DE19963202A1 - Halterungsvorrichtung für Gefäße in Kraftfahrzeugen - Google Patents
Halterungsvorrichtung für Gefäße in KraftfahrzeugenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Halterungsvorrichtung für Gefäße, insbesondere Getränkedosen oder -flaschen, in Kraftfahrzeugen. DOLLAR A Ausgehend von den Nachteilen der bekannten Halterungsvorrichtungen soll eine solche geschaffen werden, die auch bei einer geringen Einbaubreite eine sichere Halterung für Gefäße unterschiedlicher Durchmesser und/oder Form gewährleistet und einen relativ großen Verstellbereich der Aufnahmeöffnung besitzt. DOLLAR A Hierzu wird als Lösung vorgeschlagen, daß das Halterungsteil aus mindestens zwei gelenkig an dem Läuferbauteil 3 angeordneten Haltebügeln 5, 6 mit jeweils bogenförmig nach innen verlaufenden Armen 5a, 6a besteht, deren Endbereiche als Zahnbogen 5c, 6c ausgebildet sind, die mit einem Zahnradgetriebe 20, 21 in Eingriff stehen, das in einem parallel zur Gehäuserückwand 1c angeordneten Blendenträger 18 angeordnet ist, in dem die Arme 5a, 6a der Haltebügel 5, 6 geführt sind, und die Haltebügel 5, 6 in der Gebrauchslage, in der Stellung der maximalen Öffnungsweite, die Seitenwände 1a, 1b des Gehäuses 1 seitlich überragen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Halterungsvorrichtung für Gefäße, insbesondere Getränke
dosen oder -flaschen in Kraftfahrzeugen.
Im Automobilbau gehört es bereits zum Standard der Innenausstattung, daß
entsprechende Getränkedosenhalter vorgesehen sind, die den Personen im Fahrzeug
während der Fahrt die Einnahme von Getränken erleichtern sollen, indem die Trink
gefäße, Dosen, Flaschen oder Becher, in speziell dafür geeigneten Halterungen
abgestellt bzw. aufbewahrt werden können. Aus der Praxis sind vor allem Getränke
dosenhalter bekannt, die im Cockpitbereich des Fahrzeuges versenkbar angeordnet
sind, z. B. durch Schwenk- oder Hubbewegung.
Die durch Hubbewegung bekannten Halterungsvorrichtungen bestehen aus einem
Gehäuse und einer aus dem Gehäuse aus- und einfahrbaren Führung oder Schlitten,
die mit mindestens einer Halterung als Aufnahme für das zu haltende Gefäß
verbunden sind. Zur Lagefixierung des abgestellten Gefäßes ist bei mehren bekannten
Lösungen noch ein Abstützelement vorgesehen, das z. B. als schwenkbarer Bügel
ausgebildet sein kann. Die Aufnahmen für das zu haltende Gefäß oder auch für
mehrere Gefäße sind häufig als stabiles Kunststoffbauteil als Bestandteil des
Schlittens ausgebildet und weisen entsprechende Öffnungen zum Einstellen der
Gefäße auf. Das Sortiment an Getränkedosen und Getränkeflaschen ist sehr vielseitig.
Die jeweiligen Behältnisse unterscheiden sich vor allem in ihrem Außendurchmesser.
Trinkbecher besitzen im allgemeinen eine sich nach unten konisch verjüngende
äußere Form.
In der Praxis ist es jedoch wünschenswert, daß eine Halterungsvorrichtung für im
Durchmesser und in ihrer äußeren Form unterschiedliche Gefäße geeignet ist und eine
sichere Halterung für diese gewährleistet. Hierzu sind bereits verschiedene Lösungen
bekannt. In der DE 195 27 918 A1 ist eine Halterungsvorrichtung mit einer schwenk
baren Konsole zur Aufnahme von Gefäßen beschrieben, bei der der Innenraum zur
Aufnahme des Gefäßes von einem elastischen Band durchgriffen ist. Diese Lösung hat
den Nachteil, daß beim Einsetzen des Gefäßes dieses in Schräglage gebracht werden
muß, um das elastische Element in die erforderliche Richtung zu bewegen, damit das
Gefäß eingesetzt werden kann. Beim Einsatz eines bereits mit einem Getränk gefüllten
Trinkbechers kann diese Lösung zu unerwünschten Nebeneffekten führen. Aus der EP
0 748 717 A1 ist eine Lösung bekannt, bei der unterhalb einer größeren Öffnung einer
Konsole ein umlaufendes Band mit im Durchmesser verschiedenen Öffnungen
angeordnet ist, die wahlweise in Deckung mit der größeren Öffnung gebracht werden
können. Diese Ausführung ist in ihrer Handhabung sehr aufwendig und nur für Gefäße
geeignet, für die in dem Band die passenden Öffnungen vorhanden sind. Bekannt ist
auch (DE 44 41 265 A1), an einer herausfahrbaren Lade bzw. Konsole seitlich nach
außen zeigende halbkreisförmige Öffnungen anzuordnen, wobei an beiden Seiten der
Lade unter Federspannung stehende, verschwenkbare Seitenarme angeordnet sind,
durch die das eingesetzte Gefäß festgeklemmt wird. Diese Halterungsvorrichtung ist in
ihrer Herstellung sehr aufwendig. Bei im Durchmesser relativ großen Gefäßen liegt der
Halterungsarm nur an einem Teilbereich des Außenumfanges des Gefäßes an, so daß
keine sichere Halterung gewährleistet ist.
Aus der DE 195 43 608 A1 ist eine Vorrichtung zum Halten von Getränkebehältern
bekannt, bei der in einem Gehäuse zwei teleskopartige Einsätze angeordnet sind, die
aus dem Gehäuse geschoben werden und als Auflagefläche für das Gefäß dienen. Das
Gefäß wird mittels klappbarer Haltebacken in der Gebrauchslage fixiert. Durch ein
weiteres Herausziehen des vorderen Einsatzes kann eine entsprechende Durch
messeranpassung für größere Gefäße bewirkt werden. Die Lagefixierung des Gefäßes
erfolgt im Wesentlichen durch die unter Federspannung stehenden Haltebacken. Diese
Halterung ist nur für in der Höhe niedrige Gefäße geeignet, wie z. B. Tassen. Bei
höheren Gefäßen besteht die Gefahr, daß diese in ihrer Lage nicht ausreichend
gesichert sind. Außerdem ist diese Vorrichtung in ihrer Herstellung sehr aufwendig.
Die bekannten Halterungsvorrichtungen haben generell den Nachteil, daß die
Aufnahmeöffnung nur um einen relativ kleinen Bereich veränderbar ist, so daß für ver
schiedene Gefäße mit einem großen Unterschied im Außendurchmesser getrennte
Halterungsvorrichtungen erforderlich sind.
Die bekannten Halterungsvorrichtungen erfordern einen relativ großen Einbauraum,
vor allem hinsichtlich der Breitenmaße.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Halterungsvorrichtung für Gefäße,
insbesondere für Getränkedosen oder -flaschen oder -becher, zu schaffen, die auch
bei einer geringen Einbaubreite eine sichere Halterung für Gefäße unterschiedlicher
Durchmesser und/oder Form gewährleistet und einen relativ großen Verstellbereich
der Aufnahmeöffnung besitzt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Geeignete Ausgestaltungsvarianten sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 14.
Das Halterungsteil zur Aufnahme des Behältnisses besteht aus mindestens zwei an
dem Läuferbauteil gelenkig befestigten Haltebügeln, die bogenförmig nach innen
gerichtete Arme besitzen. Die Endbereiche sind als Zahnbogen ausgebildet, die mit
einem Zahnradgetriebe in Eingriff stehen, das in einem parallel zur Gehäuserückwand
angeordneten Blendenträger angeordnet ist. Durch das Zahnradgetriebe wird eine
mittige Ausrichtung der Haltebügel gesichert. Die Haltebügel sind in dem Blenden
träger geführt und können in Stellungen unterschiedlicher Öffnungsweiten bewegt
werden, wobei sie sich mit dem Zahnradgetriebe in Eingriff befinden. In der
Gebrauchslage, in der Stellung der maximalen Öffnungsweite, überragen die Halte
bügel seitlich die Seitenwände des Gehäuses. Die konstruktive Ausbildung der Halte
bügel im Zusammenwirken mit dem Blendenträger ermöglicht eine Ausführung mit
einer relativ kurzen Schachtbreite des Gehäuses. Die Halterungsvorrichtung ist
dementsprechend vorzugsweise für solche Einbauräume bestimmt, die nur ein
geringes Breitenmaß aufweisen. Aufbauend auf dem vorgenannten Grundprinzip
lassen sich in weiterer Ausgestaltung zwei unterschiedliche Varianten realisieren.
Gemäß der ersten Variante wird das zu haltende Gefäß zwischen die Haltebügel
eingestellt und von diesen gehalten, wobei das Gefäß in an sich bekannter Art auf
einer in die Horizontale ausgeschwenkten Ablage abgestellt ist.
Die Haltebügel können über einen vorgesehenen Antrieb in Verbindung mit dem Zahn
getriebe in Stellungen unterschiedlicher Öffnungsweite bewegt und in dieser arretiert
werden, um das jeweilige Gefäß sicher zu halten.
Gemäß der zweiten Variante wird das zu haltende Gefäß zwischen zwei drehbeweg
lichen Klemmbügeln eingestellt, die unter einer Federbelastung stehen und in der
gleichen Drehachse wie die Haltebügel gelagert sind. Die nach innen gerichtete
Bewegung der Klemmbügel ist durch Anschläge begrenzt, die die kleinste Öffnungs
weite der Klemmbügel als Voreinstellung festlegen. In der Gebrauchslage werden die
Haltebügel, die im Eingriff mit dem Zahngetriebe stehen, durch die zwischen den
Haltebügeln und den Klemmbügeln angeordneten Federelemente nach außen
gedrückt, bis zum Anschlag an die Innenseite des Blendenträgers. Zum Einstellen von
Gefäßen mit einem größeren Außendurchmesser werden die Klemmbügel nach außen
gedrückt, wobei die größte Öffnungsweite erreicht ist, wenn die Klemmbügel mit der
Innenseite der Haltebügel in Berührung gelangen.
An den Innenseiten der Halte- oder Klemmbügel können noch elastische Haltekissen
befestigt sein, um ein sanftes Umschließen der Gefäße zu gewährleisten. Die
Bewegung der Haltebügel beim Einfahren in die Ausgangslage wird durch an den
Seitenwänden des Gehäuses angeordnete Steuernocken unterstützt.
Die Halterungsvorrichtung kann auch für einen Einbau in schräger Einbaulage,
vorzugsweise in einem Winkel von 15°, bezogen auf die Horizontale vorgesehen sein.
Die Halterungsvorrichtung ermöglicht einen relativ großen Verstellbereich zur
Aufnahme von Gefäßen unterschiedlicher Außendurchmesser und gewährleistet eine
stabile sichere Halterung.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1 die Halterungsvorrichtung in ihren wesentlichen Bauteilen, als
Explosionsdarstellung,
Fig. 2 die Halterungsvorrichtung im ausgefahrenen Zustand, in
perspektivischer Darstellung, ohne das Läuferbauteil,
Fig. 3 die Halterungsvorrichtung im eingefahrenen Zustand, in
perspektivischer Darstellung und
Fig. 4 die Halterungsvorrichtung als Gesamtansicht in schräger Einbaulage
im ausgefahrenen Zustand, in perspektivischer Darstellung.
Die in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Halterungsvorrichtung wird z. B. in einem Winkel
von 15°, bezogen auf die Horizontale, in dem dafür vorgesehenen Einbauraum im
Cockpit eines Kraftfahrzeuges als komplett vorgefertigtes Bauteil eingesetzt. Durch
einen manuellen Druck auf die Blende 22 (Fig. 1 und 3) bewegt sich das Läuferbauteil 3
zusammen mit dem Auflagebauteil 17 vom geschlossenen Ausgangszustand (Fig. 3) in
die in Fig. 4 gezeigte Gebrauchslage, zum Einstellen eines Trinkgefäßes in die
Aufnahmeöffnung 4. Die Halterungsvorrichtung besteht, wie in Fig. 1 gezeigt, aus
einem Gehäuse 1, das durch zwei Seitenwände 1a und 1b, die Rückwand 1c und den
Boden 1d gebildet ist. Das Gehäuse 1 ist außerdem noch mit einer Abdeckplatte 1e
versehen, die in den Fig. 2 und 3 nicht mit dargestellt ist. An der Rückwand 1c des
Gehäuses 1 ist ein Arretierungshebel 1f befestigt, der mit dem im Läuferbauteil 3
integrierten Herzkurvenbauteil 3a zusammenwirkt, wenn das Läuferbauteil 3 in die
Ausgangslage zurückbewegt wird. Im eingefahrenen Zustand, in der Ausgangslage,
wird dadurch das Läuferbauteil 3 arretiert. Mittig ist in dem Gehäuse eine Führung 2
angeordnet, die aus einer festen Führungsstange 2a und einer axialbeweglichen
Führungshülse 2b besteht, die im Ausgangszustand bis an den Anschlag 2c zurück
bewegt wird. Zusätzlich ist auf der Führungshülse 2b noch eine begrenzt verschieb
bare Buchse bzw. Hülse 2d angeordnet, die mit dem Läuferbauteil 3 verbunden ist. Zur
Dämpfung der Hubbewegungen der Führungshülse 2b ist in an sich bekannter Bauart
ein Dämpfer vorgesehen, dessen Zahnrad mit einer am Boden 1d angeordneten
Zahnstange 2e kämmt (Fig. 2). Die Hubbewegungen der Führungshülse werden durch
eine oder zwei Rollfedern bewirkt, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. An dem
Läuferbauteil 3, das aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit in der Fig. 2
weggelassen wurde, sind an beiden hinteren, in Einschubrichtung zeigenden
Eckbereichen Haltebügel 5 und 6 drehgelenkig befestigt. Die Haltebügel 5 und 6
besitzen bogenförmig nach innen gerichtete Arme 5a bzw. 6a, an deren freien Enden
sich überlappende Abschlußteile 5b bzw. 6b angeformt sind, die als Zahnbogen 5c
bzw. 6c ausgebildet sind, wobei sich die Zähne an der nach außen zeigenden Seite
befinden und mit einem Zahnradpaar 20, 21 in Eingriff stehen (Fig. 2). Dadurch wird
eine allseitig geschlossene Aufnahmeöffnung 4 für das einzustellende Gefäß gebildet.
Die beiden Haltebügel 5 und 6 sind im Bereich bis zu den angeformten Abschlußteilen
5b bzw. 6b U-förmig ausgebildet, durch an den Seitenwänden der Haltebügel 5, 6
angeformte, nach innen gerichtete Randabschnitte (Fig. 2). Im hinteren Bereich der
Arme 5a und 6a sind Randabschnitte kreisbogenförmig weiter nach innen gezogen,
um erforderlichenfalls eine bessere Umschließung der einzustellenden Gefäße zu
gewährleisten. In dem dadurch gebildeten, nach innen offenen Raum sind in jedem
Haltebügel 5 und 6 ein Klemmbügel 7 und 8 versenkbar angeordnet, wobei die Halte
bügel 5, 6 und die Klemmbügel 7, 8 jeweils eine gemeinsame Drehachse 9, 10 besitzen.
Zwischen dem Klemmbügel 7 oder 8 und dem dazugehörigen Haltebügel 5 oder 6 ist
eine Feder 11, 12 angeordnet, durch die die Haltebügel 5 und 6 in der Gebrauchslage
nach außen bis zum Anschlag der Enden, der Abschlußteile 5b und 6b, an die
Innenwand des Blendenträgers 18 gedrückt werden. Zwischen die Klemmbügel 7 und
8 wird das zu haltende Gefäß eingestellt, das von den Klemmbügeln 7, 8 fest
umschlossen wird. An der Innenseite der bogenförmigen Klemmbügel 7 und 8
befinden sich noch elastische Haftkissen 13, 14.
In den beiden Seitenwänden 3b des Läuferbauteiles 3 sind rechtwinkelförmig
gebogene Schwenkhebel 15, 16 drehbar befestigt, deren freie Enden nach außen
abstehende Zapfen aufweisen, die in einer Kurvenbahn 1g der Seitenwände 1a und 1b
geführt sind. Die Drehachse für diese beiden Schwenkhebel ist zugleich die Drehachse
für den hinteren Gelenkbügel 17a des Auflagebauteiles 17. Der vordere Gelenkbügel
17b ist oberhalb dieser Drehachse ebenfalls drehgelenkig in dem Läuferbauteil 3
gelagert. An den nach unten zeigenden parallelen Armen der Gelenkbügel 17a und 17b
ist die Ablage 17c befestigt (Fig. 1 und 4), die die Abstellfläche für das einzustellende
Gefäß bildet. Die Ablage 17c ist somit über ein Viergelenk mit dem Läuferbauteil 3
verbunden. Während der Ausfahrbewegung des Läuferbauteiles 3 in die Gebrauchs
lage, schwenken die beiden Gelenkbügel 17a und 17b nach unten aus und die Ablage
17c wird dabei in eine horizontale Lage bewegt.
Die beiden Haltebügel 5 und 6 sind mit ihren Enden, den Abschlußteilen 5b und 6b, in
einem Blendenträger 18 geführt, der an der Frontseite der Halterungsvorrichtung
angeordnet ist. Zur Führung der Haltebügel 5, 6 in dem Blendenträger 18 sind vier
Stifte 19 vorgesehen, für jeden Haltebügel 5, 6 zwei. In dem gehäuseartig
ausgebildeten Blendenträger 18 sind außerdem die beiden miteinander in Eingriff
stehenden Zahnräder 20 und 21 vertikal versetzt zueinander angeordnet, wobei das
obere Zahnrad 20 mit dem Zahnbogen 6c des Haltebügels 6 und das untere Zahnrad 21
mit dem Zahnbogen 5c des Haltebügels 5 in Eingriff stehen, wie in Fig. 2 zu sehen ist.
Der Blendenträger 18, der in Fig. 2 nicht gezeigt ist, ist an seiner Frontseite im Bereich
der Zahnräder 20, 21 offen ausgeführt. Auf den Blendenträger 18 ist von vorn die
Blende 22 schwenkbar aufgesetzt.
Die Funktionsweise der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten der Halterungsvorrichtung
ist folgende.
Wie in Fig. 3 zu sehen ist, haben in der Ausgangslage, im eingefahrenen Zustand, die
unter Federspannung stehenden Klemmbügel 7, 8 nur einen geringen Abstand zur
Innenseite der Haltebügel 5, 6.
Durch einen manuellen Druck in Pfeilrichtung "A" auf die Blende 22 (Fig. 3) wird das
Läuferbauteil 3 in an sich bekannter Weise in die Gebrauchslage bewegt (Fig. 4). Dabei
werden ducch die Führung der Zapfen der Schwenkhebel 15, 16 in der Kurvenbahn 1g
der Seitenwände 1a, 1b des Gehäuses 1 über die Viergelenkverbindung die Gelenk
bügel 17a und 17b nach unten ausgeschwenkt und die Ablage 17c in eine horizontale
Lage bewegt. Gleichzeitig werden dabei die am Läuferbauteil 3 drehgelenkig
befestigten Haltebügel 5, 6 infolge der anliegenden Federspannung nach außen
gedrückt, bis zum Anschlag der Abschlußteile 5b, 6b an die Innenseite des Blenden
trägers 18.
In der Gebrauchslage befinden sich die Haltebügel 5, 6 in der Stellung der maximalen
Öffnungsweite, die während der Beibehaltung der Gebrauchslage nicht verändert wird.
Durch den Eingriff der Zahnräder 20, 21 in die jeweiligen Zahnbogenbauteile 5c und 6c
der Haltebügel 5, 6 wird die mittige Ausrichtung der Haltebügel 5, 6 gesichert.
Die unter Federspannung stehenden Klemmbügel 7, 8 nehmen in der Gebrauchslage
eine Stellung ein, die für die in Frage kommenden Gefäße mit dem kleinsten Außen
durchmesser bestimmt ist. Diese Stellung wird durch einen Anschlag als sogenannte
Voreinstellung festgelegt. Beim Einstellen von im Außendurchmesser größeren
Gefäßen werden die Klemmbügel 7, 8 nach außen gedrückt, erforderlichenfalls bis zum
Anschlag an die Innenseite der Haltebügel 5, 6. Die einzustellenden Gefäße, Dosen,
Becher oder Flaschen unterschiedlicher Außendurchmesser, werden zwischen den
Klemmbügeln 7, 8 auf die Ablage 17c abgestellt und durch die Klemmbügel 7, 8 sicher
gehalten. Die elastischen Haltekissen 14, 15 an der Innenseite der Klemmbügel 7, 8
gewährleisten eine "weiche" Anlage der Klemmbügel an den Mantelflächen der
Gefäße. Die Federn 11, 12 zwischen den Klemmbügeln 7, 8 und den Haltebügeln 5, 6
sind so ausgelegt, daß auch bei dünnwandigen Gefäßen, wie z. B. Papp- oder Kunst
stoffbechern, ein Eindrücken der Wandung des Gefäßes vermieden wird.
Der Vorteil dieser für Gefäße mit unterschiedlichen Außendurchmessern geeigneten
Halterungsvorrichtung besteht vor allem darin, daß die Haltebügel in der Gebrauchs
lage bis in eine Stellung bewegt werden, die größer ist als die Schachtbreite des
Gehäuses. Die konstruktive Auslegung der einzelnen Bauteile und deren Funktions
weise ermöglicht es, die Halterungsvorrichtung als relativ schmale Baueinheit mit
einer geringen Schachtbreite auszubilden, ohne nachteilige Begrenzung der
Öffnungsweite der Aufnahmeöffnung für die einzustellenden Gefäße.
Soll die Halterung wieder in die Ausgangslage zurückbewegt werden, so wird dieser
Bewegungsablauf durch einen manuellen Druck auf die Blende 22 ausgelöst. Das
Läuferbauteil 3 wird dadurch in Einschubrichtung zurückbewegt, bis die Führungs
hülse 2b an den Anschlagbund 2c anschlägt und der Arretierungshebel 1f im
Zusammenwirken mit dem Herzkurvenbauteil 3a die Ausgangslage sichert. Während
des Bewegungsablaufes werden die Haltebügel 5, 6 durch an den Seitenwänden 1a
und 1b des Gehäuses 1 befindliche Steuernocken 23 (Fig. 2) nach innen gedrückt. Die
mit den Zahnrädern 20, 21 in Eingriff stehenden Zahnbogenelemente 5c, 6c der
Haltebügel 5, 6 werden dabei ebenfalls zueinanderbewegt, bis die Abschlußteile 5b, 6b
aneinander anschlagen und das erforderliche Breitenmaß erreicht haben, und
problemlos in das Gehäuse 1 eingefahren werden können.
Der prinzipielle Grundgedanke der Erfindung, den Bewegungsablauf der Haltebügel
über ein Zahnradgetriebe zu steuern, ermöglicht noch eine weitere vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung. Dabei kann auf die Klemmbügel 7 und 8 vollständig
verzichtet werden. Die Haltebügel 5, 6 werden nach Erreichen der Gebrauchslage
mittels Federn in die Stellung der maximalen Öffnungsweite für die einzustellenden
Gefäße gedrückt. In der Blende 22 ist dann zusätzlich noch eine bewegliche Taste
angeordnet, wobei durch wiederholtes Drücken auf diese Taste die Zahnräder 20, 21
über ein Zahnsegment bewegt werden und dadurch die Haltebügel 5, 6 in die jeweils
gewünschte Stellung entsprechend dem Außendurchmesser des einzustellenden
Gefäßes schrittweise zusammengefahren werden. Über einen weiteren Rasthebel wird
dann die jeweilige Position der Haltebügel 5, 6 gesichert. Durch Lösen des Rasthebels
gelangen die Haltebügel 5, 6 wieder in ihre ursprüngliche Ausgangslage zurück. Die
Innenseiten der Haltebügel 5, 6 sind in analoger Weise wie die zuvor erwähnten
Klemmbügel mit Haltekissen ausgerüstet. Die radiale Verstellbarkeit der Haltebügel 5,
6 über das Zahnradgetriebe 20, 21, 5c, 6c kann selbstverständlich auch von einer
separaten Antriebseinheit übernommen werden. In diesem Fall sind dann keine
Federelemente erforderlich, um die Haltebügel in die Ausgangslage zu drücken. Die
Veränderung der Öffnungsweste der Haltebügel 5, 6 in ein größere oder kleinere
Stellung erfolgt dann ausschließlich über die separate Antriebseinheit.
Claims (14)
1. Halterungsvorrichtung für Behältnisse, insbesondere Getränkedosen, -flaschen
oder Trinkgefäße, in Kraftfahrzeugen, bestehend aus einem Gehäuse und einem in
diesem versenkbaren, an einem Läuferbauteil oder Schlitten befestigten
Halterungsteil mit einer Öffnung zur Aufnahme des zu haltenden Behältnisses,
dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungsteil aus mindestens zwei gelenkig an
dem Läuferbauteil (3) angeordneten Haltebügeln (5, 6) mit jeweils bogenförmig
nach innen verlaufenden Armen (5a, 6a) besteht, deren Endbereiche als Zahn
bogen (5c, 6c) ausgebildet sind, die mit einem Zahnradgetriebe (20, 21) in Eingriff
stehen, das in einem parallel zur Gehäuserückwand (1c) angeordneten Blenden
träger (18) angeordnet ist, in dem die Arme (5a, 6a) der Haltebügel (5, 6) geführt
sind, und die Haltebügel (5, 6) in der Gebrauchslage, in der Stellung der maximalen
Öffnungsweite, die Seitenwände (1a, 1b) des Gehäuses (1) seitlich überragen.
2. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte
bügel (5, 6) in der Gebrauchslage mittels Federelementen (11, 12) in die Stellung
der maximalen Öffnungsweite bewegt sind und während der Gebrauchslage in
dieser Stellung verbleiben.
3. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Zahnradgetriebe aus zwei in vertikaler Richtung versetzt
angeordneten Zahnrädern (20, 21) besteht und die Zahnbogenelemente (5c, 6c) der
Haltebügel (5, 6) ebenfalls in vertikaler Richtung versetzt zueinander angeordnet
sind, wobei jedes Zahnbogenelement (5c, 6c) mit einem Zahnrad (20, 21) in Eingriff
steht.
4. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß zusätzlich jedem Haltebügel (5, 6) ein drehbeweglicher Klemmbügel
(7, 8) zugeordnet ist, wobei die Haltebügel (5, 6) und die Klemmbügel (7, 8) die
gleiche Drehachse (9, 10) besitzen, zwischen dem jeweiligen Klemmbügel (7, 8)
und dem Haltebügel (5, 6) eine Feder (11, 12) angeordnet ist, durch die die Halte
bügel (5, 6) und die Klemmbügel (7, 8) auseinandergedrückt sind, wobei die
Bewegung der beiden Klemmbügel (7, 8) zueinander durch Anschläge begrenzt ist,
durch die die kleinste Öffnungsweite der Klemmbügel (7, 8) als Voreinstellung
festgelegt ist, und durch Einstellen von Behältnissen mit größeren Außendurch
messern als die Voreinstellung, die das Behältnis umschließenden Klemmbügel (7,
8) bis zum Anschlag an die Innenseite der Haltebügel (5, 6) bewegbar sind.
5. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Haltebügel (5, 6) im Zusammenwirken mit dem Zahnradgetriebe
(20, 21, 5c, 6c) mittels eines Antriebes radial verstellbar sind.
6. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Haltebügel (5, 6) in verschiedenen Stellungen unterschiedlicher
Öffnungsweite verrastbar sind.
7. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß als Antrieb für die radiale Verstellung der Haltebügel (5, 6) in
der auf den Blendenträger (18) aufgesetzten Blende (22) ein manuell betätigbares
Antriebsorgan vorgesehen ist, das mit dem Zahnradgetriebe (20, 21) in Eingriff
bringbar ist.
8. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß als Antrieb für die radiale Verstellung der Haltebügel (5, 6) ein
elektrischer Motor vorgesehen ist.
9. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Innenseite der Haltebügel (5, 6) oder der Klemmbügel (7, 8)
elastische Haltekissen (13, 14) angeordnet sind.
10. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Führung der Arme (5a, 6a) der Haltebügel (5, 6) in dem Blenden
träger (18) Stifte (19) angeordnet sind.
11. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß an dem Läuferbauteil (3) ein als Viergelenk ausgebildetes, nach
unten ausschwenkbares Auflagebauteil (17) angeordnet ist, das aus zwei Gelenk
bügeln (17a, 17b) besteht, die beabstandet zueinander an einer die Abstellfläche
für das Behältnis bildenden Ablage (17c) befestigt sind.
12. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den Seitenwänden (1a, 1b) des Gehäuses (1) Steuernocken (23)
zur Unterstützung der nach innen gerichteten Bewegung der Haltebügel (5, 6) beim
Einfahren in die Ausgangslage angeordnet sind.
13. Halterungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß diese in einer schrägen Einbaulage angeordnet sind.
14. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel der schrägen Einbaulage, bezogen auf die Horizontale, 15° beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999163202 DE19963202A1 (de) | 1999-12-27 | 1999-12-27 | Halterungsvorrichtung für Gefäße in Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999163202 DE19963202A1 (de) | 1999-12-27 | 1999-12-27 | Halterungsvorrichtung für Gefäße in Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19963202A1 true DE19963202A1 (de) | 2001-06-28 |
Family
ID=7934639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999163202 Withdrawn DE19963202A1 (de) | 1999-12-27 | 1999-12-27 | Halterungsvorrichtung für Gefäße in Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19963202A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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