DE212498C - - Google Patents

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DE212498C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F7/00Equipment for conveying or separating excavated material
    • E02F7/04Loading devices mounted on a dredger or an excavator hopper dredgers, also equipment for unloading the hopper

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 212498-KLASSE 84 d. GRUPPE
OTTO FRÜHLING in BRAUNSCHWEIG.
Vorrichtung zum Füllen von Prähmen oder anderen Laderäumen mit stark wasserhaltigem Baggergut
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. August 1907 ab.
Die Erfindung hat den Zweck, das von einem Bagger mit großer Geschwindigkeit in die Laderäume eines Schiffes oder auf sonstige Ablagerungsplätze gepumpte, stark wasserhaltige Baggergut, bevor es in die Laderäume oder auf die Ablagerungsplätze gelangt, zu beruhigen, damit die festen Bestandteile des Baggergutes leicht zur Ablagerung kommen, ohne daß hierbei schädliche Strömungen und
ίο Wirbel hervorgebracht werden, die große Mengen des bereits abgelagerten Bodens immer wieder von neuem aufwühlen und mit sich fortführen.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in Fig. i, 2 und 3 dargestellt.
Die Einrichtung besteht darin, daß zwischen die Austrittsöffnungen des Baggergutes aus den Baggerrinnen oder Baggerröhren 1 und die Laderäume 2 noch ein besonderer Vorraum 5, 4, 5 eingeschaltet ist. Dieser Vorraum zieht sich über die Lagerräume hin und besteht aus einem kastenförmigen, im Boden mit Löchern versehenen Räume 5, 4, 5, über welchem sich in bekannter Weise eine ebene Platte, die Sturzplatte 3 befindet.
Durch diese Einrichtung wird nun das Baggergut, bevor es an die eigentlichen Ablagerungsstellen gelangt, in den Vorraum hineingelassen, wo sich eine Beruhigung in der Weise vollzieht, daß die Baggermassen zunächst auf die horizontale Sturzplatte 3 stürzen. Durch den freien Fall auf diese Platte wird die in der Ausflußrichtung des Rohres 1 wirkende große lebendige Kraft der Baggermassen in bekannter Weise gebrochen, und sie fließen dann wesentlich beruhigter ohne Stauung und ohne weiteren nennenswerten Druck in breiter Verteilung über die Ränder der Sturzplatte 3 in den darunter befindlichen Kasten 5, 4, 5. Hier werden sie wieder angestaut und während die noch vorhandenen Wirbel an der Oberfläche sich gegenseitig und an den Wänden des Kastens brechen, sinken die am Boden des Kastens befindlichen, vollständig beruhigten Massen durch die dort vorhandenen Löcher in die Laderäume 2 oder auf die Ablagerungs- · platze herab. Durch die große Anzahl dieser Löcher und ihre verhältnismäßig geringen Querschnitte erfolgt eine Zerteilung des in den Kasten einströmenden Baggergutes bei seinem Wiederaustritte in eine große Anzahl kleiner, langsam fließender Strahlen 9, welche das Baggergut ruhig in den Laderaum hinabsinken lassen und nicht imstande sind, dort schädliche Strömungen oder Wirbel zu erzeugen.
Der Vorraum ist in den Fig. 1, 2 und 3 als ein Kasten, der aus dem Boden 4 und den Wänden 5 gebildet wird, dargestellt, es kann ihm aber auch eine andere bekannte, seiner Bestimmung entsprechende Form gegeben werden. Seine Größe wird derartig bemessen, daß er imstande ist, das einströmende Baggergut aufzunehmen und durch die Löcher es in angemessen kurzer Zeit wieder ausfließen zu lassen.
Die Sturzplatte 3 wird im allgemeinen als einfache, volle Platte wie in Fig. 2 gebildet,
ö.
doch kann sie auch für besondere Verhältnisse gelocht oder gebogen oder mit Seitenwänden gebildet werden. In diesem Falle werden die Seitenwände (Fig. 3 bei 6) entweder fest mit der Platte verbunden, oder sie werden beweglich zum Aufziehen oder zum Hochstellen und Niederlegen eingerichtet.
Letzteres geschieht, wenn es notwendig ist, das Baggergut nach Belieben mehr oder weniger nach der einen Seite der Platte fließen zu lassen, um dadurch die Ablagerung nach dieser Seite hin zu lenken, um eine ungleichmäßige Beladung des unter dem Vorraum 5, 4, 5 liegenden Laderaumes 2 zu verhindern.
Der Vorraum kann auch so groß bemessen werden, daß die Absonderung des Bodens schon in ihm selbst beginnt oder stattfindet, und es kann alsdann auch das im Vorraum bereits abgeklärte Wasser teilweise oder ganz direkt aus diesem heraus abgelassen werden, ohne erst noch in den Ablagerungsraum zu gelangen. In diesem Falle sinkt der im Vorräume am Grunde abgelagerte Boden in ■ der ■ gleichen Weise durch die dort befindlichen
Löcher in den Laderaum hinab, wie sonst die beruhigten Baggergutmassen.
Die Erfindung kann Verwendung finden bei allen durch Saugbagger ausgeführten Arbeiten, bei welchen der gebaggerte Boden in Schiffsräume oder an Land in Gräben, Gruben oder sonstwie abgelagert werden soll.
Von besonderer Bedeutung ist die Erfindung in allen den Fällen, wo Saugbagger in leichten Bodenarten arbeiten sollen. Bei solchen Arbeiten sind die Leistungen der Saugbagger bisher noch sehr unbefriedigend und unwirtschaftlich gewesen, weil es mit den bis jetzt bekannten Mitteln nicht gelingt, die in dem sehr stark wasserhaltigen Baggergute schwimmenden Bodenmassen hinreichend schnell im Laderäume zur Ablagerung zu bringen oder die schädlichen Strömungen zu vermeiden, welche durch das unvermittelte Hineinstürzen der Baggergutmassen in die Laderäume dort entstehen und welche immer von neuem die abgesetzten Bodenmassen wieder aufwühlen und mit sich fort und über Bord spülen. Die vorliegende Erfindung soll diesem Übelstande wirksam abhelfen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: '. . ■
    Vorrichtung zum Füllen von Prähmen oder anderen Laderäumen mit stark wasserhaltigem Baggergut, gekennzeichnet durch einen über dem Verladeraum liegenden Vorraum (5, 4, 5), in den das aus der Baggerleitung (1) oder der Bagerrinne ausströmende Baggergut geleitet wird, sich daselbst beruhigend, und dessen Boden (4) mit zahlreichen kleinen öffnungen versehen ist, durch die hindurch. das im Vorraum sich ablagernde Baggergut in den Verladeraum übertritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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