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Verfahren zum Erzeugen eines Reinigungsmittels für Kanäle und Abfluß
rohre Jie Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren zum ileratellen eines wärmecrzeugenden
Mittels, insbesondere ein Verfahren zum Erzeugen eines feinteiligen Mittels, das
bei einem Zusatz zu .iasser Wärme erzeugen und dadurch die Entfernung eines Hindernisses
in einem Kanal oder einer Abflußleitung unterstützen kann. Speziell betrifft die
Erfindung ein Verfahren zum Erzeugen eines Mittels, das zum Reinigen von Kanälen
oder Abflußrohren geeignet ist und sich durch eine besonders vorteilhafte Kornform
auszeichnet.
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Dieses Mittel enthält im Gemisch ein Alkalimetallhydroxid, feinteiliges
Aluminium oder feinteiliges Aluminium und feinteiliges Zink, ferner ein Oxidationsmittel,
z.B. ein wasserlösliches, a.norganisches Nitrat und Natriumchlorid, sowie gegebenenfalls
Katalaatoren, ferner inerte Träger oder Fullstoffe, wie Kupfersulfat, -Jatriumcarbonat,
Hatriumsilikat usw.
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Die Erzeugung von Mitteln der angegebenen Art, die allgemein die beschriebene
Zusammensetzung haben, ist seit langem bekannt. In zielen der bisher vorgeschlagenen
Mitteln dieser Art neigen die wirksamen Substanzen bei der Erzeugung, beim Transport
und der lagerung zum Entmischen. Die genannten Mittel bestehen allgemein aus einem
heterogenen Gemisch von diskreten Teilchen der 3estand-Weile. Wenn zum Beseitigen
eines Hindernisses ein derartiges heterogenes Reinigungsmittel für Abflußrohre in
das wasser eingefracht wird, das ir. einem Kanal, einer Abflußleitung, einem siphon
oder dergleichen verblieben ist, neigen.die verschiedenen @eiteiligen Bestandteile
zu einer anderen als der erwünschten
Reaktion, weil eine wahllos
der Verpackung entnommene Menge des Mittels die Bestandteile nicht mehr in den richtigen
Anteilen enthält.
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Infolge des Entmischens der verschiedenen feinteiligen Bestandteile
des mittels kann es vorkommen, daß die Reaktion nicht zur Erzeugung der gewünschten
maximalen "'iärme- und Gasmenge führt, beispielsweise weil das in dem IIittel enthaltene
atznittel beim Benetzen durch das in einem Kanal oder einer Abflußleitung enthaltene
Wasser vorzeitig reagiert, ehe es das aus der bettung zu entfernende Hindernis erreicht.
Dabei kann ferner die Reaktion so heftig sein, daß die stark ätzende Lösung, die
eine so hohe Konzentration hat, schwere chemische Verbrennungen verursachen kann,
wenn sie auf den Körper der das Reinigungsmittel vencendenden Person gespritzt wird.
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Es wurde vorstehend schon erwähnt, daß die Abflußrohr-Reinigungsmittel
der beschriebenen Art im allgemeinen dieselbe Zusammensetzung haben. Da aber die
Bestandteile dieser Mittel im allgemeinen unterschiedliche spezifische Gewichte
und Korngrößen haben, neigen sie beim Transport oder der sonstigen Manipulation
des produkts zum Entmischen. Es sind schon verschiedene Verfahren mit dem Ziel der
Erzeugung von Abflußrohr-Reinigungsmitteln entwickelt worden, die bei der Erzeugung
und lagerung, beim Transport und bei der Verwendung nicht zum Entmischen neigen,
so daß eine gefahrlose, wirksame und wirtschaftliche Verwendung der Abflußrohr-Reinigungsmittel
gewährleistet wird.
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Man erkennt daher, daß die gleichmäßige Verteilung der verschiedenen
Bestandteile des Abflußrohr-Reinigungsmittels für seine Brauchbarkeit sehr wichtig
ist und bei der Herstellung ein ziemlich schwieriges Problem darstellt, weil erreicht
werden m, daß alle wahllos entnommenen Mengen des R.einigungsmittels genau die gewünschte
Zusammensetzung haben. Bei vielen nach bekannten Verfahren erzeugten Reinigungsmitteln
für Kanäle und Abflußrohre haben einer großen Menge entnommene Teilmengen im allgemeinen
keine dem Durchschnitt der Gesamtmenge entsprechende Zusammensetzung.
Selbst
wenn diese teilmengen in der Regel am Ende des Erzeugung averfahrens die richtigc
Zusammensetzung haben, mug man bei dcl Eiitnahme von Teilmengen aus Kleinverpackungen
und dergleichen nach der lagerung und dem Transport zweifellos feststellen, dab
die Teilmengen die Bestandteile des Reinigungsmittels nicht mehr in den erwünschten
Anteilen enthalten, weil aicli verschiedene Bestandteile von den übrigen Bestandteilen
zu entlischen trachten.
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Die aufgabe der Erfindung besteht daher in der Schaffung eines Verfahrens
zum Erzeugen eines Abflußrohr-Reinigugsmittels, das ich durch eine stark verbesserte
Kornform auszeichnet, so daß ein Entmischen der feinteiligen Bestandteile des Reinigungsmittels
bei dessen Versand, lagerung und Verwendung vermieden wird.
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Eine weitere Aufgabe der E-finaung besteht in der Schaffung eines
Verfahrens zum Erzeugen eines zum Reinigen von Kanälen oder Ab-Flußrohren bestimmten
Mittels, das eine solche Kornform besitzt, daß alle Bestandteile des Mittels in
jedem einzelnen Korn des fertigen Mittels homogen verteilt sind, so daß ein Entmischen,
Zusammenbacken und/oder Abstäube des Mittels vermieden wird.
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Ferner besteht eine Aufgabe der Erfindung in der Schaffung eines sehr
vereinfachten Verfahrens zum Erzeugen eines zum Reinigen von Kanälen oder AbflufJrohren
bestimmten Mittels, das sich durch eine sehr verbesserte, kugelige Kornform und
hohe Homogenität auszeichnet, wobei die Bestandteile des Mittels gründlich miteinander
gemischt und dann durch Zusatz einer geeigneten Menge Wasser von etwa 54-68° C klebfähig
gemacht werden. Dabei muß darauf geachtet werden, daß eine gleichmäßige volumetrische
Verteilung des Wassers in dem Korngemisch erzielt wird. Das klebfähige gemisch ;ird
dann in eine rotierende Pelletiertrommel eingebracht, in den nach etwa drei Minuten
weitere Wassermengen voii etwa 54-68° C auf das klebfähige Gemisch gesprüht werden,
um die Temperatur des Gemisches auf etwa 57-66° C, vorzugsweise 60-63° C, zu halter
und dadurch die Bildung von im wesentlichen homogenen kuggeligen Pollets in vorherbestimmten
Größen zu erleichtern.
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Die Erfindung hat ferner die Aufgabe, ein Verfahren zum Erzeugen eines
Mittels zu schaffen, das zum Reinigen von Abflußrohren dient und in einer sehr verbesserten
Kornform, und zwar in Form von allgemein kugeligen Pellets vorliegt, wobei jedes
Pellet allgemein homogen ist und daher alle Bestandteile des Mittels in den gewünschten
Anteilen enthält.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht außerdem in der Schaffung eines
Verfahrens zum Erzeugen eines Mittels, das zum Reinigen von Abflußrohren dient und
sich durch eine stark verbesserte, kugelige Kornform auszeichnet, wobei das Verfahren
aus einer Folge von relativ einfachen Manipulationaschritten besteht, in denen ziemlich
kritische Bedingungen aufrechterhalten werden müssen, damit das Abflußrohr-Reinigungsmittel
einwandfrei pelletiert werden kann.
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Eine weitere Aufgabe der Erflndufig besteht in der Schaffung eines
Verfahrens zum Erzeugen eines Mittels, das zum Reinigen von Abflußrohren dient und
in Form von zylindrischen Pellets vorliegt.
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Dabei wird das Mittel unter gesteuerten Bedingungen mit Wasser besprüht,
so daß das in eine Peiletiermaschine eingebrachte Gemisch einen plastischen Zustand
annimmt und teilweise agglomeriert, während es durch eine Düse aus der Trommel der
nicht gezeigten Pelletiermaschine stranggepreßt wird. Die zylindrischen Pellets
können dann in einer rotierenden Pelletiertrommel derart mit Wasser besprüht werden,
daß sie in allgemein kugelige Pellets von vorherbestimmten Korngrößen umgewandelt
werden.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht außerdem in der Schaffung eines
verbesserten Verfahrens zum Erzeugen eines Mittels, das zum Reinigen von Abflußrohren
dient und sich durch eine sehr verbesserte Kornform auszeichnet, die es ermöglicht,
zahlreiche der gefähr'-lichen und komplizierten Eanipulationsschritte der bekannten
Verfahren zum Erzeugen von etwas homogenen Abflußrohr-Reinigungs mittel zu vermeiden.
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Weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnung hervor. In dieser zeigt i'ig. 1 in einer schematischen
Darstellung bzw. einem Fließschema ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur
Durchführung eines Verfahrens nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Fig. 2 zeigt in größerem Maßstab ein Ausführungsbeispiel einer Pelletiertrommel
in einem Querschnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1.
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In dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die wirksamen Bestandteile,
und zwar ein Alkalimetallhydroxid, ein wasserlösliches, anorganisches Nitrat, feinteiliges
Aluminium, oder feinteiliges Aluminium und feinteiliges Zink, Natriumchlorid und
inerte oder exotherme Salze und dergleichen vorgemischt und beispielsweise mittels
einer mit Zwangsverdrängung arbeitenden, oben offenen Förderschnecke in eine rotierende
2elletiertrommel eingebracht. in einer Ausführungsform wird das gründlich gemischte
Korngemisch bei seiner Förderung durch die oben offene Förderschnecke mit einer
solchen Menge Wasser von etwa 54-68° C besprüht, daß das Gemisch klebfähig wird,
so daß sich die verschiedenen wirksamen Bestandteile, einschließlich des Aluminiums,
nicht entmischen. Dabei muß natürlich gewährleistet werden, daß nicht so viel Wasser
zugesetzt wird, daß eine harzartige oder stark plastische Masse erhalten wird, die
in der rotierenden Trommel zu große Pellets bilden würde.
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Die Erfindung soll durch die nachstehende Theorie nicht einem schränkt
werden. Man nimmt jedoch an, daß das Zusammenbacken der wirksamen Bestandteile zu
einer klebfähigen Masse und die anschließende Bildung von diskreten, allgemein körnigen
Teilchen das Ergebnis einer gesteuerten Reaktion zwischen den wirksamen Bestandteilen
ist, wobei schon eine kleine Wassermenge eine beträchtliche Wirkung hat. Aus den
vorstehend angegebenen Gründen
ist die Bemessung der zum einwandfreien
Pelletieren des Gemisches erforderlichen Wassermenge bei dieser Ausführungsform
des Verfahrens ziemlich kritisch und ist ferner die pro Einheit des Gemisches erforderliche
Wassermenge umso kleiner, je größer die Gesamtmenge des Gemisches ist. Nach dem
Einbringen des klebfähigen Gemisches in die rotierende Pelletiertrommel wird das
Gemisch unter der Wirkung der Reaktionswärme teilweise getrocknet, so daß das Gemisch
im allgemeinen mit zusätzlichem Wasser besprüht werden muß, damit es in einen Zustand
gelangt, in dem es einwandfrei pelletiert werden kann. Im allgemeinen werden etwa
zwei Drittel des erforderlichen Wassers auf das vorgemischte Gemisch gesprüht, wenn
dieses sich in der genannten Förderschnecke befindet, und wird etwa ein Drittel
des erforderlichen Wassers dem klebfähigen Gemisch zugeführt, nachdem dieses in
die rotierende Pelletiertrommel eingebracht worden ist, wobei zwischen der ersten
und der zweiten Wasserzugabe etwa drei Minuten verstreichen.
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Es wurde vorstehend schon erwähnt, daß der Anteil der zum Klebfähigmachen
und Pelletieren des feinteiligen Gemisches erforderlichen Geaamtwassermenge von
der Menge des Gemisches und von der Korngröße der Bestandteile des Gemisches uw.
abhängt. Es ist ferner die Temperatur des zum Klebfähigmachen und Plastifizieren
des Gemisches in einen für das Pelletieren geeigneten Zustand zugesetzten Wassers
relativ kritisch. Dies gilt sowohl für das Wasser, das auf das in der Förderschnecke
befindliche Gemisch gespritzt wird, um dieses klebfähig zu machen, als auch für
das Wasser, das in die rotierende Trommel eingeleitet wird. Die Temperatur des Wassers
muß im Bereich von 38-71° C liegen, wobei der optimale Temperaturbereich von etwa
54-68° C geht.
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Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß die Bedingungen
der Manipulationaschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens sehr.kritisoh sind, weil
ein Wasserüberschuß zu einer zu starken Reaktion zwischen den wirksamen Bestandteilen
des Gemisches führt, so daß das Gemisch zu naß und zu heiß wird und es dann untöglioh
oder wenigstens schwierig ist, es einwandfrei zu pelletieren.
Bei
einer Zugabe von zu wenig Wasser werden dagegen die Bestandteile des Gemisches für
ein einwandfreies Pelletieren nicht richtig pelletiert.
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Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens müssen noch
einige weitere Gesichtspunkte beachtet werden. Beispielsweise ist von der Korngröße
des verwendeten feinteiligen Aluminiums nicht nur die Endreaktion der verschiedenen
wirksamen Bestandteile des Mittels beim Benetzen mit Wasser abhängig, sondern es
beeinflußt diese Korngröße auf eine noch nicht vollständig aufgeklärte Weise auch
die Geschwindigkeit, mit der das pelletierte Gemisch so weit trocknet, daß das fertige
Produkt aus der rotierenden Pelletieren trommel ausgebracht werden kann. Dieser
Gesichtspunkt ist natürlich sehr wichtig, wenn man bestrebt ist, die Behandlungszeit
in dem Verfahren möglichst kurz zu halten. Es hat sich gezeigt, daß handelsübliche,
feinverteilte Aluminiumgranalien verwendet werden können, die vorzugsweise eine
Reinheit von über 97 ffi Al haben und durch ein Tyler-Sieb von 6 mesh (33,7 mm lichte
Maschenweite) hindurchgehen und von einem Tyler-Sieb von 20 mesh (0,833 mm lichte
Maschenweite) zurückgehalten werden. Andere geeignete Aluminiumnadeln haben die
Bezeichnung "200X". lSn kann aber auch die Sorte "300X" verwenden. Bei der Sorte
200X werden 1 7a' von einem Tylerblieb von 10 mesh (lichte Maschenweite 1,651 mm)
und etwa 99,5 % von einem Tyler-Sieb von 60 mesh (0,246 mm lichte Maschenweite)
zurückgehalten. Bei der Sorte 300X werden etwa 1 Vo von einem Tyler-Sieb von 6 mesh
und 99 Vo von einem Tyler-Sieb von 40 mesh zurückgehalten. Man kann natürlich auch
ein Gemisch aus den vorstehend erwähnten Granalien und Nadeln verwenden. Ferner
kann man zusammen mit dem Aluminium auch etwas feinteiliges Zink verwenden, wodurch
beim Çelletieren der Masse in einer rotierenden Pelletier-und Strangpreßmaschine
(nicht gezeigt) die Kosten herabgesetzt werden.
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Als Ätzmittel verwendet man vorzugsweise ein gemahlenes oder kristallines
Ätzmittel, 7:ie es im Handel erhält-lich ist-, doch kann mali auch ein stzmittel
in Form von Flocken oder Granülen verwenden. Hinsichtlich der Korngröße und Kornform
des verwendeten
Natriumnitrats erzielt man die besten Ergebnisse
im allgemeinen mit Natriumnitratpulver, wie es durch Brechen von handelsüblichen
Klümpchen in einem Größenbereich von etwa 1,6 bis 3,2 mm erhalten werden kann.
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Die Korngröße der kugeligen oder zylindrischen Pellets des nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Abflußrohr-Reinigungsmittels ist in hohem
Maße von den Korngrößen der Ausgangamaterialien, der zugesetzten Wassermenge und
der Drehzahl der 9elletiertrommel abhängig. Hinsichtlich der Korngröße des schließlich
erhaltenen, pelletierten Mittels hat es sich gezeigt, daß die besten Ergebnisse
erzielt werden, wenn die Größen der Pellets des Abflußrohr-Reinigungsmittels im
Bereich von etwa 3,2 bis 25,4 mm, vorzugsweise von etwa 3,2 bis 12,7 mm, liegen.
Natürlich versteht es sich, daß es bei den größeren Pellets länger dauert, ehe nach
dem Benetzen mit Wasser die Reaktion beginnt. in manchen Fällen hat es sich als
zweckmäßig erwiesen, wenn die Pellets des Abflußrohr-Reinigungsmittels keine einheitliche
Größe haben, sondern ihre Größe in einem gewissen Bereich variiert, sofern nur die
Pellets im wesentlichen nicht zum Entmischen neigen. Durch die Wahl der Größe der
Pellets und das Mischen von verschieden großen Pellets kann man die Dauer der induktionsperiode
vom Benetzen mit l.wiasser bis zum Beginn der Reaktion so bestimmen, wie es für
ein Abflußrohr-Reinigungsmittel für einen gegebenen Zweck am besten ist.
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Aus bestimmten Teilen der zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendeten anlage wird vorzugsweise die feuchtigkeitabeladene luft entfernt, indem
luft hindurchgeblasen wird, deren Feuchtigkeitsgehalt in einer Klimaanlage dadurch
herabgesetzt worden ist, daß der größte Teil.der Feuchtigkeit auskondensiert wurde.
Die Luft wird dann auf oder über die Zimmertemperatur erwärmt, ehe sie in die Anlage
eingeleitet wird.
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Die Börderschnecke muß derart ausgebildet sein und betrieben werden,
daß gewährleistet ist, daß das zum Klebfähigmachen des Gemisches in die Börderschnecke
gesprühte Wasser in dem Gemisch gleichmäßig verteilt wird. Dabei ist besonders auf
die richtige Beziehung zwisöhen dem Wasservolumen und dem Gewicht des Gemisches
zu achten.
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Hinsichtlich der verwendeten Anlage hat es sich ferner gezeigt, daß
die rotierende Pelletiertrommel so ausgebildet sein soll, daß die an der Innenwandung
der Trommel angeordneten Rippen bewirken, daß bei rotierender Trommel das Gut nicht
gleitet, sondern sich abwälzt, die Rippen das Gut aber weder zerschneiden noch bis
zum Scheitel der Trommel mitnehmen, von wo es unter Zerstörung der Pellets herunterfallen
würde. Es hat sich dabei gezeigt, daß die rotierende Pelletiertrommel vorzugsweise
Längsrippen 11 (Fig. 2) in Form von V-Profilen besitzen kann, deren auswärts vorstehende
Schenkel starr an der Innenwandung der Trommel befestigt sind, damit ein Gleiten
der zu pelletierenden Masse verhindert wird. Bei Verwendung derartiger Rippen wird
ein Bruch der durch Agglomerieren der Teilchen gebildeten Pellets dadurch vermieden,
daß die Rippen im allgemeinen nicht imstande sind, das teilweise pelletierte Gut
bis zum Scheitel der Trommel mitzunehmen, von wo es herunterfallen und dabei zerbrechen
könnte.
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Es hat sich bei der praktischen Anwendung der Erfindung gezeigt, daß
eine rotierende Pelletiertrommel mit einem Durchmesser von etwa 183 cm und mehreren
in gleichen Abständen voneinander quer angeordneten Rippen 11 aus V-Profilen 11
mit Schenkeln von etwa 12,7 bis 76,2 mm zweckmäßig ist. Ferner hat es sich gezeigt,
daß die Trommel vorzugsweise mit etwa 4-9 U/min rotieren soll. Die optimale Drehzahl
ist natürlich etwas von dem Durchmesser der Pelletiertrommel und der gewünschten
Größe der fertigen Pellets abhängig.
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Die aus der rotierenden Trommel ausgebrachten Pellets treten durch
einen Sammeitrichter in eine geeignete Klassiereinrichtung, in der. die Kugeln größenklassiert
werden. Wie vorstehend angegeben wurde, wird in bestimmten Teilen der Anlage die
Luft vorzugsweise
entfeuchtet, damit die Kugeln nicht zu viel
Feuchtigkeit absorbieren und nicht agglomerieren. Eg hat sich ferner als wünschenswert
erwiesen, die Temperatur der aus der Klassiereinrichtung austretenden Pellets herabzusetzen,
damit eine Überreaktion des Produkts zu einer "suppigen", unbrauchbaren Masse verhindert
wird.
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Zu diesem Zweck werden die aus der Klassiereinrichtung ausgetretenen
Pellets durch einen Wärmetauscher 12 geführt, der mit einer Börderschnecke und einem
Kühlmantel und in der nlitte vorzugsweise mit einem Kühlrohr versehen ist. Es hat
sich gezeigt, daß die aus dem Wärmetauscher ausgebrachten Pellets vorzugsweise eine
Temperatur unter etwa 430 C haben, damit die genannte Überreaktion verhindert wird.
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Ein Beispiel für die Beziehung zwischen der Größe der Pellets des
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Abflußrohr-Reinigungsmittels und
der Induktionsperiode bis zur maximalen Reaktion der Pellets mit Wasser geht aus
der nachstehenden Tabelle hervor: PeIletgroße Induktionsperiode Von einem Tyler-Sieb
von 2 mesh zurückgehalten 5 min von einem Tyler-Sieb von 3 mesh (lichte Maschenweite
6,68 mm) zurückgehalten 3,5 min von einem Tyler-Sieb von 4 mesh (lichte Maschenweite
4,699 mm) zurückgehalten 2,8 min von einem Tyler-Sieb von 6 mesh (lichte Maschenweite
3,327 mm) zurückgehalten 2,2 min geht durch ein Tyler-Sieb von 6 mesh (Feinkorn)
0,8 min normales heterogenes handelsübliches Abflußrohr-Rsinigungsmittel 0,4 min
Die
homogenen Pellets des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Abflußrohr-Reinigungsmittels
haben vorzugsweise folgende Zusammensetzung: stznatron oder Ätzkali etwa 45-65 Gew.,ó
feinteiliges Aluminium (Nadeln und/od er Granalien) etwa 4-10 Gew.
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Natriumnitrat etwa 20-40 Gew.% Natriumchlorid, Natriumcarbonat oder
Natriumsilikat etwa 5-20 Gew.% Netzmittel, Öl usw. Spuren Wasser etwa 5 Gew.
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Es macht keinen wesentlichen Unterschied, ob Kupfersulfat vorhanden
ist oder nicht. Wie oben angegeben ist, kann man etwas Öl zusetzen, um die Hygroskopizität
herabzusetzen. Durch den Zusatz eines Tensids, z.B. eines Arylsulfonats, kann man
die Benetzbarkeit des Mittels beim Gebrauch desselben verbessern. Ferner kann man
kleine Mengen Talkum oder Calciumstearat zusetzen, um die Neigung der fertigen Pellets
zum Zusammenbacken zu vermindern.
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Die nachstehenden Ausführungsbeispiele dienen der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
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Beispiel 1 Ein aus homogenen, allgemein kugeligen Pellets in Tyler-Siebgrößen
von etwa 2-6 mesh bestehendes Reinigungsmittel für Kanäle oder Abflußrohr kann aus
einem Gemisch hergestellt werden, des vor der nachstehend beschriebenen Zugabe des
Pelletierwassers folgende Zusammensetzung hat: Ätznatron etwa 45-65 Gew.% feinteiliges
Aluminium (Granalien und/oder Nadeln) etwa 4-10 Gew.% gebrochenes Natriumnitrat
etwa 20-40 Gew.% Natriumchlorid etwa 20 Gew.%
Jetzt sei die Zeichnung
genauer betrachtet. Zur Durchführung der verschiedenen Manipulationsschritte des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Vormischer 1 mit etwa 454 kg des Ausgangsgemisches
beschickt, das auf Gewichtsbasis etwa die vorstehend angegebene Zusammensetzung
hat und gründlich gemischt wird. Das Vorhandensein von etwa 20 % Natriumchlorid
in dem Gemisch erleichtert die Herstellung von kugeligen Pellets unter den nachstehend
angegebenen Bedingungen.
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Danach wird- das gründlich gemischte Gemisch mit einem Förderer 2
oder dergleichen dem Aufgabebehälter 3 zugeführt. Für ein Ausgangsgemisch von etwa
454 kg ist eine Gesamtwassermenge von etwa 23 kg erforderlich, was etwa 5,1 ffi
entspricht. Eine Dosierschnecke 4 fördert das innige Gemisch in die oben offene
Sprühschnecke 5, in der ein Teil des erforderlichen Wassers in einer Menge von etwa
15 kg bei einer Temperatur von 54-68° C auf das gründlich gemischte Trockengemisch
gesprüht wird, so daß das feinteilige Gemisch klebfähig wird. Dabei wird darauf
geachtet, dsß die auf das Gemisch während seiner Förderung durch die Schnecke 5-
gesprühte Wassermenge gleichmaßig verteilt wird, damit jede örtliche uberreaktion
des Gemisches vermieden wird. Eine derartige Überreaktion würde dazu führen, daß
Teile des- Gemisches "suppig" werden. Rach dem Ausbringen der Gesamtmenge des Gemisches
aus der Förderschnecke 5 in das Innere der rotierenden Trommel 7 stellt man jedoch
normalerweise fest, daß eine gewisse Agglomeration stattgefunden hat und daß das
Gemisch infolge der bei der Teilreaktion zwischen dem Wasser und dem Ätzmittel und
zwischen diesen und dem Aluminium erzeugten Wärme teilweise'getrocknet ist. Etwa
drei Minuten nach dem Besprühen des Gemisches in der Förderschnecke wird in der
rotierenden Pelletiertrommel 7 durch mehrere rotierende Sprühdüsen zusätzliches
Wasser von etwa 54-68° C auf das teilweise agglomerierte Gemisch gesprüht, und zwar
bei einem Ausgangsgemisch in einer Menge von 454 kg Wasser in einer Menge von 8
kg. Die erforderliche Gesamtwassermerge beträgt daher etwa 5,1 . Die Pelletiertrommel
dreht sich mit etwa 7 U/min, bis das Gemisch infolge der durch die Reaktion der
Bestandteile des Gemisches erzeugten Wärme im wesentlichen getrocknet ist. Bs hat
sich gezeigt, da das
Pelletieren am besten durchgeführt werden
kann, wenn sich das IGaterial in der rotierenden Trommel infolge der Reaktionswärme
auf einer Temperatur von etwa 57-66° C und vorzugsweise 60-63° C befindet. Das pelletierte
Gemisch wird aus der rotierenden Pelletiertrommel 7 in den Ssmmeltrichter ausgebracht
und dann durch eine Klassiereinrichtung 10 geführt, in der vorzugsweise die Pellets
mit Tyler-Siebgrößen von 2 bis 6 mesh gewonnen werden.
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Die klassierten Pellets werden dann durch einen Wärmetauscher 12 geführt,
der mit einer Förderschnecke, einem Kühlmantel und einem zentral angeordneten Kühlrohr
versehen ist. Die Pördermenge der Pellets und die pro Zeiteinheit durch den Mantel
des Wärmetauschers 12 strömende Menge des Kühlmittels werden so gewählt, daß das
austretende Produkt eine Temperatur unter etwa 430 C hat. Wenn das Produkt nicht
auf diese Weise gekühlt wird, muß es in kleinen Mengen von z.B. 11-23 kg gelagert
werden, bis es abgekühlt ist. In größeren, ungenügend gekühlten Mengen entwickelt
sich so viel Wärme, daß eine Überreaktion stattfindet, so daß das ifittel "suppig"
und unbrauchbar wird.
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Beispiel II Das im Beispiel I angegebene Verfahren wurde wiederholt,
wobei jedoch das gründlich gemischte Ausgangsgemisch ein Gewicht von 908 kg hatte.
Es wurde vorstehend schon erwähnt, daß der für ein einwandfreies Pelletieren eines
Gemisches erforderliche Wasseranteil mit zunehmendem Gewicht des Gemisches abnimmt.
Bei dieser Gemischmenge war eine Zugabe von etwa 41 kg Wasser bei einer l'emperatur
von etwa 54-68° a erforderlich, d.h., daß der Wasserzusatz etwa 4,5 Gew.0o des Ausgangagemisches
betrug. Etwa 2/3 des erforderlichen Wassers wurden in der rotierenden'Sprühschnecke
und der Rest wurde in der rotierenden Trommel zugesetzt.
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Wie beim Beispiel L wurden im Beispiel II homogene, allgemein kugelige
Pellets erzeugt, die als Reinigungsmittel für Kanäle oder Abflußrohre verwendet
werden konnten.
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Beispiel III Das im Beispiel 1 angegebene Verfahren wurde erneut wiederholt,
doch hatte das gründlich gemischte Ausgangsgemisch ein gewicht von 1361 kg. Zu diesem
Gemisch mußten etwa 59 kg Wasser bei einer Temperatur von etwa 54-68° C zugesetzt
werden, so daß die erforderliche Wassermenge etwa 4,3 Gew./ó des Ausgangsgemisches
betrug. Etwa 2/3 des erforderlichen Wassers wurden in der rotieren den Sprühachnecke
und der Rest wurde in der rotierendeX Trommel zugesetzt. Das Verfahren nach Beispiel
III führt zur Bildung von homogenen, allgemein kugeligen Pellets.
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Wie vorstehend angegeben wurde, wird die in bestimmten Teilen der
Anlage, und zwar der rotierenden Trommel 7, dem Sammeltrichter 9, der Klassiereinrichtung
10 und der Kiihlschnecke 12 befindliche, feuchtigkeitsbeladene Luft ständig mit
entfeuchteter Luft herausgeblasen, die sich auf Zimmertemperatur befindet und von
einer geeigneten Klimaanlage 14 abgegeben wird. Durch diese Behandlung der in der
Anlage enthaltenen Luft wird die Ausbeute an brauchbarem pelletiertem Produkt stark
erhöht und unabhängig von der Feuchte der Außenluft ein Betrieb mit hohem Wirkungdgrad
gewährleistet.
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Beispiel IV Es wurde die erste Stufe des im Beispiel I beschriebenen
Verfahrens durchgeführt und das Wasser in die oben offene Förderschnekke 5 gespniht.
Das Gut wurde dann zu einer nicht gezeigten Pelletiermaschine (California Pelletizing
Mill) geförderte aus der Pellets in Form von Zylindern stranggepreßt wurden, die
einen Durchmesser von etwa 4,8 mm und eine Länge von etwa 6,4 bis 12,7 mm hatten.
Diese Pellets wurden der rotierenden Trommel 7 zugeführt und in dieser umgewälzt,
bis die scharfen Kanten abgerieben waren. Danach wurde Wasser in kleinen Mengen
eingesprüht, so dabei durch eine kombinierte Abrieb- und Agglomerierwirkung allgemein
abgerundete Pellets gebildet wurden. Diese wurden dann gemäß Beispiel I weiterbehandelt.
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Welin man einen Teil des nach einer der Beispiele I-IV erhaltenen,
pelletierten Abflußrohr-Reinigungsmittels in etwa 3-4 Teile Wasser einbringt, reagieren
die wasserlöslichen Bestandteile, insbesondere das Ätzmittel, nit dem Aluminium,
wobei große ìIengen von Wärme und von Ammoniakgas erzeugt werden. '-iie vorstehend
angegeben wurde, ermöglicht die verbesserte Kornform des erfindungsgemäß erzeugten
Abflußrohr-Reinigungsmittels eine verzöwerte Einleitung dieser Reaktion, so daß
die Pellets sich in einem mit Wasser gefüllten Schacht, Abflußrohr oder dergleichen
abwärtsbewegen können, bis sie in den Bereich des zu entfernenden Hindernisses in
der Abflußleitung gelangen, ohne daß vorher eine Reaktion in beträchtlichem Ausmaß
stattfindet.
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Das erfindungsgemäß erzeugte, pelletierte Reinigungsmittel für Kanäle
oder Abflußrohre ist daher gefahrloser, leichter, wirtchaftlicher und mit besserer
Wirkung verwendbar als die nach bekannten Verfahren erzugten Abflußrohr-Reiningungsmittel.
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Das erfindundsgemäße Verfahren zum Erzeugen eines Abflubrohr-Reiningungsmittels
führt zur Bildung von homogenen, kugeligen Pellets, ohne daß das start korrodierende
ÄTzmittel geschmolzen zu werden braucht. Diese Tatsache ermöglicht natürlich eine
wirtschaftlichere $erzeugung eines Abflußrohr-Reinigungsmittels, das im wesentlichen
keine heigung zeigt, sich bei der Verpackung und Lagerung, beim Versand und bei
der Verwendung zu entmischen, 30 daß eine vollständigere Reaktion und eine bessere
Wärmeerzeugung gez hrleistet ist, als dies bei den nach bekannten Verfahrens erzeugter
Abflukrohr-Reinigungsmitteln möglich ist.
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Die Erfindung betrifft das Verfahren zum Pelletieren des Abflußrohr-Reinigungsmittels.
naher können im Rahmen der Erfindung die Bestandteile des Mittels vom Fachmann in
anderen Anteilen verdendet werden.