DE2005016C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Tiefdruck zur Echtheitsprüfung von Banknoten und anderen Wertzeichen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis von Tiefdruck zur Echtheitsprüfung von Banknoten und anderen WertzeichenInfo
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Description
Bereich bei der einen Reflexionsmessung in Richtung ..linimalen Schattenwurfs und bei der anderen
Messung in Richtung maximalen Schattenwurfs beleuchtet wird und wobei das bei beiden Messungen
reflektierte Lichtbündel jeweils mit kleinem Lichtausfallwinkel vom Lichtempfänger empfangen wird,
und daß in der Vergleichseinrichtung die beiden ihr zugeführten elektrischen Meßwerte miteinander verglichen
werden.
Zur Ausfüllung des Verfahrens geht die Erfindung aus von einer Tasteinrichtung, welche das Prüfobjekt
auf einem vorbestimmten, mit Tiefdruck bedruckten Bereich seiner Oberfläche abtastet, mit einer Vergleichseinrichtung
für elektrische Meßwerte, welche als Ergebnis des Vergleichs ein Gut-Geld-Signal
oder Falsch-Geld-Signal abgibt.
Gemäß der Erfindung ist mindestens eine Lichtquelle vorhanden zur aufeinanderfolgenden Abtastung
des vorbestimmten Bereichs des Prüfobjektes in Richtung minimalen und maximalen Schattenwurfs
und mindestens eine photoelektrische Zelle zur aufeinanderfolgenden Messung der beiden reflektierten
Lichtbündel.
Damit werden die Nachteile erschütterungsempfindlicher Meßgeräte beseitigt. Eine Verschmutzung
der Meßeinrichtung durch abgeschabte Druckfarbe und eine Beschädigung des Drucke^, wie
sie sich bei mechanischen Abtasteinrichtungen ergibt, sind ebenfalls ausgeschlossen. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung ermöglicht einen vollautumatischen Tiefdrucknachweis.
Nachfolgend wird an Hand der Zeichnungen erläutert, wie der Erfindungsgedanke praktisch angewendet
und noch weiter ausgestaltet werde" kann. Es zeigen
Fig. 1 und 2 eine schematische Darstellung des Verfahrens;
F i g. 3 zeigt ein Prinzipschaubild einer Prüfvorrichtung und
Fi g. 4 ein Detail in der Schnittdarstellung.
In der Fig. 1 ist ein stark vergrößerter Bereich 1
aus einer schraffierten Fläche einer im Metallstich-Tiefdruckverfahren hergestellten Banknote gezeigt.
Eine Tiefdruckschraffur 2 ist durch langgestreckte reliefartige Erhöhungen aus dunkler Druckfarbe gebildet.
Die Längsrichtung der Tiefdruckschraffur 2 ist mit x, die Querrichtung mit y bezeichnet. Auf
dem Talboden 3 kommt das helle Papier zum Vorschein. Ein Lichtbündel 4 fällt mit kleinem Lichteinfallswinkel
(i auf den Bereich 1 und beleuchtet die 5"
Tiefdruckschraffur 2 in der Querrichtung v. Ein Teil des reflektierten Lichtbündels 5 fällt auf eine lichtempfindliche
Zelle 6, die mit kleinem mittlerem Meßwinkel Il oberhalb des Banknotenausschnittes 1 angeordnet
ist.
Aus der Geometrie der beschriebenen Meßanordnung folgt, daß bei genügend kleinen Winkeln
<i und /i nur sehr wenig Licht auf die lichtempfindliche Zelle 6 fällt, denn vom Standort der Zelle 6 aus
kann nur die Schattenseite der Tiefdruckschraffur 2, nicht aber der helle Talbodcn 3 beobachtet werden.
Wird hingegen der Bereich I der Banknote gemäß der Fig. 2 mit einem Lichtbündel 7 in der Längsrichtung
χ beleuchtet und das reflektiert): Lichtbündel
8 wiederum mit kleinem Meßwinkel /( mittels einer lichtempfindlichen Zelle 9 gemessen, so ist für
die Zelle 9 der helle Talboden 3 in seiner ganzen Länge sichtbar, d. h.. auf die Zelle 9 fällt erheblich
mehr Licht als auf die Zelle 6. Demzufolge läßt sich die Tiefdruckschraffur 2 optisch nachweisen, wenn
die von den Zellen 6 und 9 gemesssenen Beleuchtungsstärken miteinander verglichen werden.
Der optimale Wert für den Lichteinfallswinkel u
und den Meßwinkel β hängt von der Beschaffenheit der zu prüfenden Banknoten ab. Versuche haben ergeben,
daß der Lichteinfallswinkel « und der Meßwinkel β vorteilhaft kleiner als 6° sind. Unter Beachtung
dieser Regel wurde an verschiedenen im Metallstich-Tiefdruckverfahren hergestellten Banknoten
ein durchschnittliches Verhältnis der beiden Meßwerte von etwa 1:2 ermittelt. Bei nach einem
anderen Druckverfahren hergestellten Falschnoten, welche die charakteristische Berg-Tal-Struktur nicht
aufweisen, unterscheiden sich die beiden Meßwerte kaum voneinander.
Damit die Reproduzierbarkeit des beschriebenen Verfahrens gewährleistet ist, muß auf völlige Planheit
der Testfläche und auf eine möglichst reflexionsfreie Umgebung geachte*, werden. Mit Vorteil wird
eine scharf begrenzte Teilfläche der nachzuweisenden Tiefdruckschraffur beleuchtet.
In der F i g. 3 ist ein Prinzipschaubild einer Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens
dargestellt. Gleiche Teile wie in den Fig. 1 und 2 sind mit den gleichen Bezugszahlen versehen.
Die Lichtbündel 4 und 7 gehen von einer Lichtquelle 10 aus, die senkrecht über dem Bereich 1 der
Banknote angeordnet ist, werden von Spiegeln 11 bis 14 zweimal umgelenkt und fallen durch Blenden 15,
16 im vorgeschriebenen Winkel auf den Bereich 1 der Banknote und von da auf die lichtempfindlichen
Zellen 6, 9. Je nach der Stellung von Sektorblenden 17, 18 wird entweder das Lichtbündel 4 oder das
Lichtbündel 7 durchgelassen. Die lichtempfindlichen Zellen 6, 9 sind über je einen Verstärker 19 bzw. 20
an ein Auswertegerät 21 zum Vergleich der beiden Meßwerte und zur Ja-Nein-Entscrteidung angeschlossen.
Wenn der Weg für die Lichtbündel 4 und 7 durch die Sektorblenden 17,18 abwechslungsweise periodisch
freigegeben wird, so erzeugen die lichtempfindlichen Zellen 6, 9 elektrische Impulsfolgen,
deren Spannungsmittelwerte gebildet und miteinander verglichen werden können.
Selbstverständlich kann die Beleuchtung der Tiefdruckschraffur in Längsrichtung .v und in Querrichtung
y auch mittels zweier gesonderter Lichtquellen erfolgen. Dabei besteht jedoch die Gefahr,
daß diese Lichtquellen unterschiedliche Alterungserscheinungen zeigen, wodurch das Mcßresultat verfälscht
wird.
An Stelle der Zellen 6 und 9 kann mit Vorteil eine einzige lichtempfindliche Zelle eingesetzt werden,
auf welche die Lichtbündel 5 und 8 über ein Spiegelsystem geworfen werden. Weitere vorteilhafte
Möglichkeiten bestehen darin, eine einzige Lichtquelle und/oder eine einzige lichtempfindliche Zelle
auf einem um 90° schwenkbaren Arm anzuordnen oder das Prüfobjekt selber um 90° zu drehen.
In der Fig. 4 ist die Ausbildung eines Lichtschaclites
dargestellt, der eine Eintrittsöffnung 22 für das Lichtbündel 4 und die lichtempfindliche Zelle 6
zur photoelektrischen Messung des Lichtbündels 5 aufweist. Senkrecht zur Zeichnungsebene besitzt
dieser Lichtschacht einen analogen Lichtweg für die Lichtbündcl 7. 8. Eine Öffnung 23 durchdringt eine
Grundplatte 24, gegen welche die zu prüfende Banknote gepreßt wird. Zur Verhinderung von Streulicht
ist die Grundplatte 24, deren Matcrialstärke aus Festigkeitsgründen ein gewisses Mindestmaß nicht
unterschreiten darf, mit Stufen versehen. Ein Abschlußdeckel 25 enthält vorstehende Blenden 26,
welche die Lichtbündel 4 und 5 nach oben begrenzen und zugleich verhindern, daß über den Abschlußdeckel
25 Streulicht zur lichtempfindlichen Zelle 6 gelangen kann.
Wie bereits erwähnt, eignen sich für den Nachweis von Tiefdruck nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
neben Schraffuren auch andere Stellen mil optischer Vorzugsrichtung, wie beispielsweise Linien·
muster u. dgl.
Das beschriebene Verfahren zum Nachweis einei Oberflächenstruktur mit optischer Vorzugsrichtung
kann auch bei der Materialprüfung, beispielsweise zum Nachweis einer Riffelung auf einer Metall-
o oberfläche, angewendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Nachweis von Tiefdruck zur Echtheitsprüfung von Banknoten und anderen
Wertzeichen mit einer Tasteinrichtung, weiche das Prüfobjekt auf einem vorbestimmten, mit
Tiefdruck bedruckten Bereich seiner Oberfläche abtastet, die abgetasteten Werte in elektrische
Meßwerte umwandelt und einer Vergleichseinrichtung zuführt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tasteinrichtung als Lichtquelle und Lichtempfänger ausgebildet ist, welche
auf dem vorbestimmten Bereich (1) des Prüfobjektes nacheinander zwei Reflexionsmessuogen
mit kleinem Lichteinfallswinkel (α) durchführen, wobei der Bereich (1) bei der einen Reflexionsmessung in Richtung minimalen Schattenwurfs (je)
und bei der anderen Messung in Richtung maximalen Schattenwurfs (y) beleuchtet wird und wobei
das bei beiden Messungen reflektierte Lichtbündel (5,8) jeweils mit kleinem Lichtausfallwinkel
(ß) vom Lichtempfänger empfangen wird, und daß in der Vergleichseinrichtung die beiden
ihr zugeführten elektrischen Meßwerte miteinander verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichteinfallswinkel (α) und
der Lichtausfallwinkel (ß) kleiner als 6° sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmte Bereich (1)
des Prüfobjektes nacheinander in Längsrichtung und in Querrichtung beleuchtet wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Tasteinrichtung,
weiche das Prüfobjekt auf einem vorbestimmten, mit Tiefdruck bedruckten Bereich
seiner Oberfläche abtastet, mit einer Vsrgleichseinrichtung für elektrische Meßwerte, welche als
Ergebnis des Vergleichs ein Gut-Geld-Signal oder Falsch-Geld-Signal abgibt, gekennzeichnet
durch mindestens eine Lichtquelle (10) zur aufeinanderfolgenden Abtastung des vorbestimmten
Bereichs (1) des Prüfobjektes in Richtung minimalen und maximalen Schattenwurfs (x bzw. y)
und durch mindestens eine photoelektrische Zelle (6, 9) zur aufeinanderfolgenden Messung
der beiden reflektierten Lichtbündel (5 bzw. 8).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Licht einer einzigen Lichtquelle
(10) durch ein Spiegelsystem (13,14 bzw. 11,12) auf den vorbestimmten Bereich (1) des
Prüfobjektes und durch eine rotierende Sektorblende (18 bzw. 17) abwechselnd in die Richtung
minimalen und maximalen Schattenwurfs (x bzw. y) gelenkt wird.
f>. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das von einem vorbestimmten Bereich des Prüfobjektes reflektierte
LielUbündcl (5, 8) mittels eines weiteren Spiegelsystems
auf eine einzige photoelektrische Zelle (6 oder 8) gelenkt wird.
7. Vorriehtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine einzige Lichtquelle, die auf einem
schwenkbaren Arm angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 7, gekennzeichnet durch eine einzige photoelektrische
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Nachweis von Tiefdruck zur Echtheitsprüfung
von Banknoten und anderen Wertzeichen mit einer Tasteinrichtung, welche das Prüfobjekt
auf einem vorbestimmten, mit Tiefdruck bedruckten Bereich seiner Oberfläche abtastet, die abgetasteten
Werte in elektrische Meßwerte umwandelt und einer Vergleichseinrichtung zuführt.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 276 952 und der USA.-Patentschrift 3 246 297 sind Prüfvorrichtungen
für Banknoten bekannt, bei denen eine Lichtquelle eine Banknote an zwei verschiedenen Stellen
beleuchtet und wobei Photozellen an jeder Stelle die Helligkeit des durchscheinenden oder reflektierten
Lichtes in Meßwerte umwandeln, die miteinander verglichen werden. Der Nachweis von Tiefdruck ist
mit diesen Prüfvorrichtungen nicht möglich.
Aus der USA.-Patentschrift 2 246 501 und aus der französischen Patentschrift 1504 951 ist eine Einrichtung
bekannt, die es gestattet, das Reflexionsvermögen einer Glanzschicht auf einer laufenden
Papierbahn bzw. auf einer Banknotenoberfiäche zu messen. Dabei wird das Prüfobjekt mit einer Lichtquelle
aus einer einzigen Richtung beleuchtet, das reflektierte Licht in einer Ebene mit der Lichtquelle
unter einem verhältnismäßig kleinen bzw. mehreren verschiedenen Ausfallwinkeln empfangen und in
elektrische Meßwerte umgewandelt, die miteinander verglichen werden. Diese Einrichtungen vermögen
jedoch nicht zwischen einer allgemeinen Oberflächenrauhigkeit des Papiers und Tiefdruck zu unterscheiden.
Aus der zuletzt genannten Druckschrift ist auch ein Verfahren zum Nachweis von Tiefdruck bekannt,
bei dem die zwischen Papieroberfläche und Tiefdruckmuster bestehenden Höhendifferenzen mechanisch
abgetastet werden. Als Tastelement dient eine mit einer feinen Spitze versehene Nadel, deren von
der Höhendifferenz gesteuerter Hub ausgewertet wird. Nachteile der Verfahren mit mechanischer Abtastung
sind ihre Erschütterungsempfindlichkeit, die Gefahr der Verschmutzung der Tastnadel durch abgeschabte
Druckfarbe und die dabei auftretende und sich bei häufiger Abtastung akkumulierende Beschädigung
des Druckes.
Aus der schweizerischen Patentschrift 237 024 ist schließlich eine Einrichtung zur Oberflächenprüfung
bekannt, die eine gleichzeitige Abbildung der zu prüfenden Oberfläche in der Draufsicht und im
Profil ermöglicht. Ein Tiefdrucknachweis mit Hilfe dieser bekannten Einrichtung wäre allenfalls einer
speziell geschulten Person möglich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines neuen Verfahrens sowie einer Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens, welche einen einfachen und zugleich zuverlässigen Tiefdrucknachweis
ohne mechanische Abtastmittel ermöglicht.
Soweit sich die Erfindung auf ein Verfahren richtet, besteht sie daiin, daß uie Tasleinrichtung als
Lichtquelle und Lichtempfänger ausgebildet ist. welche auf dem vorbestimmten Bereich des Prüfobjektes
nacheinander zwei Reflexionsmessungen mit kleinem Lichteinlallswinkel durchführen, wobei der
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH572469 | 1969-04-16 | ||
| CH572469A CH482252A (de) | 1969-04-16 | 1969-04-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Nachweis einer Oberflächenstruktur mit optischer Vorzugsrichtung, insbesondere zum Nachweis von Tiefdruck zur Echtheitsprüfung von Banknoten |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2005016A1 DE2005016A1 (de) | 1971-01-07 |
| DE2005016B2 DE2005016B2 (de) | 1973-04-12 |
| DE2005016C3 true DE2005016C3 (de) | 1978-02-09 |
Family
ID=
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