DE2124994B2 - Verfahren und Walzanlage zur Herstellung starker, zähfester Stahlplatten - Google Patents
Verfahren und Walzanlage zur Herstellung starker, zähfester StahlplattenInfo
- Publication number
- DE2124994B2 DE2124994B2 DE2124994A DE2124994A DE2124994B2 DE 2124994 B2 DE2124994 B2 DE 2124994B2 DE 2124994 A DE2124994 A DE 2124994A DE 2124994 A DE2124994 A DE 2124994A DE 2124994 B2 DE2124994 B2 DE 2124994B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steel
- temperature
- rolling
- optionally
- manganese
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/04—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing manganese
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D8/00—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment
- C21D8/02—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of plates or strips
- C21D8/0221—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of plates or strips characterised by the working steps
- C21D8/0226—Hot rolling
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/14—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing titanium or zirconium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D8/00—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment
- C21D8/02—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of plates or strips
- C21D8/0247—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of plates or strips characterised by the heat treatment
- C21D8/0263—Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of plates or strips characterised by the heat treatment following hot rolling
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Steel (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung itarker, zähfester Stahlplatte!! durch Warmwalzen
les Stahlmaicriuls und Nachwalzen auf die gewünschte
)icke in einem Temperaturbereich unter 740 C. iso
Verwendungen eines nach diesem Verfahren hergestellten
Stahls sowie eine Walzanlage zur Durchührung dieses Verfahrens.
Herkömmliche starke, ungctempertc Stahlplatte!!
'ur Verwendung bei TieflcmperaUircn werden in zwei
Sorten eingeteilt, nämlich (a) durch Walzen fertiggestellte
Stähle und (b) durch Normalisieren ferligjeslcllte Stähle. Stähle der Sorte (a) haben im Verhältnis
zu ihrem geringen Gehalt an Legicrungselementen eine gute Ecstigkeit, und Stähle der Sorte (b) besitzen
eine ausgezeichnete Tieftemperalur-Zähfestigkeii und
eine homogene Qualität. Sowohl Stähle der Sorte (a) als auch Stähle der Sorte (b) weisen Nachteile auf. Im
allgemeinen haben Stähle der Sorte (a) eine geringere Tieftemperatur-Zähigkeit und Homogenität in ihrer
Qualität. Es wurde daher schon vorgeschlagen, das Walzen bei einer verhältnismäßig niedrigen Fertigstcllungstcmperatur
durch ein sogenanntes »reguliertes Walzverfahren« durchzuführen. Stähle der Sorte (b)
haben im allgemeiner eine schlechtere Fesligkeil.
Um einen solchen Stahl mil einer Zugfestigkeit von über 55 kp mm~ und einer Streckgrenze von über
JO kp mm2 herzustellen, ist es notwendig, verhältnismäßig
große Mengen von Legierungselementen beizugeben, welche aber die Ticftcmperatur-Zühigkeii
verschlechtern. Dieser Sachverhalt ergibt sich aus Fig. 13 auf S. 18 der Abhandlung von K. J. Irvine
über die Herstellung von starken, zähfesten Stühlen (Proceedings of Joint Conference Organi/cil by British
Iron and Steel Research Association and the Iron and
Steel Institute, 4. bis 6. April 1967). Diese Fig. 13 der Abhandlung ist in Fig. 1 der Zeichnung wiedergegeben
worden. Diese Figur zeigt, daß auch im günstigsten Fall ungctempcne Stähle folgende Tieftemperaturwerte aufweisen: Streckgrenze 40kp/mrrr
und Duktil-Brüchig-Ubergangstemperatur -90'" C;
Steckgrenze 45 kp/mm2 und Ubcrgangstemperatur -6d C: Streckgrenze 50 kp/mm2 und übcrgangstemperalur
-500C; Streckgrenze 60kp/mm2 und
Übergangstemperatur - 30 C.
Man ging daher bisher davon aus, daß eine Verbesserung der Festigkeit des durch Walzen fertiggestellten
Stahls zwangläufig mit einer Verschlechterung der Zähfestigkeit verbunden sein müsse. Bei
Untersuchungen des Zusammenhangs zwischen Herstellungsbedingungen und mechanischen Eigenschaften
von Stählen hat sich herausgestellt, daß die Verbesserung der Zähfestigkeit weitgehend von der
Walztemperatur beeinflußt wird. Bei Vorliegen geeigneter und aufeinander abgestimmter Walztemperaturen
und -bedingungen kann eine weitaus bessere Zähfestigkeit Tür Stähle der Sorte (a) ohne eine wesentliche
Beeinträchtigung der Festigkeit erzielt werden, als es früher der Fall war. Es ist bereits bekannt, daß
eine Verringerung der Walztemperatur zu einer Verbesserung der Zähfestigkeit führt. Nach einem in
der Zeitschrift »Stahl und Eisen 90«, Nr. 4, Februar 1970, veröffentlichten Aufsatz (S. 181) tritt eine solche
Verbesserung jedoch nur bei Walztemperaturen im Bereich von 1350 bis 10000C ein. Versuche der
Anmelderin haben gezeigt, daß in diesem Temperaturbereich die Zähfestigkeit proportional zur Verringerung
der Walztemperatur verbessert wird. Wenn jedoch die Temperatur auf unter 90° ( verringert
wird, ergibt sich ein kompliziertes, nicht proportionales
Verhalten bezüglich der Zähfestigkeit. Bei geeigneten Walzbedingungen mit derart niedrigen Temperaturen
kann die Zähfestigkeit wesentlich verbessert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Stahlplatte^ aus walzstahlähnlichen
Stählen mit verbesserter Zäh- und Zugfestigkeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Stahlmaterial auf eine Temperatur im
Bereich von 800 bis 10000C erwärmt und wie bekannt
mit einem Reduktionsgrad von mindestens 30% gewalzt sowie bei einer Nachwalztemperatur im
Bereich von 680 bis 740° C nachgewalzt wird.
Vorzugsweise wird dabei so vorgegangen, daß vor der Erwärmung auf 800 bis 1000°C und dem anschließenden
Nachwalzen das Stahlmaterial wie bekannt auf eine Temperatur oberhalb 10000C erwärmt und
auf eine geeignete Dicke gewalzt wird, anschließend der Walzvorgang unterbrochen und der Stahl in
bekannter Weise auf eine Temperatur unterhalb 6500C abgekühlt wird. Die nachgewalzte Platte wird
zweckmäßigerweise bei einer Temperatur im Bereich von 500 bis 650C während 20 Minuten bis 2 Stunden
getempert.
Durch die Erfindung wird eine Verbesserung der Tieftemperatur-Zähfestigkeit um mindestens 30% gegen
über den herkömmlichen Verfahren ohne gleichzeitige Verschlechterung der Festigkeit bei der Behandlung
von Stählen einer anderen chemischen Zusammensetzung erreicht. Die erfindungsgemäß durch
Walzen fertiggestellten Stähle konnten mit ausgezeichneter Homogenität und Qualität ohne Herabsetzung
der Herstellungsgeschwindigkeit hergestellt werden.
Vorteilhafte Verwendungen von Stählen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind in den Ansprüchen
4 bis 11 näher erläutert, für die nur im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Schutz
beansprucht wird. Bei Verwendung der näher bezeichneten Stähle ist es möglich, einen Stahl der Sorte (a)
mit einer Zugfestigkeit von 40 bis 100 kp/mm2 und einer Tieftemperatur-Zähfestigkeit von -40 C oder
darunter, vorzugsweise sogar unter -600C, zu erhalten.
Eine Walzanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung starker, zähfcsler
Stahlplatten mit einem Wärmeofen, einem Walzwerk und einer Produktionsstraße, wobei der Wärmeofen,
das Walzwerk und die Produktionsstraße parallel geschaltet sind, zeichnet sich durch eine bekannte
Umlauf-Nebenschlußstraße mit einem Nachwärmeofen aus.
Nach der Erfindung ist es möglich, die Festigkeit ohne Erhöhung der Duktil-Brüchig-Ubergangstemperatur
zu verbessern, wenn eines oder mehrere der in Tabelle 1A aufgeführten Elemente zur Ausscheidungshärtung
in den in Tabelle IA angegebenen Mengen in dem Ausgangs-Stahlmaterial enthalten sind.
Elemente zur
Ausscheidungshärtung
Ausscheidungshärtung
V (Vanadium)
Nb (Niob)
Ti (Titan)
Mo (Molybdän)
Zr (Zirkonium)
Ta (Tantal)
Nb (Niob)
Ti (Titan)
Mo (Molybdän)
Zr (Zirkonium)
Ta (Tantal)
Gehalt
0,02 -0,30
0,005—0,20
0,03 —0,20
0,05 —1,0
0,02 —0,20
0,010-0,10
0,005—0,20
0,03 —0,20
0,05 —1,0
0,02 —0,20
0,010-0,10
Wenn ein Stahlmaicrial mit einem oder mehreren
der in Tabelle 1A angegebenen Elemente für die Ausscheidungshärtunj: dem Verfahren der Erfindung
unterbrochen wird, wird eine nicht abgeschreckte, starke, zähfeste Stahlplatte erzielt, die sowohl eine
außergewöhnlich gute Festigkeit als auch eine außergewöhnlich gute Zähfestigkeit, beispielsweise eine
St-eckgrcnzc größer als 42 kp/mm2 bei einer Duktil-Brüchig-Übergangslempcralur
unterhalb -60 C aufweist.
Wenn eine höhere mechanische Festigkeit, beispielsweise eine Zugfestigkeit von über 65 kp/mm2 oder eine
Streckgrenze über 60 kp mm2 benötigt wird, kann das Ausgangsmaterial einen oder mehrere dor in
Tabelle 1 B aufgeführten härte verbessernden Elemente enthalten.
Gehall
| I .S | -4.0 |
| ι,ο | -3,0 |
| 0,15 | 1,0 |
| 0,002 | 0,01 |
| 0,9 | 1,5 |
Elemente
Mangan
Chrom
Molybdän
Bor
Silizium
Sollten andere als die oben angegebenen Eigenschaften benötigt werden, wie beispielsweise Korrosionsbeständigkeit.
Witterungsbeständigkeit und Beständigkeit gegen Meerwasser, kann das Ausgangsmaterial
0,2 bis 2,0% Nickel und oder 0,2 bis 3,0% Chrom und oder 0,2 bis 1,0% Kupfer und andere üblicherweise
zur Verbesserung der vorerwähnten Eigenschaften verwendete Elemente enthalten.
Wenn der Stahl unter niedrigen Temperaturbedingungen verwendet werden soll, wie beispielsweise bei
Leitungen und Lagerbehältern für flüssiges Erdgas, werden dem Ausgangsmaterial vorzugsweise 0,5 bis
5,0% Nickel zugesetzt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine graphische Darstellung der mechanischen
Eigenschaften herkömmlicher Stahlsorten mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, wobei die Ubeirgangstemperatur
gegen die Streckgrenze aufgetragen ist,
F i g. 2 eine grafische Darstellung der Eigenschaften von Stahlproben gemäß Beispiel 1, wobei die Temperaturen,
bei denen der Walzvorgang durchgeführt wird, gegen die Charpy-Ubergangstemperatur, bei der
Brüche auftreten, aufgetragen ist,
F i g. 3 eine grafische Darstellung der Eigenschaften von Stahlproben gemäß Beispiel 1, wobei die kritische
Zugspannung gegen die Arretierungstemperatur aufgetragen ist,
F i g. 4 eine grafische Darstellung der Eigenschaften von Stahlproben gemäß Beispiel 2, wobei die Streckspannung
gegen die Nachbehandlangstemperatur aufgetragen ist,
F i g. 5 eine grafische Darstellung der Eigenschaften von Stahlproben gemäß Beispiel 2, wobei die Charpy-Ubergangstemperatur,
bei der Brüche auftreten, gegen die Nachbehandlungstemperatur aufgetragen ist,
F i g. 6 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei dem ein Vorwalzwerk und ein Nachwalzwerk vorgesehen ist, und
F i g. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem nur ein Walzwerk vorgesehen ist.
F i g. 1 verdeutlicht die obenerwähnten Mangel der bekannten Stahlsorten (a) und (b). F i g. 1 entspricht
im wesentlichen der Fig. 13 der angegebenen Literaturstelle.
F i g. 1 zeigt deutlich, daß die Kennlinien der Tieftemperatnr-ZäMestigkeit ungetemperter Stähle
auch in den besten Fällen folgende Werte aufweisen: eine Streckspannung von 40 kp/mm2 und eine Duktil-Brüchig-Ubergangstemperatur
von -900C; eine Streckspannung von 45 kp/mm2 und eine übergangstempcrarur
von —65° C; eine Streckspannung von 50 kg/mm2 und eine Übergangstemperatur von
-50'C; eine Streckspannung von 60kpmm2 und
eine Übergangstemperatur von —30"C. Aus Fig. 1
ist daher ersichtlich, daß eine Verbesserung der Festigkeil im allgemeinen eine Verschlechterung der Tieftemperatur-Zähfestigkeit
und eine abrupte Erhöhung der Temperatur zur Folge hat, bei der das Material von
dem duktilen in den brüchigen Zustand übergeht.
Die erste Ausführurigsform der Erfindung wird nun an Hand von Beispielen näher erläutert.
Der Gehalt an Elementen, die in den Ausgangsstahlproben enthalten waren, ist in Tabelle 2 angegeben.
'5 Tabelle 2
Elemente
Probe I Probe II Probe III Probe IV
Kohlenstoff
Silizium
Mangan
Vanadium
Niob
Kupfer
Chrom
0,15
0,41
1,41
0,41
1,41
0,16
0,28
1,18
0,07
0,28
1,18
0,07
0,12
0,33
1,34
0,33
1,34
0,03
0,11
0,28
1,23
0,07
0,28
1,23
0,07
0,16
0,27
0,27
Die Proben I, II und III werden auf 750, 800, 850, 900, 950. 1000, 1050 bzw. 11000C erwärmt und dann
auf eine Dicke von 11 mm von einer anfänglichen Dicke von 22 mm bei Temperaturen unterhalb 8000C
nachgewalzt. Für jede Probe, die bei 700° C nachgcwalzt
wurde, ist die Beziehung zwischen den Aufheiztemperaturen und den Charpy-Temperaturen. bei
denen Brüche auftreten (2-mm-V-Kerbe) bei den fertigen Platten in F i g. 2 aufgetragen.
Wie sich aus F i g. 2 ergibt, wird die Verbesserung der Zähfestigkeit in zwei Stufen erreicht, in der ein^ 1
Stufe bei einer Temperatur in dem Bereich von 900 bis 1000° C und in der zweiten Stufe bei einer Temperatur
in einem Bereich von 800 bis 1000° C. Aus den in Fig. 2 gezeigten Ergebnissen ist ersichtlich, daß
besonders, wenn das Erwärmen bei einer Temperatur in dem Bereich von 800 bis 85O°C durchgeführt wird,
ein Produkt erzielt wird, das eine ausgezeichnete Duktil-Brüchig-übergangstemperatur
von -90° C hat. die bei herkömmlichen ungetemperten Stahlerzeugnissen
mit geringem Gehalt an Legierungselementen nicht erreicht wird.
Die Stahlprobe IV (Tabelle II) wurde auf eine Stahlplatte von 14 mm und 1800 mm Breite unter den in
Tabelle 3 angegebenen Walzbedingungen ausgewalzt
Die Eigenschaften der Produkte sind ebenfalls dargestellt
Die Kennwerte des in Tabelle 3 dargestellten Verfahrens A fallen in den Bereich der Erfindung, und es
ist ersichtlich, daß unter diesen Bedingungen ein
Produkt erreicht wird, das sowohl bezüglich der Tieftemperatur-Zähfestigkeit
als auch bezüglich der Festigkeit außergewöhnlich gut ist. Stahlplatten, die nacl·
den Verfahren A, B und C hergestellt wurden, wurder einem einen Temperaturgradienten erzeugenden Dop
pelspannungstest unterworfen.
An jeder Platte wurde die kritische Spannunf bestimmt, bei der das Material brüchig wurde. Die
Ergebnisse sind in F i g. 3 dargestellt.
Aus F i g. 3 ist zu ersehen, daß der erfindungsgemäß
hergestellte Stahl A eine ausgezeichnete Tieftempcratur-Zühfcstigkeit
hat, und daß die Abweichungen der Testergebnissc bei dem Stahl A außergewöhnlich
gering im Vergleich zu den bei den Stählen B und C waren. Daraus ergibt sich offensichtlich, daß die erfindungsgemäß
hergestellten Produkte auch bezüglich der Homogenität der Qualität außergewöhnlich gut sind.
gegenüber dem Walzprodukt aus der Stahlprobc V, die kein Vanadium enthält, stark verbesserte Festigkeit
hat, es keine Verschlechterung der Zähfestigkeil zeigt, sondern eine starke, zähfeste Stahlplatte mit einer
Streckspannung von 55 kp/mm2 und einer Duktil-Brüchig-Ubergangstemperatur
von -80 bis -100 C ist.
IO
Gehalt
Ver- Vcr- Vcr- (%)
fahren Λ fahren B fahren C
Walzbcdingungen
Aufheizlcmperatur 920 1100 1200
CC)
CC)
Anfängliche Dicke 40 120 220
Nachbehandlungs- 710 790 790
temperatur (0C)
Mechanische Eigenschaften
Zugfestigkeit 56,5 51,9 51,7
Zugfestigkeit 56,5 51,9 51,7
(kp/mm2)
Streckgrenze 47,4 40,6 40,4
(kp'mm2)
Gesamt-Langen- 33,5 39,0 41,0
Streckung {%\
Charpysche über- -95 -54 -28
gangstemperatur (CC)
(Auftreten von
Brüchen)
gangstemperatur (CC)
(Auftreten von
Brüchen)
Beim Aufschlag 4,9 5,6 2,7
absorbierte Energie
(kpm)bei -40"Cin
Querrichtung
(kpm)bei -40"Cin
Querrichtung
Die Stahlprobe V mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,16% und die Stahlprobe VI mit einem Vanadiumgehalt
von 0,09%, deren Zusammensetzungen in Tabelle 4 gezeigt sind, wurden (1) auf 950° C und
(2) auf 850'C erwärmt und mit einem Reduktionsverhältnis von 50% nachgewalzt, während die Nachwalztemperatur
in einem Bereich von 650 bis 900° C variiert wurde. Bei dem abschließenden Walzvorgang
wurde die Plattendicke von 14 mm auf 11 mm reduziert.
Die Streckspannung und die Charpy-Ubergangsiemperatur
jeder Probe ist in den F i g. 4 und 5 aufgetragen.
Wie aus den F i g. 4 und 5 zu ersehen ist, werden die Zähfestigkeit und die Festigkeit bei einer Herabsetzung
der Nachwalztemperatur erheblich verbessert, wobei jedoch die Zähfestigkeit abrupt verkleinert wird,
wenn die Nachwalztemperatur kleiner als 860C gewählt wird. Es zeigt sich daher, daß zum Herstellen
eines Produktes, das eine außergewöhnlich gute Zähfestigkeit hat, es notwendig ist, das Nachwalzen bei
einer Temperatur im Bereich von 680 bis 850° C durchzuführen, und daß ein Produkt mit sowohl guter
Festigkeit als auch guter Zähfestigkeil erhältlich ist, wenn das Nachwalzen bei einer Temperatur im Bereich
von 680 bis 740 C durchgeführt wird.
Aus diesen Figuren ergibt sich ferner, daß ein Walzprodukt aus der Stahlprobe Vl. die 0,09% Vanadium
als Ausscheidungshärtungselement enthält, eine Kohlenstoff
'5 Silizium
Mangan
Phosphor
Schwefel
Mangan
Phosphor
Schwefel
Vanadium
40
| Probestahl V | Probestahl Vl |
| 0,16 | 0,15 |
| 0,32 | 0,27 |
| 1,16 | 1,26 |
| 0,015 | 0,016 |
| 0,017 | 0,016 |
| 0,09 |
Die in Tabelle 5 zusammengefaßten Stahlproben VlI, VIII, IX, X und XI wurden nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren, nach einem herkömmlichen Hochtemperatur-Heizverfahren und nach dem herkömmlichen
Anlaßverfahren behandelt. Die mechanischen Eigenschaften der so hergestellten Stahlplalten und
die Walzbedingungen und Dicken sind in Tabelle 6 . aufgeführt.
Aus den in Tabelle 6 angegebenen Ergebnissen ist zu ersehen, daß, wenn das erfindungsgemäßc Verfahren
entweder auf einen beruhigten oder einen halbberuhigten Stahl angewendet wird, das erfindungsgemäße
Verfahren eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der Stahlplatten, insbesondere
der Zähfestigkeit derselben, gegenüber dem herkömmlichen Hochtemperatur-Heizverfahren und dem An
laßverfahren bringt.
Von den in Tabelle 6 gezeigten Ergebnissen ist fernei
ersichtlich, daß die erfindungsgemäß erreichte Ver besserung der Zähfestigkeit im Falle einer dicker
Platte mit einer Dicke von 30 bis 40 mm und auch be einer Platte mit einer Dicke von weniger als 20 mn
sehr erheblich ist. Ausgangsstähle, die Vanadium Niob oder Molybdän enthalten, können nach den
erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden un< ergeben dann eine Stahlplatte, die nicht nur bezüglicl
der Zähfestigkeit, sondern auch gegenüber der Festig keit außergewöhnlich gut ist.
55
60
65
| Tabelle 5 | Probe VII |
Probe VIII |
Probe IX |
Probe X |
Probe XI |
| Stahlproben | (halb beruhigt) |
(halb beruhigt) |
(beru higt) |
(beru higt) |
(beru higt) |
| Gehalt (%) | 0.18 | 0,15 | 0,16 | 0,08 | 0,14 |
| C | 0.11 | 0,13 | 0,45 | 0,31 | 0.31 |
| Si | 0.72 | 1.01 | 1.46 | 1.32 | 1.26 |
| Mn | - . | 0.08 | 0.06 | ||
| V | 0.027 | 0.03 | |||
| Nb | 0.017 | 0.025 | 0.027 | ||
| Sol · Al | 0.13 | ||||
| Mo | |||||
Probe Wal/verfahren Nr.
I lerstellungs bedingungen
| Aufhci/- | Nach- | I1IiIt- | Strcck- | Charpv- | |
| lem- | bchami- | len- | spannung | Hber-" | |
| perulur | lungs- | ilicke | gangs- | ||
| leni- | lcm- | ||||
| peratur | pcratur | ||||
| I Cl | ( C) | (mm I | (Auf | ||
| Hochtemperatur | 1250 | 740 | 24 | treten | |
| verfahren | von | ||||
| Anlaßverfahren | 930 - | Anlas | 24 | Brüchen! | |
| sen | (kg mrrrl | ( C) | |||
| Erfindung | 850 | 740 | 24 | 30.2 | - 3 |
| Hochtemperatur | 1250 | 740 | 40 | ||
| verfahren | 24.5 | -10 | |||
| Anlaßverfahren | 930 | Anlas | 40 | 33.5 | -35 |
| sen | 41.8 | - 6 | |||
| Erfindung | 850 | 740 | 40 | ||
| Hochtemperatur | 1250 | 720 | 25 | 31.0 | -28 |
| verfahren | 40.7 | -74 | |||
| Anlaßverfahren | 920 | Anlas | 25 | 44.7 | -42 |
| sen | |||||
| Erfindung | 830 | 720 | 25 | 40.9 | -34 |
| Hochlemperalur- | 1250 | 720 | 40 | 43.6 | - 98 |
| verfahrcn | 43.3 | _ T] | |||
| Anlaßverfahren | 920 | Anlas | 40 | ||
| sen | |||||
| Erfindung | 830 | 720 | 40 | ||
| Hochtemperatur | 1250 | 700 | 30 | ||
| verfahren | |||||
| Anlaßverfahren | 920 | Anlas | 30 | ||
| sen | |||||
| Erfindung | 930 | 700 | 30 | ||
| Mechanische Eigenschaften | |||||
| Zug- | |||||
| festigkeit | |||||
| (kg mm") | |||||
| Hochtemperatur | 45,6 | ||||
| verfahren | |||||
| Anlaßverfahren | 44.4 | ||||
| Erfindung | 46.2 | ||||
| Hochtemperatur | 52,5 | ||||
| verfahren | |||||
| Anlaßverfahren | 45.1 | ||||
| Erfindung | 49.2 | ||||
| Hochtemperatur | 62.2 | ||||
| verfahren | |||||
| Anlaßverfahren | 59.2 | ||||
| irfindung | 62.1 | ||||
| Hochtemperatur | 52.6 | ||||
| verfahren |
Mechanische higenschallen
Zug-
Streck-
Charpy-
| fesligkeil | spannung | V her | |
| gangs | |||
| te m- | |||
| peratur | |||
| IΛ Ii Γ | |||
| ι re I en | |||
| \on | |||
| Brüchen | |||
| (kg nmr) | (kg mm'l | I Cl | |
| An laß verfall ren | 46.4 | 36.2 | - 53 |
| Erfindung | 50.8 | 42.9 | - S 2 |
| Hochtemperaiur- | 65.2 | 51.3 | -28 |
| verfahren | |||
| Anlaßverfahren | 49.3 | 36.7 | -45 |
| hrfinduns; | 60.0 | 49.4 | -82 |
XI
Die Gründe, warum die Aufheiztemperatur. die
Nachwaiztemperatur und das Reduklionsverhällnis in der oben angegebenen Weise gemäß der Erfindung
festgelegt werden, sind die folgenden:
Wenn die Aufheiztempcralur iOOO C übersteigt.
ist die Struktur der gewalzten Platte rauh und bekommt eine Duplex-Struktur. wodurch die Zähfestigkeit verschlechtert
wird. Wenn die Aufheiztemperatur kleiner als 800 C ist, geht die Homogenität der Struktur und
die Qualität in dem gewalzten Produkt verloiv·-. und
das Produkt bekommt die Struktur von Duplexstahl und eine große Korngröße. Bei einer Nachwalztemperatur
oberhalb 740' C ergibt sich eine Verschlechterung sowohl der Festigkeit als auch der Zühiukeit. Bei
Nachwalztemperaturcn unterhalb 680 C wird /war die Festigkeil beachtlich verbessert, die Zähigkeit
wird jedoch außergewöhnlich stark herab^esetzt-Aus
diesem Grund ist solch eine niedriae Nachwalztemperatur nicht bevorzugt. Ein Reduktionsverhältnis von
weniger als 30% wird nicht bevorzugt, weil die gewünschte Verbesserung in der Festigkeit und der
Zähigkeit bei solch niedrigen Rcduklionsvcrhälinissen
nicht erreicht werden kann.
Im folgenden wird die zweite Ausführunasform der
Erfindung im einzelnen beschrieben.
Die zweite Ausführungsform ist eine Weiterentwicklung des Verfahrens gemäß der ersten Ausführungsform
mit dem Ziel, ein industriell durchführbares Verfahren zu schaffen, mit dem eine kontinuierliehe
Massenproduktion möglich ist. Nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung kann der Verstärkungseffekt
der Elemente für die Ausscheidungshärtung
gegenüber der ersten Ausführungsform" noch erhöht werden. Die zweite Ausführunssform hat
darüber hinaus den Vorteil, daß bei Ausgangs-Slahlmaterial.
das beispielsweise die in Tabelle! aufgeführten Elemente zur Ausscheidungshärtung enthält, die
danach hergestellten Platten eine noch bessere Festigkeit als die Platten haben, die aus demselben Ausgangs-
material nach der ersten Ausfuhrungsform hergestellt sind. Die Gründe dafür werden im folgenden unter
Bezugnahme auf Beispiele beschrieben.
Zur Durchführung der zweiten Ausführungsform der Erfindung wird eine unten beschriebene spezielle
Wal/ausrüstung verwendet.
Bei einer herkömmlichen Walzeinrichiung ist ein Wal/werk, eine Kühlvorrichtung und eine Richtbank
stromab von einem Of-n zum Aufheizen eines Stahl-
Rohblockes oder eines Stahlslückes vorgesehen, und sie sind mit einer Stahlplatten-Transportvorrichtung
parallel geschaltet. Gemäß der Erfindung ist zusätzlich
zu der genannten Walzstraße eine Umlauf-Nebenflußstraße stromab von dem Walzwerk vorgesehen. Auf
dieser Nebenflußslraße ist ein Nachwärmeofen angeordnet,
der an eine umsteuerbare Fördereinrichtung, einen Walzenlisch od. dgl. angeschlossen ist. Bei der
genannten, erfindungsgemäßen Walzeinrichtung wird eine Stahlplatte, die durch ein binäres Walzwerk auf
eine Zwischendicke von 30 bis 100 mm gewalzt ist, in die Nebenflußstraße übernommen, die das charakteristische
Merkmal der vorliegenden Erfindung daritellt. Der Stahl wird sodann auf eine Temperatur unter
650 C durch Luftkühlung oder Besprühen mit Wasser abgekühlt und auf eine Temperatur im Bereich von
800 bis 10000C in dem Nach Wärmeofen erneut erwärmt.
Nach diesem wird der Stahl auf die herkömmliche Walzstraße zurückgeführt und einer zweiten
Walzbehandlung unterzogen, so daß er zu der endgültigen Stahlplatte geformt wird (vierte Ausführungsform).
Erfindungsgemäß wird das Nacherwärmen nur durch Anheben der Temperatur um 200 bis 300 C
erreicht. Da die Zwischendickc der Stahlplatte, die nacherwürnu werden soll, klein ist. kann der Nachliei/wirkungsgrad
erheblich erhöht werden. Wenn daher ein gewöhnlicher Wärmeofen für das Nacherwärmen
verwendet wird, kann der Heizwirkungsgrad um 25 bis 100% der Leistung des Wärmeofens
erhöht werden.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Ausrüstung kann daher das Walzgefalle des Walzwerkes gut mit
dem Wärmegefälle durch entsprechende Steuerung dieser Verfahrensschrittc synchronisiert werden. Das
Walzen bei der außergewöhnlich tiefen Temperatur und das Aufheizen kann ohne Verminderung des
Produktionswirkungsgrades der Walzausrüstung durchgeführt werden. Die erfindungsgemäße Ausrüstung
hat noch den Vorteil, daß die Nebenflußstraße für eine andere Wärmebehandlung oder ähnliche
andere Zwecke verwendet werden kann.
Mit der erfindungsgemäßen Ausrüstung ist es ferner möglich, abwechselnd gewöhnliche Stähle zu walzen
und das Walzverfahrcn bei einer außergewöhnlich niedrigen Temperatur und das Aufheizen von Stählen
für starke, zähfeste Stahlplaltcn durchzuführen, wobei
der Unterschied zwischen dem Wirkungsgrad des Walzwerkes und dem Heizwirkungsgrad reduziert
und die Abweichung in den Nachwärmebedingungen durch eine entsprechende Toleranz in dem Heizwirkungsgrad
ausgeglichen werden. Besonders bei einer Walzstraße mit hohem Wirkungsgrad, die ein
Vorwalzwerk und ein Nachwalzwerk aufweist, wird der Effekt der vorliegenden Erfindung wesentlich durch
Anwenduns des abwechselnden Walzverfahrens erköht.
Wenn das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung der genannten Ausrüstung durchgeführt
wird, kann der Stahl, der aus einem primären Wal/-werk
stromauf von der Nebenflußstraße kommt, auf lern Transportweg luftgekühlt werden. Da aber die
Abkühlgeschwindigkeit, beim Luftkühlen einer Stahlplatte mit einer Zwischendicke von 40 bis 100 mm
fering ist. ist es notwendig, ein Kühlbett mil einer sehr
großen Grundfläche vorzusehen, um den Kühlvvirkungsgrad
mit dem Durchsalz der neuesien AaIzeinrichtuncen
mit hohem W irkun'-'S'jrad die ein
Vorwalzwerk und ein Nachwalzwerk haben, zu synchronisieren. Aus diesem Grund wird die aus dem
primären Walzwerk kommende Stahlplatte durch Besprühen mit Wasser gewaltsam abgekühlt. Im allgemeinen
hai eine Kühlvorrichtung mil Wasscrbesprühung eine so große Kapazität, daß eine Stahlplatte
mit einer Dicke von 40 bis 50 mm von etwa 950 auf etwa 650" C in 2 bis 3 Minuten abgekühlt wird.
Solch eine Vorrichtung kann an einer herkömmlichen Walzstraße den gewünschten Zweck erfüllen.
Um eine homogene Nacherwärmung zu erreichen, wird erfindungsgemäß eine Richtbank zwischen der
Wassersprühvorrichtung und dem Nachwärmeofen nach Bedarf angeordnet, da es schwierig zu vermeiden
ist. daß sich eine dicke Stahlplatte aufbiegt oder verzieht, wenn sie durch Besprühen mit Wasser gewaltsam
abgekühlt wird. Aufgebogene und verzogene Stellen stören jedoch, wenn eine homogene Nacherwärmung
erzielt werden soll. Das Nachrichten und Nivellieren wird an einer Stahlplatte mit einer Dicke
von 30 bis 100 mm durchgeführt, während sie auf 500 bis 650 C gehalten wird. Daher kann zu diesem
Zweck eine herkömmliche Heißrichtbank verwendet werden, die an einer herkömmlichen Walzstraße vorgesehen
ist. Als Nachwärmeofen in der Nebenflußstraße kann ein Hochfrequenz- oder Niederfrequenz-Induktionsofen
oder ein Gasofen verwendet werden. Ferner kann eine Vorrichtung zum Entfernen der
Gußhaut nach Bedarf vor dem Walzwerk auf der Walzstraße oder der Nebenschiußstraße angeordnet
werden
Die ertindungsgemäße Vorrichtung wird nun an Hand der 2'eichnungen erläutert. Fig. 6
zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der zwei Walzwerke, d. h. ein Vorwalzwerk
und ein Nachwalzwerk, vorgesehen sind. F i g. 7 zeigt eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, bei der ein Walzwerk vorgesehen ist.
Bei dem herkömmlichen Hochtemperaturwalzen
wird ein aus dem Aufheizofen 1 kommender Stahl zunächst durch ein Vorwalzwerk 2 (Fig 6) gewalzt.
läuft durch eine Fördervorrichtung 3 für Stahlplattcn und wird in einem Nachwalzwerk 4 nachgewalzt,
während er über die Walzstraße A läuft. Wenn das Walzen gemäß der zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ausgeführt wird, wird eine Stahlplatte, die zunächst durch das Vorwalzwerk 2 vorgcwalzt
ist, auf eine Temperatur unterhalb 650 C durch Besprühen mit Wasser während 2 bis 3 Minuten
in der Kühlvorrichtung 5 auf der Nebenschlußstraße ß abgekühlt, läuft durch die Richtbank 6, wird auf 800
bis 1000 C nacherwärmt und wird bei einer Nachwalztemperatur
von 680 bis 7400C durch das Nachwal/werk 4 nachgewalzt, von dem die fertige Stahlplatte
zu einer Nachbehandlung 8 weiterbefördert wird.
Bei der Erfindung können zwei Walzwerke, ein Vorwalzwerk und ein Nachwalzwerk, in der in
F i g. 6 gezeigten Weise angeordnet sein. Es ist abei auch möglich, das Nachwalzwerk auf der Walzstraße
parallel zu dem Nachwärmeofen auf der Nebenschlußstraße vorzusehen.
Bei der in Fig. 7 gezeigten Vorrichtung wird zui
Durchführung des herkömmlichen Hochtemperatur-Walzverfahrens ein Stahlblock auf eine vorbestimmle
Temperatur in dem Aufheizofen 1 aufgeheizt, wird ir dem Walzwerk 2 vorgewalzt und nachgewalzt, gelangt
über eine Fördervorrichtung 3 über die herkömmliche Walzstraße A in eine Wassersprüh-KühlvorrichtungS,
wo er durch Besprühen mit Wasser abgekühlt wird, wird in der Richtbank 6 nivelliert und zur Durchführung
einer Nachbehandlung weiterbefördert.
Wenn das Tiertemperatur-Walzverfahren nach der zweiten Ausfuhrungsform der Erfindung durchgeführt
werden soll, wird eine Stahlplatte in dem Walzwerk 2 vorgewalzt, läuft über die Fördervorrichtung 3 in
die Kühlvorrichtung 5, wo sie durch Besprühen mit Wasser auf eine Temperatur unterhalb 650° C abgekühlt
wird, wird in der Richtbank 6 nivelliert, in dem Nachwärmeofen 7 auf 800 bis 10000C nacherwärmt,
in dem Walzwerk 2 bei einer Nachwalztemperatur von 680 bis 7400C nachgewalzt, läuft durch die Kühlvorrichtung
5 und die Richtbank 6 und wird dann zu einer Nachbehandlung 8 weiterbefördert.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es daher möglich, abwechselnd das gewöhnliche Hochtemperatur-Walzverfahren
und das Tieftemperatur-Walzverfahrcn durchzuführen, durch das eine Stahlplatte
eine sehr homogene Qualität erhält und sowohl
bezüglich der Festigkeit als auch der Zähfestigkeit sehr gut wird. Es ist ferner mögiich. eine kontinuierliche
Massenproduktion nach beiden Walzverfahren durchzuführen.
5 Obwohl in den Zeichnungen nui eine Nebenschlußstraße
dargestellt ist, ist es erfindungsgemäß möglich, mehrere solche Nebenschlußstraßen vorzusehen.
Die zweite Ausführungsform der Erfindung wird
nun an Hand von Beispielen im einzelnen beschrieben.
Die in Tabelle 7 zusammengefaßten Stahlproben werden unter den in Tabelle 8 angegebenen Bedingungen
nach einem herkömmlichen Tieftemperatur-
Walzverfahren mit steuerbar auf bestimmte Werte eingestellten Bedingungen, nach dem Walzverfahren
bei außerordentlich tiefen Temperaturen gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung und gemäß
dem Walzverfahren nach der zweiten Ausführungsform der Erfindung gewalzt. Die mechanischen Eigenschaften
der so hergestellten Stahlplattcn sind in Tabelle 9 aufgeführt.
| Probe Nr. | Gehalt (%) | halb- beruhin- | Tabelle 8 | XIV | XV | XVl | XVlI | XViII | XlX | XX |
| XII XIII | C 0,17 0,15 | ί 1 LJl ■ l' ^J^0 a ** ■ m. » fc^ beruhig- ter Stahl |
Walzbcdingungcn | |||||||
| Si 0,07 0,31 | ler Stahl | 0,14 | 0,11 | 0,17 | 0,15 | 0,14 | 0,14 | 0,14 | ||
| Mn i,27 1,36 | 0,29 | 0,33 | 0,32 | 0.28 | 0,30 | 0,31 | 0,28 | |||
| P 0,021 0,014 | Primärer Walzvorgang | 1,32 | 1,35 | 1,27 | 1,12 | 1,16 | 1,31 | 1,31 | ||
| S 0,024 0,017 | Materialdicke (mm) | 0,018 | 0,011 | 0,014 | 0,024 | 0,018 | 0,015 | 0,015 | ||
| Sol. Al 0,001 0,012 | Aufheiztemperatur (0C) | 0,019 | 0,014 | 0,014 | 0,022 | 0,015 | 0,015 | 0,016 | ||
| Zusätzl. | Nachwalztemperatur ("C) | 0,022 | 0,019 | 0,032 | 0,033 | 0,018 | 0,026 | 0,031 | ||
| Elemente | Dicke der fertigen Platte (mm) | V | Nb | V | Ti | Zr | Nb | Ta | ||
| Kühllemperalur ("C) | 0,07 | 0,022 | 0,07 | 0,09 | 0,04 | 0,035 | 0,03 | |||
| Kühlverfah ren | Nb | Mo | ||||||||
| Bemerkungen | Nachwalzen | 0,016 | 0.14 | |||||||
| \ufheiztemperatur ("C) | ||||||||||
| Verweilzeit im Ofen (min) | Zugaben | |||||||||
| Nachwalztemperatur ("C) | V | Nb | V-Nb | Ti | Zr | Nb-Mo | Ta | |||
| Reduktionsverhältnis (%) | ||||||||||
| Dicke der fertigen Platte (mm) | ||||||||||
| Kühlverfahren | Walzverfahren | |||||||||
| Kontrolliertes Walzen | 2. Ausführungsform | I. Alisführungsform | ||||||||
| der Erfindung | der Erfindung | |||||||||
| 82 | 82 | 82 | ||||||||
| 1250 | 1250 | 950 | ||||||||
| 720 | 850 | 700 | ||||||||
| 11 | 22 | 11 | ||||||||
| 600 | ||||||||||
| Zimmertemperatur | Zimmertempcratur | |||||||||
| Luftkühlung | Luftkühlung | Luftkühlung | ||||||||
| 950 | ||||||||||
| .8 | ||||||||||
| 700 | ||||||||||
| 50 | ||||||||||
| 11 | ||||||||||
| Luftkühlung | ||||||||||
Probe Nr. Wal/verfahren
XII Kontrollierles Walzen
1. erfindungsgemäße Ausrührungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XIII Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XIV Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XV Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XVI Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemaße Ausführungsform
2. erfindungsgemaße Ausführungsform
XVII Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XVIII Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
XIX Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsforrii
XX Kontrolliertes Walzen
1. erfindungsgemäße Ausführungsform
2. erfindungsgemäße Ausführungsform
| Mechanische | Eigenschaften | Gesamllangen- | Charpy-Öber- |
| Zugfestigkeit | Slreck- | ausdehnung | gangstemperatur |
| spannung | (%) | ("C) | |
| Ikp. mm2) | ikp mm2) | 40.0 | - 13 |
| 53,9 | 38,6 | 38,1 | - 46 |
| 54,2 | 39,3 | 38,3 | - 50 |
| 54,6 | 40,2 | 39,5 | - 45 |
| 56,1 | 41,4 | 39,0 | - 96 |
| 56.9 | 42,5 | 38,5 | - 96 |
| 57,5 | 41,8 | 38,5 | - 56 |
| 58.5 | 48,5 | 37,5 | - 83 |
| 57,6 | 45,4 | 36.8 | - 89 |
| 58,9 | 48.9 | 38,0 | - 72 |
| 59,5 | 44.6 | 37,5 | - 103 |
| 56.9 | 41.3 | 38,3 | -110 |
| 59.3 | 45,5 | 34,5 | - 69 |
| 65,5 | 51,8 | 37,0 | -122 |
| 62.5 | 46,7 | 36,3 | -118 |
| 63,3 | 49,9 | 31,5 | - 33 |
| 62,7 | 51,6 | 33,0 | - 73 |
| 56.3 | 44,4 | 33,5 | - 78 |
| 59.9 | 46,3 | 37,0 | - 56 |
| 56,4 | 43,3 | 36,5 | - 99 |
| 53,7 | 40,9 | 37,3 | -100 |
| 55,6 | 43,5 | 29,0 | - 56 |
| 68,8 | 55.4 | 30,3 | -119 |
| 65,0 | 53.4 | 29,5 | -131 |
| 66,7 | 55,6 | 36,2 | - 51 |
| 58,7 | 45,1 | 36.9 | - 91 |
| 57.2 | 41,8 | 36.1 | - 99 |
| 58.9 | 44.3 | ||
Aus den in Tabelle 9 angezeigten Ergebnissen ist ersichtlich, daß die Tieftcmperatur-Zähfesligkeit der
Stahlplatte durch das erfindungsgemäße Verfahren stark verbessert werden kann. Insbesondere bei der
zweiten Ausführungsform der Erfindung ist die Verbesserung dci Festigkeit durch die Ausscheidungshärter
besonders groß.
Der Grund, warum die Wirkung der Ausscheidungshärter
bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung größer als bei der ersten Ausführungsform der Erfindung
ist. wird wie folgt erklärt:
Bei dem Tieftcmperatur-Heiz- und -Walz-Verfahren
kann, da die für die Temperaturerhöhung benötigte Zeit und die Zeit, während der die Temperatur gehalten
wird, während des Aufheizens vor dem Walzvorgang größer gemacht wird, die Ausscheidung und Ballung
des Ausscheidungshürtungsclemcntcs wahrend der Aufheizzeil größer werden, und die Größe der Ausscheidung
wächst, so daß ein Teil der Härtungswirkung der Ausschcidungshärter verlorengeht. Aus
diesem Grund ist es unvermeidlich, daß die Festigkeit der Platte bei der ersten Ausführungsform der Erfindung
etwa im Vergleich zu dem herkömmlichen Walzvcrfahren mil steuerbar auf bestimmte Werte
eingestellten Bedingungen reduziert ist. In der /weiten Ausführungsform der Erfindung ist die Ballung des
Ausscheidungshärten klein, da die für die Temperaturerhöhung notwendige Zeit und die Zeit, während der
die Temperatur gehalten wird, sehr klein ist. Daher geht die Härtungswirkung des Ausscheidungshärten
kaum verloren. Dieser Sachverhalt wird im folgenden Beispiel erläutert.
Die Slahlprobc XVI (Tabelle 7) wurde verwendet, und das Vorwalz.cn wurde bei einer Aufheiztemperatur
von 1250 C und einer Nachwalztemperatur von 950 C
durchgeführt. Die Stahlprobe wurde durch Luftkühlung auf 600 C abgekühlt. Der sekundäre WaI/-vorgang
wurde bei einer Aufheiztemperatur von 900 C durchgeführt, während die Probe auf dieser Temperatur
für 5. 10. 30 oder 60 Minuten gehalten wurde.
Die Nachwalztcmperalur wurde auf 720 C eingestellt. und das Reduktionsverhältnis war 50"n. Sodann
wurde die Probe von der Nachwalztemperatur auf Zimmertemperatur durch Luftkühlung abgekühlt.
Die mechanischen Eigenschaften der so hergestellten Platten sind in Tabelle 10 gezeigt, wo die mechanischen
Eigenschaften der Stahlplatte, die aus dem Probe-
flahl XV!, der durch ein herkömmliches Tieflcmperatur-Walzverfahren
hergestellt ist, ebenfalls dargestellt und.
| Tabelle 10 | Ver | Zug | Streck | Ge- | Charpy- |
| Webverfahren | weil- | festig | span | samt- | rjber- |
| reit | keit | nung | langcn- | gangs- | |
| beim | aus- | tem- | |||
| Rich | deh- | peratur | |||
| er war- | nung | ||||
| in cn | |||||
| (min) | (kp | (kp ^ | (%) | CO | |
| mm") | mm") | ||||
| _. | 65,5 | 51,8 | 34.5 | - 69 | |
| Herkömmliches | |||||
| Tieftemperatur- | |||||
| Walzverfahren | 10 | 61,2 | 49,5 | 37,5 | - 9S |
| 2. Ausführungs | |||||
| form der | |||||
| Erfindung | 30 | 59,5 | 47.0 | 39.5 | - 125 |
| 2. Ausführungs | |||||
| form der | |||||
| Erfindung | 60 | 57.3 | 44.2 | 39.0 | -108 |
| 2. Ausführungs | |||||
| form der | |||||
| Erfindung | 5 | 60,7 | 51.3 | 35,2 | - 100 |
| 2. Ausrührungs | |||||
| form der | |||||
| Erfindung | |||||
Aus den in Tabelle 10 zusammengefaßten Ergebnissen
ist ersichtlich, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Zähfestigkeit und Längenstreckung
stark verbessert werden kann, während die Kennwerte für die Festigkeit, beispielsweise die Zugfestigkeit
und die Streckspannung, auf hohen Werten gehalten werden können, wenn die Wartezeit bei dem Nachwärmc-Verfahrensschritt
unter 30 Minuten, insbesondere bei 15 Minuten gehalten wird. Wenn die Wartezeit
bei dem Nachwärmen länger als 30 Minuten ist, wird die Festigkeit erheblich verringert.
H e i s ρ i c I 6
Die in Tabelle 11 zusammengefaßten Slahlproben wurden getrennt nach dem herkömmlichen, genau
gesteuerten Walzverlahren und nach dem Verfahren gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung
gewalzt. Die mechanischen Eigenschaften der fertigen Stähle sind in Tabelle 12 gezeigt. Das erfindungsgemäße
Verfahren wurde unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
Aufheiztemperatur beim
primären Walzen 1250 C
Nachwalztempcratur bei dem
primären Walzen 950 C
Kühltcmperatur 600 C
Aufheizlcmpcrutur bei dem
sekundären Walzen 900 C
Verweilzeit in dem Aufheiz-
Verfahrcnsschriu 10 Minuten
Nachwalztemperatur bei dem
sekundären Walzen 720 C
| Tabelle 11 | c- si | Tabelle 12 | -— - | Mn | V | Nh | Sol ■ Al | |
| Probe Nr. Gehall (%) | 0,18 0,33 | Webverfahren | 1.24 | 0,15 | 0.044 | |||
| 5 | 0,18 0,33 | Probe | 1,26 | 0,28 | 0.048 | |||
| XXI | 0,17 0,34 | Nr. | 1,26 | 0,10 | 0,014 | 0,042 | ||
| XXII | 0,17 0,34 | 1,27 | 0,14 | 0,030 | 0,038 | |||
| IO | XXlII | |||||||
| XXlV | ||||||||
| Zug | Streck | Ge- | C'harpy | |||||
| •5 | festig | span | saml- | l'ber- | ||||
| Herkömmliches | keit | nung | liingcn- | gangs- | ||||
| XXl | Verfahren | aus- | lem- | |||||
| 2. Ausführungs | deh- | peratur | ||||||
| form | nung | |||||||
| Herkömmliches | (kp ^ | (kp | Cn) | I Cl | ||||
| 20 | XXIl | Verfahren | mm2) | mm I | ||||
| 2. Ausführungs- | 66,6 | 52,9 | 33.5 | - 16 | ||||
| forrn | ||||||||
| Herkömmliches | 62,9 | 50,1 | 37,0 | - 62 | ||||
| 25 | XXlII | Verfahren | ||||||
| 2. Ausführungs | 73,1 | 60.1 | 28.5 | t 32 | ||||
| form | ||||||||
| Herkömmliches | 69.5 | 57,8 | 31.5 | - 95 | ||||
| XXIV | Verfahren | |||||||
| 2. Ausfiihrungs- | 67,6 | 55.8 | 30,0 | ■- 41 | ||||
| form | ||||||||
| 62.2 | 51,5 | 33.5 | - 105 | |||||
| 35 | 69.7 | 57,6 | 29.0 | + 6 | ||||
| 64,2 | 53,7 | 32,5 | -130 | |||||
| 40 | ||||||||
Wenn das erf-.ndungsgemälk Verfahren bei einem
Stahl mit 0,28% Vanadium durchgeführt wird, kann eine Zugfestigkeit von etwa 70 kp/mm2 durch den
Ausscheidungshärtungseffekt des Vanadiums ohne Verminderung der Zähfestigkeit oder der Längendehnung
erreicht werden (Tabellen 11 und 12). Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren können daher
Stahlplattcn mit einer so hohen Festigkeit hergestellt werden, wie sie bei herkömmlichen ungetcmperten
Stahlplatten nicht gegeben ist, während die Zähfestigkeit und die Duklilität auf hohen Weiten
gehalten werden.
Erfindungsgemäß wird bei dem sekundären Walzen auf 800 bis 10000C, vorzugsweise 800 bis 950 C.
erwärmt. Wenn das Erwärmen auf eine Temperatur von weniger als 800"C erfolgt, wird die Homogenität
der Walzstruktur und die Eigenschaften der fertigen Stahlplatten herabgesetzt, mit dem Ergebnis, daß die
Zähfestigkeil abrupt verschlechtert wird. Wenn bei dem sekundären Walz-Verfahrensschrill auf eine
Temperatur von mehr als 1000 C erwärmt wird.
bekommt die fertige Stahlplatte eine Duplexslruktur.
und die Zähfestigkeit wird herabgesetzt.
Der sekundäre Walzvorgang wird bei der Erfindung mit einem Reduktionsverhältnis von nicht wenitier
»Is 30% durchgerührt. Wenn das Walzen mit einein
Reduktionsverhältnis von weniger als 30% durchführt wird, so ergibt sich eine unerwünschte Verminderung
der Festigkeit und der Zl:hfestigkeit. Wenn die Nachwalztemperatur bei dem zweiten Walz-Vorgang
höher als 740" C liegt, ergibt sich eine Verminderung
der Festigkeit. Wenn die Nachwalzlemperatur nicht über 6800C liegt, ergibt sich e:ne
außergewöhnlich starke Verminderung der Zähfestiükeit.
" ,o
Wenn die erste Ausführungsform und die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
auf Ausgangs-Stahlproben angewendet wird, die eines oder mehrere der in Tabelle 13 gezeigten Legierungselemente zur Verbesserung der Härtbarkeit zusätzlich
tu den 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger als 1,5%
Silizium und 0,5 bis 4,0% Mangan enthalten, ist es möglich, ungetemperte, stark zähfeste Stahlplatten
mit sehr hoher Festigkeit zu erhalten, die durch eine Zugfestigkeit von mehr als 65 kp/mm: und einer
Streckspannung von mehr als 60kp/mm- charakterisiert
sind und eine außergewöhnlich gute Ticitempcratur-Zähfestigkeit
haben.
| Tabelle 13 | F.lcmcntc | Gehalt | 4,0 |
| Mangan | 1,8 | 3,0 | |
| Chrom | 1,0 | -1,0 | |
| Molybdän | 0,15 | 0,01 | |
| Bor | 0,002 | -1.5 | |
| Silizium | 0,9 | ||
35
Wenn ein Ausgangsstahlmaterial mit einem Ausscheidungshärter
allein dem erfindungsgemüßen Verfahren
unterzogen wird, ist es nicht möglich, eine hochfcsic Stahlplatte mit einer Zugfestigkeit über
70kpmm2 und einer Slrcckspannung um über
60kpmm2 zu erhalten (Tabelle 12). Aus (ig. 1 ist
zu ersehen, daß es auch bei dem herkömmlichen Verfahren nicht möglich ist, eine ungetemperte Stahlplatte
mit so hoher Festigkeit und einer Duktil-Brüchig-Ubcrgangstempcratur
von weniger als —60 C zu erhallen.
Verschiedene Stahlsorten, deren Gehalt an Legierungsclementcn
von 0 bis zu relativ großen Weiten lag. winden der ersten und der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens unterworfen.
wobei sich die oben angegebenen ausgezeichneten Tieflemperatur-Festigkeitswerte ergaben.
Es wurde im einzelnen geprüft, welche Festigkeit und welche Tieflemperatur-Zähfestigkeit bei Stalilplalten
erreicht wurden, die aus diesen Ausgangs-Stahlproben mit einem Gehalt an Legierungselementen
hergestellt wurden. Es hat sich gezeigt, daß, wenn Stähle mit einem oder mehreren in Tabelle 13 angegebenen
Legierungselementen zur Verbesserung der Härtbarkeit die in Tabelle 13 angegebenen unteren
Grenzen übersteigenden Mengen enthalten, nach der ersten und der zweiten Ausführungsform der Erfindung
behandelt werden, es möglich ist, hochfeste Stahlplatten mit einer Zugfestigkeit über 65 kp/mm2 und einer
Sireckspannung über 60 kp mm2 ohne Verminderung der Tieftemperatur-Zähfestigkeit zu erzeugen. Die
oberen in Tabelle 13 angegebenen Grenzen für diese Lcgierungselemente sind hauptsächlich durch wirtschaftliche
Gesichtspunkte und aus Gründen der Schweißbarkeit des Stahl-Endproduktes bestimmt.
Wenn d'cse Legierungselcmente insbesondere in großen
Mengen enthalten sind, sind die ökonomischen Vorteile der vorliegenden Erfindung gegenüber dem
herkömmlichen Temper- und Anlaßverfahren zur Herstellung von getemperten, hochzähfesten Slahlplatlen
nicht so erheblich.
Bei herkömmlichen walzstahlähnlichen, hochfesten Stahlplalten ändert sich mit wachsendem Gehalt an
Legierungselementen die mikroskopische Struktur von der Ferritstruktur und Perlitstruktur zu der Bainilstruktur
mit dem Ergebnis, daß eine Verminderung der Zähfestigkeit nicht vermieden werden kann.
Wenn Stähle, die die in Tabelle 13 angegebenen Legicrungselementc in verhältnismäßig hohen Mengen
enthalten, nach der ersten und zweiten Ausführungsform der Erfindung behandelt werden, wird eine sehr
feine Ferrit- und Perlitstruktur direkt in eine Struktur umgewandelt, die aus feinem Ferrit und Quasi-Perlit
und -Martcnsit zusammengesetzt ist. """■
Eine höhere Bainitstruktur tritt überhaupt niehl
auf. Bei der Erfindung tritt daher keine übergangsstruktur,
die einen schlechten Einfluß auf die Zähfestigkeit hat, beispielsweise höherer Bainit, nicht
in der Slahlstruktur auf, sondern Ferrit wird direkt in Marlensit umgewandelt, welches eine Struktur ist,
die bis zu einem gewissen Grad spontan in einen Zustand übergeht, der dem durch Anlassen erreichten
ähnlich ist. Aus diesem Grund, weil die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugte Ferritstruktur
sehr fein ist, ergibt sich keine Verminderung der Zähfestigkeit.
Die Herstellung solcher hochfester Stahlplatten nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nun
an Hand von Beispielen im einzelnen erläutert.
Jede Slahlprobe wurde in eine Platte von 30 mm Dicke, 150 mm Breite und 230 mm Länge geformt
und auf 920°C während 30 Minuten aufgeheizt. Sodann wurde die Probe in 5 Durchgängen mit einem
kleinen Probe-Walzwerk bei einer Nachwalztemperatur von 7000C auf eine Platte von 11mm Dicke,
150 mm Breite und 600 mm Länge gewalzt. Die mechanischen Eigenschaften in der Walzrichtung
jeder der so hergestellten Platten sind in Tabelle 15
zusammengefaßt. Die einzelnen Walzdurchgängc wurden gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung
durchgeführt.
Getrennt davon wurde jede der in Tabelle 14 aufgeführten Stahlproben in eine Piaitc von 82 mm
Dicke, 100 mm Breite und 100 mm Länge geformt und bei 1250"C während 20 Minuten erwärmt. Dann
wurde die Probe einem primären Walzvorgang bei einer Nachwalzlempcmtur von 900 bis 1000 C in
einem kleinen Probe-Walzwerk auf eine Platte von 22 mm Dicke, 100 mm Breite und 330 mm Länüc
22
gewalzt. Sodann wurde die Platte auf eine Temperatur unter 650'C, vorzugsweise 550 bis 600' C, während
30 Sekunden durch Besprühen mit Wasser abgekühlt, worauf die Platte in einen Nachwärmeofen eingeführt
und während 30 Minuten auf 900" C gehalten wurde. Danach wurde sie in einem sekundären Walzvorgang
bei einer Nachwalztemperatur von 700C in 4 Durchgängen
gewalzt, so daß eine gewalzte Platte von 11mm Dicke, 100 mm Breite und 700 mm Länge
gebildet wurde. Nach dem sekundären Walzvorgang wurde mit Luft abgekühlt. Die mechanischen Eigenschaften
der so hergestellten Slahlplatten in Walzrichtung sind in Fig. 16 gezeigt. Die Durchgänge
werden gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung durchgeführt.
Dieselben Stähle wurden dem primären Walzvorgang unter denselben Bedingungen wie oben
unterworfen, bis die Dicke 24 mm betrug. Danach wurden sie durch Luftkühlung auf 800"C abgekühlt
Wenn die Temperatur so groß war wie die Walztemperatur bei dem obengenannten sekundären Wal/
Vorgang, wurde bei einer Nachwalztemperatur vor C gewalzt, um die Dicke auf 11 mm zu reduzieren
Die mechanischen Eigenschaften der auf diese Weist hergestellten Verglcichs-Stahlplatlen von 11 mm Dicki
durch das genannte Walzverfahren mit steuerbar au
ίο bestimmte Werte eingestellten Bedingungen, wöbe
das Erwärmen nur einmal durchgeführt wurde, sine in Tabelle 17 gezeigt.
In den Tabellen 15, 16 und 17 sind die Werte dei
Sireckspannung, die durch das Zeichen »x« markier sind, für die Elastizitätsgrenze angegeben, weil di<
Messung der Streckspannung nicht möglich ist.
| Probe Nr. | Zugaben | einfacher C-Stahl | Mo | Gehalt | si r | Vl η | P | S Cr | Mo | V | Nb | B Sol ■ Λ |
| V | Mo-V | C | ||||||||||
| Vergleichsstahlproben | Stahl mit Legierungselementen | Mo-V | 0.35 | .43 | 0,017 | 0,015 | — | 0.028 | ||||
| XXV | XXVII | Mo-Nb | 0,21 | 0,30 | .34 | 0,14 | 0,015 | 0,06 | 0.033 | |||
| XXVI | XXVIII | Mo-B-V-Nb | 0,15 | |||||||||
| XXIX | Cr-V | 0.33 | .39 | 0,015 | 0,015 - | 0,30 | — _ | 0.031 | ||||
| XXX | Mn-V-Nb | 0,21 | 0,31 | ,39 | 0,015 | 0,015 -- | 0,16 | 0,07 | 0.032 | |||
| XXXI | Si-V | 0,15 | 0,32 | ,38 | 0,016 | 0,015 - | 0,62 | 0,06 | — | 0,029 | ||
| XXXII | 0,15 | 0,31 | .30 | 0.012 | 0,019 - | 0,32 | 0,026 | 0.014 | ||||
| XXXHl | 0,12 | 0.34 | ,35 | 0,011 | 0,018 — | 0,16 | 0,09 | 0,020 | 0.003 0.032 | |||
| XXXIV | 0,08 | 0,35 | .39 | 0,016 | 0,020 1,99 | — | 0,06 | ..— | 0.031 | |||
| 0,15 | 0,41 . | 2,26 | 0,012 | 0,015 — | — | 0,06 | 0,05 | 0.032 | ||||
| 0,17 | 0,95 | .31 | 0.017 | 0.020 | — | 0,08 | 0.033 | |||||
| 0,20 | ||||||||||||
(1. Ausführungsform der Erfindung)
Probe Nr.
Stahlsorte bzw.
Zugabe
Zugabe
Zugfestigkeit Slreck-
spannung
(kp mm2) (kp mnrl
Gesamtlängen- Obergangsausdehnung temperatur
<%) CCY)
Beim Aufschlag
absorbierte Energie
absorbierte Energie
(kpm)
00C -60 C
einfacher C-Stahl 56.7
42.3
35
| XXVI | V | 54,8 | 46.7 | 36 |
| XXVII | Mo | 82.2 | 62.P | 24 |
| XXVIII | Mo-V | 67.7 | 54,6 | 28 |
| XXIX | Mo-V | 103.9 | 72.1" | 23 |
| XXX | Mo-Nb | 71.3 | 62.5 | 28 |
| XXXI | Mo-B-V-Nb | 73.1 | 53.2' | 29 |
| XXXII | Cr-V | 93.6 | 70.2" | 22 |
| XXXIII | Mn-V-Nb | 96.3 | 67.3" | 23 |
| XXXIV | SiV | 70.5 | 56.8 | 28 |
| 11 rherL'.in | üstemncratur. bei der beim | Aufschl.iij | Lncrmc absorbiert wird |
- 52
- 80
- 42
- 90
- 82
-137
-137
- 91
- 98
- 68
- 77
24,3
22,1
157
15.7
10,9
15,3
11,4
8,3
7.7
13.5
22,1
157
15.7
10,9
15,3
11,4
8,3
7.7
13.5
8.3 20.6
3,3 13.8
8,9 12.2 10.8
5.3 11.8
(2. Ausführungsform der Erfindung)
l'rohe Nr. Stahlsorte Ivw. Zugfestigkeit
Zugaben
(kp nmrI
XXV einfacher C-Stahl 59,1
XXVI V 57,3
XXVII Mo 75,0
XXVIII Mo-V 70,1
XXIX Mo-V 108,6
XXX Mo-Nb 91,4
XXXI Mo-B-V-Nb 82,9
XXXII Cr-V 98,1
XXXIII Mn-V-Nb 89,3
XXXIV Si-V 71,2
ty
"WVl V LJt
) tJbergangslemperalur, bei der beim Aufsehlag Energie ι
Streckspannung
(kp nmr!
42.6 49,8 54,9 y
58,8K 76,5" 75,2"
60,7" 70,3" 66,4X 58,8 absorbiert wird.
Gesamtlangenausilehnung
36,0
34,0
24,0
27,0
20,0
22,5
23,5
20,5
20,5
29,5
34,0
24,0
27,0
20,0
22,5
23,5
20,5
20,5
29,5
nbcrgangstcmperatur
I C)1I
- 50
- 90
- 44 -111 -157 -124 -145 -140
- 80
- 81
| Beim Aufsclil | ag |
| absorbierte H | nergie |
| (kpml | |
| 0 C | -W) C |
| 16,9 | 4,5 |
| 21,6 | 12,4 |
| 6,5 | 4.0 |
| 14,2 | 9.7 |
| 5,5 | 4,9 |
| 6,5 | 6,3 |
| 8,1 | 7,4 |
| 7,5 | 6,2 |
| 6.4 | 4,9 |
| 12.0 | 10,4 |
(Herkömmliches kontrolliertes Walzverfahren)
Probe Nr.
Stahlsorte bzw.
Zugabe
Zugabe
Zugfestigkeit Streckspannung
(kp mnr)
(kp'mm I Gesamtlangen- Ubergangsausdehnung
temperatur
Beim Aufschlag absorbierte Energie
(kpm) OC
-60 C
XXV
XXVI
XXVII
XXVIII
XXlX
XXX
XXXI
XXXII
XXXIII
XXXIV
einfacher C-Stahl 58,7 42.0
V 61,8 50,3
Mo 76,5 55,1*
Mo-V 67,5 48,8*
Mo-V 82.8 58,9'
Mo-Nb 84,7 63.1*
M0-B-V-Nb 80.6 54,4*
Cr-V 109,5 87,2'
Mn-V-Nb 91,4 55,4'
Si-V 67,9 51.7
M tibergangstempera.ur. bei der be,m Aufprall Energie absorbiert w.rd.
Aus den in den Tabellen 15. 16 ™d »7 zusammengefaßten
Ergebnissen ist ersichtlich, daß bei jedem Auseangs-Stahlmaterial eine außerge.rhnJ!C r h fqK
Zähfestiekeit mit dem erfindungsgemaßen Verfahren
erzielt werden kann. Insbesondere bei Stahlen mit
einer Zugfestigkeit von 60kp mm' und mehr wird
bei dem herkömmlichen Verfahren entweder die Übergangstemperatur erhöht oder die beim^Aufschlag
absorbierte Energie beim Anstieg der Fest gke t
erheblich reduziert, und d,e Zähfestigkeit wirdauße gewöhnlich
stark erniedrigt. Bei nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verarbeiteten Stahlen diese. An
wird die Übergangstemperatur kaum geand.r und
die be,m Aufschlag absorbierte Energie nur gtrmgfligie
erniedrig und zwar auf e,n Maß^ das de _ *5
Verhinderung'der Duktihtai entspricht d.e s,ch aut
Grund der Erhöhung der Fesligkeil natürlich ergeben
soll Is ,st daher ersichtlich, daß emc walzslahl-36,0
27,0
21,0
27,0
21,0
20.0
20.0
19,0
23.0
38,5
27,0
21,0
27,0
21,0
20.0
20.0
19,0
23.0
38,5
-44 -48 -14 -28 + 4 -20 + 7 -42 -20 -35
15,3
20,0 6.8
11,0 3.4 3,9 2.2 7,2 3,9
19.7
4,3 1,4 1,4 1,2 1,0 1,1 0,9 0.8 0.6 1.8
ähnliche, hochfeste Stahlplatte, die nach dem erfin
dungsgemäßen Verfahren hergestellt ist, eine genugenc hohe Zähfestigkeit hat.
Im Beispiel 7 wurden die Auswirkungen der Erfin dung insbesondere bei einer Stahlplatte mit eine
Dicke von 11 mm erläutert. Auch im Falle voi Stahlplatten mit größerer Dicke ist das erfindungs
gemäße Verfahren vorteilhafter als das herkömmlich* Temper- oder Anlaß-Verfahren, da die mechanischei
Eigenschaften der Platten mit wachsender Platten dicke nicht wie bei dem herkömmlichen Temper
oder Anlaßverfahren erheblich verschlechtert werder Daher können Stahlplatten mit einer Dicke von 3i
oder 40 mm und mit ausgezeichneter Festigkeit um Zähfestigkeit mit dem erfindungsgemaßen Verfahre:
lediglich dadurch erreicht werden, daß die Zugab an Leeiop'ngselementen in gewissen Grenzen erhöh
wird
Es ist jedoch aus den Ergebnissen der Tabellen 15 und 16 zu ersehen, daß die hochfeste Stahlplatte, die
nach dem crfindungsgcmälJen Verfahren hergestellt
»st. etwas schlechter bezüglich der Diiktilität im
Vergleich zu der herkömmlichen getemperten Stahlplatte od. dgl. ist. Dieser Nachteil kann jedoch dadurch
überwunden werden, daß die walzstahlähnliche. erfindungsgemäße Stahlplatte einer Temperung bei 500 bis
f>50 C während 20 Minuten bis 2 Stunden in herkömmlicher
Weise wie bei dem bekannten Abschrecken und Tempern unterworfen wird. Die Diiktilität, die durch
die Gesamtlängenausdchnung und die beim Aufschlag absorbierte Energie gekennzeichnet ist, kann
bis auf ein Maß verbessert weiden, das mit den herkömmlichen abgeschreckten und getemperten Stalllen
vergleichbar ist, obwohl die Zugfestigkeit geringfügig vermindert ist (dritte Ausführungsform). Ls
hat sich gezeigt, daß es möglich ist, Stahlplatten mit ausgezeichneter Festigkeit, Zugfestigkeit und Duklilität
herzustellen, wenn die nach der Erfindung hergestellte, walzslahlähnliche Platte getempert wird.
Der Grund, warum bei der Erfindung die Temperatur für das Tempern auf 500 bis 650" C und die
Temperzeit auf 20 Minuten bis 2 Stunden begrenzt ist, sind folgende:
Das Tempern wird zur Wiederherstellung der Duktilität in dem gewalzten Stahl durchgeführt.
Wenn das Tempern bei einer Temperatur unterhalb 500' C durchgeführt wird, ist die Wiederherstellung
der Duktilität nicht ausreichend. Wenn die Temper-Temperatur 6500C übersteigt, wird die Festigkeit
vermindert. Wenn kürzer als 20 Minuten getempert wird, wird die Duktilität nur in ungenügendem Maße
wieder hergestellt. Wenn die Temperzeit 2 Stunden übersteigt, wird durch diese Verlängerung der Temper-
zeit eine besondere Wirkung erzielt. Daher wird au wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Temperzeit nich
über 2 Stunden ausgedehnt.
hin Stahl der folgenden Zusammensetzung wurdi durch Schmelzen in einem lOO-kp-Hochfrequenz
schmelzofen hergestellt und als Stahlprobe XXX\ in diesem Beispiel verwendet.
Anlcilc der Probe XXXV
Kohlenstoff 0 K1
Silizium 0^1
Mangan 1"^
Vanadium q0(i
Molybdän ' ' ' 030
Sol Aluminium 0.030
Der Probestahl wurde in eine Platte von 58 mm Uickc. 82 mm Breite und 140 mm Länge tieformt.
Sodann wurde er auf 900 C während 30 Minuten erwärmt und bei einer Nachwalztemperatur von
/UU L und mit einem Reduktionsverhältnis von 81%
gewalzt, so daß eine Stahlplatte mit einer Dicke von
M mm gebildet wurde. Danach wurde die Platte auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die mechanischen
tigcnscnaftcn der walzstahlähnlichen Platte in WaIznchtung
sind in Tabelle 18 uczeitit.
Dann wurde die walzstahlähnhche Stahlplatte nach
dem Lultkuhlen während einer Stunde auf 500, 600 oder630 Cgehalten. Diemechanischen Eigenschaften
>n Walznchtung der auf diese Weise Eetempcrtcn
Stahlplatte sind ebenfalls in Tabelle 18 nezeim
Tcmper-Bedingungen
Zugfestigkeit Sireckspannuni:
Oesiimt-
la'ngen-
aiisdehnuni;
(kp mm-1 (kp mnri
Ungetemperte walzstahlähnliche Platte 85.3
I Std. tempern bei 500 C und luftgekühlt 72,9
I Std. tempern bei 600 C und luftgekühlt 69,9
1 Std. tempern bei 650 C und luftgekühlt 65,5
Aus den in Tabelle 18 gezeigten Ergebnissen ist ersichtlich, daß ein Stahl mit einem Gehalt von
€,30% Molybdän nach der ersten Ausführungsform der Erfindung gewalzt wurde. Die Walzplatte wird
dann bei 500 bis 650 C getempert. Dadurch kann eine hochzähfeste Stahlplatte mit ausgezeichneter
Duktilität hergestellt werden, die durch eine Zugfestigkeit von mehr als 65kpmm2. eine Streckspannung
von mehr als 60 kp mm2, eine Brüchig-Duktil-Öbergangstemperatur
von weniger als —60 C". einer Gesamtlängenausdehnung von mehr als 26" n und
einer beim Aufschlag absorbierten Energie bei 0 C von mehr als 14kpm gekennzeichnet ist.
Bei hoch/ugfesten Stählen werden häufig andere
als die erwähnten Eigenschaften, beispielsweise Korro-
| 58.0 | 22.0 |
| 63.3 | 26,0 |
| 64,7 | 27,5 |
| 60.7 | 30,5 |
| t^bcrgungs- temperatur. bei der Brüche auftreten |
Beim Aufschi absorbierte 1: |
at! nergic |
| I C) | I k ρ m I | |
| O C | 60 | |
| -153 | 10,1 | 8.1 |
| -157 | 14.8 | 12.6 |
| -142 | 16.2 | 12.8 |
| -142 | 17.9 | 12.8 |
cc Ι™?"tan,di8kcit- Wetterbeständigkeit und Widcr-Standsfähigkeit
gegenüber Seekorrosion, verlangt, hs
wurden bereits Stähle entwickelt, die Tür solche Verwendungszwecke
bestimmt sind, wo beispielsweise nocn/ahfeste, korrosionsbeständige Stähle, wetter-
< „ ifSf ,Stähle und Stähle mit einer hohen Widerte
sumdsfiihigkcit gegen Seekorrosion hcnölist werden,
im a !gemeinen geht man davon aus. daß diese Widerstandse.genschaflen
durch Zugabe von einem oder mehnren der Elemente Nicke! (0.2 bis 2.0%). Chrom
ts Hen, η- 3^0?'' kupfer (0.2 bis 1.0%) lind anderen
SW rhCbllCh VCTh«*ert werden können. Wenn
•VJnk mit diesen /ugaheelementcn zur Verbesserung
£^Kormsi«ins-WiderstandslahiakeiI. der Witterungs-
und der Seel.orrosmni-f^,;„L...,t ^n Ver-
28
fahren gemäß der ersten und der /weiten Ausluhrungsform
der Erfindung unterworfen werden, können Stahlplatten hergestellt werden, die bezüglich dieser
Festigkcitscigenschaften außergewöhnlich gut sind und gleichzeitig die ausgezeichnete Festigkeit und
Tieftempcralur-Zähfestigkcit behalten, d.h..weder die Festigkeit noch die Zähfestigkeit lassen in irgendeiner
Weise nach. Dies wird an I land des folgenden Beispiels erläutert.
Bei diesem Beispiel wurden die Stahlprobcn XXXVl
bis XXXlX verwendet, die in Tabelle 19 zusammengefaßt sind. Jede Stahlprobe wurde in eine Platte von
82 mm Dicke, 100 mm Breite und 260 mm Länge geformt. Sodann wurde sie bei einer Temperatur
von 1250 C während 20 Minuten erwärmt und bei 900 C naehgewalzi. um eine Platte mit einer Dicke
von 30 mm herzustellen. Die auf diese Weise einem primären Walzvorgang unterworfene Platte wurde
auf eine Temperatur unterhalb 650' C während einer Zeitdauer von 60 Sekunden durch Besprühen mit Wasser
abgekühlt und sofort auf 900"C während 20 Minuten naeherwärml. Danach wurde sie einem sekundären
Walzvorgang bei einer Nachwalztemperatur von 700 C in 6 Durchgängen unterworfen, um eine Walzplatte
mit 11 mm Dicke, 100 mm Breite und 650 mm
Länge zu erhallen. Die auf diese Weise hergestellte Platte wurde luftgekühlt. Die mechanischen Eigenschaften
in Walzrichtung jeder der auf diese Weisi hergestellten Platten sind in Tabelle 20 gezeigt.
Aus den Ergebnissen in Tabelle 20 ist ersichtlich daß die erlindungsgcmäß hergestellten Stahlplattei
eine außergewöhnlich gute Festigkeit und Zähfestig keil unabhängig von der Zugabe von Elemente]
aufweisen, die die Korrosionsbeständigkeil, tue Witte
rungsbeständigkeit und die Beständigkeit gegen See korrosion, beispielsweise Nickel, Chrom und Kupfei
ίο verbessern.
Chemische Zu- Probe Nr. summcnselzunu
in Gewichts- ' XXXV! XXXVII XXXVIIl XXXIX prozeni
in Gewichts- ' XXXV! XXXVII XXXVIIl XXXIX prozeni
Kohlenstoff 0.16 Silizium
Mangan
Phosphor
Schwefel
Molybdän
Vanadium
Kupfer
Nickel
Chrom
0.26
1,35
0,016
0.014
0.06
0.04
0.30
0.35
0.41
0.14
0,33
1,32
0.014
0,014
0,13
0,06
0,28
0,13
0,28
1,22
0,017
0,018
0,12
0,04
1,03
0.15
0.29
1,22
0.012
0.014
0,31
0.05
0.55
| Tabelle 20 | Zugubc- | Zugfestigkeit | Streck- | Gesamtkingcn- | Γ-'bergangs- | Beim Aufschlag | absorbierte |
| Probe Nr. | Elemenl | spannung | ausdehming | tempcratur | Energie | ||
| (kp'mnrl | Ikp mnrl | <%) | ( Cl | (kpml | |||
| bei 0 C | bei -60 C | ||||||
| Cu, Ni, Cr | 63.0 | 51,8 | 34,0 | -92 | 20,2 | 17.3 | |
| XXXVl | Cu | 69,7 | 58.1 | 28.2 | -88 | 14.1 | 11.5 |
| XXXVIl | Elastizit! | Eisgrenze | |||||
| Cr | 68,3 | 50.3 | 27,2 | -77 | 15,5 | 10.0 | |
| XXXVlIl | Ni | 84,3 | 66.2 | 21,0 | -99 | 9,8 | 7,8 |
| XXXIX | Elastizit; | Itsgrenze | |||||
| Hierzu 4 | Blatt Zeichnungen | ||||||
Claims (12)
1. Verfahren zur Herstellung starker, zähfester
Stahlplatten durch Warmwalzen des Stahlmaterials und Nachwalzen auf die gewünschte Dicke in
einem Temperaturbereich unter 740° C. d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Stahlmatcrial auf
eine Temperatur im Bereich von 800 bis 1000c C erwärmt und wie bekannt mit einem Reduktionsgrad
von mindestens 30% gewalzt sowie bei einer Nachwaiztcmperatur im Bereich von 680 bis 740° C
nachgewalzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Erwärmung auf 800 bis 10000C und dem anschließenden Nachwalzen das
Stahlmaterial wie bekannt auf eine Temperatur oberhalb 1000"C erwärmt und auf eine geeignete
Dicke gewalzt wird, anschließend der Walzvorgang unterbrochen und der Stahl in bekannter Weise
auf eine Temperatur unterhalb 650 C abgekühlt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2« dadurch gekennzeichnet, daß die nachgewalzte Platte bei
einer Temperatur im Bereich von 500 bis 650 C während 20 Minuten bis 2 Stunden getempert
wird.
4. Verwendung eines Stahls bei dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den
Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger als 1,5% Silizium und 0,5 bis 4,0% Mangan und im
übrigen im wesentlichen Eisen.
5. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
den Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger als 1,5% Silizium, 0,5 bis 4,0% Mangan, wahlweise
und oder 0,02 bis 0,30% Vanadium, 0,05 bis 1,0% · Molybdän, 0,005 bis 0.20% Niob, 0,03 bis 0,20%
Titan. 0,02 bis 0,20% Zirkonium und 0,01 bis 0,10% Tantal und im übrigen Eisen.
6. Verwendungeines Stahls bei einem Verfahren
nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger
als 1,5% Silizium, 0,5 bis 4,0% Mangan, wahlweise und oder 0,2 bis 3,0% Chrom und 0,002 bis 0.01 %
Bor und im übrigen Eisen.
7. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren nach Anspruch I oder 2, gekennzeichnet durch den
Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger als 1.5% Silizium, 0,5 bis 4.0% Mangan, wahlweise
und oder 0,2 bis 1,0% Kupfer, 0,2 bis 2,0% Nickel und 0,2 bis 3.0% Chrom und im übrigen Eisen.
S. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. gekennzeichnet durch
den Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger
als 1,5Vo Silizium. 0.5 bis 4,0% Mangan, wahlweise und oder 0,02 bis 3.0% Vanadium. 0.05 bis 1.0%
Molybdän, 0,005 bis 0.20% Niob. 0.03 bis 0.20% Titan. 0,02 bis 0,20% Zirkonium und 0,01 bis
0,10% Tantal, zusammen mit wahlweise und oder 0.2 bis 3,0% Chrom und 0,002 bis 0,1% Bor als
zusätzliche Elemente und im übrigen Eisen.
9. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den
Gehalt von 0,0t> bis 0,30% Kohlenstoff, weniger als
1,5% Silizium, 0,5 bis 4.0% Mangan, wahlweise und/oder 0,02 bis 3,0% Vanadium, 0.05 bis 1,0%
Molybdän, 0,005 bis 0,20",, Niob. 0,03 bis 0,20% Titan, 0,02 bis 0,20% Zirkonium und 0,01 bis
0.10% Tantal zusammen mil wahlweise und oder 0.2 bis 1.0% Kupfer, 0.2 bis 2.0% Nickel und 0,2 bis
3.0% Chrom als zusätzliche Elemente, und im übrigen Eisen.
10. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren
nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch den Gehalt von 0,06 bis 0.30" i» Kohlenstoff, weniger
als 1.5% Silizium, 0,5 bis 4,0% Mangan, wahlweise und oder 0,2 bis 3.0",0 Chrom und 0.002 bis 0.1 %
Bor. zusammen mit wahlweise und oder 0.1' bis 1,0% Kupfer und 0,2 bis 2,0% Nickel als Zusatzclemente
und im übrigen Eisen.
11. Verwendung eines Stahls bei einem Verfahren
nach Anspruch 1 oder 2. gekennzeichnet durch den Gehalt von 0,06 bis 0,30% Kohlenstoff, weniger
als 1.5% Silizium, 0,5 bis 4,0% Mangan, wahlweise und oder 0,02 bis 3,0% Vanadium. 0,05 bis 1,0%
Molybdän, 0,005 bis 0,20"„ Niob, 0,03 bis 0.20%
Titan. 0,02 bis 0,2% Zirkonium und 0,01 bis 0,10%
Tantal, zusammen mit wahlweise und oder 0,2 bis 3,0% Chrom und 0.002 bis 0.1% Bor als Zusalzelemenle,
wahlweise und oder 0,2 bis 1,0% Kupfer und 0,2 bis 2,0% Nickel als weitere Zusatzelemcnte
und im übrigen Eisen.
12. Walzanlage zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 oder 2 zur Herstellung starker, zähfester Stahlplatten, mit einem Wärmeofen,
einem Walzwerk und einer Produktionsstralk", wobei der Wärmeofen, das Walzwerk und die
Produktionsstraße parallel geschaltet sind, gekennzeichnet durch eine bekannte Umlauf-Nebenschlußstraße
mit einem Nachwärmeofcn.
Applications Claiming Priority (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4356370A JPS497291B1 (de) | 1970-05-20 | 1970-05-20 | |
| JP4502170A JPS497292B1 (de) | 1970-05-25 | 1970-05-25 | |
| JP5089870A JPS497293B1 (de) | 1970-06-11 | 1970-06-11 | |
| JP5800970A JPS5024700B1 (de) | 1970-07-01 | 1970-07-01 | |
| JP8237470A JPS5426488B1 (de) | 1970-09-19 | 1970-09-19 | |
| JP8237370 | 1970-09-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2124994A1 DE2124994A1 (de) | 1971-12-02 |
| DE2124994B2 true DE2124994B2 (de) | 1975-07-03 |
| DE2124994C3 DE2124994C3 (de) | 1983-03-10 |
Family
ID=27550122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2124994A Expired DE2124994C3 (de) | 1970-05-20 | 1971-05-19 | Verfahren zur Herstellung starker, zähfester Stahlplatten |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4008103A (de) |
| CA (1) | CA952415A (de) |
| DE (1) | DE2124994C3 (de) |
| GB (2) | GB1361978A (de) |
| SE (1) | SE404536B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2746982A1 (de) * | 1977-01-24 | 1978-07-27 | Amax Inc | Zweiphasiger, heissgewalzter bandstahl und verfahren zu dessen herstellung |
| DE3525905A1 (de) * | 1984-07-21 | 1986-01-30 | Kanto Special Steel Works Ltd., Fujisawa, Kanagawa | Stahl fuer walzenmaentel fuer aluminium-stranggiessanlagen |
Families Citing this family (33)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT357587B (de) * | 1976-02-18 | 1980-07-25 | Voest Alpine Ag | Verfahren zum herstellen von blechen aus aus- tenitischen staehlen mit feinem korn |
| JPS52128821A (en) * | 1976-04-12 | 1977-10-28 | Nippon Steel Corp | Preparation of high tensile steel having superior low temperature toughness and yield point above 40 kg/pp2 |
| US4138278A (en) * | 1976-08-27 | 1979-02-06 | Nippon Steel Corporation | Method for producing a steel sheet having remarkably excellent toughness at low temperatures |
| JPS5337123A (en) * | 1976-09-18 | 1978-04-06 | Nippon Steel Corp | Production of high tensile strength steel excellent in low temperature toughness |
| JPS5376918A (en) * | 1976-12-20 | 1978-07-07 | Nippon Steel Corp | Manufacture of fine grain steel |
| DE2713782C3 (de) * | 1977-03-29 | 1987-10-22 | Klöckner-Werke AG, 4100 Duisburg | Verwendung von niedriglegierten Stählen als Werkstoff für die Herstellung von Rinnenprofilen des nachgiebigen Streckenausbaus in Grubenbetrieben |
| US4144378A (en) * | 1977-09-02 | 1979-03-13 | Inland Steel Company | Aluminized low alloy steel |
| US4144379A (en) * | 1977-09-02 | 1979-03-13 | Inland Steel Company | Drawing quality hot-dip coated steel strip |
| DE2900022C3 (de) * | 1979-01-02 | 1981-12-03 | Estel Hoesch Werke Ag, 4600 Dortmund | Verfahren zum Herstellen von Profilen |
| SE430902B (sv) * | 1979-05-09 | 1983-12-19 | Svenskt Stal Ab | Sett att vermebehandla ett stalband med 0,05 - 0,20% kolhalt och laga halter legeringsemnen |
| US4397698A (en) * | 1979-11-06 | 1983-08-09 | Republic Steel Corporation | Method of making as-hot-rolled plate |
| JPS601929B2 (ja) * | 1980-10-30 | 1985-01-18 | 新日本製鐵株式会社 | 強靭鋼の製造法 |
| FR2502178B1 (fr) * | 1981-03-19 | 1986-06-20 | Siderurgie Fse Inst Rech | Procede de fabrication de toles fortes en acier |
| US4370178A (en) * | 1981-06-30 | 1983-01-25 | Republic Steel Corporation | Method of making as-pierced tubular products |
| US4533405A (en) * | 1982-10-07 | 1985-08-06 | Amax Inc. | Tubular high strength low alloy steel for oil and gas wells |
| US4453986A (en) * | 1982-10-07 | 1984-06-12 | Amax Inc. | Tubular high strength low alloy steel for oil and gas wells |
| CA1207639A (en) * | 1983-03-17 | 1986-07-15 | Rodney J. Jesseman | Low alloy steel plate and process for production therefor |
| FR2571741B1 (fr) * | 1984-10-12 | 1987-01-23 | Decazeville Expl Siderrurgie | Acier allie pour, notamment, des tubes de cycles |
| US4720307A (en) * | 1985-05-17 | 1988-01-19 | Nippon Kokan Kabushiki Kaisha | Method for producing high strength steel excellent in properties after warm working |
| US5542995A (en) * | 1992-02-19 | 1996-08-06 | Reilly; Robert | Method of making steel strapping and strip and strapping and strip |
| US5858130A (en) * | 1997-06-25 | 1999-01-12 | Bethlehem Steel Corporation | Composition and method for producing an alloy steel and a product therefrom for structural applications |
| US7727342B2 (en) * | 2002-02-12 | 2010-06-01 | The Timken Company | Low carbon microalloyed steel |
| ATE345403T1 (de) * | 2002-02-15 | 2006-12-15 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Verwendung einer stahllegierung als werkstoff für rohre zur herstellung von druckgasbehältern oder als werkstoff zur herstellung von formbauteilen im strahlleichtbau |
| TWI280639B (en) * | 2005-05-20 | 2007-05-01 | Winbond Electronics Corp | Semiconductor memory device and fabrication method thereof |
| US7628869B2 (en) * | 2005-11-28 | 2009-12-08 | General Electric Company | Steel composition, articles prepared there from, and uses thereof |
| CN101400815B (zh) * | 2006-03-16 | 2013-07-31 | 新日铁住金株式会社 | 埋弧焊接用钢板 |
| JP5271512B2 (ja) * | 2007-06-18 | 2013-08-21 | Ihiメタルテック株式会社 | 熱間圧延装置 |
| JP5305709B2 (ja) * | 2008-03-28 | 2013-10-02 | 株式会社神戸製鋼所 | 耐応力除去焼鈍特性と低温継手靭性に優れた高強度鋼板 |
| CN104789892B (zh) * | 2015-03-20 | 2017-03-08 | 宝山钢铁股份有限公司 | 具有优异低温冲击韧性的低屈强比高强韧厚钢板及其制造方法 |
| RU2630916C1 (ru) * | 2016-10-28 | 2017-09-14 | Открытое акционерное общество по проектированию строительства мостов "Институт Гипростроймост" | Сплав на основе железа |
| CN114410935B (zh) * | 2021-12-30 | 2024-05-24 | 舞阳钢铁有限责任公司 | 一种低温冲击韧性良好的p265gh钢板的生产方法 |
| CN114622072B (zh) * | 2022-02-18 | 2024-01-16 | 唐山中厚板材有限公司 | 提高大厚度q345e钢低温韧性的方法及q345e钢 |
| CN118904921B (zh) * | 2024-08-23 | 2025-12-05 | 武汉钢铁有限公司 | 一种棒材粗轧劈头堆钢的控制方法 |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CA768590A (en) * | 1967-10-03 | Ishikawajima-Harima Jukogyo Kabushiki Kaisha | Method of treating steel | |
| US1771688A (en) * | 1927-01-26 | 1930-07-29 | Ralph D Nye | Method and apparatus for manufacturing metal sheets from ingots |
| US2562854A (en) * | 1949-04-22 | 1951-07-31 | Union Carbide & Carbon Corp | Method of improving the high-temperature strength of austenitic steels |
| DE1275559B (de) * | 1958-08-25 | 1968-08-22 | Yawata Seitetsu Kabushiki Kais | Verfahren zur Herstellung von Stahl hoher Zugfestigkeit und Kerbschlagzaehigkeit |
| DE1583394B2 (de) * | 1966-07-30 | 1972-02-17 | Nippon Kokan K.K., Tokio | Verfahren zur verbesserung der mechanischen eigenschaften von staehlen durch warmwalzen |
| US3806378A (en) * | 1972-12-20 | 1974-04-23 | Bethlehem Steel Corp | As-worked bainitic ferrous alloy and method |
-
1971
- 1971-05-14 CA CA113,108A patent/CA952415A/en not_active Expired
- 1971-05-18 SE SE7106446A patent/SE404536B/xx unknown
- 1971-05-19 DE DE2124994A patent/DE2124994C3/de not_active Expired
- 1971-05-19 GB GB5461673A patent/GB1361978A/en not_active Expired
- 1971-05-19 GB GB1589571*[A patent/GB1361977A/en not_active Expired
-
1975
- 1975-09-17 US US05/613,996 patent/US4008103A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2746982A1 (de) * | 1977-01-24 | 1978-07-27 | Amax Inc | Zweiphasiger, heissgewalzter bandstahl und verfahren zu dessen herstellung |
| DE3525905A1 (de) * | 1984-07-21 | 1986-01-30 | Kanto Special Steel Works Ltd., Fujisawa, Kanagawa | Stahl fuer walzenmaentel fuer aluminium-stranggiessanlagen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2124994A1 (de) | 1971-12-02 |
| SE404536B (sv) | 1978-10-09 |
| DE2124994C3 (de) | 1983-03-10 |
| CA952415A (en) | 1974-08-06 |
| GB1361977A (en) | 1974-07-30 |
| US4008103A (en) | 1977-02-15 |
| GB1361978A (en) | 1974-07-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2124994B2 (de) | Verfahren und Walzanlage zur Herstellung starker, zähfester Stahlplatten | |
| DE60125253T2 (de) | Hochfestes warmgewalztes Stahlblech mit ausgezeichneten Reckalterungseigenschaften | |
| EP2690183B1 (de) | Warmgewalztes Stahlflachprodukt und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE69516336T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines stahlbleches mit hoher korrosionsbeständigkeit | |
| EP2924140B1 (de) | Verfahren zur Erzeugung eines hochfesten Stahlflachprodukts | |
| DE3588099T2 (de) | Hochfester, niedriggekohlter Stahl, Gegenstände daraus und Verfahren zur Herstellung dieses Stahls | |
| DE69632025T2 (de) | Verfahren zur herstellung von heissgewalztem stahlblech | |
| DE60300561T3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines warmgewalzten Stahlbandes | |
| EP3535431B1 (de) | Mittelmanganstahlprodukt zum tieftemperatureinsatz und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE10259230A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Stahlprodukts | |
| DE102021104584A1 (de) | Hochfestes, warmgewalztes Stahlflachprodukt mit hoher lokaler Kaltumformbarkeit sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Stahlflachprodukts | |
| DE69228403T2 (de) | Hochfestes, kaltgewalztes, bei Raumtemperatur alterungsbeständiges, tiefziehbares Stahlblech und Herstellungsverfahren | |
| DE112021005074T5 (de) | Warmgeformter Achsgehäusestahl mit einer Streckgrenze im Bereich von 700 MPa und dessen Herstellungsverfahren | |
| DE2551791A1 (de) | Verfahren zum herstellen von hochfestem, kaltgewalztem bandstahl mit hoher einbrennhaertbarkeit und entsprechender alterungsbestaendigkeit | |
| EP0352597A1 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Warmband oder Grobblechen | |
| EP0796928A1 (de) | Mehrphasenstahl und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE69724023T2 (de) | Herstellungsverfahren eines dicken Stahlgegenstandes mit hoher Festigkeit und hoher Zähigkeit und hervorragender Schweissbarkeit und minimaler Variation der strukturellen und physikalischen Eigenschaften | |
| DE69614778T2 (de) | Ferritisches, warmgewalztes, rostfreies Stahlblech mit verbesserter Beständigkeit gegen Oberflächenaufrauhung und erhöhter Dauerwarmfestigkeit nach der Herstellung | |
| EP0315576B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von plattierten Stahlblechen | |
| EP3029162A1 (de) | Verfahren zum Wärmebehandeln eines Mangan-Stahlprodukts und Mangan-Stahlprodukt | |
| DE69823126T2 (de) | Feinkorniger ferritischer Baustahl und Herstellungsverfahren dieses Stahles | |
| DE102018132816A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von thermo-mechanisch hergestellten profilierten Warmbanderzeugnissen | |
| DE102022121780A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines kaltgewalzten Stahlflachprodukts | |
| EP0750049A1 (de) | Ferritischer Stahl und Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung | |
| EP3719147B1 (de) | Warmgewalztes stahlflachprodukt und verfahren zu seiner herstellung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8326 | Change of the secondary classification |
Ipc: C21D 7/13 |
|
| 8381 | Inventor (new situation) |
Free format text: MIYOSHI, EIJI, NISHINOMIYA, JP FUKUDA, MINORU, ITAMI, JP HAGIWARA, YASUHIKO, WAKAYAMA, JP ASAI, YASUHIKO, IBARAGI, JP |
|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |