DE2025293C2 - Fernsteuerung, insbesondere für Grubenausbauelemente - Google Patents
Fernsteuerung, insbesondere für GrubenausbauelementeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fernsteuerung, insbesondere zur Steuerung von Grubenausbauelementen
von benachbarten Grubenausbauelementen aus, wobei dem zu steuernden Grubenausbauelement eine
Steuervorrichtung zugeordnet ist, die durch voneinander unabhängige Längs- und Drehbewegungen
betätigbar ist, und wobei räumlich getrennt von dei Steuervorrichtung eine Betätigungsvorrichtung angeordnet
ist.
Es ist bekannt, die Steuerventile von Grubenausbauelementen vom Nachbarelement aus zu betätigen.
Die Übertragung der Steuerbefehle vor einem Ausbauelement zum benachbarten Grubenausbauelement
erfolgt dabei durch Druckflüssigkeit Zwischen den beiden benachbarten Grubenausbau
elementen ist daher eine Reihe von Verbindungs schläuchen notwendig, die so lang und so flexibe
sein müssen, daß eine Relativbewegung zwischei den beiden Grubenausbauelementen möglich ist
Derartige Schläuche sind aber teuer und außerden immer der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt
Eine Beschädigung eines Schlauches kann aber zi großen Folgeschäden führen, da sie im allgemeine!
ein Versagen der gesamten Anlage zur Folge hat Weiterhin ist es bekannt, die Grubenausbau
elemente mit automatischen Folgesteuerungen zi versehen, durch die die einzelnen Betriebsvorgäng
zeitlich aufeinander folgend gesteuert werden, wöbe die Steuerfolge durch einen vom benachbarte]
Grubenausbauelement abgegebenen Startimpuls ii Gang gesetzt wird. In diesem Fall ist zwar nur ein
einzelne Schlauchleitung als Verbindung zwische:
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Jen Grubenausbauelementen erforderlich, jedoch Zweckmäßig erfolgt die Bewegung der längscann
das gesteuerte Grubenausbauelement nach beweglichen Teile von Betätigungsvorrichtung, Uber-[ngangsetzung
der Steuerfolge nicht mehr vom tragungsvorrichtung und/oder Steuervorrichtung gegen
benachbarten Grubenelement aus beeinflußt werden. die Wirkung einer Rückstellvorrichtung. Auf dfese
Eine, z. B. bei Störungen notwendig, Handsteuerung 5 Weise wird z. B. bei Loslassen des Handgriffes der
einzelner Betriebsvorgänge ist nur an dem gesteuer- Betätigungsvorrichtung oder bei Unterbrechung der
ten Grubenausbauelement selbst möglich. Übertragungseinrichtung die entsprechende Steuer-Auf
anderen Gebieten der Technik sind flexible vorrichtung in die Ausgangslage zurückgestellt. Das
mechanisch* ÜbertragungseinrichtuDgen bekannt, ist immer dann zweckmäßig, wenn die Ausgangslage
mit denen Langsbjwegungen oder Drehbewegungen 10 die sicherste Stellung der Steuervorrichtung ist.
übertragen werden können. Solche Übertragungs- Es ist möglich, daß die Betätigungsvorrichtung einrichtungen werden als Bowdenzüge bzw. biegsame handbedient ist. Sie weist dann zweckmäßig einen Wellen bezeichnet. Flexible mechanische Über- Handgriff auf, welcher unverdrehbar mit dem Drehtragungseinrichtungen, mit denen unabhängig von- rnomente übertragenden Teil der Übertragungseineinander und gleichzeitig Längs- und Drehbewegun- 15 richtung verbunden ist und drehbar in der Betätigen übertragen werden können, sind bisher nicht gungsvorrichtung gelagert ist und welcher druckfest bekanntgeworden. mit einem Druckkräfte übertragenden Teil der Über-Für eine derartige Bewegungsübertragung wären tragungseinrichtung verbunden ist und schwenkbar also mehrere parallele Ubertragungseinrichtungen in der Betätigungsvorrichtung gelagert ist.
erforderlich. 20 Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Fernsteuerung Erfindung ist vorgesehen, daß die Drehbewegung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine in der Steuervorrichtung zur Verstellung einer Wahl-Auslösung sämtlicher in Frage kommender Steuer- vorrichtung dient, welche einen wahlweisen Anschluß funktionen von einer Betätigungsvorrichtung aus verschiedener Leitungen an eine Versorgungsleitung gestattet, die von dem zu steuernden Grubenausbau- »5 erlaubt, während die Längsbewegung in der Steuerelement räumlich' entfernt ist, ohne daß mehrere vorrichtung zur Betätigung einer in die Versorgungs-Verbindungsschläuche oder andere Verbindungs- leitung eingeschalteten Sperrvorrichtung dient. Auf elemente zwischen Betätigungsvorrichtung urd zu diese Weise wird eine große Betriebssicherheit der steuerndem Grubenausbauelement erforderlich sind. Fernsteuerung erreicht. Bei durch Beschädigung Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch 30 hervorgerufener Unterbrechung der flexiblen mechagelöst, daß die Betätigungsvorrichtung unabhängig nischen Übertragungseinrichtung wird die Sperrvoneinander durch Längs- und Drehbewegungen vorrichtung selbsttätig in Sperrstellung gebracht, betätigbar ist und daß die Betätigungsvorrichtung wodurch verhindert wird, daß in dem gesteuerten und die Steuervorrichtung durch eine Längs- und Grubenausbauelement unkontrollierte Betriebsvor-Drehbewegungen unabhängig voneinander übertra- 35 gänge ablaufen.
übertragen werden können. Solche Übertragungs- Es ist möglich, daß die Betätigungsvorrichtung einrichtungen werden als Bowdenzüge bzw. biegsame handbedient ist. Sie weist dann zweckmäßig einen Wellen bezeichnet. Flexible mechanische Über- Handgriff auf, welcher unverdrehbar mit dem Drehtragungseinrichtungen, mit denen unabhängig von- rnomente übertragenden Teil der Übertragungseineinander und gleichzeitig Längs- und Drehbewegun- 15 richtung verbunden ist und drehbar in der Betätigen übertragen werden können, sind bisher nicht gungsvorrichtung gelagert ist und welcher druckfest bekanntgeworden. mit einem Druckkräfte übertragenden Teil der Über-Für eine derartige Bewegungsübertragung wären tragungseinrichtung verbunden ist und schwenkbar also mehrere parallele Ubertragungseinrichtungen in der Betätigungsvorrichtung gelagert ist.
erforderlich. 20 Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Fernsteuerung Erfindung ist vorgesehen, daß die Drehbewegung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine in der Steuervorrichtung zur Verstellung einer Wahl-Auslösung sämtlicher in Frage kommender Steuer- vorrichtung dient, welche einen wahlweisen Anschluß funktionen von einer Betätigungsvorrichtung aus verschiedener Leitungen an eine Versorgungsleitung gestattet, die von dem zu steuernden Grubenausbau- »5 erlaubt, während die Längsbewegung in der Steuerelement räumlich' entfernt ist, ohne daß mehrere vorrichtung zur Betätigung einer in die Versorgungs-Verbindungsschläuche oder andere Verbindungs- leitung eingeschalteten Sperrvorrichtung dient. Auf elemente zwischen Betätigungsvorrichtung urd zu diese Weise wird eine große Betriebssicherheit der steuerndem Grubenausbauelement erforderlich sind. Fernsteuerung erreicht. Bei durch Beschädigung Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch 30 hervorgerufener Unterbrechung der flexiblen mechagelöst, daß die Betätigungsvorrichtung unabhängig nischen Übertragungseinrichtung wird die Sperrvoneinander durch Längs- und Drehbewegungen vorrichtung selbsttätig in Sperrstellung gebracht, betätigbar ist und daß die Betätigungsvorrichtung wodurch verhindert wird, daß in dem gesteuerten und die Steuervorrichtung durch eine Längs- und Grubenausbauelement unkontrollierte Betriebsvor-Drehbewegungen unabhängig voneinander übertra- 35 gänge ablaufen.
gende flexible mechanische Übertragungseinrichtung Die Fernsteuerung kann eine Anzeigevorrichtung
verbunden sind. Eine solche flexible mechanische zur Anzeige der eingestellten Stellung der Steuer-Übertragungseinrichtung
erlaubt die Übertragung vorrichtung aufweisen.
einer Vielzahl von Einstellungen der Betätigungs- Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung
vorrichtung, wobei zwei Einstellvorgänge vonein- 40 ist vorgesehen, daß die Kupplungsvorrichtung zwi-
ander unabhängig durchgeführt werden können. sehen Betätigungsvorrichtung und Übertragungsein-
Trotzdem ist die flexible mechanische Übertragungs- richtung einerseits und zwischen Übertragungsein-
einrichiung sehr einfach aufgebaut und ist z. B., richtung und Steuervorrichtung andererseits so aus-
auch wenn sie sehr robust ausgeführt Lt. wesentlich gebildet sind, daß die zur Betätigungsvorrichtung
billiger als eine Anzahl von Hochdruckschläuchen, 45 und zur Steuervorrichtung gehörigen Kupplungsteile
wie sie bei den bekannten Fernsteuerungen als Über- nach Entfernen der Übertragungseinrichtung unmit-
tragungseinrichtung verwendet werden. Auch wenn telbar zusammenpassen. Auf diese Weise ist es in
die mechanische Übertragungseinrichtung beschädigt gewissen Ausnahmesituationen möglich, die Betäti-
werden sollte, wirkt sich dies nicht eo nachteilig gungsvorrichtung unmittelbar an der zugehörigen
aus, wie die Beschädigung eines Hochdruck- 50 Steuervorrichtung anzubringen. Dies ist z. B. bei
Schlauches. Beschädigung der flexiblen mechanischen über-
Eine erfindungsgemäße Fernsteuerung mit einer tragungseinrichtung nötig, wenn kein Ersatz zur Ver-
besonders einfachen und gegen äußere Einflüsse fügung steht.
unempfindlichen flexiblen mechanischen Ubertra- Weiterhin ist es möglich, daß einer an einem
gungseinrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß die 55 Grubenausbauelement angeordneten Steuervorrich-
mechanische Übertragungseinrichtung einen bieg- tung mehrere an anderen Grubenausbauelementen
samen Draht aufweist, der von einer relativ zum angeordnete Betätigungsvorrichtungen zugeordnet
Draht beweglichen Umhüllung umgeben ist. Dabei sind, von welchen aus wahlweise die Steuervorrich-
kann in der Übertragungseinrichtung der biegsame uing betätigbar ist.
Draht zur Übertragung von Längskräften und die 60 Die Steuervorrichtung kann z. B. ein Steuerventil
Umhüllung zur Übertragung von Drehmomenten für Druckflüssigkeit sein.
dienen. Es ist aber auch möglich, daß der biegsame Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im fol-
Draht sowohl zur Übertragung von Drehmomenten genden an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigi
als auch zur Übertragung von Längskräften dient. Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine
Weiterhin ist es möglich, daß der biegsame Draht 65 Gruppe von Grubenausbauelementen mit erfindungs·
zur Übertragung von Drehmomenten dient, während gemäßen Fernsteuerungen,
sich zur Übertragung von Längskräften ein Druck- Fig. 2 einen Schnitt durch ein fernbedienbare:
mitte! innerhalb der Umhüllung befindet. Steuerventil,
F i g. 3 einen Schnitt durch eine Bedienungs- Verschiebung des Drahtes 35 nach unten geschoben,
vorrichtung, so stößt er mit an ihm befindlichen Zapfen 33 a
F i g. 4 einen Schnitt durch eine andere Ausfüh- gegen den Ventilkegel 30 und hebt diesen vom Ventilrungsform
eines fernbedienbaren Steuerventils, sitz 31 ab.
F i g. 5 einen Schnitt durch eine andere Ausfüh- 5 Der Draht 35 ist von einer Umhüllung 37 umrungsform
einer Bedienungsvorrichtung, geben, zu deren Verbindung mit dem Drehschiebei
F i g. 6 eine schematische perspektivische Teil- 25 eine Kupplungsvorrichtung dient, die durch
ansicht eines von zwei Stellen aus fernbedienbaren Formschluß eine Drehmomentübertragung ermög-Steuerventils,
licht. Zur Befestigung am Drehschieber 25 weist die
Fig. 7 ein weiteres Fernbedienungssystem im i° Umhüllung 37 einen Flansch 37a auf, der mit einer
Schnitt. Überwurfmutter 38 am Drehschieber 28 fixiert wird.
In F i g. 1 sind in schematischer Draufsicht drei Zum Aufschrauben der Überwurfmutter 38 besitzt
Grubenausbauelemente 11, 12 und 13 mit hydrau- der Drehschieber 25 ein Gewinde 38a.
lisch ausfahrbaren Stempeln 14 und 15 dargestellt, An allen Stellen, wo eine Abdichtung zwischen
lisch ausfahrbaren Stempeln 14 und 15 dargestellt, An allen Stellen, wo eine Abdichtung zwischen
die in Richtung X vorrücken können. Die Steuerung >5 gegeneinander verschieblichen Teilen erforderlich ist,
der Grubenausbauelemente 11, 12 und 13 erfolgt sind O-Ringe 39 vorgesehen. Der Drehschieber 25
durch Steuerventile 17, die durch Bedienungsvorrich- ist über ein Axiallager 40 am Gehäuse 26 gelagert,
tungen 16 bedient werden. Die Verbindung zwischen In F i g, 3 ist die zum oben beschriebenen Steuer-
den Bedienungsvorrichtungen 16 und den zugehöri- ventil gehörende Bedienungsvorrichtung dargestellt,
gen Steuerventilen 17 wird durch eine flexible mecha- « Sie weist einen Handgriff 41 auf, der um eine Achse
nische Verbindung 18 hergestellt, die z. B.- aus einem 42 schwenkbar gelagert ist. Die Achse 42 ist in
in einer Hülle beweglichen Draht nach Art eines einem Drehkörper 43 befestigt, welcher in einem
Bowdenzuges oder einer biegsamen Welle besteht. Grundkörper 44 um die Längsachse 42 des Drahtes
Die Bedienungsvorrichtungen 16 sind jeweils an den 35 drehbar gelagert ist. Eine ringförmige Rast-Grubenausbauelementen
angeordnet, die den Gruben- as vorrichtung 45 wirkt mit einer federbelasteten Kugel
ausbauelementen, an denen sich die zugehörigen 46 zusammen und bewirkt, daß der Drehkörper 43
Steuerventile 17 befinden, benachbart sind. In der zur Positionsanzeige in bestimmten Stellungen einDarstellung
nach F i g. 1 ist das Grubenausbau- rastet. Die Umhüllung 37 ist an ihrem in F i g. 3
element 11 gerade durch Betätigung der am Graben- gezeigten Ende auf die gleiche Weise mit dem Drehausbauelement
12 angeordneten Bedienungsvorrich- 30 körper 43 der Bedienungsvorrichtung verbunden, wie
tung 16 vorgerückt worden. Der Bedienungsmann an ihrem anderen Ende mit dem Drehschieber 25
begibt sich nun zum Grubenausbauelement 13, von des Steuerventils. Ein entsprechender Flansch ist in
wo er das Vorrücken des Grubenausbauelementes 12 Fig. 3 mit 47 und eine überwurfmutter mit 48
steuert. bezeichnet. Die Umhüllung 37 dient hier zur Über-
In F i g. 2 ist eine Ausführungsform des Steuer- 35 tragung einer Drehbewegung des Handgriffs 41 auf
ventils 17 näher dargestellt. Das dargestellte Steuer- den Drehschieber 25 des Steuerventils,
ventil weist eine Grundplatte 21 auf, in der sich eine Der Draht 35 ist koaxial zur Drehachse des Dreh-
ventil weist eine Grundplatte 21 auf, in der sich eine Der Draht 35 ist koaxial zur Drehachse des Dreh-
Druckmitteleingangsöffnung 22 sowie mehrere Druck- körpers 43 durch diesen hindurchgeführt. Die Achse
mittelausgangsöffnungen 23 befinden. Die Druck- 42 ist so angeordnet, daß durch ein Schwenken des
mittelausgangsöffnungen 23 sind mit Ventilöffnungen 4° Handgriffs 41 auf den Draht 35 in axialer Richtung
24 verbunden, die sich in einer ebenen Fläche 24 a eine Druckkraft ausgeübt wird. Wird der Handgriff
der Grundplatte 21 befinden. In einem mit der 41 losgelassen, bewirkt die im Steuerventil befind-Grundplatte
21 verbundenen Gehäuse 26 ist ein liehe Feder 32 eine Rückstellung des Handgriffs 41
Drehschieber 25 um eine senkrechte Achse drehbar in die in F i g. 3 dargestellte Position. Der Handgrifl
gelagert. Der Drehschieber 25 besitzt eine Innen- 45 41 ist also ein sogenannter »Totmanngriff«,
kammer 27 und trägt eine Einsatzhülse 28. Die Ein- Es ist zweckmäßig, Bedienungsvorrichtung unc
kammer 27 und trägt eine Einsatzhülse 28. Die Ein- Es ist zweckmäßig, Bedienungsvorrichtung unc
satzhülse 28 wird durch eine Feder 29 dichtend gegen Steuerventil so auszubilden, daß der Draht 35 irr
die die Ventilöffnungen 24 aufweisende Fläche 24 a Falle einer Beschädigung weggelassen werden kann
der Grundplatte 21 gepreßt Die Einsatzhülse 28 Eine entsprechende Ausführungsform ist in Fig. i
stellt, wenn sie sich über einer der Ventilöffnungen 50 und 5 dargestellt.
befindet, eine Verbindung zwischen Innenkammer 27 In Fi g. 4, in der ein Teil eines Steuerventils darge
und einer der Druckmittelausgangsöffnungen 23 her. stellt ist, endet der Draht 35 in einem Vierkant
Ein mit einem Durchlaß versehener Stopfen 129 zapfen 35 a, welcher längsverschieblich in einer Vier
stellt eine Druckausgleichsverbindung zwischen der kantführung des Drehschiebers 25 geführt ist. De
Innenkammer 27 und den Ventilöffnungen 24 her. 55 Vierkantzapfen 35 a drückt unmittelbar auf dei
Die Innenkammer 27 des Drehschiebers 25 steht Stößel 33 zur Betätigung des oben beschriebener
über eine Eingangsbohrung 22a und ein Sperrventil Sperrventils. Die Umhüllung 37 endet in einen
mit der Druckmitteleingangsöffnung 22 in Verbin- Flansch 37 a, der durch eine auf ein Gewinde 26 <
dung. aufgeschraubte Überwurfmutter 38 staubdicht an
Dieses Sperrventil wird durch einen im Dreh- 60 Gehäuse 26 befestigt ist.
schieber 25 längs dessen Drehachse verschieblichen In der zugehörigen Bedienungsvorrichtung, die i;
Ventilkegel 30 und einen Ventilsitz 31 gebildet. Der F i g. 5 dargestellt ist, endet der Draht 35 in einer
Ventilkegel 30 ist durch eine Feder 32 gegen den Verbindungsstück 43 a, welches einen Innenvierkar
Ventilsitz 31 vorgespannt. Längs der Drehachse des zur Aufnahme eines Vierkantbolzens 35 b aufweis
Drehschiebers 25 ist weiterhin ein Stößel 33 ver- 65 Der Vierkantbolzen 35 b ist durch eine Vierkam
schiebbar angeordnet. Die Verschiebung des Stößels führung im Drehkörper 43 durch diesen hindurcr
33 erfolgt über ein Verbindungsstück 34 durch einen geführt und stützt sich gegen den Handgriff 41 al
hieesamen Draht 35. Wird der Stößel 33 durch axiale Dazu ist der Vierkantbolzen 35 b mit einem Kof
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35 d versehen. Der Draht 35 dient hier sowohl zur Absatz 61, gegen den sich der Hebel 60 mit dem
Drehmoment- als auch zur Längskraftübertragung. Rand seines entsprechenden Loches abstützt. Eine
Die Umhüllung 37 endet in einer Einschraubhülse auf einen der Drähte 35 ausgeübte Druckkraft be-
49a mit Außengewinde und einer verhältnismäßig wirkt also einerseits, daß der Hebel 60 gekippt wird
großen axialen Ausdehnung. Die Einschraubhülse 5 und somit das Sperrventil geöffnet wird und anderer-
49 a wird in ein Ansatzstück 50 eingeschraubt, wel- seits, daß das Endstück 35/ in den entsprechenden
ches frei drehbar am Drehkörper 43 oder Grund- Winkelschlitz 59 eingeführt wird. Der Draht 35 dient
körper 44 befestigt ist. auch hier zur Drehmoment- und Längskraftüber-
Wenn der Draht 35 gebrochen ist, kann die Be- tragung. Haben Draht 35 und zugehöriges Zahnrad
dienungsvorrichtung, die normalerweise mittels einer io 57 nicht die richtige Winkelstellung zueinander, so
nicht dargestellten Klemmvorrichtung am Gruben- kann der zugehörige Handgriff 41 nur teilweise geausbauelement
befestigt ist, von diesem abgenom- schwenkt und der Winkelhebel 60 daher nur teilweise
men werden. Die Umhüllung 37 kann von der Be- gekippt werden. Die in Fig. 6 schematisch dardienungsvorrichtung
und dem Steuerventil abge- gestellte Anordnung ist von einem nicht dargestellten
schraubt werden. Die Bedienungsvorrichtung kann 15 Gehäuse umgeben, in welchem auch die Umhüllunsodann
unmittelbar auf das Steuerventil aufgeschraubt gen der Drähte 35 befestigt sind. Ein weiteres Fernwerden.
Das Gewinde des Ansatzstücks 50 paßt bedienungssystem gemäß der Erfindung ist in F i g. 7
nämlich auf das Gewinde 26a des Gehäuses 26. Der dargestellt. Die Umhüllung 37 enthält hier außer
Vierkantbolzen 35ft der Bedienungsvorrichtung tritt dem Draht 35 eine plastische Masse 70, z.B.
dann an die Stelle des Vierkantzapfens 35 a des io Schmierfett oder eine andere Paste. Ein mit Kolben-Drahtes
35. Durch eine Klemmvorrichtung kann ringen 72 versehener Kolben 71 ist in dem an der
nötigenfalls dafür gesorgt werden, daß der Grund- Bedienungsvorrichtung angebrachten Ende der Umkörper
44 gegen Drehung gesichert ist, wenn die hüllung 37 verschieblich geführt. Der Kolben 71
Bedienungsvorrichtung unmittelbar auf dem Ventil kann mit dem Draht 35 starr verbunden sein. Der
befestigt ist. 25 Draht 35 kann aber auch gegenüber dem Kolben 71
In Fig. 6 ist die Antriebsvorrichtung eines von unverdrehbar jedoch in axialer Richtung beweglich
zwei Bedienungsvorrichtungen aus fernbedienbaren im Kolben 71 geführt sein.
Steuerventils dargestellt. Ein solches Steuerventil ist Mit seinem dem Steuerventil zugewandten Ende
z. B. erforderlich, wenn ein Grubenausbauelement ist der Draht 35 unverdrehbar, jedoch in axialer
wahlweise von beiden benachbarten Grubenausbau- 30 Richtung beweglich mit einem weiteren, mit Kolbenelementen
aus fernsteuerbar sein soll. In der Anord- ringen 74 versehenen Kolben 73 verbunden. Vornung
nach F i g. 6 ist der Drehschieber 25 mit einem zugsweise mündet der Draht 35 in Sacklöcher in den
Zahnkranz 58 versehen, in welchen zwei Zahnräder Kolben 71 und 73, so daß die Notwendigkeit einer
57 eingreifen. Die beiden Zahnräder 57 sind je einer Abdichtung zwischen Draht 35 und Kolben 71 bzw.
Bedienungsvorrichtung zugeordnet und mit Winkel- 35 73 entfällt.
schlitzen 59 versehen, in welche entsprechend ge- Durch Schwenken des Handgriffs 41 wird über
formte Endstücke 35/ der Drähte 35 passen, und den Kolben 71 auf die plastische Masse 70 ein Druck
zwar nur in einer bestimmten Winkelstellung von ausgeübt, mit welchem wiederum der Kolben 73
Zahnrad 57 und Draht 35 zueinander. Durch beaufschlagt wird. Der Kolben 73 fährt daher aus
Schwenken des Handgriffs 41 an einer der Bedie- 40 und drückt auf den Stößel 33. Dadurch wird das
nungsvorrichtungen wird das entsprechende End- Sperrventil geöffnet.
stück 35/ des entsprechenden Drahtes 35 in einen Zur Übertragung der Drehbewegung zwischen
der Winkelschlitze 59 eingeführt. Handgriff 41 und Drehschieber 25 dient, wie in der
Jeder Draht 35 ragt durch ein Loch an jeweils Ausführungsform gemäß F i g. 4 und 5, der Draht 35.
einem Ende eines Hebels 60, welcher schwenkbar 45 Das Drehmoment könnte auch, wie in der Ausan
dem das Sperrventil betätigenden Stößel 33 ge- führungsform gemäß F i g. 2 und 3, durch die Umlagert
ist. Zwischen dem Endstück 35/ und dem hüllung 37 übertragen werden. Dadurch würde eine
übrigen Teil jedes Drahtes 35 befindet sich ein Vereinfachung erreicht.
Claims (12)
1. Fernsteuerung, insbesondere zur Steuerung von Grubenausbauelementen von benachbarten
Grubenausbauelementen aus, wobei dem zu steuernden Grubenausbauelement eine Steuervorrichtung
zugeordnet ist, die durch voneinander unabhängige Längs- und Drehbewegungen
betätigbar ist, und wobei räumlich getrennt von der Steuervorrichtung eine Betätigungsvorrichtung
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsvorrichtung (16) unabhängig voneinander durch Längs- und Drehbewegungen
betätigbar ist und daß die Betätigungsvorrichtung (16) und die Steuervorrichtung
(17) durch eine Längs- und Drehbewegungen unabhängig voneinander übertragene flexible
mechanische Übertragungseinrichtung (18) verbunden sind.
2. Fernsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Übertragungseinrichtung
(18, 35, 37) einen biegsamen Draht (35) aufweist, der von einer relativ zum Draht (35) beweglichen Umhüllung (37) umgeben
ist.
3. Fernsteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Übertragungseinrichtung
(18, 35, 37) der biegsame Draht (35) zur Übertragung von Längskräften und die Umhüllung (37) zur Übertragung von
Drehmomenten dient.
4. Fernsteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der biegsame
Draht (35) sowohl zur Übertragung von Drehmomenten als auch zur Übertragung von Längskräften dient.
5. Fernsteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der biegsame
Draht (35) zur Übertragung von Drehmomenten dient, während sich zur Übertragung von Längskräften ein Druckmittel (70) innerhalb
der Umhüllung (37) befindet.
6. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung der längsbeweglichen Teile (33, 35, 35 a, 35 b) von Betätigungsvorrichtung
(16), Übertragungseinrichtung (18) und/oder Steuervorrichtung (17) gegen die Wirkung einer
Rückstellvorrichtung (32) erfolgt.
7. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betätigungsvorrichtung (16) handbedient ist und einen Handgriff (41) aufweist, welcher
unverdrehbar mit dem Drehmomente übertragenden Teil (35 bzw. 37) der Übertragungseinrichtung
(18) verbunden ist und drehbar in der Betätigungsvorrichtung (16) gelagert ist und welcher
druckfest mit einem Druckkräfte übertragenden Teil (35; 70, 71, 73) der Übertragungseinrichtung
(18) verbunden ist und schwenkbar in der Betätigungsvorrichtung (16) gelagert ist.
8. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehbewegung in der Steuervorrichtung (17) zur Verstellung einer Wählvorrichtung (24,
25, 28) dient, welche einen wahlweicen Anschluß verschiedene- Leitungen (23Ί an eine V?rsor-
gungsleitung (22) erlaubt, während die Längsbewegung in der Steuervorrichtung (17) zur Betätigung
einer in die Versorgungsleitung (22) eingeschalteten Sperrvorrichtung (30, 31) dient.
9. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch
eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige der eingestellten Stellung der Steuervorrichtung (17).
10. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungsvorrichtungen (50, 49 a bzw. 26a, 38) zwischen Betätigungsvorrichtung (16)
und Übertragungseinrichtung (18) einerseits und zwischen Übertragungseinrichtung (18) und Steuervorrichtung
(17) andererseits, so ausgebildet sind, daß die zur Betätigungsvorrichtung (16) und zur
Steuervorrichtung (17) gehörigen Kupplungsteile (50 bzw. 26 a) nach Entfernung der Übertragungseinrichtung
(18) unmittelbar zusammenpassen.
11. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß einer an einem Grubenausbauelement angeordneten Steuervorrichtung mehrere an anderen
Grubenausbauelementen angeordnete Betätigungsvorrichtungen zugeordnet sind, von welchen
aus wahlweise die Steuervorrichtung betätigbar ist.
12. Fernsteuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuervorrichtung (17) ein Steuerventil für Druckflüssigkeit ist.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| GB2687269 | 1969-05-28 | ||
| GB2687269 | 1969-05-28 |
Publications (2)
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