und die
gemeinsame Widerlagerfläche (12,22) senkrecht zur Achsrichtung der Prägewerkzeuge (7, 8, 20)
ausgerichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannmittel (17, 18) an
den Seitenflächen (19) der Prägewerkzeuge (7, 8) angreifen, die denjenigen Seitenflächen (11) gegenüberliegen,
die in Kontakt mit der Widerlagerfiäche (12) stehen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung von
walzenförmigen Prägewerkzeugen die Referenzebenen (11,21) durch die Stirnflächen der Walzen (7,
8,20) gebildet sind und die Widerlagerfiäche (12,22)
aus einer zu den Walzen rechtwinklig angeordneten Rolle besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verschiebbaren
Lager (27) mit einem Gleitwerkstoff derart ausgelegt sind, daß selbst bei geringen Axialbewegungen
die Haftreibung unterdrückt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenstirnflächen (11, 21)
sicher und spielfrei in einer gemeinsamen Ebene laufen, so daß die Prägeprofile unter Rotation der Walzen in
vollkommener Deckung zueinander abrollen. Bei Stechwalzwerken kommt erschwerend hinzu, daß eine
S R0II& Stachel oder Prägestifte trägt, eine andere
Prägelöcher aufweist, so daß neben der Parallelführung noch eine Synchronisation der Rotation gewährleistet
sein muß.
Zwei Beispiele mögen zeigen, wie hoch die Präzisionsansprüche liegen können:
A. Es ist ein Verfahren bekannt, sogenannte Polymer-Verbundfolien,
bestehend aus einem Gewebe aus Bronzedraht und Polymerfolien aus Polytetrafluoräthylen
mittels Kalanderrollen herzustellen. Die Drähte des Gewebes haben einen Durchmesser
von 0,1 bis 02, mm, die Maschenweite beträgt 0,4 mm. Die Verbundfolie muß so geprägt werden,
daß in der Mitte jeder Masche ein quadratisches Loch mit abgerundeten Ecken von 0,15 bis 0,2 mm
Weite entsteht, während die restliche Folie die Masciiendrähte des Gewebes vollkommen umschließt.
B. In der Elektronik sind Miniatur-Signal-Bandkabel bekannt, die bei einer Breite von etwa 30 mm bis
über 60 Leiter mit einem Durchmesser von 0,125mm bis 0,3 0,3mm —je nach geforderten
elektrischen Werten — besitzen. Der nominale Abstand zweier Leiter beträgt z. B. 0,5 mm. Die
erforderliche Qualität in Bezug auf die dielektrischen Verhältnisse solcher Kabel lassen nur eine
Toleranz von etwa 0,005 mm zu.
Es leuchtet ein, daß die Präzision der Kalanderprofile den o. a. Toleranzen entsprechen muß, wenn die
Qualitätsforderungen erfüllt werden sollen. Es sind, wie nachfolgend beschrieben, verschiedene
Lösungen bekannt, um Walzen, z. B. von Prägekalandern, in axialer Richtung gegeneinander maßhaltig zu
führen. Die erzielbare Präzision ist hierbei jedoch unbefriedigend.
Nach der DT-OS 20 18 488 ist eine Vorrichtung bekannt, um Kaliberwalzwerke, die zusammen mit ihren
Einbaustücken im Rahmen eines Gerüstes verschiebbar angeordnet sind, zu positionieren. Aus dem Text ist zu
erkennen, daß eine Art Lagerschlitten zwischen zwei schiefen Ebenen gleiten kann und dabei — je nach
Position des Lagerschlittens — die axiale Position der zugehörigen Kaliberwalze verändert wird.
Neben der Tatsache, daß für derartige Kaliberwalzwerke nicht die Präzision, wie sie für die oben
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Priority Applications (6)
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| IT24562/72A IT960637B (it) | 1971-05-21 | 1972-05-19 | Procedimento e dispositivo per fabbricare linee e cavi a nastro di precisione per la trasmissione di segnali elettrici |
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| BE783820A BE783820A (fr) | 1971-05-21 | 1972-05-23 | Procede et installations de fabrication de conducteurs et cables plats ou en ruban de precision pour signaux |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712126325 DE2126325C3 (de) | 1971-05-27 | Vorrichtung zur Axialführung von zwei Prägewerkzeugen |
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| Publication Number | Publication Date |
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