DE2004709B - Zündvorrichtung - Google Patents

Zündvorrichtung

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DE2004709B
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DE
Germany
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ignition
hollow cone
ignition device
pressure piston
cone
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Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Allen Scott Baltimore Caples, Md. (V.StA.)
Original Assignee
Catalyst Research Corp., Baltimore, Md. (V.StA.)

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Description

daß auf Druckkolben und Hohlkegel verschiedene pliziert sein.
Teilkomponenten der in einen Sauerstoffträger und 15 Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus
eine Br?nnsto(Tschichi auf jeteilten aktiven Masse von einer Zündvorrichtung der eingangs beschriebenen
aufgebracht sind. " bekannten An und besteht darin, daß die Wandteile
2TZündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch des Hohlkegels elastisch verformbar und mit Löchern
gekennzeichnet, daß ein sich durch die Abstützung versehen sind, durch welche ein den Hohlkegel von
des Druckkolbens (2) und durch den Druckkolben 20 außen umgebendes Zündmaterial entzündbar ist, und
selbst erstreckender, abscherbarer, den Druck- daß auf Druckkolben und Hohlkegel verschiedene
kolben bis zu einer bestimmten Kraft festhaltender Teilkomponen'.en der in einen Sauerstoffträger und
Stift (18) vorgesehen ist. eine Brennsto.Tschicht aufgeteilten aktiven Masse auf-
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder gebracht sind. Dadurch bildet sich beispielsweise die 2. dadurch gekennzeichnet, daß ein das äußere 25 vollständige pyrotechnisch aktive Masse nur, wenn Ende des Druckkolbens (2) umgebender und mit der DruckkHben gegen den Hohlkegel bewegt wird: diesem verbundener Faltenbalg (16) und Mittel. eine solche Trennung ergibt einen beträchtlichen die den Faltenbalg lager- und den Zwischenraum Sicherheitsfaktor bei der Lagerung einer solchen Zündzwischen diesem und dem Hohlkegel (1) abdichten. vorrichtung, da eine spontane Entzündung der äbvorgesehen sind. 30 !icherweise empfindlichen aktiven Masse, beispiels-
4. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, da- weise bei Einwirken hoher Temperaturen, verhindert durch gekennzeichnet, daß eine Anordnung zur wird. Durch die elastische Ausgestaltung der Innen-Lagerung des Hohlkegels (1) und der Druckkolben- fläche des Hohlkegels wird weiterhin erreicht, daß im lagerung vorgesehen ist. wesentlichen die gesamten, einander zugeordneten
5. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, da- 35 Flächen beim Eindrücken des Hohlkegels zum Tragen durch gekennzeichnet, daß das äußere Ende des kommen und großflächige Entzündungen erreicht Druckkolbens (2) gerade und in einer Hülse (4) werden. Dabei ist weiterhin sehr vorteilhaft, daß sich gleitend bewegbar ausgeführt ist. diese Entzündungen dann durch die in dem Hohlkegel
6. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, da- vorgesehenen Löcher auf einem außerordentlich kurdurch gekennzeichnet, daß ein Gehäuse (7) zur 4° zen Weg dem weiteren Zündmaterial mitteilen können, Aufnahme des entzündbaren Materials und eine welches den Hohlkegel von außen umgibt. Da auf das Cichäuse am größeren Ende des Hohlkegels (1) diese Weise die Hauptenergie der erfindungsgemäßen umgebende Fühningsmanschettc (5) vorgesehen Zündvorrichtung von dem pyrotechnischen Material ist und daß die Hülse (4) zur Abstützung des um den Hohikegel herum aufgebracht wird, brauchen Druckkolbens mit dem äußeren Ende der Fiih- 45 auf Druckkolben und Hohlkegel nur relativ geringe rungsmanschctte (5) verbunden ist. Mengen des hochempfindlichen pyrotechnischen Materials verwendet zu werden.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüchc und in diesen niedergelegt.
Die Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung mit 50 Im folgenden wird an Hand der Zeichnungen ein
einem Hohikegel und einem sich in den Hohlkegel bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung in
erstreckenden und im wesentlichen die gleiche Stci- Aufbau und Wirkungsweise näher erläutert; dabei zeigt
giing wie dieser aufweisenden Druckkolbcti, wobei auf Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Ziindvorrich-
dcn konischen Oberflächen aufgebrachte aktive Massen Hing und
durch Druck und Reibungskräfte zum Entzünden ge- 55 F i g. 2 einen Querschnitt entlang der Linie H-II in
bracht werden, Eine Zündvorrichtung dieser Gattung F i g, 1,
ist aus der französischen Patentschrift 1 202 103 be- In den Figuren ist ein an beiden Enden offener Hohl-
kanntgeworden. Die in dieser Patentschrift beschrie- kegel 1 dargestellt, dessen Wand dünn genug ist, um
bene Anordnung umfaßt einen Druckkolben, der in dem Kegel zu erlauben, sich bei einem schwachen
einen mit diesem korrespondierenden und im wcsent- 60 inneren Druck geringfügig auszudehnen, Ein für den
liehen die gleiche Steigung aufweisendsn Hohlkegel Kegel geeignetes Material ist Metall, es können je-
eindrückbar ist, wobei aktive Massen auf den jeweiligen doch auch andere deformierbare Materialien verwen-
konischen Oberflächen aufgebracht sind, die durch det werden. Der innere Druck wird auf den Hohikegel
die beim Eindrücken entstehenden Druck- und Rei- von einem starren Druckkolben ausgeübt, der aus
btingskräfte zur Entzündung gebracht werden. Die 65 einem konischen Teilkörper 2 besteht, der sich in den
Zündentladung verläuft bei dieser bekannten Anord- Hohikegel hinein erstreckt, jedoch Üblicherweise im
nung durch das untere offene Ende des Reibelementes, Abstand zu diesem gehalten ist. Der Druckkolben
nachd :m der Drtickkolben bei dem ersten Teil seiner verjüngt sich mit im wesentlichen demselben Winkel
3 4
wie die Innenseite des Kegels, d, h, innerhalb von etwa Wird der Druckkolben in den Hohlkegel einge-2", und weist auch im Querschnitt dieselbe Form wie bracht, dann dehnt er den Hohlkegel leicht auseinder Hohlkegel auf. Das Wort »Kegel« bzw, »Hohl- ander und reibt dadurch die pyrotechnischen Kompokegel« ist im folgenden nicht nur zur Beschreibung nenten aneinander, wobei er sie gleichzeitig unter von Elementen benutzt, die in ihrem Querschnitt 5 Druck gegenseitig in Kontakt bringt. Die Ausdehnung kreisförmig sind, sondern beschreibt auch solche, die des Hohlkegels bewirkt außerdem eine Deformierung beispielsweise im Querschnitt polygonal aufgebaut insofern, als diese sich exakt der Form des konischen sind. Der äußere Endteil 3 des Druckkolbens ist Druckkegels anpaßt bzw. anpassen kann, so daß für gerade ausgeführt und so abgestützt, daß er eine die beabsichtigte pyrotechnische Reaktion eine große Longitudinalbewegung ausführen kann. Die Ab- io Oberfläche zur Verfugung steht. Sobald die Zündung Stützung besteht vorzugsweise aus einer kreisförmigen stattfindet, wird durch sich in dem Hohlkegel befin-Hülse 4, von der sich eine Fiihrungsmanschette 5 dende Löcher 14 die den Hohlkegel umgebende längs um den Kegel herum erstreckt. Diese Führungs- Brennmischung 9 entzündet. Dieses in dem Gehäuse manschette kann in einer Öffnung eines Trägerteils 6 enthaltene brennbare Maieria! entzündet dann wieder für die Zündvorrichtung montiert sein. Das größere 15 jedes beliebige andere Element bzw. Material, mit Ende des Hohlkegels kann an dem inneren feil der welchem der Zünder verbunden ist. Beispielsweise Führungsmanschette auf palende Art gelagert sein, kann die Brennmischung -■ aus t0°/0 amorphem Bor es ist jedoch vorzugsweise mit dem einen Endteil eines und 90% Bariumchromat zusammengesetzt sein.
Gehäuses 7 verbunden, welches fest in der Führungs- Um den Druckkolben von dem Kegel entfernt zu manschette angebracht ist. Das Gehäuse erstreckt sich 20 halten, bis die Zündvorrichtung in Tätigkeit gesetzt über die Γ-ihrungsmanschette hinaus und weiter über wird, ist das äußere Ende 3 des Druckkolbens mit die kleine Öffnung des Hohlkegels und weist an seinem einem den Druckkolben umgebenden flexiblen Faltenunteren Ende eine durch eine Verschlußscheibe 8 ver- balg verbunden, dessen äußeres Ende wiederum an deckte öffnung auf. Das Gehäuse ist mit einem ent- der Außenseite der Hülse 4 befestigt ist. Obwohl der zündbareii Material bzw. einer brennbaren Mischung 9 25 Faltenbalg also normalerweise den Druckkolben aus ungefüllt, die für die Anwendung in einer Zünd- dem Hohlkegel heraus bzw. im Abstand von diesem vorrichtung geeignet ist. hält, kann er auf Wunsch eingedrückt werden, um Die sich gegenüberstehenden Oberflächen von beide in Verbindung treten zu lassen. Der Druckkolben Druckkolben und Hohlkegel, d. h. die Außenseite des kann somit durch eine Druckanwendung auf sein konischen Druckkolbens und die Innenseite des diesen 30 äußeres Ende in den Hohlkegel hineingeschoben umgebenden Hohlkegels, sind mit pyrotechnischen, werden oder, im Falle, daß die Zündvorrichtung sich im Abstand voneinander gehaltenen Überzügen 11 in einem fliegenden Objekt befindet, das plötzlich in und 12 versehen, die sich entzünden, wenn sie Druck- F i g. 1 sehr schnell nach rechts beschleunigt wird, und Scherkräften ausgesetzt werden. Wenn der eine dann kann die Trägheit des DruckkoSbens die Ursache Überzug im Innern des Hohlkegels an dem anderen 35 sein, daß der Druckkolben und der Hohlkegel ziircibt, dann wird durch den Druck auf das pyro- sammenkommen, und zwar mit ausreichender Kraft, technische Material ein enger molekularer Kontakt um die Zündvorrichtung zu entzünden. Die benötigte zwischen seinen Komponenten erreicht, wodurch sich Zündenergie bzw. eine Anpassung an unterschiedliche ein Brennen nach der Zündung ergibt. Die Scherkräfte verwendete Pyrotechniken kann durch eine entsprecrzeugen dabei die kleine Aktivierungsenergic, die 40 chende Verjüngung des Hohlkegels. d. h. durch die notwendig ist, um die Reaktion zu beginnen. Der Kegelform bestimmt werden. Durch Auswahl eines Druckkolben und der Hohlkegel tragen verschiedene geeigneten Winkels für den Druckkolben und den Teilkomponenten des pyrotechnischen Materials, die Hohlkegel kann so die benötigte Energie auf ein normalerweise voneinander getrennt sind, um unbe- Minimum reduziert werden. Der Faltenbalg dient nbsichtigte Entzündung und Feuer zu verhindern. So 45 weiterhin zur Abdichtung der Zündvorrichtung,
kann beispielsweise der Sauerstoffträger auf dem Um ein zufälliges Entzünden der Zündvorrichtung Dri'ckkolbcn und der Brennstoff auf dem Hohlkegel zu verhindern, ist schließlich noch ein Scherstift 18 lein. Als Beispiel sei im folgenden ein typisches, ver- vorgesehen, der in eine radiale Öffnung in der Hülse 4 wendiingsfähiges pyrotechnisches Material angegeben: eingeführt werden kann, wodurch das innere Ende
50 des Stiftes sich in ein in dem Drtxkkolben befindliches
1. Überzug für den Sauerstoff träger L00I1 erstreckt. Bevor die Zündvorrichtung sich somit
Kaliiimclilorat 86% entzünden kann, muß auf den Druckkolben eine aus-
Schwefcl 5% reichende Kraft aufgewandt werden, um den Stift
Kaliiimchromat I % abzuscheren bzw. abzubrechen.
Zinkoxyd 3% 55 Die vorliegende Zündvorrichtung kann für jedes
Bindemittel , 5% pyrotechnische System verwendet werden, bei welchem
jQQ0; eine kleine, leichtgewichtige Zündvorrichtung für nied·
2. Brennstoffschicht ri8e Zündenergien und geringe Feuergeschwindigp. . , Λ «no/ keiten berötigt wird. Beispielsweise ist eine solche
Än^CirilüifiM a Ji" 6o Zündvorrichtung geeignet, mit einer Energie von nur
Antimon r sulfid 45% etwa 6Q0cm.p bei etwa 90 cm/sec m arbeiteni Ein
Bindemittel J 3 /0 solches zur Entzündung benötigtes Energieniveau
100% iegt weit unter dem üblicher Zündvorrichtungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. n Bewegung ein abschließendes Diaphragma zerbrochen
    Patentansprüche: hat Nachtej|ig bei dieser Anordnung ist, daß sich die
    !.Zündvorrichtung mit einem Hohlkegel und gesamten aktiven, zur Zündung benötigten Massen
    einem sich in den Hohlkegel erstreckenden und im auf den konischen Oberflächen befinden, so dall leicht
    wesentlichen die gleiche Steigung wie dieser auf- 5 bei unbedachter Handhabung eine zufällige Entzün-
    weisenden Druckkolben, wobei auf den konischen dung entstehen kann.
    Oberflächen aufgebrachte aktive Massen durch Ausgehend von einer Zündvorrichtung dieser be-
    Druck und Reibungskräfte zum Entzünden ge- kannten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
    bracht werden, dadurch gekennzeich- eine Zündvorrichtung zu schaffen, die gegenüber einer
    η e t, daß die Wandteile des Hohlkegels elastisch io zufälligen Entzündung bestmöglichst gesichert ist und
    verformbar und mit Löchern (14) versehen sind. zu ihrer Aktivierung nur einen geringen Energiebedarf
    durch welche ein den Hohikegel (1) von außen benötigt. Darüber hinaus soll eine solche Zündvornch-
    umgebendes Zündmaterial (9) entzündbar ist, und tung im Aufbau und Bedienung einfach und unkom-

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