DE2118334A1 - Verfahren zum Herstellen von aromatischen Hydroxyaminen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von aromatischen HydroxyaminenInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen von aromatischen
Hydroxyaminen
Bei einem verbesserten Verfahren zum Herstellen von aromatischen Hydroxyaminen durch die selektive Hydrierung von
aromatischen IJitroverbindungen und Umlagerung in Gegenwart
eines Metallkatalysators aus der Platingruppe und verdünnter Schwefelsäure wird die Hydrierung in Gegenwart von
Dimethylsulfoxid durchgeführt.
Aromatische Hydroxyamine sind im allgemeinen eine kommerziell wichtige Verbindungsklasse. Ausgedehnte Verwendung finden
sie bei der Herstellung von Farbstoffen, Antioxidantien, photographischen Entwicklern wie auch anderen Handelsprodukten.
Ein typisches Mitglied dieser Verbind'ungsklasse ist p-Aminophenol. Die Herstellung der aromatischen Hydroxyamine
aus den entsprechenden Nitroverbindungen, z. B. die Herstellung
von Aminophenolen aus Nitrobenzolen, ist bekannt. Gemäss
den in jüngster Zeit vorgeschlagenen Methoden wird in verdünnter Säure, z. B. Schwefelsäure, in Gegenwart eines
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Metalles aus der Platingruppe hydriert» Ein dex^artiges Verfahren umfasst die Reduktion der Mitroverbindung zu des
Hydroxylainin und die nachfolgende Umlagerung ohne Isolierung
des Zwischenproduktes. Bei Verwendung von liitrobenzol als
Prototyp können die Reaktionen im allgemeinen wie folgt dargestellt werden:
SHOE-
EO-,
Diese Reaktion wurde gründlich untersucht. Es wurde gefunden, dass die Ausbeute gegenüber der Säurekonzentration, dem
Katalysator, der Temperatur, dem Wasserstoffdruck, der Art
der Zugabe und der Anwesenheit von wasserlöslichen, quaternären Ammoniumverbindungen empfindlich ist. über zufriedenstellende
Ausbeuten an p-Aminophenol wurde bei Anwendung des Verfahrens der USA-Patentschrift 2 765 342 berichtet, welches
herabgesetzten Wasserstoff druck und sorgfältig kontrollierte Zugabe des Substrates verlangt. Variationen des niedrigen
Druckes und/oder der Zugabegeschwindigkeit verursachen verhältnismässig
grosse Änderungen der Ausbeute und Qualität des Produktes. Es wurde bei Anwendung des Verfahrens der
USA-Patentschrift 2 765 3^2 beispielsweise gefunden, dass
die Ausbeute an p-Aminophenol sich bei einem Wasserstoffdruck von 100 mm 100 % näherte, bei 500 mm auf 50 % abfiel
und bei Ataosphärendruck vernachlässigbar war« Auch verar-
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sachen die zufällige Zugabe von überschüssigem Nitrobenzol oder
das Aufhören der Zugabe lästige iinderungen der Geschwindigkeit oder der Bildung von unerwünschten Nebenprodukten. Es
ist klar, dass ein Arbeiten bei 1 Atmosphäre Wasserstoff und mit einem System, das gegenüber der Geschwindigkeit, mit
der das Substrat zugegeben wird, weniger empfindlich ist, praktischer wäre.
Ein anderes Problem, das mit" den früheren Methoden zur Erzielung der aromatischen Hydroxyamine auf diese Weise verbunden
war, war, dass die Menge an absorbiertem Wasserstoff sorgfältig kontrolliert werden muss. Das heisst, die Reaktion
musste entweder vor der vollständigen Umsetzung des Substrates, wie es in der USA-Patentschrift 3 383,4-16 offenbart
ist, oder gerade bei Absorption von 2 Moläquivalenten Wasserstoff, abgebrochen werden, wie aus den obenstehenden
Gleichungen hervorgeht, welche die Reaktionen in dem System darstellen. Da bei den früheren Methoden praktisch keine
Änderung der Geschwindigkeit, mit der der Wasserstoff absorbiert wird, eintritt, ist es verständlich, dass in der Praxis
viele Probleme mit dem Abbrechen der Reaktion beim optimalen Stadium der Wasserstoffabsorption verbunden sind.
Es ist somit ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Verfahren zur Herstellung von aromatischen Hydroxyaminen auf dem oben beschriebenen Wege der selektiven katalytischen
Hydrierung bereitzustellen. Ein besonderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines
solchen Verfahrens, das bei 1 Atmosphäre Wasserstoff durchführbar ist. Ein weiteres Ziel ist die Bereitstellung eines
Verfahrens, bei des die Wasserstoffabsorption aufhört oder
zumindest ein wesentlicher Abfall der Hydrierungsgeschwindigkeit eintritt, sobald 2 Moläquivalente Wasserstoff absorbiert
worden sind, wodurch die Herstellung der aromatischen Hydroxyamine
in guten Ausbeuten erleichtert wird.
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Es wurde nun gefunden, dass diese und andere Ziele dadurch erreicht werden können, dass die Verfahren in Gegenwart eines
selektierenden Mittels, wie unten beschrieben, durchgeführt werden.
In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird kurz gesagt, ein verbessertes Verfahren zum Herstellen von aromatischen
Hydroxyaminen durch selektive Hydrierung von
Nitroverbindungen und Umlagerung in Gegenwart eines Metallkatalysators aus der Platingruppe und von verdünnter Säure
bereitgestellt, gemäss dem die Umsetzung in Gegenwart von
Dimethylsulfoxid (DMSO) durchgeführt wird.
Das selektierende Mittel ist das DMSO. Es wurde gefunden, dass sogar geringe DMSO-Zugaben zu dem E eak ti ons gemisch eine
kräftige Wirkung auf die Selektivität der Hydrierung haben. Obwohl die Menge an DMSO, die verwendet werden kann, beträchtlich
variiert werden kann, gibt.es einen Grenzwert, jenseits dessen zugesetzte DMSO-Mengen eine verhältnismässig
geringe Wirkung haben. Vorzugsweise liegt das DMSO in'einer
Menge von etwa 0,1 Mol bis 100 Mol je Mol Katalysatormetall vor.
Es wurde gefunden, dass in Gegenwart des DMSO die Reaktion zur Herstellung der aromatischen Hydroxyamine in guten Ausbeuten
bei 1 Atmosphäre Wasserstoffdruck durchgeführt werden
kann. Eine ausgeprägte Wirkung des DMSO ist die, dass die Wasserstoffabsorption bei einem geringen Überschuss über
2 Moläquivalente Wasserstoff hinaus jäh aufhört.
Die materielle Auswirkung von Di-ISO auf die Kydrierungsgeschwindigkeit
wird in dem beiliegenden Diagramm gezeigt, in welchem die absorbierte Wasserstoff menge, die in Liter
und Mol angegeben wird, gegen die Zeit aufgetragen ist.
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Im Rahmen des Experimentes, das durch das Diagramm dargestellt wird, wurden Vergleichsversuche durchgeführt, bei
denen Nitrobenzol in 25%iger, wässriger Schwefelsäure in
Gegenwart von Platinoxid als Katalysator mit Wasserstoff bei 1 Atmosphäre in Berührung gebracht wurde. Ein Versuch wurde
gemäss dem bekannten Stand der Technik durchgeführt, d. h. ohne DIiSO. Ein Vergleichsversuch wurde mit 1 ml zugesetztem
DI1ISO durchgeführt. Das Diagramm zeigt, dass ohne DMSO die
Wasserstoffabsorption über 5 KoI hinaus weitergeht, während
bei Vorhandensein von DMSO die Wasserstoffabsorption bei einem geringen Überschuss über 2 Mol hinaus jäh aufhört.
Diese Messung zeigt an, dass die Umlagerung zu Aminophenol eingetreten ist. Wie in den unten stehenden Beispielen gezeigt
wird, bildet sich nach diesem Verfahren Aminophenol in wesentlicher Ausbeute.
Wie oben angezeigt, ist die vorliegende Erfindung allgemein auf die bekannten Verfahren anwendbar, gemäss denen aromatische
Nitroverbindungen selektiv reduziert und zu aromatischen Hydroxyaminen umgelagert werden. Die aromatischen Nitroverbindungen,
die bei solchen Verfahren verwendet werden können, sind dem Fachmann geläufig. Im typischen Falle sind
die aromatischen Nitroverbindungen Nitrobenzol und Nitronaphthalin und geeignete Derivate derselben. In Hinsicht
auf die Derivate ist das Verfahren auf aromatische Mononitro- und Dinitroverbindungen anwendbar. Mono-Derivate wer-'den
jedoch bevorzugt. Dinitroverbindungen, wie 2,4—Dinitrotoluol,
ergeben eine Mischung von Produkten. Aromatische Nitroverbindungen, die andere leichtreduzierbare Gruppen
aufweisen, wie 4—Nitrostyrol, erleiden sekundäre Veränderungen;
und bilden 4-Äthyl-N-pheny!hydroxylamin und/oder 4-Athyl-2-hydroxyanilin.
Solche Verbindungen, die wie 3-Nitroacetophenon Funktionen aufweisen, die gegenüber Hydroxy!aminen
reaktiv sind, können Kondensationsprodukte ergeben. Beispiele von Derivaten, die als Substrate für die vorliegende Erfin-
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dung geeignet sind, sind alky!substituierte, aromatische
Nitroverbindungen, wie 4-Nitrotoluol, -3-Nitroäthyrbenzol,
2-Methyl-4~nitrotoluol; halogenid troaromatische Verbindungen,
wie 3-Ghlornitrobenzol, 4-Fluornitrobenzol und 5-Chlor-1-nitronaphthalin
5 aminonitroaromatische Verbindungen, wie 4-Aminonitrobenzol, 3-N-Methylamirionitrobenzol und 4-1T,IT-Dirne
thy laminonitrobenz öl; aromatische Nitronitrile, wie
3-Nitrobenzonitrir und 4-Nitrobenzylcyanidj aromatische
Alkohole, wie 3-Nitro-i-phenyläthanol, 4—Nitro-2-phenyläthanol
und 4-Nitrobenzylalkohol j aromatische Nitrophenole,
wie 4—Nitrophenol und 3-Nitro-5-methylphenol; und aromatische
Nitroäther, wie 2-Nitroanisol und 3-Nitrophenetol. Es ist
offensichtlich, dass das Substrat gemäss dem gewünschten Endprodukt
ausgewählt wird. Wenn beispielsweise ein p-Hydroxyamin
das gewünschte Produkt ist, so ist es notwendig, dass diejenige Stellung in dem aromatischen Kern, die gegenüber
der Nitrogruppe p-ständig ist, unsubstituiert ist. In den
USA-Patentschriften 2 765 34-2 und 2 198 24-9 finden sich weitere
Beispiele für diesen Typ von Nitroverbindungen, auf den die vorliegende Erfindung anwendbar ist.
Die Verwendung von Metallkatalysatoren aus der Platingruppe, wie von Platin und Palladium, für dieses Verfahren ist bekannt.
Im allgemeinen wurden die Katalysatoren in unterstützter Form verwendet, z. B. in einer Menge von etwa 0,1
bis 20 % auf einem geeigneten Träger, wie Kohlenstoff. Auch andere Metalle aus der Platingruppe, z. B. Rhodium, Iridium
und Ruthenium, können verwendet werden. Zu anderen geeigneten
Trägern gehören a-Aluminiumoxid, Bariumsulfat und Kieselgur.
Vorzugsweise ist der Katalysator Platin, das in unterstützter
Form, nicht unterstützt und in Kombination mit anderen Edelmetallen, z. B. Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium und
Gold, zur Verwendung gelangen kann. Es wurde gefunden, dass Platin in Form eines Oxides als Katalysator bei dem erfindungsgemässen
Verfahren besonders geeignet ist. Die Kataly-
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satoren können mehrmalig verwendet werden. Katalysatoren, die für das erfindungsgemässe Verfahren geeignet sind, sind im
Handel erhältlich. Sie können auch nach bekannten Methoden hergestellt werden. Eine Methode zur Herstellung eines geeigneten
Platinoxid-Katalysators ist beispielsweise in QRGAHIC SYNTHESIS, 2. Auflage, Sammelband I, Ν.Ϊ., John
Wiley & Sons (1932) auf Seite 463 angegeben.
Im allgemeinen liegt das Katalysatormetall in dem Eeaktionsgemisch
in einer Menge von etwa 0,01 bis 20 %, bezogen auf
das Gev/icht des Substrates, vorzugsweise von 0,5 bis 5 ?& vor.
Wenn weniger als etwa 0,01 % an dem Katalysatormetall verwendet
werden, ist die Geschwindigkeit für praktische Zwecke zu niedrig j und bei Konzentrationen oberhalb etwa 5 %
rechtfertigt die geringe Erhöhung der Geschwindigkeit nicht die zusätzlichen Kosten.
Die selektive Reduktion wird in vorzugsweise verdünnter Schwefelsäure durchgeführt. Es ist bekannt, dass die Säurekonzentration
die Produktausbeute und die Geschwindigkeit
beeinflusst. Zweckmässigerweise wird dieses Verfahren bei
Säurekonzentrationen von 1 bis 40 % Schwefelsäure in Wasser und vorzugsweise von -etwa 25 % bei Raumtemperatur und, wenn
die Temperaturen höher liegen, bei niedrigeren Konzentrationen durchgeführt. Die Säure sollte in dem Masse, wie die
Temperatur erhöht wird, verdünnter sein. Bedingungen, unter denerjlie Säure oxidierend und sulfonierend wird, sollten vermieden
werden. Reduzierte Säure ist ein Katalysatorgift.Etwa
25 /» Säure sind bei Raumtemperatur zweckmässig; bei erhöhter
Temperatur ist die Umlagerung schneller, so dass eine solche konzentrierte Säure nicht benötigt wird. Die Säuremenge in
Mol sollte mindestens gleich der Substratmenge in Mol sein, und vorzugsweise wird ein Säureüberschuss verwendet.
Vermutlich kann Phosphorsäure anstelle von Schwefelsäure ver-
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wendet werden; es ergibt sich aber kein Vorteil bei ihrer Verwendung, und ausserdem ist sie teurer.
Das Verfahren wird unter Verwendung einer Standardanlage diskontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt. Die
Hydrierung kann zweckmässigerweise bei Umgebungstemperatur und bei Atmosphärendruck durchgeführt werden. (Tatsächlich ist
es ein Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens, dass die Eeaktion unter solchen milden Bedingungen durchgeführt werden
kann. Es versteht sich jedoch,dass die Betriebsbedingungen in Abhängigkeit von dem Substrat, wie dem Fachmann
gut bekannt ist, auf ein Optimum gebracht werden können. Im allgemeinen wird bei Erhöhung des Druckes und Erhöhung der
Temperatur der Katalysator besser ausgenützt; wenn aber die Hydrierungsgeschwindigkeit für die Absorption eines dritten
Mols rascher ansteigt als die Umlagerungsgeschwindigkeit, fällt die Ausbeute an Aminophenol ab, und die Ausbeute an
Anilin wächst. Es versteht sich, dass vorteilhafterweise diejenigen Bedingungen angewandt iverden, die den Umgebungsbedingungen am nächsten kommen und die das gewünschte Ergebnis
bei einer zweckmässigen Geschwindigkeit erzielen lassen.
Im typischen Falle kann die Reaktion innerhalb des durch die oben gebrachte Diskussion gegebenen Hahmens bei einer !Temperatur
im Bereich von etwa 0° bis 150° C und vorzugsweise
zwischen etwa 25 und 75° c ausgeführt werden. Wasserstoffdrücke
von etwa 0,1 atm bis 100 atm können angewandt werden. Natürlich ist es zweckmässiger, bei oder oberhalb 1 Atmosphäre
zu arbeiten, und es ist kein Vorteil zu erkennen, wenn Drücke von über etwa 75Q3 atü (100 psig) angewandt werden.
Somit wird die Verwendung einer ITiedruckanlage ermöglicht.
Beim Arbeiten unter den oben beschriebenen Bedingungen verläuft
die Eeaktion, wenn DMSO anwesend ist, so lange, bis näherungsweise 2 Moläquivalente V/asserstoff absorbiert wor-
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den sind. Zu diesem Zeitpunkt hört die Reaktion auf, oder die Hydrierungsgeschwindigkeit verlangsamt sich wesentlich.
Bei der Hydrierung von Nitrobenzol wurde gefunden, dass die
Reaktion jäh aufhört, wenn geringfügig mehr als 2 Moläquivalente
Wasserstoff absorbiert worden sind. Im Vergleich hierzu "bleibt die Geschwindigkeit ohne DMSO während der
Absorption von 5 Hol Wasserstoff praktisch konstant. Die
ausgeprägte Geschwindigkeitsänderung nach der Absorption von 2 Mol Wasserstoff ist bei diesem Verfahren von bedeutendem
praktischen Wert für die Erzielung einer maximalen Produkt- . ausbeute.
Durch die nachstehenden repräsentativen Beispiele wird die Erfindung veranschaulicht.
I1Ur Vergleichsversuche wurden zwei 1 Liter-Glaskolben jeweils
mit 2 ml Nitrobenzol,75 ml Wasser, 25 ml konzentrierter
H2SO. und 100 mg PtOp beschickt. Bei einem Versuch wurde kein
DMSO zugefügt, und bei dem Vergleichsversuch wurde 1 ml DMSO zugesetzt. Die Reduktionen wurden bei Raumtemperatur durchgeführt,
wobei der Wasserstoffdruck 1 Atmosphäre betrug und
die Kolben heftig geschüttelt wurden. Die Geschwindigkeit der Wasserstoff-Absorption wurde aufgezeichnet. Bei dem Versuch,
bei dem kein DMSO zugesetzt wurde, ging die Absorption so lange weiter, bis 5 Mol Wasserstoff absorbiert worden waren.
Bei dem erfindungsgemässen Versuch, d. h. dem Versuch,
bei dem DMSO zugefügt worden war, kam die Geschwindigkeit der Wasserstoff-Absorption für die ersten beiden Mole derjenigen
ohne DMSO gleich; die Wasserstoff-Absorption hört aber jäh auf, nachdem geringfügig mehr als 2 Mol Hp absorbiert
worden waren.
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Bei spiel 2
Ein Versuch wurde ähnlich wie der in Beispiel 1 "beschriebene
Versuch durchgeführt, nur dass das Reaktionsgeinisch ΊΟ ml
Nitrobenzol, 75 ml HpO, 25 ml konzentrierter HpSO^, JOD mg
PtÜ2 und 2 ml DMSO enthielt, Dieses Gemisch wurde unter
1 Atmosphäre Wasserstoffdruck so lange geschüttelt, bis
2 Mol Wasserstoff absorbiert worden waren. Die Reaktion wurde dann abgebrochen, der Katalysator abfiltriert und festes
Natriumcarbonat dem Reaktionsgemisch anteilweise so lange zugefügt, bis der mit der Glaselektrode abgelesene pH-Wert
9,2 betrug. Der erhaltene Feststoff wurde abfiltriert und
im Vakuum bis auf 5i9 g getrocknet. Die Ultrarot-Analyse
des getrockneten Feststoffes zeigte, dass das Material im wesentlichen p-Aminophenol war. Die Analyse mittels Dampfphasen-Chromatographie
zeigte an, dass der Feststoff zu 85 % p-Aminophenol und zu etwa 8 % o-Aminophenol zusammen
mit 7 % eines nicht-identifizierten Produktes war. Es wurden
weder Anilin, noch Nitro.-benzol, noch Pheny!hydroxylamin
noch dimere Produkte gefunden.
Ein Versuch wurde ähnlich dem in Beispiel 2 beschriebenen
Versuch durchgeführt, nur dass 500 mg PtO2 und 5 ml DiISO
verwendet wurden. Die Gesamtausbeute an isoliertem Aiainophenol betrug 59 »4· °/°t von denen 62 % p-Isomeres und 38 %
o-Isomeres waren.
Abänderungen und Modifizierungen der Erfindung:, . die für den Fachmann offensichtlich sind, können vorgenommen werden,
ohne dass von Geist und Bereich der Erfindung abgewichen wird. . ·
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Claims (1)
- ftPat entan sprücheVerfahren zum Herstellen von aromatischen Hydrosyaminen durch selektive Hydrierung und Umlagerung einer aromatischen Kitroverbindung in Gegenwart eines Metallkatalysators aus der Platingruppe und von verdünnter Saure, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in Gegenwart von Dimethylsulfoxid durchführt.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dimethylsulfoxid in einer Konzentration von etwa 0,1 Mol bis 100 Mol je Mol Katalysatormetall zugegeben ist.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallkatalysator aus der Platingruppe Platinoxid ist.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannte Hydrierungsreaktion bei einer temperatur im Bereich von etwa 25° bis 75° 0 und bei einem Vasserstoffdruck von etwa 0 bis 7,0$ atü durchführt.5- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Verfahren bei Umgebungstemperatur und bei einem Wasserstoffdruck von 1 Atmosphäre durchführt.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die anwesende Säure Schwefelsäure ist.7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeicxuiet, dass die Schwefelsäure in einer Konzentration von 1 bis 40 %, bezogen auf das anwesende Wasser, zugegen ist.8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefelsäure in einer Menge von mindestens 1 Mol- 11 109844/1976B-1058 M 211833ASäure je Mol Substrat zugegen ist.9. Verfahren zum Herstellen von p-Aminophenol, dadurch gekennzeichnet, dass man Nitrobenzol in Berührung mit einem Hetallkatalysator aus der Platingruppe in Gegenwart von verdünnter Schwefelsäure und in Gegenwart von Dimethylsulfoxid hydriert und p-Aminophenol aus dem Produkt gewinnt.— 12 — Ί09844Μ976
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| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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