DE20217464U1 - Gülleausbringfahrzeug - Google Patents

Gülleausbringfahrzeug

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    • A01C23/001—Sludge spreaders, e.g. liquid manure spreaders
    • A01C23/003—Distributing devices, e.g. for rotating, throwing
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Description

Fluidstop-Verteilerl
Gülleausbringfahrzeug
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gülleausbringfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bekannte Gülleausbringfahrzeuge sind mit einem Verteilersystem ausgerüstet, welches sich über die mehrfache Breite des Gülleausbringfahrzeugs erstreckt. In einem möglichen Betriebszustand befindet sich das Verteilersystem in einer Ausbringstellung, in welcher sich das Verteilersystem im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung des Ausbringfahrzeugs erstreckt.
In einem anderen Betriebszustand, nämlich im Transportfall, wenn also keine Gülle ausgebracht wird, sondern das Gülleausbringfahrzeug am öf-, fentlichen Straßenverkehr teilnimmt, befindet sich das Verteilersystem in der so genannten Transportstellung. In dieser Stellung sind Teilabschnitte des Verteilersystems um ca. 90-° abgewinkelt und verlaufen parallel zur Längsachse des Gülleausbringfahrzeugs.
Eine derartige Lösung wird durch die DE 195 40 648 A 1 dokumentiert, in welcher vorgeschlagen wird, bei einem Gülleausbringfahrzeug einen Hilfsrahmen vorzusehen, an welchem voneinander beabstandet angebrachte Dungspendedüsen vorgesehen sind. Diese Dungspendedüsen werden über als Spiralschläuche ausgebildete Leitungen von einer Verteilerpumpe einzeln bzw. paarweise gespeist und können mit Hilfe des als drehbarer Balken ausgebildeten Hilfsrahmens verschwenkt werden. Dabei werden die Spiralschläuche um ca. 180'
Fluidstop-Verteilerl
verschwenkt, wodurch sie biegemechanisch enorm belastet werden und schnell verschleißen.
Zum Stand der Technik gehört auch das Ausbringen von Gülle mit Hilfe eines Prallteller-Verteilers, durch welchen die auszubringende Gülle ausgeschleudert wird. Um die unvermeidbare Geruchsbelästigung bei derartiger Gülleausbringung zu reduzieren, ist im deutschen Gebrauchsmuster DE 295 17 7 92 U 1 vorgeschlagen worden, das Verteilersystem mittels Vorhängen abzuschirmen, damit die Gülle nicht in hohem Bogen in die Umgebung gesprüht wird, bevor sie auf die Ackerfläche gelangt.
In der DE 196 40 037 Al ist ein Verteilersystem beschrieben, durch welches mit Hilfe von zur A-ckerfläche hin gerichteten Gülleauslauföffnungen , die Gülle ausgebracht wird. Die rohrförmigen Auslaufstutzen sind dabei an horizontal verlaufenden Verteilerrohren angeordnet, die über Zuführungsleitungen mit einem Güllevorratsbehälter verbunden sind.
Einen ähnlichen Gülleverteiler_mit Verteilerrohren zeigt auch das Deutsche Gebrauchsmuster 296 01 939 Ul.
Im deutschen Gebrauchsmuster DE 296 01 934 Ul sind nähere Angaben über die Ausgestaltung von Verteilerrohren gemacht. Dort sind Förderschnecken erwähnt, mit deren Hilfe Feststoffe in der Gülle in Außenbereiche der Verteilerrohre gefördert werden sollen, damit die Auslauföffnungen zu den Auslaufstutzen nicht durch die Feststoffe verstopft werden.
Fluidstop-Verteilerl
In den letztgenannten Druckschriften sind keine Angaben darüber gemacht, wie die Verschmutzung der öffentlichen Wege und Straßen vermieden werden kann, wenn derartige Gülleausbringfahrzeuge am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.
Einen Lösungsvorschlag zu dem vorbeschriebenen Problemkreis zeigt jedoch die deutsche Patentschrift DE 195 20 950 Cl auf. Dort wird vorgeschlagen, nach unten zur Ackerfläche hin gerichtete Gülleauslaufschläuche mittels eines Quetschschlauchs abzuquetschen, wenn die Gülleausbringung beendet und mit dem Gülle-Ausbringfahrzeug öffentliche Straßen und Wege befahren werden sollen.
Problematisch ist in der Praxis das Ausbringen von Gülle unterschiedlicher Konsistenz. Bei hö- , herem Faserstoffanteil ist herkömmlichen Verteilerpumpen, welche die Ausbringleitungen einzeln oder paarweise versorgen (DE 195 40 648 A 1), sinnvoll ein Schneidwerk vorgeschaltet, durch welches die Faserstoffe auf eine Größe zerschnitten werden, die eine problemlose Förderung durch die Ausbringleitungen ermöglicht. Wenn Verteilerröhre (DE 196 40 037 Al) Anwendung finden, muss bei der Konzeption bereits auf die zu erwartende Gülle abgestellt werden.. Bei zu erwartendem höheren Faserstoffanteil müssen die Rohrquerschnitte der Ausbringleitungen größer sein, als beispielsweise bei Gülle mit geringerem Faserstoffanteil. Größere Querschnitte haben aber einen geringeren Druckaufbau in den Verteilerrohren zur Folge, was auch wieder Nachteile mit sich bringt.
Fluidstop-Verteilerl · » · « » . .
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gülleausbringfahrzeug der ""eingangs ' genannten Art bei einfachster Bauweise dahingehend zu verbessern, dass auch die Ausbringung von Gülle unterschiedlichster Konsistenz optimiert werden kann, und dass die Belastung der Umwelt durch die Ausbringung der Gülle auf ein Mindestmaß reduziert wird, wobei das Gülleausbringfahrzeug störungsunanfällig und langlebig sein soll.
Diese Aufgabe wird mit einem Gülleausbringfahrzeug gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Durch die Merkmale der abhängigen Ansprüehe wird die Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltet.
Die besonderen Vorteile des erfindungsgemäßen Gülleausbringfahrzeugs liegen darin, dass es einfach aufgebaut ist, seine Bauteile nur geringstmöglich beansprucht werden, dass dennoch eine optimale Verteilung der Gülle erfolgen kann, und dass nach Beendigung der Gülleausbringung gewährleistet ist, dass eine ungewünschte Verschmutzung von Wegen und Straßen unterbleibt.
Besonders vorteilhaft ist ein Gülleausbringfahrzeug, das mit einem Güllefass und einer Ausbringvorrichtung versehen ist, welche wenigstens ein Verteilerrohr und eine Vielzahl daran befestigter Ausbringleitungen mit bodennahen J3ülleaustrittsöffnungen aufweist, wobei zwischen dem Verteilerrohr und wenigstens einer Ausbringleitung ein fluidisch betätigbares Ventil angeordnet ist.
Fluidstop-Verteilerl · »
Ferner ist von Vorteil, wenn zwischen dem Verteilerrohr und jeder Ausbringleitung ein fluidisch betätigbares Ventil angeordnet ist.
Besonders eignet sich ein Gülleausbringfahrzeug, wenn sich die Ausbringleitungen vom Verteilerrohr aus unter Zwischenschaltung von fluidisch betätigbaren Ventilen im Wesentlichen senkrecht nach unten erstrecken, oder wenn die Ausbringleitungen unter Zwischenschaltung von fluidisch betätigbaren Ventilen das Verteilerrohr etwa waagerecht verlassen und sich mittels eines ca. 90°-Bogens im Wesentlichen senkrecht nach unten erstrecken.
Eine weitere vorteilhafte Variante ist in einem Gülleausbringfahrzeug zu sehen, wenn das fluidisch betätigbare Ventil in der Mantelfläche an . der Oberseite des Verteilerrohrs angeordnet ist.
Dabei sind die Ausbringleitungen oberhalb des Verteilerrohrs am fluidisch betätigbaren Ventil angeflanscht, und erstrecken sich - das Verteilerrohr umgreifend - im Wesentlichen, senkrecht, nach unten.
Dazu werderr die Ausbringleitungen U-förmig ausgebildet und so am fluidisch betätigbaren Ventil angeflanscht, dass die Schenkel der Kopf stehenden, U-förmig ausgebildeten Ausbringleitungen das Verteilerrohr derart umgreifen, dass ihre Auslassöffnungen beiderseits des Verteilerrohrs bodennah enden.
Für die gleichmäßige Gülleausbringung ist es dabei von Vorteil, wenn die Ausbringleitungen in einer Ebene verlaufen, die um die Mittelachse des fluidisch betätigbaren Ventils drehbar ist.
Fluidstop-Verteilerl
Von besonderem Vorteil ist ferner ein Gülleausbringfahrzeug, dessen fluidisch betätigbare Ventile einzeln, in Gruppen oder gemeinsam ansteuerbar sind. Dieser Vorteil wird noch verstärkt, wenn die fluidisch betätigbaren Ventile in einem veränderbaren Takt ansteuerbar sind.
Zur Vermeidung der Verschmutzung von Strassen und Wegen ist ein Gülleausbringfahrzeug vorteilhaft, bei dem zumindest das Verteilerohr um seine Längsachse oder um eine Achse, die parallel zu seiner Längsachse verläuft, schwenkbar ist.
Schließlich ist ein Gülleausbringfahrzeug von großem Vorteil, wenn das fluidisch betätigbare Ventil ein Gehäuse aufweist, welches mit einer Einlass- und einer Auslassöffnung sowie mit ei- - ner diese verbindenden Innenkammer versehen ist, wobei das Gehäuse in seiner Mantelfläche einen Durchbruch zur Innenkammer aufweist, welcher von der Innenkammer her mit einer elastischen Membran verschlossen ist. Am Durchbruch ist eine Leitung für ein steuerbares Medium anschließbar, wobei das Medium unter Druckeinfluss derart auf die Membran wirkt, dass aufgrund deren Verformung in der Innenkammer die Verbindung zwischen der Einlass- und der Auslassöffnung unterbrochen wird.
Mit Hilfe der Zeichnungen wird die Erfindung anhand von Ausführungbeispielen noch näher erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 eine Rückansicht eines Gülleausbringfahrzeugs ;
Fluidstop-Verteilerl &iacgr; »' *« *J
Figur 2 eine Einzelheit eines Verteilersystems;
Figur 3 eine Variante der Einzelheit aus Figur 2;
Figur 4 verschiedene Varianten von Ausbringleitungen;
Figur 5 eine vergrößerte Einzelheit des Verteilerrohrs in Seitenahsicht; Figur 6 eine weitere Rückansicht des Gülleausbringfahrzeugs mit hochgeklappten Ausbringleitungen;
Figur 7 eine Seitenansicht des Gülleausbringfahrzeugs gemäß Figur 6 und Figur 8 ein Fluidstop-Ventil im Schnitt.
In den Figuren sind sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen, gegebenenfalls weisen sie einen Index auf, welcher der Figurenbezifferung entspricht.
In Figur 1 ist in Rückansicht ein Gülleausbringfahrzeug 1 gezeigt, an dessen Rückseite ein Gülle-Verteiler 2 angeordnet ist. Dieser Gülle-Verteiler 2 befindet sich in Arbeitsstellung.
Das Gülleausbringfahrzeug 1 weist ferner als Gülle-Vorratsbehälter ein Güllefass 3 auf, welches über Leitungen 4 mit dem Gülle-Verteiler 2 verbunden ist. Der Gülle-Verteiler 2 besteht aus einzelnen Verteilerarmen 2a und 2b, die an einem Rahmen 5 derart angeordnet sind, dass sie aus ihrer Arbeitsstellung heraus in eine Transportstellung geschwenkt werden können. Die Transportstellung ist zwar erst in den Figuren 6 und 7 gezeigt und stellt die Situation dar, in weleher das Gülleausbringfahrzeug 1 am Straßenverkehr teilnimmt, aber sie soll bereits hier erläutert werden da auf diesen Aspekt später nicht mehr eingegangen werden soll
Fluidstop-Verteilerl · » « ·
Der Gülle-Verteiler 2 mit seinen Verteilerarmen 2a und 2b wird vom Güllefass 3 mit Gülle G versorgt. Dies geschieht über die bereits genannten Leitungen 4, wobei jeder der Verteilerarme 2a und 2b getrennt oder gemeinsam versorgt werden kann. Eine gemeinsame Versorgung ist hier nicht gezeigt, da die Art der Versorgung für die vorliegende Erfindung nicht erheblich ist.
An den Verteilerarmen 2a und 2b befinden sich Auslauföffnungen 6a für die Gülle G. Diese Auslauföffnungen 6a sind, wie die Darstellungen in den Figuren 2 bis 5 zeigen (abweichend Figur 4c und Figur 4d), in der Arbeitsstellung, d. h.
während der Ausbringung der Gülle G nach unten zur Oberfläche 7 des Ackerbodens 8 hin gerichtet. Die AuslaufÖffnungen 6a sind mit fluidisch betätigten Ventilen 9 versehen, an denen Spiralschläuche 10 angeordnet sind. Die Spiralschläuehe 10 sind - wie besonders aus Figur 5 ersichtlich ist - über Spannfedern 11 an den Verteilerarmen 2a und 2b abgestützt, so dass sie bei der Ausbringung der Gülle G in Fahrtrichtung gegen die Oberfläche 7 des Ackerbodens 8 gedrückt werden, aber jederzeit nachgiebig gegenüber "nicht dargestellten Fremdkörpern auf der Oberfläche 7 des Ackerbodens 8 auslenkbar sind. Wie ebenfalls aus Figur 5. ersichtlich ist,, sind zur besseren Anpassung an die Unebenheiten des Ackerbodens 8 an den Enden der Spiralschläuche 10 Gleitschuhe 12 angeordnet, welche mit Hilfe der vorgenannten Spannfedern federbelastet auf der Oberfläche 7 des Ackerbodens 8 gleiten und die ihrerseits ackerseitige Auslauföffnungen 6b der Spiralschläuche 10 derart aufnehmen, dass die Gülle G durch die Gleitschuhe 12 auf die Oberfläche 7 des Ackerbodens 8 gelangt.
Fluidstop-Verteiler1
In Figur 2 ist eine Einzelheit des Verteilersystems dargestellt. Eines der Verteilerrohre 2a, 2b ist schematisch in Alleinstellung gezeigt. In der Mantelfläche des Verteilerrohres 2a sind nach unten gerichtete Auslauföffnungen 6a vorgesehen, an denen fluidisch betätigbare Ventile angeflanscht sind. An jeder der Auslauföffnungen 6a (es sind nur einige mit dem Bezugszeichen 6a versehen) ist unter Zwischenschaltung jeweils eines Ventils 9 eine Gülleausbringleitung in Form eines Spiralschlauchs 10 angebracht. Die Ventile 9 können über eine Steuerleitung F mit einem Fluid wie Gas, Luft, Hydraulikflüssigkeit oder ähnlichem einzeln angesteuert werden. Diese fluidisch ansteuerbaren Ventile werden auch als „Fluidstop-Ventile" bezeichnet. Die Bezeichnung verdeutlicht, dass durch Beaufschlagung mit ei-
- nem Fluid der Durchlass des jeweils angesteuerten Ventils 9 gesperrt bzw. gestoppt wird. Die Ansteuerung der Ventile 9 kann einzeln, in Gruppen oder gemeinsam erfolgen. Damit hat der Anwender beim Ausbringen der Gülle die Möglichkeit, den Innendruck in den Verteilerrohren 2a und 2b zu variieren. Bei kontinuierlicher Versorgung der Verteilerrohre 2a und 2b mit Gülle aus dem Güllefass 3 steigt der Innendruck in den Verteilerrohren 2a und 2b an, wenn die Ventile geschlossen sind. Macht der Anwender ein Ventil 9 auf, verringert sich der Innendruck in dem Verteilerrohr 2a entsprechend. Öffnet er mehrere Ventile 9, sinkt der Innendruck im Verteilerrohr 2a entsprechend weiter ab. Bei höherem Innendruck können Feststoffbestandteile in der Gülle besser durch die Auslassöffnungen 6a abgeführt werden, als bei geringem Innendruck im Verteilerrohr 2a. Daraus folgt, dass der Anwender
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selbst bestimmen kann welchen Innendruck er im Verteilerrohr 2a aufbauen wird, um je nach Konsistenz der auszubringenden Gülle diese störungsfrei auf dem Acker 8 ausbringen zu können. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Anwender die Ventile 9 getaktet ansteuert, dann kann er Innendruck und Ausbringmenge durch den gewählten Steuertakt je nach Güllebeschaffenheit optimieren.
Die Ansteuerung der Ventile 9 kann auch in Gruppen erfolgen. Auf diese Weise lassen sich Fahrspuren aussparen, d.h., dass in den Fahrspuren des Fahrzeugs keine Gülle ausgebracht wird. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass bei Gülleausbringfahrzeugen 1 wie dem hier beschriebenen, Teilbreiten des Verteilers 2a oder 2b abgeschaltet werden können. Insbesondere bei klappbaren Verteilern kann dies von Vorteil sein.
In Figur 3 ist eine Variante eines Verteilerarms 2a gezeigt. Hier sind die Ausbringleitungen 1Ou U-förmig ausgebildet und mit ihrem ein U bildenden Verbindungsbogen an jeweils einem Fluidstop-Ventil 9 angeflanscht. Jedes Fluidstop-Ventil 9 wird auch "hier wieder durch eine Steuerleitung F mit Fluid versorgt. Im Übrigen gilt das zum Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 dargelegte.
In Figur 4 werden Einzelheiten von Ausbringleitungen schematisch dargestellt, wobei sinngemäß auch hier wieder die Prinzipien der Ausführungsbeispiele gemäß der Figuren 1, 2 und 3 gelten.
Figur 4a zeigt in Seitenansicht eine Ausbringleitung 102, wie sie bereits als Gruppe in Figur 2 dargestellt ist.
Fluidstop-Verteilerl ' ? %* *J »J
In Figur 4b ist in Seitenansicht eine Variante einer Ausbringleitung 10b dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Fluidstop-Ventil 9 waagerecht am Verteilerrohr 2a angeflanscht und mittels eines 90°-Bogens ist die Ausbringleitung so am Ventil 9 angebracht, dass die Ausbringleitung 10b zum Boden hin senkrecht verläuft und seine Auslauföffnungen 6b bodennah enden.
Figur 4c zeigt eine U-förmig ausgebildete Ausbringleitung 104u, deren Besonderheit darin liegt, dass sie an einem Fluidstop-Ventil 9 angeflanscht ist, welches oberhalb des Verteilerrohrs 2a angeordnet ist. Die beiden Schenkel der U-förmig ausgebildeten Ausbringleitung 104u sind senkrecht nach unten gerichtet und umgreifen das Verteilerrohr 2a. Figur 4d zeigt die Draufsicht auf dieses Ausführungsbeispiel und macht deutlich, dass das U-förmig ausgebildete Ausbringleitung 104u zum Verteilerrohr 2a verdreht werden muss, damit die Gülle „zweispurig" ausgebracht werden kann.
In Figur 7" ist gezeigt, dass nach Beendigung der Ausbringung der Gülle G die Verteilerarme 2a und 2b im Rahmen 5 um Schwenkbolzen 13 derart geschwenkt werden, dass sie parallel zur Längsachse des Gülleausbringfahrzeugs 1 ausgerichtet sind.
Spätestens in dieser Stellung werden die Verteilerarme 2a und 2b soweit um ihre Längsachse geschwenkt, dass die Austrittsöffnungen 6a, 6b ihre Transportstellung einnehmen, die ein Auslau-
Fluidstop-Verteilerl * I »' *&iacgr; *♦
fen der Gülle G unmöglich macht', was in "der Figur 6 dargestellt ist.
Um zu verhindern, dass Gülle G nach dem eigentliehen Ausbringvorgang noch weiter aus den Austrittsöffnungen 6a, 6b rinnt, werden die Verteilerarme 2a, 2b soweit um ihre Längsachse gedreht, dass die Austrittsöffnungen 6a, 6b nach oben zu liegen kommen, so dass keine Gülle G mehr austreten kann.
In Figur 8 ist schematisch ein Fluidstop-Ventil 9 dargestellt. Ein Gehäuse 14 weist eine Eingangsöffnung 15 auf, durch die Gülle G in eine Membraninnenkammer 17 gelangt. Aus der Membraninnenkammer 17 verlässt die Gülle G das Ventil 9 über eine Auslassöffnung 16. An einem Durchbruch 18 ist eine Fluid-Leitung F für ein Steu-• erfluid angeschlossen. Der Durchbruch 18 reicht durch die Wandung des Gehäuses 14 bis in eine Membranaussenkammer 20, die sich im Innern des Gehäuses 14 befindet. Zwischen der Membraninnenkammer 17 und der Membranaussenkammer 20 befindet sich eine Membran 19, die durch das Steuerfluid beaufschlagt werden kann. Wenn Druck an die Leitung F des Ventils 9 angelegt wird, verformt sich die Membran 19 derart, dass die Membraninnenkammer 17 verschlossen wird (gestrichelt dargestellt) und der Durchlass für die Gülle G gesperrt ist. Ein derartiges Ventil 9. hat gegenüber herkömmlichen Ventilen mit Schiebern oder dergleichen den Vorteil, dass es auch bei inhomogenen Flüssigkeiten wie Gülle problemlos funktioniert, da sich die Membran 19 um Feststoffbestandteile in der Gülle ohne Weiteres herumlegt und den Durchlass dennoch sicher abdichtet.
Fluidstop-Verteilerl ·
18 Bezugszeichenliste
1 Gülleausbringfahrzeug
2 Verteiler 3 Güllefass
4 Leitungen
5 Rahmen
6a Austrittsöffnung
6b Austrittsöffnung
7 Oberfläche
8 Acker
9 Fluidstop-Ventil
10 Spiralschlauch (Ausbringleitung) 1Ou U-förmige Ausbringleitung
102 Ausbringleitung
103 gekröpfte Ausbringleitung
104 hängende, U-förmige Ausbringleitung
11 Spannfeder
12 Gleitschuh
13 Schwenkbolzen
14 Gehäuse
15 Eintrittsöffnung
16 Austrittsöffnung
17 Membraninnenkammer 18 Durchbruch
19 Membran
20 Membranaussenkammer G Gülle
F Fluid-Leitung

Claims (12)

1. Gülleausbringfahrzeug (1) mit einem Güllefass (3) und einer Ausbringvorrichtung (5), welche wenigstens ein Verteilerrohr (2a, 2b) und eine Vielzahl daran befestigter Ausbringleitungen (10) mit bodennahen Gülleaustrittsöffnungen (6b) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verteilerrohr (2a, 2b) und wenigstens einer Ausbringleitung (10) ein fluidisch betätigbares Ventil (9) angeordnet ist.
2. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verteilerrohr (2a, 2b) und jeder Ausbringleitung (10) ein fluidisch betätigbares Ventil (9) angeordnet ist.
3. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Ausbringleitungen (10, 102) vom Verteilerrohr (2a, 2b) aus unter Zwischenschaltung von fluidisch betätigbaren Ventilen (9) im Wesentlichen senkrecht nach unten erstrecken.
4. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringleitungen (103) unter Zwischenschaltung von fluidisch betätigbaren Ventilen (9) das Verteilerrohr (2a, 2b) etwa waagerecht verlassen und sich mittels eines ca. 90°-Bogens im Wesentlichen senkrecht nach unten erstrecken.
5. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das fluidisch betätigbare Ventil (9) in der Mantelfläche an der Oberseite des Verteilerrohrs (2a, 2b) angeordnet ist, dass die Ausbringleitungen (104u) oberhalb des Verteilerrohrs (2a, 2b) am fluidisch betätigbaren Ventil (9) angeflanscht sind, und sich - das Verteilerrohr (2a, 2b) umgreifend - im Wesentlichen senkrecht nach unten erstrecken.
6. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringleitungen (104u) U-förmig ausgebildet und so am fluidisch betätigbaren Ventil (9) angeflanscht sind, dass die Schenkel der Kopf stehenden, U-förmig ausgebildeten Ausbringleitungen (104u) das Verteilerrohr (2a, 2b) derart umgreifen, dass ihre Auslassöffnungen (6b) beiderseits des Verteilerrohrs (2a, 2b) bodennah enden.
7. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringleitungen (104u) in einer Ebene verlaufen, die um die Mittelachse des fluidisch betätigbaren Ventils (9) drehbar ist.
8. Gülleausbringfahrzeug nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die fluidisch betätigbaren Ventile (9) einzeln, in Gruppen oder gemeinsam ansteuerbar sind.
9. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die fluidisch betätigbaren Ventile (9) in einem veränderbaren Takt ansteuerbar sind.
10. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Verteilerohr (2a, 2b) um seine Längsachse schwenkbar ist.
11. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Verteilerohr (2a, 2b) um eine Achse schwenkbar ist, die parallel zu seiner Längsachse verläuft.
12. Gülleausbringfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das fluidisch betätigbare Ventil (9) ein Gehäuse (14) aufweist, welches mit einer Einlass-(15) und einer Auslassöffnung (16) sowie mit einer diese verbindenden Membraninnenkammer (17) versehen ist, dass das Gehäuse (14) in seiner Wandung einen Durchbruch (18) zu einer Membranaussenkammer (20) aufweist, wobei die Membraninnenkammer (17) von der Membranaussenkammer (20) durch eine elastische Membran (19) getrennt ist, und dass am Durchbruch (18) eine Fluid-Leitung (F) für ein steuerbares Medium anschließbar ist, wobei das Medium unter Druckeinfluss derart auf die Membran (19) wirkt, dass aufgrund deren Verformung in der Membraninnenkammer (17) die Verbindung zwischen der Einlass-(15) und der Auslassöffnung (16) unterbrochen ist.
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