DE199568C - - Google Patents

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DE199568C
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retort
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exhaust pipe
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts
    • C10B1/04Vertical retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE.26». GRUPPE
Zusatz zum Patente 193666 vom 4. Februar 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. August 1906 ab. Längste Dauer: 3. Februar 1919.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der den Gegenstand des Patentes 193666 (Kl. 26 a, Gr. 8) bildenden Entgasungsretorte mit zentralem, die Retorte durchsetzenden Gasabzugsrohr mit teleskopartig übereinandergreifenden Gliedern zur . Gewinnung von Gas, vornehmlich Leuchtgas, aus Kohle, Ligniten, Holz u. dgl. und besteht darin, daß das Gasabzugsrohr herausziehbar ist.
Bei der Entgasung von Brennstoffen, welche bei der Entgasung sich ausdehnen, insbesondere von Kohlen, welche bei der Verkokung blähen, kann es vorkommen, daß der Brennstoff sich an den Wandungen der Retorte oder zwischen der Retortenwand und dem Gasabzugsrohr festklemmt, so daß die Retorte nur schwer entleert werden kann. Namentlich in der letzten Periode des Ent-
ao gasens und nach mehrstündigem Betrieb tritt die Erscheinung des Quellens oder Blähens des Kokses auf.
Die Nachteile der erwähnten Erscheinung des Festklemmens des Brennstoffes in der
«5 Retorte können nun vermieden werden, wenn man das in die Retorte hineinragende Gasabzugsrohr herausziehbar macht und das Rohr aus der Retorte entfernt, bevor die Erscheinung des Blähens auftritt. Hierzu ist aber das Gasabzugsrohr nach Patent 193666 besonders gut geeignet, da es nicht vollkommen glatt und zylindrisch ist, sondern aus mehreren Gliedern von verschieden weitem Durchmesser besteht. Das Rohr braucht bei solcher Form nicht einmal ganz herausgezogen zu werden, sondern nur so weit, daß der unterste engste Rohrabschnitt von der ihn umschließenden Kokswand frei wird. Alsdann können die Gase auf der ganzen inneren Begrenzungsfläche des Kokskörpers frei austreten. An Stelle des Gasabzugsrohres ist alsdann in der Kokssäule ein natürlicher Gasabzugskanal gebildet, welcher sich von dem kältesten Teil des Retortenraumes an erstreckt und also auch eine günstige Ableitung der in der letzten Entgasungsperiode entstehenden Gase ermöglicht. Das Gasabzugsrohr kann man in diesem Zusammenhang auch als einen Formkörper auffassen, welcher dazu dient, in dem entgasenden Brennstoff als Ersatz für den künstlichen Gasabzugskanal einen natürlichen zu schaffen.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in einer Ausführungsform beispielsweise im Querschnitt veranschaulicht.
Das Gasabzugsrohr a, welches aus mehreren, am Umfang geschlossenen, miteinander verbundenen und an den Verbindungsstellen ringförmige Öffnungen freilassenden Rohrstücken besteht, ist auf dem Deckel der Retorte oder unabhängig von der Retorte außerhalb derselben, etwa in einem besonderen Bock, gelagert. In der Zeichnung ist ein Beispiel der Lagerung des Gasabzugsrohres
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gezeigt, bei welchem das Rohr mit einem Flansch b auf dem Deckel der Retorte aufruht. Der Flansch kann eine ebene oder eine konische Dichtungsfläche haben. Entsprechend der Dichtungsfläche des Flansches kann auch die Sitzfläche des Rohres auf dem Deckel der Retorte eben oder konisch ausgebildet sein. Unter Umständen kann diese Dichtung bereits zur Verhütung des Entweichens von Gasen bzw. zur Vermeidung des Ansaugens der Luft in der Retorte ausreichen. In. vielen Fällen ist es aber zweckmäßig, den Sitz des Rohres noch besonders nachzudichten. Dies kann dadurch geschehen, daß man das Rohr mit einem Flüssigkeits- oder Sandverschluß c ausrüstet. Schließlich kann man die Sitzfläche auch mit elastischem Material ausrüsten, welches etwaige Unebenheiten der Sitzfläche ausgleicht. Zur elastischen Dichtung kann gegebenenfalls Asbestschnur o. dgl. verwendet ao werden.
Das Herausnehmen des Gasabzugsrohres aus der Retorte kann mittels einer geeigneten Hebevorrichtung, einer Winde, eines Kranes o. dgl., leicht bewerkstelligt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Stehende Entgasungsretorte mit zentralem, die Retorte durchziehenden Gasabzugsrohr gemäß Patent 193666, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasabzugsrohr ausziehbar ist.
2. Stehende Entgasungsretorte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasabzugsrohr nicht von der Retorte getragen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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