DE2016183C - Durchhchtbildschirm - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Durchlichtbildschirm mit zwei zueinander parallelen durchsichtigen Platten,
die auf den einander zugekehrten Seiten jeweils eine lichtstreuende Oberfläche aufweisen und in ihren
Ebenen von einer Antriebsvorrichtung auf einer Umlaufbahn relativ zueinander bewegbar sind.
Bei den meisten im Handel erhältlichen Durchlichtbildschirmen
tritt bei der Durchlichtprojektion ein
3 . 4
Glitzern auf, das dadurch zustande kommt, daß das einer der Platten an zwei im Abstand voneinander
Licht stellenweise den Bildschirm blitzartig durch- befindlichen Angriffspunkten an, wobei die von der
dringt. Dieses Glitzern wird als sehr störend empfun- Antriebsvorrichtung auf die Platte einwirkenden
den, da es die Augen ermüdet und anstrengt, wenn Kräfte auf das Scherzentrum der Platte gerichtet sind,
ein Bild auf dem Durchlichtbildschinn längere Zeit 5 Dadurch ist es möglich, die Antriebsvorrichtung
betrachtet werden soll. äußerst einfach auszubilden und mit Sicherheit eine
Es sind nun viele Versuche bekannt, das .Gützern unerwünschte Drehbewegung der Platten zueinander
dadurch zu vermeiden oder zu beseitigen, daß der zu vermeiden. Dadurch, daß hierbei die Antriebsvor-Durchlichtbildschirm
mittels eines Exzenters oder richtung an zwei im Abstand voreinander befindmittels
einer anderen Antriebsvorrichtung "bewegt ίο liehen Angriffspunkten an der Platte angreift und die
wird, so daß ein bestimmter sich wiederholender Be- Kräfte auf das Scherzentrum der Platte gerichtet sind,
wegungsablauf entsteht In bestimmten Zonen des bilden die auf die Platte gerichteten Kräfte einen
Durchlichtbildschirmes hält hierbei jedoch das Glit- Winkel miteinander, so daß durch entsprechende
zern an, und zwar ra Abhängigkeit von der Art und Phasenverschiebung zwischen den an den verschie-Weise,
in welcher die Bewegung des Durchlichtbild- 15 denen Angriffspunkten angreifenden Kräften eine
schirmes wiederholt wird. Abgesehen von einer Be- beliebige, vorzugsweise kreisförmige Umlaufbewewegung
des Durchlichtbildschirmes hat man auch gung der bewegbaren Platte erreicht wird,
schon versucht, den Durchlichtbildschirm auf einer Dies ist deswegen wichtig, weil eine z. B. hin- und
oder auf beiden Seiten mit einem lichtstreuenden hergehende Bewegung durch den Stillstand der Platte
Material zu beschichten oder ein blattförmiges licht- ao an den Endpunkten dieser Bewegung wieder das GUtstreuendes
Material zur Beseitigung des Glitzerns mit zern verursacht.
einer oder beiden Seiten des Durchlichtbildschirmes Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung
in Berührung zu bringen, oder eine solche Bild- von in der Zeichnung schematisch vereinfacht darschirmkonstruktion
mit einer Bewegung des Durch- gestellten Ausführungsbeispielen von ernndungslichtbildschirmes
zu kombinieren. Jedoch selbst as gemäßen Durchlichtbildschinnen, die zwei zueinandurch
die Kombination von lichtstreuendem Material der parallele durchsichtige Platten aufweisen, und die
und Bildschirmbewegung war es nicht möglich, einen dazugehörigen erfindungsgemäßen Antriebsvorrich-Durchlichtbildschirm
zu schaffen, der so gut ist, daß tungen mittels deren eine dieser Platten relativ zu der
er z. B. auf dem Gebiet der Lese- und Kopiergeräte anderen in ihrer Ebene auf einer Kreisbahn bewegbar
Anwendung gefunden hätte, wo normalerweise ein 30 ist, im einzelnen erläutert. Es zeigt
und dasselbe Bild längere Zeit betrachtet wird. . F i g. 1 eine Rückansicht eines ersten Ausführungs-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen beispieles,
Durchlichtbildschirm zu schaffen, bei dem das Glit- Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt des Durcn-
zern vollständig beseitigt ist. lichtbildschirmes nach F1 g. 1,
Diese Aufgabe ist bei einem Durchlichtbildschirm 35 Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt eines zweider
eingangs genannten Art gemäß der Erfindung da- ten Ausführungsbeispieles eines Durchlichtbildscnirdurch
gelöst, daß zwischen beiden Platten eine min- mes, .
destens teilweise an beiden lichtstreuenden Oberilä- F i g. 4 und 5 eine Vorderansicht bzw. eine Ruckchen
anliegende Schicht aus einem elastisch nachgie- ansieht eines dritten Ausführungsbeispieles,
bigen, durchsichtigen Material angeordnet ist. Durch 40 Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 4,
diese elastisch nachgiebige Schicht wird erreicht, daß Fig. 7 eine Teilseitenansicht des dritten Ausfun-
die eine Platte durch die Antriebsvorrichtung gegen- rungsbeispieles,
über der anderen Platte bewegt werden kann,"wobei Fig. 8 eine Teilbeitenansicht der Antnebsvorncn-
durch die hierbei eintretende Scherwirkung die An- tung des dritten Ausführungsbeispieles,
messvorrichtung besonders einfach ausgebildet wer- 45 Fig. 9 und 10 Schnitte nach den Linien 9-9 bzw.
den kann, da eine unerwünschte Drehung der einen 10-10 in Fig. 5,
Platte relativ z'ir anderen durch die Scherwirkung der F i g. 11 eine Rückansicht eines vierten Austun-
elastisch nachgiebigen Schicht auch bei einer sehr rungsbeispieles,
einfachen Antriebsvorrichtung ohne zusätzliche Merk- F i g. 12 eine perspektivische Ansicht eines tuniten
male vermieden wird. Ein weiterer Vorteil der Erfin- so Ausführungsbeispieles und
dung besteht darin, daß die elastisch nachgiebige Fig. 13 eine Teildraufsicht eines Hebels eines
Schicht einen von den Platten verschiedenen Bre- sechsten Ausführungsbeispieles, der mit Hilfe eines
chungsindex haben kann, so daß sie gleichzeitig als federelastischen Gliedes drehbar gelagert ist
zusätzliches lichtstreuendes Material dient. Hierbei Die Fig. 2 und 3 zeigen einen DurchlictitDiia-
ist es besonders vorteilhaft, als lichtstreuende Ober- 55 schirm 10, der eine aus transparentem Material befläche
eine lichtstreuende Schicht vorzusehen. Da- stehende erste Platte 11 und eine zweite aus transpadurch
ergibt sich die Möglichkeit, fü: die Platten und rentem Materia! bestehende Platte 12 aufweist. Die
für die verschiedenen Schichten verschiedene Bre- Platten 11 und 12 können aus Glas bestehen oder
chungsindizes vorzusehen, so daß das Licht beim aus einem beliebigen Kunststoffmatenal, welches die
Durchgang durch die verschiedenen Platten und 60 erforderlichen optischen Eigenschaften aufweist. Die
Schichten mit den verschiedenen Brechungsindizes Platten 11 und 12 brauchen im ubngen nicht aus
und durch die zusätzliche Relativbewegung eine so demselben Material zu bestehen; z. B. kann eine
starke Streuung an allen Stellen des Durchlichtbild- Platte aus Glas und die andere aus Kunststoff sein,
schirmes erfährt, daß das Gützern beseitigt oder zu- Auch ist es nicht notwendig, daß sie dieselbe horm
mindest so stark reduziert wird, daß es keine nachtei- 65 und Größe haben. Die der Platte 12 zugekehrte Uberligen
Auswirkungen mehr hat. fläche 13 der Platte 11 ist mit einer Schicht 14 aus
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfin- lichtstreuendem Material versehen, welche aus einem
dung greift die Antriebsvorrichtung an der Kante Gelatin bestehen kann, das kleine Teile von cnioner-
5 6
tem Diphenylharz enthält. Ebenso kann die der Platte dere Eigenschaften, indem es, wenn es an Ort und
11 zugekehrte Oberfläche 15 der Platte 12 auch mit Stelle geliert, ein gummielastisches, selbstdichtendes
einer Schicht 16 aus demselben lichtstreuenden Mate- Schutzkissen bildet. Bei richtiger Katalysation und
rial versehen sein. Wie in Fi g. 1 dargstellt, liegen die Behandlung wird aus diesem dielektrischen Gel eine
Platten 11 und 12 mit ihrem lichtstreuenden Schich- 5 weiche, transparente, geleeartige Masse, die innerhalb
ten 14 bzw. 16 so weit auseinander, daß eine Schicht eines großen Temperaturbereiches ausgezeichnete
17 aus transparentem, elastisch nachgiebigem Mate- thermische und dielektrische Eigenschaften besitzt,
rial zwischen die lichtstreuenden Schichten 14 und 16 Es ist anfänglich eine Flüssigkeit, doch werden nach
eingefügt und mit ihnen in Berührung gebracht wer- der Gelierung Dichtungsprobleme beseitigt sowie
den kann. io Probleme, die im Zusammenhang mit Feuchtigkeit
Das zweite Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 zeigt und/oder den Auswirkungen von Erschütterung oder
im wesentlichen dieselbe Konstruktion, mit dem Un- Vibration entstehen. Sylgard 51 ist nun zwar eine
terschied, daß hier die transparente, elastische Schicht Form von Silikongummi, jedoch können auch andere
17 nur zwischen den Randzonen der Oberflächen der . transparente Silikongummimaterialien verwendet
lichtstreuenden Schichten 14 und 16 der Platten 11 15 werden, vorausgesetzt, daß sie im wesentlichen die-
und 12 angeordnet ist. selben physikalischen Eigenschaften haben.
Der Brechungsindex der lichtstreuenden Schichten Der oben beschriebene Bildschirm ist leicht her-
14 und 16 ist verschieden von dem der Platten 11 und zustellen und vollständig glitzerfrei. Das transparente,
12. Eine lichtstreuende Schicht aus einem Material, elastische Material 17 gestattet, daß eine der Platten
das geeignet ist und bei einem erfindungsgemäß kon- 20 11 und 12 durch eine ia F i g. 1 dargestellte Vorrichstruierten
Bildschirm ausgezeichnete Ergebnisse lie- tung bezüglich der anderen verschoben werden kann,
fert, ist das unter dem Handelsnamen Arochlor be- Gemäß Fig. 1 ist der Bildschirm 10 so konstrukannte
Material. Dieses lichtstreuende Materia! ist im iert, daß die Platte 11 eine feste Lage einnimmt. Mitwesentlichen
das, welches im kanadischen Patent tels drehbar gelagerter zweiarmiger Hebel 20 und 21
417 973 beschrieben wird und Gelatine mit feinen as kann die Platte 12 bezüglich der Platte 11 bewegt
Teilchen von chloriertem Diphenylharz enthält. In werden. Der Hebel 20 ist um eine Achse 22 drehbar
der Praxis werden die Platten 11 und 12 gewaschen, gelagert. Sein Arm 23 ist mit einem relativ dünnen
getrocknet und dann auf einer Seite mit einer Schicht Draht 24 versehen, der an einer Kante der Platte 12
des diffundierenden Materials Arochlor versehen. angreift. Der andere Ann 25 liegt an einem Exzenter
Nach dem Beschichten und Trocknen werden die 30 26 an, welcher durch einen Motor 27 angetrieben
Platten so zueinander angeordnet, daß die beschich- wird. Der Hebel 21 ist in entsprechender Weise um
teten Seiten einander zugekehrt sind und in einem eine Achse 28 drehbar gelagert. Sein Arm 29 ist mit
Abstand von ungefähr 0,254 mm voneinander liegen. einem Draht 30 versehen, der an der benachbarten
Die Platten 11 und 12 werden ungefähr in diesem Kante der Platte 12 angreift Der andere Arm 31 des
Abstand voneinander so gehalten, daß die transpa- 35 Hebels 21 liegt ebenfalls an dem Exzenter 26 an. Die
rente, elastische Schicht 17 zwischen die Platten ge- Anordnung der Hebel 20 und 21 zu dem Exzenter 26
gössen werden kann. . ist derart, daß die Platte 12 sich auf einer Umlauf -
Der Brechungsindex der transparenten, elastischen bahn bewegt. Diese Bahn ist voi/ragsweise kreisför-Schicht
17 unterscheidet sich von dem der lichtstreu- mig, sie kann jedoch auch anders verlaufen. Die Umenden
Schichten 14 und 16 und von dem der Platten 40 laufbahn der Platte 12 kann jede Bewegung sein, bei
11 und 12. Es kann dafür z. B. Silikongummi verwen- der alle Punkte der Platte in zwei Richtungen' mit
det werden, der nach der Behandlung eine gleichblei- gleicher Geschwindigkeit und um gleiche Strecken
bende Elastizität hat und gegen physikalische Ein- bewegt werden, so daß Glitzererscheinungen auf
flüsse beständig ist, d. h. bei Beleuchtung nicht aus- jedem Teil des Bildschirmes beseitigt werden. Wie
trocknet. Ein Material dieser Art wird von der Dow- 45 schon erwähnt, ist die bevorzugte Bewegungsbahn
Corning Company hergestellt und unter der Bezeich- kreisförmig. Es ist weder die Strecke, über die sich
nung Sylgard 51 verkauft. Solch ein Materia! wird die Bahn erstreckt, noch die Geschwindigkeit, mit der
lediglich zwischen die beiden Platten 11 und 12 ge- die Bewegung ausgeführt wird, von Bedeutung, sogossen
und erhitzt. Beim Erhitzen bildet die Verbin- lange sich die bewegbare Platte mit einer ausreic'hendung
Sylgard 51 eine Art eines synthetischen Kaut- 50 den Geschwindigkeit bewegt, so daß die daraus resulschuks
mit entsprechenden elastischen Eigenschaften. tierende Änderung des Glitzermusters über der kriti-Der
Brechungsindex des Materials verändert sich sehen, vom menschlichen Auge wahrnehmbaren
beim Erhitzen nicht wesentlich. Außerdem behält das Flimmerfrequenz Hegt, nämlich über ungefähr 60 Hz
Material seine gummielastischen Eigenschaften, auch Bei dem in den Fig. 4 bis 10 dargestellten Auswenn
es lange Zeit dauernden Scherbewegungen aus- 55 führungsbeispiel weist ein Durchlichtbildschirm 110
gesetzt wird.. eine transparente Platte 111 auf, die relativ zur Öff-
Statt die Oberflächen 13 und 15 wie oben ausge- nung 112 in der Frontplatte 113 eines Filmlesegerätes
führt mit einem lichtstreuenden Material zu beschich- oder einer ähnlichen Vorrichtung, in der ein Durch-
ten, kann dieselbe Wirkung auch dadurch erzielt wer- lichtbildschirm verwendet werden könnte, fest ein-
den, daß man unmittelbar auf den Platten 11 und 12 60 gesetzt ist Die bewegbare Platte 114 des Schirmes
eine mattierte Oberfläche erzeugt Auch kann man, HO wird durch eine transparente, gummielastische
anstatt die Oberflächen der Platten 11 und 12 mit Schicht 115 fan Abstand von der Platte 111 gehalten
einem lichtstreuenden Material zu beschichten, diffun- Diese Schicht 115 ermöglicht eine Bewegung der
dierendes Material in Form eines Blattes auf den Platte 114 relativ zur Platte 111 und ihre elastischen
Platten Il und 12 befestigten oder zumindest an ihrem 65 Eigenschaften erzeugen Rückstellkräfte um die Plat-
AuBcnrand ankleben. ten in neutraler, spannungsfreier Stellung zu halten
Die durchsichtige, gummielaslische Schicht 17 Die Platten 11 und 14 sind auf ihren einander zuge-
(Sylgard 51) ist ein dielektrisches Gel und hai bcson- wandten Oberflächen mit Schichten eines lichtstreu-
enden Materials versehen, wie das in Verbindung mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben ist.
Aus den Fig. 9 und 10 ist ersichtlich, daß die Platte 111 durch Winkel 116 und 117, die neben dem
Schirm 110 angeordnet sind, in seiner Lage auf einer Platte 113 gehalten wird. Der Winkel 116 ist von der
Platte 111 durch ein Gummikissen 118 getrennt und wird durch Schrauben 119 in seiner Lage gehalten.
Zwischen der Außenfläche der Platte 114 und einem vorspringenden Teil 121 des Winkels 116 ist eine
Feder 120 angeordnet. Die Feder 129 übt auf die Platte 114 einen sehr geringen Druck aus und stört
die Bewegung der Platte 114 relativ ?ur Platte 111
durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung in keiner Weise. Ebenso ist der Winkel 117 von der
Platte 111 durch ein Gummikissen 122 getrennt und wird mit Hilfe von Schrauben 123 an der Platte 113
gehalten. Eine Feder 124 Hegt an der Außenfläche
der Platte 114 an und wird durch einen vorspringenden
Teil 125 des Winkels 117 in ihrer Stellung gehalten.
Aus Fig. 5 ist zu ersehen, daß die Winkel
116 an zwei gegenüberliegenden Längsseiten des
Schirms 110 angeordnet sind, während die Winkel
117 an den anderen beiden gegenüberliegenden Schmalseiten des Schirms UO befestigt sind.
Fig. 5 zeigt weiterbin, daß auf einer Seite des
Schirms 110 ein zweiarmiger Hebel 130 angeordnet ist, der um die Achse 131 auf der Frontplatte 113
drehbar gelagert ist. Ein Arm 132 des Hebels 130 weist einen biegsamen Draht 133 auf, der an einem
Teil 134 angreift, das an der Kante der Platte 114 befestigt ist. Der andere Arm 135 des Hebels 130 ist
mit einem länglichen Schlitz 136 versehen, in den ein
Exzenterstift 137 eingreift. In gleicher Weise ist ein zweiarmiger Hebel 140 neben dem Schirm 110 um
eine Achse 141 an der Platte 113 drehbar gelagert. Ein Arm 142 des Hebels 140 weist einen biegsamen
Draht 143 auf, der an einem Teil 144 angreift, das an
der Kante der Platte 114 befestigt ist. Der andere Arm
145 des Hebels 140 ist mit einem Schlitz 146 versehen, in den ebenfalls der Exzenterstift 137 eingreift.
Der Exzenterstift 137 ist an dem Ende der Welle 148 eines Motors 149 so angeformt, daß die auf jeden der
Hebel 130 und 140 übertragene Bewegung um 90° phasen verschoben ist.
Der Exzenterstift 137 muß die Hebel 130 und nur in ganz geringem Maße bewegen, um die für die
Ausschaltung der Glitzererscheinungen erforderliche Bewegung der Platte 114 auszuführen. Man hat festgestellt,
daß die Bewegung der Platte 114 relativ zur Platte 111 bei einer Geschwindigkeit von etwa
U/min nicht mehr als etwa 0,2 mm im Durchmesser zu sein braucht, um das Glitzern völlig auszuschalten.
Weder die Strecke, über die sich die Bahn erstreckt, noch die Umlaufgeschwindigkeit sind kritisch, so
lange sich die bewegbare Platte mit ausreichender Geschwindigkeit bewegt, so daß die sich ergebende Änderung
des Glitzennusters über der kritischen Flimmerfrequenz des menschlichen Auges liegt, d. h. etwa
bei 60 Hertz. Die Drähte 133 und 143 können an ihren zugehörigen Hebeln entweder durch Silberschlaglot,
Hartlöten, Kaltschweißen oder auf andere Art und Weise befestigt werden, vorzugsweise jedoch
so, daß sie innerhalb der Grenzen eingestellt werden können, die je nach Schirmgröße erforderlich sind.
Die Antriebsdrähte 133 und 143 sollten vorzugsweise so klein sein, daß ihre Elastizität ohne Abknicken
unter der Antriebsbelastung erhalten bleibt. Der Durchmesser eines derartigen Antriebsdrahtes ist von
der Größe des Durchlichtbüdschirms 110 und von der
Verbindungsart der Drahtenden mit den Hebeln 130 und 140 abhängig. Die Teile 134 und 144 können an
die Platte 114 angeklebt und mit einer Einkerbung
zur Aufnahme der jeweiligen Enden der Drähte 133 und 143 versehen sein. Es ist nicht immer wesentlich,
daß die Teile 134 und 144 mit der Platte 114 fest und
sicher verbunden werden, da die Platte 114 auf die ίο Antriebsdrähte einen Druck ausüben kann.
Wenn die Hebel 30 und 40 die Antriebsdrähte 133
und 143 gegen die Teile 134 und 144 drücken, werden in der transparenten, gummielastischen Schicht
115 zwischen den Platten 111 und 114 ausreichende Scherkräfte verursacht, die die Platte 114 in ihre Ausgangsstellung
zurückdrängen. Daher ist außer der im Schirm verursachten keine weitere Kraft mehr erforderlich,
um die Platte 114 in ihre Normalstellung relativ zur Platte 111 zurückzubewegen. Jeder der
ao Drähte 133 und 143 wird vorzugsweise gleichmäßig
nach beiden Seiten seiner unbelasteten oder Normal-Stellung gebogen, weil dadurch die seitlichen Biegekräfte,
die, wenn sie zu groß sind, die transparente, gummielastische Schicht 115 einer Drehbeanspru-
»5 chung unterwerfen und somit eine unerwünschte Drehbewegungskomponente hervorrufen, auf ein Minimum
reduziert werden. Obwohl die Drähte 133 und 143 mit zylindrischem Querschnitt dargestellt sind
und dadurch ein Abbiegen ihrer Achse nach allen Richtungen ermöglicht wird, kann in einigen Fällen
auch eine flache Feder verwendet werden, wenn auch eine solche Ftder nicht nach allen Seiten gebogen
werden kann. Es wird auch bevorzugt, die Teile 134 und 144 an orthogonalen Linien anzubringen, die sich
im Scherzentrum des Schirmes schneiden. In diesem Fall bewegt sich die Platte 114 geradlinig in den jeweiligen
Bewegungsrichtungen. Das Scherzentrum ist der Punkt auf der Platte 114 oder dem Durchlichtbildschirm
HO, auf den gerichtet eine von außen angreifende Kraft eine reine Translationsbewegung in
Richtung der Kraft verursacht. Obwohl diese Bedingungen ein optimales Ergebnis bringen, ergeben geringe
Abweichungen von diesen Bedingungen noch keine unbefriedigende Arbeitsweise des Schirms.
F i g. 11 zeigt eine Anordnung für die Umlaufbewegung des Schirms HO, die besonders dann geeignet
ist, wenn auf nur einer Seite des Schirms ein maximaler Raum zur Verfügung steht. In diesem Fall
können die Hebel wie in F i g. 11 dargestellt angeordnet sein. Die Bezugszahlen entsprechen im allgemeinen
jenen, welche die in F i g. 4 beschriebenen gleichen Teile bezeichnen.
Obwohl der Exzenterstift 137 vorstehend so beschrieben wirde, daß er in die jeweiligen Hebel 13C
bzw. 140 eingreift und diese betätigt, kann auch eir
Doppelexzenter verwendet werden, bei dem die gleiche Hebelanordnung benutzt wird. In Fig.
wird nur ein Winkelhebel 150 verwendet, der um die Achse 151 drehbar gelagert ist Ein Motor 152 treib
eine Exzenterscheibe 153 an, die an einer Kante dei Platte 114 angreift, während der freie Arm 154 de
Hebels 150 an einer zweiten Exzenterscheibe 155 an
liegt, der mit der Exzenterscheibe 153 auf der Weih
156 einstückig ausgebildet sein kann. Am änderet Arm 157 des Hebels 150 ist ein Antriebsdraht 15(
befestigt, der ebenfalls an einer Kante der Platte IK
angreift. Wenn auch die Platte 114 direkt von dei
Exzenterscheibe 153 an einer Seite angetrieben wird
2 016 !83
sind die Bewegungen der Arme 154 und 157 des Hebels 150 dennoch 180° phasenverschoben. Die jeweilige
Größe der Exzentrizität kann, oder auch nicht, von der Vergrößerung der Exzenterbewegung
durch den Hebel 150 abhängen. Ziel ist es, in den beiden Bewegungsrichtungen annähernd gleiche Verschiebungsamplituden
zu erhalten, so daß die Platte 114 im allgemeinen auf einer Kreisbahn umläuft.
Fig. 13 zeigt, daß man mit Hilfe einer Biegefeder
160 in einfacher Weise einen Drehpunkt schafft, der im wesentlichen kein totes Spiel aufweist. Eine derartige
Konstruktion ergibt zwei Biegungsmöglichkeiten, die gleichzeitig auftreten; die erste ist eine Torsion,
die es dem Hebel 161 ermöglicht, sich um die durch die gestrichelte Linie 162 angegebene Achse zu
drehen, während die zweite ein Biegen ist, das dem Hebel 161 erlaubt, sich in einer durch die Pfeile 163
angedeuteten Längsrichtung zu bewegen. Hierbei ist zu beachten, daß bei einer Anordnung nach F i g. 5
eine Längsbewegungskomponente eines Hebels eine Drehbewegungskomponente des anderen Hebels ergibt.
Die Biegefeder 160 kann ein getrenntes Bauteil sein, das an dem Ende 164 des Hebels 161 befestigt
ist, oder sie kann mit dem Hebelende 164 einstückig ausgebildet sein. Für eine in Fig. 5 gezeigte Konstruktion
ist der Hebel 161 mit einem Antriebsdraht 165 versehen und weist ein Teil 166 auf, das mit einer
öffnung oder einem Lager für den Eingriff eines Exzenters
ausgestattet ist. Es ist zu beachten, daß der Antriebsdraht 165 zwischen dem äußeren Ende 164
des Hebels 161 und dem Antriebsteil 166 angeordnet ist und daß dadurch verursacht wird, daß die Längsbewegung
des Hebels 161 und die durch den anderen Hebel hervorgerufene Bewegungskomponente des
Bildschirms in der gleichen Richtung verlaufen. Ferner wird durch diese Lage der Biegefeder 160 die
Querverbiegung des Antriebsdrahtes vermindert und das kleinste Antriebsdrehmoment bleibt unbeeinflußt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (19)
1. Durchlichtbildschinn mit zwei zueinander parallelen, durchsichtigen Platten, die auf den
einander zugekehrten Seiten jeweils eine lichtstreuende Oberfläche aufweisen und in ihren Ebenen
von einer Antriebsvorrichtung auf einer Umlaufbahn relativ zueinander bewegbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen beiden Platten (11,12) eine mindestens teilweise to
an beiden lichtstreuenden Oberflächen (14, 16) anliegende Schicht (17) aus einem elastisch nachgiebigen,
durchsichtigen Material angeordnet ist.
2. Durchlichtbildschinn nach Anspruch i, bei dem mindestens eine der beiden durchsichtigen
Platten aus Glas besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtstreuende Oberfläche der Gipsplatte (11.12) durch eine Schicht (14,16) aus einem
lichtstreuenden Material gebildet ist
3. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 2, da- aa
durch gekennzeichnet, daß die lichtstreuende Schicht (14,16) einen von der Platte (11,12) verschiedenen
Brechungsindex aufweist.
4. Durchlichtbildschirm nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch nachgie- as
bige Schicht (17) an den Platten (11,12) haftet.
5. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
elastisch nachgiebige Schicht (17) einen anderen Brechungsindex als die Platten (11,12) aufweist.
6. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die
elastisch nachgiebige Schicht (17) aus einem dielektrischen Gel gebildet ist.
7. Durchlichtbildschirm nach einem der An- 3ii sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
elastisch nachgiebige Schicht (17) aus einer Silikon-Einspritzmasse
gebildet ist.
8. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die 4»
elastisch nachgiebige Schicht (17) aus einem gummielastischen Klebstoff gebildet ist.
9. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
elastisch nachgiebige Schicht (17) aus Silikongummi gebildet ist.
10. Durchlichtbildschinn nach Anspruch 3, 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß beide Platten
(11,12) aus Glas bestehen, die mit lichtstreuenden Schichten (14,16) beschichtet sind.
11. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebsvorrichtung (130, 133; 137,140,143)
an der Kante einer der Platten (12,114) an zwei
im Abstand voneinander befindlichen Angriffspunkten angreift und daß die von der Antriebsvorrichtung
auf die Platte einwirkenden Kräfte auf das Scherzentrum der Platte (12,114) gerichtet
sind.
12. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung mindestens ein drehbar gelagertes Glied (20,
21,150) aufweist, das mit Einrichtungen (24, 30; 158) versehen ist, die an den Angriffspunkten auf
die Platte (12,114) einwirken. »5
13. Durchlichtbildschinn nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei drehbar gelagerte Glieder (20, 21; 130,140) vorgesehen sind,
die als zweiarmige Hebel (20, 21; 130, 140) ausgebildet sind, die um jeweils eine zwischen ihren
Armen (132, 135; 142, 145) Hegende Achse (22, 28· 131,141) schwenkbar gelagert sind, wobei die
einander zugekehrten Anne (20,21; 135,145) von
der Antriebsvorrichtuiag bewegbar sind und ihre einander abgekehrten Arme (23, 29; 132, 142)
auf die Platte (12,114) einwirken.
14. Durchlichtbildschinn nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiarmigen
Hebel (20, 21; 130, 140) im wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet sind und sich längs
der jeweils benachbarten Kante der Platte (12, 114) erstrecken und daß die voneinander abgekehrten
Arme (23, 29; 132, 142) der Hebel (20, 21; 130,140) als Einrichtung zum Einwirken auf
die' Platte (12, 114) einen im wesentlichen federelastischen
Körper, vorzugsweise einen federelastischen Draht (24, 30; 133, 143), aufweisen.
15. Durchlichtbildschirm nach einem der Ansprüche
11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung einen drehbaren Exzenter
(26; 137.147; 153,155) aufweist und mit einer
Phasenverschiebung in den verschiedenen Angriffspunkten auf die Platte (12,114) einwirkt, so
daß sich die Platte vorzugsweise auf einer im wesentlichen kreisförmigen Umlautbahn bewegt.
16. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 14
und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung als Exzenter einen Exzenterstift
(137) aufweist, der Längsschlitze (136 m, 146) der
einander zugekehrten Arme (135,145) der Hebel (130,14) durchgreift.
17. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 12.
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Hebel Ί61) vorgesehen sind, deren eine Enden gleichzeitig
aber mit verschiedenen Bewegungsphasen durch die Antriebsvorrichtung bewegbar sind und deren
andere Enden (164) biegsam gelagert sind, und daß beide Hebel (161) zwischen ihren Enden die
Einrichtungen (165) für den Angriff in den Angrifispunkten der Platte (114) aufweisen.
18. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die einander abgekehrten
Arme (132,142) an benachbarten Ecken der Platte (114) angreifen.
19. Durchlichtbildschirm nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das drehbar gelagerte Glied (150) im wesentlichen zwei senkrecht
zueinander stehende Arme (154,157) aufweist und daß die Antriebsvorrichtung auf ein
freies Ende eines Armes (154) und über den diesem Ende benachbarten Angriffspunkt auf die
Platte einwirkt und über das andere freie Ende des anderen Armes auf den anderen Angriffspunkt
der Platte.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US81400669A | 1969-04-07 | 1969-04-07 | |
| US81393669A | 1969-04-07 | 1969-04-07 | |
| US81393669 | 1969-04-07 | ||
| US81400669 | 1969-04-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2016183A1 DE2016183A1 (en) | 1970-10-29 |
| DE2016183B2 DE2016183B2 (de) | 1972-08-03 |
| DE2016183C true DE2016183C (de) | 1973-03-01 |
Family
ID=
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