DE2003013C3 - Brillengestell mit flexiblen Seitenbügeln und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Brillengestell mit flexiblen Seitenbügeln und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
- Publication number
- DE2003013C3 DE2003013C3 DE2003013A DE2003013A DE2003013C3 DE 2003013 C3 DE2003013 C3 DE 2003013C3 DE 2003013 A DE2003013 A DE 2003013A DE 2003013 A DE2003013 A DE 2003013A DE 2003013 C3 DE2003013 C3 DE 2003013C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bracket
- spectacle frame
- elements
- intermediate links
- links
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 22
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 29
- 229920002994 synthetic fiber Polymers 0.000 claims description 12
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 9
- 239000011265 semifinished product Substances 0.000 claims description 8
- 239000007769 metal material Substances 0.000 claims description 7
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims description 6
- 238000013461 design Methods 0.000 claims description 3
- 239000007858 starting material Substances 0.000 claims 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 5
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 2
- 238000010409 ironing Methods 0.000 description 2
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 2
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 2
- 206010011878 Deafness Diseases 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 description 1
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 description 1
- 229920002301 cellulose acetate Polymers 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 239000000499 gel Substances 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 238000005304 joining Methods 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000012815 thermoplastic material Substances 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02C—SPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
- G02C5/00—Constructions of non-optical parts
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D12/00—Producing frames
- B29D12/02—Spectacle frames
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02C—SPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
- G02C5/00—Constructions of non-optical parts
- G02C5/14—Side-members
- G02C5/16—Side-members resilient or with resilient parts
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Ophthalmology & Optometry (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Eyeglasses (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Brillengestell, dessen Seitenbügel in Bereichen erhöhter Biegsamkeit aus einer
Kette von zylindrischen Elementen gebildet ist, die durch eine metallische Seele gelenkig miteinander verbunden
sind, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Brillengestells mit flexiblen Seitenbügeln,
wobei die Seitenbügel aus synthetischem Material bestehen.
Die Seitenbügel von Brillengestellen, die aus synthetischen Materialien hergestellt sind, haben, wie bekannt,
im wesentlichen einen Querschnitt von rechtekkiger Gestalt und weisen inwendig einen metallischen
Kern auf, der dazu dient, gleichermaßen Stabilität und Flexibilität sicherzustellen. Um die Bügel flexibler in
seitlicher Richtung zu machen, sind schon verschiedene Wege vorgeschlagen worden, bei denen versucht wurde,
zumindest einen Abschnitt jedes Seitenbügels weniger steif zu machen. Die beiden wichtigsten bereits vorgeschlagenen
Lösungen bestehen im wesentlichen aus folgendem:
Gemäß einer ersten bekannten Lösung ist der Abschnitt des Seitenbügels, der flexibler gemacht sein soll,
mit einer Anzahl von Schlitzen in senkrechten Ebenen zur Achse des Bügels oder geneigt dazu versehen, welche
den metallischen Kern derart freilegen, daß der Bügel in dem betreffenden Abschnitt eine Mehrzahl von
nebeneinander angeordneten kleinen Blöcken oder Segmenten aufweist.
Bei dieser Lösung treten jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. Zunächst ist das Einschneiden von
Schlitzen eine sehr schwierige Bearbeitungsweise, welche eine sehr genaue Einstellung der Schlitztiefe erfordert,
um jegliche Zerstörung des flexiblen Metallkerns zu vermeiden. Ferner können Verunreinigungen oder
Fremdkörper leicht in die in dem Bügel eingebrachten Schlitze eintreten und dadurch in manchen Fällen recht
20 05
beachtlich die Flexibilität des Bügels vermindern, sowie chemische Verbindungen können eindringen, die z. B.
«on Ausdünstungen oder von der Umweltatmosphäre
herrühren können, was zum Rosten und Schwächen des Metallkerns führt. Um diese Nachteile zu vermeiden, s
müßten die Schlitze extrem dünn gemacht werden, wodurch sie die Flexibilität des Bugeis wieder beachtlich
begrenzen. Bei manchen bekannten Bügeln süuä in die
obenerwähnten Schlitze dünne Metal!- oder Plastikelemente eingefügt worden, welche jedoch lediglich als
Verzierungen gedacht sind und keinen der vorstehend aufgeführten Nachteile überwinden.
Gemäß einer anderen bekannten Ausbildung wird
das Problem dadurch gelöst, daß in dem Abschnitt des Bügels, der flexibel gemacht werden soll, eine Kette
von Elementen eingebracht wird, die gelenkig zueinander sind und die abwechselnd aus zylindrischen Körpern
und kleinen, zwischen diesen angeordneten Blökken besteht, deren Seiten in Richtung auf die zylindrischen
Körper konkav ausgebildet sind und eine zylindrische
Oberfläche haben, die einem Teil der Oberfläche des betreffenden angrenzenden zylindrischen Körpers
entspricht, an welchem sie anliegt.
Obgleich diese zweite Lösung dem Seitenbügel ein gutes Maß an Flexibilität gewährt und die Nachteile
der Seitenbügel der zuerst beschriebenen bekannten Lösung vermeidet, ist diese Lösung jedoch immer noch
nicht zufriedenstellend.
Zunächst ist die Biegungssteifheit des Abschnittes des Bügels, der die Kette von gelenkigen Elementen
aufweist, immer noch hoch. Während der Verformung des Seitenbügels findet eine elastische Biegung des Metallkerns
und eine relative Bewegung der zylindrischen Körper in bezug auf die kleinen Blöcke, die dazwischen
angeordnet sind, statt, was zu Gleitbewegungen der zylindrischen Oberflächen dieser zusammengekuppelten
Elemente aufeinander führt. Für ein gegebenes Maximum
an Deformation des Seitenbügels sind solche Gleitbewegungen um so größer, je kleiner die Anzahl
der Oberflächen ist. die miteinander verbunden sind. Da nun die Anzahl der miteinander verbundenen Oberflächen,
die zweimal so groß ist als diejenige der zylindrischen Körper, die in die Seitenbügel eingefügt sind,
sichtlich nicht sehr groß sein kann, wird die Gleitbewegung insgesamt beachtlich sein, wodurch die Seitenbügel
relativ steif bleiben.
Wenn ferner zylindrische Körper aus einem Plastikmaterial verwendet werden, kann wegen des hohen
Reibungskoeffizienten zwischen Paaren von Gliedern gleichen Materials die Steifigkeit noch steigen.
Ein weiterer Nachteil der flexiblen Seitenbügel der zweiten beschriebenen Art rührt daher, daß als Folge
einer Verformung von extrem großem Ausmaß eines Bügels die Kanten der kleinen Blöcke, die zwischen den
zylindrischen Körpern angeordnet sind, sehr leicht zerstört oder gebrochen werden können. Wenn nun der
metallische Kern schon verformbar ist, dann wird eine Verformung des Seitenbügels nur verhindert, wenn die
entsprechenden Kanten von den verschiedenen, dazwischen angeordneten Blöcken miteinander in Berührung
gebracht werden. Da nun diese kleinen Blöcke, wenn sie aus demselben Material wie die seitlichen Bügel bestehen,
nicht aus einem sehr harten Material sind, können sie als Folge einer sehr starken Verformung des
Seitenbügels sehr leicht zerstört oder gebrochen werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Brillengestell der eingangs genannten Art zu schaffen.
bei dem das Brechen der Blöcke bei starker Verformung des SeitenbügeJs und das Auftreten hoher Reibungskräfte
bei Verformung vermieden wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Brillengestell
der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zwischen benachbarten Elementen wenigstens
ein hülsenartiges Zwischenglied aus einem anderen Material als dem mindestens eines der benachbarten
Elemente angeordnet ist, und daß die aneinandergrenzenden Flächen des Zwischengliedes und mindestens
eines der Elemente als Lagerflächen ausgebildet sind.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Brillengestells, wobei
die Seitenbügel aus synthetischem Material bestehen, das durch die Verfahrensschritte gekennzeichnet ist,
daß metallene Zwischenglieder oder Halbfertigprodukte, aus denen diese Zwischenglieder darauffolgend gewonnen
werden, in eine dünne Stange aus synthetischem Material eingefügt werden, daß ferner ein metallischer
Kern in Längsrichtung in diese Stange eingeführt und dabei durch Ausnehmungen hindurchgeführt
wird, die in den Zwischengliedern vorgesehen sind und daß mindestens so viel Material von der senkrecht auf
der Biegungsebene des Bügels siehenden Seitenwand der Stange entfernt wird, daß die Zwischenglieder an
die Oberfläche kommen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Brillengestells und des Verfahrens zu
seiner Herstellung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines Brillengestells mit flexiblen Seitenbügeln,
F i g. 2 einen Schnitt durch den Seitenbügel des Brillengestells der Erfindung längs der Linie 11-11 der
Fig.l.
F i g. 3 in vergrößertem Maßstab einen Teil des Schnitts gemäß F i g. 2,
F i g. 4, 5, 6, 7 und 8 entsprechende Teile von Schnitten ähnlich demjenigen nach F i g. 2, die sich auf verschiedene
Ausführungsbeispiele der Seitenbügel beziehen,
F i g. 9 und 10 flexible Seitenbügel für das Brillengestell nach F i g. 1, bei welchem die gelenkigen Elemente
der Kette in Winkeln zueinander angeordnet sind, die sich von den entsprechenden Winkeln gemäß F i g. 1
unterscheiden,
F i g. 11 eine perspektivische Ansicht eines Bügels aus synthetischem Material als Ausgang für die Herstellung
eines flexiblen Seitenbügels nach dem Verfahren gemäß der Erfindung,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der Stange nach Fig. 11. auf welcher hülsenförmige Glieder angeordnet
sind, und zwar zu Beginn des Verfahrensschrittes, während welchem sie in den Bügel eingeführt
werden,
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht des Bügels nach Fig. 11, in welche die hülsenförmigen Glieder
teilweise eingeführt sind,
F i g. 14 eine perspektivische Ansicht des Bügels gemäß F i g. 11, nach dem das Einfügen der hülsenförmigen
Glieder abgeschlossen ist,
Fig. 15 eine perspektivische Ansicht des Bügels
nach F i g. 14, nachdem das Material von den Hauptseiten des Bügels weggearbeitet worden ist,
Fig. 16 eine perspektivische Ansicht eines Bügels ähnlich der gemäß F i g. 111 in welcher eine Anzahl von
Ausnehmungen zur Einführung der hülsenförmigen Glieder gebildet ist,
Fig. 17 und 58 in perspektivischer Ansicht bzw. im
Schnitt ein erstes Ausführungsbeispiel eines hülsenförmigen Gliedes und einen Schnitt eines Teils des flexiblen
Seitenbügels, welcher damit erstellt wurde,
Fig. 19 und 20 in perspektivischer Ansicht bzw. im
Schnitt ein zweites Ausführungsbeispiel eines hülsenförmigen Gliedes und einen Schnitt eines Abschnittes
eines damit hergestellten flexiblen Seitenbügels,
F i g. 21 und 22 in perspektivischer Ansicht bzw. im Schnitt ein drittes Ausführungsbeispiel eines hülsenförmigen
Gliedes und einen Längenabschnitt eines flexiblen Seitenbügels, der daraus hergestellt wurde,
F i g. 23 und 24 nur im Schnitt ein viertes Ausführungsbeispiel eines hülsenförmigen Gliedes und einen
Längenabschnitt des damit erstellten flexiblen Seitenbügels,
F i g. 25 einen Schnitt eines Paares von Elementen, die dazu dienen, ein Paar Zwischenglieder in einem flexiblen
Seitenbügel zu erstellen,
F i g. 26 einen Schnitt durch ein Paar Elemente, ähnlich denjenigen nach F i g. 25, zwischen welche ein Ab-Standsbolzen
eingeführt ist.
Das ganz allgemein mit der Bezugsziffer 1 bezeichnete Brillengestell (F i g. 1, 2) weist zwei Seitenbügel 2
auf, von denen jeder im wesentlichen aus einer dünnen Stange eines synthetischen Materials 3 normalerweise
von rechteckigem Querschnitt geformt ist, durch welche hindurch ein metrischer Kern 4 eingezogen ist
(F i g. 2). Der Kern 4 ist z. B. in bekannter Weise aus einer dünnen Stahlplatte erstellt, deren Dicke geringfügig
in bezug auf ihre Höhe ist, oder aus einem anderen elastischen Material, so daß dieser Kern hochflexibel in
seitlicher Richtung und steif in der Richtung senkrecht dazu ist. Diese Platte 4 geht durch den Abschnitt 5
(F i g. 1 und 2) des Seitenbügels, welcher flexibel gestaltet werden soll.
Der Abschnitt 5 des Seitenbügels des Brillengestells weist eine Kette von gelenkigen Elementen auf, welche
aus drei verschiedenen Bestandteilen bestehen. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel des Seitenbügels, wie
es die Fi g. 1, 2 und 3 zeigen, sind die Elemente des ersten Bestandteils durch gleitende Körper 6 gebildet,
welche im Falle des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen,
und die Elemente des zweiten Bestandteils bestehen aus Zwischengliedern 7, die praktisch die Gestalt einer
Hülse haben, und schließlich sind die Elemente des dritten Bestandteils kleine Blöcke 8, die näherungsweise
die Gestalt eines Parallelepipedons haben. Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.2 und 3 sind die
kleinen Blöcke 8 durch konkave zylindrische Oberflächen 9 begrenzt, die einander gegenüberliegen (F i g. 3),
und zwischen diesen und den zylindrischen Oberflächen der Körper € sind die Zwischenglieder 7 angeordnet
weiche daher eine dünne Wand bilden und die Korper 6 von den kleinen Blöcken 8 trennen. Durch alle gelenkigen Elemente der drei beschriebenen Bestandteile
wird der metallische Kern 4 hindurchgeführt, welcher daher die Aufgabe erfüllt, die Elemente zusammenzu-
ObRcherweise seid die Hülsen 7 aus Metall gefertigt
wahrend die Körper S and die kleinen Blöcke 8 aus einem mchtirtetaliischen Material, wie z. B. einem Plastikmaterial (insbesondere Zelluloid oder Zellulose-
Azetat) bestehen können. Jedoch können in den Seitenbügeln gemäß der Erfindung auch hülsenförmige Zwischenglieder
7 aus nichtmetallischem Material Anwendung finden (z. B. Plastikmaterial mit besonderen Antifriktionseigenschaften),
welches mit den Körpern 6 und den kleinen Blöcken 8, die gleichfalls aus nichtmetallischem
Material bestehen, verbunden ist, wobei allerdings darauf geachtet werden muß, daß die hülsenförmigen
Glieder 7 aus einem anderen Material als die Körper 6 und die Blöcke 8 bestehen müssen. Im allgemeinen
besteht jede der drei Arten von gelenkigen Gliedern der Kette des verformbaren Abschnittes 5 des
Seitenbügels aus einem anderen Metall oder synthetischen Material.
Die Seitenteile jedes Zwischengliedes 7 sind derart geformt, daß sie leicht vorspringende Kanten 10 bilden
(F i g. 3), zwischen welchen ein kurzer Zwischenraum oder eine Lücke 11 freigelassen ist; diese Lücke ist, wie
nachstehend im einzelnen beschrieben werden wird, vorgesehen, um die gewünschte Verformbarkeit der
Kette zu erhalten, welche die drei gelenkigen Elemente mit den drei zuvor beschriebenen Bestandteilen aufweist.
Gemäß den anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung nach den F i g. 5 und 6 sind die Zwischenglieder
7 nicht mit vorspringenden Kanten 10 versehen, sondern haben praktisch die Form eines Segments
einer kreisförmigen Krone im Querschnitt; die Seitenkanten dieser hülsenförmigen Glieder sind bündig mit
den Hauptseitenflächen der Seitenbügel (F i g. 5) bzw. springen leicht über diese vor oder sind mit einer gewissen
Schicht 12 des Materials des Seitenbügels bedeckt (Fig. 6).
Die vorspringenden Kanten 10 jedes Paares von Zwischengliedern 7, welche ein und denselben Gleitkörper
6 einschließen und welche auf derselben Seite des Bügels angeordnet sind, können parallel zueinander
verlaufen (wie es in allen dargestellten Ausführungsbeispielen mit Ausnahme demjenigen nach F i g. 4 gezeigt
ist) oder können leicht zueinander konvergieren (F i g. 4). Die Vorteile, die von der Ausbildung der Kanten
10 gemäß einer der beiden dargestellten Ausführungsarten (d. h. parallel oder konvergierende Kanten)
herrühren, werden nachstehend während der Beschreibung des Verfahrens zur Herstellung der Seitenglieder
erörtert.
F i g. 7 zeigt einen Schnitt eines flexiblen Seitenbügels gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung. Dort sind auch kleine Blöcke 8' von der Gestalt eines Parallelepipedons entsprechend
den Blöcken 8 der vorgenannten Ausführungsbeispiele vorgesehen, jedoch sind zwischen diese kleinen
Blöcke 8' gleitende Körper 6' gesetzt welche hier nicht aus Zylindern mit kreisförmigem Querschnitt gebildet
sind, sondern Körper darstellen, deren äußere Oberflächen von einer Kurve nahezu elliptischer Ge
stalt gebildet sind. Zwischen den Körpern 6' und den
kleinen Blöcken 8' sind Zwischengliedf.r T eingefügt
die im Querschnitt eine Gestalt aufweisen, die derjenigen der miteinander verbundenen Oberflächen entspricht und welche wahlweise mit Seitenkanten 10 versehen sein können, die geringfügig in Richtung auf die
Hauptseitenfiächen des Bügeis vorspringen. Im einzelnen muß der Querschnitt der kleinen Blöcke 8, 8' and
der Gleitkörper lediglich von solcher Gestalt sein, daß die Einfügung von Zwischengliedern entsprechenden
Querschnitts zwischen den Oberflächen möglich ist und sich Blöcke und Zwischenglieder und/oder Gleitkörper
und Zwischenglieder gleitlager- oder schneidlagerartig
Io
ineinander bewegen können. Insbesondere kann, wie in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 8 jeder Körper 6,
der zwischen einem Paar von Zwischengliedern 7 angeordnet ist, durch eine Außenfläche begrenzt sein,
welche teilweise konkav (PC) und teilweise konvex (PV) ist, so daß eine Kette von gelenkigen Elementen
gebildet wird, deren Konvexitäten oder Konkavitäten alle in dieselbe Richtung gerichtet sind.
In geeigneter Weise kann in allen hier beschriebenen
Ausführungsbeispielen ein bestimmter Abstand oder Spielraum zwischen jedem Zwischenglied 7, T und dem
entsprechenden kleinen daran grenzenden Block 8 vorgesehen sein. Dieser in den Zeichnungen nicht dargestellte
Spielraum ist zwischen jeder vorspringenden Kante 10, wenn eine solche vorhanden ist und dem Material
des daran angrenzenden kleinen Blockes 8 vorgesehen. Dieser Spielraum ist erforderlich, um eine relative
Bewegung zwischen den kleinen Blöcken 8 und den Zwischengliedern während der Verformung oder Verbiegung
des Seitenbügels in einer winkelförmigen Rieh- ao tung zu ermöglichen. Aus demselben Grunde kann es
nützlich sein, etwas Spielraum zwischen dem metallischen Kern 4 und einigen oder allen Ausnehmungen
oder öffnungen in den gelenkigen Elementen der Kette vorzusehen, durch die dieser Kern hindurchgeführt
ist.
Während der seitlichen Verformung oder Verbiegung des oben beschriebenen Seitenbügels findet eine
relative Bewegung der verschiedenen gelenkigen Elemente statt, die in Übereinstimmung mit dem Teil 5 des
Bügels angeordnet sind. Wie z. B. die Ausführungsbeispiele nach den F i g. 1, 2 und 3 zeigen, bewegen sich
die kleinen Blöcke 8 während der Verformung relativ zu den Gleitkörpern 6, und an dieser Bewegung nehmen
die Zwischenglieder gleichfalls Anteil; als Folge sowohl der beachtlichen Flexibilität des metallischen
Kerns 4 und der Spielräume oder Abstände, die zwischen den verschiedenen Teilen der verschiedenen gelenkigen
Elemente vorhanden sind, kommt es während der Verformung eines Seitenbügels zu einer leichten
Drehung der kleinen Blöcke 8 rund um die Körper 6, die zwischen den letzteren angeordnet sind, wodurch
dementsprechend Gleitbewegungen an den zusammengefügten Oberflächen stattfinden. Da zwischen den
Körpern 6 und den kleinen Blöcken 8, die daran angrenzen, die Zwischenglieder 7 eingefügt sind, sind jeweils
zwischen Körper und Zwischenglied und Zwischenglied und Kleinblock zwei Flächen miteinander in
Berührung, und da sich die Bewegungen der Teile jeweils aufeinander übertragen, finden sehr geringfügige
Gleitbewegungen statt. Da die Zwischenglieder 7 (die meist aus metallischem Material bestehen) aus einem
Material erstellt sein können, welches sich von demjenigen der Körper 6 und der kleinen Blöcke 8 unterscheidet welche meist aus einem synthetischen Mate-
riaJ bestehen, ist der Reibungskoeffizient zwischen den
Paaren von Elementen, die aus verschiedenen Materia-Ken bestehen, vergleichsweise niedrig oder in jedem
FdI niedriger als dann, wenn die sich berührenden Oberflächen der Körper aus demselben Material bestehen worden.
Mit der schrittweisen Zunahme der Biegung eines
Settenbugeh nimmt die Weite der Zwischenräume U ab raid wird Null, wenn die vorspringenden Kanten der
Zwischenglieder 7 in Berührung kommen und dadurch aufeinander einwirken. Wenn diese Bedingung vorliegt
kann angenommen werden, daß die größte Verformung, die ertaubt sein sou. erreicht ist and daher bilden
die vorstehend erwähnten vorspringenden Kanten, wenn sie aneinanderstoßen, eine wirkungsvolle Begrenzung,
welche die relative Drehung und daher auch die Verdrehung der beiden kleinen Blöcke 8 gegeneinander,
zwischen welche ein Körper 6 eingefügt ist, auf einen vorbestimmten Wert beschränkt. Im Gegensatz
zu den Ausführungsbeispielen nach dem Stand der Technik würde daher, selbst wenn der Seitenbügel über
die vorgesehene Grenze hinaus gebogen wird, dies nicht zu irgendwelchen Schwierigkeiten führen, da die
vorspringenden Kanten 10 der Zwischenglieder 7 imstande sind, hohe Drücke aufzunehmen, ohne einer
Verformung zu unterliegen. Es kann daher die Seite des Zwischenraums 10 — selbst wenn man die Anzahl der
gelenkigen Glieder der Kette des flexiblen Abschnittes 5 des Seitenbügels in Rechnung stellt — derart gewählt
werden, daß eine gewünschte Winkelverbiegung des Seitenbügels in beiden Richtungen möglich ist.
Das Brillengestell gemäß der vorliegenden Erfindung kann Seitenbügel aufweisen, die wie in den F i g. 9 und
10 dargestellt gestaltet sind. In F i g. 9 sind die Elemente der Kette (d. h. Gleitkörper, Zwischenglieder und
kleine Blöcke) miteinander längsparalleler Oberflächen verbunden, die einen gegebenen Winkel zur Längsachse
des Seitenbügels bilden. Die Achsen der gleitenden Körper bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 10 bilden
statt dessen verschiedene Winkel mit der Längsachse des Seitenbügels. Es ist natürlich ferner möglich.
Anordnungen zu verwirklichen, bei welchen die Winkel, die von den zylindrischen Körpern mit den Achsen
der Seitenbügel beschrieben sind, sich von denjenigen, die in den Fig.9und 10dargestellt sind.unterscheiden.
Für die Konstruktion des Brillengestells mit flexiblen Seitenbügeln, wie es hier beschrieben und dargestellt
ist. gemäß dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung, wird von einer dünnen Stange aus synthetischem
Material 20 (F i g. 11), z. B. Zelluloid oder einem thermoplastischen Material — geeignet ist Zellulosematerial
—, und einer Mehrzahl von hülsenförmigen Gliedern 21 (F i g. 12), so wie sie in den F i g. 17, 19, 21 und
22 dargestellt sind, ausgegangen.
In dem Bereich oder Abschnitt des Bügels 20, welcher
flexibel gemacht werden soll, werden die rohrartigen Glieder 21 in Berührung mit der oberen Fläche 22
des Bügels gebracht, wobei ihre Achse senkrecht zur Ebene verläuft in welcher der fertige Seitenbügel des
Brillengestells flexibel sein muß. Bei dieser Senkrechtanordnung zwischen den Achsen und der obenerwähnten
Ebene wird ein Seitenbügel derjenigen Art gewonnen, wie er in der F i g. 1 dargestellt ist Wenn man Seitenbügel
erhalten will, wie sie in den Fig.9 und 10
dargestellt sind, dann dürfen die Achsen der hülsenförmigen Glieder 21 nicht im rechten Winkel zu dieser
Ebene zu Beginn des Herstellungsvorganges stehen.
Jedes in den Fig. 17.19 und 21 dargestellte Hülsenglied
weist einen Zentralteil 23 und zwei diametral gegenüberliegende Seitenerstreckungen 24 auf. Diese Erstreckungen 24 der hülsenförmigen Glieder 21 können,
anstatt daß sie in ein und derselben diametralen Ebene liegen, wie in den Zeichnungen dargestellt, auch in zwei
verschiedenen Ebenen liegen, wodurch die Abschnitte der Glieder nicht länger symmetrisch zur Zentraflmie
sind. Der mittlere Tefl 22 jedes hülsenförmigen Gliedes
ist praktisch gekrümmt, wodurch jede der beiden Erstreckungen 24 praktisch U-förmig (Fig. 17 and 21)
oder praktisch V-förmig (F i g. 19) ist Jedes hülsenförmige Glied 21 kann geeigneterweise aus einer kontinuierlichen strukturellen Gestaltung entsprechenden
509634/104
ίο
Querschnittes hergestellt werden, indem die letztere in der inneren Höhlung 9 der hülsenförmigen Glieder entgeeignete
Stücke geschnitten wird. In dem mittleren spricht. Nach diesem Arbeitsvorgang wird der metalli-Teil
23 des röhrenförmigen Gliedes ist durch irgendei- sehe Kern in den Bügel 20 durch an sich bekannte
nen geeigneten Arbeitsvorgang eine Anzahl von Aus- Techniken eingeführt, z. B. durch Erhitzung des Bügels
nehmungen oder Bohrungen 25 geeigneter Gestaltung 5 so lange, bis dessen Material plastisch verformbar wird
eingebracht, durch welche hindurch der Kern 4 einge- (Weichmachung). Der metallische Kern geht durch den
fügt wird. Bügel 20 und die Ausnehmungen 25 der hülsenförmigen
In dem in Fig. 12 dargestellten Verfahrensschritt Glieder 21 in einer Längsrichtung hindurch. Der Kern
werden die verschiedenen hülsenförmigen Glieder 21 in dem fertiggestellten Bügel ist mit dem Bezugszei-
mit ihren Erstreckungen 24 zur Außenseite der Haupt- io chen 4 in den F i g. 2 bis 8 der Zeichnungen versehen,
oberfläche des Bügels 20 hin gerichtet angeordnet und In den nachfolgenden Verfahrensschritten wird eine
auf geeignete Weise ist die Seite oder Dicke dieses Bü- angemessene Materialschicht in Übereinstimmung mit
gels (d. h. seine Dimension entsprechend der Weite der den Hauptseitenflächen des Bügels 20 entfernt. Wäh-
oberen Oberfläche 22) geringer als die maximale Quer- rend dieses Arbeitsvorganges, welcher in geeigneter
dimension jedes hülsenförmigen Gliedes 21. Die ver- 15 Weise durch Schleifen stattfinden kann, wird nicht nur
schiedenen hülsenförmigen Glieder werden in ihrer re- die Materialschicht von dem Bügel, welcher die Endtei-
lativen Lage in bezug auf den genannten Bügel, wie in Ie der Erstreckungen 24 der hülsenförmigen Glieder 21
Fig. 12 dargestellt, durch geeignete Verriegelungs- bedeckt, entfernt, sondern auch noch ein Teil von jeder
und Abstützmittel gehalten (die in den Zeichnungen der Erstreckungen. Die Schichtdicke, die entfernt wird,
nicht dargestellt sind), welche eine Verschiebung der ao sollte derart sein, daß man von jedem hülsenförmigen
genannten Glieder in Richtung ihrer Achsen während Glied 21 ein Paar von Elementen erhält, die voneinan
der nachfolgenden Stufe des Herstellungsverfahrens der unabhängig sind entsprechend der Zwischenglieder
ermöglichen. 7, T (F i g. 18,20,22), die in dem fertiggestellten Seiten-
Gegen das obere Ende der hülsenförmigen Glieder bügel des Brillengestells enthalten sind. Dieser Bügel ist
21 wird ein geeignetes Werkzeug gerichtet, welches »5 in dem Zustand am Ende des gerade beschriebenen
mit einem Transduktor einer Ultraschallbohrmaschine Verfahrensschrittes in F i g. 15 dargestellt,
verbunden ist. Bekanntlich weist eine solche Maschine Um die hülsenförmigen Glieder 21 an der Innenseite
im wesentlichen einen Generator für Ultraschall- eines Bügels 20 einzuführen, kann der Bügel, wie in
schwingungen und einen Transduktor auf, welcher die F i g. 16 dargestellt, auf einfache Weise präpariert werelektrischen
Schwingungen, die von dem Generator er- 30 den, indem nämlich eine Anzahl von Bohrungen 28 darzeugt
werden, in mechanische Vibrationen umwandelt. in vorgesehen werden von einem Querschnitt, der den Mit
Hilfe eines solchen Werkzeuges werden diese Vi- jenigen der hülsenförmigen Glieder 21, die nachfolgend
brationen den verschiedenen hülsenförmigen Gliedern in diese Bohrungen eingeführt werden sollen, ent-
21 mitgeteilt, wodurch die letztgenannten gleichfalls in spricht. Um die Bohrungen oder Höhlungen 28 in den
Ultraschallfrequenzen zu vibrieren geraten. Bei gleich- 35 Bügeln 20 herzustellen, kann wieder in geeigneter Weizeitiger
Ausübung von Druck mit Hilfe des genannten se eine Ultraschallbohrmaschine der obengenannten
Werkzeuges auf die hülsenförmigen Glieder in eine Art Verwendung finden, ausgenommen daß in dem
Richtung entsprechend derjenigen der Achsen der ge- vorliegenden Beispiel die Bohrungen in dem Bügel mitnannten
Glieder und gerichtet auf die obere Oberfläche tels eines profilierten Werkzeuges hergestellt werden,
22 des Bügels 20 dringen die hülsenförmigen Glieder 40 welches unmittelbar mit dem Transduktor der Maschiauf
der Innenseite des Materials des Bügels ein, wie in ne verbunden wird. Die Bohrungen 28 können ferner
Fig. 13 dargestellt, wodurch die Notwendigkeit der nach einem anderen Verfahren hergestellt werden, z. B.
Benutzung spezieller Schleifpulver vermieden wird. durch plastische Verformung des Bügels unter Einwir-Dieses
Eindringen ist sowohl eine Folge der mechani- kung von Hitze (Prägung) oder durch irgendeinen ansehen
Wirkung der Ultraschallvibrationen als auch des 45 deren Arbeitsvorgang spanabnehmender Art (Räuteilweise
Weichwerdens des Materials des Bügels men)
durch die Erhitzung, die von den Vibrationen herrührt. Wenn der Bügel 20 zuvor, wie in F i g. 16 dargestellt.
Durch Ausübung des Druckes und Anwendung von präpariert worden ist, ist nur noch erforderlich, die hül-
Ultraschallvibrationen auf die hülsenförmigen Glieder senförmigen Glieder 21 an der Innenseite der Bohrun-
21 für eine angemessene Zeitperiode werden diese 50 gen 28 einzuführen; der Kern oder die Füllung, welche
Glieder vollkommen in die Innenseite des Bügels 20, an der Innenseite jedes hülsenförmigen Gliedes 21 vor-
wie in F i g. 14 -iargestellt, eingeführt. Da, wie bereits gesehen sein muß, um die gleitenden Körper 6 in dem
festgestellt, die Querdimension der hülsenförmigen fertigen Seitenbügel zu bilden, können in die Glieder
Glieder größer ist als die Weite oder Dicke des Bügels eingefügt werden, bevor die letztgenannten in die ent-
20, wird nach Vollendung des gerade beschncbenen 55 sprechenden Bohrungen 28 eingeführt werden oder
kungen oder Rippen 26 aufweisen, die im wesentlichen in diese Bohrungen. Die nachfolgenden Bearbeitungs-
durch eine dünne Schicht synthetischen Materials ge- schritte, um den fertigen Seitenbügel ze bekommen,
formt sind, welches über die Endteile jeder Erstreckung sind ganz ähnlich denjenigen, wie sie bereits zuvor be-
24 des betreffende« hülsenförmigen Gliedes 21 gela- 60 schrieben worden sind
gert ist Ferner wird während des Eindringens der hül- Die röhrenförmigen Glieder 21 können mit tMera»-
senförmigen Gbeder 21 in die Masse des Materials des gen Erstreckungen versehen sein (F i g. 17. 2t und 23),
ser Glieder mit Material gefüllt, so daS am Ende des vorspringenden Kanten 10 (F i g. 18, 22 und M) erhaä-
die geeignet ist, 4ea gleitenden Körper 6 von einem sein (F i g. 19). Der Seitenträger der durch Verwendung
stellt wird, führt zu einem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 20 der vorliegenden Erfindung, wobei die vorspringenden
Kanten jedes Paares von Zwischengliedern 7, welches einen Gleitkörper 6 einschließt, nach
außen konvergieren. Bei Verwendung hülsenförmiger Glieder mit einem Querschnitt, der demjenigen entspricht,
wie er in Fig. 19 dargestellt ist, ist es möglich.
Höhlungen 11 von jeder gewünschten Weite zu erhalten. So werden abhängig von der Dicke des Materials,
welches von den Hauptflächen des Bügels während des oben beschriebenen Schleifvorganges entfernt wird, die
Erstreckungen 24 des röhrenförmigen Gliedes 21 in einem unterschiedlichen Abstand von der Achse des
röhrenförmigen Gliedes geschnitten, wodurch eine Höhlung 11 unterschiedlicher Weite entsteht.
Weiterhin erlaubt das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung die Verwendung von hülsenförmigen
Gliedern von jedem geeigneten Querschnitt, z. B. mit einem hülsenförmigen Glied, wie es die F i g. 21 zeigt,
dessen Mittelteil 23 einen Querschnitt aufweist, welcher ao
nicht kreisförmig, sondern eher im wesentlichen elliptisch oder oval ist. Dadurch erhält man einen fertigen
Seitenbügel, der im Querschnitt die in F i g. 22 dargestellte Gestalt aufweist. Zusätzlich kann, wie in F i g. 23
dargestellt, der mittlere Teil des hülsenförmigen GHe- »5
des 21, anstatt daß er zwei konvexe Wandungen aufweist, wie in den bis zu dieser Stelle beschriebenen Beispielen,
eine konkave Wandung PC und eine konvexe Wandung PV aufweisen. Ein Querschnitt eines flexiblen
Seitenbügels, der ein solches hülsenförmiges Glied aufweist, ist in F i g. 24 der Zeichnungen dargestellt.
Schließlich ist es für die Entwicklung der flexiblen Seitenbügel auch möglich, an Stelle der hülsenförmigen
Glieder Paare von hülsenförmigen Elementen 29 zu verwenden, die im Querschnitt die in Fig. 25 dargestellte
Form haben und mit Seitenkanten 30 versehen sind, ledes Hülsenpaar 29 hat entsprechende Seitenkanten
30, die in Stoßverbindung zucinanderliegen und an ihrer Innenseite eine Höhlung von geeignetem
Querschnitt bilden, welcher im Falle der F i g. 25 kreisförmig ist. Die Einführung jedes Hülsenpaares 29 an
der Innenseite des Bügels kann in jeder der zuvor beschriebenen Arten unter Bezugnahme auf die hülsenförmigen
Glieder 21 durchgeführt werden.
Schließlich können die hülsenförmigen Elemente 29 mit parallelen Seitenkanten 30 versehen sein (F i g. 26).
Um diese Hülsen an der Innenseite des Bügels 20 einzufügen, kann von einer Innenspindel 31 in geeigneter
Weise Gebrauch gemacht werden, welche geeignet ist, eine der genannten Hülsen in einer geeigneten relativen
Lage im Hinblick auf die andere zu halten, so daß ein Zwischenraum von geeigneter Weite zwischen den
Seitenkanten der beiden Hülsen gebildet wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Brillengestell, dessen Seitenbügel in Bereichen erhöhter Biegsamkeit aus einer Kette von zylindrisehen
Elementen gebildet ist, die durch eine metallische Seele gelenkig miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten Elementen (6. 8) wenigstens ein hülsenartiges
Zwischenglied (7) aus einem anderen Material als dem mindestens eines der benachbarten
Elemente angeordnet ist, und daß die aneinandergrenzenden
Rächen des Zwischengliedes und mindestens eines der Elemente als Lagerflächen ausgebildet sind.
2. Brillengestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerflächen im wesentlichen kreiszylindrisch sind.
3. Brillengestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (7) paarweise
um ein Element (6) angeordnet sind und sich zwischen den Seitenkanten des Paares von Zwischengliedern
(7) ein Zwischenraum (II) vorbestimmter Weite befindet.
4. Brillengestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten von Zwischengliedern
(7) sich leicht in Richtung der Hauptseitenflächen der Seitenbügel (2) erstreckende Fortsätze
(10) aufweisen.
5. Brillengestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen jedem der Fortsätze (10) und der angrenzenden Oberfläche der Elemente
(8 oder 6) ein gegebener Zwischenraum (11) bleibt.
6. Brillengestell nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (7) aus Metall sind, während d;e Elemente (6, 8) der
Kette aus einem nichtmetallischen Material bestehen.
7. Brillengestell nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (7) aus einem nichtmetallischen Material und die
Elemente (6. 8) der Kette aus einem anderen nichtmetallischen Material bestehen.
8. Verfahren zur Herstellung eines Brillengestells mit flexiblen Seitenbügeln nach einem der Ansprüche
1 bis 7, wobei die Seitenbügel aus synthetischem Material bestehen, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte,
daß metallene Zwischenglieder (7) oder Halbfertigungsprodukte, aus denen diese Zwischenglieder
darauffolgend gewonnen werden, in eine dünne Stange (22) aus synthetischem Material
eingefügt werden, daß ferner ein metallischer Kern in Längsrichtung in diese Stange eingeführt und dabei
durch Ausnehmungen hindurchgeführt wird, die in den Zwischengliedern (7) vorgesehen sind und
daß mindestens so vie« Material von der senkrecht auf der Biegungsebene des Bügels (2) stehenden
Seitenwand der Stange entfernt wird, daß die Zwischenglieder an die Oberfläche kommen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Materials, welches von
den Seitenwänden des Bügels (2) entfernt ist, derart ist, daß eine teilweise Entfernung von Material von
den Seitenkanten der Zwischenglieder vorgenommen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß diese Halbfertigprodukte, aus
denen die Zwischenglieder (7) hergestellt werden, Abschnitte von hülsenförmiger Strukturgestaltung
aufweisen, die mit einem Paar gegenüberliegender Erstreckungen (24) versehen sind, von welchen jede
im Querschnitt im wesentlichen U- oder V-förmig ist
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des von den Seitenflächen des Bügels (2) entfernten Materials
derart ist, daß die Erstreckungen des Halbfertigproduktes weggeschnitten werden, wodurch ein Paar
von Zwischengliedern (7) gewonnen wird
12 Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrensschritt der Einfügung der Zwischenglieder (7) oder Halbfertigprodukte
in den Bügel (2) durch Anwendung von Ultraschallenergie auf die letztgenannten Glieder
oder Halbfertigprodukte durchgeführt wird, und zwar mittels eines Transduktor, der mit einem Generator
für Ultraschallschwingungen verbunden ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet
daß vor dem Einfügen der Zwischenglieder (7) oder Halbfertigprodukte in den Seitenbügel
(2) die als Ausgangsmaterial dienende Stange (20) mit Ausnehmungen (28) von einem Querschnitt versehen
wird, der demjenigen der Zwischenglieder oder Halbfertigprodukte, die in die Stange eingeführt
werden sollen, entspricht.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT5201269 | 1969-05-28 | ||
| IT5447469 | 1969-12-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2003013A1 DE2003013A1 (de) | 1970-12-03 |
| DE2003013B2 DE2003013B2 (de) | 1975-01-09 |
| DE2003013C3 true DE2003013C3 (de) | 1975-08-21 |
Family
ID=26329460
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2003013A Expired DE2003013C3 (de) | 1969-05-28 | 1970-01-23 | Brillengestell mit flexiblen Seitenbügeln und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS4922468B1 (de) |
| CA (1) | CA929386A (de) |
| CH (1) | CH514858A (de) |
| DE (1) | DE2003013C3 (de) |
| DK (1) | DK124498B (de) |
| EG (1) | EG10495A (de) |
| FR (1) | FR2046100A5 (de) |
| GB (1) | GB1294542A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ITMI20082355A1 (it) * | 2008-12-30 | 2010-06-30 | Guido Medana | Sistema di vincolo per l'assemblaggio di occhiali ed occhiali ottenuti con tale sistema. |
| EP3483647B1 (de) | 2017-11-08 | 2024-02-21 | Essilor International | Brillengestell mit elektrischen leitern und kontrollierter faltbarkeit, verfahren zur herstellung |
| CN110531515A (zh) * | 2018-05-24 | 2019-12-03 | 成都理想境界科技有限公司 | 一种头戴连接装置及头戴设备 |
-
1970
- 1970-01-20 FR FR7001901A patent/FR2046100A5/fr not_active Expired
- 1970-01-23 DE DE2003013A patent/DE2003013C3/de not_active Expired
- 1970-01-27 GB GB3945/70A patent/GB1294542A/en not_active Expired
- 1970-02-23 JP JP45015483A patent/JPS4922468B1/ja active Pending
- 1970-03-03 DK DK104870AA patent/DK124498B/da unknown
- 1970-05-13 EG EG229/70*UA patent/EG10495A/xx active
- 1970-05-25 CA CA083654A patent/CA929386A/en not_active Expired
- 1970-05-25 CH CH772070A patent/CH514858A/it not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2046100A5 (de) | 1971-03-05 |
| CH514858A (it) | 1971-10-31 |
| DK124498B (da) | 1972-10-23 |
| JPS4922468B1 (de) | 1974-06-08 |
| EG10495A (en) | 1976-02-29 |
| CA929386A (en) | 1973-07-03 |
| DE2003013B2 (de) | 1975-01-09 |
| DE2003013A1 (de) | 1970-12-03 |
| GB1294542A (en) | 1972-11-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2653427C3 (de) | Federgelenk zur schwenkbaren Verbindung zweier Körper miteinander u. Verfahren zur Herstellung des Gelenks | |
| DE3021735A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von verformten schlitzsegmenten in einem band | |
| EP0023296B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Klemmbereiches bei einem in einer Bohrung kraftschlüssig fixierbaren stiftförmigen Element | |
| EP2506942B1 (de) | Puzzlespiel mit einem oder mehreren knickbaren puzzleteilen | |
| DE1452813B1 (de) | Abkantpresse | |
| DE2517234A1 (de) | Flexibles bauteil fuer ein brillengestell | |
| DE1760440C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von gekerbten Filznadeln | |
| DE2817793A1 (de) | Vorrichtung zum knicken und/oder pressen von erntegut | |
| DE2204852A1 (de) | Flexibles Element für Brillengestelle | |
| DE2735861C2 (de) | ||
| DE3015430A1 (de) | Lineare kugellagereinheit und verfahren zum herstellen derselben | |
| DE2003013C3 (de) | Brillengestell mit flexiblen Seitenbügeln und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE102015212748A1 (de) | Gurt oder Gurtsegment | |
| DE2626800C3 (de) | Federgelenk bzw. Federkardangelenk | |
| EP0222416A1 (de) | Einspannlagerbuchse | |
| DE2449256A1 (de) | Maschinenrahmen | |
| DE2512711A1 (de) | Stanzvorrichtung | |
| DE1903547A1 (de) | Verfahren zum Verjuengen der Enden von flexiblen Wellen | |
| EP0033143A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Spannschlossmuttern | |
| DE2112420B2 (de) | Erweiterungsbohrkopf | |
| DE112019004582T5 (de) | Gleitlager | |
| DE69216919T2 (de) | Nadel für Strickmaschine | |
| DE3401874A1 (de) | Umhaengenadel und verfahren zu ihrer herstellung | |
| AT308423B (de) | Unterteilter seitenbuegel fuer brillengestelle und verfahren zu seiner herstellung | |
| EP0491919A1 (de) | Verfahren zum herstellen einer spitze bei einem kontaktstift sowie werkzeug zum durchführen des verfahrens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |