DE2056722C - Geschweißter Tübbing zur Auskleidung von Tunnels od. dgl - Google Patents
Geschweißter Tübbing zur Auskleidung von Tunnels od. dglInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen geschweißten Tübbing zur Auskleidung von Tunnels od. dgl. mit
einem zylindersegmentförmigen, allseits von Flanschen umrandeten Mantel und parallel zur Zylinderbzw.
Tunnelachse verlaufenden, je aus Steg und Gurt bestehenden Versteifungen.
Die parallel zur Tunnelachse verlaufenden Versteifungen haben im wesentlichen nur die Aufgabe, die
während des Tunnelbaues im Schildvortrieb auftretenden hohen Druckbelastungen aufzunehmen. Bisher
werden die Versteifungen an ihren Enden mit Steg und Gurt an den in Umfangsrichtung verlaufenden
Flanschen angeschweißt. Dabei ergibt sich ein erhöhter Materialaufwand nicht nur durch das vermehrte
Schweißvolumen, sondern auch dadurch, daß die unvermeidbaren Schrumpfungen große Bearbeitungszugaben
erfordern. Die durch den vollen Schweißanschluß der Versteifungen an den Umfangsflanschen
bewirkte Steifigkeit des Tübbings in Längsrichtung des Tunnels od. dgl. ist zwar für die Aufnahme
der Schildvortriebskräfte während des Baues günstig, hat aber Nachteile beim späteren Verhalten der
Tunnelauskleidung unter Temperaturschwankungen und Bodensetzungen. Da eine Verkürzung der Ge-•
samtlänge der Tunnetauskieidung durch die Wirkung des Erdkörpers ausgeschlossen ist, ergibt sich nämlich
bei einer thermischen Kontraktion der Einzeltübbings eine entsprechende Dehnung der die Umfangsflansche
der Tübbings verbindenden Schrauben und es kommt zu einem die Abdichtung beeinträchtigenden
Klaffen der Fugen zwischen den Tübbingringen. Gleiche Erscheinungen treten bei Biegezug unter Bodensetzungen auf.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen geschweißten Tübbing der eingangs geschilderten
Art zu schaffen, der mit verringertem Materialaufwand einfacher hergestellt werden kann und
günstigere Verhältnisse für das Verhalten der Tunnelauskleidung bei Temperaturschwankungen und Bodensetzungen bietet
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
löst, daß die Gurte der Versteifungen an den quer zu ihnen gerichteten Umfangsflanschen imverschweißt
anliegen. Da beim Schildvortrieb lediglich Druckkräfte zu übertragen sind, bedarf es keiner Schweißverbindung
zwischen den Versteifungsgurten und den
ao Umfangsflanschen, es genügt vielmehr der Krafischluß durch das Anliegen der Gurtstirnflächen an
den Umfangsflanschen, wobei ein sauberer Sägeschnitt zur Bearbeitung dieser Stirnflächen ausreicht.
Es wird beträchtlich an Schweißvolumen eingespart,
as die Schrumpfungen werden auf ein Mindestmaß herabgesetzt
und es ist dadurch auch möglich, die sonst zum Ausgleich der Schrumpfungen erforderlichen
Materialzugaben beträchtlich zu verringern. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung ist
darin zu erblicken, daß die Umfangsflansche die Möglichkeit erhalten, auf die Zugkraft ihrer Verbindungsschrauben
durch eine gewisse Biegung zu reagieren, was zur Folge hat, daß ein Klaffen der Fugen
zwischen den Tübbingringen bei Temperaturschwan-
kungen und Bodensetzungen nur im radial äußeren Bereich, nicht aber oder zumindest im wesentlich verringerten
Ausmaß am radial inneren Flanschrand, wo sich die Dichtungen befinden, auftritt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen die
In weiterer Ausbildung der Erfindung weisen die
Stege der Versteifungen Durchbrechungen auf. Diese Durchbrechungen können so groß sein, daß die Stege
gerade noch imstande sind, ein Knicken der Gurte zu verhindern. Durch die Durchbrechungen werden
Schweißspannungen vermieden und es wird darüber
hinaus erreicht, daß sich sonst ansammelndes Kondenswasser abfließen kann.
Erfindungsgemäß können die Gurte der Versteifungen aus einem Werkstoff höherer Festigkeit als
der Tübbingmantel bestehen. Die bei einem solchen Werkstoff unvermeidbare verminderte Schweißfähigkeit
kann ohne weiteres in Kauf genommen werden, da die Hauptkrafteinleitung ohnehin nur durch Berührung
der Gurtstirnflächen mit den Umfangsflanschen erfolgt und die Schweißverbindung mit dem
Steg lediglich zur Knickhaltung des Gurtes erforderlich ist. Dagegen können die Stege der Versteifungen
aus einem leicht schweißbaren Werkstoff bestehen, der eine geringere Festigkeit als jener der Gurte aufweist,
da die Stege, wie gesagt, nur die Aufgabe der
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung beginnt jeweils die Anschlußschweißnaht des Steges der
Versteifungen am Umfangsflansch mit Abstand vom Gurt der Versteifungen, wodurch die Umfangsflansehe
ein besseres Biegevermögen erhalten, wenn von ihren Verbindungsschrauben Zugkräfte ausgeübt
werden.
Erfindungsgemäß weisen schließlich bei Anord-
Erfindungsgemäß weisen schließlich bei Anord-
nung von zusätzlichen in Umfangsrichtung verlaufenden
T-förmig profilierten Versteifungen deren Gurte einen anderen Abstand von Tübbingmantel als die
Gurte der zur Zylinder- bzw. Tunnelachse parallelen Versteifungen auf, so daß sich jeweils die Gurte beider
Versteifungen durchlaufend überkreuzen und an diesen Kreuzungsstellen demnach ebenfalls keine
Schweißverbindungen erforderlich sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar
zeigt
F i g. 1 einen geschweißten Tübbing in Ansicht von der Konkavseite,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig.
1 und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie IH-III der Fig. 1.
Der Tübbing besteht aus einem zylindersegmentförmigen Mantel 1 und aus Flanschen 2, 3, die den
Mantel I allseits umranden. Die Flansche 2 verlaufen ao
in Umfangsrichtung, Hegen also in zur Zylinder- bzw. Tunnelachse normalen Ebene, wogegen die sogenannten
Stoßflansche 3 parallel zur Zylinder- bzw. Tunnelachse gerichtet sind. Zwischen den Umfangsflanschen
2 sind Versteifungen vorgesehen, die je aus einem Gurt 4 und einem Steg S bestehen, vobei der
StegS mehrere Durchbrechungen 6 aufweist. Ehe Gurte 4 Hegen an den quer zu ihnen gerichteten Umfangsflanschen2
unverschweißt an, wobei die Anschlußschweißnaht
7 (Fig 3) der Stege,5 an den
Umfangsflanschen 2 mit Abstand vom Gurt 4 be-
81IDer Tübbing ist auch noch mit einer zusätzlichen
in Umfanosrichtung verlaufenden, aus einem Gurt 8 und einem Steg 9 bestehenden Versteifung versehen.
Wie insbesondere die F i g. 2 und 3 zeigen, weisen die Gurte 4 und 8 der beiden Versteifungen einen verschiedenen
Abstand vom Tübbingmantel 1 auf, so daß die Gurte beider Versteifungen einander durchlaufend
überkreuzen.
Claims (6)
1. Geschweißter Tübbing zur Auskleidung von Tunnels od. dgl. mit einem zylindersegmentförmigen,
allseits von Flanschen umrandeten Mantel und parallel zur Zylinder- bzw. Tunnelachse verlaufenden,
je aus Steg und Gurt bestehenden Versteifungen, dadurchgekennzeichnet, daß
die Gurte (4) der Versteifungen (4,5) an den quer zu ihnen gerichteten Umfangsflanschen (2) unverschweißt
anliegen,
2. Tübbing nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (5) der Versteifungen (4,
5) Durchbrechungen (6) aufweisen.
3. Tübbing nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurte (4) der Versteifungen
(4, 5) aus einem Werkstoff höherer Festigkeit als der Tübbingmantel (1) bestehen.
4. Tübbing nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (5) der
Versteifungen (4, 5) aus einem leicht schweißbaren Werkstoff bestehen, der eine geringere Festigkeit
als jener der Gurte (4) aufweist.
5. Tübbing nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Anschlußschweißnaht
(7) des Steges (5) der Versteifungen (4, S) am Umfangsflansch (2) mit Abstand vom Gurt (4) der Versteifungen beginnt.
6. Tübbing nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von
zusätzlichen in Umfangsrichtung verlaufenden, T-förmig profilierten Versteifungen (8, 9) deren
Gurte (8) einen anderen Abstand vom Tübbingmantel (1) als die Gurte (4) der air Zylinderbzw.
Tunnelachse parallelen Versteifungen (4, 5) aufweisen, so daß sich jeweils die Gurte beider
Versteifungen durchlaufend überkreuzen.
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