DE2034423C3 - Verfahren zur Fehlersuche in einem programmgesteuerten Vermittlungssystem - Google Patents
Verfahren zur Fehlersuche in einem programmgesteuerten VermittlungssystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs I.
Es ist bereits ein Verfahren zur Fehlerdiagnose bekannt (»Nachrichtentechnische Zeitschrift«, 1969, Heft
8, Seiten 444—462). Bei diesem bekannten Verfahren wird bei Ausfall einer der Systemeinheiten der Vermittlungsbetrieb
unterbrechungsfrei aufrechterhalten. Die als fehlerhaft arbeitend erkannte Systemeinheit wird außer
Betrieb genommen und in einen Diagnosezustand versetzt. In diesem Diagnosezustand kann die fehlerhaft
arbeitende Systemeinheit die übrigen Systemeinheiten nicht störend beeinflussen. Sie ist lediglich für besondere
Prüfvorgänge zugänglich, in die fehlerfrei arbeitende, ebenfalls in den Diagnosezustand versetzte Systemeinheiten
einbezogen sind.
Ein modular aufgebautes programmgesteuertes Vermittlungssystem, bei dem das bekannte Verfahren zur
Fehlerdiagnose anwendbar ist, ist in F i g. 1 als Blockschaltbild angegeben.
Dort sind drei jeweils doppelt vorhandene Systemeinheiten dargestellt, nämlich die Verarbeitungseinheiten
VE, die Programmsteuereinheiten PS und die beiden mit
/51 und /52 bezeichneten zentralen Einheiten, die neben
dem zentralen Speicher aile zentralen Steuereinrichtungen
enthalten. Es soll angenommen werden, daß eine der Systemeinheiten VE fehlerhaft arbeitet und in
hier nicht beschriebener Weise in den Diagnosezustand versetzt wurde, was in der F i g. 1 durch Schraffierung
angedeutet ist Zur Durchführung eines Diagnoseprogramms wird ein fehlerfrei arbeitender Speicher, beispielsweise
in der zentralen Einheit /51. ebenfalls in den Diagnosezustand versetzt. Gleichzeitig befinden sich
dadurch aber auch alle anderen zentralen Steuereinrichtungen
der zentralen Einheit /51 im Diagnosezustand.
Der Ablauf des Diagnoseprogramms findet unter Steuerung einer fehlerfrei arbeitenden Programmsteuereinheit
PS statt, die dazu für die Dauer eines oder mehr als eines Zyklus ebenfalls den Diagnosezustand einnehmen
kann. Durch Verwendung strichpunktierter Linien ist in der F i g. 1 angedeutet, daß zur Durchführung des Diagnoseprogramms
die fehlerhaft arbeitende Systemeinheit VE, die in den Diagnosezustand versetzte zentrale
Einheit IS1 und eine fehlerfrei arbeitende Programmsteuereinheit
PS zusammenarbeiten. Da die in den Diagnosezustand versetzte Systemeinheit VE gegenüber
den sich im Betriebszustand befindenden Systemeinheiten inaktiv ist, sind die Informationskanäle zwischen dieser
Systemeinheit und den anderen, sich im Betriebszustand befindenden Systemeinheiten, wie in der F i g. 1
dargestellt, unterbrochen. Das Diagnoseprogramm selbst steht ebenso wie die Vergleichs- oder Sollmuster,
die zur Auswertung der im Rahmen des Diagnoseprogramms ermittelten Ergebnisinformationen dienen, in
einem Teil des fehlerfrei arbeitenden Speichers in der zentralen Einheit /S 2, mit der die den Ablauf des Diagnoseprogramms
steuernde Programmsteuereinheit PS in normalem Betrieb zusammenarbeitet.
Für ein programmgesteuertes Datenvermittlungssystem ist vorgeschlagen worden, die von mit einer zentralen
Einheit zusammenarbeitenden Systemeinheiten ausgehenden Anforderungen zur Durchführung bestimmter
Abläufe unter Wahrung von durch die anfordernde Systemeinheit oder durch den angeforderten
Ablauf bestimmten Prioritäten an zentraler Stelle zu verteilen. Dazu ist eine zentrale Ablaufanforderungssteuerung
vorhanden, in der ein Ablaufverteilregister eine durch Adresse und Inhalt gegebene bestimmte Zuordnung
zwischen speicherbaren Informationen über die Priorität eines Ablaufs und den Informationen über
die einen Ablauf durchführende Systemeinheit enthält.
Zur gezielten Verteilung von Ablaufanforderungen dienen die Informationen über die Priorität des durchzuführenden Ablaufs als interne Registeradressen für einen
Suchvorgang im Ablaufverteilregister, als dessen Ergebnis eine Information zur Bestimmung der diesen
Ablauf durchführenden Systemeinheit zur Verfügung steht. Jeder im System vorgesehenen Priorität ist dabei
eine bestimmte Registerstelle in einem einen Teil der Ablaufanforderungssteuerung bildenden Ablaufanforderungsregisters
zugeordnet.
Nach dem bekannten Verfahren ist eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Systemeinheiten im Rahmen
eines Diagnoseprogramms nur dann möglich, wenn sich die einzelnen Systemeinheiten im Diagnosezustand be-
finden. Das bedeutet, daß eine zentrale Einheit mit allen
in ihr enthaltenen zentralen Steuereinrichtungen, wie Speicherein-ausgabesteuerung, Ablaufanforderungssteuerung
und zentraler Speicher in den ?rüfzustand versetzt werden müssen, um diese Voraussetzung zu
erfüllen.
Der im folgenden beschriebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den damit verbundenen Nachteil,
der sich in einem Redundanzverlust äußert, zu vermeidea
Erreicht wird das gemäß der Erfindung dadurch, daß für den Ablauf eines Diagnoseprogramms neben
der in den Diagnosezustand versetzten fehlerhaft und der den Ablauf steuernden fehlerfrei arbeitenden Systemeinheit
sowie einem fehlerfrei arbeitenden Speicher eine zur Aufnahme, Verteilung und Auswahl der
von Systemeinheiten gesendeten Ablaufanforderungen zentral vorhandene Ablaufanforderungssteuerung in
der. Diagnosezustand versetzt wird, in der während des Diagnosezustandes nur zyklusbezogene AbLufanforderungen,
z. B. Setzen und Verteilen von Ablaufanforderungen, solcher Systemeinheiten berücksichtigt werden,
die sich ebenfalls im Diagnosezustand befinden. Mit dieser Ausgestaltung des eingangs genannten Verfahrens,
die also darin besteht, daß der Diagnosezustand nunmehr auch für die eine Untereinheit in der zentralen
Steuereinrichtung bildende Ablaufanforderungssteuerung eingeführt wird, ist es möglich, ein vollständiges
System im Prüfzustand aufzubauen und dabei den nach dem bekannten Verfahren auftretenden Redundanzverlust
zu reduzieren.
Ein Prinzipschaltbild, an Hand dem die Erfindung erläutert wird, ist in der F i g. 2 dargestellt Da das System
entsprechend der Voraussetzung modular aufgebaut ist, sind die Systemeinheiten jeweils doppelt vorhanden. Eine
dieser Systemeinheiten ist die Leitungsanschlußeinheit LE, in der Übertragerablaufsteuerungen LJeAS,
über die der Verkehr mit den anderen Teilen des Systems stattfindet, doppelt vorhanden sind. Die weiteren
jeweils doppelt vorhandenen Systemeinheiten sind die beiden Programmsteuereinheiten PSi und PS 2 sowie
die mit KS1 und KS 2 und GSi und GS2 bezeichneten
Systemeinheiten. Die beiden zentralen Einheiten /51 und /52 enthalten jeweils eine Speicherein-ausgabesteuerung
S£4S1 und SE4S2 sowie Ablauf anforderungssteuerungen
ABASX und AßAS2. Jede der Ablaufanfordeungssteuerungen enthält jeweils ein Ablaufverteilregister
A VR und ein Ablaufanforderungsregister ABAR. Als zentrale Speicher sind Speicherbanken
5ß vorhanden.
Unter der Annahme, daß eine Übertragerablauf-Steuerung, beispielsweise die Übertragerablaufsteuerung
UeASi, fehlerhaft arbeitet (in der Fig.2 durch
Schraffur angedeutet), wird diese in den Diagnosezustand versetzt. Die Kennzeichnung eines Diagnosezustandes
kann an zentraler Stelle dadurch vorgenommen werden, daß in einem bestimmten Teil des Ablaufanforderungsregisters
ABAR ein bestimmtes Bit gesetzt wird. Zur Durchführung eines Diagnoseprogramms, in
dessen Verlauf die fehlerhaft arbeitende Systemeinheit in der Leitungsanschlußeinheit LE, im Beispiel also die t>o
Übertragerablaufsteuerung LJeAS 1, überprüft werden soll, sind ein fehlerfrei arbeitender Speicher und eine
fehlerfrei arbeitende Programmsteuereinheit erforderlich. Während der Speicher, beispielsweise eine Speicherbank
SB in der zentralen Einheit IS 1, während der es
gesamten Dauer des Diagnosezustandes im Diagnosezustand gehalten wird (in F i g. 2 durch Schraffur als im
Diagnosezustand befindlich gekennzeichnet) befindet sich die Programmsteuereinheit jeweils nur zyklusweise
im Diagnosezustand. Der Verkehr zwischen dieser und der fehlerhaft arbeitenden Systemeinheit findet über die
zentralen Steuereinrichtungen in der zentralen Einheit /51 statt Gemäß der Erfindung wird jedoch nicht die
gesamte zentrale Einheit IS1 in den Diagnosezustand
versetzt sondern nur die zentrale Ablaufanforderungssteuerung. In der F i g. 2 ist deshalb lediglich die Ablaufanforderungssteuerung
ABAS1 durch Schraffur als im Diagnosezustand befindlich gekennzeichnet Die fehlerhaft
arbeitende Systemeinheit im vorliegenden Fall also die Übertragerablaufsteuerung UeAS 1 in der Leitungsanschlußeinheit
LE, kann nunmehr mit einem Diagnoseprogramm geprüft werden, ohne daß dazu die gesamten
Steuereinrichtungen der zentralen Einheit /51 in den Diagnosezustand versetzt werden müssen. Das bedeutet
einen erheblichen Redundanzgewinn für das Gesamtsystem.
Um zu erreichen, daß die von einer in den Diagnosezustand versetzten AbJaufanforderungssteuerung ausgegebenen
Informationen nur von bestimmten, ebenfalls in den Diagnosezustand versetzten Systemeinheiten
bewertet werden, werden alle von einer Ablaufanforderungssteuerung im Diagnosezustand abgegebenen
Informationen von einem zusätzlichen Kriterium begleitet Alle Systemeinheiten, die sich nicht im Diagnosezustand
befinden, können dann diese Information ignorieren. Damit ist sichergestellt, daß fehlerfrei arbeitende
Teile im System vom fehlerhaften Arbeiten anderer Systemeinheiten nicht gestört sind.
Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, im Ablaufanforderungsregister
ABAR einen besonderen Teil vorzusehen, in dem unabhängig vom Betriebs- oder Diagnosezustand
Anforderungsbits gesetzt und zugehörige Informationen einzelner Systemeinheiten ohne ein, dem
Zustand der Ablaufanforderungssteuerung AÄ4Skennzeichnendes
zusätzliches Kriterium ausgegeben werden können.
Der Diagnosezustand einer Ablaufanforderungssteuerung kann in einfacher Weise dadurch beendet
werden, daß das im Ablaufanforderungsregister gesetzte und den Diagnosezustand kennzeichnende Bit gelöscht
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Fehlerdiagnose mit einem Diagnoseprogramm in einem zur Redundanzerhöhung
modular aufgebauten programmgesteuerten Vermittlungssystem, in dem mehrere Systemeinheiten
zyldusweise mit zentralen Speichern zusammenarbeiten, in dem weiterhin eine als fehlerhaft erkannte
Systemeinheit in einen Diagnosezustand versetzt wird, während dessen Dauer sie nur für besondere
unter Steuerung des Diagnoseprogramms in Zusammenarbeit mit fehlerfrei arbeitenden Systemeinheiten
ablaufende Prüfvorgänge aktiv ist, wobei die fehlerfrei arbeitenden Systemeinheiten ständig oder
mindestens für die Dauer eines Zyklus ebenfalls in den Diagnosezustand versetzt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß für den Ablauf eines Diagnoseprogramms neben der in den Diagnosezustand versetzten fehlerhaft arbeitenden Systemeinheit
(z. B. UeAS 1), der den Ablauf steuernden fehlerfrei
arbeitenden Systemeinheit (z. B. PS 1) und einem fehlerfrei arbeitenden Speicher (z. B. SB) eine zur
Aufnahme, Verteilung und Auswahl der von Systemeinheiten gesendeten Ablaufanforderungen zentral
vorhandene Ablaufanforderungssteuerung (ABAS) in den Diagnosezustand versetzt wird, in der während
des Diagnosezustandes nur zyklusbezogene Ablaufanforderungen (z. B. Setzen, Verteilen von
Ablaufanforderungen) solcher Systemeinheiten berücksicht werden, die sich ebenfalls im Diagnosezustand
befinden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Systemeinheit ständig oder für
die Dauer eines oder mehr als eines Zyklus als im Diagnosezustand befindlich angebende Information
durch Setzen einer bestimmten Stelle in einem Teil eines in der Ablaufanforderungssteuerung (ABAS)
enthaltenen Ablaufanforderungsregisters (ABAR) gebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede über eine in den Diagnosezustand
versetzte Ablaufanforderungssteuerung (ABAS) zur Verfügung gestellte Ausgabeinformation
von einem zusätzlichen Kriterium begleitet wird und daß die derart gekennzeichneten Informationen
in nicht im Diagnosezustand befindlichen Systemeinheiten unberücksichgt bleiben.
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