DE2038136C3 - Vorrichtung zum Feststellen einer Drehzahldifferenz und zum Steuern eines zugeordneten Schaltventils - Google Patents
Vorrichtung zum Feststellen einer Drehzahldifferenz und zum Steuern eines zugeordneten SchaltventilsInfo
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Description
löst.
Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Einrichtung zur Steuerung eines Schaltventüs zeichnet sich
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung as nicht nur durch einen geringen Bauaufwand aus, sonzum
Feststellen der Drehzahldifferenz zwischen zwei dern vor allem durch eine große Betriebssicherheit
miteinander zu kuppelnden Wellen und zum Steuern und äußerst kurze Ansprechzeiten. Wird nämlich
eines Schaltventüs, beispielsweise zur Steuerung des eine derartige Steuereinrichtung aus einem den beider
Motorbremse oder der Einspritzpumpe zugeord- den relativ zueinander verdrehbaren Bauteilen zuneten
Wegeventils in Abhängigkeit von der Relativ- 30 geordneten Reibglied und einer entsprechend ausgeverdrehung
der Motorabtriebswelle zu der Getriebe- bildeten Vorrichtung zur Umsetzung der Relativdreeingangswelle
einer Antriebsanlage. hung in eine Verstellgröße gebildet, so sind zwischen
Derartige Vorrichtungen sind an sich bereits be- dem zu betätigenden Ventil und der Meßstelle keine
kannt. Bei einer elektrischen Ausführung wird das störanfälligen Übertragungsglieder zwischengescha-Schaltventil
von einem Elektromagneten betätigt, 35 tet, vielmehr erfolgt die Übertragung eines Impulses
dem die Impulse von zwei Induktivgebern zugeleitet auf mechanische Weise. Eine Ansprechzeit ist somit
werden, die an den relativ zueinander verdrehbaren praktisch nicht vorhanden, sondern unterschiedliche
Bauteilen angebracht sind. Die Impulse bzw. Fre- Drehzahlen werden unmittelbar in Form eines Verquenzen
der Induktivgeber sind hierbei, bevor der steliweges dem Ventil zugeleitet. Beschädigungen an
Magnet erregt wird, miteinander zu vergleichen, um 40 den Übertragungsgliedern treten dabei auch bei Verdie
Ventilbetätigung in Abhängigkeit von der ReIa- wendung z.B. in den Geländefahrzeugen nahezu
tivdrehzahl der Bauteile vorzunehmen. Bei einer hy- nicht auf.
draulischen Ausführung sind dagegen an den gegen- Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung
einander verdrehbaren Bauteilen Flüssigkeitspumpen dargestellten Ausführungsbeispielen, die nachfolgend
angeschlossen, deren Flüssigkeitsströme einem mit 45 im einzelnen erläutert sind, beschrieben. Hierbei
dem Schaltventil verbundenen Steuerglied zugeleitet zeigt
werden, so daß in Abhängigkeit von der Drehzahldif- F i g. I :nc Steuereinrichtung eines Schaltventüs
ferenz über den proportionalen Flüssigkeitsdruck und f'..«>
itdnung zwischen zwei miteinander zu eine Verstellung des Steuergliedes und damit des kuppel.=■ ?τ Vi-Uen,
Ventils ausgeführt wird. 50 F i g. 2 ei"· andersartige Ausgestaltung der Steuer-
Ventils ausgeführt wird. 50 F i g. 2 ei"· andersartige Ausgestaltung der Steuer-
Weiterhin ist eine Schaltvorrichtung als Schlupf- einrichtung nach F i g. 1 und
wächter für eine Antriebsanlage, die über je eine F i g. 3 einen Teil des Reibgliedes nach F i g. 2 in
Schlupfkupplung auf eine gemeinsame Welle treiben, Seitenansicht.
bekanntgeworden, mit deren Hilfe bei Auftreten von Die in F i g. 1 dargestellte und mit 1 bezeichnete
Differenzdrehzahlen zwischen Ein- und Ausgang der 55 Steuereinrichtung dient zur Betätigung eines in einem
Schlupfkupplung, z. B. bei Blockieren eines An- Gehäuse 20 eingesetzten Ventils 19 in Abhängigkeit
triebsmotors, die Schlupfkupplung ausgeschaltet und von der Relatiwerdrehung zweier mittels einer
damit der Antriebsmotor von der gemeinsamen Aa- Kupplung 4 miteinander zu verbindenden Wellen 2
triebswelle abgeschaltet wird. Der Schlupfwächter und 3 und besteht im wesentlichen aus einer konzenbesteht
bei dieser bekannten Anordnung aus einer 60 trisch zu den Wellen 2 und 3 angeordneten Welle 5,
der Schlupfkupplung parallelgeschalteten Steuerwelle. einer Reibungskupplung 6 sowie einer auf das Ventil
Außerdem ist eine Überlastsicherung bekannt, bei 19 einwirkenden Vorrichtung 11. Die Reibungskuppder
mittels eines gummielastischen Zwischenteils eine lung6 ist hierbei aus einem Widerlager? sowie
Relatiwerdrehung zwischen Antriebs- und Abtriebs- einem Reibglied 8 gebildet, die über eine Druckteil
erzeugt wird, die über eine Nutsteuerung in eine 65 scheibe 9 mittels einer Feder 10 ständig aneinander
Längsbewegung umgesetzt und zur Abschaltung des gepreßt werden, so daß die Welle 5 kraftschlüssig mit
Antriebs über einen Schalter ausgeübt wird. der Welle 2 verbunden ist. Die Vorrichtung 11,
Der Aufwand, der erforderlich ist, um eine Ventil- durch die eine Relativverdrehune der Welle 3 eeeen-
über der Welle 2 in eine Axialverstellbewegung um- Bei dem Ausführungsbeispiel einer Steuereinrichsetzbar
ist, besteht aus einen radial gerichteten Stift tung 31 nach F i g. 2 ist die Abtriebswelle 34 einer
13, der in einer in Umfangsrichtung geneigten in die Antriebsmaschine 32 über die Kupplung 33 mit der
Welle 5 eingearbeiteten Nut 12 geführt und an einem Getriebeeingangswelle 35 verbindbar. Zur Ermitt-Ring
16, der über ein Zwischenglied 18 auf das Ven- 5 lung einer Relatiwerdrehung zwischen den Wellen
til einwirkt, befestigt ist. Zur uaverdrchbaren Halte- 34 und 35 ist wiederum eine Reibungskupplung 36
rung des Stiftes 13 gegenüber der Welle 3 dient eine sowie eine mit dieser zusammenwirkenden Vorrich-Hülse
14, die mittels eines Bolzens 15 drehfest, je- tung 40 vorgesehen, von denen ein Impuls einem
doch axial verschiebbar an die Welle 3 angeschlossen Ventil 49 zugeleitet wird. Die Reibungskupplung 36
ist. Außerdem ist in die Welle 3 eine Ausnehmung 17 io besteht aus einem zwischen Anschlägen 50 und 51
eingearbeitet, in der der Stift 13 in Achsrichtung ver- gemäß Fig. 3 begrenzt verdrehbaren Reibglied 37,
schoben werden kann. Die axialen Enden der Aus- das durch eine Feder 38 gegen ein Widerlager 39 genebmung
17 dienen dabei als Anschläge, so daß der drückt wird und einen Ansatz 48 aufweist, während
Axialh"b des Zwischengliedes 18 sowie die Relativ- die Vorrichtung 40 aus zwei Planetenradsätzen gebilbewegung
der Welle 5 zu der Welle 3 begrenzt wer- 15 det ist. Das Sonnenrad 41 des einen Radsatzes ist
den· hierbei drehfest auf der Welle 35 angeordnet und
Tritt zwischen der Welle 2, die z. B. die Abtriebs- greift in auf einen ortsfesten Steg 44 gelagerte Planewelle
einer nicht dargestellten Antriebsmaschine ist, tenräder 45 ein, die sich wiederum in einem beiden
und der Welle 5 als Eingangswelle eines Getriebes Radsätzen gemeinsamen Hohlrad 43 abwälzen. Das
während eines Schaltvorganges bei geöffneter Kupp- ao Sonnenrad 42 des zweiten Radsatzes dagegen ist
lung 4 eine Relatiwerdrehung auf, so wird das Ventil drehfest mit der Abtriebswelle 34 der Antriebsma-19
über den Stift 13, da dieser in der Hülse 14 und schine 32 verbunden und wirkt mit sich ebenfalls in
der WeIIeS zwangläufig geführt ist, verstellt. Der dem Hohlrad 43 abwälzenden Planetenräder 47 zuStift
13 greift nämlich in die Nut 12 der über die sammen, deren Steg 46 mit dem Reibglied 37 der
Reibungskupplung 4 mit der Welle 2 kraftschlüssig as Kupplung 36 verbunden ist.
verbundenen Welle 5 ein, so daß eine Relatiwerdre- Tritt bei einem Schaltvorgang eine Drehzahldiffe-
hung zwischen der Welle 5 und der Hülse 3 ein Ver- renz zwischen den Wellen 34 und 35 auf, so werden,
schieben in der Nut 12 bewirkt und somit über den da die einzelnen Bauteile der Planetenradsätze gleich
Ring 16 sowie das Zwischenglied 18 einer Betätigung ausgelegt sind, die Planetenräder 47 zusammen mit
des Ventils 19 und damit eine entsprechende Rege- 30 dem Steg 46 verdreht. Dadurch wird über ein Reib-
lung der Motorabtriebsdrehzahl vorgenommen wer- glied 37 das Ventil 49 betätigt, so daß gegebenenfalls
den kann. Eine Relatiwerdrehung zwischen den entsprechend dem Verstellweg die Abtriebsdrehzahl
Wellen 2 und 3 wird somit auf mechanische Weise der Antriebsmaschine an die Drehzahl der Welle 35
dem Ventil 19 unmittelbar zugeleitet. selbsttätig angeglichen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- betätigung in Abhängigkeit von der Drehzahldiffe-Patentanspnich- renz zweier Bauteile vorzunehmen, ist somit bei denbisher bekannten Ausführungen erheblich. Auch istVorrichtung zum Feststellen der Drehzahl- die Störanfälligkeit, insbesondere bei der Verwendifferenzrichtung zwischen zwei miteinander zu 5 dung einer derartigen Steuereinrichtung m einem kuppelnden Wellen und zum Steuern eines zu- Fahrzeug sehr groß, da in den elektrischen Schaltgeoiidneten Schaltventüs, beispielsweise zur gliedern durch Erschütterungen oftmals Beschädi-Steuening des der Motorbremse oder der Em- gungen auftreten können und durch Temperaturspritzpumpe zugeordneten Wegeventils in Ab- unterschiede die an sich langen Schaltzeiten vor alhängigkeit von der Relatiwerdrehung der Motor- io lern bei der hydraulischen Ausführung ungünstig beabtriebswelle zu der Getriebeeingangswelle einer einflußt werden. Auch durch die Abschaltvomchtun-Antriebsanlage, dadurch gekennzeich- gen bei Auftreten von Überlastungen bekannter Annct, daß die der Steuerwellenkupplung (4) par- Ordnungen wird kein Weg gezeigt, um den bisher beallelgeschaltete Steuervorrichtung aus einem kannten Aufwand zu vermeiden,
federbelasteten Reibglied (6; 36) zwischen An- 15 Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtriebswelle (2) und Steuerwelle (S), einer zur tung zu schaffen, bei der diese Nachteile nicht auftre-Achsrichtung schrägen Nut (12) in der Steuer- ten und die dennoch einfach in ihrer Ausgestaltung welle mit in der Nut gleitendem und in der Ab- ist. Vor allem soll erreicht werden, daß stets eine triebswelle geführten Fühler (13) sowie dem vom hohe Betriebssicherheit bei hoher Ansprech-Ge-Fühler betätigten Schaltventil (1) besteht. ao schwindigkeit und damit kurzen Schaltzeiten gegebenist. Diese Aufgabe wird gemäß den Kennzeichen ge-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19702038136 DE2038136C3 (de) | 1970-07-31 | 1970-07-31 | Vorrichtung zum Feststellen einer Drehzahldifferenz und zum Steuern eines zugeordneten Schaltventils |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19702038136 DE2038136C3 (de) | 1970-07-31 | 1970-07-31 | Vorrichtung zum Feststellen einer Drehzahldifferenz und zum Steuern eines zugeordneten Schaltventils |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2038136A1 DE2038136A1 (de) | 1972-02-03 |
| DE2038136B2 DE2038136B2 (de) | 1974-04-18 |
| DE2038136C3 true DE2038136C3 (de) | 1974-11-14 |
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ID=5778536
Family Applications (1)
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| DE19702038136 Expired DE2038136C3 (de) | 1970-07-31 | 1970-07-31 | Vorrichtung zum Feststellen einer Drehzahldifferenz und zum Steuern eines zugeordneten Schaltventils |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1970
- 1970-07-31 DE DE19702038136 patent/DE2038136C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2038136A1 (de) | 1972-02-03 |
| DE2038136B2 (de) | 1974-04-18 |
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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