DE211519C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE211519C DE211519C DENDAT211519D DE211519DA DE211519C DE 211519 C DE211519 C DE 211519C DE NDAT211519 D DENDAT211519 D DE NDAT211519D DE 211519D A DE211519D A DE 211519DA DE 211519 C DE211519 C DE 211519C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- measuring device
- coils
- short
- temperature coefficient
- main current
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 4
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000004907 flux Effects 0.000 description 10
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 4
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 241000854350 Enicospilus group Species 0.000 description 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/36—Induction meters, e.g. Ferraris meters
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measuring Magnetic Variables (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ju 211519 -KLASSE 21 e. GRUPPE
in FRANKFURT a. M,
Meßgerät nach Ferrarisschem Prinzip.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1908 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Induktionsmeßgerät, das einerseits
große Einfachheit im Aufbau aufweist und vermöge des dazu erforderlichen, besonders geringen
Materialaufwandes den Vorteil besonderer Billigkeit bietet, andererseits die Forderung
genauer Proportionalität seiner Angaben mit der Größe des Leistungsfaktors auf das
genaueste erfüllt.
ίο In der Fig. ι ist eine Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes und in Fig. 3 das Schema des Meßgerätes zur Darstellung gebracht. Die Fig. 2 zeigt den Verlauf der
magnetischen Kraftflüsse im Innern des Meßgerätes, während das Vektordiagramm in Fig. 4
ihren Zusammenhang mit der sie bedingenden physikalischen Größe darstellt.
Der magnetische Kreis des Meßgerätes wird durch die beiden zweizinkigen Eisenkerne K1
und K2 gebildet. Der erstere trägt die auf seinen beiden Schenkeln gleichmäßig verteilte
Spannungsspule Se. Auf dem Kerne Kz sind
zwei vom Hauptstrom / ' durchflossene, zueinander
symmetrisch liegende und miteinander äquivalente Spulen S und S' angeordnet,
die auf den magnetischen Kreis des Meßgerätes mit zwei gleich großen und einander
entgegengesetzten magnetomotorischen Kräften einwirken.
Neben diesen bzw. oberhalb oder unterhalb derselben sind zwei einander äquivalente Kurzschlußspulen
s und s' angeordnet, die, miteinander und gegebenenfalls noch mit einem induktiven oder induktionsfreien, regelbaren
Widerstände R (Fig. 3) in Reihe geschaltet, in sich selbst kurzgeschlossen sind.
Zwischen den beiden Zinken des Kernes K1
befindet sich eine Brücke b aus magnetischem Material. .
Wäre einzig und allein nur die Spannungsspule vorhanden, so würde man von dieser einen
Kraftfluß erzeugt bekommen, der sich zum einen Teil durch den Kern K1 und die
Brücke b, zum anderen Teil durch K1 und K2
hindurch schließt.
Infolge der Anordnung der Stromspulen und Kurzschlußspulen werden aber die magnetischen
Kraftflüsse N und N' innerhalb der beiden Luftspalten voneinander verschieden.
In den Kurzschlußspulen werden von den sie durchsetzenden Wechselfeldern zwei elektromotorische
Kräfte und durch diese der Strom i erzeugt, der auf den magnetischen Kreis mit
zwei einander in der Wirkung unterstützenden magnetomotorischen Kräften einwirkt.
Es sei im folgenden eine geradlinige Charakteristik, d. h. genaue Proportionalität der
Kraftflüsse mit den sie erzeugenden magnetomotorischen Kräften vorausgesetzt. Berücksichtigt
man, daß die Amperewindungszahl der beiden Stromspulen Null ist, so braucht
man nur zu dem von der Spannungsspule erzeugten, die Luftspalten durchsetzenden Kraftflusse
Ne die Summe 2 N,- der von den beiden
Kurzschlußspulen erzeugten Kraftflüsse hinzuzulegen, um den resultierenden Kraftfluß N-r
zu erhalten. Legt man nun als positiven Sinn der die Luftspalten durchsetzenden Kraft-
(2. Auflage, ausgegeben am io. Januar igio.)
flüsse denjenigen von unten nach oben zugrunde, so gilt, daß der linke Schenkel des
Kernes vom Kraftflusse Nr und der rechte Schenkel vom entgegengesetzt gerichteten
Kraftflusse N1-' (Fig. 2 und 4)' durchsetzt ist.
Setzt man zu N,- den von der linken Stromspule
erzeugten Kraftfluß Nj und den von der linken Kurzschlußspule hervorgebrachten
Kraftfluß Ni hinzu, so erhält man den den linken Luftspalt durchsetzenden, resultierenden
Kraftfluß 2V, während die Resultierende von Nj
und Ν, den Streufluß η am linken Schenkel
des Kernes ergibt. Analog ergibt sich als Resultierende von Nr', Nj und N{ der den
rechten Luftspalt durchsetzende Kraftfluß Nw', als Resultierende von N/ und JVy der resultierende
Streufluß n' des rechten Schenkels.
Der Ausdruck des auf die Scheibe α ausgeübten,
durch die Wechselwirkung der magnetischen Felder N und N' mit den von diesen
und von den Streufeldern η und n' in der
Scheibe induzierten Strömen hervorgebrachten Drehmomentes D läßt sich in die Form
bringen:
i. D = a-NN' sin (N N') +ß[Nn sin (N n)
+ N'n' sin (N' n%
Indem man nun die Winkel (N, N'), (N, n) und (N', n') mit Hilfe der Winkel φ, ψ, χ und ω
(Fig. 4) ausdrückt, läßt sich für das Drehmoment nach mehrfachen Umformungen der
folgende Ausdruck aufstellen:
"' 2. D = 2 Nj [(a + ß)Nr·cos (φ + x)
+A N, sin (φ — u>)].
+A N, sin (φ — u>)].
Da bei φ = o,o° das auf die Scheibe entwickelte
Drehmoment gleich Null sein soll, so muß der Bedingung Genüge geleistet werden, wonach:
3. — (α -f ß) Nr sin χ + α N{ cos ω = ο
ist, woraus sich ergibt, daß
ist, woraus sich ergibt, daß
+ ß sin χ
= Nx ·
CL COS W
sein muß. Indem man diesen Ausdruck für Ni in Gleichung 2 einsetzt, erhält man so für
das Drehmoment:
5. D = 2 (α -f ß) N,- Nj cos φ (cos χ
— sin χ tg ω).
— sin χ tg ω).
Wie hieraus zu ersehen ist, ist das auf die Scheibe ausgeübte Drehmoment den Feldstärken
N,- und Nj und dem Leistungsfaktor genau proportional. Da nun Nj mit / und IV,-mit
der Spannung E in weiten Grenzen proportional ist, so ergibt sich hieraus, daß die
Angaben des Meßgerätes mit der Leistung genau proportional sind.
Der in Gleichung 3 ausgedrückten Bedingung
kann durch die entsprechende Wahl der Windungszahl der Kurzschlußspulen und durch
Regelung des Widerstandes R entsprochen werden.
Bei zunehmender Temperatur erhöht sich der Widerstand der Scheibe und vermindert
sich die Feldstärke Ne und Nr, was insgesamt
eine Verminderung des auf die Scheibe entwickelten Drehmomentes zur Folge hat.
Durch die entsprechende Wahl des Temperaturkoeffizienten
der Kurzschlußspulenwicklung ist aber ein Mittel gegeben, um den
Temperaturfehler des Instrumentes auf ein geringes Maß herabzusetzen. Man braucht nur
dem Temperaturkoeffizienten der Kurzschlußspulen wicklung einen so großen positiven
Wert zu geben, daß die durch die Vergrößerung des Scheiben Widerstandes und die Verschwächung
des Feldes Nr hervorgebrachte Wirkung durch eine entsprechende Verminderung
des Winkels ω und der Stärke i des Kurzschlußstromes
zum großen Teil paralisiert werde.
Claims (2)
1. Meßgerät nach Ferrarisschem Prinzip,
bestehend aus zwei zweizinkigen Triebkernen, deren einer die mit magnetischem
Nebenschluß versehene Spannungswicklung, deren anderer zwei gleiche, auf den beiden
Schenkeln symmetrisch angeordnete, vom Hauptstrom durchflossene Spulen trägt, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem die
Hauptstromspulen tragenden Triebkern zwei zueinander symmetrische und miteinander
äquivalente Spulen angeordnet sind, welche miteinander in Serie geschaltet sind und gegebenenfalls mit einem induktiven
oder induktionsfreien Widerstände zusammen einen geschlossenen Stromkreis
bilden, zum Zwecke, ein Meßgerät zu erhalten, dessen Angaben mit dem Leistungsfaktor
genau proportional sind.
2. Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,' daß der Temperaturkoeffizient
der Kurzschlußspulenwicklung oder des zusätzlichen Widerstandes derart bemessen ist, daß der Temperaturkoeffizient
des Meßgerätes auf einen niedrigen Wert herabgesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211519C true DE211519C (de) |
Family
ID=473321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211519D Active DE211519C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211519C (de) |
-
0
- DE DENDAT211519D patent/DE211519C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE211519C (de) | ||
| DE702082C (de) | Einrichtung zum Messen von kleinen Gleichstromgroessen | |
| DE192480C (de) | ||
| DE220406C (de) | ||
| DE372417C (de) | Induktionsmessgeraet | |
| DE858572C (de) | Triebsystem fuer Induktionszaehler | |
| DE519258C (de) | Elektrischer Widerstand aus Gusseisen | |
| DE932594C (de) | Magnetische Bruecke, insbesondere fuer Fernmess- bzw. Fernwirkzwecke | |
| DE205001C (de) | ||
| DE547453C (de) | Einrichtung zur Messung von elektrischen Widerstaenden mittels eines Kreuzspulengeraetes | |
| DE621300C (de) | Stromwandler mit zwei Eisenkernen | |
| DE174677C (de) | ||
| DE1058572B (de) | Schaltungsanordnung fuer eine Signaleinrichtung zum Feststellen und Auswerten geringer Groessenunterschiede von Stromstaerkewerten in Leitungspaaren | |
| DE419774C (de) | Spannungsunabhaengiges Ohmmeter fuer Wechselstrom | |
| DE739444C (de) | Schaltung zur Anzeige von Widerstandsaenderungen mit Hilfe eines Quotientenmessers | |
| AT91938B (de) | Ohmmeter. | |
| DE528750C (de) | Dynamometrischer Quotientenmesser fuer Wechselstrom nach dem Kreuzspulprinzip | |
| DE206220C (de) | ||
| DE171600C (de) | ||
| DE214060C (de) | ||
| DE709197C (de) | Elektrodynamisches System fuer Wirkleistungs-, Blindleistungs- oder Scheinleistungsmesser und -relais | |
| DE114830C (de) | ||
| DE938295C (de) | Kreuzspul-Messgeraet | |
| DE221136C (de) | ||
| DE975223C (de) | Elektrischer Regler mit einem Transduktor |