DE20018398U1 - Konsolengerüst-Verankerung - Google Patents
Konsolengerüst-VerankerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Konsolengerüst-Verankerung nach dem Oberbegriff der unabhängigen Schutzansprüche.
Bei Konsolengerüsten handelt es sich um sogenannte Arbeits- und Schutzgerüste, an Bauwerken des Hoch- und Tiefbaues oder um Traggerüste, deren Belagflächen auf Konsolen aufliegen.
5 Bei den Konsolengerüst-Verankerungen sind unterschiedliche Befestigungsarten bekannt.
Bei einer ersten bekannten Befestigungsart wird das Konsolengerüst an jeweils zwei Rundstahlschlaufen (Aufhängebügel) verankert. Diese Rundstahlschlaufen werden in eine Stahlbetondecke einbetoniert und stehen mit ihrer Schlaufe an der Seite, an der die Konsole angebracht werden soll, über. Es handelt sich dabei in der Regel um die Hausaußenseite.
Die Einhängschlaufen sind mit ihren Enden in die untere Bewehrungslage zu führen oder mit Endhaken und einem zusätzlichen Querstab zu verankern, der ebenfalls im Beton mit eingegossen ist. Die Konsolengerüste selbst weisen einen sog. Doppelhaken auf, der dann von oben her jeweils in die Schlaufen eingefügt werden kann.
HausanschrJif:* · · *
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Darüber werden dann die Konsolengerüste gehaltenydie sich bevorzugt im unteren Bereich über eine an der Wand noch aufgelegte bzw. befestigte Holzbohle gegenüber der Wand abstützen.
Dieses bekannte System weist aber einige Nachteile auf. Zum einen ist es unhandlich, da die Aufhängbügel nur gebündelt geliefert werden und dadurch aufgrund ihrer gabelförmigen, vergleichsweise langen Erstreckung sich vielfach ineinander verhaken und dadurch nur schwer getrennt werden können. Bei der Demontage der Konsolen müssen dann die überstehenden Schlaufen abgeflext werden. Das meiste der einbetonierten Bügel bleiben im Beton zurück. Dadurch entstehen Kältebrücken in der Stahlbetondecke. Bei Verwendung der Aufhängbügel im Stahlbetondecken-Bereich muss die Schalung zusätzlich ausgespart werden. Vor allem aber auch das vorstehend erwähnte Abflexen nach dem erfolgten Gebrauch des Konsolengerüstes ist arbeits- und kostenintensiv.
Dabei können die erwähnten Schlaufen nur einmal genutzt werden. Durch die im Stahlbeton zurückbleibenden Reste der Schlaufen können letztlich auch noch Rostschäden entstehen.
Eine andere Befestigungsart, z.B. gemäss der DE 43 40 199 C1, arbeitet mit einem Verankerungselement mit Schraubgewinde und einem sogenannten Einhängebügel. Der Einhängebügel wird in eine einbetonierte Gewindehülse eingeschraubt. Dieser Einhängebügel weist in Draufsicht einen im wesentlichen rechteckförmigen Rahmen auf, durch welchen hindurch der jeweilige Doppelhaken eines Konsolen-Gerüstes eingehängt werden kann.
Dabei ist die Schraube kürzer als die freie Weglänge der einbetonierten Gewindehülse, so daß durch Festdrehen der Schraube, die eine Bohrung an einer plattenförmigen Einhängseite des Einhängebügels durchsetzt, diese plattenförmige Anlagefläche fest auf der Maueraußenseite aufliegt.
Aber auch diese Konsolengerüst-Verankerung weist Nachteile auf. Der Bügel muss bei der Montage mittels eines Werkzeuges (Schraubenschlüssel) fest in die Gewindehülse eingeschraubt werden. Die Demontage erfolgt durch zeitaufwendiges Ausschrauben oder Abfiexen, wobei ein Grossteil der Verankerung im Beton zurückbleibt.
Ein weiterer Nachteil ist, dass ein derartiger Ankerkörper unbeabsichtigt verschwenken kann und daher zum Kippen neigt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden "Erfindung eine gegenüber dem gattungsbildenden Stand der Technik verbesserte Konsolen-Gerüst-Verankerung zu schaffen, die bei hoher Sicherheit einfach handhabbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Schutzansprüche gelöst.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass der Ankerkörper mittels eines Bajonettverschlusses in der Ankerhülse verankerbar ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Ankerhülse an ihrem der Einstecköffnung gegenüberliegenden Ende einen den Querschnitt durchsetzenden Bolzen auf, der vorzugsweise exzentrisch zum Rohrquerschnitt der Ankerhülse angeordnet ist.
Der Ankerkörper dagegen weist am einzuführenden Ende eine mit dem Bolzen zusammenwirkende Verriegelung auf, wodurch der Ankerkörper durch eine viertel Umdrehung nach rechts am Bolzen der Ankerhülse verankerbar ist. Die Verriegelung des Ankerkörpers umfasst vorzugsweise einen abgeflachten 0 Abschnitt und eine gegenüber diesem um 90° versetzte Aussparung.
In einer anderen erfindungsgemäßen Ausgestaltung weist die Konsolengerüst-Verankerung eine Verdrehsicherung (Kippsicherung) für den Ankerkörper auf, mit einer parallel zur Ankerhülse angeordneten Sicherungshülse, in die nach dem Verankern des Ankerkörpers ein den Bügel des Ankerkörpers durchsetzender Sicherungsbolzen einsetzbar ist. Diese Verdrehsicherung lässt sich nicht nur für Verankerungen mit Bajonettverschluss sondern z.B. auch bei Verankerungen mit Schraubverschluss verwenden.
Zur Erhöhung der Sicherheit kann der Sicherungsbolzen durch einen Sicherungsstift gegen Herausziehen aus der Sicherungshülse und dem Bügel gesichert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Ankerhülse und die 5 Sicherungshülse einstückig oder als zwei fest miteinander verbundene Teile ausgebildet, so dass sich ein einziges zu verarbeitendes Teil ergibt, was die Handhabung erleichtert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren näher erläutert. Dabei gehen außer den Zeichnungen und Ihrer Beschreibung weitere Merkmale und Vorteile sowie Anwendungsgebiete der Erfindung hervor.
Es zeigen:
Figur 1: Einen Vertikalschnitt durch eine Betonwand mit angesetzter
Konsolengerüst-Verankerung und befestigtem Konsolengerüst; 10
Figur 2: Eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Ankerkörper;
Figur 3: Eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Ankerkörpers; Figur 4: Eine Stirnansicht des Ankerkörpers; Figur 5: Eine Seitenansicht der Ankerhülse;
Figur 6: Eine Draufsicht auf die Ankerhülse; 20
Figur 7: Eine Stirnansicht der Ankerhülse;
Figur 8: Eine Stirnansicht der Verankerung mit dem in die Ankerhülse
eingesteckten Ankerkörper;
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Figur 9: Eine Stimansicht der Verankerung mit dem in die Ankerhülse
eingesteckten und verriegelten Ankerkörper;
Figur 10: Eine Seitenansicht des Ankerkörpers mit zugeordnetem Sicherungsbolzen;
Figur 11: Eine Ansicht des Sicherungsbolzens;
Figur 12: Eine perspektivische Darstellung der Ankerhülse mit zugeordneter Sicherungshülse;
Figur 13: Eine Rückansicht auf den Ankerkörper.
• *
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Konsole 10 mit Konsolen-Einhängeelement 11, das längs eines Betonbauteiles 9, z. B. an der Außenwand eines Gebäudes, angebracht ist. Das Konsolen-Einhängeelement weist an geeigneter Stelle, etwa in Höhe des Gerüstbelages, einen nach außen und unten rechtwinklig abgebogenen Haken 12 auf, so dass die Konsole 10 von oben her in die nachfolgend beschrieben Konsolengerüst-Verankerung 1 einhängbar ist.
Die Konsolengerüst-Verankerung 1 umfasst im wesentlichen eine im Betonbauteil 9 zu vergießende Ankerhülse 2, in welcher ein Ankerkörper 5 verankerbar ist, der an seinem äußeren Ende einen Haltebügel 6 aufweist, in den der Haken 12 der Konsole 10 einhängbar ist.
Wie in den Figuren 5 bis 7 dargestellt ist, besteht die Ankerhülse 2 aus einem Rohr, welches aus Metall, jedoch vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt ist. Die Ankerhülse 2 weist an ihrem der Einstecköffnung 3 gegenüberliegenden Ende einen den Querschnitt durchsetzenden Bolzen 4 auf, der exzentrisch zum Rohrquerschnitt der Ankerhülse 2 angeordnet ist. Beim Eingießen der Ankerhülse in das Betonbauteil muss darauf geachtet werden, dass zum einen die Einstecköffnung 3 frei bleibt und im wesentlichen mit der Außenwand des Betonbauteiles 9 abschließt und dass der Bolzen 4 horizontal zu liegen kommt.
Der zugeordnete Ankerkörper 5, der in den Figuren 2 bis 4 dargestellt ist, umfasst einen langgestreckten Stab, der im Durchmesser in etwa dem Innendurchmesser der Ankerhüise 2 angepasst ist, wobei an einem Ende des Stabes ein im 5 Querschnitt etwa rechteckiger Bügel 6 angeschweißt ist. Am Einsteckende ist der Ankerkörper 5 entlang eines Abschnittes 7 abgeflacht und weist eine etwa um 90 ° zur Abflachung 7 verlaufende Aussparung 8 auf.
Die Figuren 8 und 9 zeigen, wie der Ankerkörper 5 in der Ankerhülse 2 verankert wird. Gemäß Figur 8 wird der Ankerkörper 5 in die Einstecköffnung 3 der Ankerhülse 2 eingeführt und ganz eingeschoben, wobei der abgeflachte Abschnitt 7 des Ankerkörpers 5 derart ausgerichtet ist, dass er über dem Bolzen 4 der Einsteckhülse 2 zu liegen kommt. Danach wird der Ankerkörper 5 um eine viertel Drehung nach rechts verdreht, wobei die Aussparung 8 des Ankerkörpers 5 den Bolzen 4 umschließt und der Ankerkörper 5 in der Ankerhülse 2 arretiert ist. Diese Stellung ist in Figur 9 gezeigt, wobei der Ankerkörper 5 nicht mehr aus der Ankerhülse 2 herausgezogen werden.
• · ·♦·
Ein Lösen der Verbindung ist nur durch eine viertel Drehung des Ankerkörpers 5, nach links möglich, wonach die Aussparung 8 außer Eingriff mit dem Bolzen 4 gelangt und der Ankerkörper 5 wieder aus der Ankerhülse 2 herausgezogen werden kann. In eingestecktem, verankertem Zustand liegt der Ankerkörper 5 so, dass der Bügel 6 nach oben geöffnet ist, so dass der Haken 12 der Konsole 10 eingehängt werden kann.
Erfindungsgemäß kann der Ankerkörper 5 gegen unbeabsichtigtes Verdrehen in der Ankerhülse 2 gesichert werden, indem eine spezielle Kippsicherung vorgesehen ist. Diese umfasst im wesentlichen eine parallel zur Ankerhülse 2 verlaufende Sicherungshülse 13, die einen geringeren Durchmesser als die Ankerhülse 2 aufweisen kann und vorzugsweise mit der Ankerhülse 2 fest verbunden ist. Die entsprechende Parallelanordnung der beiden Hülsen 2 und 13 ist in Figur 12 dargestellt.
Nachdem nun der Ankerkörper 5 in der Ankerhülse 2 arretiert ist, kann ein Sicherungsbolzen 15 in die Sicherungshülse 13 eingeführt werden. Hierzu weist der Bügel 6 des Ankerkörpers 5 entsprechende Bohrungen auf, durch welche Sicherungsbolzen 14 von außen hin durchgesteckt und in die Sicherungshülse 13 0 eingeführt werden kann. Durch diese Maßnahme ist der Ankerkörper 5 gegen Verdrehen in seiner Verankerung gesichert. Die entsprechende Anordnung des Sicherungsbolzens sowie der Sicherungsbolzen selbst in den Figuren 10 und 11 dargestellt. .
Zur Eigensicherung des Sicherungsbolzens gegen Herausziehen kann dieser noch einen Sicherungsstift 15 aufweisen. Die Figur 13 zeigt schließlich eine Ansicht des Ankerkörpers 5 und dessen Bügel 6 sowie die zugeordnete Bohrung für den Sicherungsbolzen 14.
Claims (9)
1. Konsolengerüst-Verankerung mit einer im Betonbauteil zu vergießenden Ankerhülse (2) und einem in der Ankerhülse verankerbaren Ankerkörper (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkörper (5) mittels eines Bajonettverschlusses in der Ankerhülse (2) verankerbar ist.
2. Konsolengerüst-Verankerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerhülse (2) an ihrem der Einstecköffnung (3) gegenüberliegenden Ende einen den Querschnitt durchsetzenden Bolzen (4) aufweist.
3. Konsolengerüst-Verankerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (4) exzentrisch zum Rohrquerschnitt der Ankerhülse (2) angeordnet ist.
4. Konsolengerüst-Verankerung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkörper (5) am einzuführenden Ende eine Verriegelung aufweist, wodurch er durch eine Viertel Umdrehung nach rechts am Bolzen (4) der Ankerhülse (2) verankerbar ist.
5. Konsolengerüst-Verankerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung des Ankerkörpers (5) einen abgeflachten Abschnitt (7) und eine gegenüber diesem um 90° versetzte Aussparung (8) umfasst.
6. Konsolengerüst-Verankerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Verdrehsicherung (Kippsicherung) für den Ankerkörper (5) aufweist, mit einer parallel zur Ankerhülse (2) angeordneten Sicherungshülse (13), in die nach dem Verankern des Ankerkörpers in der Ankerhülse ein den Bügel (6) des Ankerkörpers (5) durchsetzender Sicherungsbolzen (14) einsetzbar ist.
7. Konsolengerüst-Verankerung mit einer im Betonbauteil zu vergießenden Ankerhülse (2) und einem in der Ankerhülse verankerbaren Ankerkörper (5), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Verdrehsicherung (Kippsicherung) für den Ankerkörper (5) aufweist, mit einer parallel zur Ankerhülse (2) angeordneten Sicherungshülse (13), in die nach dem Verankern des Ankerkörpers in der Ankerhülse ein den Bügel (6) des Ankerkörpers (5) durchsetzender Sicherungsbolzen (14) einsetzbar ist.
8. Konsolengerüst-Verankerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsbolzen (14) durch einen Sicherungsstift (15) gegen Herausziehen aus der Sicherungshülse und dem Bügel sicherbar ist.
9. Konsolengerüst-Verankerung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerhülse (2) und die Sicherungshülse (13) einstückig oder als zwei fest miteinander verbundene Teile ausgebildet sind.
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