DE209228C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE209228C DE209228C DENDAT209228D DE209228DA DE209228C DE 209228 C DE209228 C DE 209228C DE NDAT209228 D DENDAT209228 D DE NDAT209228D DE 209228D A DE209228D A DE 209228DA DE 209228 C DE209228 C DE 209228C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- brushes
- compounding
- phase
- current
- short
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 47
- 238000013329 compounding Methods 0.000 claims description 32
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 5
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 5
- 230000005611 electricity Effects 0.000 claims description 3
- 230000010363 phase shift Effects 0.000 claims description 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 14
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 230000012447 hatching Effects 0.000 description 2
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 2
- 230000010349 pulsation Effects 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 102000003745 Hepatocyte Growth Factor Human genes 0.000 description 1
- 108090000100 Hepatocyte Growth Factor Proteins 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 230000009291 secondary effect Effects 0.000 description 1
- 238000012360 testing method Methods 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
- 230000005612 types of electricity Effects 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/26—Synchronous generators characterised by the arrangement of exciting windings
- H02K19/30—Synchronous generators characterised by the arrangement of exciting windings for compounding
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
JtO
PATENTAMT.
In dem Patent 207519 ist ein Verfahren beschrieben, welches die selbsttätige Spannungsregelung
von Synchron - Drehstrommaschinen betrifft. Es liegt natürlich der Gedanke nahe,
dieses Verfahren ohne weiteres auf Einphasenstrom zu übertragen, wie in älteren Patenten
und Anmeldungen beide Stromarten bei ähnlichen Anordnungen oftmals ohne Unterscheidung
zusammengefaßt zu werden pflegten. Im folgenden soll nun die besondere Ausbildung
der in dem Patent 207519 angegebenen Maschine für Einphasenstrom, die sich als notwendig
erweist, beschrieben werden.
Eine strenge Übertragung der Drehstromschaltung auf Einphasenstrom würde in Fig. 1
• dargestellt sein, in welcher s den Ständer der Hauptmaschine, k die Kompoundierungsläuferwickhlng
mit den Bürsten y, und e die Erregerläuferwicklung bedeuten. Letztere empfängt
über Bürsten ζ ebenfalls einphasigen Erregerstrom von der zwangläufig gekuppelten Erregermaschine.
Diese, der Kompoundierungstransformator, sowie die Regulierwiderstände sind nicht gezeichnet.
Eine solche Anordnung würde nun aber nicht verwendbar sein, wie leicht einzusehen
ist. Denn wenn die Ständeramperewindungen auch durch die Wicklung k aufgehoben "werden,
so ist hier das gesamte nützliche Feld, das die Wicklung e hervorbringt, kein Drehfeld,
wie bei den Drehstromanordnungen, sondern ein Wechselfeld, und erzeugt auch in den
Läuferwicklungen ungehindert eine Spannung pro Windung von derselben Größenordnung
wie im Ständer. Die Kompoundierungswicklung k würde also die gesamte Maschinenleistung
aufnehmen, und außerdem würde die Erregermaschine auch ganz beträchtliche Abmessungen
erhalten müssen. Ebensowenig wäre dann die Anordnung mit einer Läuferwicklung nach Fig. 2 von praktischem Wert.
Dagegen läßt sich eine brauchbare Anordnung erhalten, wenn man die Erregerläuferwicklung
e mit Drehstrom statt mit Einphasenstrom speist, wie es in Fig. 3 angegeben ist.
Die Erregung wird beispielsweise durch die Bürsten ζ und Z1 sechsphasig ausgeführt. Auch
hierbei sind noch Nachteile gegenüber der reinen Drehstromanordnung vorhanden, wie
aus folgendem hervorgeht:
Es ist offenbar z. B. möglich, die Amperewindungen
AW1 der Ständerwicklung durch entsprechende Amperewindungen AWc in der
Kompoundierungswicklung k so weit aufzuheben, daß von ersteren im Ständer kein Feld
erzeugt wird. Zu diesem Zwecke braucht nur die Achse der Kompoundierungsbürsten y mit
der Achse der Ständerwicklung zusammen-
zufallen und der Kompoundierungsstrom in Phase (bzw. genau entgegengesetzt) mit dem
Ständerstrom gewählt zu werden. Dann hat man eine (vom ohmischen Abfall und anderen
geringen Störungen abgesehen) vollkommen kompoundierte Maschine. Es ist nun aber
bekannt, daß die Kompoundierungsamperewindüngen AWc (ι + T1) mal größer gewählt
werden müssen wie die Ständeramperewindüngen AW1, wenn letztere in bezug auf den
Ständer aufgehoben werden sollen, wobei T1 den Heyland sehen Streufaktor (hier auf Generatoren
angewendet) angibt. In der Läuferwicklung k sind also, wie zu ersehen, noch
überschüssige Amperewindungen T1 · AW1 wirksam,
außerdem ergibt sich aus der Theorie des allgemeinen Transformators, daß im ganzen
im Läufer ein Wechselfeld zustande kommt, das den Amperewindungen τ · A W1 entspricht
(r = T1 + r2 + T1 T2).
Bei. der reinen Drehstromanordnung haben wir es nur mit Synchron-Drehfeldern zu tun,
welche, wie bekannt, auf die Läuferwicklung keine induzierende Wirkung ausüben, weshalb
dort die Läuferwicklungen wie ohmische oder unveränderliche Wechselstromwiderstände zu
behandeln sind, und die Felder in der Hauptmaschine auf die Spannungsverhältnisse im
Läuferstromkreis keinen Einfluß haben, abgesehen von nebensächlichen Wirkungen der
Feldpulsationen, welche von der UnVollkommenheit des Drehfeldes bei geringer Phasenzahl
und von der etwa vorhandenen ungleichen Belastung in den einzelnen Phasen herrühren.
Hier bei Wechselstrom tritt ein, wenn auch kleines, Wechselfeld auf, das sowohl in der
Läuferwicklung k und an den Bürsten y sowie in der Läuferwicklung e und damit an den
Bürsten ζ und Z1 Spannungen erzeugt, welche
auch in günstigen Fällen dem ohmischen Abfall in den Läuferwicklungen gleich sein, ja
denselben sogar noch um ein Mehrfaches übertreffen können. Das hat den Nachteil, daß
sowohl die Erregermaschine wie der Kompoundierungstransformator auch für diese zusätzlichen
Spannungen, also um ein Mehrfaches größer bemessen werden müssen wie bei Drehstrom.
Man könnte nun die Kompoundierungsamperewindungen AWc so einstellen, daß
(also bei AWc = L) im Läufer kein
V r + τ·2 /
Wechselfeld vorhanden ist. Dann würde man aber auf vollkommene Kompoundierung verziehten,
obwohl noch immer eine brauchbare Maschine sich ergeben würde. Eine solche Einstellung empfiehlt sich, wenn z. B. eine
Dreiphasenanordnung bei der Unterbrechung , einer Leitung auch bei Einphasenstrom kompoundieren
soll.
Es lassen sich die beiden Läuferwicklungen k und e auch vereinigen, wenn man z. B. die
y-Bürsten mit Z1 zusammenfallen läßt.
Die Anordnung nach Fig. 3 ist aber noch nicht so anpassungsfähig wie die reine Drehstromanordnung,
da man mit Rücksicht auf die Kommutierung und die Abmessungen von Erregermaschine und Kompoundierungstransformator
die Kompoundierungsamperewindungen nicht willkürlich wählen kann.
Eine bezüglich der Spannungsregelung mit Fig. 3 nahezu gleichwertige Anordnung erhält
man nach Fig. 4, wenn man in die Kompoundierungswicklung keinen Strom von außen einführt,
sondern die zugehörigen Bürsten χ kurzschließt und die Achse derselben auch nahezu
mit der Achse der Ständerwicklung zusammenfallen läßt. Durch den Kurzschluß wird, wie
bekannt, jedes Auftreten eines Wechselfeldes bei Synchronismus im Läufer verhindert und
nur so weit zugelassen, als zur°Erzeugung der Spannung für die Überwindung des ohmischen
Abfalles in der kurzgeschlossenen Läuferwicklung erforderlich ist. Von den Ständeramperewindungen
bleibt jedoch in bezug auf das Ständerfeld noch ein kleiner Teil, der wieder durch die .Streuung bestimmt ist, unaufgehoben,
so daß die Kompoundierung im günstigsten Falle nur angenähert vollkommen ist. Dagegen kann die Kompoundierungswirkung
durch Verstellung der Bürsten beliebig verkleinert werden. Ein Vorteil besteht hier
darin, daß wegen der Kleinheit des Wechselfeldes im Läufer auch an den Erregerbürsten ζ
nur eine geringe zusätzliche Spannung zu überwinden ist, die allerdings von der Größenordnung
des ohmischen Abfalles sein · wird.
Eine ähnliche Anordnung läßt sich auch bequem mit einer Läuferwicklung ausführen,
indem man z. B. den von der Erregermaschine erzeugten · einphasigen Erregerstrom durch
Bürsten z, welche zu den Kurzschlußbürsten χ um elektrisch 90° versetzt sind, zuführt, wie
es Fig. 5 zeigt. Amperewindungen, welche in der Richtung der ζ-Bürsten wirken, würden
allerdings keine Spannung im Ständer induzieren, · sondern nur in dem Kurzschlußkreise '
der x-Bürsten. Die gesamten, auf den Ständer vom Läufer aus wirkenden Amperewindungen
werden hier also von dem im Kurzschlußkreise fließenden Strom ausgeübt. Wer-1
den die Bürsten aus der gezeichneten Lage verschoben, so wirkt der Erregerstrom der
ζ-Bürsten z. T. unmittelbar, z. T. durch den Kurzschlußkreis auf den Ständer. (Es ist
bekannt, daß diese Wirkungsweise einem Drehfeld entspricht.)
Die Eigenschaft der kurzgeschlossenen Bürsten am Läufer, Wechselfelder bei Synchronismus
in jeder Stellung der Bürsten im
Läufer zu unterdrücken, kann nun dazu benutzt werden, um die Anordnung nach Fig. 3
weiter auszubilden, so daß sich Fig. 6 ergibt. Die beiden Anordnungen unterscheiden sich
nur dadurch, daß in Fig. 6 an der Kompoundierungswicklung noch ein Paar kurzgeschlossener
Bürsten χ senkrecht zu den Kompoundierungsbürsten y angebracht sind. Mit
nur einer Läuferwicklung ergibt sich eine gleichwertige Anordnung nach Fig. 7, indem
auch der Erregerstrom einphasig zugeführt wird und dann die z- und y-Bürsten vereinigt
werden können. Hier kann man die Kompoundierungsamperewindungen beliebig groß
15- bemessen, ohne daß im Läufer nennenswerte
zusätzliche Spannungen auftreten. Es läßt sich zeigen, daß man mit diesen Anordnungen
eine genau so anpassungsfähige Spannungsregelung erzielen kann wie mit der reinen
Drehstramsehaltung; so kann auch der ohmische
Abfall in der Ständerwicklung oder der Spannungsabfall
in einer längeren Leitung ausgeglichen und die Spannung im. Speisepunkt aufrechterhalten werden.
Die Achse der y-ζ-Bürsten wird im allgemeinen gegen die Achse der Ständerwicklung
verschoben sein, ebenso in Fig. 6 die Achse der y-Bürsten.
Anstatt die im Läufer auftretenden Wechselfei
der durch kurzgeschlossene Bürsten zu beseitigen, kann man gemäß der Erfindung noch
ein anderes Mittel, und zwar eine auf dem Läufer aufgebrachte Kurzschlußwicklung j in
Fig. 8 benutzen. Die Wirkungsweise erklärt sich auf ganz einfache Art. Man kann sich
bekanntlich ' Amperewindungen, welche durch einphasigen Wechselstrom in einer Wicklung
hervorgerufen werden, durch zwei im entgegengesetzten Sinne sich mit gleicher Geschwindigkeit
drehende Amperewindungen ersetzt denken. Die einen Amperewindungen nun, welche sich in der Drehrichtung des
Läufers bewegen, werden wegen des Synchronismus keine induzierende Wirkung weder
auf die Kurzschlußwicklung noch die anderen Läuferwicklungen ausüben, sondern nur als
Drehfeld auf den Ständer Einfluß haben. Die anderen Amperewindungen drehen sich relativ
zum Läufer mit doppelter Periodenzahl, werden also in der Kurzschlußwicklung Kurzschlußströme
hervorbringen und durch dieselben nahezu vollständig aufgehoben werden. Es bleiben also nur die erstgenannten, im
Sinne der Drehrichtung des Läufers sich bewegenden Amperewindungen als Feld bildend
übrig.
Man kann nun die. Läuferwicklungen k und β
nach Fig. 9 auch in eine einzige 1 vereinigen, indem man ein Paar der z-Bürsten wie früher
auch als y-Bürsten (zur Kompoundierung) j verwendet. Mit einphasiger Erregermaschine
ergibt sich die Anordnung nach Fig. 10 oder nach Fig. 11. In letzterem Falle sind die
Erregerbürsten senkrecht oder unter beliebigem Winkel zu den Kömpoundierungsbürsten gestellt,
um eine bessere Stromverteilung wie in Fig. 10 im Läufer zu erhalten. Es läßt sich
beweisen, daß mit diesen Anordnungen ebenfalls eine so weitgehende Kompoundierung
möglich ist wie mit der reinen Drehstrom-Schaltung.
Die Anwendung der Kurzschlußwicklung hat hier eine ganz andere Bedeutung, wie es bei
den reinen Drehstromanordnungen sein würde. Dort würden vor allem durch die Kurzschlußwicklung
die Wendespannungen am Kommutator gedämpft werden, wenn auch gleichzeitig ein Ausgleich der Feldpulsationen stattfindet.
Die Verbesserung der Kommutierung findet hier durch die Kurzschlußwicklung auch statt, ist aber nur als Nebenerscheinung
zu betrachten. Trotzdem kann bei entsprechender Bemessung der Kurzschlußwicklung
dieselbe Anordnung mit geringen Abänderungen sowohl für Mehrphasen- wie für Einphasenstrom
verwendet werden.
Die Anordnung mit Kurzschlußwicklung stimmt in äußeren Merkmalen zum Teil auch
mit dem Heyland sehen Asynchrongenerator
überein. Doch erfüllt dort diese Wicklung ebenfalls einen ganz anderen Zweck. Offenbar
soll und kann dieselbe im Sinne der Erfindung dort erst bei asynchronem Lauf (bei Schlüpfung)
in Wirksamkeit treten, während nach vorliegender Erfindung die Vernichtung aller
Wechselfelder und die Herstellung möglichst reiner und ohne Schlüpfung sich bewegender
Drehfelder angestrebt wird, was nur bei Synchronismus möglich ist.
An Stelle einer Kurzschlußwicklung kann man natürlich, wie bekannt, auch zwei senkrecht
zueinander stehende Paare von kurzgeschlossenen Bürsten anwenden. Die Kurzschlußwicklung
soll möglichst streuungsfrei gegenüber den von außen gespeisten Läuferwicklungen
angeordnet sein und kann auch mit diesen zu einer einzigen, wie bekannt,
vereinigt werden. Man könnte auch die Anordnungen z. B. in Fig. 7 und 10 verbinden;
Kurzschluß bürsten und Kurzschlußwicklung würden sich dann in der Aufgabe der Vernichtung
der Wechselfelder teilen.
Die Anordnungen nach Fig. 8 bis 11 sind
auch erweiterungsfähig, indem man den Erregerstrom sowie den Kompoundierungsstrom
mehrphasig bei einphasigem Ständer zuführt. Man könnte nämlich den Einphasenstrom
durch einen Phasenumformer in Drehstrom umwandeln. Ein . solcher Phasenumformer würde z. B. gegeben sein durch eine ebenfalls
zwangläufig gekuppelte, mit geradliniger Sättigungskurve arbeitende Stromwendermaschine,
der z. B. im Ständer Einphasenstrom zugeführt und am Läufer Mehrphasenstrom abgenommen
wird, oder auch umgekehrt, in letzterem Falle wieder unter Zuhilfenahme einer Kurzschluß wicklung oder von Kurzschlußbürsten.
Bei den Anordnungen mit gemeinsamen
ίο Erreger- und Kompoundierungsbürsten, z. B.
nach Fig. 7 und 10, kann auch Hintereinanderschaltung von Kompoundierungstransformator
und »Erregermaschine unter den für Drehstrom angegebenen Vorsichtsmaßregeln stattfinden. Ebenso gilt für die Verwendung
von Widerständen dasselbe wie für Drehstrom. Das Zusammentreffen des Kompoundierungs-
und Erregerstromes braucht natürlich nicht wie in den Fig. 7, 9 und 10 erst an den
Bürsten zu erfolgen, sondern kann irgendwo wie bei Drehstrom im Läuferstromnetz an beliebiger
Stelle (z. B. in einem Mischtransformator nur durch magnetische Vereinigung oder vor dem Kompoundierungstransformator)
erfolgen. (Im letzteren Falle führt letzterer bereits den gesamten Läuferstrom.)
Die Erregermaschine wird man, insbesondere wenn sie einphasig ist, wie eine gewöhnliche
Wechselstrommaschine mit einer Dämpferwicklung versehen.
Was nun die Einstellung der Bürsten betrifft, so ist das äußere Verfahren dasselbe
wie "bei Drehstrom. Die betriebsmäßig geschaltete Anordnung wird auch hier bei unerregter
Erregermaschine an eine zwangläufig synchrone Stromquelle angeschlossen. Nur muß hier die Erregermaschine auch bei zwei
getrennten Läuferwicklungen stets betriebsmäßig angeschaltet bleiben, weil immer ein
kleines Wechselfeld im Läufer vorhanden ist, welches auf die Erregermaschine zurückwirkt
und bei der Einstellung der Bürsten berücksichtigt werden muß. Dort,' wo sich vollkommene
Kompoundierung erzielen läßt, wie bei den Anordnungen nach Fig. 6 bis 11, und
auch erzielt werden soll, läßt sich nachweisen, daß die Bürsten in diejenige Stellung bei dem
Versuch gebracht und die Widerstände sowie die Transformatoren so eingestellt werden
müssen, daß bei beliebigem Ständerstrome die Spannung am Ständer (so wie bei Drehstrom)
gleich Null ist. Auch bei der vollkommenen Spannungsregelung an entfernterer Stelle gilt
dieselbe Regel wie bei Drehstrom.
Bei unvollkommener Kompoundierung soll bei Drehstrom das Verhältnis »Ständerspannung
zu Ständerstrom« am kleinsten sein. Die hierdurch gekennzeichnete Stellung der Bürsten
hat noch eine andere Eigenschaft, welche allerdings nur strenge besteht, wenn man den
Ständer als verlustlos annimmt. Dann beträgt nämlich, wie sich beweisen läßt, die
Phasenverschiebung zwischen Ständerstrom und -spannung bei dem Versuch 900. Dieses Merkmal
kann nun bei Einphasenanordnungen für unvollkommene Kompoundierung benutzt werden.
Wie bereits in dem Patent 207519 angegeben wurde, hat diese bevorzugte Bürstenstellung
die Eigenschaft, daß die Maschine so arbeitet, wie wenn sie nur mit dem (1 — a)-fachen
Strom belastet und gar nicht kompoundiert wäre. Die Spannungsregelung läßt sich also sehr leicht für diese Bürstenstellung übersehen
und vorausberechnen, auch aus der Messung von Spannung und Strom während dieses Versuches leicht bestimmen, besonders
wenn man die Hauptmaschine auf einer geradlinigen Spannungscharakteristik arbeiten läßt.
Es muß noch hinzugefügt werden, daß das Verfahren zur Einstellung der Bürsten für
alle kompoundierenden Maschinen anwendbar ist, auch wenn keine zwangläufig gekuppelte
Erregermaschine benutzt wird. Unter Ständerspannung ist entweder wörtlich die Spannung
am Ständer der Hauptmaschine selbst oder auch die Spannung an der ganzen Anordnung,
also einschließlich der geringen Spannung am Kompoundierungstransformator, zu verstehen,
je nachdem, wo die Spannung geregelt werden soll.
Die vollkommen kompoundierten, hier beschriebenen Anordnungen haben auch die
Eigenschaft (wie bei Drehstrom), nicht nur eine bestimmte Spannung, sondern jede beliebige
Spannung von Null bis zu einem Höchstwert aufrechtzuerhalten, wobei die Einstellung
der Spannung nur durch die Erregung der Erregermaschine allein ohne jede Änderung
der übrigen Teile bewirkt wird.
Die Maschinen als Motoren zu verwenden ist ebenso vorteilhaft wie bei Drehstrom. Wie
dort würde ein solcher vollkommen kompoundierter Motor an der Stelle im Netz, wo er
angeschlossen ist, die einmal eingestellte Spannung absolut konstant halten. Man kann ihn
also in einer Kraftstation z. B. leerlaufend zur Spannungsregelung der übrigen gar nicht oder
wenig kompoundierten Generatoren verwenden. Dadurch würde ein Parallelschalten vollkommen
kompoundierter Maschinen überflüssig werden. ebenso wenn in dieser Zusammenstellung die
hier beschriebene Maschine als Generator läuft.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Anordnung zur selbsttätigen Spannungsregelung von Synchron-Wechselstrommaschinen nach Patent 207519 für Einphasenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß zur gänzlichen oder teilweisen Aufhebung aller Wechselfelder oder zu deren Über-führung in Drehfelder kurzgeschlossene Bürsten oder eine Kurzschlußwicklung auf dem Läufer angewendet wird.
- 2. Verfahren zur Einstellung der Bürsten bei der Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung wie bei dem Patent 207519, betriebsmäßig geschaltet, bei unerregter Erregermaschine an eine zwangläufig synchrone Stromquelle angeschlossen wird und hierauf für vollkommene Kompoundierung die Bürsten in diejenige Stellung gebracht, ferner die Widerstände und Transformatoren so eingestellt werden, daß bei beliebigem Ständerstrom die Ständerspannung Null.ist, wäh-. rend für unvollkommene Kompoundierung die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung ungefähr go° betragen soll. 'Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE209228C true DE209228C (de) |
Family
ID=471209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT209228D Active DE209228C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE209228C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS4897284U (de) * | 1972-02-21 | 1973-11-17 |
-
0
- DE DENDAT209228D patent/DE209228C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS4897284U (de) * | 1972-02-21 | 1973-11-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE209228C (de) | ||
| DE1463673A1 (de) | Schaltungsanordnung zur Gleichlastregelung | |
| DE539724C (de) | Maschine zur Umformung mehrphasiger Wechselstroeme in einphasige Wechselstroeme, die jeweils einzeln zur Speisung von Lichtboegen bestimmt sind | |
| DE254454C (de) | ||
| AT46405B (de) | Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung von Synchron-Wechselstrommaschinen. | |
| DE220551C (de) | ||
| DE183635C (de) | ||
| DE3876676T2 (de) | Alternator mit einer induzierten wicklung, die gleichrichtkomponenten aufweist. | |
| DE386704C (de) | Einphasiger Einankerumformer mit Reihenschlusswendefeldern, denen doppelperiodige Wechselfelder ueberlagert sind | |
| DE581736C (de) | Wendepolerregung fuer Mehrphasenstromerzeuger | |
| DE483419C (de) | Anordnung zur Verminderung des Einflusses des induktiven Spannungsabfalles auf die Stromstaerke in Stromkreisen mit veraenderlicher Frequenz | |
| DE560483C (de) | Anordnung an stromwendenden elektrischen Maschinen | |
| DE526298C (de) | Asynchronmaschine mit Kommutatorhintermaschine | |
| AT251708B (de) | Selbsterregte Synchronmaschine | |
| DE919547C (de) | Mittelfrequenzmaschine | |
| DE525578C (de) | Einrichtung zur Kompoundierung von Synchronmaschinen fuer ein- oder mehrphasigen Wechselstrom | |
| AT46407B (de) | Einrichtung zur Erzeugung eines synchronen Wechselstromes begrenzter Stärke. | |
| DE515915C (de) | Kommutatorhintermaschine mit Nebenschluss- oder Verbunderregung | |
| DE315591C (de) | ||
| DE657383C (de) | Gruppensteuerung von staendergespeisten Drehstrom-Kollektornebenschlussmotoren mit feststehenden Buersten | |
| DE2802970C2 (de) | Einphasen-Induktionsmaschine | |
| DE510119C (de) | Kaskadenschaltung von Asynchronmaschine und Kommutatormaschine | |
| AT46406B (de) | Selbstregelnde Wechselstrom-Zusatzmaschine. | |
| DE124903C (de) | ||
| DE154509C (de) |