DE2000316C - Vorrichtung zum optischen Markieren einer Ebene im Raum - Google Patents
Vorrichtung zum optischen Markieren einer Ebene im RaumInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum optischen Markieren einer Ebene im Raum relativ
zu ihrer Umgebung mit einer Lichtquelle zum Aussenden eines primären Lichtstrahls mit über seinen
Querschnitt variabler Intensität und einer im Wege dieses Lichtstrahls liegenden Ablenkeinrichtung
zum Überstreichen des Raumes beiderseits der zu markierenden Ebene mit dem Lichtstrahl.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung soil es einem Beobachter ermöglichen, sich mit Hilfe sei-
tier Auge*: zu vergewissern, ob er sich innerhalb eines
bestimmten Raumbereichs, also beispielsweise in einer vorgegebenen Horizontalebene, befindet oder
nicht.
Für solche Orientierungszwecke bedient man sich bisher meist der Mittel der Funkortung. So ist beispielsweise
aus der USA.-Patentschrift 2 395 854 ein Funklandcsystem für Flugzeuge bekannt, bei dem ein
Paar von Funksignalen ausgesandt wird, die einander teilweise überlappende Raumbereiche definieren und
sich in ihrer Kennung voneinander unterscheiden. An Hand dieser Kennungsunterschlede kann ein Höhrer
dieser Funksignale feststellen, ob er sich im Bereich des einen oder des anderen Funkstrahls allein oder in
deren Überlappungsbereich befindet. Weiter ist aus der deutschen Auslegeschrift 1274358 ein mit einem
über eine Ablenkeinrichtung geführten Laserstrahl arbeitendes optisches Leitstrahllenkungssystem für
die Marinenavigation bekannt, das aber nur innerhalb
eines kleinen Raumbereichs wirksam · werden kann. Andere Leit- und Lenkeinrichtungen, die teils
mit Funksignalen, teils mit optischen Signalen arbeiten, sind in der deutschen Offenlegungsschrift
1448 731, der deutschen Auslegeschrift 1209440, der deutschen Patentschrift 894 165, der Österreich!
sehen Patentschrift 253 802, der französischen Patentschrift 964 076 und den USA.-Patentschriften
1 948 552, 3 215 053 und 3 291 989 beschrieben.
Der Erfindung liegt ausgehend von diesem Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, eine optische
Möglichkeit zur Unterscheidung einer bestimmten Raumebene gegenüber ihrer Umgebung zu schaffen,
die in ihrer Leistungsfähigkeit den bekannten Funkortungssystemen gleichwertig ist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ablenkeinrichtung einen um
eine in der Achse des primären Lichtstrahls der Lichtquelle liegende Achse rotierenden Strahlteiler
enthält, der den primären Lichtstrahl in zwei etwa senkrecht dazu verlaufende sekundäre Lichtstrahlen
zerlegt, deren intensitätsstärkste Querschnittsteile in zwei auf verschiedenen Seiten der zu markierenden
Ebene im Raum liegenden Kegelmantelflächen, die mit der Achse des primären Lichtstrahls einen Winke!
von weniger bzw. mehr als 90° bilden, umlaufen und deren intensitätsschwächere Querschnittsteile
einander in der zu markierenden Ebene überlappen.
Die erfindungsgcnäß ausgebildete Vorrichtung
hebt die zu markierende Ebene für das Auge eines Beobachters dadurch von ihrer Umgebung ab, Jaß in
ihr eine geringere Lichtintensität, die gegebenenfalls bis zu völliger Dunkelheit absinken kann, herrscht,
womit eine leichte Unterscheidung der markierten Ebene angesichts der rundum herrschenden höheren
Lichtintensität gewährleistet ist. Die Erfindung bietet also eine einfache Möglichkeit, eine beliebig im
Raum liegende vollständige Ebene optisch ?us ihrer Umgebung herauszuheben und unterscheidbar zu machen.
In Weiterbildung der Erfindung kann die Raumabtastung mit dem ausgesandten Licht in der Weise erfolgen,
daß der Strahlteiler die sekundären Lichtstrahlen die zu markierende Ebene jeweils mit einer
höheren Abtastfrequenz überstreichen läßt als die benachbarten Raumbereiche, wobei die höhere Abtastfrequenz
oberhalb und die niedrigere Abtastfrequenz unterhalb der Trägheitsgrenze des menschlichen
Auges liegen kann, also zwischen Dauerlicht und Flackerlicht unterschieden wird.
Bei einer bevorzugten Ausfülirungsform der Erfindung
ist der Strahiteüer ein Drcikantprismä mit die
Achse des primären Lichtstrahls schneidender rechtwinkliger brechender Kante und schräg dazu verlaufender
Basis.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht; deren einzige Figur zeigt eine sche-
ISi
St.
2 000 516 r
3 4
matisch gehaltene Darstellung einer erfindungsgemäß eine höhere Intensität als in den Randbereichen seiausgebildeten
Vorrichtung und der von dieser ausge- nes Querschnitts. Die sekundären Lichtstrahlen B'
henden Lichtstrahlen. und B" sind daher in der Zeichnung jeweils als Keule
Die dargestellte Vorrichtung enthält eine Licht- mit dem Schnittpunkt der Geraden R' bzw. R" und
quelle LE für die Erzeugung eines primären Licht- S der reflektierenden Flächen des Dreikantprismas DM
Strahls B mit in der Zeichnung vertikaler Achse A. als Ursprung und den Geraden Jl' bzw. R" selbst als
Die Hauptbestandteile der Lichtquelle LE sind ein Mittelachse veranschaulicht, und die Länge der Radi-Laser
LS, der ein nahezu paralleles Lichtbündel· mit usvektbren vom jeweiligen Keulenursprung zu den
'einer beispielsweisen Divergenz von 1 rnR (1 m/km) verschiedenen Punkten auf der Keulenumrißlinie ent-
......._ ■ negativen und einer positi· __
ven Linse, der den ursprünglichen Laserstrahl· zwecks genden reflektierende«: Flächen des Dreikantprismas
leichterer späterer Aufteilung zu dem primären Licht- DM ausgehen, liegen sie ständig nicht nur überwic-
«trahl B mit beispielsweise 0,1 mR Divergenz und 15 gend auf verschiedenen Seiten der Ebene R, sondern
10 mm Durchmesser dehnt. Die Einschaltung des auch einander, entgegengesetzt zur Achse A als ihrer
Strahldehners BE in den Strahlengang des Laserlichts Umlaufachse. Es entsprechen sich also in der Zeichist
jedoch für die Ausführung der Erfindung nicht nung zum einen die ausgezogenen Keulen für B' und
notwendig, und es kann durchaus vorzuziehen sein, B" und zum anderen für einen anderen Umlaufzeitdarauf
zu verzichten, da sich ein stärker divergenter ao punkt die gestrichelte Keule für B' und eine nicht ein-Lichtsfrahl
leichter ausmachen läßt. gezeichnete Keule für B" oberhalb der Ebene R und
In der gezeidineten Lage dient die dargestellte links der Achsel.
Vorrichtung zum Markieren einer Horizontalebene Für ein in der zu markierenden Ebene R befindli-
im Raum, sie kann jedoch ohne weiteres schwenkbar ches und in der Zeichnung symbolisch angedeutetes
gelagert sein, wobei zur Einstellung ihrer Lage im 25 Beobachterauge lassen bei jeder Umdrehung des
Raum eine oder auch mehrere und senkrecht zuein- Dreikantprismas DM durch den Motor M sowohl der
ander angeordnete Libellen MO beispielsweise an der Lichtstrahl B' als auch der Lichtstrahl B" je einen
Lichtquelle LE dienen können, und gestattet dann die Lichtblitz gleicher Intensität erscheinen. Bei einer
Markierung beliebiger Raumebenen. Drehzahl von / Umdrehungen je Zeiteinheit für Mo-
Die dargestellte Vorrichtung besitzt weiter eine 3° tor M und Dreikantprisma DAi folgen dahsr für die-Ablenkeinrichtung
MS zum Auslenken des Licht- ses Beobachterauge die Lichtblitze mit einer Abtast-'
Strahls B, die als optisch wirksamen Bestandteil ein frequenz von 2/ aufeinander, und bei einem bei-
_ Dreikantprisma DM enthält, das in einen Träger SU spielsweise angenommenen Drehzahlwert von 20 Hz
eingesetzt ist, der seinerseits auf einer zum Licht- nimmt das Beobachterauge die mit 2/ = 40Hz aufstrahl
B koaxialen Welle SH sitzt, die unter Antrieb 35 einanderfolgenden Lichtblize als kontinuierliches
■'.. durch einen Motor M.eine Rotation des Dreikantpris- Licht wahr.
, mas DM um die Achse A des Lichtstrahls B bewirken Für ein in Richtung der Geraden R' oder R" blik-
' kann. Das Dreikantprisma DM sitzt mit seiner Basis kendes Beobachterauge hingegen führen jeweils nur
schräg zur Welle SH im Träger SU und besitzt eine der Lichtstrahl B' oder der Lichtstrahl B" zu einem
rechtwinklige brechende Kante, die den Lichtstrahl B 40 Lichtblitz je Umdrehung des Dreikantprismas um die
in seinem Zentrum durchquert. Entsprechend der Achse A: für ein solches Beobachterauge folgen da-Schräglage
des Dreikantprismas DM weist auch die her die Lichtblitze mit einer der einfachen Drehzahl /
den rechten Winkel an dessen brechender Kante hai- von Motor M und Dreikantprisma DM entsprechenbierende
Ebene eine geringe Neigung gegen die den Abtastfrequenz aufeinander und erscheinen bei
Achse des Lichtstrahls B auf. Damit wirkt das Drei- 45 der angenommenen Drehzahl von 20 Hz als Flackerkantprisma
DM für den primären Lichtstrahl B licht.
gleichzeitig als Ablenkorgan und als Strahlteiler und In dem zwischen den Geraden R' und R" zu beierzeugt
aus dem primären Lichtstrahl B zwei sekun- den Seiten der Ebene R gelegenen Raumbereich fühdäre
Lichtstrahlen B' und B" für die Raumabtastung. ren zwar jeweils sowohl der Lichtstrahl B' als auch
Durch die Rotation des Dreikantprismas DM um die 50 der Lichtstrahl B" für ein dort befindliches Beobach-Achse
A überstreichen die sekundären Lichtstrahlen terauge zu einem Lichtblitz pro Umdrehung des Drei-
B' und B" die zu markierende Ebene, die in der kantprismas DM, jedoch unterscheiden sich in die-Zeichnung
durch ihre Schnittgerade R mit der Zei- sem Raumbereich die auf die beiden Lichtstrahlen
chenebene angede 3t ist, gemeinsam und Teile der zurückgehenden Lichtblitze in ihrer Intensität vonzu
beiden Seiten der EbeneR liegenden Raumbe- 55 einander, wobei oberhalb der Ebene/? der Lichtreiche jeweils allein, da ihre in der Zeichnung durch strahl B" und unterhalo der Ebene J? der Lichtstrahl
strichpunktierte Gerade R' bzw. R" wiedergegebenen B' die intensitätsstärkeren Lichtblitze erzeugt. Durch
Achse 1 mit der Achse A des primären Lichtstrahls B passende Wahl des Winkels zwischen den Geraden R'
jeweils einen Winkel von geringfügig weniger bzw. und R" läßt sich schon für geringe Abweichungen de;
geringfügig mehr als 90° bilden. Die Achsen der se- 60 Lage Jes Beobachterauges gegenüber der Ebene R
kundären Lichtstrahlen B' und B" laufen also wäh- ein großer Intensitätsunterschied zwischen den Licht-
xcnil der Rotation des Dreikantprismas DM um die blitzen durch die beiden Lichtstrahlen B' und B" er-Achse
A jeweils auf einer Kegelmantelfläche um, de- reichen.
ren Scheitel auf der Achse A Hegt und die jeweils eine Die dargestellte Vorrichtung erzeugt also für die
der Geraden R' bzw. R" zur Erzeugenden hat 65 Ebene R deutlich andere Lichtverhältnisse als für dc-
Die Intensitätsverteiiüng über den Querschnitt ren Umgebung und macht damit diese Ebene R für
'■· eines Laserstrahls ist bekanntlich ungleichmäßig, und ein Beobachterauge deutlich von ihrer Umgebung un-
)' zwar herrscht jeweils im Zentrum des Laserstrahls terscheidbar.
Hierzu i Blau Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum optischen Markieren einer Ebene jm Raum relativ zu ihrer Umgebung mit
einer Lichtquelle zum Aussenden eines primären Lichtstrahls mit über seinen Querschnitt variabler
Intensität und einer im Wege dieses Lichtstrahls liegenden Ablenkeinrichtung zum Überstreichen
des Raumes beiderseits der zu, markierenden Ebene mit dem Lichtstrahl, dadurch gekennzeichnet,
'daß die Ablenkeinrichtung (MS) einen um eine in der Achse (A) des primären
Lichtstrahls (B) der Lichtquelle (LE) liegende Achse (Welle SH) rotierenden Strahlteiler
(Prisma DM) enthält, der den primären Lichtstrahl (B) in zwei etwa senkrecht dazu verlaufende
sekundäre Lichtstrahlen (B' und B") zerlegt, deren intensitätsstärkste Querschnittsteile in
zwei auf verschiedenen Seiten der zu markieren- w
den Ebene (R) im Raum liegenden Kegelmantel-
flachen (R' bzw. R"), die mit der Achse (A) des
primären 1 .ichstrahls yB) einen Winkel von weniger
(R') bzw. mehr (R') als 90° bilden, umlaufen und deren intensitätsschwächere Querschnittsteile as
einander in der zu markierenden Ebene (R) überlappen.
2. Vorrichtung wach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strahlteiler (DM) die sekundären Lichtstrahlen (B' und B") die zu markierende
Ebene (R) jeweils mit einer höheren Abiastfrequenz überstreichen läßt als die benachbarten
Raumbereiche (R' bzw. R").
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die höhere Abtastfrequenz
oberhalb und die niedrigere Abtastfrequenz unterhalb der Trägheitsgrenze des menschlichen
Auges liegt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlteiler ein Dreikantprisma (DM) mit die Achse (A) des
primären Lichtstrahls (B) schneidender rechtwinkliger brechender Kante und schräg dazu verlaufender
Basis ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE93469 | 1969-01-24 | ||
| SE93469 | 1969-01-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2000316A1 DE2000316A1 (de) | 1970-07-30 |
| DE2000316B2 DE2000316B2 (de) | 1972-07-20 |
| DE2000316C true DE2000316C (de) | 1973-02-15 |
Family
ID=
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